Rahel Sanzara

1894      Jena

1936      Berlin

Artikel

Jena

Rahel Sanzara – »Das verlorene Kind«

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Rahel Sanzara im Autorenlexikon

Rahel Sanzara

Johanna Bleschke, die sich spä­ter Rahel Sanz­ara nannte, wurde 1894 als Toch­ter eines Musi­kers in Jena gebo­ren. Nach dem Besuch der Höhe­ren Töch­ter­schule begann sie 1912 eine Buch­bin­der­lehre in Blan­ken­burg im Harz, wech­selte aber 1913 nach Ber­lin, um Kran­ken­schwes­ter zu wer­den.

In Ber­lin lernte sie Ernst Weiß ken­nen, mit dem sie einige Zeit liiert war und über 20 Jahr ver­bun­den blieb. 1914 und 1915 absol­vierte sie eine Aus­bil­dung zur Tän­ze­rin Rita Sac­cetto, die 1914 in ihrer Villa im Ber­li­ner Gru­ne­wald eine Tanz­schule ein­ge­rich­tet hatte.

Nach einem Film­auf­tritt in Wil­liam Kahns Detek­tiv­film »Der Fall Routt…!« nahm sie Schau­spiel­un­ter­richt in Mün­chen und wirkte von 1921 bis 1924 am Hes­si­schen Lan­des­thea­ter in Darm­stadt.

1926 erschien ihr Roman­de­büt »Das ver­lo­rene Kind«, das in 11 Spra­chen über­setzt wurde. 1927 hei­ra­tete sie den jüdi­schen Bör­sen­mak­ler Wal­ter David­sohn, der nach der Macht­über­nahme durch die Natio­nal­so­zia­lis­ten in Deutsch­land nach Frank­reich emi­gierte. Rahel Sanz­ara blieb in Deutsch­land und starb 1936 nach lan­ger Krank­heit.

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