Lumpzig
[Gemeinde]

Lokation

Wiesenweg 1
04626 Lumpzig

50.9472, 12.25933

Weiterführende Informationen

Lumpzig

Autor

Detlef Ignasiak

Das literarische Thüringen, Bucha 2018.

Zwischen Gera und Altenburg liegt das Dorf Lumpzig. In dessen bescheidenem 1668 von Heinrich Hildebrand von Einsiedel erbauten Herrenhaus wurden 1750 und 1754 die Brüder Friedrich und August von Einsiedel als Söhne des Kammerpräsidenten August Hildebrand von Einsiedel (1722-1796)geboren.

Friedrich von Einsiedel (1750-1828) war eine bedeutende Nebenfigur der Weimarer Klassik. Er diente als Kammerherr der Herzogin Anna Amalia und war ein Freund des Herzogs Carl August. Einsiedel war Übersetzer und Bearbeiter italienischer, französischer und spanischer Schauspiele und Opern. Zudem veröffentlichte er 1797 die Schrift »Grundlinien zu einer Theorie der Schauspielkunst«.

Sein Bruder August von Einsiedel (1754-1837) war ein origineller Kopf, wenngleich kein Schöngeist, eher den Naturwissenschaften und der Geografie verbunden.

Von 1948 bis 2007 war im Herrenhaus von Lumpzig ein Pflegeheim untergebracht. Seitdem steht es leer. Ernst Daube beschrieb die heute noch vorhandene Bockwindmühle: »De Lunzjer Mehle, die mohlt noch itze,/gleebt´s mar, die muchte schunn lange stieh«. – Der Mundartschriftsteller Daube kannte die Gegend gut, denn im benachbarten und heute zu Lumpzig gehörenden stattlichen Braunshain hat er seine Kinderzeit verbracht. Am Wohnhaus Nr. 19 in Braunshain, gegenüber dem Friedhof, erinnert eine Gedenktafel an ihn.

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