Fragen an Torsten Unger

Person

Torsten Unger

Ort

Erfurt

Thema

Fragen an Thüringer Schriftstellerinnen und Schriftsteller

Autor

Torsten Unger

Reihe Fragen an Thüringer Schriftstellerinnen und Schriftsteller« / Thüringer Literaturrat e.V.

1. Was ver­bin­det Sie, nicht nur beim Schrei­ben, mit Thü­rin­gen?

Ich bin in Erfurt gebo­ren und lebe heute noch dort. Davon kann jeder Ber­li­ner nur träu­men.

2. Was bringt Sie zum Schrei­ben?

Gegen das Leben hilft nur Kunst.

3. Füh­ren Sie Tage­buch oder ähn­li­che Auf­zeich­nun­gen, die Ihnen beim lite­ra­ri­schen Schrei­ben hel­fen?

Vor jedem neuen Buch fülle ich Notiz­hefte solange mit mei­nen Recher­chen, bis das Thema reif zur Ernte ist.

4. Haben Sie feste Schreib­stun­den? Was/wer hält Sie vom Schrei­ben ab? Sind Sie ein Pro­kras­ti­na­teur?

Ich bin ein Gele­gen­heits­dich­ter. Ich ver­passe sel­ten eine Gele­gen­heit.

5. Ihr Lieb­lings­ort − in Thü­rin­gen oder anderswo?

Das Dub­lin von James Joyce.

6. Wo haben Sie das Thema zu Ihrem letz­ten Buch gefun­den?

Das Thema »Auf den Spu­ren von Faust« hat mich end­lich gefun­den, nach­dem es mich seit vier­zig Jah­ren ver­folgt hat.

7. Ihr Lieb­lings­buch?

»Brief­wech­sel Goe­the-Schil­ler«,

Goe­the, »Gesprä­che mit Ecker­mann«,

Michail Bul­ga­kow, »Der Meis­ter und Mar­ga­rita«,

Wal­ter Ben­ja­min, »Ein­bahn­straße«,

und rund hun­dert andere.

8. Haben Sie schon ein­mal etwas bereut, das Sie geschrie­ben haben?

Nur das, was ich bis­her noch nicht geschrie­ben habe.

9. Was war für Sie Ihr größ­ter Erfolg?

Meine Fehl­schläge und Miss­erfolge. Aus Erfol­gen habe ich noch nie etwas gelernt, ein Tritt in den Hin­tern dage­gen ist ein Schritt nach vorn. Nach Goe­the: Und so lang du das nicht hast/Dieses Stirb und Werde!/Bist du nur ein trü­ber Gast/Auf der dunk­len Erde.

10.Welches Wis­sens­ge­biet inter­es­siert Sie neben der Lite­ra­tur am meis­ten?

Die Uhr­ma­cher­kunst.

11. Was ist für Sie Stil?

Die Kunst der Wahr­heit und Wahr­heit mit Kunst.

12. Wer ist für Sie die bedeu­tendste Per­son in Thü­rin­gen oder anderswo?

Meine Fami­lie.

13. Hat man neben dem Schrei­ben noch Lust auf Bücher und Lesen – oder hal­ten Sie es mit Kurt Tuchol­sky: Das biß­chen, was ich lese, schreib ich mir selbst?

Nur wer die Gähn­sucht kennt, weiß, was ich leide.

14. Ihr Lieb­lings­schla­ger oder Lieb­lings­volks­lied?

The sin­ger, not the song  (Rol­ling Stones).

15. Haben Sie ein (Lebens-)Motto?

Ich ver­traue auf die Gnade der zwei­ten Chance.

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