Palmbaum – literarisches Journal aus Thüringen

Thema

Aktuelles

Autor

Jens-Fietje Dwars

Palmbaum - literarisches Journal aus Thüringen / Thüringer Literaturrat e.V.

Dieses Heft sollte eigentlich dem Spracherneuerer Luther gewidmet sein. Doch luthert es allerorten so penetrant, dass einem der Spaß daran verloren geht. Erinnern Sie sich noch an das Luther-Jahr 1983? Plötzlich war der Reformator auch in der DDR ein Superheld. Aber die Luther-Dekade treibt das Pflicht-Gedenken auf die Spitze und nervt nur noch. Jede Zeitung, jeder Sender sucht krampfhaft nach irgendetwas „Neuem“ und kaut den längst verdauten Brei noch einmal hoch. ,,War Luther Komiker?“ fragt ein schreibender Spaßmacher — und sofort sind die Tickets für seine Show ausverkauft. Welch Wunder …
Da machen wir doch lieber gleich ein Heft „Zum Lachen“: Warum und worüber lachen wir? Was ist und kann komische Literatur? Wie hat sie sich seit der Antike verändert? War der ordnungsversessene Goethe ein Spaßverderber? Worin besteht das Besondere des jüdischen oder jiddischen Humors? Und gibt es Grenzen der Satire? Um solche und andere Fragen kreisen die Beiträge zu unserem Titelthema, vom stillen Humor bis zum grotesk Absurden, wobei wir auch ältere Kollegen zu Wort kommen lassen, aus vergangenen Jahrhunderten.
Von Gegenwartsautoren bringen wir humorvolle, komische und groteske Lyrik und Prosa. Zückhaltend fein bei Wolf Wondratschek, derb dagegen die Abrechnung von Wilhelm Bartsch mit den Ost- und Westgoten, den Ossis und Wessis, skurril das Fledermaus-Abenteuer von Gunnar Decker in Venedig und wunderbar absurd die vollkommen logischen Geschichten von Horst Hussel, dem Sezierer des Alltags, der uns auch den Einband gezeichnet hat. Für sich steht Joachim Werneburg. Bemerkenswert sind Biografien über Gabriele Reuter und Elisabeth Förster-Nietzsche, die wir im Essay-Teil ausführlich besprechen, ergänzt um ein Pro & Contra zu einem Buch über Franz Fühmann. Der neue Direktor des Lindenau-Museums, Roland Krischke, verrät uns, wie es in Altenburg und mit Altenbourg weitergeht. 35 Seiten Rezensionen sichten den (Thüringer) Bücherwald. Wir empfehlen ein Theaterstück, die literarischen Höhepunkte des Pfingstfestivals auf Schloss Ettersburg ebenso wie die Thüringer Literaturtage und bringen die Ausschreibung zum Caroline-Preis für Essayistik. Im nächsten Heft erinnern wir an die Gründung der Fruchtbringenden Gesellschaft vor 400 Jahren. Der Palmenorden war ja das Vorbild, oder der Anreger für den Palmbaum e.V. und dessen Zeitschrift, die  mit diesem Heft nun auch schon ihren 25. Jahrgang eröffnet. JFD

 

Zur Website: www.palmbaum.org

Rezensionen im aktuellen Heft / und in der Reihe »Gelesen & Wiedergelesen«:

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