Fragen an Christine Hansmann

Person

Christine Hansmann

Ort

Weimar

Thema

Fragen an Thüringer Schriftstellerinnen und Schriftsteller

Autor

Christine Hansmann

Reihe »Fragen an Thüringer Schriftstellerinnen und Schriftsteller« / Thüringer Literaturrat e.V.

1.     Was ver­bin­det Sie, nicht nur beim Schrei­ben, mit Thü­rin­gen?

Her­kunft, geis­tige Ver­or­tung, Liebe zur Land­schaft.
Der Umgang mit Furcht und Elend. Alles sehr deutsch.

2.     Was bringt Sie zum Schrei­ben?

Eine stille, einen Ein-druck umkrei­sende, ihm nach-den­kende innere Bewe­gung.

Gehen in frem­der Poe­sie. Gehen auf Natur-Wegen.

Der Mit-Mensch.

3.     Füh­ren Sie Tage­buch oder ähn­li­che Auf­zeich­nun­gen, die Ihnen beim lite­ra­ri­schen Schrei­ben hel­fen?

Noti­zen, Ent­würfe, Zet­tel­gens…

4.     Haben Sie feste Schreib­stun­den? Was/wer hält Sie vom Schrei­ben ab? Sind Sie ein Pro­kras­ti­na­teur?

Oh je, was für ein Wort­un­ge­tüm…

Keine fes­ten Stun­den. Und was mich vom Schrei­ben abhält? Zwei­sam­keit, Lärm, Unruhe.

5.     Ihr Lieb­lings­ort – in Thü­rin­gen oder anderswo?

Oh Täler weit, oh Höhen…

6.     Wo haben Sie das Thema zu Ihrem letz­ten Buch gefun­den?

The­men fin­den wir nicht, sie fin­den uns.

7.     Ihr Lieb­lings­buch?

Henry Mil­ler: Das Lächeln am Fuße der Lei­ter.

8.     Haben Sie schon ein­mal etwas bereut, das Sie geschrie­ben haben?

Nein. Es gibt ja Papier­körbe.

9.     Was war für Sie Ihr größ­ter Erfolg?

Null­punkte aus­zu­hal­ten.

10.  Wel­ches Wis­sens­ge­biet inter­es­siert Sie neben der Lite­ra­tur am meis­ten?

Musik, Bil­dende Kunst, Bota­nik, Wahr­neh­mungs­for­schung.

11.  Was ist für Sie Stil?

Ein­fach­heit, Klar­heit, Genau­ig­keit.

12.  Wer ist für Sie die bedeu­tendste Per­son in Thü­rin­gen oder anderswo?

Wo begin­nen?

13.  Hat man neben dem Schrei­ben noch Lust auf Bücher und Lesen – oder hal­ten Sie es mit Kurt Tuchol­sky: Das biß­chen, was ich lese, schreib ich mir selbst?

Ob Tuchol­sky das so ernst gemeint hat…

14.  Ihr Lieb­lings­schla­ger oder Lieb­lings­volks­lied?

Wann sän­gen wir es, ohne Sen­ti­ment?

15.  Haben Sie ein (Lebens-)Motto?

Es ändert sich. Was bleibt:

Auf die Hügel bin ich wie­der gegan­gen…
Und der hei­mat­li­che Ton­fall im Wohl­klang der Luft…

(Gui­seppe Unga­retti, aus: Giorno per giorno 9, über­tra­gen von Inge­borg Bach­mann.)

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