Ausstellung »Esther Shalev-Gerz: Inseparable Angels« im Bauhaus-Museum Weimar

Wann:
12. März 2022 – 16. Mai 2022 ganztägig
2022-03-12T00:00:00+01:00
2022-05-17T00:00:00+02:00
Wo:
Bauhaus-Museum Weimar
Stéphane-Hessel-Platz 1
99423 Weimar
Preis:
10 / 7 / 3,50 € (Schülerinnen und Schüler 16-20 Jahre)
Kontakt:
Bauhaus-Museum Weimar

In einer Raum­in­stal­la­tion prä­sen­tiert die inter­na­tio­nal renom­mierte Künst­le­rin Esther Shalev-Gerz ihre Sicht­weise auf die berühmte IX. Geschichts­these von Wal­ter Ben­ja­min und befragt das Selbst­ver­ständ­nis der Stadt Wei­mar in Hin­sicht auf ihre Geschichte.

Das Bau­haus-Museum kon­zen­triert sich auf eine der bedeu­tends­ten Sprach­schöp­fun­gen im 20. Jahr­hun­dert, die Alle­go­rie vom „Engel der Geschichte“. Sie geht auf Wal­ter Ben­ja­min zurück, der sie in sei­nen berühm­ten geschichts­phi­lo­so­phi­schen The­sen Über den Begriff der Geschichte 1939/40 ent­wi­ckelte, indem er eine aqua­rel­lierte Zeich­nung von Paul Klee „Ange­lus novus“ (1920 ent­stan­den, heute Israel Museum, Jeru­sa­lem) in Spra­che über­trug. Ben­ja­min schrieb diese The­sen und seine Über­set­zung vom„Engel der Geschichte“ im Exil in Frank­reich auf der Flucht vor der Ver­fol­gung durch die Nationalsozialisten.

Ben­ja­min, des­sen 130. Geburts­tag im Jahr 2022 gefei­ert wird, war einer der wich­tigs­ten Kul­tur­kri­ti­ker im 20. Jahr­hun­dert, war Phi­lo­soph, Lite­rat und Über­set­zer. Mit sei­ner Über­set­zung des Klee-Bil­des in eine Denk­fi­gur eröff­nete er Ima­gi­na­ti­ons­räume, die bis heute viele bil­dende Künstler*innen, Film­schaf­fende, Schriftsteller*innen und Musiker*innen inspi­rie­ren. Die Klas­sik Stif­tung hat die Künst­le­rin­nen Esther Shalev Gerz, Paris, und Aura Rosen­berg, New York/Berlin, sowie den Künst­ler Ori Gersht, Lon­don, ein­ge­la­den, ihre Aus­ein­an­der­set­zung mit Wal­ter Ben­ja­mins „Engel der Geschichte“ in Wei­mar vorzustellen.

Zwi­schen Wort und Bild, zwi­schen Zei­ten und Räu­men bewe­gen sich die drei Instal­la­tio­nen, die im Jahr 2022 auf­ein­an­der fol­gend im Bau­haus-Museum Wei­mar gezeigt wer­den. Ihnen allen gemein­sam ist die Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Ver­hält­nis von Spra­che und Bild wie auch die Beschäf­ti­gung mit Geschichte und Gegen­wart. Die Aus­stel­lun­gen insze­nie­ren dies mit jeweils unter­schied­li­chen künst­le­ri­schen Mit­teln, dar­un­ter Objekte, Foto­gra­fien, Videos, ani­mierte Filme sowie geschrie­bene oder gespro­chene Texte.

Esther Shalev-Gerz aktua­li­siert die Geschichts­these Wal­ter Ben­ja­mins mit Bezug auf Wei­mar und ihrer Sicht auf das Geschichts­ver­ständ­nis der Stadt.

Beglei­tend zu den Aus­stel­lun­gen erscheint ein Kata­log, der alle Arbei­ten aus­führ­lich doku­men­tiert. Autoren: Boris Buden, Ber­lin; Danica Dakic, Düsseldorf/Weimar; Katha­rina Hen­kel, Han­no­ver; Rolf Hemke, Wei­mar; Marius Hoppe, Wei­mar; Ulrike Best­gen, Weimar.

 

All­ge­meine Öffnungszeiten
Win­ter Mi–Mo | 9.30–16 Uhr
Som­mer Mi–Mo | 9.30–18 Uhr
Di geschlossen

Café Kunst­pause
Mi–Mo | 9.30–18 Uhr, Di geschlossen

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