Kalender

Ausstellungen

Sep
11
Fr
ganztägig Alphabete der Natur – Ausstellun...
Alphabete der Natur – Ausstellun...
Sep 11 – Dez 20 ganztägig
Alphabete der Natur – Ausstellung zum Nachlass Christian Wilhelm Büttners im Goethe- und Schiller-Archiv Weimar
Vom 11. Sep­tem­ber bis 20. Dezem­ber 2020 prä­sen­tiert das Goe­the- und Schil­ler-Archiv erst­mals den hand­schrift­li­chen Nach­lass Chris­tian Wil­helm Bütt­ners (1716–1801). Der For­scher und Samm­ler galt zu Leb­zei­ten als so umfas­send gebil­det, dass Johann Wolf­gang von[...]
Sep
19
Sa
ganztägig Ausstellung »Im Land des Kein« –...
Ausstellung »Im Land des Kein« –...
Sep 19 – Nov 8 ganztägig
»Im Land des Kein« – Foto­gra­fien und Geschich­ten aus den kleins­ten Orten Thü­rin­gens Son­der­aus­stel­lung von Yvonne Andrä und Ste­fan Peter­mann.
Dez
31
Di
ganztägig Dummy
Dummy
Dez 31 2030 – Dez 30 2044 ganztägig
 
Apr
17
Fr
Lesung mit Michael Kirchschlager in Weimar
Apr 17 um 19:30

»Emil ret­tet Thü­rin­gen« – Lesung mit Michael Kirch­schla­ger für Grund­schul­kin­der. Der Rit­ter Michael erzählt uns von den Erleb­nis­sen des Dra­chen Emil und sei­nen Freun­den.

Grup­pen bitte vor­anmel­den

Apr
23
Do
Lesekonzert mit Miroslav Nemec in Weimar
Apr 23 um 20:00

»Miros­lav Jugo­s­lav« – Lese­kon­zert mit Miros­lav Nemec.

Miros­lav Nemec ist einer der bekann­tes­ten Schau­spie­ler im deutsch­spra­chi­gen Raum. Auch als Musi­ker füllt er mit der Miro Nemec Band regel­mä­ßig Kon­zert­hal­len. In die­sem Buch erzählt er die Geschichte sei­nes Lebens, begin­nend mit frü­hes­ten Erin­ne­run­gen an seine Kind­heit in Zagreb.

Apr
24
Fr
Lesung mit Christine Hansmann und Thomas Rosenlöcher in Weimar
Apr 24 um 19:30

Flucht ins Gelände“ und „Hirn­ge­fun­kel“ – Lyrik im Glas­pa­vil­lon Ein­la­dung zur „Flucht ins Gelände“ mit Chris­tine Hans­mann und „Hirn­ge­fun­kel“ von Tho­mas Rosen­lö­cher samt Gitar­ren­mu­sik von Chris­tian Rosenau.

Leicht, fast schwe­bend über der Stadt, befin­det sich der Besu­cher im Glas­pa­vil­lon des Limona-Gebäu­des der Biblio­thek der Bau­haus-Uni­ver­si­tät. Ein idea­ler Ort für Lyrik, befan­den die Ver­an­stal­ter der Les­ar­ten vor eini­gen Jah­ren und laden seit­her Lyri­ke­rIn­nen zum Dia­log mit­ein­an­der und mit dem Publi­kum ein – manch­mal in der Abend­sonne, manch­mal unterm Regen­bo­gen.

Apr
27
Mo
Lesung mit Inger-Maria Mahlke in Weimar
Apr 27 um 19:00

Wie Ihr wollt“ – Lesung mit Inger-Maria Mahlke.

 Sep­tem­ber 1571: Eli­sa­beth I. herrscht in Eng­land, und Mary Grey ist wütend. Sie ist sechs­und­zwan­zig, klein­wüch­sig, hat einen Thron­an­spruch und keine Geduld mehr. Seit eini­gen Jah­ren steht sie unter Haus­ar­rest, da sie ohne die Erlaub­nis ihrer könig­li­chen Cou­sine gehei­ra­tet hat. Ihr Ehe­mann stirbt und auch sonst sind sie alle tot: ihre Schwes­tern Jane und Kathe­rine und ihre Eltern, einige von ihnen hin­ge­rich­tet.

Apr
28
Di
Lesung mit Ingrid Noll in Weimar
Apr 28 um 19:30

Hab und Gier“ – Lesung mit Ingrid Noll

 Lange schon hatte die Biblio­the­ka­rin Karla vom Rent­ner­da­sein geträumt: sich zurück­leh­nen und end­lich in Ruhe sel­ber lesen. So gibt sie mit 60 ihren Job in der Stadt­bü­che­rei auf. Mit eini­gen Kol­le­gen hält sie lose Kon­takt – bis zu einer fol­gen­schwe­ren Ein­la­dung. Beim „Gabel­früh­stück“ macht ihr der kin­der­lose Wit­wer Wolf­ram tod­krank ein Ange­bot: Falls sie sich um seine Beer­di­gung und die Inschrift auf sei­nem Grab­stein küm­mert, erbt sie ein Vier­tel eines Ver­mö­gens. Pflegt sie ihn bis zu sei­nem Tod, erbt sie die Hälfte. Und bringt sie ihn wunsch­ge­mäß um, bekommt sie alles, eine Villa in Wein­heim inklu­sive …

Apr
29
Mi
Lesung mit Katinka Buddenkotte in Weimar
Apr 29 um 19:30

Lesung mit Kat­inka Bud­den­kotte »Fort­pflan­zung in Tages­form«

Les­ar­ten 2015.

Apr
30
Do
Lesung mit Kirsten Fuchs in Weimar
Apr 30 um 19:30

Lesung mit Kirs­ten Fuchs – »Kaum macht man mal was falsch, ist das auch wie­der nicht rich­tig«.

Les­ar­ten 2015.

Mai
3
So
Neue Lyrik, Grafik und Musik aus Thüringen in Weimar
Mai 3 um 11:00

DREIERLEI“ – Neue Lyrik, Gra­fik und Musik aus Thü­rin­gen

Die Lite­ra­ri­sche Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V., der via nova – zeit­ge­nös­si­sche Musik in Thü­rin­gen e.V. und die burg­art-presse, Jens Hen­kel Rudol­stadt, laden im Rah­men der Wei­ma­rer Les­ar­ten zu Aus­stel­lung, Lesung und Musik in die ein. Aus­ge­stellt wer­den die ers­ten sechs gra­phi­schen Arbei­ten der auf zehn hand­ge­bun­de­nen Edi­tio­nen ange­leg­ten und von Wal­ter Sachs und Jens Hen­kel gestal­te­ten Reihe DREIERLEI. » Details

Die Arbei­ten von Erik Buch­holz, Uta Hün­ni­ger, Gerd Macken­sen, Mar­tin Max, Ull­rich Pann­dorf und Sabine Sauer­milch ent­stan­den nach Gedich­ten von Wil­helm Bartsch, Bär­bel Kläss­ner, Moritz Gause, Nancy Hün­ger, Hubert Schirn­eck und Tho­mas Spa­niel. Zu kur­zen Lyrik­le­sun­gen aus ihrem Werk sind Daniela Danz, Wil­helm Bartsch und Tho­mas Spa­niel ein­ge­la­den. Zeit­ge­nös­si­sche Kom­po­si­tio­nen bil­den die dritte Kom­po­nente der Ver­an­stal­tung. Das Oster­burg Quar­tett mit Antje Donath (Vio­line), Eugen Mantu (Vio­lon­cello), Hei­ner Donath (Gitarre) und Pre­drag Tomi? (Akkor­deon) führt Kom­po­si­tio­nen von Joa­chim Beez, Johan­nes K. Hil­de­brandt, Mario Wie­gand und Max Wutz­ler auf, die sich auf Gedichte von Daniela Danz, Wulf Kirs­ten, Peter Neu­mann und Tho­mas Spa­niel bezie­hen. Das Pro­jekt wird geför­dert durch den Fonds Neue Län­der der Kul­tur­stif­tung des Bun­des, die Kul­tur­stif­tung des Frei­staats Thü­rin­gen, die Thü­rin­ger Staats­kanz­lei und die Stadt Wei­mar. 

Mai
4
Mo
Lesung mit Antje Babendererde in Weimar
Mai 4 um 18:00

Ise­grim“ – Lesung mit Antje Baben­der­erde

Die sech­zehn­jäh­rige Jola lebt in einem klei­nen Dorf in Thü­rin­gen und ist mit Kai zusam­men, den sie ihr Leben lang kennt. Am liebs­ten ist sie drau­ßen im Wald und beob­ach­tet Tiere, eine Frei­zeit­be­schäf­ti­gung, der Kai nur wenig abge­win­nen kann. Doch in die­sem Som­mer ist alles anders, denn unter dem beschau­li­chen Dorf­all­tag beginnt es zu bro­deln.

Lesung mit Klaus Modick in Weimar
Mai 4 um 19:30

Kon­zert ohne Dich­ter“ – Lesung mit Klaus Modick

Hein­rich Voge­ler ist auf der Höhe sei­nes Erfolgs. Im Juni 1905 wird ihm die Gol­dene Medaille für Kunst und Wis­sen­schaft ver­lie­hen – für sein Gesamt­werk, beson­ders aber für das nach fünf­jäh­ri­ger Arbeit fer­tig­ge­stellte Bild „Das Kon­zert oder Som­mer­abend auf dem Bar­ken­hoff“. Wäh­rend es in der Öffent­lich­keit als Meis­ter­werk gefei­ert wird, ist es für Voge­ler das Resul­tat eines drei­fa­chen Schei­terns: In sei­ner Ehe kri­selt es, sein künst­le­ri­sches Selbst­be­wusst­sein wankt, und eine fra­gile Freund­schaft zer­bricht.

Mai
6
Mi
Lesung mit Lutz Seiler in Weimar – entfällt krankheitsbedingt
Mai 6 um 19:30

Kruso“ – Lesung mit Lutz Sei­ler

Als das Unglück geschieht, flieht Edgar Bend­ler aus sei­nem Leben. Er wird Abwä­scher auf Hid­den­see, jener legen­den­um­wog­ten Insel, die, wie es heißt, schon außer­halb der Zeit und »jen­seits der Nach­rich­ten« liegt. Im Abwasch des Klaus­ners, einer Kneipe hoch über dem Meer, lernt Ed Alex­an­der Kru­so­witsch ken­nen – Kruso. Eine schwie­rige, zärt­li­che Freund­schaft beginnt.

Mai
9
Sa
Griechisch-deutsches Literaturfest in Weimar
Mai 9 um 10:00

10–17 Uhr: Ver­an­stal­tun­gen im Detail hier

Im Sep­tem­ber 2013 orga­ni­sier­ten der Grö­ßen­wahn Ver­lag Frank­furt am Main und der lokale deut­sche Inter­net­sen­der in Grie­chen­land, Radio Kreta, das 1. grie­chisch-deut­sche Lese­fes­ti­val im klei­nen Künst­ler­ört­chen Paleo­chora auf der grie­chi­schen Insel Kreta. Die­ses Jahr freuen wir uns, dass die Stadt Wei­mar uns im Rah­men ihrer Les­ar­ten ins Pro­gramm auf­ge­nom­men hat und wir das 2. grie­chi­sche-deut­sche Lese­fest unter den wach­sa­men Augen von Goe­the und Schil­ler bege­hen dür­fen. Die deutsch-grie­chi­sche Gesell­schaft Wei­mar sowie Frau Marion Schnei­der vom Kin­der­hilfs­werk Our­child e.V. sind als Mit­ver­an­stal­ter dazu­ge­kom­men und haben das Pro­gramm kul­tu­rell erwei­tert.

Wäh­rend die­ser Tage wer­den grie­chi­sche und deut­sche Autoren in klei­nen Vor­le­serun­den aus ihren Wer­ken vor­tra­gen. Das Thema dreht sich um Grie­chen­land, seine Geschichte, seine Träume, seine Ver­gan­gen­heit, seine Gegen­wart, seine Men­schen und seine Kul­tur. Aber auch die Sicht­wei­sen deut­scher Autoren über Grie­chen­land und grie­chi­scher Autoren über Deutsch­land kom­men zur Spra­che. Ein aus­ge­wähl­tes Rah­men­pro­gramm mit Musik, Tanz, Kochen und Dis­kus­si­ons­mög­lich­kei­ten run­det das Pro­gramm ab. Also kurz gesagt, ein Fes­ti­val für alle Hel­le­nen und Phil­hel­le­nen, die lesen oder zuhö­ren möch­ten.

Die Ver­an­stal­ter sind über­zeugt, mit die­sem Lese­fes­ti­val ein Forum zu schaf­fen, wo sich Schrift­stel­ler und Zuhö­rer im gemein­sa­men Gespräch aus­tau­schen kön­nen. In die­sem Sinne soll das Lese­fes­ti­val ein posi­ti­ver Bei­trag zur Fes­ti­gung der deutsch-grie­chi­schen Bezie­hun­gen sein und das Mit­ein­an­der in einer Gesell­schaft unter­schied­li­cher Natio­nen und Kul­tu­ren för­dern.

Mai
10
So
Griechisch-deutsches Literaturfest in Weimar
Mai 10 um 10:00

10–17 Uhr: Ver­an­stal­tun­gen im Detail hier

Im Sep­tem­ber 2013 orga­ni­sier­ten der Grö­ßen­wahn Ver­lag Frank­furt am Main und der lokale deut­sche Inter­net­sen­der in Grie­chen­land, Radio Kreta, das 1. grie­chisch-deut­sche Lese­fes­ti­val im klei­nen Künst­ler­ört­chen Paleo­chora auf der grie­chi­schen Insel Kreta. Die­ses Jahr freuen wir uns, dass die Stadt Wei­mar uns im Rah­men ihrer Les­ar­ten ins Pro­gramm auf­ge­nom­men hat und wir das 2. grie­chi­sche-deut­sche Lese­fest unter den wach­sa­men Augen von Goe­the und Schil­ler bege­hen dür­fen. Die deutsch-grie­chi­sche Gesell­schaft Wei­mar sowie Frau Marion Schnei­der vom Kin­der­hilfs­werk Our­child e.V. sind als Mit­ver­an­stal­ter dazu­ge­kom­men und haben das Pro­gramm kul­tu­rell erwei­tert.

Wäh­rend die­ser Tage wer­den grie­chi­sche und deut­sche Autoren in klei­nen Vor­le­serun­den aus ihren Wer­ken vor­tra­gen. Das Thema dreht sich um Grie­chen­land, seine Geschichte, seine Träume, seine Ver­gan­gen­heit, seine Gegen­wart, seine Men­schen und seine Kul­tur. Aber auch die Sicht­wei­sen deut­scher Autoren über Grie­chen­land und grie­chi­scher Autoren über Deutsch­land kom­men zur Spra­che. Ein aus­ge­wähl­tes Rah­men­pro­gramm mit Musik, Tanz, Kochen und Dis­kus­si­ons­mög­lich­kei­ten run­det das Pro­gramm ab. Also kurz gesagt, ein Fes­ti­val für alle Hel­le­nen und Phil­hel­le­nen, die lesen oder zuhö­ren möch­ten.

Die Ver­an­stal­ter sind über­zeugt, mit die­sem Lese­fes­ti­val ein Forum zu schaf­fen, wo sich Schrift­stel­ler und Zuhö­rer im gemein­sa­men Gespräch aus­tau­schen kön­nen. In die­sem Sinne soll das Lese­fes­ti­val ein posi­ti­ver Bei­trag zur Fes­ti­gung der deutsch-grie­chi­schen Bezie­hun­gen sein und das Mit­ein­an­der in einer Gesell­schaft unter­schied­li­cher Natio­nen und Kul­tu­ren för­dern.

Mrz
8
Di
Lesarten – das Weimarer Literaturfestival – Eröffnungsveranstaltung mit Wiglaf Droste
Mrz 8 um 20:00

Wasabi dir nur getan?“ Ein Abend mit Wiglaf Droste & Ralph Schül­ler

Dass Wiglaf Droste „ein genia­ler Jour­na­list ist, der auch gut dich­ten kann, jeden­falls nicht schlech­ter als Erich Käs­t­ner“ (Die Zeit), hat sich spä­tes­tens seit sei­nem hoch­ge­lob­ten Gedicht­band „nutzt gar nichts, es ist Liebe“ (2005) lan­des­weit ver­brei­tet. Die Fort­set­zung „Wasabi dir nur getan?“ ist eine ver­blüf­fende Mischung der Ton­fälle und Fall­hö­hen: zart und herb, scharf­sin­nig und aus­ge­las­sen, melan­cho­lisch und iro­nisch. Seine Lyrik besingt Liebe und Leben, Essen und Trin­ken, Poli­tik und Kul­tur mit Hei­ter­keit und fröh­li­cher Härte. Und Droste beweist erneut, dass er, wie das Deutsch­land­Ra­dio fest­stellte, „die Tra­di­tion von Rin­gel­natz und Tuchol­sky fort­setzt“.

Wiglaf Droste, 1961 in West­fa­len gebo­ren, ist Schrift­stel­ler, Sän­ger und Vor­le­ser. Er schreibt für den Funk und diverse Zei­tun­gen und gibt mit Vin­cent Klink die lite­ra­risch-kuli­na­ri­sche Kampf­schrift »Häupt­ling eige­ner Herd« her­aus. Er hat zahl­rei­che Bücher und Hör­bü­cher ver­öf­fent­licht. Ben-Wit­ter-Preis 2003, Annette-von-Droste-Hüls­hoff-Preis 2005, im Frühjahr/Sommer 2009 Stadt­schrei­ber im Schloss Rheins­berg.

Ralph Schül­ler wurde 1968 in Suhl gebo­ren. Nach einer Aus­bil­dung als Elek­tro­me­cha­ni­ker und voll­be­waff­ne­tem Dienst in der DDR-Armee stu­dierte er in Leip­zig Male­rei und Gra­fik. Ende der Neun­zi­ger star­tete er die Bands „Döh­ring« und „schö­ner­tag« mit eige­nen Lie­dern in Mut­ters Spra­che. Seit 2003 tra­gen die Bands nun nur noch sei­nen Namen.

Mrz
9
Mi
Lesung mit Ralph Dutli in Weimar
Mrz 9 um 19:30

Lesung mit Ralph Dutli – „Die Lie­ben­den von Man­tua“

Seit 6000 Jah­ren lagen sie sich in den Armen: Als 2007 die aus der Jung­stein­zeit stam­men­den Ske­lette zweier jun­ger Men­schen bei der Stadt Man­tua aus­ge­gra­ben wur­den, gin­gen die Bil­der um die Welt. „Romeo und Julia aus der Stein­zeit“ – so lau­tete die Sen­sa­ti­ons­mel­dung. Dann kamen die Krise und das Erd­be­ben im Mai 2012, da hatte die Renais­sance-Stadt Man­tua andere Sor­gen. In Ralph Dut­lis Roman ist das berühmte Stein­zeit­paar nach Unter­su­chun­gen in einem archäo­lo­gi­schen Labo­ra­to­rium plötz­lich ver­schwun­den, und so macht sich der Schrift­stel­ler Manu auf die Suche. Doch bald ist er sel­ber unauf­find­bar. Ent­führt auf das Anwe­sen eines dubio­sen Gra­fen, soll er eine neue Reli­gion der Liebe begrün­den hel­fen, nicht mit dem Gekreu­zig­ten als zen­tra­lem Sym­bol, son­dern mit dem Bild der Lie­ben­den von Man­tua …

Ralph Dutli, geb. 1954, stu­dierte in Zürich und Paris Roma­nis­tik und Rus­sis­tik und lebt heute als freier Autor, Lyri­ker und Über­set­zer in Hei­del­berg. Er ist Her­aus­ge­ber u.a. der zehn­bän­di­gen Ossip-Man­del­s­tam-Gesamt­aus­gabe und erhielt zahl­rei­che Preise und Aus­zeich­nun­gen, u.a. den Johann-Hein­rich-Voss-Preis der Deut­schen Aka­de­mie für Spra­che und Dich­tung. Von ihm sind bis­lang mehr als 30 Bücher und Edi­tio­nen erschie­nen. Er wurde 2013 und 2015 für den deut­schen Buch­preis und den Schwei­zer Buch­preis nomi­niert und erhielt den Rhein­gau Lite­ra­tur­preis, den Preis der Lite­ra­Tour Nord und den Düs­sel­dor­fer Lite­ra­tur­preis.

Mrz
10
Do
Lesung mit Thomas Kunst und Regina Jarisch in Weimar
Mrz 10 um 18:00

Lyrik von und mit Tho­mas Kunst und Regina Jarisch und Oli­ver Räu­melt (Akkor­deon)

Seit 30 Jah­ren schreibt Tho­mas Kunst Gedichte – vir­tuose, schlaue, hunds­ge­meine, phan­tas­ti­sche, eigen­wil­lige und zuwei­len umwer­fend komi­sche Verse, die sich so gar nicht ein­fü­gen wol­len in die zeit­ge­nös­si­sche Lyrik­land­schaft. Weil sie ganz bei sich sind. Vor allem aber, weil unsere blasse Insta­gram-gefärbte Gegen­wart diese Gedichte drin­gend nötig hat: ihre Unbe­dingt­heit und ihren gerech­ten Zorn, ihre Demut vor dem Ein­fa­chen, Guten und Schö­nen, ihr Insis­tie­ren auf der Kör­per­lich­keit von Erfah­rung, ihre Form­strenge und ihre Läs­sig­keit. Nie gab es ein schö­ne­res „Gift gegen die Mick­rig­keit“ (Fer­i­dun Zai­mo­glu). Tho­mas Kunst, gebo­ren 1965 in Stral­sund, nach dem Abitur Beginn eines Päd­ago­gik­stu­di­ums in Leip­zig (abge­bro­chen), seit 1987 Biblio­thek­sas­sis­tent in der Deut­schen Büche­rei Leip­zig, erste Buch­ver­öf­fent­li­chung 1991.

Regina Jarischs Gedichte sind voll von „lau­ter leben“: Begeg­nun­gen, Tren­nun­gen, Glücks­ge­fühle, Weh­mut, Trauer – so viel­schich­tig und wech­sel­haft wie das Leben selbst. Im Spiel mit der Spra­che ver­dich­tet sie erlebte Momente als auch beob­ach­tete Situa­tio­nen und spürt ver­bor­ge­nen Gefühls- und Denk­räu­men nach – manch­mal klar for­mu­liert, manch­mal rät­sel­haft ver­packt in klang­volle Bil­der, denen poe­ti­sche Wort­schöp­fun­gen und eine zau­ber­hafte Sprach­me­lo­die zu eigen sind. Regina Jarisch, Jahr­gang 1956, auf­ge­wach­sen in Mag­de­burg, stu­dierte in Wei­mar, wo sie Liebe und Arbeit fand und blieb. Ver­öf­fent­li­chun­gen in ver­schie­de­nen Antho­lo­gien, erste Lyrik­mo­no­gra­phie „Der weite Him­mel“ 2008, zuletzt „lau­ter leben“ 2015.

Mrz
13
So
Lesung mit Dominique Horwitz in Weimar
Mrz 13 um 18:00

Lesung mit Domi­ni­que Hor­witz: „Tod in Wei­mar“

In der „Villa Gründ­gens“, dem Wei­ma­rer Alters­sitz für Büh­nen­künst­ler, wird die Pro­ben­ar­beit des „Schil­ler-Zir­kels“ jäh unter­bro­chen: Aus der grei­sen Thea­ter­gruppe stirbt unter mys­te­riö­sen Umstän­den einer nach dem ande­ren. Roman Kamin­ski, Kut­scher und Stadt­füh­rer in der Goe­the-Stadt, sieht sich gezwun­gen, der rät­sel­haf­ten Todes­se­rie auf den Grund zu gehen. Doch der ehr­gei­zige Kom­mis­sar West­phal scheint Kamin­ski in der Hand zu haben, der zu allem Über­fluss auch noch zwi­schen zwei Frauen steht. Domi­ni­que Hor­witz, gebo­ren 1957 in Paris, ist Schau­spie­ler, Regis­seur und Sän­ger. Neben zahl­rei­chen Film­rol­len („Sta­lin­grad“, „Der große Bell­heim“) spielte er unter ande­rem am Tha­lia-Thea­ter in Ham­burg, am Ber­li­ner Ensem­ble, am Deut­schen Thea­ter in Ber­lin und am Schau­spiel­haus Zürich. Bei Dreh­ar­bei­ten in Wei­mar lernte er seine Frau ken­nen, seit­dem sind Wei­mar und Thü­rin­gen nicht nur sein Zuhause, son­dern auch seine Kulisse. 2012 insze­nierte er den „Frei­schütz“ an der Oper in Erfurt, zuletzt war er als Schil­lers „Wal­len­stein“ am Natio­nal­thea­ter in Wei­mar zu sehen. Als Kut­scher Kamin­ski begeg­nete er bereits den Zuschau­ern der Wei­ma­rer „Tatort“-Filme. „Tod in Wei­mar“ ist sein ers­ter Roman. »Man sitzt gern in sei­ner Kut­sche. Hor­witz lenkt sie mit Ele­ganz und Eigen­sin­nig­keit durch den laby­rin­thi­schen Fall. Gegen­wart und Geschichte ver­knäu­len sich. Man lernt. Man lacht. So soll›s sein.« Die Welt, Elmar Kreke­ler (25.08.2015)

Mrz
14
Mo
Lesung mit Axel Hacke in Weimar
Mrz 14 um 20:00

Lesung mit Axel Hacke

Das kolum­nis­ti­sche Mani­fest. Das Beste aus 1001 Kolum­nen“

Seit 25 Jah­ren schreibt Axel Hacke für das Maga­zin der Süd­deut­schen Zei­tung, vom berühm­ten „Klei­nen Erzie­hungs­be­ra­ter“ über „Das Beste aus mei­nem Leben“ zu „Das Beste aus aller Welt“. Tau­send Texte sind so ent­stan­den, Axel Hacke ist mit ihnen zum belieb­tes­ten deut­schen Kolum­nis­ten gewor­den. „Die deut­sche Presse ohne die Kolumne von Axel Hacke, das wäre wie Fern­se­hen ohne Tho­mas Gott­schalk oder Boxen ohne Muham­mad Ali, undenk­bar eigent­lich“, schrieb Harald Mar­ten­stein im Zeit-Maga­zin. Im „Kolum­nis­ti­schen Mani­fest“ hat Hacke bekannte und unbe­kannte Texte ver­sam­melt, geord­net und kom­men­tiert, nun liest er und erzählt von sei­ner Arbeit, und es wird sein, wie es immer war und in der Augs­bur­ger All­ge­mei­nen hieß: „Betritt er die Bühne, wird gelacht.“

 

Axel Hacke, gebo­ren 1956 in Braun­schweig, Stu­dium in Göt­tin­gen und Mün­chen. Von 1981 bis 2000 Redak­ti­ons­mit­glied der „Süd­deut­schen Zei­tung“, zunächst als Sport­re­dak­teur, dann als poli­ti­scher Repor­ter und Streif­licht-Autor. Lebt seit 2000 als Schrift­stel­ler und Kolum­nist in Mün­chen und dem Chiem­gau. Joseph-Roth-Preis, Theo­dor-Wolff-Preis, zwei Egon-Erwin-Kisch-Preise, Hofe­rich­ter-Preis, Kin­der­hör­spiel­preis des MDR, Inter­na­tio­na­ler Lite­ra­tur­preis Corine. Seine Bücher sind in zahl­rei­che Spra­chen über­setzt. Zuletzt erschien „Fuß­ball­ge­fühle“ (2014).

 

Mrz
15
Di
Roque Dalton: Filmgespräch mit Tina Leisch und Lesung mit Bernhard Dechant in Weimar
Mrz 15 um 19:00

Roque Dal­ton „Erschie­ßen wir die Nacht“ – Film­ge­spräch mit Tina Leisch und Lesung mit Bern­hard Dechant

Roque Dal­ton (1935–1975) ist der wich­tigste Dich­ter El Sal­va­dors, der Ber­tolt Brecht oder Jura Soy­fer Mit­tel­ame­ri­kas, sein Leben ein Aben­teu­er­ro­man, seine Dich­tung ein Fun­ken­schlag zwi­schen poli­ti­scher Uto­pie und Sinn­lich­keit, zwi­schen revo­lu­tio­nä­rer Über­zeu­gung und Lust an der Häre­sie. Von den sal­va­do­re­ni­schen Dik­ta­tu­ren wegen sub­ver­si­ver Tätig­keit zum Tode ver­ur­teilt, gelang ihm die Flucht ins Exil nach Mexiko, Prag und auf Kuba. Heim­lich schloss er sich einer Gue­ril­la­be­we­gung sei­nes Lan­des an, von der er spä­ter ermor­det wurde. Zeu­gen des Mor­des spre­chen in die­sem Film zum ers­ten Mal vor der Kamera. Der Film, von Tina Leisch 2013 pro­du­ziert, wurde beim CINELAS­AME­RI­CAs Inter­na­tio­nal Film Fes­ti­val in Austin/Texas und beim El Ojo Cojo-Inter­na­tio­nal Film Fes­ti­val in Madrid als bes­ter Doku­men­tar­film aus­ge­zeich­net. 2015 erschien unter dem glei­chen Titel eine Aus­wahl der bes­ten Gedichte von Roque Dal­ton auf Spa­nisch und Deutsch, über­setzt von Erich Hackl und Tina Leisch. Die Film‑, Text- und Thea­ter­ar­bei­te­rin Tina Leisch gestal­tet in Wien Thea­ter­ex­pe­ri­mente in gesell­schaft­li­chen Kon­flikt­zo­nen, macht Kino, ist u.a. Mit­be­grün­de­rin von kinoki (www.kinoki.at) und der Schwei­gen­den Mehr­heit (www.schweigendemehrheit.at). Bern­hard Dechant, gebo­ren 1976 in Wien, stu­dierte ebenda Psy­cho­lo­gie und Schau­spiel, 2004–2008 Ensem­ble­mit­glied am Thea­ter­haus Jena, 2009 von Chris­toph Schlin­gen­sief für das Fach Regie als Sti­pen­diat der Aka­de­mie Schloss Soli­tude in Stutt­gart aus­ge­wählt, lebt als freier Schau­spie­ler und Regis­seur in Wien.

Mrz
16
Mi
Lesung mit Andrea Maria Schenkel in Weimar
Mrz 16 um 20:00

Lesung mit Andrea Maria Schen­kel – „Als die Liebe end­lich war“

Ver­fol­gung, Exis­tenz­angst und Neu­an­fänge in frem­den Län­dern, das sind die Erfah­run­gen des jun­gen Juden Carl Schwarz, als er 1950 in Brook­lyn die Deut­sche Emmi ken­nen­lernt, die so wie er aus Bay­ern stammt. Emmi hat Deutsch­land nach dem Krieg ver­las­sen und so wie er will sie ein neues Leben begin­nen. Die Ver­gan­gen­heit ist für beide ein frem­des Land, das sie nicht mehr betre­ten wol­len. Bei Emmi fin­det Carl die Hei­mat, die er elf­jäh­rig ver­las­sen hat – und lebens­lange Liebe und Gebor­gen­heit. Über die Ver­gan­gen­heit reden beide nicht, zu schmerz­haft sind die Erin­ne­run­gen an das, was war. Aber Jahr­zehnte spä­ter bit­tet eine Freun­din Carl, die Briefe und Doku­mente ihres ver­stor­be­nen Ehe­man­nes, eines Holo­caust-Über­le­ben­den, durch­zu­se­hen. Nur wider­wil­lig macht sich Carl an die Arbeit – und stößt in den Unter­la­gen aus dem KZ Dachau auf Hin­weise aus Emmis Ver­gan­gen­heit. Das Gebäude aus Ver­schwei­gen und Halb­wahr­hei­ten, auf dem ihr gemein­sa­mes Leben basierte, bricht zusam­men…

Andrea Maria Schen­kel, gebo­ren 1962, lebt in Regens­burg. 2006 erschien ihr Debüt „Tannöd“. Der Roman wurde viel­fach aus­ge­zeich­net, in zwan­zig Spra­chen über­setzt, fürs Kino ver­filmt und 2015 als Pro­duk­tion des Mehr­ge­nera­tio­nen­clubs am DNT insze­niert. Für ihr zwei­tes Buch „Kalt­eis“ (2007) erhielt sie zum zwei­ten Mal in Folge den Deut­schen Krimi Preis. Zuletzt erschie­nen „Fins­terau“ (2012) und „Täuscher“(2013).

Eine Koope­ra­ti­ons­ver­an­stal­tung von Kul­tur­di­rek­tion Wei­mar und DNT.

Mrz
17
Do
Lesung mit Ursula März in Weimar
Mrz 17 um 19:30

Lesung mit Ursula März

Für eine Nacht oder fürs ganze Leben. Fünf Dates“.+ Geschichte der Lie­bes­wahl

Frü­her war bekannt­lich nichts so kom­pli­ziert wie das Suchen und Fin­den der Liebe. Heut­zu­tage erscheint Dating so ein­fach wie Car­sha­ring. Warum blei­ben den­noch so viele allein? Ursula März erzählt in ihren Geschich­ten von moder­nen Lie­bes­märk­ten und fragt, ob Liebe heute tat­säch­lich etwas ganz ande­res gewor­den ist.

Die Autorin wird bei der Ver­an­stal­tung nicht nur ihr eige­nes Buch und damit die Dating-Kul­tur unse­rer Zeit prä­sen­tie­ren, son­dern viel­mehr Ihrem Publi­kum eine Geschichte der Lie­bes­wahl vor­stel­len – mit Bei­spie­len aus der Lite­ra­tur von Jane Aus­ten, über Nata­lia Ginz­burg bis hin zu zeit­ge­nös­si­schen Tex­ten.

Ursula März, gebo­ren 1957 in Her­zo­gen­au­rach, Mit­tel­fran­ken, stu­dierte Ger­ma­nis­tik und Phi­lo­so­phie in Köln, Stu­di­en­ab­schluss in Ber­lin. Seit Ende der 80er Jahre arbei­tet sie als freie Jour­na­lis­tin und Kri­ti­ke­rin für ver­schie­dene Rund­funk­sen­der und die Frank­fur­ter Rund­schau. 1990–1995 län­gere pri­vate Auf­ent­halte in der Äuße­ren Mon­go­lei, auf der ita­lie­ni­schen Insel Strom­boli und in Ros­tock. Seit 1995 freie Mit­ar­beit bei der Zeit, seit 2006 feste Mit­ar­bei­te­rin. 2002–2008 war sie Juro­rin beim Kla­gen­fur­ter Inge­borg-Bach­mann-Wett­be­werb, außer­dem Juro­rin des Wil­helm-Raabe-Prei­ses Braun­schweig und des Düs­sel­dor­fer Lite­ra­tur­prei­ses deLit. Ursula März lebt in Ber­lin. Wei­tere Ver­öf­fent­li­chun­gen: „Simone de Beau­voir. Leben in Bil­dern“ 2013 und „Fast schon kri­mi­nell. Geschich­ten aus dem All­tag“ 2011.

 

Mrz
18
Fr
Lesung mit Dorothea Grünzweig in Weimar
Mrz 18 um 19:30

Kaa­mos Kos­mos“ – Lesung mit Doro­thea Grün­zweig und Laura Kokko, Geige (Finn­land)
Mode­ra­tion: Roland Bär­win­kel.

Kaa­mos“ ist ein zen­tra­les Wort in der fin­ni­schen Spra­che. Man liebt es und es macht die Eigen­art und Iden­ti­tät gegen­über den ande­ren Völ­kern Mit­tel­eu­ro­pas aus. Es wird fast mit Ehr­furcht aus­ge­spro­chen und es hat eine mythi­sche Qua­li­tät. „Kaa­mos“ ist die Zeit der Dun­kel­heit, die son­nen­lose Zeit. In den täg­li­chen Nach­rich­ten wird genannt, wel­che Regio­nen des Lan­des es nun bedeckt und wie es sich wie­der im Laufe des Win­ters zurück­zieht. In den neuen Gedich­ten von Doro­thea Grün­zweig geht es nicht vor­ran­gig um die kalen­da­ri­sche däm­me­rige Dun­kel­heit, son­dern um die dunk­len Sei­ten des Lebens und der Erin­ne­rung, die sich von uns nie ganz aus­lo­ten las­sen. Die Geschichte, das Altern, die Krank­heit und das Leid ste­hen neben The­men der hel­le­ren Jah­res­zeit, der Natur und des Lichts. Das alles ist vom Numi­no­sen des »Kaa­mos Kos­mos« umschlos­sen. Doro­thea Grün­zweigs Verse schöp­fen aus einer lan­gen lite­ra­ri­schen Tra­di­tion und wagen sich zugleich wort­schöp­fe­risch in das „was­ser­trun­kene land“ der Spra­che. Doro­thea Grün­zweig, geb. 1952 in Korn­tal (Würt­tem­berg), stu­dierte Ger­ma­nis­tik und Anglis­tik. Nach einer Tätig­keit an der schot­ti­schen Uni­ver­si­tät Dun­dee arbei­tete sie als Leh­re­rin in Deutsch­land und in Hel­sinki, wohin sie 1989 zog. Seit 1998 lebt sie als freie Schrift­stel­le­rin und Lyrik-Über­set­ze­rin in einem Dorf in Süd­finn­land. Sie wurde mit zahl­rei­chen Sti­pen­dien und Prei­sen aus­ge­zeich­net, dar­un­ter der Anke-Ben­n­holdt-Thom­sen-Lyrik­preis (2010, in Wei­mar).

Eine Koope­ra­ti­ons­ver­an­stal­tung mit der Deutsch-Fin­ni­schen Gesell­schaft Gera e.V.

Mrz
21
Mo
Lesung mit Andreas Maier in Weimar
Mrz 21 um 19:00

Lesung mit Andreas Maier – „Mein Jahr ohne Udo Jür­gens“

Schon die Ent­geis­te­rung in mei­nem Umfeld, als ich auf mein ers­tes Udo-Jür­gens-Kon­zert ging! Kaum etwas in mei­nem Leben hat zu so ambi­va­len­ten Reak­tio­nen geführt“ – so erin­nert sich Andreas Maier, als er zum ers­ten Mal Udo Jür­gens live erlebte. Im Novem­ber 2014 besuchte er in Frank­furt zum letz­ten Mal eines von des­sen Kon­zer­ten. In sei­nem Bericht in der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung schrieb er, der Künst­ler Jür­gens wisse stets, „wo und in wel­chen Momen­ten man sich die Glücks­ver­hei­ßung oder Wahr­heits­ver­hei­ßung vom eige­nen, ganz kon­kre­ten gesell­schaft­li­chen und pri­va­ten Leben abrin­gen kann oder muss“. Nach dem Tod von Udo Jür­gens Ende Dezem­ber 2014 ent­schloss sich Andreas Maier dem angriffs­lus­ti­gen Sän­ger noch ein­mal nahe­zu­kom­men. Zwei­mal im Monat, ein Jahr lang erschien seine Kolumne auf dem Log­buch des Suhr­kamp Ver­lags unter dem Titel „Mein Jahr ohne Udo Jür­gens“. Nach einem Jahr der inten­si­ven Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Phä­no­men UJ dia­gnos­ti­zierte er in sei­ner letz­ten Kolumne: „Jetzt weiß ich: Die Musik von Udo Jür­gens wäre sofort pein­lich, hätte sie ein ande­rer gemacht, ein Nach­ge­bo­re­ner, einer, der nicht diese lan­gen Zei­ten über­brü­cken kann, son­dern post fes­tum pla­gi­iert. Udo-Jür­gens-Musik setzte immer vor­aus, dass sie Udo Jür­gens machte.“

Andreas Maier wurde 1967 im hes­si­schen Bad Nau­heim gebo­ren. Er stu­dierte Alt­phi­lo­lo­gie, Ger­ma­nis­tik und Phi­lo­so­phie in Frank­furt am Main und ist Dok­tor der Phi­lo­so­phie im Bereich Ger­ma­nis­tik. Er lebte wech­sel­weise in der Wet­terau und in Süd­ti­rol. Andreas Maier wohnt in Ham­burg.

Mrz
22
Di
Literarisch-musikalisches Programm mit Hans Eckardt Wenzel in Weimar
Mrz 22 um 20:00

Hans Eckardt Wen­zel: „Sterne glühn“ – Eine kri­ti­sche Annä­he­rung an Johan­nes R. Becher zum 125. Geburts­tag + Lie­der von Wen­zel – aktu­elle, alte und viel­leicht ganz neue Songs, mit Tex­ten, von denen wir jetzt noch gar nichts wis­sen…

Schon früh hat Wen­zel in Pro­gram­men des Lied­thea­ters »Karls Enkel« dem Dich­ter Johan­nes R. Becher seine kri­ti­sche Refe­renz erwie­sen, mit »Sterne glühn« wid­met er ihm ein gan­zes Album. Der Dich­ter Becher (1891–1958) war auch Poli­ti­ker, Minis­ter für Kul­tur, ers­ter Prä­si­dent des Kul­tur­bun­des der DDR und ist als Ver­fas­ser des Tex­tes der Natio­nal­hymne der DDR bekannt. Ein Leben, prall gefüllt mit der deut­schen Misere, mit Hoff­nung und Ver­zweif­lung, Irr­we­gen und Aus­we­gen. Das Werk von Johan­nes R. Becher umfasst poli­ti­sche Gebrauchs­ly­rik, Essay­is­tik, ästhe­ti­sche Schrif­ten, Reden, Lobes­hym­nen und – wun­der­bare Gedichte, die Bestand haben. Einige davon wur­den von Wen­zel ver­tont.

Hans Eckardt Wen­zel, 1955 bei Wit­ten­berg gebo­ren, stu­dierte an der Hum­boldt-Uni­ver­si­tät Ber­lin Kul­tur­wis­sen­schaf­ten und Ästhe­tik und war Mit­be­grün­der des Lied­thea­ters „Karls Enkel“. Er ist Musi­ker, Sän­ger, Kom­po­nist, Autor und Clown in einer Per­son. 1987 ver­öf­fent­licht Wen­zel seine erste Schall­platte: Für „Stirb mit mir ein Stück“ wird er mit der „Gol­de­nen Amiga“ geehrt. Cha­rak­te­ris­tisch für ihn sind auch die Ver­to­nun­gen gro­ßer Texte ande­rer Künst­ler u.a. von Theo­dor Kra­mer, Woody Guthrie und Chris­toph Hein. Deutsch­land­weite Auf­merk­sam­keit erregt er mit der Platte „Schö­ner Lügen“ im Jahre 1999. Für seine Werke erhält er zahl­rei­che Aus­zeich­nun­gen u. a. acht (!) Mal den Preis der Deut­schen Schall­plat­ten­kri­tik.

Mrz
2
Do
Lesung mit Emma Braslavsky in Weimar
Mrz 2 um 08:06

Lesung mit Emma Bras­lavsky: Leben ist keine Art mit einem Tier umzu­ge­hen

Mode­ra­tion: Chris­toph Schmitz-Schole­mann

Ein Paar im bes­ten Alter: Jo, eine selbst­süch­tige End­drei­ßi­ge­rin, zele­briert die schil­lernde Fas­sade einer Möch­te­gern-Welt­ver­bes­se­rin und lebt vom Geld ihres Man­nes; Jivan, ein latent chau­vi­nis­ti­scher Mitt­vier­zi­ger, heu­chelt als selbst­zu­frie­de­ner Sexist den Femi­nis­ten, mani­pu­liert seine Frau nach Belie­ben und wird dabei selbst ahnungs­lo­ses Opfer sei­nes Vaters und sei­ner fei­gen Selbst­täu­schun­gen. Die blut­junge Roana wird von ihrem Vater zum ein­sams­ten Vul­kan die­ser Erde geschickt, damit sie end­lich zur Ver­nunft kommt. Sie macht sich statt­des­sen auf zu einer gewag­ten Suche nach dem Sinn des Lebens. Und eine unbe­rührte, staa­ten­lose Insel, die von einem Orkan frei­ge­legt wird, sorgt als ver­meint­li­ches Para­dies inter­na­tio­nal für Schlag­zei­len und Hys­te­rie. „Leben ist keine Art mit einem Tier umzu­ge­hen“ ist ein Aben­teu­er­ro­man über Fluch und Segen des Mensch­seins, eine Farce über noto­ri­sche Lebens­op­ti­mie­rer und ihren Kampf um eine bes­sere Welt – oder wenigs­tens eine bes­sere Insel. Das Buch ist eine große ver­gnüg­li­che Reise, und es erzählt die packende Geschichte unse­rer Suche nach Erkennt­nis und Wahr­haf­tig­keit. Emma Bras­lavsky, 1971 in Erfurt gebo­ren, ist seit 1999 als freie Autorin und Kura­to­rin tätig. Ihr Debüt­ro­man „Aus dem Sinn“ wurde 2007 mit dem Uwe-John­son- För­der­preis sowie dem Franz-Tum­ler- Debüt­preis aus­ge­zeich­net und war für den Debüt­preis des Bud­den­brook­hau­ses nomi­niert. Ihr zwei­ter Roman „Das Blaue vom Him­mel über dem Atlan­tik“ erschien 2008. Emma Bras­lavsky lebt in Ber­lin.

Mrz
20
Mo
Lesung mit Herfried Münkler und Marina Münkler in Weimar
Mrz 20 um 20:00

Her­fried Münk­ler und Marina Münk­ler: Die neuen Deut­schen. Ein Land vor sei­ner Zukunft – Lesung und Autoren­ge­spräch

Mode­ra­tion: Ger­linde Som­mer, stell­ver­tre­tende Chef­re­dak­teu­rin der Thü­rin­gi­schen Lan­des­zei­tung

 

Deutsch­land ist aus sei­ner Behag­lich­keit geris­sen wor­den. Die „Flücht­lings­krise“ hat die Grund­pro­bleme unse­rer Gesell­schaft sicht­bar gemacht und gezeigt, dass das alte Deutsch­land unwi­der­ruf­lich ver­gan­gen ist. Her­fried und Marina Münk­ler bet­ten die aktu­elle Situa­tion – jen­seits der Auf­ge­regt­hei­ten der Tages­po­li­tik – in den his­to­ri­schen Zusam­men­hang ein und wei­sen dar­auf hin, dass Wan­de­rungs- und Flucht­be­we­gun­gen nicht die Aus­nahme, son­dern die Regel sind. Deutsch­land hat sich immer wie­der – mit neuen Men­schen – neu auf­ge­stellt. Das wird auch heute nicht ohne Brü­che und Pro­bleme abge­hen: Mäch­tige, oft diver­gie­rende Kräfte wer­den in der deut­schen Gesell­schaft frei­ge­setzt. Wie kön­nen sie beherrscht wer­den, was muss man tun, damit wir ihnen nicht wehr­los gegen­über­tre­ten? Her­fried und Marina Münk­ler benen­nen die Risi­ken und Gefah­ren prä­zise und rea­lis­tisch; gleich­zei­tig zei­gen sie aber auch die gro­ßen Chan­cen auf, die sich uns bie­ten. Die neuen Deut­schen – das sind wir. Nur wenn wir die Grund­fra­gen klä­ren, in wel­chem Land wir leben wol­len, wie es sich ver­än­dern soll und wie nicht, kann die­ser größte Umbruch seit der Wie­der­ver­ei­ni­gung gelin­gen. Her­fried Münk­ler, gebo­ren 1951, ist Pro­fes­sor für Poli­tik­wis­sen­schaft an der Ber­li­ner Hum­boldt- Uni­ver­si­tät und Mit­glied der Ber­lin-Bran­den­bur­gi­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten. Meh­rere sei­ner Bücher gel­ten mitt­ler­weile als Stan­dard­werke, etwa „Die neuen Kriege“ (2002), „Impe­rien“ (2005), „Die Deut­schen und ihre Mythen“ (2009), das mit dem Preis der Leip­zi­ger Buch­messe aus­ge­zeich­net wurde und „Der Große Krieg“ (2013), das mona­te­lang auf der Spie­gel-Best­sel­ler­liste stand. Marina Münk­ler, gebo­ren 1960, ist Pro­fes­so­rin für Lite­ra­tur­wis­sen­schaft an der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Dres­den. Sie hat zum Begriff des Frem­den geforscht und zum Phä­no­men der Inter­kul­tu­ra­li­tät. 1998 erschien „Marco Polo“; 2000 „Erfah­rung des Frem­den“ und „Lexi­kon der Renais­sance“; 2003, her­aus­ge­ge­ben mit Wer­ner Röcke und Stef­fen Mar­tus, „Schlacht­fel­der. Zur Codie­rung von Gewalt im media­len Wan­del“.

Mrz
21
Di
Lesung mit Robert M. Sonntag in Weimar
Mrz 21 um 09:00 – 10:00

Robert M. Sonn­tag: Die Scan­ner – Lesun­gen für Schü­ler der 5. und 6. Klas­sen

In sei­nem Buch „Die Scan­ner“ ent­wirft der Autor Robert M. Sonn­tag eine Welt, die weit­ge­hend tech­ni­siert und auto­ma­ti­siert ist. Die Men­schen bewe­gen sich im Jahr 2035, dem Jahr, in dem die Hand­lung spielt, inner­halb eines Regel­werks, das wenig Raum für Indi­vi­dua­li­tät lässt und auf heu­tige Leser kalt und abschre­ckend wirkt. Die bei­den Haupt­fi­gu­ren Rob und Jojo sind junge Men­schen Mitte zwan­zig, tra­gen eine sog. »Mobril« – eine Com­pu­ter­brille, die im Sinne einer Aug­men­ted Rea­lity ihren Trä­ger mit Infor­ma­tio­nen ver­sorgt – und arbei­ten als Buch­scan­ner: Für einen gro­ßen Kon­zern namens Ultra­netz sol­len sie auf ihren Wegen durch die Stadt Bücher auf­kau­fen, damit diese von Ultra­netz gescannt und im Netz jeder­zeit allen Inter­es­sier­ten kos­ten­los zugäng­lich gemacht wer­den kön­nen. Das große Pro­blem dabei ist die Tat­sa­che, dass der Kon­zern wohl schon die meis­ten Bücher in sei­nem Besitz hat und die Lage für Jojo und Rob schwie­rig wird – schließ­lich leben die bei­den vom Erfolg und den dafür gezahl­ten Prä­mien. Eines Tages aber begeg­nen die bei­den jun­gen Leute doch noch einem Leser, und mit der Jagd nach sei­nem Buch beginnt ein span­nen­des Aben­teuer, das eine der Haupt­fi­gu­ren nicht über­lebt…
Robert M. Sonn­tag heißt eigent­lich Mar­tin Schäuble. Er arbei­tete als Jour­na­list, bevor er in Ber­lin, Israel und in den Paläs­ti­nen­ser­ge­bie­ten Poli­tik­wis­sen­schaf­ten stu­dierte und in Poli­tik pro­mo­vierte. Als Sach­buch­au­tor beschäf­tigt er sich vor allem mit dem Span­nungs­feld Poli­tik, Kul­tur und Reli­gion. Die auf sei­nen Recher­chen in Kri­sen­ge­bie­ten gemach­ten Erfah­run­gen ver­ar­bei­tet er auch als Roman­au­tor.

Mrz
22
Mi
Lesung mit Katja Lange-Müller in Weimar
Mrz 22 um 19:30

Katja Lange-Mül­ler: Dreh­tür – Lesung und Gespräch mit der Autorin
Mode­ra­tion: Angela Egli-Schmidt

Asta ist nach 22 Jah­ren im Dienst inter­na­tio­na­ler Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen am Münch­ner Flug­ha­fen gestran­det. Von den Kol­le­gen weg­ge­mobbt aus der Kran­ken­sta­tion in Nica­ra­gua, wo sie zuletzt tätig war, steht sie neben einer Dreh­tür und raucht. Sie wollte eigent­lich gar nicht zurück. Aber weil sich ihre Fehl­leis­tun­gen häuf­ten, bekam sie ein One-Way- Ticket geschenkt. Und nun weiß sie nicht, wie es wei­ter­ge­hen soll. Eini­ger­ma­ßen wohl fühlt sie sich nur, wenn sie gebraucht wird. Und wer könnte sie, die aus­ge­mus­terte Kran­ken­schwes­ter, jetzt noch brau­chen?
Wäh­rend Asta über sich nach­denkt, beob­ach­tet sie ihre Umge­bung – und meint, Men­schen wie­der­zu­er­ken­nen, denen sie im Laufe ihres Lebens begeg­net ist: den Koch der nord­ko­rea­ni­schen Bot­schaft, der eines Abends mit geschwol­le­ner Wange in einem Ber­li­ner Haus­ein­gang hockte, ihre Kol­le­gin Tamara, die ein glü­hen­der Fan von Tamara „Tania“ Bunke war, ihren Exfreund Kurt, mit dem sie tur­bu­lente Wochen in einer tune­si­schen Feri­en­an­lage ver­brachte, und viele andere mehr. Mit jeder Ziga­rette taucht Asta tie­fer in ihre Ver­gan­gen­heit ein – und mit jeder Epi­sode vari­iert die Erzäh­le­rin ein höchst aktu­el­les und exis­ten­zi­el­les Thema: das Hel­fen und seine Risi­ken. Katja Lange-Mül­ler lie­fert mit die­sem Roman einen wei­te­ren Beweis ihrer groß­ar­ti­gen Erzähl­kunst. Katja Lange-Mül­ler, gebo­ren 1951 in Ost­ber­lin, Schrift­set­zer­lehre, Arbeit in Dru­cke­rei und Bild-Redak­tion einer Zei­tung, dann pfle­ge­ri­sche Hilfs­kraft auf geschlos­se­nen psych­ia­tri­schen Frau­en­sta­tio­nen. 1979 – 1982 Stu­dium am Insti­tut für Lite­ra­tur Johan­nes R. Becher in Leip­zig; danach Stu­di­en­auf­ent­halt in der Mon­go­li­schen Volks­re­pu­blik und bis Nov. 1984 Lek­to­rats­mit­ar­bei­te­rin im Alt­ber­li­ner Ver­lag, dann Über­sied­lung nach West­ber­lin. Ab 1986 erste Ver­öf­fent­li­chun­gen, seit­her zahl­rei­che bedeu­tende Lite­ra­tur­preise und Sti­pen­dien.

Mrz
24
Fr
Lesung mit Silke Scheuermann und Peter Neumann in Weimar
Mrz 24 um 18:00

Lyrik im Glas­pa­vil­lon auf dem Limona-Gebäude der Bau­haus-Uni­ver­si­tät mit Silke Scheu­er­mann und Peter Neu­mann


Musik: Oli­ver Räu­melt, Akkor­deon

Mode­ra­tion: Dr. Frank Simon-Ritz

Hör mir zu: Dies ist die Zeit, / von der ich dir erzähle, / die träge aus der Zukunft flie­ßende Zeit.“ Was Silke Scheu­er­mann in ihrem Gedicht­band SKIZZE VOM GRAS beschreibt, ist nichts weni­ger als eine „Zeit der Auf­lö­sung“, sie ima­gi­niert das Ende aller Kon­ven­tio­nen von Ver­gan­gen­heit und Zukunft und ent­wirft Uto­pien wie diese: „Es war das Jahr, in dem sie das Minis­te­rium für Pflan­zen auf­lös­ten.“ Ihre Gedichte erzäh­len von einer neuen, einer „Zwei­ten Schöp­fung“, las­sen aus­ge­stor­bene Tier­ar­ten wie­der auf­le­ben – den Dodo, den Höh­len­lö­wen, den Säbel­zahn­ti­ger. Eine Skizze ist ein Ver­suchs­feld, ein Bild, das die Geste der Arbeit noch in sich trägt; es geht um das Ein­fan­gen des Flüch­ti­gen. In die­sem Sinn sind auch Silke Scheu­er­manns Gedichte Ver­suchs­fel­der, zumal die Sci­ence-Fic­tion- Gedichte, die jene von Nico­las Born Anfang der sieb­zi­ger Jahre erfun­dene Gen­re­bezeich­nung vom „uto­pi­schen Gedicht“ auf­grei­fen und wei­ter­ent­wi­ckeln. Die Autorin notiert His­to­rien aus der Zukunft und knüpft dabei an den Ver­wer­fungs­li­nien der Gegen­wart an: „Es ist wahr, man kann zu ver­träumt sein / zum Über­le­ben.“ Silke Scheu­er­mann, gebo­ren 1973 in Karls­ruhe, lebt bei Frank­furt am Main. Für ihre Gedichte, Erzäh­lun­gen und Romane erhielt sie zahl­rei­che Sti­pen­dien und Preise. „Man möchte, wenn man Peter Neu­manns Gedichte liest, sagen, dass nicht nur die darin vor­kom­men­den The­men mari­tim sind, son­dern auch die kühle Brise des Tons. Aber wenn auch das Wort mari­tim sei­ner Über­set­zung nach genau das sagt, was man meint – näm­lich den Ein­fluss des Mee­res auf eine Poe­tik –, so trifft die­ses Wort die Eigen­art die­ser Gedichte doch so gar nicht. Das Mari­time gibt es in der Dich­tung nicht, das Mari­time ist gänz­lich von blau-weiß gestreif­ten Pull­overn und See­bad­flair okku­piert. Es gibt nicht den Ein­fluss des Mee­res auf die Dich­tung, son­dern die Dich­tung ent­steht aus dem Meer oder eben nicht. Inso­fern ist das Meer und noch viel mehr die Küste, die ost­nord­deut­sche Land­schaft […] kon­sti­tu­ie­rend für diese Gedichte. Gren­zen, die nicht scharf gezo­gen sind, wie in gebir­gi­ge­ren Gegen­den, son­dern unmerk­lich blei­ben: die so ver­än­der­li­che Land-Meer- Grenze, die Gren­zen der san­di­gen Wege in die Kie­fern­wäl­der hin­ein, die nied­ri­gen Zäune und eben­erdi­gen Haus­zu­gänge, das nur locker besie­delte Ost­see­vor­land. Und die Weite zum ziel­lo­sen ‚Strö­pern’“. Daniela Danz, aus dem Nach­wort von GEHEUER
Peter Neu­mann, gebo­ren 1987 in Neu­bran­den­burg, Stu­dium der Phi­lo­so­phie, Poli­tik und Wirt­schaft in Jena und Kopen­ha­gen, lebt in Wei­mar. Zur­zeit wiss. Mit­ar­bei­ter an der Uni­ver­si­tät Jena, Schwer­punkt Klas­si­sche deut­sche Phi­lo­so­phie. Arbeits­sti­pen­dium des Frei­staa­tes Thü­rin­gen 2012, För­der­preis des Jun­gen Lite­ra­tur­fo­rums 2008 und 2009, Eoba­nus-Hes­sus- Preis der Stadt Erfurt 2008. Im Früh­jahr 2014 erschien der Gedicht­band geheuer bei der edi­tion AZUR, Dres­den. Mit­or­ga­ni­sa­tor der unab­hän­gi­gen Lese­reihe In guter Nach­bar­schaft.

Mrz
25
Sa
Lyrik und Jazz mit Daniela Danz, Christoph Schmitz-Scholemann und Frank Simon-Ritz in Weimar
Mrz 25 um 19:30

Unterm Ster­nen­zelt – Lyrik und Jazz mit Daniela Danz, Chris­toph Schmitz-Schole­mann und Frank Simon-Ritz (Rezi­ta­tio­nen) sowie Mat­thias Bät­zel (Kla­vier), Bert­ram Bur­kert (Gitarre) und Mat­thias Eich­horn (Bass).

Es ver­spricht eine span­nende Begeg­nung zu wer­den, wenn »unterm Ster­nen­zelt« klas­si­sche und moderne Gedichte auf zeit­ge­nös­sisch inter­pre­tierte Jazz­stan­dards tref­fen. Mat­thias Clau­dius und Joa­chim Rin­gel­natz wer­den in die­sem Pro­gramm genauso zu Gehör gebracht wie George Gershwin und The­lo­nius Monk. Gedichte ent­fal­ten ihre Sprach­ma­gie und der Jazz demons­triert seine Stärke, in Impro­vi­sa­tio­nen Stim­mun­gen auf­zu­grei­fen und sie zu vari­ie­ren. Als Rezi­taro­rin und Rezi­ta­to­ren sind Nancy Hün­ger, Chris­toph Schmitz-Schole­mann und Frank Simon-Ritz zu erle­ben. Die musi­ka­li­schen Impro­vi­sa­tio­nen wer­den von Mat­thias Bät­zel (Kla­vier), Bert­ram Bur­kert (Gitarre) und Mat­thias Eich­horn (Bass) bei­gesteu­ert.

Mrz
27
Mo
Lesung mit Bodo Kirchhoff in Weimar
Mrz 27 um 19:00

Bodo Kirch­hoff: Wider­fahr­nis – Lesung mit dem Trä­ger des Deut­schen Buch­prei­ses 2016
Mode­ra­tion: Dr. Rein­hard Laube

Reit­her, bis vor kur­zem Ver­le­ger in einer Groß­stadt, nun in einem idyl­li­schen Tal am Alpen­rand, hat in der dor­ti­gen Biblio­thek ein Buch ohne Titel ent­deckt, auf dem Umschlag nur der Name der Autorin, und als ihn das noch beschäf­tigt, klin­gelt es abends bei ihm. Und bereits in der­sel­ben Nacht beginnt sein Wider­fahr­nis und führt ihn bin­nen drei Tagen bis nach Sizi­lien. Die, die ihn an die Hand nimmt, ist Leo­nie Palm, zuletzt Besit­ze­rin eines Hut­ge­schäfts; sie hat ihren Laden geschlos­sen, weil es der Zeit an Hut­ge­sich­tern fehlt, und er sei­nen Ver­lag dicht­ge­macht, weil es zuneh­mend mehr Schrei­bende als Lesende gibt. Aber noch stär­ker ver­bin­det die bei­den, dass sie nicht mehr auf die große Liebe vor­be­rei­tet zu sein schei­nen. Als dann nach drei Tagen im Auto am Mit­tel­meer das Glück über sie her­ein­bricht, schließt sich ihnen ein Mäd­chen an, das kein Wort redet, nur da ist …
Kirch­hoff erzählt in sei­ner groß­ar­ti­gen Novelle von der Mög­lich­keit einer Liebe sowie die Para­bel von einem dop­pel­ten Sturz: in die Liebe, ohne aus­rei­chend lie­ben zu kön­nen, und in das Mit­mensch­li­che, ohne aus­rei­chend gut zu sein. ›Aber wo wären wir ohne etwas Selbst­über­schät­zung‹, sagt der Prot­ago­nist Reit­her, um sich Mut zu machen für den ers­ten Kuss mit Leo­nie Palm, ›jeder wäre nur in sei­nem Gehäuse, ein Flücht­ling vor dem Leben.‹ Bodo Kirch­hoff, gebo­ren 1948, lebt in Frank­furt am Main und am Gar­da­see. Zuletzt erschie­nen in der Frank­fur­ter Ver­lags­an­stalt seine von Kri­tik und Publi­kum glei­cher­ma­ßen gefei­er­ten Romane ›Ver­lan­gen und Melan­cho­lie‹ (2014) sowie ›Die Liebe in gro­ben Zügen‹ (2012).

Mrz
29
Mi
Lesung mit Eugen Ruge in Weimar
Mrz 29 um 20:00

Lesung mit Eugen Ruge: Fol­lower.

Mode­ra­tion: Beate Sei­del.

Fünf Jahre nach dem inter­na­tio­na­len Erfolg von „In Zei­ten des abneh­men­den Lichts“ ent­wirft Eugen Ruge eine Geschichte, die in Ton und Tempo kaum unter­schied­li­cher sein könnte und sich doch als über­ra­schende Fort­schrei­bung erweist. Ein Buch über die Zukunft, in der wir schon heute leben. Unter dem künst­li­chen Him­mels­blau von HTUA-China ist ein Mann unter­wegs, um die neu­este Geschäfts­idee sei­ner Firma zu ver­mark­ten: »true bare­foot run­ning« heißt das erstaun­li­che Pro­dukt. Nio Schulz lebt mit Big Data, in einer Welt der Gen­der­ka­me­ras, der tech­ni­schen Selb­st­op­ti­mie­rung.
Er schwimmt im Strom unauf­hör­li­cher Infor­ma­tion: In Aus­tra­lien wird die Kli­ma­bombe gezün­det, seine Freun­din in Min­nea­po­lis ver­han­delt mit ihm über Leih­mut­ter­kos­ten und @dpa mel­det den Tod des ein­schlä­gi­gen Eigen­bröt­lers und Fort­schritts­feinds Alex­an­der Umnit­zer – sei­nes Groß­va­ters. Nio ist fort­schritt­lich. Schon neun­und­drei­ßig, kämpft er darum, auf der Höhe der Zeit zu blei­ben. Aber auf dem Weg zum Geschäfts­ter­min ver­schwin­det er vom Radar der Über­wa­chungs­be­hör­den. Vol­ler über­ra­schen­der Ein­fälle und Echos, mit sar­kas­ti­schem Humor und auf distan­zierte Weise mit­füh­lend, erzählt „Fol­lower“ die Geschichte der nächs­ten Genera­tion und zugleich, in einer aber­wit­zi­gen Aus­hol­be­we­gung, die Vor­ge­schichte – von allem.
Eugen Ruge wurde 1954 in Soswa (Ural) gebo­ren. Der diplo­mierte Mathe­ma­ti­ker begann seine schrift­stel­le­ri­sche Lauf­bahn mit Thea­ter­stü­cken und Hör­spie­len. Für „In Zei­ten des abneh­men­den Lichts“ bekam er den Deut­schen Buch­preis. Zuletzt erschie­nen der Roman „Cabo de Gata“, die Bände „Thea­ter­stü­cke“ und „Annä­he­rung. Noti­zen aus 14 Län­dern“.

Apr
3
Mo
Lesung mit Paula Schneider in Weimar
Apr 3 um 19:30

Paula Schnei­der: Bleib bei mir, denn es will Abend wer­den. Die Geschichte einer lan­gen Liebe. Autoren­le­sung und Gespräch
Mode­ra­tion: Sabine Bren­del

Die Zeit ver­geht, die Liebe bleibt. Ida und Ole sind ein Paar: seit fast 50 Jah­ren. Alt füh­len sie sich nicht. Auch einen Umzug wagen sie. Doch etwas schleicht sich ein ins Glück, etwas Abgrün­di­ges, Frem­des. Ida ver­stö­ren Rufe, die manch­mal zu ihr drin­gen – von Gegen­über wohl, aus einem Senio­ren­heim, einem Fei­er­abend­heim? Oder bringt etwas ande­res sie so durch­ein­an­der? Lange ist weder Ole noch der gro­ßen Fami­lie klar, was mit Ida geschieht. Bis sie voll­ends Rich­tung Abend fällt. Wie stark kann Liebe blei­ben, wenn für den einen noch Tag herrscht, wo über den ande­ren schon Däm­me­rung und Demenz her­ein­bre­chen?
Liebe im Alter – die preis­ge­krönte Autorin Paula Schnei­der erzählt davon emo­tio­nal und poe­tisch. „Respekt­voll und authen­tisch, in bild­haf­ter Spra­che und mit einem ganz per­sön­li­chen Zugriff bringt uns die Autorin die­ses so rele­vante, heikle Thema nahe.“ So die Jury des „fea­ture­prei­ses“. Paula Schnei­der, 1976 in Leip­zig gebo­ren, hat ihre Kind­heit in Ber­lin ver­bracht und 2003 ihr Diplom am Deut­schen Lite­ra­tur­in­sti­tut Leip­zig abge­legt. Sie erhielt ver­schie­dene Sti­pen­dien, u.a. im Künst­ler­haus Schloss Wie­pers­dorf und das Alfred-Döblin- Sti­pen­dium der Aka­de­mie der Künste. Seit 2007 schreibt sie regel­mä­ßig Radio­fea­tures und Hör­spiele, die viel­fach aus­ge­zeich­net wur­den, zuletzt mit dem schwei­ze­ri­schen „fea­ture­preis“ für „Bleib bei mir, denn es will Abend wer­den. Lie­ben im Alten­heim“.

Apr
4
Di
Lesung mit Kathrin Schmidt in Weimar
Apr 4 um 19:30

Lesung mit Kath­rin Schmidt: Kapoks Schwes­tern

Mode­ra­tion: Dr. Frank Simon-Ritz

Kath­rin Schmidt greift weit aus: Ent­lang der span­nungs­rei­chen Bezie­hun­gen der Fami­lien Kapok und Schaech­ter erzählt sie von Krieg, Flucht, Tei­lung, Bespit­ze­lung und neuer Frei­heit – und von Liebe, Freund­schaft, Schuld und Glück. Die Sied­lung Ein­tracht, einst direkt an der Ber­li­ner Mauer gele­gen, hat ihre Abge­schie­den­heit bewahrt. Jahr­zehn­te­lang hat Wer­ner Kapok sein Eltern­haus, in das seine Schwes­ter Renate gezo­gen ist, gemie­den. Statt­des­sen grün­dete er eine eigene Fami­lie und ver­ließ sie schnell wie­der. Spä­ter gab er seine Pro­fes­sur auf und ver­schwand. Nun kehrt er zurück, und die Fami­li­en­ge­schichte holt ihn ein. Denn im Haus gegen­über woh­nen immer noch die Schaech­ter-Schwes­tern Bar­bara und Clau­dia, mit denen er groß gewor­den ist und seine Sehn­süchte teilte. Dass sie ihn, jede für sich, in die Liebe ein­führ­ten, haben sie ein­an­der bis heute ver­schwie­gen. Als dann auch noch Wer­ners ver­lo­re­ner Sohn auf­taucht, kann nichts blei­ben, wie es war. Alte Geheim­nisse, ver­ges­sene Lei­den­schaf­ten, noch immer schwe­lende Kon­flikte müs­sen ans Licht. Kath­rin Schmidt erzählt eine große Geschichte aus klei­nen Ver­hält­nis­sen, führt ihre Leser in abge­le­gene Gegen­den, ver­gan­gene Zei­ten und in die deut­sche und euro­päi­sche Gegen­wart. Kunst­voll, mit Gespür fürs Detail, große Gefühle und nie­dere Instinkte. Kath­rin Schmidt, gebo­ren 1958 in Gotha, arbei­tete als Diplom­psy­cho­lo­gin, Redak­teu­rin und Sozi­al­wis­sen­schaft­le­rin. Sie erhielt für ihre lite­ra­ri­schen Arbei­ten zahl­rei­che Preise. 1998 erschien ihr Roman „Die Gun­nar-Lenn­ef­sen-Expe­di­tion“, 2009 der Roman „Du stirbst nicht“, 2010 erschien „Blinde Bie­nen. Gedichte“, 2011 der Erzäh­lungs­band „Finito. Schwamm drü­ber“. Sie lebt in Ber­lin.

Apr
5
Mi
Lesung mit Friedhelm Hengsbach in Weimar
Apr 5 um 19:00

BUCHPREMIERE mit Fried­helm Hengs­bach: Was ist los mit dir, Europa?

Mode­ra­tion: Angela Egli-Schmidt

Was ist los mit dir, Europa?“ fragte Papst Fran­zis­kus, als er mit dem Karls­preis der Stadt Aachen aus­ge­zeich­net wurde. Die EU ist aus den Fugen gera­ten. Natio­nale Strö­mun­gen durch­kreu­zen die Ver­stän­di­gung und den Zusam­men­halt. Die poli­ti­sche Klasse ver­liert sich im Asyl­streit. Was hält den freien Fall auf? Fried­helm Hengs­bach, Deutsch­lands füh­ren­der Sozi­al­ethi­ker, for­dert ein radi­ka­les Umden­ken: gute Arbeit und Lebens­per­spek­ti­ven für die Jugend im Süden und Osten Euro­pas. Einen insti­tu­tio­nel­len demo­kra­ti­schen Umbau, der Europa eine Stimme in der glo­ba­len Welt gibt. Faire Bezie­hun­gen zu Ent­wick­lungs- und Schwel­len­län­dern, statt impe­ria­ler Han­dels­ab­kom­men. Und mehr direkte Betei­li­gung des Vol­kes. Denn Europa kann mehr.
Fried­helm Hengs­bach SJ ist Mit­glied des Jesui­ten­or­dens. Er stu­dierte Phi­lo­so­phie, Theo­lo­gie sowie Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten und pro­mo­vierte 1976.
Hengs­bach war bis 2006 Pro­fes­sor für Christ­li­che Gesell­schafts­ethik an der Phi­lo­so­phisch-Theo­lo­gi­schen Hoch­schule Sankt Geor­gen in Frank­furt am Main und Lei­ter des Oswald von Nell-Bre­u­ning- Insti­tuts für Wirt­schafts-und Gesell­schafts­ethik. Er lebt und arbei­tet in der Katho­li­schen Aka­de­mie Rhein-Neckar in Lud­wigs­ha­fen (Rhein).

Apr
7
Fr
Podium mit Hilmar Schmundt, Annette Seemann, Lorenz Engell und Helmut Stadeler in Weimar
Apr 7 um 19:00

Podium mit Hil­mar Schmundt, Annette See­mann, Lorenz Engell und Hel­mut Sta­de­ler
zum Thema »Zukunft des Lesens – Zukunft des Buches«

Mode­ra­tion: Dr. Frank Simon-Ritz

»Zukunft«, so lau­tet das Leit­thema der dies­jäh­ri­gen LESARTEN. Und die Frage nach der Zukunft des Lesens und der Zukunft des Buches ist eine Frage, die die Ver­an­stal­ter seit Jah­ren beschäf­tigt. Was hätte also näher gele­gen, als die Abschluss­ver­an­stal­tung genau die­sem Thema zu wid­men? Mit dem Spie­gelOn­line-Jour­na­lis­ten Hil­mar Schmundt, dem Kul­tur­wis­sen­schaft­ler Lorenz Engell, dem Ver­le­ger Hel­mut Sta­de­ler und der Autorin Annette See­mann konn­ten pro­mi­nente Podi­ums­teil­neh­mer gewon­nen wer­den, die mit dem Mode­ra­tor Frank Simon-Ritz (Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek) – einem der Mit­ver­an­stal­ter der LESARTEN – über diese Zukunfts­fra­gen dis­ku­tie­ren wer­den. Ein­würfe aus dem Publi­kum sind will­kom­men.

Jan
18
Do
Lesung mit Theresia Enzensberger in Weimar
Jan 18 um 19:00

»Blau­pause« – Lesung mit The­re­sia Enzens­ber­ger.

Feb
9
Fr
Lesung mit Jana Hensel in Weimar
Feb 9 um 19:00

Kein­land – Lesung mit Jana Hen­sel.

Mrz
8
Do
Lesung mit Annette Seemann in Weimar
Mrz 8 um 10:00

Junge Dame regiert Wei­mar: Lebens­ge­schich­ten der Her­zo­gin Anna Ama­lia

Der zweite Band der „Lebens­ge­schich­ten der Her­zo­gin Anna Ama­lia“ ist nun erschie­nen. Das Jugend­buch „Junge Dame regiert in Wei­mar“ erzählt davon, wie die 16 Jahre alte Amé­lie an der Seite ihres zwei Jahre älte­ren Man­nes nach Wei­mar kommt, wie die Stadt damals aus­sah, wie sich ihr Leben ver­än­dert und wie sie nur zwei Jahre spä­ter plötz­lich alle Ent­schei­dun­gen für das Fürstentum ohne ihren Mann tref­fen muss. Wie sie das schafft, wie sie ihre Kin­der erzieht und den­noch auch ihren Inter­es­sen treu bleibt, wird von Annette See­mann anschau­lich und span­nend erzählt.

Für Kin­der ab 10.

Lesung mit Hannelore Hoger in Weimar
Mrz 8 um 20:00

Ohne Liebe trau­ern die Sterne. Bil­der aus mei­nem Leben – Lesung mit Han­ne­lore Hoger

Han­ne­lore Hoger ist eine der belieb­tes­ten deut­schen Schau­spie­le­rin­nen.
Als eigen­wil­lige Kom­mis­sa­rin Bella Block wurde sie popu­lär, aber sie spielt und beherrscht auch viele andere Rol­len in Film- und Thea­ter­pro­duk­tio­nen. Von „Die Artis­ten in der Zir­kus­kup­pel: rat­los“ (1968) und „Die Patrio­tin“ (1979) über Auf­tritte in „Der­rick“ und „Tat­ort“ bis zu „Die Ber­ti­nis“ (1988) und der jüngs­ten „Heidi“-Verfilmung (2015), in der sie die Groß­mutter mimt, reicht das Spek­trum ihrer Arbei­ten. Seit den 1980er Jah­ren insze­niert Han­ne­lore Hoger auch Thea­ter­stü­cke. Jetzt erzählt sie um ers­ten Mal aus­führ­lich aus ihrem Leben: von Kind­heit und Jugend in Ham­burg; von ihren Anfän­gen und ers­ten Erfol­gen als Schau­spie­le­rin; von der Zusam­men­ar­beit mit Regis­seu­ren wie Peter Zadek, Edgar Reitz und Alex­an­der Kluge, die sie geprägt haben; von ver­schie­de­nen Kol­le­gen – und ihrer Toch­ter Nina.
Man erfährt, wel­che Bücher sie liest und wel­che Musik sie am liebs­ten hört, warum Hunde (und andere Tiere) in ihrem Leben stets einen wich­ti­gen Platz ein­nah­men, wel­che Bedeu­tung Rei­sen für sie haben. Und sie lässt die Lese­rin­nen und Leser teil­ha­ben an einer Seite, die öffent­lich bis­her kaum bekannt ist: dass sie näm­lich gern malt. Das Buch zeigt erst­mals eine Reihe ihrer in den letz­ten Jah­ren ent­stan­de­nen Bil­der. Ein­tritt: 15/10/1 €WP

Mrz
9
Fr
Lesung mit Jana Hensel in Weimar
Mrz 9 um 19:00

Eigent­lich hatte Nadja nur ein Inter­view mit Mar­tin Stern füh­ren wol­len, aber von der ers­ten Sekunde an ist da eine schwer erklär­bare Nähe – und eine Fremd­heit, die sich auch dann nicht auf­löst, als die bei­den sich näher­kom­men. Woher rührt diese Nähe?
Und warum ist diese Fremd­heit nur so schwer zu über­win­den? Nadja sagt ja zu die­ser Liebe, an die Mar­tin nicht recht glau­ben kann. Mar­tin, der als Jude in Frank­furt am Main auf­ge­wach­sen ist, Deutsch­land aber nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung ver­las­sen hat und nach Tel Aviv gezo­gen ist. Zu vie­les liegt zwi­schen den bei­den: bio­gra­phi­sche Erfah­run­gen, geo­gra­phi­sche Ent­fer­nung und eine Ver­gan­gen­heit, die nicht nur mit den eige­nen Lebens­läu­fen zu tun hat. Das fal­sche Land, das rich­tige, das neue, das hei­lige – Jana Hen­sel lotet in kunst­vol­len Zeit­sprün­gen und Erin­ne­run­gen an Tage in Ber­lin und Nächte in Tel Aviv, an tiefe Innig­keit und immer wie­der schei­ternde Gesprä­che die Gren­zen zwi­schen zwei Lie­ben­den aus. Dabei umkreist sie mit gro­ßer sprach­li­cher Kraft und Inten­si­tät unsere Auf­fas­sung von Hei­mat, Geschichte und Schick­sal und stellt mit ihren Cha­rak­te­ren die Frage, wie weit die Ver­gan­gen­heit unser Leben bestimmt.

Mode­ra­tion: Rein­hard Laube.

Mrz
10
Sa
Lesung mit Landolf Scherzer in Weimar
Mrz 10 um 18:00

Bue­nos días, Cuba – Lesung mit Lan­dolf Scher­zer

Mode­ra­tion: Johan­nes Stein­hö­fel

Lan­dolf Scher­zer hat bei Rei­sen den Zufall auf sei­ner Seite. Kaum ist er auf Kuba, stirbt Fidel Cas­tro, und er erlebt ein Land im Aus­nah­me­zu­stand. Um so drän­gen­der wird die Frage, wie die Ideale der Revo­lu­tion in der Gegen­wart bestehen. Wer in Kuba viel fragt, dem wird wenig erlaubt, lernt Scher­zer schon am ers­ten Tag in Havanna. Also macht er es bei sei­nen Recher­chen wie die Kuba­ner, er geht Umwege und impro­vi­siert. Jede Bus­fahrt, jeder Ein­kauf, jeder Spa­zier­gang beschert ihm über­ra­schende Begeg­nun­gen und Lebens­be­richte. Er bewun­dert, wie unkon­ven­tio­nell die Kuba­ner den pro­ble­ma­ti­schen All­tag meis­tern und wie unge­bro­chen der Stolz auf die Revo­lu­tion und ihre Errun­gen­schaf­ten ist. Aber mit Schlitz­oh­rig­keit und Opti­mis­mus allein las­sen sich die Kon­flikte, die die Öff­nung Kubas mit sich bringt, nicht lösen. Was also muss bewahrt, was soll ver­än­dert wer­den?

Mrz
12
Mo
Lesung mit Michael Knoche in Weimar
Mrz 12 um 19:00

Die Idee der Biblio­thek und ihre Zukunft – Lesung mit Michael Kno­che

Mode­ra­tion: Frank Simon-Ritz
Die Benut­zer strö­men in Scha­ren in die Lese­säle und Grup­pen­ar­beits­räume der wis­sen­schaft­li­chen Biblio­the­ken. Dabei scheint ihre Auf­gabe in Zei­ten des Inter­nets immer unkla­rer zu wer­den: Ist nicht das Wich­tigste schon im Netz ver­füg­bar? Wel­che Funk­tion hat die Biblio­thek dann noch – ist sie ein Lear­ning Cen­ter? Ein Logis­tik­zen­trum der Infor­ma­tion? Ein sozia­ler Ort? Macht Tei­len und Tau­schen das Wesen der Biblio­thek aus? Die­ses Buch han­delt davon, dass wis­sen­schaft­li­che Biblio­the­ken eine Haupt­auf­gabe haben, und zwar seit den ältes­ten Tagen von Ninive und Alex­an­dria: Die Ver­ant­wor­tung für die Ver­füg­bar­keit des Wis­sens. Michael Kno­che blickt auf Geschichte und Gegen­wart der Biblio­the­ken und fragt nach ihrer Bedeu­tung für die Zukunft. In einer Mischung aus Buch­prä­sen­ta­tion und Gespräch wird das Buch vor­ge­stellt. Der wird erläu­tern, was ihn zu die­sem Buch bewegt hat. Im anschlie­ßen­den Gespräch wer­den Frank Simon-Ritz (Direk­tor der Uni­ver­si­täts- biblio­thek), Jörg Pau­lus (Pro­fes­sor für Archiv- und Lite­ra­tur­for­schung) und Michael Kno­che ins­be­son­dere den Aspekt, wie Wis­sen dau­er­haft gespei­chert und tra­diert wird, näher erör­tern.

Mrz
13
Di
Lesung mit Annette Seemann in Weimar
Mrz 13 um 18:00

Ich bin eine befreite Frau. Peggy Gug­gen­heim – Lesung mit Annette See­mann

Mode­ra­tion: Romy Gehrke
Annette See­mann beleuch­tet den unkon­ven­tio­nel­len Lebens­weg der Peggy Gug­gen­heim, ihren Auf­stieg zur Mäze­nin, Kunst­i­kone und bedeu­tends­ten Gale­ris­tin des 20. Jahr­hun­derts. Sie war kunst­be­ses­sen, eigen­wil­lig, zugleich schüch­tern und pro­vo­kant und stets auf der Suche nach Inspi­ra­tion und der wah­ren Liebe. Ein außer­ge­wön­li­ches Frau­en­le­ben, geprägt von Schick­sals­schlä­gen, tur­bu­len­ten Ehen, lei­den­schaft­li­chen Affä­ren und Bezie­hun­gen zu eini­gen der größ­ten Künst­lern der Zeit, wie Samuel Becket, Max Ernst und Jack­son Pol­lock.

Die Lesung fin­det in der Aus­stel­lung „Berüh­run­gen“ mit Male­rei des Wei­ma­rer Künst­lers Peter Vent statt. Peter Vent wird anwe­send und zum Gespräch bereit sein.

Mrz
14
Mi
Lesung mit Franziska Gehm in Weimar
Mrz 14 um 09:00

Die Vam­pirsch­wes­tern – Lesung mit Fran­ziska Gehm

Fran­ziska Gehm wurde 1974 in Son­ders­hau­sen gebo­ren. Nach ihrem Stu­dium in Deutsch­land, Eng­land und Irland arbei­tete sie bei einem Wie­ner Radio­sen­der, an einem Gym­na­sium in Däne­mark und bei einem Kin­der­buch­ver­lag. Sie hat mitt­ler­weile zahl­rei­che Kin­de­rund Jugendbücher ver­öf­fent­licht, die in viele Spra­chen übersetzt wur­den. Ihrer Kin­der­buch­se­rie „Die Vam­pirsch­wes­tern“ gelang der Sprung von den Best­sel­ler­lis­ten auf die Kino­lein­wand.

Lesung mit Franziska Gehm in Weimar
Mrz 14 um 11:00

Pul­ler­pause im Tal der Ahnungs­lo­sen – Lesung mit Fran­ziska Gehm
„Pul­ler­pause im Tal der Ahnungs­lo­sen“ han­delt von Jobst und sei­ner Mut­ter, die auf dem Heim­weg von ihrem Mit­tel­al­ter-Urlaub bloß eine Pin­kel­pause im Jahr 1986 ein­le­gen wol­len. Aber dann ist ihr Zeit­rei­se­kof­fer plötz­lich ver­schwun­den und die bei­den hän­gen fest – mit­ten in der DDR. Ein Land, das Jobst nur aus Erzäh­lun­gen kennt. Kin­der hei­ßen hier Pio­niere, im Obst- und Gemüseladen gibt es keine Südfrüchte, son­dern das, was gerade da ist, und das Staats­ober­haupt kommt Jobst auch sehr selt­sam vor. Doch ohne Kof­fer keine Heim­reise! Und so macht sich Jobst gemein­sam mit sei­nen neu gewon­ne­nen Freun­den auf die Suche. Natürlich führt das zu aller­lei Tur­bu­len­zen – samt einer etwas unglücklichen Begeg­nung mit dem Staats­rats­vor­sit­zen­den.
Kin­der von heute wis­sen kaum, wie es sich anfühlte, in der DDR auf­ge­wach­sen zu sein. Hier wird ein­mal nicht in Form einer Pro­blem­ge­schichte davon erzählt, son­dern action­reich, wit­zig und authen­tisch – zum Lachen, zum Nach­den­ken, zum Ken­nen­ler­nen einer Welt, die gar nicht so fern ist, wie man immer denkt.

Fran­ziska Gehm wurde 1974 in Son­ders­hau­sen gebo­ren. Nach ihrem Stu­dium in Deutsch­land, Eng­land und Irland arbei­tete sie bei einem Wie­ner Radio­sen­der, an einem Gym­na­sium in Däne­mark und bei einem Kin­der­buch­ver­lag. Sie hat mitt­ler­weile zahl­rei­che Kin­de­rund Jugendbücher ver­öf­fent­licht, die in viele Spra­chen übersetzt wur­den.

Lesung mit Ines Geipel in Weimar
Mrz 14 um 19:00

Toch­ter des Dika­tors – Lesung mit Ines Gei­pel

 

Mode­ra­tion: Angela Egli-Schmidt
Ivano Matteoli, Sohn eines KP-Funk­tio­närs, ver­lässt Anfang der sech­zi­ger Jahre sein tos­ka­ni­sches Hei­mat­dorf gen Lenin­grad. Dort lernt er Bea ken­nen – Beate Ulb­richt, das „erste Staats­kind der DDR“ und Toch­ter von Wal­ter Ulb­richt. Dies ist der Beginn einer Amour fou zwi­schen Ost und West, einer Liebe im poli­ti­schen Geflecht zwi­schen Paris, Lenin­grad, Rom, Ost-Ber­lin und dem erz­ka­tho­li­schen Cigoli. Die Erzäh­le­rin Anni kennt Ivano von Kin­des­bei­nen an. Auf den Dächern der alten Häu­ser ihres tos­ka­ni­schen Hei­mat­dor­fes haben sie beide zusam­men geses­sen und den Män­nern beim Boc­cia­spie­len zuge­se­hen. Auch, als es sie wegen des Stu­di­ums in unter­schied­li­che Him­mels­rich­tun­gen ver­schlägt – sie nach Paris, ihn nach Lenin­grad –, ver­folgt Anni aus der Distanz Iva­nos Liebe zu der Deut­schen Beate. Deren Eltern, Wal­ter und Lotte Ulb­richt, ver­su­chen die Ehe der bei­den zu ver­hin­dern. Das gelingt nicht, aber der Preis dafür ist hoch….

Mrz
15
Do
lllustrations-Workshop mit Brigitte Geyersbach in Weimar
Mrz 15 um 13:45

lllus­tra­ti­ons-Work­shop mit der Illus­tra­to­rin Bri­gitte Gey­ers­bach

Bücherlesen macht Spaß. Manch­mal sind es die Bil­der, die beim Durch­blät­tern Lust aufs Lesen machen. Pas­send zum Text ent­ste­hen bei jedem Leser Bil­der im Kopf. Doch sich vor­zu­stel­len, wie es bei­spiels­weise vor 250 Jah­ren in Wei­mar aus­sah, ist schwer.
Doch woher wusste die Illus­tra­to­rin Bri­gitte Gey­ers­bach, in wel­cher Umge­bung die Lebens­ge­schich­ten der Her­zo­gin Anna Ama­lia spiel­ten?
Wer das gern wis­sen und selbst zeich­nen möchte, ist herz­lich ein­ge­la­den zum Illus­tra­ti­ons-Work­shop mit Bri­gitte Gey­ers­bach.

Lyrik im Glaspavillon mit Daniela Danz und Ulrike Draesner in Weimar
Mrz 15 um 18:00

Lyrik im Glas­pa­vil­lon mit Daniela Danz und Ulrike Dra­es­ner

Musik: Klaus Wege­ner, Saxo­fon

 

Mode­ra­tion: Frank Simon-Ritz

Daniela Danz wurde 1976 in Eisen­ach gebo­ren und lebt in Kra­nich­feld. Sie stu­dierte Kunst­ge­schichte und Ger­ma­nis­tik in Tübin­gen, Prag, Ber­lin, Leip­zig und Halle und pro­mo­vierte über den Kran­ken­haus­kir­chen­bau der Wei­ma­rer Repu­blik. Seit 2002 ist sie frei­be­ruf­li­che Autorin und Kunst­his­to­ri­ke­rin. Meh­rere Jahre arbei­tete sie als Kunst­in­ven­ta­ri­sa­to­rin für die Evan­ge­li­sche Kir­che in Mit­tel­deutsch­land. 2010 grün­dete sie die inter­na­tio­nale Schü­ler­text­werk­statt svolvi und beklei­det seit die­ser Zeit einen Lehr­auf­trag an der Uni­ver­si­tät Hil­des­heim. Daniela Danz ist Mit­glied der Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten und Lite­ra­tur Mainz und lei­tet seit 2013 das Schil­ler­haus in Rudol­stadt. Letzte Ver­öf­fent­li­chun­gen: Lange Fluch­ten. Roman, 2016, V. Gedichte, 2014 und Pon­tus. Gedichte, 2009.

Ulrike Dra­es­ner, gebo­ren 1962 in Mün­chen. Roman­au­torin, Lyri­ke­rin und Essay­is­tin. Stu­dium in Eng­land und Deutsch­land. Ihr ers­tes Buch, gedächt­nis­schlei­fen, Gedichte, erschien 1995. Wei­tere Gedicht­bände, Bände mit Erzäh­lun­gen und Romane folg­ten zuletzt Sie­ben Sprünge vom Rand der Welt (Roman 2014), sub­song (Gedichte 2014) und Mein Hid­den­see (2015). Über­set­zun­gen aus dem Eng­li­schen und Fran­zö­si­schen, inter­me­diale Pro­jekte, Gast- und Poe­tik­do­zen­tu­ren in Deutsch­land, der Schweiz, Eng­land und den USA. Mit­glied des P.E.N.-Zentrums Deutsch­land und der Nord­rhein-west­fä­li­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten und der Künste. Dra­es­ner erhielt für ihr Werk zahl­rei­che Aus­zeich­nun­gen. Sie lebt in Ber­lin und Oxford.

Mrz
16
Fr
Lesung mit Franzobel in Weimar
Mrz 16 um 19:30

Das Floß der Medusa – Lesung mit Franz­o­bel

Mode­ra­tion: Petra Schna­bel

18. Juli 1816: Vor der West­küste von Afrika ent­deckt der Kapi­tän der Argus ein etwa zwan­zig Meter lan­ges Floß. Was er dar­auf sieht, lässt ihm das Blut in den Adern gefrie­ren: hohle Augen, aus­ge­dörrte Lip­pen, Haare, starr vor Salz, ver­brannte Haut vol­ler Wun­den und Bla­sen … Die aus­ge­mer­gel­ten, nack­ten Gestal­ten sind die letz­ten 15 von ursprüng­lich 147 Men­schen, die nach dem Unter­gang der Fre­gatte Medusa zwei Wochen auf offe­ner See über­lebt haben. Da es in den Ret­tungs­boo­ten zu wenige Plätze gab, wur­den sie ein­fach aus­ge­setzt. Diese his­to­risch belegte Geschichte bil­det die Folie für Franz­o­bels epo­cha­len Roman, der in den Kern des Mensch­li­chen zielt. Wie hoch ist der Preis des Über­le­bens?

Mrz
17
Sa
Lesung mit Dietlind Steinhöfel in Weimar
Mrz 17 um 11:00

Jakob sucht die Him­mels­lei­ter – Lesung mit Diet­lind Stein­hö­fel

Eine Erzäh­lung über Johan­nes Daniel Falk für Kin­der ab 8 Jah­ren,
mit Illus­tra­tio­nen von Conny Lie­big
Mode­ra­tion: Anne­gret Grimm

Wei­mar im Jahr 1815. Der Krieg gegen die Fran­zo­sen wirkt noch nach: Armut und Elend über­all, zer­störte Häu­ser und Höfe, Hun­ger und Not. Der sie­ben­jäh­rige Jakob liegt im Gras und schaut in den Him­mel. Seine Mut­ter ist im letz­ten Win­ter ver­stor­ben, nun ist er ganz allein auf der Welt. Sei­nen Vater kennt er nicht. Wenn der Krieg vor­bei ist, würde er kom­men und die Mut­ter hei­ra­ten, hatte sie ihm ver­spro­chen. Der Krieg war vor­bei, doch die Mut­ter war tot und der Vater kam nicht. Also schlägt sich Jakob allein durch; ohne Essen, ohne Woh­nung. Bis er auf Ida trifft, die ihm von einem Mann erzählt, der Kin­der in Not auf­nimmt: Johan­nes Daniel Falk. Ein­fühl­sam und anschau­lich erzählt Diet­lind Stein­hö­fel eine zau­ber­hafte Geschichte von der Kraft der Freund­schaft, von Her­zens­wärme in kal­ten Zei­ten, von einem star­ken Jun­gen und der Hoff­nung, die in ihm lebt – wei­ter und immer wei­ter. Die fik­tive Geschichte gibt einen Ein­blick in das Leben und Wir­ken Johan­nes Daniel Falks, ein Zeit­ge­nosse Goe­thes und Freund Her­ders im klas­si­schen Wei­mar, der sich ganz der Sorge um Kin­der in Not ver­schrieb.

Mrz
19
Mo
Lesung mit Hubert Schirneck und Live-Illustration mit Sandra Bach in Weimar
Mrz 19 um 10:00

Lesung mit Live-Illus­tra­tion: Verrückte Geschich­ten
mit dem Kin­der­buch­au­tor Hubert Schirn­eck und der Illus­tra­to­rin San­dra Bach

Bereits zum zwei­ten Mal sind der Schrift­stel­ler Hubert Schirn­eck und die Künstlerin San­dra Bach mit einer „Live-Lesung“ im Gewöl­be­kel­ler der Stadtbücherei zu Gast. Sie haben eine sehr unge­wöhn­li­che Form der Buch­le­sung erfun­den: Sie prä­sen­tie­ren noch unver­öf­fent­lichte Geschich­ten, die wäh­rend des Vor­le­sens auf der Bühne illus­triert wer­den. Dabei dürfen die Zuhö­rer sogar über die Illus­tra­tio­nen mit­be­stim­men und sich Zeich­nun­gen wünschen. Die Künstler gewäh­ren auf diese Weise einen sehr inter­es­san­ten Ein­blick in ihre Arbeit, die sie sonst meis­tens allein im Ate­lier oder am Schreib­tisch erle­di­gen.
Dies­mal gehen sie unter ande­rem der Frage nach, wie man einen Ohr­wurm zeich­net. Und wie viele von die­sen Ohrwürmern pas­sen eigent­lich in einen Kopf?

Ab 9 Jah­ren.

Lesung mit Sigrid Damm in Weimar
Mrz 19 um 19:30

Im Kreis treibt die Zeit – Lesung mit Sig­rid Damm

Mode­ra­tion: Chris­toph Schmitz-Schole­mann

Sig­rid Damms neues Buch ist eine nach­ge­tra­gene Liebe an ihren Vater. Ihr gan­zes Leben lag sie mit ihm in Wider­streit, lehnte ihn ab. Erst kurz vor sei­nem Tod kam es zu einer zag­haf­ten Annä­he­rung. Über zwan­zig Jahre spä­ter beginnt sie, dem Lebens­weg ihres Vaters nach­zu­spü­ren. Papiere und alte Fotos, die viele Jahre im Kel­ler lager­ten, wer­den befragt; par­al­lel dazu die his­to­ri­schen Ein­schnitte, die sein Leben bestimm­ten, geschil­dert. 1903 in Gotha gebo­ren, 1993 dort gestor­ben, wurde er Zeuge von Kai­ser­reich, Wei­ma­rer Repu­blik, Nazi­herr­schaft, DDR-Regime und Bun­des­re­pu­blik. Erzählt wird von der Kind­heit des Vaters im bür­ger­li­chen Jugend­stil­haus, in dem auch Sig­rid Damm auf­wuchs. Vom Ende des Ers­ten Welt­krie­ges und dem Ein­tritt des Fünf­zehn­jäh­ri­gen als Lehr­ling in ein jüdi­sches Bank­haus, von sei­nem beruf­li­chen Auf­stieg dort. Eine Maß­re­ge­lung wegen der Nähe zu sei­nen Vor­ge­setz­ten ver­stört ihn zutiefst und prägt ihn für sein wei­te­res Leben. Im Früh­jahr 1945 folgt die Ein­be­ru­fung, dann bri­ti­sche Gefan­gen­schaft, erst 1948 kehrt der Vater zur Fami­lie in die sowje­ti­sche Zone zurück. Lebens­lang sein Bedau­ern, nicht im Wes­ten geblie­ben zu sein. Sig­rid Damms vor­sich­tige, beharr­li­che Spu­ren­su­che gibt Ant­wor­ten auf Fra­gen, die sie dem Vater nie gestellt hat.

Mrz
20
Di
Lesung mit Jens Sparschuh in Weimar
Mrz 20 um 19:00

Das Leben kos­tet viel Zeit – Lesung mit Jens Spar­schuh


Mode­ra­tion: Anke Rusch­haupt

Jens Spar­schuh, Autor des Wen­de­klas­si­kers „Der Zim­mer­spring­brun­nen“, erzählt in sei­nem neuen Roman „Das Leben kos­tet viel Zeit“ hin­rei­ßend komisch und leicht­fü­ßig phi­lo­so­phisch von einer ganz beson­de­ren Freund­schaft und der Suche nach der eige­nen Geschichte.
Vor Jah­ren führte Titus Brose ein bei­nahe auf­re­gen­des Leben als Chef­re­dak­teur des Span­dauer Boten. Heute schreibt er Memoi­ren im Auf­trag der Firma Lebens­Lauf. Seine Kli­en­ten fin­det er im Alten Fähr­haus, einer Senio­ren­re­si­denz am Rande von Ber­lin. Wäh­rend er den zu Hel­den­le­gen­den sti­li­sier­ten Lebens­ge­schich­ten der Bewoh­ner lauscht und die Stil­blü­ten in den Wer­ken sei­nes Kol­le­gen Schulze kor­ri­giert, beginnt er, an sich und sei­ner Zunft zu zwei­feln. Doch dann trifft er auf Dr. Ein­horn, der sein Inter­esse auf Adel­bert von Cha­misso und Edu­ard Hit­zig lenkt. Letz­te­rer schrieb nicht nur post­hum Cha­mis­sos Bio­gra­fie, er sorgte gleich selbst für einige der span­nends­ten Epi­so­den in des­sen Leben. Fas­zi­niert von die­ser Bezie­hung begibt sich Brose auf eine Recher­che­reise. Sie führt ihn in seine eigene Ver­gan­gen­heit im geteil­ten Ber­lin und ins Leip­zi­ger Stadt­ar­chiv. Und wäh­rend er in rät­sel­haf­ten his­to­ri­schen Doku­men­ten stö­bert und im Alten Fähr­haus an kol­lek­ti­ven Gedächt­nis­trai­nings teil­nimmt, merkt er: Es ist nicht das Leben, das all diese komi­schen und trau­ri­gen Geschich­ten schreibt…

Mrz
21
Mi
Lesung mit Axel Hacke in Weimar
Mrz 21 um 20:00

Axel Hacke liest, aber was liest er denn?

Mode­ra­tion: Hel­fried Schmidt

Das lässt sich vor­her nicht so genau sagen, denn Hackes Prin­zip ist, alle seine Texte mit auf die Bühne zu brin­gen und erst im Laufe des Abends zu ent­schei­den, wel­che er vor­trägt: Klar ist, dass er aus sei­nem neu­es­ten und sehr aktu­el­len Buch liest: »Über den Anstand in schwie­ri­gen Zei­ten und die Frage, wie wir mit­ein­an­der umge­hen«. Aber dann? Viel­leicht ein Stück aus »Die Tage, die ich mit Gott ver­brachte«, in dem es in jener wun­der­bar leicht-ver­spiel­ten Weise, die allen Hacke- Büchern eigen ist, um nicht weni­ger als den Sinn des Lebens geht? Einige sei­ner legen­dä­ren Kolum­nen aus dem Maga­zin der Süd­deut­schen Zei­tung? Ein, zwei Kapi­tel über Oberst von Huhn und seine irr-poe­ti­sche Spei­se­kar­ten-Samm­lung aus der gan­zen Welt? Oder eine kleine Hit­pa­rade der schöns­ten Miss­ver­ständ­nisse aus der Wum­b­aba-Tri­lo­gie? Man weiß es nicht. Jede Hacke-Lesung ist ein biss­chen anders als alle ande­ren: eine kleine Wun­der­tüte. Sicher ist am Ende nur jener Rat, den der Nord­deut­sche Rund­funk ein­mal dem Publi­kum gab: »Wenn er eine öffent­li­che Lesung macht, pfle­gen sich seine Zuhö­rer mit Taschen­tü­chern aus­zu­stat­ten, weil sie wis­sen, dass die Lach­trä­nen lau­fen wer­den.«

Mrz
22
Do
Lesung mit Helga Schütz in Weimar
Mrz 22 um 19:30

Die Kir­schen­die­bin – Lesung mit Helga Schütz

Mode­ra­tion: Wie­land Koch

Eine leichte Melan­cho­lie liegt über die­ser Geschichte, die von einem Abschied- neh­men in den Zei­ten der Tei­lung erzählt, den Wen­dun­gen des Schick­sals und von der ein­zi­gen gro­ßen Liebe, für die es nie zu spät ist.
Tho­mas Fal­ken­hain ist in dem Alter, in dem man auf­räumt und sich erin­nert, selbst wenn man sich nicht erin­nern will. Zum Bei­spiel an eine heim­li­che Stu­den­ten­liebe in den 60ern, die abrupt endete, als Mela, seine „Kir­schen­die­bin“, mit Mann und Sohn in den Wes­ten flie­hen musste. Erst aus den Stasi-Akten weiß er, dass sie ihm spä­ter Briefe geschrie­ben hat. Uner­war­tet erhält er ein Sti­pen­dium für eine römi­sche Künst­ler­villa. Kaum dort ein­ge­trof­fen, ertappt er eine Frau im Park, die eine Orange pflückt und sogleich isst:
Mela. Als wären nicht Jahr­zehnte ver­gan­gen, beginnt die Liebe von neuem. Es ist schön, schwach zu sein und bejahrt. Nur Mela müsste ihm end­lich auch von Angst und Ohn­macht erzäh­len.

Mrz
23
Fr
Lesung mit Uwe-Karsten Heye in Weimar
Mrz 23 um 19:00

Und nicht ver­ges­sen – Lesung mit Uwe-Kars­ten Heye

Mode­ra­tion: Eva Nag­ler + Angela Egli-Schmidt

Mit sei­ner Auto­bio­gra­phie legt Uwe-Kars­ten Heye ein sehr per­sön­li­ches Geschichts­buch vor. Als Kind erlebte er, was Krieg und Nach­krieg ange­rich­tet hat­ten. Der Kalte Krieg setzte andere Prio­ri­tä­ten als kon­se­quente Ent­na­zi­fi­zie­rung. Ver­ges­sen und Ver­drän­gen, das war die Devise. Heye arbei­tete als Reden­schrei­ber für Willy Brandt, als Jour­na­list, unter ande­rem für Kenn­zei­chen D, legte er den Fin­ger in die Wun­den des geteil­ten Lan­des, war Regie­rungs­spre­cher unter Ger­hard Schrö­der und schließ­lich Gene­ral­kon­sul in Washing­ton und Chef­re­dak­teur des Vor­wärts. Heyes Auto­bio­gra­phie ist eine deut­sche Geschichts­stunde, aber auch Selbst­be­fra­gung: Was wurde ver­säumt, dass wir es heute erneut mit einem wach­sen­den Rechts­ex­tre­mis­mus zu tun haben? Dar­auf sucht er Ant­wor­ten und will Aus­kunft geben, damit sich Geschichte nicht wie­der­holt.

Mrz
24
Sa
Viva la poesía – Tag-Nacht-Veranstaltung zum Welttag der Poesie
Mrz 24 um 15:00 – 23:00

Sie­ben Zie­gen flie­gen durch die Nacht“
15.00–16.00 Uhr
100 neue Kin­der­ge­dichte, ver­fasst von der Crème de la Crème zeit­ge­nös­si­scher Lyri­ker, ent­füh­ren in die Klang­welt der Poe­sie. Sie laden ein zu ver­rück­ten Sprach­spie­len und öff­nen Räume für Krea­ti­vi­tät und Fan­ta­sie, in denen man die Welt auf den Kopf stel­len oder sie auch mal ganz neu erfin­den kann. Eine Fami­li­en­ver­an­stal­tung mit dem Her­aus­ge­ber der neuen Lyrik-Antho­lo­gie Uwe-Michael Gutzsch­hahn und der Illus­tra­to­rin Sabine Kranz.
Ein­tritt: 3€, Kin­der frei

Poe­sía-Poe­sie-поэзия-Poe­try
17.00 – 23.00 Uhr
Lesun­gen, Gesprä­che, Filme und Musik
Mode­ra­tion: AIDA (Andreas in der Au)
Ein­tritt: 10 / 7 / 1€ WP, Teil­neh­mer an der Bür­ger­le­sung haben mit jeweils einem Gast freien Ein­tritt

»Die Mut­ter­spra­chen der Poe­sie«
17.00 – 18.30 Uhr
Gedichte auf Deutsch, Eng­lisch, Ita­lie­nisch, Rus­sisch und Spa­nisch Lesung und Gespräch u.a. mit Edo­ardo Cos­ta­dura, Chris­tine Fischer, Wulf Kirs­ten und Chris­toph Schmitz-Schole­mann, mode­riert von Frank Simon-Ritz

Nora Gom­rin­ger Solo
19.00 – 20.30 Uhr
Nora Gom­rin­ger hat sie­ben Lyrik­bände vor­ge­legt und schreibt für Rund­funk und Feuil­le­ton. Fürs Goe­the Insti­tut und Pro Hel­ve­tia reist sie um die (Literatur-)Welt. Die inter­na­tio­nal gefragte Poe­tik­do­zen­tin, Sti­pen­dia­tin und Lite­ra­tur­preis­trä­ge­rin (u.a. Bach­mann­preis) stellt ihre „Tri­lo­gie der Ober­flä­chen und Unsicht­bar­kei­ten“ (Mons­ter Poems, Mor­bus, Moden) vor.

Mein Lieb­lings­ge­dicht – Wei­ma­rer Bür­ger und Gäste ver­schie­de­ner Natio­na­li­tä­ten lesen
21.00 – 21.45 Uhr
Eine Aus­schrei­bung wird geson­dert unter www.lesarten-weimar.de ver­öf­fent­licht. Teil­nahme nur mit Anmel­dung bis zum 15. März an Angela.Egli-Schmidt@stadtweimar.de .

Unsere Hei­mat ist der Wind – eine Reise in Poe­sie­fil­men
22.00 – 22.45 Uhr
Die Aus­wahl inter­na­tio­na­ler Poe­try­filme zeigt Moment­auf­nah­men einer Welt im Umbruch. Es ver­bin­det sie das Lebens­ge­fühl der Migra­tion: Men­schen zwi­schen Tra­di­tion und Moderne, an staat­li­chen Gren­zen ein­ge­schlos­sene Flücht­linge, die unend­li­che Bewe­gung des Lebens in den Metro­po­len. Zu hören sind Gedichte u. a. von Jorge Luis Bor­ges, W. H. Auden, Hilde Domin und Arseni Tar­kov­ski. Guido Naschert (Lite­ra­ri­sche Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V.) kura­tierte das Pro­gramm.

Mrz
20
Mi
Lesung mit Thomas Thieme und Frank Quilitzsch in Weimar
Mrz 20 um 19:30

Eröff­nung mit Faust und Fuß­ball

 

Tho­mas Thieme und Frank Qui­litzsch lesen aus ihrem Buch „Ich Hoe­neß Kohl“, das zum 70. Geburts­tag des Schau­spie­lers erschie­nen ist Live-Talk mit Ste­phan Märki und Jimmy Hart­wig zu Thie­mes Thea­ter­ar­beit in Wei­mar, „Rest of Best“ sorgt für gute Stim­mung.

Sie sind wie Faust und Mephisto, wie Del­ling und Net­zer, ein biss­chen auch wie Stat­ler und Wal­dorf aus der Mup­pet-Show – der Schau­spie­ler Tho­mas Thieme und sein Kri­ti­ker, der Thü­rin­ger Feuil­le­to­nist Frank Qui­litzsch.
Seit nun­mehr acht­zehn Jah­ren „ver­hört“ Kul­tur­re­dak­teur Qui­litzsch den vom „Faust“ beses­se­nen, fuß­ball­ver­rück­ten Wei­ma­rer Schau­spie­ler Tho­mas Thieme am Tele­fon: „Herr Thieme, wo sind Sie?“ Die in loser Folge in der Thü­rin­gi­schen Lan­des­zei­tung abge­druck­ten mehr als 200 Inter­views beleuch­ten facet­ten­reich das Leben des Thea­ter- und Film-Stars. Vor zehn Jah­ren misch­ten sie mit ihrem ers­ten Band „Ich Faust – Tho­mas Thieme“ die Thea­ter­welt auf. Nun folgte der zweite Streich, bei dem sich alles um Thie­mes Film­rol­len dreht. Vor allem seine Rol­len als Kanz­ler der deut­schen Ein­heit Hel­mut Kohl und gefal­le­ner Fuß­ball­gott Uli Hoe­neß rück­ten ins Zen­trum der Befra­gung. Dafür sind sie sogar nach Mün­chen gefah­ren, um den Ball­künst­ler Gün­ter Net­zer zu tref­fen.

Mrz
21
Do
Konzertlesung mit Gerhard Schöne in Weimar
Mrz 21 um 19:00

Zum Welt­tag der Poe­sie: Mein Kin­der­land – Eine Kon­zert­le­sung mit Ger­hard Schöne

Seit dem Erschei­nen sei­ner ers­ten Schall­platte 1981 gehört Ger­hard Schöne zu den bekann­tes­ten Lie­der­ma­chern Deutsch­lands. Beson­ders mit sei­nen Lie­dern für Kin­der hat er sich tief ins Gedächt­nis meh­re­rer Genera­tio­nen ein­ge­schrie­ben. Drei Jahr­zehnte nach sei­nen „Lie­dern aus dem Kin­der­land“ hat er nun die Geschich­ten aus sei­nem eige­nen „Kin­der­land“ auf­ge­schrie­ben – vol­ler Poe­sie und Witz, ohne fal­sche Sen­ti­men­ta­li­tät, dafür stets mit einem klei­nen Schuss Selbst­iro­nie.

Mrz
23
Sa
Lesung mit Birgit Vanderbeke in Weimar
Mrz 23 um 19:30

Bir­git Van­der­beke: „Alle, die vor uns da waren“ – Autoren­le­sung

Die Erzäh­le­rin in Bir­git Van­der­be­kes Roman erhält eine Ein­la­dung nach Achill Island. In das ehe­ma­lige Feri­en­haus des Schrift­stel­lers Hein­rich Böll. Ein Ort der Abge­schie­den­heit in der rauen Land­schaft Irlands, ohne Inter­net und Tele­fon. Wäh­rend sich um sie herum Zeit und Wirk­lich­keit zuneh­mend auf­lö­sen, ver­ge­gen­wär­tigt sie sich die Welt ihrer Kind­heit und Jugend. Mit gro­ßer Skep­sis fragt sie sich, wie diese Welt ein­mal für ihren Sohn und ihren Enkel aus­se­hen wird. Eines Abends begeg­net ihr Böll, der in sei­nem Arbeits­zim­mer sitzt und raucht. Und ihr etwas Tröst­li­ches sagt: Sie sind alle bei dir. Alle, die vor uns da waren. Im abschlie­ßen­den Teil ihrer beein­dru­cken­den Roman-Tri­lo­gie umkreist Bir­git Van­der­beke Fra­gen, die weit zurück­füh­ren und doch aktu­el­ler nicht sein könn­ten.

Mrz
25
Mo
Lesung mit Bernd Polster in Weimar
Mrz 25 um 19:00

Bernd Pols­ter: „Wal­ter Gro­pius. Der Archi­tekt sei­nes Ruhms“, Autoren­le­sung

Mode­ra­tion: Dr. Frank Simon-Ritz

100 Jahre Bau­haus: Die neue, umfas­sende Bio­gra­fie über Wal­ter Gro­pius ent­hüllt die wahre Geschichte der Archi­tek­ten-Legende.
Er zählt zu den Gro­ßen der moder­nen Archi­tek­tur: Was aber hat Wal­ter Gro­pius wirk­lich gebaut? Nicht viel. Und das ist nicht erstaun­lich, denn nach zwei Jah­ren Stu­dium war klar, dass ihm jedes Talent zum Archi­tek­ten fehlte. Doch er grün­dete ein Archi­tek­tur­büro, wo andere jene Bau­ten ent­war­fen, die heute als Iko­nen der Moderne gel­ten. In sei­nem Netz­werk tau­chen alle Namen auf, die in der Geschichte der Archi­tek­tur und des Designs im 20. Jahr­hun­dert eine Rolle spie­len. Wer wollte da an sei­ner Bedeu­tung zwei­feln? Bernd Pols­ter hat Gro­pius’ Leben akri­bisch erforscht – man wird es in Zukunft nicht mehr als Hel­den­ge­schichte, son­dern als Schel­men­ro­man erzäh­len.

Eine Ver­an­stal­tung in Koope­ra­tion mit der Lan­des­zen­trale für poli­ti­sche Bil­dung Thü­rin­gen e.V.

Mrz
26
Di
Lesung mit Wolfgang Haak im Rahmen der »Lesarten 2019« in Weimar
Mrz 26 um 18:00

Lyrik im Glas­pa­vil­lon mit Wolf­gang Haak und der Pre­miere von „Wort­still­le­ben“, dem Band mit sei­nen neu­es­ten (Prosa-) Gedich­ten

 

Mit einer Lau­da­tio von Michael Kno­che zum 65. Geburts­tag des Autors und Musik von Mikel Gor­riti Lucaioli, Gitarre.

 

In der „Weg­scheide“ die­ses neuen Ban­des von Wolf­gang Haak heißt es: „Ich bin ange­kom­men ohne Ende, ohne Anfang, unauf­halt­sam mit den Jah­res­zei­ten im Kreis gegan­gen. Was für ein Lebens­weg. Stim­men im Schilf: Willst alter Knabe du mit uns gehen. Wohin, wohin.“ – Seine gera­dezu anthro­po­lo­gi­schen Beob­ach­tun­gen und Orts­be­stim­mun­gen sei­ner selbst, die mit der Strenge klas­si­scher For­men arbei­tet und gleich­zei­tig wilde Aus­brü­che in ganz eigene Kom­po­si­tio­nen unter­nimmt, erge­ben eine der gro­ßen Qua­li­tä­ten die­ser Texte. Wie schon der Vor­gän­ger-Band, „Treib­gut Warm­zeit“, lotet „Wort­still­le­ben“ die Berüh­rungs­flä­chen zwi­schen Gedicht und Pro­sa­text aus und macht dabei Ent­de­ckun­gen für beide, für die Lyrik wie für die Prosa.

Wolf­gang Haak, 1954 in Gen­thin (Sach­sen Anhalt) gebo­ren, lebt in Wei­mar. Nach dem Stu­dium der Mathe­ma­tik, Phy­sik und Erzie­hungs­wis­sen­schaf­ten an der Fried­rich-Schil­ler-Uni­ver­si­tät wurde er Leh­rer und von 1991–2019 Schul­lei­ter des Musik­gym­na­si­ums Schloss Bel­ve­dere. Grün­dungs­mit­glied der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gens e.V., sowie 2006 Grün­der des Thü­rin­ger Lite­ra­tur­rats. Mit­glied im PEN seit 2012.

Mrz
28
Do
Literarischer Dokumentarfilm von Bernhard Sallmann in Weimar
Mrz 28 um 17:00

RHINLAND.FONTANE

Bern­hard Sall­mann arbei­tet an einem vier­tei­li­gen Film­pro­jekt in Aus­ein­an­der­set­zung mit Theo­dor Fon­ta­nes in der zwei­ten Hälfte des 19. Jahr­hun­derts ver­fass­ten Rei­se­re­por­ta­gen „Wan­de­run­gen durch die Mark Bran­den­burg“. Nach dem bereits fer­tig­ge­stell­ten Film »Oder­land. Fon­tane« liegt nun als zwei­ter Teil RHINLAND.FONTANE vor. Sein Inter­esse ist einer­seits ein his­to­ri­sches, das sich in der genauen Rezi­ta­tion der aus Fon­ta­nes Buch „Die Graf­schaft Rup­pin“ aus­ge­wähl­ten Stel­len abzeich­net: Arbeits­ver­hält­nisse von Torfste­chern, preu­ßi­scher Mili­ta­ris­mus, kapi­ta­lis­ti­sches Spe­ku­lan­ten­tum, Selbst­re­fle­xio­nen des Autors oder die ein­schnei­dende Erfah­rung des 30jährigen Krie­ges. Ande­rer­seits ist Sall­manns Kon­zept einer stren­gen Orts- und Land­schafts­re­gis­tra­tur in lan­gen sta­ti­schen Ein­stel­lun­gen mit Ori­gi­nal­ton der Gegen­wart ver­pflich­tet. Der Film ver­zich­tet gänz­lich auf Bild­ar­chiv­ma­te­rial und setzt keine eigene Erzäh­lung hinzu. Fon­tane wurde im Dezem­ber 1819 in Neu­rup­pin gebo­ren.

D 2017, 67 min, R: Bern­hard Sall­mann

Lesung mit Regina Scheer in Weimar
Mrz 28 um 19:00

Lesung mit Regina Scheer: „Gott wohnt im Wed­ding“

Mode­ra­tion: Diet­lind Stein­hö­fel

Ein Haus. Ein Jahr­hun­dert. So viele Lebens­ge­schich­ten. Alle sind sie unter­ein­an­der und schick­sal­haft mit dem ehe­mals roten Wed­ding ver­bun­den, die­sem ärm­li­chen Stadt­teil in Ber­lin. Mit dem her­un­ter­ge­kom­me­nen Haus dort in der Utrech­ter Straße. Leo, der nach 70 Jah­ren aus Israel nach Deutsch­land zurück­kehrt, obwohl er das eigent­lich nie wollte. Seine Enke­lin Nira, die Amir liebt, der in Ber­lin einen Fala­fel- Imbiss eröff­net hat. Laila, die gar nicht weiß, dass ihre Sinti-Fami­lie hier einst gewohnt hat. Und schließ­lich die alte Ger­trud, die Leo und sei­nen Freund Man­fred 1944 in ihrem Ver­steck auf dem Dach­bo­den ent­deckt, aber nicht ver­ra­ten hat. Regina Scheer, die groß­ar­tige Erzäh­le­rin deut­scher Geschichte, hat die Leben ihrer Prot­ago­nis­ten zu einem lite­ra­ri­schen Epos ver­wo­ben vol­ler Wahr­haf­tig­keit und mensch­li­cher Wärme.

Mrz
29
Fr
Jazz meets Lyrik in Weimar
Mrz 29 um 19:30

Jazz meets Lyrik oder Nacht­far­ben meets Poe­try mit Nancy Hün­ger, Felix Römer und Levin Sim­met

 

Die fünf Klang(raum)ästheten um Mas­ter­mind Mar­tin Bosch las­sen auf ihrem zwei­ten Album AIRA – tief in den Raum bli­cken. Fla­ckernde Fix­sterne, raum­über­grei­fende Mond­see­re­flek­tio­nen und flir­rende Kome­ten tra­gen unser irdi­sches Ohr durch Traum und Zeit. AIRA – von Nacht­far­ben, das ist pul­sie­rende Musik unse­rer Zeit, die weit über den Jazz hin­aus­geht. Alles klingt und schwingt gegen die irdi­sche Geo­me­trie und wäh­rend nur eines Augen­auf­schlags ent­steht und ver­geht ein mikro­sko­pisch zir­keln­der Kos­mos. Am Abend des 29. März 2019 trifft die­ses Klang­er­leb­nis der moder­nen Jazz­mu­sik auf die Kraft der Wort­ma­le­rei von drei deut­schen Autoren. Aus Ber­lin ist Felix Römer zu Gast, der als einer der Pio­niere der deut­schen Poe­try-Slam Szene gilt und neben zahl­rei­chen lite­ra­ri­schen Ver­öf­fent­li­chun­gen auch Tex­ter für bekannte Künst­ler wie Annen­May­Kan­te­reit ist. Außer­dem wird uns Nancy Hün­ger, mehr­fa­che Sti­pen­dia­tin ver­schie­de­ner Insti­tu­tio­nen, mit ihrer ein­zig­ar­ti­gen bild­haf­ten Spra­che ver­zau­bern. Als drit­ter Autor wird der jet­zige Phi­lo­so­phie-Stu­dent Levin Sim­met aus Wei­mar auf­tre­ten. 2018 gewann der erst 20-Jäh­rige die U20 Poe­try- Meis­ter­schaft Thü­rin­gens und tourte im letz­ten Jahr mit sei­nen Tex­ten durch Deutsch­land und die Schweiz.

Mrz
30
Sa
Literarischer Dokumentarfilm in Weimar
Mrz 30 um 19:00

EX LIBRIS: DIE PUBLIC LIBRARY VON NEW YORK

 

Mit über 51 Mil­lio­nen Medien ist die New York Public Library eine der größ­ten Biblio­the­ken der Welt. Doch das 1911 eröff­nete Haus ist mehr als ein alt­ehr­wür­di­ges Archiv des Wis­sens, Sam­melns und Bewah­rens von Infor­ma­tio­nen – im Zuge der digi­ta­len Revo­lu­tion erfin­det sich die Biblio­thek neu als ein viel­schich­ti­ger und leben­di­ger Ort des gemein­sa­men Ler­nens. Doku­men­tar­film-Legende Fre­de­rick Wise­man ist mit sei­ner Kamera tief in den Kos­mos der New York Public Library ein­ge­drun­gen und hat einen Ort ent­deckt, an dem Demo­kra­tie gelebt wird. Hier, zwi­schen Bücher­sta­peln und Moni­to­ren, kann jeder sein Recht auf Bil­dung wahr­neh­men und sich mit ande­ren aus­tau­schen. Die Kraft der Gedan­ken ist der Anfang einer bes­se­ren Welt.

USA 2017, 197 min, FSK o. A., R: Fre­de­rick Wise­man

Mrz
31
So
Poetry-Slam in Weimar
Mrz 31 um 19:19

Poe­try Slam # 42

Die Ant­wort auf alle Fra­gen – 42  oder doch … Poe­try Slam?

Es tre­ten immer noch bekannte und unbe­kannte Poe­ten und New­co­mer auf die Bühne des mon ami und stel­len sich dem Publi­kum. Fein­füh­lige Verse tref­fen immer noch auf pri­ckelnde Prosa, tref­fen auf das beste Publi­kum Wei­mars und der Umge­bung in der stim­mungs­vol­len Atmo­sphäre des mon ami. Ihr ent­schei­det immer noch mit eurem Applaus, wer in die nächste Runde zieht und bestimmt somit euren Abend selbst. Wollt ihr ihn lus­tig, per­for­ma­tiv, nach­denk­lich, lyrisch, pro­sa­isch oder gerappt – ihr habt es immer noch in der Hand.

Ver­an­stal­ter: mon ami Wei­mar

Apr
2
Di
Lesung für Kinder mit Frank Kreisler in Weimar
Apr 2 um 10:00

Wie ein kopf­lo­ses Ske­lett sei­nen Schä­del wie­der­fand – Lesung mit Frank Kreis­ler

Für Kin­der ab 10 Jahre.

Grup­pen bitte anmel­den.

Lesung und Konzert mit Irene Moessinger in Weimar
Apr 2 um 20:00

Irene Moes­sin­ger & Band: Ber­lin liegt am Meer

 

Man kennt sie ins­be­son­dere als Grün­de­rin des legen­dä­ren Tem­po­drom: In den 80er Jah­ren inves­tierte sie eine unver­hoffte Erb­schaft in ein Zir­kus­zelt, stellte es in die Sand­wüste am Pots­da­mer Platz und machte dar­aus die Traum­fa­brik Tem­po­drom. Doch Irene Moes­sin­ger erzählt in „Ber­lin liegt am Meer“ nicht nur von die­sem Lebens­pro­jekt, sie nimmt ihre Leser mit auf einen Streif­zug durch eine aben­teu­er­li­che Bio­gra­fie, die zeigt, dass gerade die unvor­her­seh­ba­ren Ver­än­de­run­gen oft den Zau­ber des Daseins aus­ma­chen.  Die Autorin erzählt von ihrer Kind­heit, in der es sie mit ihrer wage­mu­ti­gen Mut­ter mit­ten in den 50ern an die Küste Anda­lu­si­ens ver­schlug, in eine Welt mit Non­nen, Tore­ros und (Lebens)Künstlern. Sie erzählt von dem abrup­ten Ende die­ser Kind­heit im stren­gen Inter­nat Salem. Und von ihrem spä­te­ren Auf­bruch ins West­ber­lin der 70er Jahre. Von ihrer Par­al­lel­exis­tenz als Kran­ken­schwes­ter auf der Inten­siv­sta­tion und als Haus­be­set­ze­rin im Rauch-Haus. Und natür­lich, wie sie zu dem wild­bun­ten Zir­kus­zelt kam, das zu einer der Keim­zel­len der „Ber­li­ner Kul­tur“ wurde, für Hel­mut Kohl aller­dings viel zu nah am Kanz­ler­amt stand. Und von der Tem­po­drom-Affäre, die Ber­lin erschüt­terte, und sie zu neuen Ufern auf­bre­chen ließ. Die Musi­ker, die über das Meer in die große Stadt gefolgt sind: Clau­dia Fierke (Gitarre und Gesang), Stef­fen Nit­zel (Gesang und snare drum) und Sabine Erkel­entz (Trom­pete).

Apr
3
Mi
Lesung mit Jana Hensel und Wolfgang Engler in Weimar
Apr 3 um 18:00

Wolf­gang Eng­ler, Jana Hen­sel: „Wer wir sind. Die Erfah­rung, ost­deutsch zu sein“

Autoren­le­sung und Gespräch, Mode­ra­tion: Maike Nedo

 

Wer sind diese Ost­deut­schen?, fragt sich die Öffent­lich­keit nicht zuletzt seit Pegida, NSU und den Wahl­er­fol­gen der AfD. Anti­de­mo­kra­ten, Frem­den­feinde, unver­bes­ser­li­che Ost­al­gi­ker? Zwei her­aus­ra­gende Stim­men des Ostens stel­len sich in die­sem Streit­ge­spräch jen­seits von Vor­ur­tei­len und Kli­schees der Frage nach der ost­deut­schen Erfah­rung, die, so ihre These, „viel­leicht am bes­ten mit Hei­mat­lo­sig­keit zu beschrei­ben ist, mit einem Unbe­haust­sein, das viele Facet­ten kennt. Das sich nicht jeden Tag über­groß vor einem auf­stellt, aber das immer spür­bar ist, nie weg­geht.“ Ein unver­zicht­ba­rer Bei­trag zur Geschichts­schrei­bung des Nach­wen­de­deutsch­lands.

Lesung mit Sarah Bosetti in Weimar
Apr 3 um 20:00

Sarah Bosetti: Ich will doch nur mein Bes­tes

 

Sarah Bosetti ist eine Erfin­dung ihrer Eltern. Seit 1984 ist sie anwe­send, halb Mensch und halb Frau, stu­dierte zunächst Film­re­gie in Brüs­sel und zog dann nach Ber­lin, wo sie sich seit­her zur Erspar­nis eige­ner Heiz­kos­ten im Schein­wer­fer­licht der Lese- und Kaba­rett­büh­nen wärmt. Neben Auf­trit­ten im ZDF (Die Anstalt), in der ARD (Nuhr im Ers­ten, Ladies Night), auf 3sat, ZDF.kultur und im WDR ist sie Kolum­nis­tin bei radio­eins (RBB) und tourt mit ihrem Solo­pro­gramm „Ich will doch nur mein Bes­tes“ durch Deutsch­land. Im Okto­ber 2017 ist im Rowohlt Ver­lag ihr drit­tes Buch „Ich bin sehr hübsch, das sieht man nur nicht so“ erschie­nen.

Ver­an­stal­ter: mon ami Wei­mar

Apr
4
Do
Lesung mit Christoph Hein in Weimar
Apr 4 um 20:00

Ver­wirr­nis“ – Autoren­le­sung mit Chris­toph Hein

 

Frie­de­ward liebt Wolf­gang. Und Wolf­gang liebt Frie­de­ward. Sie sind jung, genie­ßen die Som­mer­fe­rien, fah­ren mit dem Fahr­rad die weite Stre­cke ans Meer und reden stun­den­lang über Gott und die Welt. Sie sind glück­lich, wenn sie zusam­men sind, und das scheint ihnen alles zu sein, was sie brau­chen. Doch kei­ner darf wis­sen, dass sie mehr sind als beste Freunde. Es sind die 1950er-Jahre, sie leben im katho­li­schen Hei­li­gen­stadt und für die Men­schen um sie herum, beson­ders für Frie­de­wards streng­gläu­bi­gen Vater, ist ihre Liebe eine Sünde. Käme ihre Bezie­hung ans Licht, könn­ten sie alles ver­lie­ren. Als sie zum Stu­dium nach Leip­zig gehen – Frie­de­ward stu­diert Ger­ma­nis­tik, Wolf­gang  Musik –, fin­den sie dort eine Welt gefei­er­ter Intel­lek­tu­el­ler, alles flirrt gera­dezu vor leben­di­gem Geist. Und sie ler­nen Jac­que­line ken­nen, die ihnen gesteht, dass sie eine heim­li­che Bezie­hung zu einer Dozen­tin hat. Wäre es nicht die per­fekte „Tar­nung“, wenn einer von ihnen Jac­que­line zum Schein hei­ra­ten würde? In sei­nem neuen Roman erzählt der große deut­sche Chro­nist Chris­toph Hein bewe­gend von einer Liebe, die über Jahre hin­weg allen Wid­rig­kei­ten trotzt und zeich­net zugleich ein leben­di­ges Pan­orama deut­schen Geis­tes­le­bens.

Apr
8
Mo
Literarischer Dokumentarfilm in Weimar
Apr 8 um 19:00

AGGREGAT“ – Film und Gespräch mit Marie Wilke, Regis­seu­rin und Dreh­buch­au­torin des Films

 

AGGREGAT setzt sich zusam­men aus Beob­ach­tun­gen in Deutsch­land in einer Zeit des Umbruchs: Flücht­lings­krise und Rechts­po­pu­lis­mus stel­len das demo­kra­ti­sche Sys­tem auf die Probe. Dreh­orte waren Redak­tio­nen, die Bun­des­pres­se­kon­fe­renz und Kon­fe­renz­räume im Bun­des­tag, aber auch Schre­ber­gär­ten, Markt­plätze und Gast­stät­ten. Der Film beob­ach­tet ohne Kom­men­tar den poli­ti­schen und jour­na­lis­ti­schen All­tag hin­ter den Kulis­sen in Deutsch­land. Abge­ord­nete der SPD üben in einer inter­nen Ver­an­stal­tung den Umgang mit rechts­po­pu­lis­ti­schen The­sen. In einem Info-Zelt des Deut­schen Bun­des­tags wird Poli­tik nach­ge­spielt. Jour­na­lis­ten der Bild-Zei­tung und der taz dis­ku­tie­ren in Redak­ti­ons­kon­fe­ren­zen über The­men des Tages. TV-Redak­teure pro­du­zie­ren einen Fern­seh­bei­trag über die iden­ti­täre Bewe­gung. Eine Men­schen­menge ruft: Volks­ver­rä­ter. Lügen­presse. AGGREGAT ist keine Erzäh­lung. Der Film ist eine Samm­lung aus Bil­dern, Ein­drü­cken und Bruch­stü­cken der poli­ti­schen und media­len Gegen­wart der deut­schen Demo­kra­tie. D 2018, 98 min, FSK o. A. , R: Marie Wilke

Eine Ver­an­stal­tung in Koope­ra­tion mit der Lan­des­zen­trale für poli­ti­sche Bil­dung Thü­rin­gen e.V .

Apr
9
Di
Buchvorstellung mit Diana Hellwig und Nele Heyse in Weimar
Apr 9 um 19:00

Prä­sen­ta­tion der neuen Bände der Edi­tion Muschel­kalk von und mit
Diana Hell­wig und Nele Heyse, vor­ge­stellt vom Her­aus­ge­ber André Schin­kel

 

Mit dem Band „Der lächelnde Hund“ tritt Diana Hell­wig, die Ver­fas­se­rin von Minia­tu­ren, Geschich­ten und Lyrik, mit ihrem ers­ten geschlos­se­nen Zyklus an die Öffent­lich­keit. Kleine und mitt­lere exis­ten­ti­elle Welt­thea­ter wie Schat­ten­risse sind diese sich begeis­ternd wie in der Vehe­menz anrüh­rend fügen­den Erzäh­lun­gen.
Nele Hey­ses Erzäh­lun­gen im Band „Dop­pelt ver­dien­tes Glück“ sind tief und lebens­nah, sie ver­han­deln eigent­lich stets Roman-Stoffe. Es geht um: die Anwe­sen­heit auf die­sem Pla­ne­ten, den Platz im eige­nen Leben, die Geb­res­ten der Liebe, das Abgrün­dige in den Din­gen und mehr noch den Men­schen, denen Nele Heyse natür­lich ver­fal­len ist. Ihre Gedichte, hier unter dem Ein­druck des Mari­ti­men, sind stau­nende, wie Minia­tur-Ozeane leuch­tende Spie­ge­lun­gen des Selbst in der Welt.

Eine Ver­an­stal­tung der Les­ar­ten Wei­mar in Koope­ra­tion mit der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V.

Apr
10
Mi
Lesung mit Peter Neumann in Weimar
Apr 10 um 18:00

Peter Neu­mann: „Jena 1800. Die Repu­blik der freien Geis­ter“

 

Begrü­ßung: Dr. Rein­hard Laube

Mit den Ideen der Fran­zö­si­schen Revo­lu­tion gera­ten nicht nur die poli­ti­schen Ver­hält­nisse in Europa ins Wan­ken. Eine ganze Genera­tion von jun­gen Dich­tern und Phi­lo­so­phen beschließt, die Welt neu zu den­ken. Die füh­ren­den Köpfe – dar­un­ter die Brü­der Schle­gel mit ihren Frauen, der Phi­lo­soph Schel­ling und der Dich­ter Nova­lis – tref­fen sich in der thü­rin­gi­schen Uni­ver­si­täts­stadt an der Saale, um eine „Repu­blik der freien Geis­ter“ zu errich­ten. Sie stel­len nicht nur gesell­schaft­li­che Tra­di­tio­nen in Frage, sie revo­lu­tio­nie­ren mit ihrem Blick auf das Indi­vi­duum und die Natur zugleich auch unser Ver­ständ­nis von Frei­heit und Wirk­lich­keit – bis heute. Far­big und lei­den­schaft­lich erzählt Peter Neu­mann von die­ser unge­wöhn­li­chen Denk­er­kom­mune, die nichts weni­ger vor­be­rei­tete als den geis­ti­gen Auf­bruch in die Moderne.

Apr
11
Do
Lesung mit Lutz Lindemann und Frank Willmann in Weimar
Apr 11 um 19:30

Lutz Lin­de­mann gehört zu den bekann­tes­ten Fuß­ball­stars der DDR, er spielte für die Natio­nal­mann­schaft und für den FC Carl Zeiss Jena im Euro­pa­po­kal. Als Junio­ren­na­tio­nal­spie­ler ver­scherzt er es sich durch Stur­heit und jugend­li­chen Leicht­sinn mit den Genos­sen und schält wäh­rend des Mili­tär­diens­tes in der Kaserne Kar­tof­feln – und schafft doch das schein­bar Unmög­li­che: die Rück­kehr in die DDR-Ober­liga und in den inter­na­tio­na­len Fuß­ball. Was Lin­de­mann aus sech­zig Jah­ren Fuß­ball­le­ben zu berich­ten hat, gewährt sel­tene Ein­bli­cke in die Seele die­ses Sports und sei­ner Prot­ago­nis­ten: der Beses­se­nen und der Beson­ne­nen, der Geld­ge­ber und der Geld­aus­ge­ber. Von ihnen und von der gro­ßen Liebe zum Fuß­ball erzählt Lin­de­mann unei­tel und mit tro­cke­nem Humor, auf­ge­schrie­ben von Frank Will­mann.

Eine Ver­an­stal­tung in Koope­ra­tion mit der Lan­des­zen­trale für poli­ti­sche Bil­dung Thü­rin­gen e.V.

Apr
13
Sa
Christoph Schmitz-Scholemann im Gespräch mit Jürgen Wiebicke in Weimar
Apr 13 um 19:30

Jür­gen Wie­bi­cke – Demo­kra­tie­ret­ter in einem ner­vö­sen Land
Chris­toph Schmitz-Schole­mann im Gespräch mit dem Phi­lo­so­phen und Autor

u.a. von „Zehn Regeln für Demo­kra­tie­ret­ter“ und „Zu Fuß durch ein ner­vö­ses Land. Auf der Suche nach dem, was uns zusam­men­hält“.

Spä­tes­tens seit der Wahl von Donald Trump wis­sen wir: Unsere libe­rale Demo­kra­tie ist in Gefahr. Ernst­haft. Wir haben kei­ner­lei Garan­tie, dass auto­ri­täre Kräfte nicht auch bei uns die Ober­hand gewin­nen. Was also tun? Wie kön­nen wir die Sub­stanz unse­rer Demo­kra­tie ver­tei­di­gen gegen die immer lau­ter und dreis­ter wer­den­den Ver­äch­ter – auch jen­seits der Wahl­ka­bine? Wie andere ermu­ti­gen, mit­zu­ma­chen? Der Jour­na­list und Phi­lo­soph Jür­gen Wie­bi­cke gibt uns zehn grif­fige Regeln an die Hand, mit deren Hilfe jeder von uns jeder­zeit anfan­gen kann. Vor der eige­nen Haus­tür. Im All­tag. Denn – und daran müs­sen wir uns wie­der erin­nern: Die Demo­kra­tie ist mehr als eine Regie­rungs­form, sie ist eine Lebens­form, die wir immer wie­der aufs Neue bele­ben und ver­tei­di­gen müs­sen.

Mai
2
Do
Lesung und Gespräch mit Éric Vuillard in Weimar
Mai 2 um 20:00

»14. Juli«
Lesung und Gespräch mit Éric Vuil­lard

Prof. Edo­ardo Cos­ta­dura spricht mit Eric Vuil­lard über des­sen neu­es­tes Buch,
Franka Gün­ther über­setzt und liest den deut­schen Text

 

Der Som­mer 1789 ist herr­lich warm und so schön, dass man die Hun­gers­not im vor­an­ge­gan­ge­nen bit­ter­kal­ten Win­ter leicht ver­ges­sen kann, zumin­dest in den Paläs­ten. Im Volk aber wächst die Unzu­frie­den­heit über die Will­kür und Deka­denz der herr­schen­den Klas­sen, bis die drü­ckende Hitze schließ­lich kaum mehr aus­zu­hal­ten ist. Eines Nachts ver­sam­meln sich erste Grup­pen in der Dun­kel­heit. Waf­fen­ar­se­nale wer­den gestürmt, Thea­ter­re­qui­si­ten geplün­dert. Aus fal­schen Spee­ren wer­den echte Schlag­stö­cke. Die Kir­chen­glo­cken in Paris schla­gen Alarm, doch zu spät: Am Mor­gen des 14. Juli hat sich die Menge bereits vor den Toren der Bas­tille ver­sam­melt – sie wird Europa für immer ver­än­dern. In Éric Vuil­lards »14. Juli« wird die Geburts­stunde der fran­zö­si­schen Revo­lu­tion erst­mals aus der Per­spek­tive der Volks­menge erzählt, die sich an jenem Juli-Vor­mit­tag vor der Bas­tille und in den umlie­gen­den Gas­sen ver­sam­melte. Gestützt auf akri­bi­scher Archiv­ar­beit, holt Vuil­lard die bis­lang anonym und uner­kannt geblie­be­nen Prot­ago­nis­ten des Sturms auf die Bas­tille ans Tages­licht. Diese authen­ti­schen und meis­ter­haft gezeich­ne­ten Figu­ren erin­nern uns daran, dass Frei­heit auch Gleich­heit aller Men­schen vor der Geschichte bedeu­tet.
Eine Koope­ra­ti­ons­ver­an­stal­tung mit dem Deut­schen Natio­nal­thea­ter Wei­mar und dem Fran­zö­si­schen Kul­tur­büro in Thü­rin­gen.

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