Ivan Ivanji

1929      Zrenjanin, Banat

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Ivan Ivanji – »Buchstaben von Feuer«

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Ivan Ivanji

Ivan Ivanji wurde 1929 als Sohn eines jüdischen Arztes in Zrenjanin im serbischen Banat geboren. Vom Beginn des Zweiten Weltkrieges lebte er in Novi Sad bei einem Onkel. Im April 1944 wurde er über Zwischenstationen in anderen Konzentrationslagern ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert.

Von dort gelangte er im Juni 1944 mit einem Transport ins KZ Buchenwald. Von Buchenwald aus musste er in verschiedenen Außenlagern des KZ Buchenwald in Magdeburg, Niederorschel und Langenstein-Zwieberge bei Halberstadt Zwangsarbeit verrichten.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kehrte er nach Jugoslawien zurück und besuchte bis 1948 die Oberschule in Novi Sad. Im Anschluss studierte er in Belgrad Architektur und Germanistik.

Nach dem Studium arbeitete er als Lehrer, Theaterintendant und seit den 1950er Jahren als Dolmetscher für Josip Broz Tito. Von 1974 bis 1978 war er Botschaftsrat für Kultur und Presse an der Jugoslawischen Botschaft in Bonn.

Von 1978 bis 1981 war er Berater im jugoslawischen Außenministerium in Belgrad. Von 1982 bis 1988 war er Generalsekretär des jugoslawischen Schriftstellerverbandes.

Ivan Ivanji veröffentlichte zahlreiche Romane, Erzählungen und Dramen. In mehreren seiner Romane setzte er sich mit der Zeit des Nationalsozialismus und seinem Aufenthalt in Buchenwald auseinander. Daneben übersetzte er verschiedene deutschsprachige Autoren ins Serbische. Er lebt in Belgrad.

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