Karl Dietz

Karl Dietz wurde am 26. März 1890 in Neu­markt in Bay­ern als Sohn eines Amts­ge­richts­se­kre­tärs gebo­ren. Ab 1910 absol­vierte er in Stutt­gart eine Buch­händ­ler­lehre und arbei­tete als Buch­han­dels­ge­hilfe. Wäh­rend die­ser Zeit trat der dem Wan­der­vo­gel bei; spä­ter gehörte er zur frei­deut­schen Stu­den­ten­schaft. Im Ers­ten Welt­krieg war Dietz Sani­tä­ter und war u.a. Rumä­nien, Frank­reich und Ita­lien. Wäh­rend des Krie­ges hielt er über die »feld­grauen Wan­der­vö­gel« Kon­takt zum Wan­der­vo­gel.

1920 erhielt Dietz das Ange­bot, den auf Burg Har­ten­stein gegrün­de­ten Grei­fen­ver­lag des Wan­der­vo­gel e.V. zu über­neh­men. Nach eini­gen Strei­tig­kei­ten um den Besitz des Ver­la­ges über­nahm Dietz schließ­lich den Ver­lag und sie­delte mit ihm 1921 nach Rudol­stadt über, wo der Ver­lag zunächst in der Schil­ler­straße 41 resi­dierte, bevor Dietz den Ver­lags­sitz 1926 auf die Hei­decks­burg ver­legte. Karl Dietz war einer der weni­gen pri­va­ten Ver­le­ger in der DDR, dem es jedoch nur bis Anfang der 1950er Jahre gelang, an seine ver­le­ge­ri­schen Erfolge der Vor­kriegs­zeit anzu­knüp­fen. Die Pro­fi­lie­rung der DDR-Ver­lage und die staat­lich zuge­wie­se­nen Papier­kon­tin­gente beschränk­ten spä­ter das von Dietz‹ ange­strebte inter­na­tio­nale Ver­lags­pro­fil erheb­lich. Nach dem Tod von Karl Dietz am 12. August 1964 wurde der Ver­lag umge­hend ver­staat­licht, sei­nen Töch­tern als Erbin­nen eine lächer­lich nied­rige Ent­schä­di­gung gezahlt.

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