Wolfgang Hilbig

Wolf­gang Hil­big wurde am 31. August 1941 in Meu­sel­witz gebo­ren. Nach dem Tod sei­nes Vaters, der bei Sta­lin­grad gefal­len war, wuchs er bei sei­ner Mut­ter Mari­anne Hil­big und sei­nen Groß­el­tern müt­ter­li­cher­seits auf. Nach einer Lehre als Bohr­werk­dre­her leis­tete er sei­nen Wehr­dienst bei der Natio­na­len Volks­ar­mee; anschlie­ßend arbei­tete er als Werk­zeug­ma­cher, Mon­teur, Hilfs­schlos­ser und Hei­zer. 1978 erschie­nen Gedichte in der Antho­lo­gie »Hil­fe­rufe von drü­ben« in der Bun­des­re­pu­blik. Sein ers­ter Lyrik­band »abwe­sen­heit« erschien 1979 im S. Fischer Ver­lag, nach­dem er in der DDR abge­lehnt wor­den war. Hil­big wurde zu einer Geld­strafe wegen »Devi­sen­ver­ge­hens« ver­ur­teilt. Ab Ende 1980 war er als frei­schaf­fen­der Schrift­stel­ler tätig. 1985 erhielt Hil­big ein Visum für die Bun­des­re­pu­blik, das bis 1990 gül­tig war. Das Thema sei­ner Arbei­ten blieb die Dop­pel­exis­tenz als Arbei­ter und Schrift­stel­ler in der DDR; Meu­sel­witz und seine Umge­bung mit all ihren Ver­wer­fun­gen durch die indus­tri­elle Geschichte des Land­strichs das zen­trale Thema sei­nes Schrei­bens. Hil­big lebte seit Anfang der 1990er Jahre in Ber­lin; er hatte eine Toch­ter; von 1994 bis 2002 war er mit Nata­scha Wodin ver­hei­ra­tet. Wolf­gang Hil­big starb am 2. Juni 2007 in Ber­lin.

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