Kötschau (Großschwabhausen)
[Gemeinde]

Lokation

Im Dorfe
99441 Kötschau

50.961448, 11.484579

Personen

Carl Wilhelm Heinrich Freiherr von Lyncker

Johann Wolfgang von Goethe

Johann Gottlieb Fichte

Weiterführende Informationen

Kötschau (Großschwabhausen)

Autor

Detlef Ignasiak

Das literarische Thüringen, Bucha 2018.

Der Gasthof (heute Wohnhaus) von Kötschau, auf halbem Weg zwischen Weimar und Jena, eine alte Umspanne, direkt an der Straße, gehörte zum Besitz der Familie von Lyncker und wurde verpachtet. Goethe machte hier oft Halt. Gegenüber im Kötschauer Schloss wohnte Carl Wilhelm Heinrich von Lyncker, der im Weimarer Liebhabertheater mitgespielt hatte: »Den ihr drum als Oresten saht,/Als Scapin sich gebärden,/Und der nun möchte zu eurem Spaß/Auch Wirt von Kötschau werden.« Am 11. Dezember 1780 schickte Goethe an Charlotte von Stein ein Gedicht: »Aus Kötschaus Toren reichet euch/ein alter Hexenmeister/Konfekt und süßen roten Wein/Durch einen seiner Geister.« Den Gasthof nutzte Goethe aber auch, um sich während seiner Jena-Aufenthalte dort mit seiner Familie zu treffen und Lebensmittel in Empfang zu nehmen. Am 30. Mai 1799 fiel auf dem 1996 abgebrochenen Kötschauer Schloss in Anwesenheit und unter Mitwirkung Goethes die Entscheidung über die Entlassung von Johann Gottlieb Fichte aus dem Jenaer Universitätsdienst.

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