Fragen an Peter Peterknecht, Inhaber der Buchhandlung Peterknecht in Erfurt

Ort

Erfurt

Thema

Buchhändlerinnen und Buchhändler im Gespräch

Autor

Peter Peterknecht / Pascal Quicker

Thüringer Literaturrat e.V.

Direkt im Her­zen der thü­rin­gi­schen Lan­des­haupt­stadt Erfurt liegt die Buch­hand­lung Peter­knecht. Mit ihrem Inha­ber, Peter Peter­knecht, sprach Pas­cal Quicker vom Thü­rin­ger Lite­ra­tur­rat.

 

Pas­cal Quicker: Seit wann gibt es Ihre Buch­hand­lung und seit wann arbei­ten Sie in ihr? Oder, da die Buch­hand­lung Peter­knecht in Erfurt ja bekann­ter­ma­ßen eine Insti­tu­tion ist: Wie ver­lief Ihre bewegte Geschichte?

Peter Peter­knecht: Das in weni­gen Wor­ten zusam­men­zu­fas­sen ist kom­pli­ziert. Die Buch­hand­lung wurde 1805 unter dem Namen Knick­sche Buch­hand­lung gegrün­det. 1859 wurde sie von Hugo Neu­mann über­nom­men, der zu einer Erfur­ter Buch­händ­ler­dy­nas­tie gehörte und ver­schie­dene Laden­ge­schäfte besaß. Unser Haus fir­mierte dann unter dem Namen Hugo Neu­manns Buch­hand­lung. Die Buch­hand­lung prägte und beherrschte den Erfur­ter Markt; aus ihr gin­gen die Key­ser­sche Buch­hand­lung sowie unter­schied­li­che Lei­han­ti­qua­riate her­vor.
Mein Groß­va­ter ist 1935 aus Frank­furt am Main nach Erfurt gekom­men. Er war dort Geschäfts­füh­rer der Caro­lus-Buch­hand­lung, wurde jedoch von den Nazis aus die­ser Stel­lung getrie­ben. In Erfurt kaufte er dann für 8.000 Reichs­mark die heu­tige Buch­hand­lung Peter­knecht von einem Herrn Wil­helm Kempf. Dabei han­delte es sich, was auf­grund des Datums natür­lich wich­tig zu erwäh­nen ist, nicht um eine Zwangs-Ari­sie­rung. Nach­dem mein Groß­va­ter nicht aus dem Krieg zurück­kehrte – er wurde als ver­misst gemel­det –, über­nahm meine Groß­mutter das Geschäft. 1966 stieg dann mein Vater in die Firma ein. Er hat die Buch­hand­lung in der Folge zu neuen Höhen geführt. Mit einer Geschäfts­flä­che von ein­hun­dert Qua­drat­me­tern waren wir die größte katho­li­sche Buch­hand­lung in der gesam­ten DDR.
1989 haben wir die Buch­hand­lung wie­der repri­va­ti­siert, nach­dem wir zuvor 1967 einen staat­li­chen Anteil auf­neh­men muss­ten und somit eine KG waren. Diese Gel­der haben wir zurück­ge­zahlt und sind seit 1990 wie­der eine pri­vate Buch­hand­lung. Die Ent­wick­lung ging dann wei­ter, wir haben uns ver­grö­ßert und ver­schie­dene Filia­len aus­pro­biert, wel­che jedoch alle wie­der geschlos­sen wur­den. 1998 haben wir dann an die­ser Stelle – am Anger 28 – auf sie­ben­hun­dert­fünf­zig Qua­drat­me­tern neu auf­ge­schlos­sen. Wir haben den Kopf nie in den Sand gesteckt, obwohl wir neben­bei immer ver­schie­dene Filia­lis­ten mit vor Ort hat­ten. Da war in unmit­tel­ba­rer Nähe Buch-Habel und Hugen­du­bel, mit je einer Flä­che von 2.400 Qua­drat­me­tern. Es gab auch eine große Flä­che Buch­ver­kauf bei Bre­u­nin­ger und Kar­stadt. Vie­les davon exis­tiert heute nicht mehr – uns gibt es noch. Und das wird nach unse­rer Über­zeu­gung auch künf­tig so blei­ben.

 

Sind die Wur­zeln der katho­li­schen Buch­hand­lung noch heute rele­vant für Sie?

Das ist eine sehr kom­pli­zierte Frage. Die katho­li­sche Kir­che hat sich dazu ent­schie­den, dass diese Wur­zeln nicht wei­ter gepflegt wer­den, und zwar dadurch, dass 1993 in Erfurt die Dom­buch­hand­lung als Zweig­stelle des Leip­zi­ger St. Benno Ver­lags eröff­net wurde. Die stark theo­lo­gi­schen Ele­mente in unse­rer Buch­hand­lung sind bei­nahe gänz­lich ver­schwun­den. Das hängt auch damit zusam­men, dass wir keine Pfarr­äm­ter mehr belie­fern kön­nen. Die Ver­triebs­wege zu Pfarr­äm­tern sind sehr kom­pli­ziert gewor­den.
Außer­dem sehe ich, obwohl wir hier in Erfurt das Pries­ter­se­mi­nar sowie eine theo­lo­gi­sche Aus­bil­dung an der Uni­ver­si­tät haben, aus­ge­spro­chen sel­ten einen Pfar­rer oder Theo­lo­gie­stu­den­ten in unse­rer Buch­hand­lung. Wel­che Gründe das hat, kann ich nicht sagen. Ich habe dem­entspre­chend nicht das Gefühl, dass über­haupt noch der Bedarf nach der Buch­hand­lung Peter­knecht als katho­li­scher Buch­hand­lung besteht. Es gibt schließ­lich die christ­li­che Buch­hand­lung am Dom­platz, wel­che aller­dings weit stär­ker dem soge­nann­ten Devo­tio­na­li­en­han­del obliegt. Wir selbst haben wei­ter­hin ein Regal mit allen wich­ti­gen reli­giö­sen Titeln So gibt es neben den ver­schie­de­nen Bibel­aus­ga­ben und Gesang­bü­chern durch­aus auch popu­läre Bücher zu christ­li­chen The­men. Auch andere Reli­gio­nen sind berück­sich­tigt.

 

Wie kamen Sie zum Buch und was bedeu­tet es für Sie, Buch­händ­ler zu sein? Oder viel­leicht in Ihrem Fall: Wird einem das Buch­händ­ler-Sein als Sohn einer Buch­händ­ler­fa­mi­lie bereits in die Wiege gelegt? Wie schwer ist es, einem sol­chen Fami­li­en­un­ter­neh­men seine per­sön­li­che Hand­schrift zu geben?

Das ist manch­mal ein­fa­cher als man denkt. Viele wis­sen nicht, dass ich schon seit 1989 in die­ser Buch­hand­lung arbeite und sie mir bereits seit 1992 gehört. Das ist zwar nicht wei­ter rele­vant, da mein Vater und ich lange Zeit gemein­sam mit gemein­sa­men Ideen gear­bei­tet haben. Jedoch konnte auch ich in die­ser Kon­stel­la­tion mei­nen eige­nen Part ein­brin­gen, näm­lich dass auch die finan­zi­el­len Aspekte ent­spre­chende Berück­sich­ti­gung fan­den. Wir haben uns immer sehr gut ergänzt.
Die Liebe zum Beruf wurde mir in die Wege gelegt, wobei ich auch sagen muss, dass ich zwei Brü­der habe die weder Bücher lie­ben noch gerne lesen. Ich bin ein viel­sei­ti­ger Leser in allen Berei­chen, der sich ein Leben ohne das Medium Buch nicht vor­stel­len kann. Aller­dings bin ich auch sehr offen, was die Art und Weise des Lesens angeht. Ich lese in jeder Form und unter­scheide dabei nicht zwi­schen elek­tro­ni­schen Büchern und Print­me­dien.

 

Wie sieht ein typi­scher Arbeits­tag bei Ihnen aus?

Ich bin mor­gens um acht im Büro, schalte mei­nen Rech­ner an, bear­beite meine E-Mails, kon­trol­liere die Zah­len des Vor­ta­ges, führe danach Umsatz­ge­sprä­che mit Mit­ar­bei­tern über die Ent­wick­lung in ein­zel­nen Abtei­lun­gen. Außer­dem küm­mere ich mich um die werb­li­chen Aspekte. Ich schaue bei unse­ren Social-Media-Kanä­len und unse­rer Web­site nach, ob irgend­et­was geän­dert wer­den muss, was ich dann in gege­be­nem Fall wei­ter dele­giere. Ich küm­mere mich um Kon­to­stände, eine Liqui­di­täts­pla­nung und dann – gehe ich auch mal in die Buch­hand­lung.
Dort ver­bringe ich unge­fähr sech­zig Pro­zent mei­ner Arbeits­zeit. Es ist mir dabei sehr, sehr wich­tig, mich in allen Berei­chen aus­zu­ken­nen, was mir, denke ich, auch ziem­lich gut gelingt. Mich freut es täg­lich aufs Neue, wenn ich Kun­den in der Buch­hand­lung sehe, die gern bei uns sind und auch das fin­den, was sie suchen. Ich berate gern und bin in die­ser Hin­sicht wohl auch ein typi­scher Buch­händ­ler. Die­sen zeich­net aus, dass er sich in allen Berei­chen aus­kennt; nicht nur in der Bel­le­tris­tik, son­dern bei­spiels­weise auch in der juris­ti­schen Abtei­lung.

 

Wie gelingt es, dass man in einer so gro­ßen Buch­hand­lung wie der Ihren zu allen The­men eine fach­lich fun­dierte Kun­den­be­ra­tung bie­ten kann?

Dabei spie­len die ein­zel­nen Abtei­lungs­lei­ter die Haupt­rolle. Wir haben ja eine ganze Menge Mit­ar­bei­ter – nicht Ange­stellte. Jeder hat seine Spe­zi­al­ab­tei­lung, kennt sich aller­dings auch in den ande­ren Abtei­lun­gen meist mehr oder weni­ger gut aus.

 

Was freut Sie als Buch­händ­ler, was betrübt Sie?

Bei vie­len Kol­le­gen aus klei­ne­ren wie grö­ße­ren Buch­hand­lun­gen bemerke ich eine Art Selbst­mit­leid. Alle Pro­bleme wer­den auf den Online­han­del gescho­ben, wodurch sich die wenigs­ten Kol­le­gen in ers­ter Instanz mit sich selbst beschäf­ti­gen. Ich bin über­zeugt, dass die Sicht auf das eigene Unter­neh­men in unse­rem Beruf das wich­tigste ist. Man sollte den Aus­tausch mit Kol­le­gen suchen, sehen, was andere bes­ser und nicht schlech­ter machen. Man kann über­all ler­nen, Neues ent­de­cken und sich dadurch selbst wei­ter­ent­wi­ckeln.
Sehr gefällt mir, dass der Buch­han­del wie­der mehr Selbst­be­wusst­sein an den Tag legt. Die große Angst vor dem Online­han­del hat inzwi­schen wie­der abge­nom­men, man sagt selbst­be­wusst: »Ja, wir sind Buch­händ­ler, wir ver­kau­fen Bücher und füh­len uns mit unse­ren Pro­duk­ten wohl.« Das hört man immer wie­der. Posi­tiv her­vor­zu­he­ben ist dabei natür­lich auch der Buch­hand­lungs­preis, der viele klei­nere Buch­hand­lun­gen mit Stolz erfüllt, wenn sie mit ihm aus­ge­zeich­net wer­den. Wir haben die­ses Jahr auch das Glück, ihn zu erhal­ten, natür­lich auf­grund unse­res Umsat­zes in der undo­tier­ten Form. Aber auch wir dür­fen nach Kas­sel fah­ren und die­sen Preis ent­ge­gen­neh­men.

 

Sehen Sie in der zuneh­men­den Digi­ta­li­sie­rung des Buch­mark­tes eine Bedro­hung für das Buch als sol­ches?

Nein, ich sehe eine Ver­viel­fäl­ti­gung. Wir erle­ben im Moment einen gro­ßen Wan­del im Bereich Hör­buch, was aber eine ganz logi­sche Ent­wick­lung ist. Das Zeit­al­ter der CD ist ein­fach vor­bei. Ebenso wie die Kas­sette ver­schwun­den ist, wird auch die CD ver­schwin­den, aller­dings nicht durch ein neues Medium ersetzt wer­den. Es wird Hör­bü­cher in Zukunft nur noch in digi­ta­ler Form geben, ohne dass der Buch­han­del für den Ver­kauf eine  Rolle spie­len wird. Sel­bi­ges wird mit den Fil­men pas­sie­ren. Es gibt zwar noch DVDs, wel­che wir auch ver­kau­fen, jedoch wird weder die­ses Medium, noch die Blu-ray-Disk in Zukunft noch eine große Rolle spie­len. Die tech­ni­sche Ent­wick­lung läuft dem ent­ge­gen. Das ist auch ein Genera­tio­nen­thema, zu dem jeder unter­schied­lich steht. Ich selbst sehe die Ent­wick­lung dabei nicht als ver­werf­lich an.
Bei Büchern ist es dage­gen ganz anders. Wir ver­kau­fen bereits seit 15 Jah­ren E-Books, unser Online­shop hat seine Pfor­ten 1996 geöff­net. Ich habe mich mit Ver­la­gen schon über Daten­au­to­bah­nen unter­hal­ten, als wir noch mit weni­gen Mega­bit unter­wegs waren. Das war zwar etwas müh­sam, funk­tio­nierte aber auch. Auf jeden Fall habe ich die Ent­wick­lung im E-Book-Bereich immer skep­tisch gese­hen, da sowohl die Gewinn­mar­gen sehr klein sind, als auch das hap­ti­sche Ver­kau­fen nicht statt­fin­det. Bei uns ist das E-Book ein Zusatz­pro­dukt, das heißt, wir tei­len unse­ren Kun­den zwar mit, dass wir E-Books ver­kau­fen, ver­wei­sen dabei aller­dings immer gerne auf das hand­feste Medium Buch. Der E-Book-Ver­kauf fin­det zwar statt, hab mit Blick auf unse­ren Gesamt­um­satz aber kei­nen gro­ßen Stel­len­wert.

 

Was ist ein typi­sches Pro­blem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Das ein­zige Thema, das mir ein­fal­len würde, ist die nach­las­sende Fre­quenz. Für die­ses Pro­blem suchen momen­tan mit Sicher­heit viele Buch­händ­ler eine Lösung. Ich bin der Mei­nung, man muss für seine Kli­en­tel, seine Kund­schaft, seine Buch­käu­fer kämp­fen. Um die­sen einen Mehr­wert zu bie­ten, muss man etwas tun. Damit meine ich nicht, Kaf­fee oder sons­tige Non­book-Arti­kel anzu­bie­ten, son­dern wirk­li­che Inter­es­sens­be­kun­dung mit­tels Ver­an­stal­tun­gen. Wir selbst ver­an­stal­ten im Jahr circa 70 Lesun­gen, was für eine Buch­hand­lung unse­rer Größe ver­gleichs­weise viel ist. Mit unse­rem Ver­an­stal­tungs­pro­gramm spre­chen wir alle Inter­es­sens­ge­biete an, bedie­nen unter­schied­li­che Kli­en­tel. Nur aus der Poli­tik hal­ten wir uns raus, denn ich per­sön­lich bin der Mei­nung, dass eine Buch­hand­lung kein poli­ti­scher Ort ist. Man kann Poli­tik dar­le­gen und Bücher zum Thema han­deln. Letz­te­res tun auch wir. Was wir dabei aller­dings aus­gren­zen, sind die extre­men Berei­che, und zwar rechts und links.

 

Wie und wodurch hat sich Ihre Arbeit in den letz­ten Jah­ren ver­än­dert?

Die Digi­ta­li­sie­rung spielt dabei eine große Rolle. Momen­tan voll­zieht sich bereits der nächste Wan­del. Wir müs­sen begin­nen, den Social-Media-Bereich anders zu betrach­ten. Der Schwer­punkt geht weg vom Text, hin zum Bild. Da muss man natür­lich genau hin­se­hen und sich fra­gen, wo man mit­spie­len kann. Dar­über hin­aus müs­sen wir unsere Web­site anpas­sen, die inzwi­schen doch ver­al­tet wirkt. Im nächs­ten Jahr wird ein Relaunch erfol­gen. Dar­über hin­aus müs­sen wir im E-Pro­cu­re­ment-Bereich ver­stärkt arbei­ten, also im Busi­ness-to-Busi­ness und im Busi­ness-to-Con­su­mer-Geschäft. Denn auch das Groß­kun­den­ge­schäft ist für uns sehr wich­tig, wes­halb wir es uns nicht abneh­men las­sen soll­ten. Es gibt viele starke, große Player am Markt, die in die­sen Hin­sich­ten ein­fach über ganz andere Mög­lich­kei­ten ver­fü­gen. Das sind die Berei­che, in denen wir noch sehr hin­ter­her sind und sehr viel Geld aus­ge­ben, damit wir auch in Zukunft leis­tungs­fä­hig blei­ben.

 

Wie sehen Sie die Ent­wick­lung des Buch­mark­tes und die Ihrer Buch­hand­lung in den nächs­ten zehn Jah­ren?

Ich habe den Wunsch, dass wir in die­ser Form wei­ter­exis­tie­ren und uns auch neuen Anfor­de­run­gen stel­len kön­nen. Aller­dings kommt die Suche nach einer Ant­wort auf diese Frage ein Stück weit dem Lesen in der Schnee­ku­gel gleich. Vor zehn Jah­ren wusste ich nicht, was in zehn Jah­ren sein wird. Jetzt weiß ich es, und ich hätte nicht gedacht, dass es so ein­fach sein würde. Zwar hat der Markt pri­mär im tech­ni­schen Bereich neue Her­aus­for­de­run­gen ent­wi­ckelt, aller­dings ist die­ser Wan­del für uns bis­her rela­tiv pro­blem­los von­stat­ten gegan­gen. Ich bin mir ziem­lich sicher, dass wir in rela­tiv kur­zer Zeit elek­tro­ni­sche Ver­kaufs­be­ra­ter haben wer­den. Außer­dem muss es Video­ka­näle geben, über die man mit den Kun­den über Bücher spre­chen kann – auch wenn ich weiß, dass unsere Bran­che so etwas gern ablehnt. Es wird sich im Lie­fer­be­reich viel ver­än­dern. Schließ­lich kann es nicht sein, dass nur die gro­ßen Player auf dem Markt in Groß­städ­ten inner­halb von zwei Stun­den lie­fern. Das wird auch der regio­nale Buch­han­del schaf­fen. Man muss manch­mal auch über eigene Schat­ten sprin­gen, um sich anschlie­ßend mit von Stolz geschwell­ter Brust hin­stel­len und sagen zu kön­nen: »Wir sind das, wir kön­nen das, wir machen das.«

 

Wie behaup­ten Sie sich gegen Bran­chen­rie­sen wie Tha­lia, Hugen­du­bel und Ama­zon? Funk­tio­niert even­tu­ell sogar eine Art der Zusam­men­ar­beit, anstelle sich nur behaup­ten zu müs­sen, oder stellt sich das eher als schwie­rig dar?

Ich denke, das hängt jeweils vom Stand­ort und damit den Wett­be­werbs­be­din­gun­gen einer Buch­hand­lung ab. In Erfurt ist es so, dass wir im Buch­han­dels­be­reich viel­leicht doch eher die ‚Gro­ßen‘ sind und dem­entspre­chend von ande­ren Kol­le­gen als Bedro­hung betrach­tet wer­den. Wir sehen uns so nicht. Ich ver­mute, dass es bei den Filia­lis­ten teil­weise ähn­lich ist; dass ein Filia­list auf die vie­len klei­nen Buch­hand­lun­gen schaut, ihre Exis­tenz aner­kennt und sagt: »Sie stö­ren mich nicht.« Man selbst emp­fin­det die Filia­lis­ten natür­lich trotz­dem als Bedro­hung. Wir haben jedoch gelernt, mit unse­ren Kol­le­gen hier in Erfurt umzu­ge­hen. Wir rufen auch, wenn uns mal ein Buch fehlt, an und las­sen es von einem Mit­ar­bei­ter für unse­ren Kun­den holen. Schließ­lich lie­gen wir auch nur 600 Meter von­ein­an­der ent­fernt. Es gibt also, sagen wir, eine Koexis­tenz, die gut funk­tio­niert. Des­halb bin ich bezüg­lich der ande­ren Buch­hand­lun­gen in der Stadt der Mei­nung, dass jede für sich ihr Bes­tes geben kann. Wir zum Bei­spiel füh­ren eine gute sor­tierte juris­ti­sche Abtei­lung und haben eine bes­sere Rei­se­ab­tei­lung als Hugen­du­bel. Das sind Berei­che, die uns per­sön­lich wich­tig sind. Dar­un­ter fällt ebenso die Kin­der­li­te­ra­tur, wel­che in Erfurt dar­über hin­aus von der Fach­buch­hand­lung auf der Krä­mer­brü­cke her­vor­ra­gend ver­trie­ben wird. Alles läuft also gut neben­ein­an­der, solange jeder eigene Aspekte zu set­zen ver­mag, die ihn unver­wech­sel­bar machen.

 

Wie und wo erfah­ren Sie von neuen Büchern? Nach wel­chen Kri­te­rien wäh­len Sie aus der Fülle der Neu­erschei­nun­gen aus?

Da gibt es zwei Geis­ter in mei­ner Brust. Zum einen muss man natür­lich die Ver­käuf­lich­keit und den mög­li­chen Gewinn berück­sich­ti­gen. Zum ande­ren möchte man wie­derum Lite­ra­tur neu ent­de­cken und bestimmte Bücher sei­nen Kun­den unbe­dingt ans Herz legen. Das eine funk­tio­niert nicht ohne das andere, da man sich das eine ohne das andere nicht leis­ten kann.

 

Wel­che Erfah­run­gen haben Sie mit Best­sel­ler­lis­ten? Hal­ten Sie sich an diese, indem Sie ein Regal mit Ihnen bestü­cken?

Wir haben eine große Wand, auf der alle drei Spie­gel-Best­sel­ler­lis­ten ste­hen, sowohl im Hard­co­ver wie auch im Taschen­buch. Diese Lis­ten haben ihre Berech­ti­gung. Ich bin nicht der Mei­nung, dass sie nur Ver­kaufs­zah­len und nicht den Kun­den­ge­schmack wider­spie­geln, denn wir geben unsere Daten auch an den Spie­gel und las­sen sie mit aus­wer­ten. Das Ergeb­nis ist schon ziem­lich stim­mig, wenn auch bestimmt nicht in jedem Teil der Repu­blik. Außer­dem halte ich die Lis­ten für wich­tig, um den Kun­den eine Ori­en­tie­rung zu bie­ten. Par­al­lel dazu sollte man als Buch­hand­lung natür­lich immer auch noch seine jeweils eige­nen Best­sel­ler haben. Wir fer­ti­gen selbst Kata­loge an. Diese Kata­loge spie­geln dann unsere eige­nen Inter­es­sen stär­ker wie­der, wodurch wir den Kun­den neben den Best­sel­ler­lis­ten auch unsere per­sön­li­chen Vor­lie­ben bes­ser ver­mit­teln kön­nen.

 

Wel­che Rolle spielt regio­nale Lite­ra­tur in Ihrer Buch­hand­lung?

Eine sehr, sehr große Rolle. Eben gab es erst die Glücks­orte in Erfurt. Wir pro­mo­ten so etwas dann auch, indem wir mit einer Anzeige ins Stadt­ma­ga­zin gehen. Die Bücher wer­den pro­mi­nent an der Kasse und in der jewei­li­gen Abtei­lung gezeigt. Wir haben auch ver­schie­dene Fes­ti­vals, bei denen regio­nale Lite­ra­tur eine Rolle spielt. Damit haben wir gro­ßen Erfolg. Wir stel­len das Jahr­buch für Erfur­ter Geschichte bei uns vor, wir haben regio­nale Autoren, die mit fast jedem neuen Buch zu uns kom­men. Dabei ver­die­nen wir natür­lich auch Geld, vor allem jedoch lau­tet unser Motto »Peter­knecht ist Erfurt« – und das leben wir auch. Des­we­gen gehört es selbst­ver­ständ­lich mit dazu, dass wir auch einige eher unge­wöhn­li­che und spe­zi­elle Bücher im Ver­kauf haben – bei­spiels­weise zur Erfur­ter Mund­art.

 

Funk­tio­niert diese regio­nale Ori­en­tie­rung auch über eine Zusam­men­ar­beit mit der Stadt oder loka­len Ver­ei­nen?

Meis­tens bege­hen wir die­sen Weg eher allein, da sich das Ganze sonst in mei­nen Augen oft zu sehr zer­fa­sert. Wir arbei­ten gerne mit der Biblio­thek, dem Kul­tur­quar­tier und ver­schie­de­nen Fir­men in der Stadt zusam­men, vor allem in Ver­bin­dung mit unse­ren Fes­ti­vals. Die meis­ten Lesun­gen kön­nen wir jedoch in unse­rem Haus selbst ver­an­stal­ten – wir haben eine Kapa­zi­tät von bis zu zwei­hun­dert Per­so­nen -, wes­halb der, sonst oft benö­tigte, zweite Ort für Lesun­gen für uns nicht beson­ders wich­tig ist.

 

Ver­an­stal­ten Sie Lesun­gen auch mit Thü­rin­ger Autorin­nen und Autoren? Wie finan­zie­ren Sie diese und wel­chen prak­ti­schen Nut­zen hat eine sol­che Lesung für Sie als Buch­händ­ler?

Zum ers­ten Teil der Frage, ja. Wir haben ein loka­les Pro­gramm an Lesun­gen, bei­spiels­weise über die Zusam­men­ar­beit mit regio­na­len Autoren, die Vor­stel­lung der Kri­mi­nal­akte Thü­rin­gen oder von Erfurt für Klug­schei­ßer in einem Bier­gar­ten. Dar­un­ter fal­len sowohl spe­zi­elle als auch breit wirk­same Ver­an­stal­tun­gen. Wir ver­su­chen viele Berei­che abzu­ste­cken.
Die Frage, ob sich eine Lesung lohnt, ist inter­es­sant. Ich habe zum Beant­wor­ten die­ser Frage eine Tabelle, wel­che hin­ten über eine Spalte ver­fügt, die ent­we­der rot oder schwarz ist. Wenn ich alles mit ein­rechne, inklu­sive Per­so­nal und sons­ti­gen Aus­ga­ben, lande ich am Ende zu 60 Pro­zent bei einer roten und zu 40 Pro­zent bei einer schwar­zen Zahl. Diese 40 Pro­zent machen aller­dings min­des­tens 80 Pro­zent des Gewinns bei den Lesun­gen aus. Das hängt auch damit zusam­men, dass wir teil­weise sehr bekannte Schrift­stel­ler ein­la­den kön­nen. Wenn dann Tho­mas Gott­schalk oder Otto Waal­kes hier sind, funk­tio­niert das Ganze von allein.
Ansons­ten lohnt sich eine Lesung immer, da jede Lesung auch immer Wer­bung für die Buch­hand­lung ist. Und die lokale Presse nimmt uns zur Kennt­nis. In Erfurt ist das nicht so leicht, da es neben uns die Herbst­lese gibt.

 

Gibt es eine Zusam­men­ar­beit mit der Erfur­ter Herbst­lese?

Ich habe es vor eini­gen Jah­ren auf­ge­ge­ben, mich um eine Koope­ra­tion zu bemü­hen.

 

Apro­pos Fes­ti­vals: Sie ver­an­stal­ten die Erfur­ter Kin­der­buch­tage. Seit wann gibt es sie und haben Sie Unter­stüt­zer für die Kin­der­buch­tage?

Die Erfur­ter Kin­der­buch­tage ver­an­stal­ten wir seit über zwan­zig Jah­ren. Dabei han­delt es sich um ein Pro­jekt, das uns beson­ders am Her­zen liegt. Mit mei­nen eige­nen Kin­dern habe ich auch viele andere Kin­der mit den Kin­der­buch­ta­gen groß wer­den sehen. Es ist immer wie­der schön, wenn die Kin­der von einst, heute teil­weise schon Müt­ter und Väter, wie­derum ihre eige­nen Kin­der mit zu den Kin­der­buch­ta­gen brin­gen. Das ist jedes Mal ein Erleb­nis.
Wir arbei­ten dabei mit vie­len Koope­ra­ti­ons­part­nern zusam­men. Dar­un­ter die »Thü­rin­ger All­ge­meine«, die uns in der Öffent­lich­keits­ar­beit unter­stützt, die Stadt­werke Erfurt als Haupt­spon­sor sowie andere Spon­so­ren als zusätz­li­che Geld- und Ide­en­ge­ber. Nur aus der eige­nen Leis­tung her­aus würde das Ganze nicht funk­tio­nie­ren. Denn wir neh­men sehr geringe Ein­tritts­gel­der, zwi­schen einem und drei Euro, damit kann man nichts finan­zie­ren. Wir zah­len an die Autoren nor­male Gagen, haben mit dem Hotel Zum­norde einen Spon­sor, bei dem die Autoren über­nach­ten kön­nen. Das hilft uns sehr. Seit acht Jah­ren arbei­ten wir jeweils nur mit einem Ver­lag zusam­men. Das hilft inso­fern, als dass wir so alle wich­ti­gen Autoren aus dem Ver­lag für die Kin­der­buch­tage bekom­men. Für den Ver­lag ist das auch eine Auf­gabe. Und trotz­dem ist es inzwi­schen so, dass nicht mehr wir uns um Ver­lage bemü­hen müs­sen, son­dern sich die Ver­lage bei uns bewer­ben. Das zeigt, dass die Kin­der­buch­tage inzwi­schen von über­re­gio­na­lem Inter­esse sind. Soweit ich weiß, ver­fügt keine andere Buch­hand­lung über ein ähn­li­ches For­mat. Die Kin­der­buch­tage machen zwar sehr viel Arbeit, sind jedoch jedes Mal ein Erfolgs­er­leb­nis, vor allem wenn man die Kin­der lächeln sieht.
Außer­dem leis­ten wir damit einen erheb­li­chen Bei­trag zur Lese­för­de­rung. Wir las­sen die Kin­der ihre Lieb­lings­bü­cher bestim­men. Vor zwei Wochen konn­ten wir so die Schmö­ker­hits für 2019 an die Kin­der über­ge­ben, wel­che die­ses ein­ma­lige Ran­king in Deutsch­land für uns erar­bei­ten. Mit allen Autoren gehen wir neben den öffent­li­chen Lesun­gen auch in Schul­klas­sen. Dadurch lesen mit­un­ter sehr bekannte Autoren, die sich ein­zelne Schu­len nicht leis­ten könn­ten, vor Schul­klas­sen.

 

Glau­ben Sie, dass es heute beson­ders wich­tig ist, sich für eine lesende Jugend zu enga­gie­ren?

Ich halte es für sehr, sehr wich­tig, da wir fest­ge­stellt haben, dass das Buch im Port­fo­lio der Frei­zeit­be­schäf­ti­gun­gen keine so große Rolle mehr spielt wie noch vor zehn  Jah­ren. Heute sind andere Dinge wich­tig. Dabei stellt sich nicht die Frage, wie viele Bücher man hat oder kauft, son­dern ob man Bücher hat oder kauft. Man muss das Lese­er­leb­nis för­dern und sich dabei auch auf die Kin­der und die Art, wie sie Texte kon­su­mie­ren möch­ten, ein­las­sen. Ob sie es mit Bil­dern zum Text oder an einem Bild­schirm machen möch­ten, egal wie, es geht darum, das Kino im Kopf zu erzeu­gen. Das ist in mei­nen Augen das Wich­tigste. Das ist unser Haupt­an­lie­gen.

 

Als Mit­wir­ken­der an der Erfur­ter Kin­der-Uni­ver­si­tät habe ich selbst mit­be­kom­men, dass Sie in die­sem Rah­men mit der Uni­ver­si­tät Erfurt zusam­men­ge­ar­bei­tet haben. Gibt es gene­rell eine engere Koope­ra­tion mit der Uni oder der FH?

Bei den Kin­der­buch­ta­gen arbei­ten wir inzwi­schen schon seit drei­zehn Jah­ren mit der Grund­schul­päd­ago­gik der Uni­ver­si­tät Erfurt zusam­men. Dabei unter­stüt­zen uns vor allem die Erst­se­mes­ter. Das heißt also auch, dass die Stu­die­ren­den sich erst­ma­lig mit Kin­dern aus­ein­an­der­set­zen, neben der Theo­rie oft erste Pra­xis­er­fah­run­gen machen. Die Stu­die­ren­den hel­fen uns bei unse­rer gro­ßen Kin­der­buch­party, fah­ren auch mit in der Stra­ßen­bahn und par­ti­zi­pie­ren an ande­ren, beson­de­ren Aktio­nen. Die Zusam­men­ar­beit ist her­vor­ra­gend und macht viel Freude. Es ist ein gesun­des Mit­ein­an­der. Dar­über hin­aus hilft uns natür­lich auch das Spon­so­ring der Uni Erfurt bei der Aus­rich­tung der Kin­der­buch­tage.
Auch ansons­ten arbei­ten wir sehr eng mit bei­den Hoch­schu­len, Uni­ver­si­tät und FH, zusam­men. Zum Bei­spiel gestal­ten wir die Erst­se­mes­ter­beu­tel, außer­dem gibt es von uns jedes Jahr für jeden Stu­den­ten einen Col­le­ge­block. Wir küm­mern uns natür­lich auch darum, dass die Bücher, die uns die Dozen­ten für ihre Semi­nare nen­nen, immer bei uns auf Lager sind.

 

Bemer­ken Sie Stu­die­rende als Kun­den?

Der Stu­die­rende kommt in die Buch­hand­lung, wenn er etwas Kon­kre­tes braucht. Das sind meis­tens die Spra­chen, manch­mal auch bestimmte phi­lo­so­phi­sche Texte. Da es an den meis­ten Hoch­schu­len jedoch inzwi­schen fer­tige Skripte gibt, ist der Ver­kauf an Hoch­schul­li­te­ra­tur enorm zurück­ge­gan­gen. Wir mer­ken die Semes­ter­an­fänge zwar sehr deut­lich, rich­ten uns auf sie ein, jedoch wird die stu­den­ti­sche Nach­frage nach Lite­ra­tur von Jahr zu Jahr weni­ger.

 

Wie stellt sich das Spek­trum Ihrer Kun­den in Hin­blick auf das Alter dar?

Ich müsste jetzt sagen, es kom­men alle und füh­len sich wohl. Aber lei­der ist das nicht der Fall. Unser Sor­ti­ment spricht zwar grund­sätz­lich alle Alters­grup­pen an, jedoch, wenn man ehr­lich ist, bewegt sich unse­rer Haupt­kund­schaft mehr im Bereich Drei­ßig bis Acht­und­drei­ßig und dann wie­der ab Fünf­zig. Das ist in etwa unsere Ziel­gruppe. Wen wir nicht errei­chen, das sind junge Men­schen ab acht­zehn Jahre. Das mer­ken wir in ver­schie­de­nen Berei­chen. Natür­lich ist das kein Aus­schluss­kri­te­rium, auch für diese Alters­grup­pen bie­ten wir Bücher an. Jedoch bemer­ken wir in der Alters­struk­tur unse­rer Kund­schaft, dass sehr viele jugend­li­che Mäd­chen nur bis sech­zehn, sieb­zehn, Jun­gen oft nur bis fünf­zehn in die Buch­hand­lung kom­men. Irgend­wann kom­men sie jedoch alle wie­der. Und sei es beim Kauf der Schul­bü­cher für das erste Kind. Eine genaue Ziel­gruppe zu nen­nen ist also schwie­rig.

 

Ken­nen Sie die Thü­rin­ger Lite­ra­tur­zeit­schrift »Palm­baum«, die der Thü­rin­ger Lite­ra­tur­rat e.V. gemein­sam mit der Thü­rin­gi­schen Literar­his­to­ri­schen Gesell­schaft Palm­baum e.V. zwei­mal im Jahr her­aus­gibt?

Ja, ich kenne den »Palm­baum«. Ich halte ihn aller­dings teil­weise für etwas zu abge­ho­ben und zu eli­tär. Viel­leicht soll­ten sich die Macher der Zeit­schrift ab und zu das »hEFt« aus Erfurt holen und ver­glei­chend dane­ben­le­gen – junge Texte, klare Texte – und den eli­tä­ren Anspruch etwas nach unten schrau­ben. Dann würde die Auf­lage viel­leicht etwas stei­gen.

 

Eine abschlie­ßende Frage: Wel­che The­men bren­nen Ihnen momen­tan auf den Nägeln?

Nichts Expli­zi­tes, aller­dings würde mir bezüg­lich des Mar­ke­tings noch eine Sache ein­fal­len. Ich hatte vor­hin bereits ange­spro­chen, dass man als Buch­händ­ler in die­ser Hin­sicht immer sehen muss was man machen kann, was funk­tio­niert. Damit meine ich zum Bei­spiel unser eige­nes, hier frei aus­lie­gen­des Maga­zin. Wir fer­ti­gen es zwar zusam­men mit Kol­le­gen an, jedoch ist es mit eige­nen Buch­tipps, einer eige­nen Ser­vice­seite und eige­nen Lesun­gen sehr stark indi­vi­dua­li­siert. Das halte ich noch für einen sehr wich­ti­gen Aspekt. Außer­dem haben wir einen Kata­log, in dem Emp­feh­lun­gen auf­ge­führt sind. Wäh­rend ers­te­res drei­mal im Jahr erscheint und damit aktu­el­ler ist, ist unser Kata­log eher wie Ikea Kata­log, wel­cher nur halb­jähr­lich erscheint. So etwas kann man aller­dings nicht allein bewäl­ti­gen. Auch hier ist es wich­tig mit Buch­hand­lungs­kol­le­gen zusam­men­zu­ar­bei­ten. Dane­ben geben wir noch einen Kin­der­li­te­ra­tur­füh­rer her­aus. Unser KiLiFü ist zwar all­ge­mein erhält­lich und ganz ein­fach ein­ge­kauft, jedoch für uns indi­vi­dua­li­siert. So kön­nen wir das Thema Kin­der­li­te­ra­tur, das uns sehr am Her­zen liegt, noch ein biss­chen bes­ser nach außen tra­gen.

Herr Peter­knecht, ich danke Ihnen für das Gespräch.

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