hEFt für literatur, stadt und alltag – Juli 2019

Ort

Erfurt

Thema

Aktuelles

Autor

Alexander Lochthofen / Thomas Putz

hEFt für literatur, stadt und alltag, Juli 2019.

Liebe Lese­rin­nen und Leser,

»Mai­land oder Madrid, Haupt­sa­che Ita­lien!«, ist eine der wohl legen­därs­ten Stil­blü­ten aus der an Stil­blü­ten reich gesegne-ten Welt des Pro­fi­fuß­balls. Gesagt haben soll ihn der für sein bril­lan­tes Pass­spiel und seine »Schutz­schwalbe« berühmte Mit­tel­feld­spie­ler Andreas »Andy« Möl­ler. Das Zitat stammt aus einer Zeit, als dem Pro­fi­fuß­ball rück­bli­ckend noch eine gewisse Unschuld anhaf­tete. Die welt­um­span­nen­den Ver-mark­tung, Pri­va­ti­sie­rung und Even­ti­sie­rung des Fuß­balls steck­ten noch in den Kin­der­schu­hen. Aber Wech­sel­po­ke­rei gab es schon damals. So auch bei Andy Möl­ler, der in der Sai­son 1991/92 bei Ein­tracht Frank­furt spielte. Gemein­sam mit Anthony Yeboah, Jay-Jay Okocha und Uwe Bein war er Teil eines Teams, das mit phan­tas­ti­schem Fuß­ball die Liga an die Wand spielte und am letz­ten Spiel­tag in Ros­tock spek­ta­ku­lär die Meis­ter­schaft ver-geigte. Möl­ler wollte in Frank­furt blei­ben, hatte jedoch Juven-tus Turin für 1,3 Mio. DM ein Opti­ons­recht zuge­si­chert, das die Ita­lie­ner im März 1992 ein­lös­ten, zuvor aber an Liga-Kon-kur­ren­ten Ata­lanta Ber­gamo wei­ter­ver­hö­kert hat­ten, zu dem Möl­ler nun hätte wech­seln müs­sen. Nach Ein­schrei­ten der UEFA lan­dete er im Som­mer schließ­lich doch bei der »Alten Dame« in Turin. Vor­her jedoch musste er sich gegen Zah­lung von 5 Mio. DM aus sei­nem Ver­trag bei der Ein­tracht her­aus-kau­fen. Dass »Haupt­sa­che Ita­lien!« manch­mal eben doch nur ein from­mer Wunsch ist, bestä­tigte sich auch im Fall Möl­ler: Schon nach zwei Jah­ren kehrte er in die Bun­des­liga zurück.Wir hof­fen, Sie haben Ihr dies­jäh­ri­ges Som­mer­ur­laubs-ziel erst nach reif­li­cher Über­le­gung aus­ge­wählt. Ob Wanne-Eickel oder Bischofs­werda, Haupt­sa­che das aktu­elle hEFt kommt mit …Wir wün­schen gute Erho­lung!

Die Redak­tion

Und hier kann man das hEFt online lesen

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