Kloßheym an der Soße
[Gemeinde]

Lokation

Wüstung
Kloßheim/Soße

50.547468, 10.25499

Weiterführende Informationen

Kloßheym an der Soße

Früh­mit­tel­al­ter­li­che Sied­lung an dem im Grab­feld ent­sprin­gen­den Klein­fluß Soße (auch Sauce), nahe Sülz­feld; Brand im Drei­ßig­jäh­ri­gen Krieg; um 1637 geschleift. Ursprünge der thü­rin­gi­schen Küche (thek­kel on hue­tes).

Aus der Feder des in Kloß­heym gebo­re­nen Levat­how von Eylau (1611–1679) stammt das Küchen­lied »Eyn Pudel lag beym Stru­del«. Im 19. Jahr­hun­dert inspi­rierte des­sen Melo­die den fran­zö­si­schen Kom­po­nis­ten Jean Bap­tiste Arban (1825–1889) zur Kom­po­si­tion von »Le Car­ni­val de Venise«, wel­che spä­ter in Deutsch­land als Stu­den­ten­lied (»Ein Mops kam in die Küche«) Bekannt­heit erlangte. 

Nach dem Ver­fall Kloß­heyms wurde des­sen Bedeu­tung durch die Stadt Mei­ni­gen über­la­gert, der man die Ursprünge des Thü­rin­ger Klo­ßes irr­tüm­lich zuschrieb, wie auch den Namen »Kloß­heim an der Soße«, der als scherz­haf­ter  Bei­name miß­in­ter­pre­tiert wurde. 

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