Digitale Preisverleihung zum Eobanus Hessus Schreibwettbewerb am 4.12.2020

Thema

Aktuelles

Autor

Monika Rettig

Erfurter Herbstlese e.V.

Pres­se­mit­tei­lung des Erfur­ter Herbst­lese e.V. vom 3.12.2020

Die diesjährige Preis­ver­lei­hung Eoba­nus-Hes­sus-Schreib­wett­be­werb 2020 fin­det digi­tal auf dem You­tube-Kanal »Caro­line TV« der Erfur­ter Herbst­lese statt und kann unter fol­gen­dem Link ange­schaut wer­den: https://bit.ly/3lAkv4b

Frei­tag, 04. Dezem­ber 2020, 19:30 Uhr
auf dem You­tube-Kanal der Erfur­ter Herbst­lese »Caro­line TV«

Die dritte Aus­gabe des Eoba­nus-Hes­sus-Schreib­wett­be­werbs seit sei­ner Wie­der­auf­nahme 2018 ist Geschichte. Am 4. Dezem­ber gibt die Jury die Namen der Gewin­ne­rin­nen und Gewin­ner bekannt. Steve Kußin, Chiara Fleisch­ha­cker und Patrick Würfel können sich über einen der drei mit je 300 Euro dotier­ten Haupt­preise freuen. Die drei Förderpreise wur­den Uschi Schmidt, Noah Zep­ter und Jas­min Lincke zugesprochen.

Eine siebte Aus­zeich­nung, die »Ram­pen­sau« aus der Hand des Erfur­ter Kon­di­tor­meis­ters Ste­fan Loben­stein für die beste Textpräsentation, bleibt indes in die­sem Jahr unan­ge­tas­tet: Wegen der Einschränkungen in der Corona-Pan­de­mie muss die geplante öffentliche Preis­ver­lei­hung im Kul­tur: Haus Dacheröden aus­fal­len. Statt­des­sen stel­len sich die jun­gen Autoren mit ihren Tex­ten in einem Video vor. Es wird auf Caro­line TV, dem You­tube Kanal der Erfur­ter Herbst­lese, am Frei­tag um 19.30 Uhr frei­ge­schal­tet; genau zu dem Zeit­punkt, als die Vor­lese- Show der Gewin­nertexte begin­nen sollte.

Mit im Video dabei sind auch Herbst­lese-Pro­gramm­che­fin Monika Ret­tig und die Patin des Schreib­wett­be­werbs, Fran­ziska Wil­helm. Die inzwi­schen in Leip­zig lebende Schrift­stel­le­rin hatte sich für die Pre­miere die­ses schönen Amtes zur Verfügung gestellt. Sie half in den ver­gan­ge­nen Mona­ten nicht nur, die nötige Öffentlichkeit für den Aus­scheid her­zu­stel­len, als ehe­ma­lige Preisträgerin stand sie ihren poten­zi­el­len Nach­fol­ge­rin­nen und Nach­fol­gern auch bei einem Work­shop zur Verfügung. Für eine Teil­neh­me­rin zahlte sich der Sams­tag mit Fran­ziska Wil­helm auf alle Fälle aus; Chiara Fleisch­ha­cker gewann einen der Hauptpreise.

Ob und wie der Eoba­nus-Hes­sus-Schreib­wett­be­werb, der jun­gen Schrei­ben­den aus Thüringen von 15 bis 35 Jah­ren durch die Corona-Pan­de­mie beein­flusst wurde, bleibt – von der aus­ge­fal­le­nen Aus­zeich­nungs­feier abge­se­hen – im Dun­kel des Spe­ku­la­ti­ven. Mit 66 Ein­sen­dun­gen fand der Wett­be­werb eine gute Reso­nanz, und es konnte auf die Verlängerung der Ein­sen­de­frist um einen Monat ver­zich­tet wer­den. Beim gewählten Genre hiel­ten sich die Beiträge in den Spar­ten Lyrik und Prosa in etwa die Waage.

Das gilt aber nicht für die Preise. Hier konn­ten sich nur die Prosa-Autoren durch­set­zen. Für Monika Ret­tig spie­gelt das Ergeb­nis wie­der, welch hohe Kunst und Her­aus­for­de­rung doch hin­ter dem Schrei­ben eines Gedich­tes steckt. Den­noch ist die Domi­nanz der Prosa alles andere als in Stein gemei­ßelt. Viel­leicht schafft ja ein lyri­scher Ver­such im kom­men­den Jahr den Sprung auf das Sie­ger­trepp­chen – denn die vierte Auf­lage des Wett­be­werbs kommt 2021 ganz bestimmt. Es ist also durch­aus Zeit für die ers­ten Noti­zen, macht die Jury neuen Mut.

Sie setzte sich wie­der zusam­men aus: Ingrid Annel (Schrift­stel­le­rin), Anke Engel­mann (Autorin und Jour­na­lis­tin), Michael Hel­bing (Thüringer All­ge­meine), Monika Ret­tig (Erfur­ter Herbst­lese e.V.), Ellen Scher­zer (Friedrich-Bödecker- Kreis für Thüringen) und Hil­de­gard Sei­del (Lei­te­rin der Stadt­bi­blio­thek Nordhausen).

Als Aus­rich­ter des Wett­be­werbs tre­ten die Stadt Erfurt und der Ver­ein Erfur­ter Herbst­lese auf. Wei­tere Part­ner sind die Spar­kasse Mittelthüringen, der Fried­rich- Bödecker-Kreis für Thüringen e.V., die Buch­hand­lung Hugen­du­bel in Erfurt, die Lite­ra­ri­sche Gesell­schaft Thüringen e.V., der Thüringer Lite­ra­tur­rat, der Förderverein Humanistenstätte Engels­burg e.V. und der Schrift­stel­ler­ver­band Thüringen. Als Medi­en­part­ner schaf­fen die Thüringer All­ge­meine, Radio F.R.E.I. sowie Radio LOTTE Wei­mar die nötige Öffentlichkeit.

Infor­ma­tio­nen zu den Preisträgerinnen und Preisträgern:

  • Chiara Fleisch­ha­cker (27 Jahre) kam als Jugend­li­che nach Erfurt und besuchte das Sport­gym­na­sium mit dem Schwer­punkt Leicht­ath­le­tik. Schon damals schrieb sie und ver­ar­bei­tete die for­dernde Zeit in Gedich­ten und Kurz­ge­schich­ten. Heute stu­diert sie Regie und fin­det es span­nend, sowohl Drehbücher als auch lite­ra­ri­sche Texte zu schreiben.
  • Steve Kußin (35 Jahre) lebt als freier Autor und Schau­spie­ler in Jena. Er ist Initia­tor der Lesebühne »Sebas­tian ist krank« und spielt beim Impro-Thea­ter Rab­aba­kom­plott. Er hat schon meh­rere Lite­ra­tur­preise gewon­nen und in zahl­rei­chen Antho­lo­gien und Lite­ra­tur­zeit­schrif­ten veröffentlicht. Auch beim Eoba­nus-Hes­sus-Wett­be­werb ist er kein Unbekannter.
  • Jas­min Lincke (20 Jahre) lebt in Jena und wid­met sich seit ihrem Abitur ganz inten­siv ihrer gro­ßen Lei­den­schaft, dem Schrei­ben. Um ihrem gro­ßen Traum, Schrift­stel­le­rin zu wer­den, näher zu kom­men, absol­viert sie zur Zeit ein Fern­stu­dium mit dem Abschluss­ziel Autorin.
  • Uschi Schmidt (zum Zeit­punkt der Ein­rei­chung ihres Tex­tes gerade noch 35 Jahre) ist im Thüringer Wald auf­ge­wach­sen und lebt heute in Jena. Sie hat Ger­ma­nis­tik und Anglis­tik stu­diert und arbei­tet als wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­te­rin in der Ger­ma­nis­ti­schen Sprach­wis­sen­schaft an der Universität Erfurt. Sie veröffentlicht regelmäßig in Lite­ra­tur­zeit­schrif­ten und beim Eoba­nus-Hes­sus-Wett­be­werb gehörte sie schon ein­mal zu den Ausgezeichneten.
  • Patrick Würfel (25 Jahre) stu­diert Rechts­wis­sen­schaft an der Fried­rich-Schil­ler- Universität in Jena. Im Januar 2019 ist er während des II. Government Shut­downs unter Trump durch den Südwesten der USA gereist. Seine Kurz­ge­schichte Zitro­nen­sor­bet wurde im Rah­men des Wett­be­werbs poet bewegt 2019 mit dem Preis der Jury (Kate­go­rie Prosa) aus­ge­zeich­net und in der Antho­lo­gie pb 2019 veröffentlicht.
  • Noah Zep­ter (18 Jahre) ist der Jüngste unter den Preisträgern. Er hat Spaß am Umgang mit Spra­che, am Spiel mit Wor­ten und Bedeu­tun­gen. Seine Texte schreibt er am liebs­ten mit leich­ter Elec­tro-Musik auf den Ohren und einer Mate Fla­sche neben sich. Für den Eoba­nus-Hes­sus-Wett­be­werb hat er sich nach Gedich­ten und Spo­ken-Word-Tex­ten zum ers­ten Mal an einer Kurz­ge­schichte versucht.

 

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