Kalender

Ausstellungen

Jan
11
Mi
ganztägig Ausstellung »Illustrationen zu T...
Ausstellung »Illustrationen zu T...
Jan 11 – Mrz 26 ganztägig
Ausstellung – »Ursula Kirchberg und ihre Storm-Illustrationen aus dem Gerstenberg Verlag« Anlässlich der Schenkung der Originalvorlagen durch Ursula Kirchberg an das Literaturmuseum »Theodor Storm« Gezeigt werden der vollständige Zyklus zu Theodor Storms »Der Schimmelreiter«, 1988,[...]
Jan
20
Fr
ganztägig Ausstellung »Charlotte von Stein...
Ausstellung »Charlotte von Stein...
Jan 20 – Mai 28 ganztägig
Charlotte von Stein gehört als wichtigste Bezugsperson Goethes in dessen erstem Weimarer Jahrzehnt, als Freundin Herzog Carl Augusts, Wielands, Herders, des Ehepaars Schiller und enge Vertraute der Herzogin Louise zu den zentralen Figuren des klassischen[...]
Mrz
4
Sa
ganztägig Ausstellung »Karoline von Günder...
Ausstellung »Karoline von Günder...
Mrz 4 – Mai 28 ganztägig
Karoline von Günderrode im Spiegel zeitgenössischer Künstlerinnen Als Karoline von Günderrode mit 24 Jahren unter dem Pseudonym »Tian« ihr erstes Buch, Gedichte und Phantasien, veröffentlichte, schrieb Goethe an die Dichterin: »Diese Gedichte sind eine wirklich[...]
Apr
5
Mi
ganztägig Ausstellung »Anja Seelke ›In ein...
Ausstellung »Anja Seelke ›In ein...
Apr 5 – Jun 18 ganztägig
Ausstellung »Anja Seelke ›In einem Gesicht lesen …‹ – Dichterporträts« Die Malerin Anja Seelke versucht in ihren Porträts, den jeweils gelungenen ‚Ausdruck‘ von Dichtern, Literaten, Künstlern und Freunden festzuhalten. Ihre in Öl gespachtelten, kleinformatigen Porträts[...]
Mai
4
Do
ganztägig Ausstellung »Weimarer Kinderbibe...
Ausstellung »Weimarer Kinderbibe...
Mai 4 – Jul 31 ganztägig
Weimarer Kinderbibel, VI. Jahrgang – Präsentation der Ergebnisse der 6. Staffel in der Stadtbücherei Weimar. Ausstellungsdauer: 04.05. – 31.07.2017. Weiterführende Informationen unter: www.weimarer-kinderbibel.de
Jun
17
Sa
ganztägig Ausstellung »Im Auftrag der Schr...
Ausstellung »Im Auftrag der Schr...
Jun 17 – Sep 30 ganztägig
Im Auftrag der Schrift. Die Sammlung Hartmann Arbeiten auf Papier, Holz und Leinwand · Skulpturen · Kassettenwerke   Das Lindauer Sammlerehepaar Brigitte und Gerhard Hartmann hat seit den 1970er Jahren eine umfangreiche Sammlung zeitgenössischer Druckgrafik[...]
Jun
25
So
ganztägig Ausstellung »Grafische Blätter z...
Ausstellung »Grafische Blätter z...
Jun 25 – Sep 30 ganztägig
Ausstellung »Grafische Blätter zu Jakob Michael Reinhold Lenz« von Susanne Theumer (Höhnstedt und Halle/Saale). Ausstellungsdauer: 25. Juni 2017 bis 30. September 2017 Öffnungszeiten: an den Wochenenden nach vorheriger telefonischer Anmeldung.
Sep
27
Mi
ganztägig Ausstellung »Aus dem Nachlass de...
Ausstellung »Aus dem Nachlass de...
Sep 27 – Dez 31 ganztägig
Ausstellung »Aus dem Nachlass des Kunstmalers Theodor Sander« (1858-1935), Ehemann der Storm-Tochter Lucie (1860-1935), geboren 1860 in Heiligenstadt. Anlässlich der Schenkung an das Literaturmuseum »Theodor Storm« durch einen Urenkel des Dichters. Ausstellungsdauer: 27.9. bis 31.12.2017.[...]
Okt
14
Sa
ganztägig Ausstellung »›Da bin ich‹ – Gesc...
Ausstellung »›Da bin ich‹ – Gesc...
Okt 14 2017 – Feb 19 2018 ganztägig
»›Da bin ich‹ – Geschichten für Kinder von Wilhelm Busch, F. K. Waechter, Volker Kriegel und Philip Waechter«.   Das weithin bekannte Kinderbuch »Max und Moritz« ist der Ausgangspunkt der Ausstellung mit Meisterwerken der Kinderbuchillustration.[...]
Nov
26
Sa
Lange Peter-Weiss-Nacht im Theaterhaus Jena
Nov 26: 20:00

Der Abend wird mit der Vorführung eines Dokumentarfilmes über Peter Weiss mit dem Titel »Der Unzugehörige« beginnen. Autor ist der freie Schriftsteller und Filmemacher Jens-Fietje Dwars, der für diesen Film den »Grimme-Preis« bekommen hat.

Danach erfolgen in einer Lesung mit der Weimarer Sprecherin Christine Hansmann zwei Erzählblöcke aus der »Ästhetik des Widerstands«: die Szene vor dem Pergamon-Altar und die vor Gericaults »Das Floß der Medusa« im Pariser Louvre. Es schließt sich eine Podiumsdiskussion an, die von Matias Mieth moderiert wird.

Teilnehmen werden: die Kunsthistorikerin Prof. Dr. Verena Krieger, der Schriftsteller Ingo Schulze, der Intendant des Theater Rudolstadt Steffen Mensching, der Peter Weiss – Biograph Dr. Jens-Fietje Dwars und der Liedermacher Hans-Eckardt Wenzel. Ausgehend von Gericauts »Floß der Medusa«, das Verena Krieger näher beleuchten wird, geht es um Schiffbrüchige und Flüchtlinge auf hoher See und damit um alle Facetten der Frage: Was heißt für uns heute »Ästhetik des Widerstands?«

Nach dem Podium wird Leander Gerdes vom Jenaer Theaterhaus den Brief »Heilmann an Unbekannt« , eine Art »Flaschenpost« ins Heute, an uns und künftige Generationen lesen. Den Abschluss des Abends bildet das Konzert mit Hans-Eckardt Wenzel und zwei Musikern und es wird viele Möglichkeiten für Gespräche mit den Akteuren des Abends und den Zuschauern geben.

Der »Förderverein radio okj e.V.« wird an diesem Abend die »Lange Peter Weiss Nacht« live übertragen und zusätzlich werden Radiomacher Interviews mit Akteuren und Zuschauern führen, um daraus ein Feature zu erarbeiten.

Veranstalter: Lese-Zeichen e.V., das Jenaer Theaterhaus, Radio okj e.V. und der Förderverein radio okj e.V.

Nov
27
So
Advent im Schillerhaus in Rudolstadt
Nov 27: 15:00

Advent im Schillerhaus − Geschichten vom Schenken
(Es liest: Andreas Mittermeier)

Weihnachten ist zu einem Fest der überbordenden Gabentische geworden. Darüber geht oft das Bewusstsein für das eigentliche Geschenk, das Fest selbst, verloren. Gewiss ist auch das ein Grund, weshalb wir gerne Geschichten darüber hören, was Weihnachten anderen bedeutet und was seinen Zauber ausmacht. An jedem Adventssonntag liest ein Schauspieler des Theaters Rudolstadt seine Lieblingsweihnachtsgeschichte(n) und spricht im Anschluss über seine persönliche Sicht auf dieses Fest. Dazu serviert das Restaurant „Schiller!“ eine weihnachtliche Spezialität.

Spezialität: Schillerlocke mit Bratapfelragout à la chère mère

Nov
28
Mo
Literaturland Thüringen unterwegs … in Köln
Nov 28: 19:30

In Abwandlung des Satzes »Das Vaterland ist ein physikalisches Rätsel. Man sieht sein Inneres besser von außen von Franz Carl Endres werfen die Schriftsteller Jürgen Becker, der 1932 in Köln geboren wurde und seine Kindheit in Erfurt verbrachte, und Jürgen K. Hultenreich, der 1948 in Erfurt geboren wurde und dort aufwuchs, einen literarischen Blick auf die Thüringische Landeshauptstadt.

Jürgen Becker hat mit seinem Buch »Aus der Geschichte der Trennungen« einen der bedeutendsten literarischen Beiträge zum Nachdenken über die deutsch-deutsche Vergangenheit geleistet. Aber auch in seiner Lyrik spiegelt sich seine intensive Auseinandersetzung mit dieser Frage.

Jürgen K. Hultenreich hat mit seinem Roman „Die Schillergruft“ ebenso einen wichtigen Beitrag zum Thema vorgelegt, der die DDR aus einem bislang viel zu wenig beachteten Blickwinkel schildert. In seinen Erzählungen schreibt Hultenreich, der seit 1985 in Berlin (West) lebt, über seine Geburtsstadt Erfurt.

Nov
29
Di
Lesung mit Anne Wizorek in Jena
Nov 29: 19:30

Lesung mit Anne Wizorek: »Feminismus? Fuck yeah!«

Anne Wizorek löste mit ihrem Twitter-Hashtag einen riesigen Sturm im Netz aus. Tausende Frauen nutzen #aufschrei als Ventil, um ihren Erfahrungen mit dem alltäglichen Sexismus Luft zu machen. Der Erfolg der Aktion macht deutlich: Von Geschlechtergerechtigkeit sind wir noch weit entfernt, sexuelle Belästigung und Diskriminierung bleiben ein brennendes Problem. Erfrischend unakademisch zeigt Anne Wizorek, warum unsere Gesellschaft dringend eine neue feministische Agenda braucht. Sehr persönlich beschreibt sie ihren Weg zur Aktivistin und ermutigt dazu, selbst aktiv zu werden – im Großen wie im Kleinen.

Eine Veranstaltung der Friedrich-Schiller- Universität Jena mit dem Lese-Zeichen e.V. und der Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten Jena.

Nov
30
Mi
Filmvorführung mit einer poetisch-archäologischen Einführung von André Schinkel in Jena
Nov 30: 19:30

Wortwelten/Bildwelten-Kinoabend: »Die Höhle der vergessenen Träume« von Werner Herzog.

Mit einer poetisch-archäologischen Einführung von André Schinkel im Rahmen der Ausstellung »Mythos: Nordland« von Barbara Matz-Langensiepen
30.11.2016  – 19:30 Uhr
In der Chauvet-Höhle in Südfrankreich befinden sich die ältesten derzeit bekannten Höhlenmalereien der Welt. Ihre Betrachtung kann eine Annäherung ermöglichen: an den Mythos, an den Ursprung. Werner Herzog, vielleicht der bedeutendste deutsche Filmemacher unserer Zeit, durfte die für jeden Publikumsverkehr gesperrte Höhle filmen. Mit sparsamer Lichtsetzung und handgehaltener Kamera gelingt es ihm, die alten Bilder scheinbar in Bewegung zu versetzen.

André Schinkel ist nur Dichter, sondern auch Archäologe. Er hat sich ausgiebig mit Herzogs Film beschäftigt und wird eine Einführung dazu geben.

Zur Ausstellung:

MYTHOS, Begriff, fest im Würgegriff von Werbung, Showbiz, Politik – jedoch, umgangssprachlich, Zweifel, Übertreibung, Unwahrheit.

MYTHOS, Fispern und Wispern vom Auftakt der Kultur; staunen, Höhlenmalerei, Felszeichnung, Skulptur. Bilder von nicht Sichtbarem – jedoch tief im Körperlichen versenkt. Namenloses, allein unseren Emotionen zugänglich, vorbewusstes, ererbtes Wissen. In Symbolen ist uns Mythos vertraut, im Gleichnis, in Legenden und Geschichten können wir dem Mythos trauen. Hervorgetreten aus einer Zeit, da Höhlen Vagina und Felsen Knochen von Gaia sind, Urmutter – Neumond, Vollmond, Schwarzmond – Menstruation, Tod, Wiedergeburt.

Barbara Matz-Langsiepen bereist jene mythischen Orte im Norden Europas. Skizzen, Tagebücher und Objekte sind der Grundstock für ihre Arbeit im Atelier – Landschaften und Gestalten stehen auf – Gemälde, Zeichnungen, Collagen.

„MYTHOS IST DER ERSTE NAME AUS DER NACHT, AUS DER ERDE, AUS DEM CHAOS! Alles Weltvertrauen fängt mit den Namen an, zu denen sich Geschichten erzählen lassen.“ (Hans Blumenberg)

Veranstalter: Eine Veranstaltung des Lese-Zeichen e.V. mit der Villa Rosenthal.

Lesung mir Henning Westphal in Heilbad Heiligenstadt
Nov 30: 19:30

Henning Westphal liest von Charles Dickens »Weihnachtsgeschichte« –

A Christmas Carol, ein Musterbeispiel dafür, wie Dickens die moralische Erzählung des Viktorianischen Zeitalters ausformte, gehört längst zum klassischen Bestand der Jugendliteratur, wird als beliebte Weihnachtslektüre für Erwachsene und Kinder immer wieder neu aufgelegt und hat letztlich Theodor Storms Weihnachtsgeschichten nicht unerheblich beeinflusst.

Dez
1
Do
Lesung mit dem Dichter Andreas Reimann in Weimar
Dez 1: 19:00

»Besuch im Poeten-Museum« – Vorstellung der Zeitschrift »Palmbaum« und Lesung mit dem Dichter Andreas Reimann.

Clemens Meyer nennt ihn in der FAZ „einen unserer besten Dichter“ und Karl Corino spricht von „einem der unbekanntesten, aber bedeutendsten Lyriker der ‚sächsischen Schule’“. Die Rede ist von Andreas Reimann. Nach zwei vielgelesenen Gedichtbänden erhielt er in der DDR Publikationsverbot und schrieb Rockballaden und Chansons. Zu Reimanns 70. Geburtstag erschien soeben im quartus-Verlag eine Sammlung seiner Weimar-Gedichte unter dem Titel »Poeten-Museum«. Der Altmeister der gebundenen Sprache führt die Leser mit feinem Humor durch die Stadt der toten Dichter – geschult am Versmaß der Klassik, doch heiter ironisch im Hier und Heute daheim: »Besuchen sie weimar, das bildungs-erlebnis, / gesammelter werke touristische burg! / Es ist der besucher frappantes erlebnis: / hier kriegt man den oh-mund auch ohne chirurg.«

Am Donnerstag, dem 1. Dezember, liest Andreas Reimann auf Einladung des Palmbaum e.V. ab 19 Uhr in der Eckermann-Buchhandlung aus dem neuen Buch. Mit dabei sein wird sein Freund Rainer Ilg, der die Gedichte mit luftig frechen Zeichnungen in Weinrot versehen hat. Der Buchgestalter Jens-Fietje Dwars moderiert den Abend und stellt zugleich den neuen »Palmbaum« vor: Das Heft im Buchformat enthält u.a. einen Beitrag über die verhinderte Fassbinder-Verfilmung von Gustav Freytags »Soll und Haben«. Den Einband hat Strawalde gezeichnet – einer der wichtigsten Maler der Gegenwart.

René-Goscinny-Lesung mit Thomas Bille in Erfurt
Dez 1: 19:30

Thomas Bille (Moderator beim MDR) liest den französischen Kinderbuchklassiker »Der kleine Nick« von René Goscinny (1926 – 1977).

Es ist einer der französischen Klassiker der Kinderliteratur – millionenfach verkauft, eine Schöpfung der Cartoonisten-Legende Jean-Jacques Sempé und des Texters und Asterix-Erfinders René Goscinny. 1962 erschien erstmals ein Band mit Nick-Geschichten auf Deutsch in der wunderbaren, kongenialen Übersetzung von Hans Georg Lenzen. Dieser übrigens urteilte über Thomas Billes Interpretation: »Wir kennen die Texte ja nun wirklich gut – aber dass wir (meine Frau und ich) uns bei Ihrer Lesung vor Lachen gekringelt haben, geht auf das Konto Ihrer unübertrefflichen Interpretation!«

Dez
2
Fr
Lesung mit Daniela Danz in Jena
Dez 2: 19:30

Daniela Danz liest aus ihrem Roman »Lange Fluchten«

Eine Abenteuergeschichte über die Abgründe des eigenen Ichs, eine moderne Legende – bildmächtig, geheimnisvoll, bezwingend.
Alles um ihn herum scheint merkwürdig weit weg, auch wenn es auf den ersten Blick aussieht, als wäre alles in Ordnung. Cons, mit vollem Namen Constantin, lebt mit seiner Frau und zwei Jungen auf einem Grundstück zusammen; aber das Wort »zusammen« beschreibt es nicht ganz: Ein Haus hatten sie einmal bauen wollen, jetzt wohnen sie noch immer in provisorischen Containern in zwei Stockwerken, unten Cons, oben die Frau mit den Kindern. Etwas in Cons wirkt wie zerbrochen; er ist seit seinem »Aussetzer« bei einer Übung als Zeitsoldat, an den er sich nur vage erinnern kann, wie aus der Welt gefallen. Ja, die Welt ist ihm abhanden gekommen. Unfähig, sich von der Fokussierung auf ein Ziel zu lösen, das es nicht mehr gibt, gleitet Cons aus alten Freundschaften und aus dem Leben seiner Familie in eine richtungslose, nächtelange Pirsch.
Angelehnt an die Legende des römischen Feldherrn und Jägers Eustachius schreibt Daniela Danz ein radikales Buch über den Sog des Scheiterns und die vergebliche Tapferkeit eines Mannes, der sich noch einmal mit aller Macht der Fluchtlinie seines Lebens entgegenstemmt, bevor er in eine alptraumhafte Irrealität sich überschlagender Ereignisse gerät.

Karten sind im Vorverkauf in der Thalia-Buchhandlung in der Neuen Mitte und an der Abendkasse erhältlich.

Eine Veranstaltung des Lese-Zeichen e.V. mit der Villa Rosenthal und der Thalia Buchhandlung Jena mit freundlicher Unterstützung von ZEISS und der Sparkassenstiftung Jena-Saale-Holzland.

Lesung mit Isabell Gerschke und Michael Kraus in Hildburghausen
Dez 2: 19:30

Die Schauspielerin Isabell Gerschke liest gemeinsam mit Michael Kraus die schönsten Märchen der erfolgreichen Hörbuchreihe „Märchen hören – Afrika helfen“

 

Im Rahmen der Reihe „FREITAGSSALON“ des Vereins Provinzkultur e.V. lesen Isabell Gerschke und michael Kraus Märchen aus Afrika und der Welt. Dabei stehen die vier Hörbuch-Ausgaben im Mittelpunkt, die seit 2006 durch den Initiator des Projekts, Michael Kraus, produziert wurden. Das Besondere dabei ist die wertvolle Unterstützung zahlreicher prominenter Persönlichkeiten aus Kino, Fernsehen, Sport und Politik, die alle honorarfrei Märchen und Geschichten eingelesen haben, um konkrete Projekte in Äthiopien, einem der ärmsten Länder Afrikas zu fördern. Bekannte Namen wie z.B. Heinz Rudolf Kunze, Helene Fischer, Wolfgang Niedecken, Christina Stürmer, Frank Schöbel oder Dominique Lacasa haben sich dieser Hörbuch-Idee gewidmet. Mit der Schauspielerin Isabell Gerschke wird eine der Unterstützerinnen nach Hildburghausen kommen, um nicht nur Märchen zu lesen, sondern auch im Gespräch mit Michael  Kraus über die Aktion, die Arbeit im Studio und Ergebnisse des Benefiz-Projekts zu erzählen.

Auch über die neueste Afrika-CD „Ein Zauberzug nach Afrika“ der Autorin Antonia Kraus wird berichtet, die den kleinen und großen Hörbuchliebhabern eine interessante Geschichte über einen Jungen vermittelt, der durch seine Holzeisenbahn nach Äthiopien gerät und auf seiner Wanderung quer durch das Land viele Menschen und ihre jeweiligen Erzählungen kennenlernt.

„Ein Zauberzug nach Afrika“ – so lautet der Name der neuesten Geschichten-CD, die Michael Kraus gemeinsam mit vielen Partnern und Prominenten zugunsten der Äthiopienhilfe herausgebracht hat. Damit konnte nach dem Start 2006 mit „Der Zauber von Afrika“ und den erfolgreichen Ausgaben „Ein Märchenbrunnen für Afrika“ (2009) und „Ein Märchenschatz aus Afrika“ (2011) eine weitere hinzugefügt werden. Seit 2013 sind abwechselnd Sängerin Dominique Lacasa und Schauspielerin Isabell Gerschke mit Michael Kraus zu Leseabenden unterwegs.

Dez
3
Sa
Auszeichnungsveranstaltung »Thüringer Buchlöwe« 2016 in Bad Langensalza
Dez 3: 11:00

Als plötzlich alles anders war –

Auszeichnungsveranstaltung „Thüringer Buchlöwe“ 2016

 

Preisträgerinnen in der Altersgruppe bis 10 Jahre
Vanessa Titz, 9 Jahre, Ruhla OT Kittelsthal: Der rote Legostein
Antonia Henkel, 9 Jahre, Kranlucken: Mein Geheimnis
Phan Bao Ngoc, 10 Jahre, Jena: Thus neues Leben

Preisträger in der Altersgruppe 11 bis 12 Jahre
Joel Böhm, 11 Jahre, Greiz: Der Bauer und die sechs Kartoffeln
Cassandra Schneider, 12 Jahre, Jena: Der schlimmste Tag meines jungen Lebens
Anton Schanz, 12 Jahre, Biederitz: Monsieur Clean

Preisträger und Preisträgerinnen in der Altersgruppe 13 bis 14 Jahre
Frithjof Ecke, Klasse 7, Jena: Fallrückzieher
Cara Prehl, Klasse 8, Gräfentonna: Mein Name ist Noa
Sophie-Marie Ludwig, 14 Jahre, Boizenburg/Elbe: Vergiss mich nicht
Laura Laser, … Jahre, Berga/Elster: Der Rattenfürst

Alle Preisträger und Preisträgerinnen werden persönlich eingeladen.

Lesung mit Martin Stiebert in Jena
Dez 3: 15:00

»Das Verklingen des Lieds« — Deutsche Lyrik des 20.Jahrhunderts — Lesung mit Martin Stiebert.

»Wie Theodor Storm Weihnachten feierte…« – Lesung zu Storms Weihnachtsgedichten
Dez 3: 16:00

Mitglieder des Theodor-Storm-Vereins und die Leiterin des Literaturmuseums laden an diesem Nachmittag dazu ein, zu erleben, wie Theodor Storm einst Weihnachten feierte. Da werden die Erinnerungen der Storm-Tochter Gertrud an die Vorweihnachtszeit im Storm‘schen Hause wach, da wird gezeigt, wie Storm seinen Weihnachtsbaum schmückte und wie die berühmten weißen Netze entstanden, in denen schon seine Kinderträume hingen. Und natürlich sind die Storm’schen Weihnachtgedichte zu hören, von denen das bekannteste hier in Heiligenstadt entstanden ist. Sogar die braunen Weihnachtskuchen, die Constanze Storm in Heiligenstadt ganz nach dem Husumer Rezept backte, wird man kosten können.

Lesung mit Antje Babendererde in Erfurt
Dez 3: 16:00

Antje Babendererde liest »Der Kuss des Raben« –

Mila ist schön und rätselhaft. Ihre Vergangenheit will sie um jeden Preis geheim halten. In Moorstein sucht die Sechzehnjährige einen Neuanfang und findet ihre große Liebe. Tristan, eigentlich unerreichbar, erwählt ausgerechnet sie! Mila kann ihr Glück kaum fassen. Doch auch Tristan hat ein Geheimnis. Als in der Kleinstadt ein junger Mann namens Lucas auftaucht und das Haus der Rabenfrau in Besitz nimmt, erwachen die Schatten der Vergangenheit zum Leben. Denn Lucas und Tristan scheinen sich zu kennen – und zu hassen. Im undurchsichtigen Spiel der beiden gerät Mila zwischen die Fronten und findet sich plötzlich vor einem finsteren Abgrund wieder.

Weihnachtliches Liederprogramm mit Olaf Bessert in Jena
Dez 3: 16:00

Weihnachten bei Oma Schmidt
Ein weihnachtliches Liederprogramm mit Olaf Bessert

Die Kinder eines Kindergartens besuchen Oma Schmidt im Seniorenheim. Hier singen sie für Oma Schmidt und die anderen Heimbewohner Weihnachtslieder. Weil ihr das Programm der Kinder so gut gefallen hat, setzt Oma Schmidt ihre Lesebrille auf und liest den Kindern eine ganz besondere Weihnachtsgeschichte vor . . .

Dieses Programm bietet nicht nur weihnachtliche Unterhaltung, sondern lädt das kleine, aber auch das große Publikum zum Mitmachen ein.

Veranstalter: Lese-Zeichen e.V., Glashaus e.V.

Dez
4
So
Advent im Schillerhaus Rudolstadt mit Ulrike Grunow
Dez 4: 15:00

In der Adventsreihe des Schillerhauses Rudolstadt liest Ulrike Grunow »Geschichten vom Schenken«.

Zur Reihe: An jedem Adventssonntag liest ein Schauspieler des Theaters Rudolstadt seine Lieblingsweihnachtsgeschichte(n) und spricht im Anschluss über seine persönliche Sicht auf dieses Fest. Dazu serviert das Restaurant »Schiller!« eine weihnachtliche Spezialität.

Eintrittspreis incl. Gedeck und Spezialität.

Dez
6
Di
Lesung mit Kathrin Groß-Stiffler in Jena
Dez 6: 19:30

Ein ganz normales Gasthaus in einer ganz normalen Kleinstadt. Mutters 60. Geburtstag ist der Anlass eines Familienfestes im engsten Kreis. In freudiger Erwartung sitzt da der Pater familias und Ehemann, Exponent des deutschen Wirtschaftswunders, dem die Schatten der Nazi-Vergangenheit noch nachhängen. Neben ihm der Sohn, der es zum Dorfapotheker gebracht, für die Alkoholsucht seiner Frau aber noch kein Medikament gefunden hat. Extra angereist ist die Tochter, nicht nur aufgrund ihres ku?nstlerischen Berufes das schwarze Schaf der Familie. Es fehlt, und das ist die unerhörte Begebenheit dieser Novelle, die Jubilarin selbst. Luftschnappen wollte sie vor dem Essen. In der Gaststube geht indessen ein Kammerspiel u?ber die Bühne, in dem so ziemlich alles an Fassaden, die sich diese Familie mühsam aufgebaut hat, niedergerissen wird. Meisterhaft gelingt es Kathrin Groß-Striffler in „Mutters Fest“, das Sittenbild einer scheinbar ganz normalen deutschen Familie zu zeichnen. Man liest es atemlos, bis zum letzten Satz, um dann tief Luft zu holen…

Kathrin Groß-Striffler lebt in Jena und wurde für ihre Arbeit mit dem Alfred-Döblin-Preis ausgezeichnet.-

Dez
7
Mi
Buchpremiere mit Ulrich Panndorf und Wulf Kirsten in Weimar
Dez 7: 18:00

»Felsenfest« – Exkursionen in die Sächsische Schweiz von Wulf Kirsten und Ullrich Panndorf.

Lesung und Buchpremiere des originalgraphischen Künstlerbuches, das in der burgart-presse Rudolstadt von Jens Henkel erscheint.

Literaturland Thüringen unterwegs … in Berlin
Dez 7: 19:00

Lesung mit Emma Braslavsky und Sergej Lochthofen

Begrüßung

Malte Krückels, Staatssekretär für Medien und Bevollmächtigter des Freistaats Thüringen beim Bund

Christoph Schmitz-Scholemann, Vorsitzender des Thüringer Literaturrates e.V.

 

Lesungen

Emma Braslavsky liest aus ihrem Roman »Leben ist keine Art, mit einem Tier umzugehen« (Suhrkamp Verlag)

Sergej Lochthofen liest aus »Grau. Eine Lebensgeschichte aus einem untergegangenen Land« (Rowohlt Verlag)

 

Emma Braslavsky, 1971 in Erfurt geboren, ist seit 1999 als freie Autorin und Kuratorin tätig. Ihr Debütroman „Aus dem Sinn“ wurde 2007 mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis und dem Franz-Tummler-Debütpreis ausgezeichnet und war für den Debütpreis des Buddenbrookhauses nominiert. Ihr zweiter Roman „Das Blaue vom Himmel über dem Atlantik“ erschien 2008. Ihr neuer Roman „Leben ist keine Art mit einem Tier umzugehen“, der 2016 im Suhrkamp Verlag erschien, ist eine große satirische Liebesgeschichte und ein tragisches Menschheitspanorama; es ist ein Abenteuerroman über Fluch und Segen des Menschseins, eine Farce über notorische Lebensoptimierer und ihren Kampf um eine bessere Welt – oder wenigstens eine bessere Insel. Das Buch ist eine große vergnügliche Reise, und es erzählt die berührende Geschichte unserer Suche nach Erkenntnis und Wahrhaftigkeit.

 

Sergej Lochthofen, 1953 in der Gulag-Stadt Workuta geboren, ist der Sohn des deutschen Kommunisten Lorenz Lochthofen. Über dessen Leben schrieb er das Buch „Schwarzes Eis. Der Lebensroman meines Vaters“, das 2012 im Rowohlt Verlag erschien. In seinem zweiten Buch „Grau“, das er 2014 vorlegte, erzählt er, wie er aus Workuta nach Thüringen kam, auf der Straße die Sprache lernte, als einziges Kind eines Zivilisten in eine sowjetische Garnisonsschule ging, von zu Hause ausbrach, um auf der Krim Kunst zu studieren, vor der Einberufung in die Sowjetarmee zurück in die DDR floh und während der bleiernen Honecker-Zeit den stupiden Alltag der SED-Bezirkszeitung „Das Volk“ in Erfurt als Journalist erlebte. 1990 wurde er von den Redakteuren in geheimer Wahl zum Chefredakteur der „Thüringer Allgemeinen“, der ersten Reformzeitung im Osten gewählt.

 

»Literaturland Thüringen unterwegs« ist eine Reihe des Thüringer Literaturrates e.V., in der er Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus Thüringen oder mit Bezug zu Thüringen in anderen Bundesländern vorstellt.

Dez
8
Do
Lesung mit Martin Stiebert in Jena
Dez 8: 19:30

»Wege zum Paradies« – Dante und seine modernen Übersetzer – Lesung mit Martin Stiebert.

Dez
11
So
Advent im Schillerhaus Rudolstadt mit Laura Bettinger
Dez 11: 15:00

In der Adventsreihe des Schillerhauses Rudolstadt liest Laura Bettinger »Geschichten vom Schenken«.

Zur Reihe: An jedem Adventssonntag liest ein Schauspieler des Theaters Rudolstadt seine Lieblingsweihnachtsgeschichte(n) und spricht im Anschluss über seine persönliche Sicht auf dieses Fest. Dazu serviert das Restaurant »Schiller!« eine weihnachtliche Spezialität.

Eintrittspreis incl. Gedeck und Spezialität.

Dez
13
Di
Buchvorstellungen der Goethe-Gesellschaft in Gotha
Dez 13: 19:00

Weihnachtliches Miteinander: Unsere Bücher 2016.

LEA – Lesebühne in Erfurt
Dez 13: 19:30

LEA – Lesebühne Erfurter Autoren

LEA ist Erfurts monatlich stattfindende offene Lesebühne für junge Thüringer Autorinnen und Autoren. Mit Musik und einem kleinen Buffet wird die Lesebühne um 19:30 Uhr beginnen.

Ab 20 Uhr tragen dann unterschiedliche Autoren ihr Texte vor.

Abgerundet wird der Abend von Andreas Budzier, der uns als Moderator durch die Bandbreite des literarischen Thüringens führen wird. Von Lyrik, über Short Story bis hin zum Kurzdrama – alles ist erlaubt, solange es selbstverfasst ist. Wer mit eigenen Texten dabei sein will, schickt eine kurze Mail an a.budzier(at)highslammer(dot)de. Jede/r Lesende hat jeweils eine maximale Lesezeit von 10 Minuten.

LEA ist ein Gemeinschaftsprojekt von HIGHSLAMMER e.V., Literarische Gesellschaft Thüringen e.V. sowie hEFt für literatur, stadt und alltag. Mit der freundlichen Unterstützung der Thüringer Staatskanzlei.

Lesung mit Dalibor Marković in Jena
Dez 13: 20:00

Im Literatursalon des Verlags Voland & Quist ist im Dezember Dalibor Marković, einer der wichtigsten Vertreter der deutschsprachigen Spoken-Word-Poesie zu Gast im Café Wagner. Einzigartig verbindet er Lyrik mit Beatboxing und sucht den Zusammenhang von Sprache und Identität. Er präsentiert seinen neuen Gedichtband »Und Sie schreiben auf Deutsch?«.

Über den Autor:
Dalibor Marković, 1975 geboren in Frankfurt am Main, wo er auch heute lebt, ist deutscher Lautpoet, Beatboxer und Lyriker mit kroatischen Wurzeln. Seine künstlerischen Wurzeln liegen in der Musik, als Beatboxer macht er aus Lauten Rhythmen. Seit knapp fünfzehn Jahren ist Markovic´ mit seiner Spoken-Word-Lyrik auf deutschen und internationalen Bühnen unterwegs – unter anderem mit Dominique Macri als »Team Scheller« (Deutsche Team-Meister im Poetry Slam 2014) sowie mit Bas Böttcher und Nora Gomringer als »Boombastic Lyrikwunderland«. Zwei Gedichtbände hat er bereits veröffentlicht, nun folgt sein Debüt bei Voland & Quist.

Über das Buch:
Dalibor Marković: »Und Sie schreiben auf Deutsch?«
Buch + CD, Spoken Word-Lyrik, 112 Seiten, EUR 15.00, ISBN: 978-3-86391-146-1
»Und Sie schreiben auf Deutsch?« Diese Frage hört der Autor oft. Kurz nachdem er sich vorgestellt und seinen Beruf angedeutet hat. Dieser Frage gilt es sich also zu stellen. Und es gilt, die Antworten zu verteidigen. Dalibor Marković spürt sie auf in den innersten Verstrickungen seiner Muttersprache, findet aber auch Hinweise auf anderen Kontinenten. Bei der Suche erhält der Spoken-Word-Lyriker Unterstützung von Rhythmen, die er mit dem Mund trommelt. Manchmal sogar während er redet. Sie fungieren als persönliches Sonar, mit dem er durch die Welt seiner Zeit manövriert.

Dez
14
Mi
Kommentierte Lesung von Hanns Zischler in Weimar
Dez 14: 19:00

Kommentierte Lesung von Schauspieler Hanns Zischler widmet sich dem Verhältnis Goethes zu Kleist

Am Mittwoch, 14. Dezember, um 19 Uhr geht Hanns Zischler im Studienzentrum der Herzogin Anna Amalia Bibliothek der schwierigen Beziehung zwischen Heinrich von Kleist und Johann Wolfgang von Goethe nach. Kleist stand mit dem von ihm verehrten und gleichzeitig zum Rivalen erhöhten Goethe in einem lebenslangen, dramatischen Verhältnis, nachdem die von Goethe veranstaltete Uraufführung des »Zerbrochenen Krugs« zu einem Fiasko geraten war. Hanns Zischler wird entlang einiger Texte von Kleist und Goethe die Stationen dieser Beziehung Revue passieren lassen. Der Abend endet mit einer auszugsweisen Lesung aus Kleists »Der Zweikampf«. Der Eintritt ist frei.

Hanns Zischler, geboren 1947, ist einer der renommiertesten deutschen Schauspieler. Darüber hinaus ist er als Autor und Publizist tätig. Zu seinen Veröffentlichungen zählt u.a. das in viele Sprachen übersetzte Buch »Kafka geht ins Kino«. Dem Film- und Fernsehpublikum ist Hanns Zischler als Darsteller aus weit über 200 Produktionen bekannt.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Klassik Stiftung Weimar mit dem Internationalen Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie (IKKM) der Bauhaus-Universität Weimar.

 

Dez
15
Do
Buchvorstellung mit Ronny Ritze in Erfurt
Dez 15: 09:30

„Schwer gezeichnet – Jugend hinter Gittern“ – Buchvorstellung mit Ronny Ritze

Auf Initiative des Jugendrechtshaus Erfurt e. V. ermöglicht der Autor und Herausgeber Ronny Ritze im Café Nerly Erfurt Einblicke in seine Aufsatzsammlung „Schwer gezeichnet – Jugend hinter Gittern“.

Der Eröffnung der Veranstaltung durch den Jugendrechtshaus Erfurt e. V. schließt sich die Vorstellung der Aufsatzsammlung „Es ist nicht cool, Gangster zu sein“ durch den Autor Ronny Ritze an. Kreative Texte acht inhaftierter Jugendlicher, die ihre Gedanken und Gefühle zu Papier brachten, stehen dabei im Fokus der Ausführung.

Staatsanwalt Uwe Strewe ergänzt die Ergebnisse einer Schreibwerkstatt in der Jugendstrafanstalt Arnstadt mit spannenden Erfahrungsberichten aus dem Jugendstrafrecht. Für die musikalisch-kreative Überbrückung zwischen den Programmpunkten sorgt der Erfurter Rapper Magma, dessen Songtexte thematische Berührungspunkte mit den im Gefängnis entstandenen Geschichten aufweisen.

Um telefonische Anmeldung unter 0361/6020653 oder per E-Mail an info@jugendrechtshaus-erfurt.de wird gebeten.

Weiterführende Informationen über den Jugendrechtshaus Erfurt e. V. und seine Angebote finden Sie auf unserer Homepage unter www.jugendrechtshaus-erfurt.de.

Dez
16
Fr
Lesung mit Peter Neumann und Mario Osterland in Jena
Dez 16: 19:30

In guter Nachbarschaft Nr. 12

Es lesen: Peter Neumann und Mario Osterland.

Musik: Robert Wenzl.

Anmeldungen unter: inguternachbarschaft(at)gmx(dot)de

Die Reihe In guter Nachbarschaft ist ein Projekt der Literarischen Gesellschaft Thüringen e.V. und wird durch die Thüringer Staatskanzlei gefördert.

Dez
17
Sa
Christa-Wolf-Programm in der Dichterstätte Sarah Kirsch in Limlingerode
Dez 17: 14:30

»Herr Wolf erwartet Gäste und bereitet ein Essen vor«, mit einem Text von Christa Wolf und Grafiken von Peter Hussel, erschien im 1990 von Gerhard und Christa Wolf gegründeten Verlag »Janus press«, in dessen Programm von Beginn an mit der Sprache und Grafik experimentierende Texte und Kunst im Mittelpunkt standen.

Nach dem Wahlspruch: »Der Kopf des Janus schaut zurück/ auf eine vergangene und voraus/ auf eine kommende Literatur/mit seinem gegenwärtigen Gesicht/ schaut er uns an.« gestaltet sich der Nachmittag um den zitierten Text.

Dez
18
So
Lesung mit Martin Mosebach in Weimar
Dez 18: 11:30

»Mogador« – Lesung mit Martin Mosebach

Im Anschluss an die Lesung spricht Manfred Osten mit dem Autor.

Advent im Schillerhaus Rudolstadt mit Marie-Luise Stahl
Dez 18: 15:00

In der Adventsreihe des Schillerhauses Rudolstadt liest Marie-Luise Stahl »Geschichten vom Schenken«.

Zur Reihe: An jedem Adventssonntag liest ein Schauspieler des Theaters Rudolstadt seine Lieblingsweihnachtsgeschichte(n) und spricht im Anschluss über seine persönliche Sicht auf dieses Fest. Dazu serviert das Restaurant »Schiller!« eine weihnachtliche Spezialität.

Eintrittspreis incl. Gedeck und Spezialität.

Jan
5
Do
Edgar-Allan-Poe-Lesung auf Burg Ranis
Jan 5: 20:00

Schaurige Geschichten von Edgar Allan Poe. –
Musikalische Lesung mit Stefan Schael

Zur dunklen und kalten Jahreszeit passt nichts so schön wie gruselige Geschichten, vorgetragen bei flackerndem Kerzenlicht. Erst recht, wenn der Veranstaltungsort eine alte Literaturburg ist. Deshalb widmen wir diesen Abend dem König der Schauerliteratur: Edgar Allan Poe. Der Schauspieler Stefan Schael schlüpft in die Rolle einer Figur aus Poes Feder und erzeugt durch die gestalterische Kraft seiner Stimme Gänsehautatmosphäre. Im Mittelpunkt stehen einige der bekanntesten und besten Geschichten und Gedichte Poes: „Grube und Pendel“, „Der Rabe“ und „Das verräterische Herz“. Ausgewählte Musik und Geräuschkulissen unterstützen die ganz besondere Stimmung
des Abends.

Eine Veranstaltung des Lese-Zeichen e.V. mit Unterstützung der GGP Media GmbH.

Jan
10
Di
LEA – Lesebühne Erfurter Autoren
Jan 10: 20:00

Best-of LEA in Billes Restaurant

Gerade ist LEA, die Lesebühne Erfurter Autoren, gut ins neue Jahr gerutscht und schon geht es auch weiter. Als Einstieg in das neue Jahr wird es diesmal ein Best-of von 2016 geben. Mit dabei sind: Ronny Ritze (Journalist, Autor und Eobanus Hessus Literaturpreisträger), Karl Porges (Autor und Liedermacher), Lothar Peppel (Autor von Aphorismen, Lyrik und Songtexten), Olivia Kramer (Bloggerin), Maximilian Steinbeck (Urgestein bei LEA), Romina Schulz (Nachwuchs bei LEA). LEA freut sich sehr darauf, dass das Netzwerk wieder dabei ist: Das weltweite Netzwerk für ein bedingungsloses Grundeinkommen rundet das Best of LEA musikalisch ab.

Natürlich gibt es auch wieder ein neues Thema und die Möglichkeit einen Essengutschein für zwei Personen beim Billes Restaurant zu gewinnen. Im Januar wird das Thema musikalisch: Chinesischer Battle Rap.

Moderiert wird LEA von Andreas Budzier.

Natürlich bleibt LEA offen und jeder der auch so mitmachen möchte, kann sich sehr gerne melden. Wer als Lesender dabei sein möchte, kann sich einfach bei a.budzier(at)highslammer(dot)de melden.

LEA ist ein Gemeinschaftsprojekt von HIGHSLAMMER e.V., Literarische Gesellschaft Thüringen e.V. sowie hEFt für literatur, stadt und alltag. Mit der freundlichen Unterstützung der Thüringer Staatskanzlei.

Jan
11
Mi
Lesung und Gespräch mit Christoph Hardebusch in Jena
Jan 11: 19:30

Wortwelten/Bildwelten – „Mythos und Fantasy.“ Lesung und Gespräch mit Christoph Hardebusch im Rahmen der Ausstellung „Mythos: Nordland“ von Barbara Matz-Langensiepen
Nirgendwo in der Literatur der Gegenwart wird der Mythos so umfangreich und selbstverständlich aufgegriffen wie in der Fantasyliteratur. Dabei reicht das Spektrum von komplexen, auf Sprachwissenschaft basierenden, Weltschöpfungen bei Tolkien bis zu naiven Schmökern. Christoph Hardebusch gehört zu den besten und erfolgreichsten deutschen Fantasyautoren. Er wird aus seinem neuen Roman „Feuerstimmen“ lesen, in dessen Zentrum eine der ältesten Figuren der Mythologie, der Drache, steht. Und er wird über die Rolle des Mythos in der modernen Fantasyliteratur sprechen.

Zur Ausstellung:

MYTHOS, Begriff, fest im Würgegriff von Werbung, Showbiz, Politik – jedoch, umgangssprachlich, Zweifel, Übertreibung, Unwahrheit.

MYTHOS, Fispern und Wispern vom Auftakt der Kultur; staunen, Höhlenmalerei, Felszeichnung, Skulptur. Bilder von nicht Sichtbarem – jedoch tief im Körperlichen versenkt. Namenloses, allein unseren Emotionen zugänglich, vorbewusstes, ererbtes Wissen. In Symbolen ist uns Mythos vertraut, im Gleichnis, in Legenden und Geschichten können wir dem Mythos trauen. Hervorgetreten aus einer Zeit, da Höhlen Vagina und Felsen Knochen von Gaia sind, Urmutter – Neumond, Vollmond, Schwarzmond – Menstruation, Tod, Wiedergeburt.

Barbara Matz-Langsiepen bereist jene mythischen Orte im Norden Europas. Skizzen, Tagebücher und Objekte sind der Grundstock für ihre Arbeit im Atelier – Landschaften und Gestalten stehen auf – Gemälde, Zeichnungen, Collagen.

„MYTHOS IST DER ERSTE NAME AUS DER NACHT, AUS DER ERDE, AUS DEM CHAOS! Alles Weltvertrauen fängt mit den Namen an, zu denen sich Geschichten erzählen lassen.“ (Hans Blumenberg)

Eine Veranstaltung des Lese-Zeichen e.V. mit der Villa Rosenthal.

Jan
13
Fr
Literatursalon des Südthüringer Literaturvereins in Suhl
Jan 13: 18:00
Literatursalon des Südthüringer Literaturvereins

 

Offenes Forum für Autoren und Literaturfreunde mit Autoren der Region. Neue Texte werden vorgestellt und debattiert. Neueinsteiger sind herzlich willkommen.

Jan
14
Sa
Lesung mit Daniela Danz in Kranichfeld
Jan 14: 19:00

Daniela Danz liest aus ihrem Roman „Lange Fluchten“.

Jan
19
Do
Lesung mit Tim Holland in Weimar
Jan 19: 20:00

„vom wuchern“ – Lesung mit Tim Holland

Das Nachbarschaftsjahr 2017 startet mit einer Lesung des Berliner Autors Tim Holland. Im Rahmen der Ausstellung ALLE ACHTUNG! Zur Ökonomie der Aufmerksamkeit liest er aus seinem Debüt »vom wuchern«, einer zweitseitigen Faltkarte, die den Rahmen und die Formen herkömmlicher Gedichtbände sprengt und neu definiert.

„Es geht um Fukushima, Berichterstattung und (mediale) Katastrophen, um Liebe, da geht es dann auch um asymptotische Annäherung, wo man crashen wollen würde, es geht um Territorialverhalten und um Imitation, um Bespitzelung, Singen, es geht um den Wald, um Wiese, das Meer, nicht um den Strand, aber das Ufer und das Wasser“, schreibt der Berliner Lyriker Tim Holland über seinen 2016 erschienenen Debütband vom wuchern. Musikalisch begleitet wird der Abend vom Klarinettisten Moritz Schneidewendt.

Moderation: Peter Neumann.

Die Lesung ist einer Veranstaltung der ACC Galerie Weimar in Kooperation mit der unabhängigen Lesereihe In guter Nachbarschaft.

Jan
22
So
Lesung und Gespräch mit Horst Hussel in Altenburg
Jan 22: 15:00

»Eine Palme in Altenburg« – Lesung mit Horst Hussel

 

Sie besteht zwar nur aus Papier und doch ist diese Palme ein ansehnliches Gewächs: seit 23 Jahren dokumentiert und erschließt die Thüringer Literaturzeitschrift „Palmbaum“ den geistigen Reichtum des Lands der Mitte. Zudem erscheinen die Hefte mit Einbänden heutiger Künstler, die mit Mitteldeutschland verbunden sind.

Das aktuelle Heft ist Gustav Freytag gewidmet und enthält u.a. einen Beitrag über die verhinderte Fassbinder-Verfilmung des Romans „Soll und Haben“. Den Einband hat Strawalde gezeichnet – einer der wichtigsten Maler der Gegenwart. Der zweifellos bedeutendste Zeichner Thüringens war Gerhard Altenbourg – ein Poet unter den Malern und Maler unter den Poeten. 1959 begann seine Freundschaft mit Horst Hussel, einem damals 25 jährigen Kunst-Studenten, der davor schon zweimal an DDR-Hochschulen exmatrikuliert wurde – wegen „Dekadenz und Formalismus“. Beide gingen sie ihren eigenen Weg, ließen sich weder von Restriktionen beirren, noch von Moden verführen. Der „Palmbaum“ bringt Auszüge aus ihrem Briefwechsel, die zeigen, was sie verband: ihre Liebe zu Außenseitern, zu Witz und Phantasie.

Soeben sind sämtliche Briefe, Grafiken und teils erstveröffentlichte Fotografien der beiden unter dem Titel „Mit Salut und Flügelschlag“ in der Edition Ornament erschienen.

Am 22. Januar stellt Horst Hussel, mit 82 Jahren nun selbst ein Meister der Grafik und Buchgestaltung, im Gespräch mit dem Palmbaum-Redakteur Jens-Fietje Dwars die Zeitschrift und den Briefwechsel in der neuen Altenbourg-Ausstellung des Lindenau-Museums vor.

Jan
25
Mi
Papiertheater mit Ulrike Richter in Heiligenstadt
Jan 25: 19:30

Ulrike Richter zeigt im Papiertheater Theodor Storms »Immensee« (1849)

Ulrike Richter liest die Erzählung, zeigt das Papiertheater und singt Storm-Gedichte, die sie mit Melodien des 19. Jahrhunderts unterlegt und auf der Hakenharfe begleitet.

Paula Richter hat Theodor Storms 1849 entstandene Novelle Immensee mit atmosphärischen Bildern, Figuren und Scherenschnitten für das Papiertheater gestaltet.

Jan
27
Fr
Eine kulinarische Reise durch die Kulturgeschichte des guten Benehmens im Schillerhaus Rudolstadt
Jan 27: 18:30

Eine kulinarische Reise durch die Kulturgeschichte des guten Benehmens − Menü in vier Gängen mit dem Freiherrn von Knigge

Just 1788, im Jahr des Rudolstädter Sommers erschien das Buch „Über den Umgang mit Menschen“, das seinen Autor Friedrich Freiherr von Knigge, den auch Schiller schätzte, zu einem Synonym guten Benehmens machte, wenn es ihm auch vornehmlich um das richtige menschliche Miteinander ging. Die Leipziger Knigge-Expertin Frauke Weigand, der über sein Leben plaudernde Freiherr selbst, alias Dietmar Schulze, und Musik (Gitarre und Gesang von Andreas Mocker) begleiten das Vier-Gänge-Menü, das vom Restaurant „Schiller!“ serviert wird − bei dem natürlich auch unterhaltsame Fragen zur Geschichte des Benehmens bei Tisch nicht zu kurz kommen.

Begrenzte Platzzahl, bitte bis 13. Januar reservieren!
Im Eintrittapreis ist ein 4-Gänge-Menü enthalten.

Lesung mit Udo Schneider in Suhl-Heinrichs
Jan 27: 19:30

„Thailand, eine Liebe. Reise in den Isan“ – Lesung mit Udo Schneider

 

In der ersten Kulturveranstaltung des neuen Jahres im Rahmen der Reihe „Freitagssalon“ des Provinzkultur e.V. stellt der Suhler Autor Udo Schneider in seiner Reisebeschreibung in Romanform ein weitgehend unbekanntes Reiseziel im Nordosten Thailands vor, den Isan. Amporn R. Mooldech, die Hauptdarstellerin dieser wahren Geschichte, ist unweit der Distrikthauptstadt Ubon Ratchathani geboren und nach langer Zeit in Deutschland zu ihrer Familie und ihren mittlerweile erwachsenen Söhnen zurückgekehrt.

Udo K. Schneider wurde 1956 in Breitenbach/Thüringen geboren und lebt seit 1984 in der kreisfreien Stadt Suhl. Er ist leitender Mitarbeiter eines großen deutschen Krankenversicherungsvereines, Diplomingenieur und freier Autor.

Jan
28
Sa
»Sarah Kirsch schreibt für Kinder« Auftaktveranstaltung 2017 in der Dichterstätte Sarah Kirsch in Limlingerode
Jan 28: 14:30

»Sarah Kirsch schreibt für Kinder« – Sarah Kirschs Dichtungen für Kinder – Texte, Bilder, Vertonungen – Auftaktveranstaltung in der Langen Reihe 11 in Limlingerode

Regen, Regen, nichts als Regen, wie er auf die Blätter springt …

Vor 20 Jahren, man schrieb das Jahr 1997, kam die Dichterin Sarah Kirsch, geboren als Ingrid Hella Irmelinde Bernstein in ihren Geburtsort Limlingerode zurück, wo sie im Haus Lange Reihe 11 am 16. April 1935 zur Welt kam, und las in der evangelischen Kirche unter dem frisch restaurierten barocken Taufengel ihre Gedichte. Seit 20 Jahren ertönt nun regelmäßig Lyrik im Dorf an der Sete am Südharzrand, auch im grünen grünen Juni, als sich zwei Gewitter begegneten. Mit diesem Gedicht leitete die Kirsch am 4. Juni 1997 ihre Lesung ein. Seit dem hat Lyrik im Ort ein zu Hause, seit Ende 2002 im restaurierten Geburtshaus, und es gibt den Dichterweg „Grüner Junipfad“, der in den Wald führt zu dem Erdfallsee. Verse erklingen unter den Bäumen.

 

Werke, aus denen am 28. 1. 2017 vorgetragen wird:

  • 1965 Buch „Die betrunkene Sonne“ erscheint mit Bildern von Erich Gürtzig bei Dr. Herbert Schulze Buch- und Kunstverlag Nachfolge, Leipzig. Es war 1963 in „Die kleine Hörspielstunde“ im Rundfunk gesendet worden.
  • 1968/69 „Die betrunkene Sonne. Für Sprecher und Orchester. Ein Melodram für Kinder“, Text Sarah Kirsch, Musik Tilo Medek, kommt als Schallplatten – „Oper“ in Leipzig bei Peters heraus. Ist eines der am häufigsten gespielten Werke Medeks. Uraufführung am 15. Januar 1969 in Brandenburg. Dazu Noten-Fassung für Sprecher&Klavier zu vier Händen.
  • 1972 „Hänsel und Gretel, eine illustrierte Geschichte für kleine und große Leute nach der gleichnamigen Märchenoper von Engelbert Humperding …“, neu erzählt von Sarah Kirsch, mit farbigen Bildern von Werner Klemke und einem illustrierten Notenheft mit ausgewählten Stücken für Klavier bei Edition Peters Leipzig. Die Schallplatte erscheint ebenfalls bei Edition Peters.
  • 1975 „Caroline im Wassertropfen“, eine Geschichte für Kinder mit Bildern von Erdmut Oelschlaeger, Berlin, Verlag Junge Welt
  • 1975 „Die Igeltreppe“, ein modernes Märchen mit Musik, Text Sarah Kirsch, Komponist und und Dirigent Georg Katzer, Aufnahme des Rundfunks der DDR, herausgegeben von NOVA in Stereo
  • 1975 „Zwischen Herbst und Winter“, ein Kinderbuch mit Bildern von Ingrid Schuppan, Kinderbuchverlag Berlin
  • 1977 Sarah Kirsch „Das Lied von der Heerfahrt Igors“ mit Illustrationen von Norbert Pohl, in: „Sagen und Epen der Welt neu erzählt“, Kinderbuchverlag Berlin
  • 1978 „Ein Sommerregen“, ein Text zum Bilderbuch von Kota Taniuchi, Friedrich Wittig Verlag Hamburg
  • 1979 „Wind“ und „Schatten“, zwei Bilderbücher mit Bildern von Kota Taniuchi, Friedrich Wittig Verlag Hamburg
  • 1980 „Hans mein Igel“, erzählt nach dem Märchen der Gebrüder Grimm, mit Bildern von Paula Schmidt, Middelhauve Köln.
  • 1983 „Zwischen Herbst und Winter“ mit Bildern von Kurt Mühlenhaupt, Middelhauve Köln.

Es lesen Heidelore Kneffel, Karen Aurin, Roswitha Lamster und Heinke Richter.

Jan
29
So
Literaturland Thüringen unterwegs … in Viersen
Jan 29: 11:00

Lesung mit Jürgen K. Hultenreich und Wolfgang Haak

In Abwandlung des Satzes »Das Vaterland ist ein physikalisches Rätsel. Man sieht sein Inneres besser von außen.« von Franz Carl Endres geben die Schriftsteller Jürgen K. Hultenreich (Berlin) und Wolfgang Haak (Weimar) einen literarischen Einblick in die Literaturlandschaft Thüringens.

  • Begrüßung: Dr. Albert Pauly (Vorsitzender des Vereins für Heimatpflege e.V.  Viersen)
  • Einführung: Christoph Schmitz-Scholemann (Vorsitzender des Thüringer Literaturrates e.V.

Jürgen K. Hultenreich, geboren 1948 in Erfurt, lebt seit 1985 als freischaffender Schriftsteller und bildender Künstler in Berlin-Wedding. Mit »Die Schillergruft« (2013 Edition A. B. Fischer) hat er einen Roman vorgelegt, der die DDR von einer Seite zeigt, über die man auch heute noch wenig weiß.  Es ist die Geschichte des Helden Georg Hull, der sich nach seiner Verhaftung wegen eines illegalen Grenzübertritts vor Gericht mit Schillerzitaten verteidigt und deshalb in die Psychiatrie eingewiesen wird, wo man mit Hilfe von Medikamenten und Elektroschocks ein Geständnis von ihm zu erzwingen versucht. Es ist eine eindrucksvolle Parabel auf eine kranke Gesellschaft, wie man sie selten in der deutschen Literatur findet. Kaum ein Roman von dieser erzählerischen Wucht ist bislang über die DDR geschrieben worden.
Neben dem Roman »Die Schillergruft« legte Jürgen K. Hultenreich mehrere Bände mit Erzählungen und Aphorismen vor. Hultenreich ist ein Flaneur. In Eckkneipen, auf der Straße, vorzugsweise im Berliner Wedding, laufen ihm die Geschichten und Bilder der Großstadt zu, die in seinen Texten zu eigenem Leben erweckt werden. Nicht zu vergessen sind seine Erzählungen, die im Erfurter Milieu spielen.

Wolfgang Haak, 1954 in Genthin geboren, lebt seit Anfang der 1970er Jahre in Thüringen. Neben seinem Beruf als Lehrer hat der Dichter und Prosasautor eine Reihe von Büchern mit poetischer Prosa in Kurzform vorgelegt. Titel wie „Lebensumwege“ oder „Treibgut – Warmzeit“ spielen auf Sujets an, die in der Mitte der Gesellschaft verwurzelt sind und zugleich ihre Ränder ausloten. Zuletzt erschien von ihm der Roman »Zeitumstellung«.
In der Nacht zwischen Sommer und Winterzeit, in der die Uhren für eine Stunde stille stehn, zieht es Tobler, den unheldischen Helden des vorliegenden Romans, in die halb verfallene Ruine eines Mietshauses. Die leeren Räume füllen sich mit seinen Erinnerungen an eine vergangene Zeit in einem vergangenen Land. Augenblicke der Furcht und des Mutes, der Hoffnung und Verzweiflung verdichten sich in Alltagsgeschichten zu einem Panorama der DDR in ihrer Endzeit. Alles ist in Zwielicht getaucht, unentschieden zwischen Aufbruch und Untergang rücken die Bilder der Vergangenheit berührend und manchmal auch bedrückend nahe, plastisch und surreal wie im Traum. Hohes und Niederes vermengen sich, Komik und Tragik zugleich. „Damit wir uns nicht verirren in dieser Dunkelheit“ – dem Dunkel, aus dem wir kommen und dem wir zugleich unsere Lebenskräfte verdanken.

Eine Veranstaltung des Thüringer Literaturrates e.V. in Zusammenarbeit mit dem Verein für Heimatpflege e.V. Viersen. Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung der Thüringer Staatskanzlei in der Reihe »Literaturland Thüringen unterwegs« statt, in der der Thüringer Literaturrat regelmäßig Literatur aus und über Thüringen in anderen Bundesländern und außerhalb Deutschlands vorstellt.

Albert-Camus-Lesung in Weimar
Jan 29: 17:00

Als wir noch Bücher lasen … Die besondere Bücher-Lese im Hotel Elephant:

Albert Camus »Der erste Mensch«.

Feb
1
Mi
Buchvorstellung zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismusin Weimar
Feb 1: 19:00

»Ilse Weber – Porträt einer tschechischen Schriftstellerin in Selbstzeugnissen, ihren Briefen und Gedichten aus Theresienstadt, ihr Leben und Tod in Auschwitz« – eine Veranstaltung anlässlich des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus (27.1.) mit Angela Egli-Schmidt, Johannes Bock, Johannes Steinhöfel.

Veranstalter: Kulturdirektion der Stadt Weimar, Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus, Eckermann-Buchhandlung, Literarische Gesellschaft Thüringen e.V.

Feb
2
Do
Lesung mit Frank Quilitzsch auf Burg Ranis
Feb 2: 19:30

Im Frühjahr 2015 kehrt Frank Quilitzsch nach China zurück, um noch einmal jene Orte aufzusuchen, an denen er vor 25 Jahren unterrichtet hat. Schon kurz nach der Landung reiben sich die Erinnerungen an der bizarren chinesischen Gegenwart. Damals, 1989, war gerade der Studentenaufstand auf dem „Platz des Himmlischen Friedens“ niedergeschlagen worden, die Gesellschaft wirkte gelähmt, und auf den Straßen fuhren fast nur Fahrräder. Jetzt boomt die Wirtschaft, recken sich Wolkenkratzer in den Himmel und verkehren Expresszüge zwischen den Millionenstädten. Doch wie geht es den Menschen? Eigentlich sucht der Rückkehrer seine Studentin Wang Wei. Er findet ihre Kommilitonin Shi Xingguo, die ihn von Beijing nach Nanjing, Suzhou und Shanghai begleitet. In Nanjing treffen sie alte Uni-Kollegen, die zu dem Massaker noch immer schweigen, lernen jüngere kennen, die eine Aufarbeitung fordern, und stoßen auf eine neue Studentengeneration, für die das bereits Geschichte ist.

Der durch seine Vietnam-Bücher und heiteren Erinnerungsbände („Dinge, die wir vermissen werden“) bekannte Autor und TLZ-Redakteur lässt sich erneut von der asiatischen Kultur und Poesie verzaubern und wird vom modernen China überwältigt. Quilitzsch ist per Fahrrad, Bus und Transrapid unterwegs, begegnet Mao, Konfuzius und Deng Xiaopings Katze und lüftet das Rätsel um die Kopie des Weimarer Goethe-Schiller-Denkmals in Anting.

Eine Veranstaltung des Lese-Zeichen e.V. mit Unterstützung der GGP Media GmbH.

Feb
3
Fr
Lesung mit Patricia Prawit in Erfurt
Feb 3: 16:00

Lesung mit Patricia Prawit: Ritter Rost.
Musikalische Lesung mit dem Burgfräulein Bö

Mehr als 20 Jahre Ritter Rost und kein Ende in Sicht. Mit einem Kinofilm und der Fernsehserie sind die Autoren Jörg Hilbert und Felix Janosa und ihr „etwas anderer Superheld“ Ritter Rost in der Top-Liga der Kinderunterhaltung angekommen. Aber angefangen hat alles, wie so oft, mit einem guten Buch. Bei Ritter Rost sind daraus mittlerweile über 15 Bände geworden und Patricia Prawit, die Originalstimme des Burgfräuleins, möchte Kleine und auch Große in diese wunderbare Bücherwelt von Ritter Rost entführen. Zusammen mit Grafiken und Musik erweckt sie alle lustigen und schrulligen Charaktere der Geschichten in einer einzigartigen One-Woman-Show, die einem Mini-Musical ähnelt, zum Leben.

Patricia Prawit … Pardon! … das Burgfräulein Bö tanzt, tobt, wirbelt, trällert und rockt über die Bühne, bezieht die Kinder ins Geschehen ein und entführt sie in den Fabelwesenwald. Übrigens sind auch „große Kinder“ unbedingt bei den Veranstaltungen erlaubt und dringend erwünscht. Denn der Wortwitz richtet sich nicht immer und nur an die Kinder, und so kommen auch Erwachsene bei den Veranstaltungen auf ihre Kosten.

Lesung mit Bruno Preisendörfer in Rudolstadt
Feb 3: 19:30

»Line und ihre Zeit« – Lesung mit Bruno Preisendörfer über das Alltagsleben der Goethezeit

Ein Buch, das seinesgleichen sucht: „Als Deutschland noch nicht Deutschland war. Reise durch die Goethezeit“. Der Autor Bruno Preisendörfer, in dem sich der Kenntnisreichtum des Wissenschaftlers mit der Darstellungskunst des Romanschriftstellers glücklich vereinen, hat Hunderte von Büchern und Zeitzeugnissen gelesen und daraus ein lebendiges Bild der Goethezeit gewonnen. Er nimmt den Leser mit auf eine überaus lehrreiche Zeitreise: übers Land, durch die Stadt, in die Salons, Gesindestuben, Krankenhäuser, an die Eßtische und in die Betten einer Zeit, in die Caroline von Wolzogen heute vor 254 Jahren hineingeboren wurde.

Feb
5
So
Hans-Fallada-Lesung mit Jörg Gudzuhn und Albert Pasch in Meiningen
Feb 5: 19:00

Am 5. Februar 1947 starb Hans Fallada. Aus Anlass des 70. Todestages des großen deutschen Schrift­stel­lers wird in den Kammerspielen an sein Leben und sein Werk erinnern. Jörg Gudzuhn und Albert Pasch werden Ernstes und Heiteres von Fallada lesen. Danach sehen Sie in der Reihe Volks­licht­spiele den Film »Fallada – Letztes Kapitel« mit Jörg Gudzuhn in der Titelrolle.

Feb
6
Mo
Sebastian ist krank #10 – Poetry-Slam in Jena
Feb 6: 20:00

Wir sind Slam-Poeten, Storyteller, Lyriker, Prosaisten und Ex-Grundschüler. Wir sind mehrfach mit Preisen und Titeln überschüttete Literaten, die sich an schlechten Wortspielen versuchen. Wir entfesseln mal tosenden Applaus, mal zum Zerreißen gespannte Stille und sind dabei stets mindestens so mittel. Wir sind Jenas junge, beste und einzige monatliche Lesebühne. Wir sind Sebastian ist krank. Wir? Das sind: Die sagenumwogene Elli Linn, Der legendenumrankte Steve Kußin und der fabelhafte Friedrich Herrmann. Und natürlich Sebastian (Sebastian ist krank). Mit dabei sind wieder Gäste.

Feb
13
Mo
Buchvorstellung mit Volker Müller in Greiz
Feb 13: 19:00

Der Schriftsteller Volker Müller stellt seinen zu Jahresbeginn im Stadtrodaer UND-Verlag erschienenen Roman „Corvette Menz“ vor.

Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung der Greizer Reihe „Prominente im Gespräch“ von den Jazzmusikern Ronny Kerl (Gitarre), Peer Salden (Saxofon/Klarinette) und Harald Seidel (Bassgitarre).

 

Der Roman-Erstling Müllers führt in die fiktive Provinzstadt Borkenste. Ein Zufall bringt zwölf Jahre, nachdem sich im Land eine gesellschaftliche Umwälzung ereignet hat, die gutsituierte Familie Treibmann und die in ausgesprochen bescheidenen Verhältnissen lebende Familie Menz zusammen. In der Folge kommt es zu einer Liaison zwischen den Kindern, der klugen, aber jeden gesellschaftlichen Ehrgeiz vermissen lassenden Corvette Menz und Lenart Treibmann, einem mittleren Beamten, der gleichfalls alles andere als ein erfolgsversessener Überflieger ist. Die Beziehung wirft ungeachtet der neuen, besseren Zeit, in der man lebt, Probleme auf. Der Leser lernt darüber hinaus eine Fülle weiterer Personen und Konstellationen kennen und kann deshalb das Buch nach eigenem Gutdünken verstehen als Liebes-, Frauen-, Wende-, Zeit- oder Bürokratieroman, als Wirtschaftskrimi oder klammheimliches Verwirrspiel in Prosa, nicht zuletzt aber auch als – allerdings nicht durchweg schmeichelhafte – Liebeserklärung an die Provinz. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Nur hinsichtlich des literarischen Vorbilds, dem der Autor mit dem ihm gegebenen Kräften nachzueifern sucht, dürfte der Ermessensspielraum gegen Null tendieren.

Feb
14
Di
Lesung mit Carmen Barann in Heiligenstadt
Feb 14: 16:00

»Um 16 Uhr zum Tee bei Theodor Storm«

Carmen Barann plaudert über Fanny Mendelssohn (1805-1847) und liest aus den Tagebüchern und Briefen aus Italien 1839/40.

Fanny Mendelssohn, verheiratet mit dem Maler Wilhelm Hensel, ist als Komponistin noch genauso zu entdecken wie als Briefschreiberin in der großen Tradition der Romantik. Die Briefe und Tagebuchaufzeichnungen ihrer Italienreise 1839/40 gehören zu den charmantesten und lebendigsten Zeugnissen unter den vielen zeitgenössischen Berichten aus dem „Land der Poesie“.

Feb
15
Mi
Veranstaltung zum 520. Geburtstag von Philipp Melanchthon in der Forschungsbibliothek Gotha
Feb 15: 18:15

Die Forschungsbibliothek Gotha bewahrt eine der wichtigsten Sammlungen handschriftlicher Originale von und zu Philipp Melanchthon, der vor 520 Jahren im Jahr 1497 geboren wurde. Anlässlich dieses Jubiläums möchte die Forschungsbibliothek an die Aktivitäten zur Erforschung des bedeutenden Reformators in Gotha erinnern.

Dr. Daniel Gehrt, Reformationshistoriker und langjähriger wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsbibliothek, wird seine neuesten Ergebnisse unter dem Titel „300 Jahre Melanchthonforschung in Gotha“ vorstellen. Anschließend präsentiert die Bibliothek ihre neue Publikation „Melanchthon in Gotha. Eine Sammlungs- und Forschungsgeschichte“.

Die Publikation und die Veranstaltung sind dem langjährigen Direktor der Forschungsbibliothek, Dr. Helmut Claus, gewidmet, der 2014 eine vierbändige Melanchthon-Bibliographie herausgegeben hat.

Im Anschluss an die Veranstaltung lädt der Freundeskreis der Forschungsbibliothek Gotha e.V. zu einem Empfang ein. Bitte teilen Sie uns Ihre Teilnahme bis zum 8. Februar 2017 mit (Tel. 0361/737 5530, bibliothek.gotha@uni-erfurt.de).

  • Hinweis: Zeitgleich findet die Vereidigung der Rekruten des 13. Aufklärungsbataillons der Friedensteinkaserne Gotha auf dem Schlosshof statt. Es kann möglicherweise zu Personenkontrollen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Feb
16
Do
Lesung und Gespräch mit Christiane zu Salm in Weimar
Feb 16: 18:00

»Dieser Mensch war ich – Nachrufe auf das eigene Leben« – Lesung mit Christiane zu Salm in der Lese- und Gesprächsreihe »Von der Bereitung zum Sterben – Gespräche über Leben und Tod«.

Feb
17
Fr
Lesung mit Thomas Melle in Jena
Feb 17: 19:30

Thomas Melle liest „Die Welt im Rücken“

Thomas Melle leidet seit vielen Jahren an der manisch-depressiven Erkrankung, auch bipolare Störung genannt. Nun erzählt er davon, erzählt von persönlichen Dramen und langsamer Besserung – und gibt einen außergewöhnlichen Einblick in das, was in einem Erkrankten vorgeht. Die fesselnde Chronik eines zerrissenen Lebens, ein autobiografisch radikales Werk von höchster literarischer Kraft.

Eine Sammlung begeisterter Stimmen: „Ein Sprachwunder … ein großes erzählerisches Werk“ (Die Zeit). „Ein ungemein berührendes Buch … Wer es liest, gewinnt: an Einsicht, an Verständnis, an einer neuen Sicht der fragilen menschlichen Psyche.“ (dpa). „Das Buch hat mich berührt wie lange keines.“ (Der Spiegel). „Das ist kein Roman, das ist der Hammer … Grandiose Literatur.“ (Berliner Zeitung).

Tickets sind im Vorverkauf in der Thalia-Buchhandlung in der Neuen Mitte und an der Abendkasse erhältlich.

Eine Veranstaltung des Lese-Zeichen e.V. mit der Villa Rosenthal und der Thalia Buchhandlung Jena mit freundlicher Unterstützung von ZEISS und der Sparkassenstiftung Jena-Saale-Holzland.

Feb
18
Sa
»Winter« – Poetische Jahreszeiten im Kulturgut Ulrichshalben
Feb 18: 19:30

Poetische Jahreszeiten – Winter

Der geniale Pianist, Improvisator und mehrfache Echo-Klassik-Preisträger Tobias Forster bringt gemeinsam mit dem in Jena lebenden Philologen, Kunsthistoriker, Germanisten und „Sprechsteller“ Martin Stiebert mit Musik und Poesie den Winter zum blühen…

Eine Veranstaltung des Kulturguts Ulrichshalben in Kooperation mit dem Thüringer Literaturrat e.V.

Lesung mit Kinga Tòth und anderen in Erfurt
Feb 18: 20:00

In guter Nachbarschaft mit Erfurt. Es liest u.a. Kinga Tòth.

Moderation: Mario Osterland.

Veranstalter: Literarische Gesellschaft Thüringen e.V. in Kooperation mit dem Literaturfestival Erfurt, hEFt für Literatur, Stadt und Alltag und dem HUNT-Magazin für Fotografie.

Feb
21
Di
»Hautnah« – Mundart-Lesung in Meiningen
Feb 21: 19:00

Die aktuelle Mundartszene zwischen Thüringer Wald, Grabfeld und Rhön ist weiblich:

Seit drei Jahren sorgen Rita Fulsche, Roswitha Kessler, Marlies Röder, Anita Ruszwurm, Renate Schreyl und Christel Siegmund mit Gedichten und Geschichten im heimatlichen Dialekt für volle Stuhlreihen im Baumbachhaus.

Wieder mit dabei ist die Gruppe „Leimtiegel“ aus Neubrunn, die seit über dreißig Jahren beweist, dass sich Volksmusik auch ohne Herzbuben-Schmalz an Frau und Mann bringen lässt.

Lesung mit Rainer Hohberg in Lippersdorf
Feb 21: 19:30

„Gespenstisches aus der Thüringer Sagenwelt“ – Lesung mit Rainer Hohberg

Erneut hat sich Rainer Hohberg aufgemacht, Sagengeheimnissen auf den Grund zu gehen. Diesmal ist er Gespenstern und anderen fantastischen Wesen auf der Spur, von denen es in Thüringens Sagenwelt nur so wimmelt. Was hat es mit den verwunschenen Seelen auf sich, die an der Saale als Irrlichter ihr gaukelndes Spiel treiben? Haben sich Thüringer Weibsbilder bei Mondschein tatsächlich in schauerliche Werwölfe verwandelt? Und woher stammen die kopflosen Ritter, Hexen und Teufel, verführerischen Nixen und Elfen, Korndämonen und Moosleute, hilfreichen Wichtel und Schutzengel, welche die Menschen zwischen Kyffhäuser und Rhön Jahrhunderte lang begleitet haben und dies womöglich noch heute tun? Dem Sagendetektiv ist wieder ein spannendes Buch gelungen.

LEA – Lesebühne Erfurter Autoren
Feb 21: 20:00

LEA – Lesebühne Erfurter Autoren

Natürlich gibt es auch wieder ein neues Thema und die Möglichkeit einen Essensgutschein für zwei Personen in „Billes Restaurant“ zu gewinnen.

Moderiert wird LEA von Andreas Budzier.

Natürlich bleibt LEA offen und jeder, der auch so mitmachen möchte, kann sich sehr gerne melden. Wer als Lesender dabei sein möchte, kann sich einfach bei a.budzier(at)highslammer(dot)de melden.

LEA ist ein Gemeinschaftsprojekt von HIGHSLAMMER e.V., Literarische Gesellschaft Thüringen e.V. sowie hEFt für literatur, stadt und alltag. Mit der freundlichen Unterstützung der Thüringer Staatskanzlei.

Links: www.highslammer.de, www.heft-online.de

Feb
22
Mi
Lesung mit Henning Westphal in Heiligenstadt
Feb 22: 18:00

Henning Westphal liest an zwei Abenden (am 22. und 23. Januar) aus Theodor Storms Meisternovelle »Der Schimmelreiter« (1888).

 

Storm verlegte die ursprünglich westpreußische, an der Weichsel spielende Deichsage vom „gespenstigen Reiter“, der nach seinem Tod als Wiedergänger im Aberglauben des Volkes weiterlebt, in die mit überwältigenden Sprachbildern beschworene heimatliche Meerlandschaft. Im Kampf mit den Naturgewalten vollzieht sich hier Aufstieg und Untergang des Deichgrafen Hauke Haien.

Feb
23
Do
Lesung mit Henning Westphal in Heiligenstadt
Feb 23: 18:00

Henning Westphal liest an zwei Abenden (am 22. und 23. Januar) aus Theodor Storms Meisternovelle »Der Schimmelreiter« (1888).

 

Storm verlegte die ursprünglich westpreußische, an der Weichsel spielende Deichsage vom „gespenstigen Reiter“, der nach seinem Tod als Wiedergänger im Aberglauben des Volkes weiterlebt, in die mit überwältigenden Sprachbildern beschworene heimatliche Meerlandschaft. Im Kampf mit den Naturgewalten vollzieht sich hier Aufstieg und Untergang des Deichgrafen Hauke Haien.

Lesung mit Franziska Kuschel in Teistungen
Feb 23: 19:00

Schwarzhörer, Schwarzseher und heimliche Leser. Die DDR und die Westmedien

Lesung mit Franziska Kuschel
Moderation: Franz-Josef Schlichting, LZT

­­
Die DDR konnte sich nur im geringen Maße gegenüber den westlichen
Medien abschotten. Auf diese Weise entstand hier eine komplexe
Mediengesellschaft, die Radio, Fernsehen, aber auch Publikationen
aus zwei Systemen konsumierte und damit alltäglich die
SED-Diktatur herausforderte.
Franziska Kuschel untersucht zum einen die Strategien des Staates,
den Konsum westlicher Medien zu verhindern oder wenigstens zu
kontrollieren und einzudämmen, die vor allem in den 1950er und
60er Jahren die Kriminalisierung der sogenannten „geistigen Grenzgänger“
einschlossen. Zum anderen nimmt sie Strategien der Mediennutzer,
diesem Druck zu begegnen und auszuweichen unter die
Lupe. Erstmals wird so das Wechselverhältnis zwischen staatlicher
Kontrolle und der eigensinnigen Aneignung der Medien analysiert.
Der alltägliche Gebrauch westlicher Rundfunk- und Fernsehprogramme
sowie westlicher Printmedien in der DDR hatte selbst unter den
Bedingungen einer Diktatur emanzipatorische Wirkungen, wenngleich
die Konsumenten dies zunächst nicht politisch dachten. Er
war somit Teil eines langfristigen gesellschaftlichen Wandels in der
DDR.
Franziska Kuschel, geb. 1980, Dr. phil., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin
am Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) in Potsdam.
Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität
zu Berlin sowie als Referentin bei der Enquete-Kommission
zur Aufarbeitung der SED-Diktatur des Landtags Brandenburg tätig.
Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Rotstift – Medienmacht, Zensur
und Öffentlichkeit in der DDR“.

Feb
25
Sa
Lesung und Vortrag über Friedrich Rückert in der Dichterstätte Sarah Kirsch in Limlingerode
Feb 25: 14:30

„Das ihr erkennt: Weltpoesie allein ist Weltversöhnung.“ und „Sprachkunde ist Grundlage allen Wissens.“ – Lesung und Vortrag über Friedrich Rückert (1788-1866), Dichter, Sprachgelehrter, Übersetzer, einer der Begründer der deutschen Orientalistik, von Heidelore Kneffel und Karin Kisker.

Shakespeares Sonette und Musik von John Dowland im Schillerhaus Rudolstadt
Feb 25: 19:30

Liebe & Nacht „Mit Augen hören, das ist feinstes Lieben“ − Shakespeares Sonette und Musik von John Dowland

Kein Werk der Weltliteratur außer der Bibel ist öfter ins Deutsche übersetzt worden als die 1609 erschienenen Sonette William Shakespeares. Immer wieder wurde gerätselt, wer der junge, vom Dichter angebetete Mann wohl sei und wer die geheimnisvolle „dark lady“. Shakespeares Themen: Liebessehnsucht und -verrat, Anziehung und Eifersucht, Vergänglichkeit und Tod haben über die Jahrhunderte nichts von ihrem Reiz verloren, den sie nicht zuletzt auch auf Schiller und Charlotte, deren Hochzeitstag sich gerade zum 227. Mal gejährt hat, ausübten.
Es lesen Dr. Sonja Bründl-Price und Christine Hansmann zur Musik von Luise Hecht (Sopran) und Christian Rosenau (Gitarre).

Feb
28
Di
Lesung mit Martin Sabrow in Suhl
Feb 28: 19:00

Erich Honecker. Das Leben davor – 1912–1945
Lesung mit Martin Sabrow
Moderation: Franz-Josef Schlichting, LZT

Nichts verkörpert die DDR so sehr wie das maskenhafte Gesicht
Erich Honeckers, dem der Parteiapparat eine kommunistische
Musterbiographie maßschneiderte, der auch
westdeutsche Biographen weitgehend gefolgt sind. Martin
Sabrow zeigt auf Grundlage zahlreicher unbekannter Quellen
erstmals, welche überraschenden Brüche und Nebenwege
das Leben des saarländischen Jungkommunisten vor seiner
Karriere als Parteifunktionär prägten. Seine Jugendbiographie
Honeckers ist zugleich eine faszinierende Fallstudie über ein
waghalsiges Leben in Deutschland im Bannkreis von Stalinismus
und Faschismus.

Martin Sabrow ist Professor für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte
an der Humboldt-Universität zu Berlin und Direktor
des Zentrums für Zeithistorische Forschung (ZZF) in Potsdam.

Mrz
2
Do
Lesung mit Emma Braslavsky in Weimar
Mrz 2: 08:06

Lesung mit Emma Braslavsky: Leben ist keine Art mit einem Tier umzugehen

Moderation: Christoph Schmitz-Scholemann

Ein Paar im besten Alter: Jo, eine selbstsüchtige Enddreißigerin, zelebriert die schillernde Fassade einer Möchtegern-Weltverbesserin und lebt vom Geld ihres Mannes; Jivan, ein latent chauvinistischer Mittvierziger, heuchelt als selbstzufriedener Sexist den Feministen, manipuliert seine Frau nach Belieben und wird dabei selbst ahnungsloses Opfer seines Vaters und seiner feigen Selbsttäuschungen. Die blutjunge Roana wird von ihrem Vater zum einsamsten Vulkan dieser Erde geschickt, damit sie endlich zur Vernunft kommt. Sie macht sich stattdessen auf zu einer gewagten Suche nach dem Sinn des Lebens. Und eine unberührte, staatenlose Insel, die von einem Orkan freigelegt wird, sorgt als vermeintliches Paradies international für Schlagzeilen und Hysterie. „Leben ist keine Art mit einem Tier umzugehen“ ist ein Abenteuerroman über Fluch und Segen des Menschseins, eine Farce über notorische Lebensoptimierer und ihren Kampf um eine bessere Welt – oder wenigstens eine bessere Insel. Das Buch ist eine große vergnügliche Reise, und es erzählt die packende Geschichte unserer Suche nach Erkenntnis und Wahrhaftigkeit. Emma Braslavsky, 1971 in Erfurt geboren, ist seit 1999 als freie Autorin und Kuratorin tätig. Ihr Debütroman „Aus dem Sinn“ wurde 2007 mit dem Uwe-Johnson- Förderpreis sowie dem Franz-Tumler- Debütpreis ausgezeichnet und war für den Debütpreis des Buddenbrookhauses nominiert. Ihr zweiter Roman „Das Blaue vom Himmel über dem Atlantik“ erschien 2008. Emma Braslavsky lebt in Berlin.

Buchvorstellung mit Stefan Hördler in Erfurt
Mrz 2: 19:00

Das Höcker Album – Auschwitz durch die Linse der SS

Buchvorstellung mit Stefan Hördler

Moderation: Dr. Annegret Schüle

2007 erhielt das United States Holocaust Memorial von einem
ehemaligen US-amerikanischen Nachrichtenoffizier, der während
des Zweiten Weltkriegs für das Counter Intelligence Corps
(CIC) der U.S. Army gearbeitet hatte, ein Fotoalbum. Das Album
entpuppte sich schnell als Sensation. Denn es hatte Karl Höcker
gehört, dem Adjutanten des letzten Lagerkommandanten
von Auschwitz Richard Baer.
Die 116 Bilder des Albums zeigen SS-Personal und Besucher:
bei der Jagd, bei Schießübungen, bei Freizeitaktivitäten – parallel
zum Massenmord in Auschwitz zwischen Mai 1944 und
Januar 1945. Abgebildet sind u. a. Richard Baer, Rudolf Höß,
Josef Kramer, Franz Hößler, Otto Moll und Josef Mengele. Die
Bilder geben neue Hinweise auf Verbindungen und Seilschaften
der SS-Größen. Der Wert des Höcker-Albums liegt vor allem
in der Sichtbarwerdung von Tätern, von Netzwerken und Zusammenkünften
während der letzten Mordphase des Vernichtungslagers.
Die vorliegende Edition publiziert das Höcker-Album erstmals
vollständig in neuer Sortierung der Albumseiten. Beiträge von
neun internationalen Autoren erschließen das Album im Zusammenhang
der Zeit wie auch den Fall Höcker.
Stefan Hördler ist Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora.
Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen
Historischen Institut Washington und am Institut für Zeitgeschichte
der Universität Wien sowie Fellow am Center for Advanced
Holocaust Studies des U.S. Holocaust Memorial Museum.
Veröffentlichungen u. a.: SA-Terror als Herrschaftssicherung.
„Köpenicker Blutwoche“ und öffentliche Gewalt im Nationalsozialismus
(als Hg., 2013); Ordnung und Inferno. Das KZ-System
im letzten Kriegsjahr (2015).

Lesung mit Dirk Brauns im Theater Rudolstadt
Mrz 2: 20:00

»Wir müssen dann fort sein« – Lesung mit dem Schriftsteller Dirk Brauns
»Wir müssen dann fort sein« ist ein packendes Buch über politische Verfolgung, die Macht der Liebe und die Rolle der Vergebung als Weg der Erlösung.

Zehn Jahre lang hat Oliver Hackert, Korrespondent einer deutschen Tageszeitung in Minsk, seinen verhassten Vater, einen ehemaligen Volkspolizisten und systemtreuen Schriftsteller, nicht gesehen – nun nimmt er die Einladung zu dessen 75. Geburtstag an. Er will sich aber nicht aussöhnen, sondern nur Kontakt zu dessen Studienfreund Oleg Mitrochin bekommen.

Oliver hat die Chance, als westlicher Journalist das erste Interview seit Jahren mit dem berüchtigten Diktator zu führen, der seine politischen Konkurrenten verschwinden ließ. Als er sich entschließt, die Sache trotz der Gefahr für seine Familie durchzuziehen, eskaliert die Situation auf allen Ebenen: das Treffen mit dem Vater endet im Desaster und kurz vor dem konspirativen Treffen mit Mitrochin in Minsk wird Oliver klar, dass er überwacht wird – ist sein Interview beim Diktator nur eine Falle für Mitrochin?

Mrz
3
Fr
Lesung mit Dirk Brauns in Suhl-Heinrichs
Mrz 3: 19:30

Lesung mit Dirk Brauns: »Wir müssen dann fort sein«

Zehn Jahre lang hat Oliver Hackert seinen verhassten Vater, einen ehemaligen Volkspolizisten und systemtreuen Schriftsteller, nicht gesehen – nun nimmt er die Einladung zu dessen 75. Geburtstag an. Als er sich entschließt, die Sache durchzuziehen, eskaliert die Situation auf allen Ebenen. Ein Buch über politische Verfolgung, die Macht der Liebe und die Rolle der Vergebung als Weg der Erlösung.

Mrz
6
Mo
Lesung mit Torsten Rohde & Anke Siefken in Sömmerda
Mrz 6: 19:30

Torsten Rohde & Anke Siefken: Wer erbt, muss auch giessen. Die Online-Omi teilt auf
Online-Omi Renate Bergmann kommt zu Reichtum, den es vor Tochter Kirsten zu schützen, mit den Freunden zu feiern und mit dem Großneffen Stefan und seinen Liebsten zu teilen gilt. Nebenbei greift Renate Bergmann die großen Fragen auf: Wer bekommt die geliebten Sammeltassen? In welcher Leibwäsche sollte man bestattet
werden? Und ist eine neue Liebe wirklich wie ein neues Leben?

Erleben Sie Renate Bergmanns Abenteuer bei einer Lesung mit der Schauspielerin Anke Siefken und dem Autor Torsten Rohde.

Information zum Kartenkauf
Bibliothek im Dreyse-Haus Sömmerda:
Weißenseer Str. 15, 99610, Sömmerda
03634-62 30 92 www.dreysehaus.de

Sebastian ist krank #11 – Lesebühne in Jena
Mrz 6: 20:00

Sebastian ist krank #11

Wir sind Slam-Poeten, Storyteller, Lyriker, Prosaisten und Ex-Grundschüler. Wir sind mehrfach mit Preisen und Titeln überschüttete Literaten, die sich an schlechten Wortspielen versuchen. Wir entfesseln mal tosenden Applaus, mal zum Zerreißen gespannte Stille und sind dabei stets mindestens so mittel. Wir sind Jenas junge, beste und einzige monatliche Lesebühne. Wir sind Sebastian ist krank. Wir? Das sind: Die sagenumwogene Elli Linn, der legendenumrankte Steve Kußin und der fabelhafte Friedrich Herrmann. Und natürlich Sebastian (Sebastian ist krank). Mit dabei sind wieder Gäste.

Das Publikum wird gebeten, für die Veranstaltung Fotos auf der Facebook-Seite hochzuladen. „Sebastian ist krank“ sucht die schickesten / witzigsten / verstörendsten aus und schreibt zur Lesung Texte dazu.

Mrz
7
Di
Lesung und Gespräch über Hans Jürgen von der Wense mit Kristin Schwamm-Döppner und York-Egbert König in Heiligenstadt
Mrz 7: 16:00

»Um 16 Uhr zum Tee bei Theodor Storm«

Kristin Schwamm-Döppner und York-Egbert König stellen den Schriftsteller, Übersetzer und Komponisten Hans Jürgen von der Wense (1894-1966) vor.

Hans Jürgen von der Wense, ab Mitte der 1920er Jahre in Kassel, später in Göttingen lebend, gilt als eine der eigenwilligsten literarischen und universellen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, als ein Quergeist mit großer sprachlicher Begabung. Er experimentierte wie Arnold Schönberg mit atonaler Musik, ließ sich in Meteorologie, Geologie und Astronomie ausbilden und war ein leidenschaftlicher Wanderer, der u. a. die hessische Landschaft in beeindruckenden sprachlichen wie fotografischen Bildern festgehalten hat.

Lesung mit Anna Kaminsky in Saalfeld
Mrz 7: 19:00

Frauen in der DDR – Lesung mit Anna Kaminsky anlässlich des Internationalen Frauentages 2017

Wie lebten Frauen in der DDR? Im Rückblick erscheinen sie oft
wie „siebenarmige Göttinnen, die es offenbar spielend schafften,
Berufstätigkeit, Mutterschaft und Emanzipation unter
einen Hut zu bringen und bei alldem fröhlich durchs Leben zu
gehen. Ihnen standen viele Wege offen, da, so die „offizielle
Lesart, der Staat vorbildlich für „seine Frauen“ sorgte. Frauen
in der DDR waren aber zugleich zwischen all ihren Rollen
zerrissen – wie die Heldinnen aus den Erzählungen von Brigitte
Reimann oder Maxie Wander, die sich gegen die ihnen
gesetzten Grenzen auflehnten, und oftmals scheiterten. Anna
Kaminsky wagt einen Gesamtblick auf die Situation von Frauen
in der DDR, der das politische Leben genauso einschließt
wie das berufliche und das private.
Anna Kaminsky, geboren und aufgewachsen in der DDR; Studium
an der Sektion Theoretische und angewandte Sprachwissenschaften
in Leipzig, 1992 Promotion zum Dr. phil.; seit
1998 beschäftigt bei der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der
SED-Diktatur. Verschiedene Publikationen zu Fragen der Alltagskultur
sowie Erinnerungskultur und –politik.

Mrz
8
Mi
Lesung mit Anja Tuckermann in Erfurt
Mrz 8: 18:00

Anja Tuckermann: Wir schweigen nicht! Der Weg der Weißen Rose und der Geschwister Scholl in den Widerstand

Sophie und Hans Scholl, Alexander Schmorell, Christoph Probst, Willi Graf, Kurt Huber und viele andere mehr wollten dem totalitären Unterdrückungssystem der Nationalsozialisten etwas entgegensetzen: Sie riefen die Bevölkerung mit Flugblättern zum passiven Widerstand auf.

Anja Tuckermann rekonstruiert mit Hilfe ausgewählter Tagebucheinträge, Briefe und Schilderungen der Mitglieder und Freunde der Weißen Rose den Weg dieser Menschen in den Widerstand. Wie lebten sie im Alltag der Diktatur und im Krieg? Was bewegte sie? Von 1933 an folgt sie ihnen chronologisch bis zur Verhaftung der Geschwister Scholl 1943 und der nachfolgenden Welle an Verurteilungen. Das Buch lässt uns nachempfinden, wie diese jungen Leute ihren Weg in den Widerstand mutig bis zu Ende gingen.

Einfühlsam, authentisch und historisch fundiert erzählt dieses Jugendsachbuch nicht nur von den Geschwistern Scholl, sondern auch von den anderen Mitgliedern der Weißen Rose. Das Buch lässt auch heutige Jugendliche zu Wort kommen und stellt deren Ideale und Ziele vor. Anja Tuckermann gelingt damit ein Brückenschlag in die Gegenwart.

Ab 12 Jahren

In Kooperation mit der Evangelischen Schulstiftung

Information zum Kartenkauf
Buchhandlung Hugendubel: Anger 62, 99084, Erfurt
Mo-Sa: 9.30–20.00 Uhr

Buchvorstellung mit Frank Wilhelm in Ebeleben
Mrz 8: 19:00

RAF im Osten. Terroristen unter dem Schutz der Stasi
Lesung mit Frank Wilhelm

62 Tote. Hunderte Verletzte. 250 Millionen Euro Sachschaden. Das
ist die Schreckensbilanz der Roten Armee Fraktion, die ab 1970 mit
grausigen Attentaten die Schlagzeilen bestimmte. Dabei konnte sich
die RAF der Unterstützung aus der DDR gewiss sein, wie das Buch
„RAF im Osten“ zeigt. Die Dokumentation enthüllt den geheimen
Deal zwischen Stasi und RAF. Zehn Aussteiger fanden Unterschlupf
in Ostdeutschland. Die Stasi-RAF-Connection galt als größtes Staatsgeheimnis
der DDR. Autor Frank Wilhelm, Journalist bei der Tageszeitung
Nordkurier, hat unzählige Stasiakten gewälzt und eine Vielzahl
von Originaldokumenten aufgespürt. Im Mittelpunkt der deutschdeutschen
Agentenstory stehen zwei in Neubrandenburg abgetauchte
RAF-Terroristen. Die Geschichte von Silke Maier-Witt und Henning Beer
liest sich wie ein Thriller, der höchst real war. Silke Maier-Witt lebte als
„Angelika Gerlach“ einige Jahre in Erfurt.
Frank Wilhelm, Jahrgang 1963, ist in Seelow an der Oder geboren und
in Bochow (bei Werder) Neuhaus (Thüringen), Guinea (Afrika) und
Potsdam aufgewachsen. Er studierte Pädagogik in Güstrow (1985–
1990) und promoviere anschließend (1990–1993) mit einer Arbeit
zur literarischen Satire in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und
der frühen DDR. Seit 1993 arbeitet er als Redakteur beim Nordkurier.
In mehreren Serien hat er im Nordkurier die DDR-Geschichte unter regionalen
Aspekten beleuchtet, u.a. zum 17. Juni 1953, zu den Kommunalwahlen
im Frühjahr 1989 sowie zur Wende 1989. Frank Wilhelm
hat an der Herausgabe der beiden Bände „1945. Zwischen Krieg und
Frieden. Erinnerungen aus Mecklenburg-Vorpommern und der Uckermark“
mitgewirkt, die bei mecklenbook.de erschienen sind.

Lesung mit Anna Kaminsky in Bad Lobenstein
Mrz 8: 19:00

Frauen in der DDR – Lesung mit Anna Kaminsky anlässlich des Internationalen Frauentages 2017

Wie lebten Frauen in der DDR? Im Rückblick erscheinen sie oft
wie „siebenarmige Göttinnen, die es offenbar spielend schafften,
Berufstätigkeit, Mutterschaft und Emanzipation unter
einen Hut zu bringen und bei alldem fröhlich durchs Leben zu
gehen. Ihnen standen viele Wege offen, da, so die „offizielle
Lesart, der Staat vorbildlich für „seine Frauen“ sorgte. Frauen
in der DDR waren aber zugleich zwischen all ihren Rollen
zerrissen – wie die Heldinnen aus den Erzählungen von Brigitte
Reimann oder Maxie Wander, die sich gegen die ihnen
gesetzten Grenzen auflehnten, und oftmals scheiterten. Anna
Kaminsky wagt einen Gesamtblick auf die Situation von Frauen
in der DDR, der das politische Leben genauso einschließt
wie das berufliche und das private.
Anna Kaminsky, geboren und aufgewachsen in der DDR; Studium
an der Sektion Theoretische und angewandte Sprachwissenschaften
in Leipzig, 1992 Promotion zum Dr. phil.; seit
1998 beschäftigt bei der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der
SED-Diktatur. Verschiedene Publikationen zu Fragen der Alltagskultur
sowie Erinnerungskultur und –politik.

Lesung mit Stefan Schwarz in Rudolstadt
Mrz 8: 19:30

„Oberkante Unterlippe“ − Stefan Schwarz liest aus seinem neuen Buch.
Der Schauspieler Jannek Blume wird gern als Märchenprinz gebucht. Im richtigen Leben allerdings ist er schon ein paar Schritte weiter. Seine Ehe war nämlich doch nicht die ganz große Romanze, und nun soll endlich auseinandergehen, was nie zusammengehörte: die Hamburger Chefarzttochter und der überimpulsive Sohn einer alleinerziehenden Berliner Köchin. Nun muß flott eine Stiefmutter für den in dieser Situation zunehmend „verhaltensorigineller“ werdenden Sohn her. Eine eigentlich nicht ungewöhnliche Geschichte, aber niemand kann so komisch davon erzählen wie Stefan Schwarz.

Mrz
9
Do
Lesung mit Claudia und Nadja Beinert in Nordhausen
Mrz 9: 19:30

Claudia und Nadja Beinert: Die Mutter des Satans

Mütter und Väter prägen ihre Kinder. Mit dem Roman „Die Mutter des Satans“ gehen die Beinert-Zwillinge der Prägung Martin Luthers durch seine Eltern, insbesondere durch seine Mutter Margarethe, nach. Sie zeigen erzählerisch auf, welchen Einfluss sie auf den Sohn hatte, welche Fähigkeiten und Denkwege sie ihm durch ihre Erziehung ermöglichte und wie sie letztendlich damit einen wesentlichen Anteil an der Bewegung hatte, die zu einem weitreichenden Zusammenbruch einer jahrhundertealten, religiösen Lebensordnung führte: der Reformation.

Die Romanhandlung – Hinter jedem starken Mann steht eine liebevolle Mutter

Weniges und häufig Widersprüchliches liegt über Margarethe vor. Das einzig überlieferte Portrait von ihr zeigt sie als alte Frau und wurde vier Jahre vor ihrem Tod von Lukas Cranach d. Ä. im Jahr 1527 gemalt. Die Begegnungen zwischen Maler und Gemalter in den dafür notwendigen Atelier-Sitzungen stellen die Rahmenhandlung des Romans dar. Während dieser Sitzungen versucht der Maler in Gesprächen, das Wesen der Portraitierten zu erkunden, um ihre Geschichte und ihren Charakter malerisch wiederzugeben. Margarethe ihrerseits reflektiert das Gespräch und blickt in jeder der fünf Sitzungen auf eine Phase ihres Lebens und auf ihre Beziehung zu ihrem Sohn zurück, beginnend mit der Geburt in Eisleben. Der Leser sieht den Reformator neu und privat – durch die Augen seiner Mutter. Sie stand ihrem Sohn bei, als er als Satan beschimpft wurde. Sie war die Mutter des Satans und gleichzeitig auch die Mutter der Reformation.

Eine Veranstaltung des Fördervereins der Stadtbibliothek „Nicolai in foro“ e.V.

Information zum Kartenkauf
Stadtbibliothek Nordhausen: Nikolaiplatz 1, 99734, Nordhausen
03631 69 62 67  bibliothek.nordhausen.de

Lesung mit Ulrike Herrmann in Erfurt
Mrz 9: 19:30

Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung. Die Krise der heutigen Ökonomie oder Was wir von Smith, Marx und Keynes lernen können
Lesung mit Ulrike Herrmann
Moderation: Carsten Rose (Radio F.R.E.I.)

Warum kommt es zu Finanzkrisen? Warum sind die Reichen
reich und die Armen arm? Wie funktioniert Geld? Woher
kommt das Wachstum? Schon Kinder stellen diese Fragen –
aber die Ökonomen können sie nicht beantworten. Viele basteln
an theoretischen Modellen, die mit der Realität nichts zu
tun haben. Leider kosten die Irrtümer der Ökonomen nicht
nur Milliarden, sondern sogar Menschenleben. Wer verstehen
will, was falsch läuft, muss die Klassiker kennen: Adam
Smith, Karl Marx und John Maynard Keynes. Sie werden an den
Universitäten kaum, falsch oder gar nicht mehr gelehrt. Dabei
haben diese drei Theoretiker die besten Antworten gegeben.
Man muss sie neu entdecken.
Ulrike Herrmann ist seit 2000 Wirtschaftskorrespondentin der
Tageszeitung taz, wo sie auch Parlamentskorrespondentin sowie
Leiterin der Meinungsredaktion war. Sie ist ausgebildete
Bankkauffrau, hat Geschichte mit Schwerpunkt Wirtschaftsgeschichte
und Philosophie an der FU Berlin studiert. Ihre Sachbuchveröffentlichungen
beschäftigen sich mit grundlegenden
sozial- und wirtschaftspolitischen Fragen, u.a. „Hurra wir dürfen
zahlen“ (2010) und „Der Sieg des Kapitals“ (2013).

Lesung mit Sabine Ebert in Erfurt
Mrz 9: 20:00

Lesung mit Sabine Ebert: Schwert und Krone. Meister der Täuschung

Der neue historische Roman und ein großes Epos der Autorin Sabine Ebert über die Barbarossa-Ära. Dezember 1137: Kaiser Lothar ist tot, und sofort bricht ein erbitterter Kampf um die Thronfolge aus. Machtgierigen Fürsten und der Geistlichkeit ist jedes Mittel recht, um den Welfen nicht nur ihren Anspruch auf die Nachfolge streitig zu machen, sondern ihnen auch Bayern und Sachsen zu entziehen. Durch eine ausgeklügelte Intrige gelangen die Staufer, die selbst Jahre zuvor durch Ränke an der Machtübernahme gehindert wurden, in den Besitz der Krone. Konrad von Staufen wird in die Königsrolle gedrängt, obwohl ihm dieser Weg missfällt. Bald muss er erkennen, dass sogar sein Bruder und sein junger Neffe, der künftige Friedrich Barbarossa, ihm nur bedingt die Treue halten. Es beginnt ein jahrelanger Krieg – und ein raffiniertes Intrigen-spiel, in dem Welfen, Askanier, Wettiner und viele andere mächtige Häuser mitmischen – und auch so manche Frau.

Sabine Ebert entführt ihre Leser in die faszinierende Zeit des 12. Jahrhunderts und entfaltet ein grandioses, erschütterndes und schillerndes Panorama, das auf verbürgten Ereignissen beruht. In ihrer neuen epischen Mittelalter-Serie beleuchtet sie den Aufstieg Barbarossas zu einem der mächtigsten Herrscher des Mittelalters.

Mrz
10
Fr
Lesung mit Sabine Ebert in Erfurt
Mrz 10: 11:19

Sabine Ebert: Schwert und Krone. Meister der Täuschung
Der neue historische Roman und ein großes Epos der Autorin Sabine Ebert über die Barbarossa-Ära

Dezember 1137: Kaiser Lothar ist tot, und sofort bricht ein erbitterter Kampf um die Thronfolge aus. Machtgierigen Fürsten und der Geistlichkeit ist jedes Mittel recht, um den Welfen nicht nur ihren Anspruch auf die Nachfolge streitig zu machen, sondern ihnen auch Bayern und Sachsen zu entziehen. Durch eine ausgeklügelte Intrige gelangen die Staufer, die selbst Jahre zuvor durch Ränke an der Machtübernahme gehindert wurden, in den Besitz der Krone. Konrad von Staufen wird in die Königsrolle gedrängt, obwohl ihm dieser Weg missfällt. Bald muss er erkennen, dass sogar sein Bruder und sein junger Neffe, der künftige Friedrich Barbarossa, ihm nur bedingt die Treue halten. Es beginnt ein jahrelanger Krieg – und ein raffiniertes Intrigen-spiel, in dem Welfen, Askanier, Wettiner und viele andere mächtige Häuser mitmischen – und auch so manche Frau.

Bestseller-Autorin Sabine Ebert entführt ihre Leser in die faszinierende Zeit des 12. Jahrhunderts und entfaltet ein grandioses, erschütterndes und schillerndes Panorama, das auf verbürgten Ereignissen beruht. In ihrer neuen epischen Mittelalter-Serie beleuchtet sie den Aufstieg Barbarossas zu einem der mächtigsten Herrscher des Mittelalters.

In Kooperation mit der Buchhandlung Lohmann
Information zum Kartenkauf
Tourist-Information Meiningen: Ernestinerstraße 2, 98617, Meiningen
03693 44 65 0  www.meiningen.de

Charles-Bukowski-Lesung in Greiz
Mrz 10: 19:30

Dirty Old Man – Eine musikalische Charles-Bukowski-Lesung
Der Abend ist eine Reise durch die explosive und zärtliche Poesie Charles Bukowskis: sie beginnt, wie so viele Abende, in einer verrauchten Bar und endet in einem schäbigen Hotelzimmer, im Bett mit dem amerikanischen Albtraum.

M. Kruppe liest die Lyrik und Prosa von Bukowski nicht nur, er lebt sie. Wäre nicht „Flüstern und Schreien“ schon der Titel einer (sehr empfehlenswerten!) Dokumentation über die DDR Punk-Szene, das Programm hätte diesen Namen verdient.

Tilotanik spielt schmutzigen Blues-Punk und bedient dabei die E-Gitarre ebenso, wie Percussion-Elemente und Mundharmonika.  Zusammen ergibt das einen Sound, der an „Reverend Beat Man“, „John Schooley“ oder „Reverend Elvis“ erinnert. Seine Songs bieten eine auflockernde Abwechslung zum gelesenen Wort. Stellenweise begleitet er die Textpassagen aber auch mit rauem Blues auf der Gitarre.

Eine Veranstaltung des Lese-Zeichen e.V. mit der Bibliothek Greiz

Mrz
12
So
Musikalisch-literarische Soiree mit Annette Seemann in der Altenburg in Weimar
Mrz 12: 17:00

»Gabriele Reuter – Leben und Werk einer geborenen Schriftstellerin« Lesung mit Annette Seemann

Musikalische Umrahmung durch Schülerinnen und Schüler des Musikgymnasiums Schloss Belvedere.

 

Victor Satler – Klavier (Klasse 8 – Prof. Christian Wilm Müller) spielt Werke von Robert Schumann und Alberto Ginastera.

Walter Daniló Kunze – Gitarre (Klasse 11 – Prof. Jürgen Rost) spielt Werke von Dionisio Agaudo und Joaquin Rodrigo.

 

Das Buch: Gabriele Reuter, 1859 als Kaufmannstochter in Alexandrien (Ägypten) geboren, war um 1900 einer der meistgelesenen Schriftstellerinnen Deutschlands. Am wirkungsmächtigsten war ihr Hauptwerk „Aus guter Familie – Leidensgeschichte eines Mädchens, 1895 im S. Fischer Verlag erschienen, in dem eine junge Frau an dem ihr zugedachten Schicksal als Jungfrau, Gattin und Mutter zugrunde geht. Gabriele Reuter verwob in diesem naturalistischen Roman eigenes Erleben mit Fiktion – er wurden ein Identifikationsbuch für Frauen ihrer Generation. Neben diesem bedeutsamen Werk erreichten drei weitere ihrer Bücher bis 1932 mindestens 25 Auflagen.

Gabriele Reuter war alleinerziehende Mutter, pflegte ihre Mutter bis zum Tod und setzte sich öffentlich für zahlreiche Frauenrechte ein: Bildungschancen für Mädchen, das Frauenstimmrecht und weibliches Selbstbewusstsein sowie die Problematik der Frau als Künstlerin sind ebenso ihre Themen wie die Vereinbarkeit von Liebe, Ehe und Selbstverwirklichung. Das Buch ermöglicht eine lange fällige Wiederentdeckung einer hochsensiblen und beobachtungsstarken Weimarer Schriftstellerin, die von Thomas Mann besonders hoch geschätzt wurde.

 

Die Autorin: Annette Seemann, Jahrgang 1959, studierte Germanistik und Romanistik in Frankfurt am Main und in Poitiers (Frankreich) und wurde mit einer Dissertation über das Thema „Merlin – Prophet und Zauberer“ promoviert. Von 1990 bis 2000 war sie freie Autorin des Magazins der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Seit 2002 lebt sie in Weimar und ist seit der Gründung der Gesellschaft der Anna Amalia Bibliothek 2003 in Weimar deren Vorsitzende. Sie ist Mitglied der Goethe Gesellschaft Weimar und der Literarischen Gesellschaft Thüringen. Annette Seemann ist Schriftstellerin, Übersetzerin und Herausge­berin.

 

Eine Veranstaltung im Rahmen der Soireenreihe der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar in der Altenburg in Kooperation mit dem Thüringer Literaturrat e.V.

Mrz
13
Mo
Lesung mit Claudia und Nadja Beinert in Weimar
Mrz 13: 19:30

Claudia und Nadja Beinert: Die Mutter des Satans

Mütter und Väter prägen ihre Kinder. Mit dem Roman „Die Mutter des Satans“ gehen die Beinert-Zwillinge der Prägung Martin Luthers durch seine Eltern, insbesondere durch seine Mutter Margarethe, nach. Sie zeigen erzählerisch auf, welchen Einfluss sie auf den Sohn hatte, welche Fähigkeiten und Denkwege sie ihm durch ihre Erziehung ermöglichte und wie sie letztendlich damit einen wesentlichen Anteil an der Bewegung hatte, die zu einem weitreichenden Zusammenbruch einer jahrhundertealten, religiösen Lebensordnung führte: der Reformation.

Die Romanhandlung – Hinter jedem starken Mann steht eine liebevolle Mutter

Weniges und häufig Widersprüchliches liegt über Margarethe vor. Das einzig überlieferte Portrait von ihr zeigt sie als alte Frau und wurde vier Jahre vor ihrem Tod von Lukas Cranach d. Ä. im Jahr 1527 gemalt. Die Begegnungen zwischen Maler und Gemalter in den dafür notwendigen Atelier-Sitzungen stellen die Rahmenhandlung des Romans dar. Während dieser Sitzungen versucht der Maler in Gesprächen, das Wesen der Portraitierten zu erkunden, um ihre Geschichte und ihren Charakter malerisch wiederzugeben. Margarethe ihrerseits reflektiert das Gespräch und blickt in jeder der fünf Sitzungen auf eine Phase ihres Lebens und auf ihre Beziehung zu ihrem Sohn zurück, beginnend mit der Geburt in Eisleben. Der Leser sieht den Reformator neu und privat – durch die Augen seiner Mutter. Sie stand ihrem Sohn bei, als er als Satan beschimpft wurde. Sie war die Mutter des Satans und gleichzeitig auch die Mutter der Reformation.

Information zum Kartenkauf
Buchhandlung Thalia Weimar: Schillerstraße 5A, 99423, Weimar
03643 82810  www.thalia.de

 

Mrz
15
Mi
Vortrag und Lesung mit Dr. Ulrike Müller in Weimar
Mrz 15: 17:00

»Ein Recensent muß vor allem die Gewissenhaftigkeit besitzen, nicht zu recensieren,wenn er das Buch nicht gelesen hat«                                            (Amalie Winter)

»Warum kann ich nicht zuweilen Minister sein« –
Amalie Winter, eine eigenwillige  Autorin der Weimarer Nachklassik.

Vortrag und Lesung mit Dr. Ulrike Müller, Literaturwissenschaftlerin, Weimar.

 

Amalie Winter gehört zur Generation der ungehorsamen Töchter der Weimarer Klassik. Ihre wichtigste Weimarer Freundin war die fünf Jahre älteren Ottilie von Goethe. Dem geistigen Anspruch und dem Bildungsideal dieser Epoche bleibend verbunden, mischte sie sich, wie ihre Berliner Freundin Bettina von Arnim, in die gesellschaftliche Debatte des politisch, technisch und sozial so bewegten 19. Jahrhunderts ein. Standesdenken und Karrierestreben waren ihr zuwider, sie stritt für die Emanzipation der Frauen und der Juden sowie gegen soziale Verelendung. Ihrer Zeit voraus, wirbt sie in ihren pädagogischen Schriften dafür, Kindern elementare Menschenrechte zuzubilligen und deren Erziehung nicht auf Strafandrohung, sondern auf Ermutigung und Zuwendung zu gründen. In der Weimarer Öffentlichkeit erregte nicht nur ihr freies Liebesleben Anstoß, sondern auch ihre enge Freundschaft mit Erbgroßherzog Carl Alexander von Sachsen Weimar-Eisenach.

Im Mittelpunkt einer kleinen feinen Werkausgabe, die Ulrike Müller 2016 herausgebracht hat, steht Amalie Winters zeitkritisches Märchen »Das Frauenherz«. Grundiert und ergänzt wird der Text durch zwei Skizzen zu Biografie und Werk, mit denen Herausgeberin die Leserinnen und Leser dazu einlädt, diese »charmante Unbekannte« und ihr Werk neu – oder  wieder – zu entdecken. Darüber hinaus lässt sich ein interessanter Einblick gewinnen in die Entwicklung weiblichen Schreibens zwischen Nachklassik und 48er-Revolution im Kontext einer ganzen Epoche.

Erotische Kunst und Literatur mit Gerd Mackensen und Jens-Fietje Dwars in Nordhausen
Mrz 15: 19:00

Was ist erotische Kunst? Lesung und Gespräch mit Gerd Mackensen und Jens-Fietje Dwars im Kunsthaus Meyenburg

Erotische Kunst scheint das leichteste von der Welt zu sein, doch in Malerei und Dichtung ist sie die Königsdisziplin. Wie weit darf Erotik gehen, wo fängt Pornografie an? Alle Kunst kreist um Liebe, aber wer kommt der schönsten Nebensache der Welt näher – der Maler oder der Dichter, das Bild oder das Wort? Um solche Fragen wird das Gespräch zwischen Gerd Mackensen und Jens-Fietje Dwars kreisen, zu dem das Kunsthaus Meyenburg am 15. März einlädt.

Der Schriftsteller Dwars aus Jena hat gerade die Anthologie „Loreleys Lover“ herausgegeben, für die der Sondershäuser Maler Mackensen Zeichnungen schuf. Das Buch vereint die besten 50 von 3000 Beiträgen zum Menantes-Preis für erotische Dichtung, den die Thüringer Literaturzeitschrift „Palmbaum“ gemeinsam mit der Kirchgemeinde von Wandersleben von 2006 bis 2016 verliehen hat. Erotik mit Kirchensegen – geht denn das? Überzeugen Sie sich selbst davon, dass der Preis nicht für fromme Gebete verliehen wurde.

Nach bereits drei gemeinsamen Büchern arbeiten beide nun an einer illustrierten Ausgabe der „Erotica“ Goethes, die aufs schönste zur laufenden Mackensen-Ausstellung über das „Faustische“ passt. Daher wird Dwars im Anschluss an das Gespräch nicht nur die prickelndsten Geschichten und Gedichte aus der Anthologie lesen, sondern auch weniger bekannte Texte des Geheimrats, die noch bis ins 20. Jahrhundert hinein von der Zensur verstümmelt wurden.

Das Buch:

Loreleys Lover. 50 Erotische Gedichte und Geschichten zum Menantes-Preis. Mit Zeichnungen von Gerd Mackensen. quartus-Verlag Bucha bei Jena 2016, 168 S., geb., 16,90 EUR

Die Mitwirkenden:

Gerd Mackensen, Jg. 1949, Maler, Grafiker und Bildhauer, lebt in Sondershausen, zahlreiche Ausstellungen, seine Arbeiten befinden sich in Sammlungen des In- und Auslandes.

Jens-Fietje Dwars, Jg. 1960, Schriftsteller, Buchgestalter, Film- und Ausstellungsmacher, Redakteur der Thüringer Literaturzeitschrift „Palmbaum“, Verfasser von 10, Herausgeber von 30 Büchern, über 25 Ausstellungen, darunter Gedenkstätten für Nietzsche und Menantes, zweifacher Grimme-Preisträger, lebt in Jena. www.dwars-jena.de.

Mrz
16
Do
Lesung mit Saša Stanišić in Erfurt
Mrz 16: 20:00

Lesung mit Saša Stanišić: Fallensteller

Ein vom Leben nicht sehr verwöhnter alter Mann hat eine Leidenschaft für die Magie. Er bittet um Ruhe für die Große Illusion. Aber die Gemeinde trinkt Kaffee und hält nicht still. Anders der Fremde, er ist geduldig. Er will helfen, sagt er und bietet Lösungen an: manche sind keine, manche tun weh, und manche haben Gitter aus gebogenem Draht. Zwei Freunde ziehen durch Europa, sie reden und meiden das Zuhören, sie lügen und stehlen, jagen mit Karacho und Geschick ihren Sehnsüchten hinterher: einer syrischen Surrealistin, einem bedrohten Vogel und Rebekka. Um nur ein paar zu nennen.

Diese acht Erzähungen von Saša Stanišić sind Geschichten über Menschen, die Fallen stellen, Menschen, die sich locken lassen, Menschen, die sich befreien – im Krieg und im Spiel, mit Trug und Tricks und Mut und Witz.

Mrz
17
Fr
Lesung mit Claudia und Nadja Beinert in Arnstadt
Mrz 17: 19:00

Claudia & Nadja Beinert: Die Mutter des Satans

Mütter und Väter prägen ihre Kinder. Mit dem Roman „Die Mutter des Satans“ gehen die Beinert-Zwillinge der Prägung Martin Luthers durch seine Eltern, insbesondere durch seine Mutter Margarethe, nach. Sie zeigen erzählerisch auf, welchen Einfluss sie auf den Sohn hatte, welche Fähigkeiten und Denkwege sie ihm durch ihre Erziehung ermöglichte und wie sie letztendlich damit einen wesentlichen Anteil an der Bewegung hatte, die zu einem weitreichenden Zusammenbruch einer jahrhundertealten, religiösen Lebensordnung führte: der Reformation.

Die Romanhandlung – Hinter jedem starken Mann steht eine liebevolle Mutter

Weniges und häufig Widersprüchliches liegt über Margarethe vor. Das einzig überlieferte Portrait von ihr zeigt sie als alte Frau und wurde vier Jahre vor ihrem Tod von Lukas Cranach d. Ä. im Jahr 1527 gemalt. Die Begegnungen zwischen Maler und Gemalter in den dafür notwendigen Atelier-Sitzungen stellen die Rahmenhandlung des Romans dar. Während dieser Sitzungen versucht der Maler in Gesprächen, das Wesen der Portraitierten zu erkunden, um ihre Geschichte und ihren Charakter malerisch wiederzugeben. Margarethe ihrerseits reflektiert das Gespräch und blickt in jeder der fünf Sitzungen auf eine Phase ihres Lebens und auf ihre Beziehung zu ihrem Sohn zurück, beginnend mit der Geburt in Eisleben. Der Leser sieht den Reformator neu und privat – durch die Augen seiner Mutter. Sie stand ihrem Sohn bei, als er als Satan beschimpft wurde. Sie war die Mutter des Satans und gleichzeitig auch die Mutter der Reformation.

Eine Gemeinschaftsaktion der Arnstädter Buchhandlung und der Stadt- und Kreisbibliothek Arnstadt

Information zum Kartenkauf
Stadt- und Kreisbibliothek im Prinzenhof: An der Liebfrauenkirche 2, 99310, Arnstadt
03628-640718

Arnstädter Buchhandlung: Erfurter Straße 20, 99310, Arnstadt
03628602584

Lesung mit Verena Zeltner in Bad Salzungen
Mrz 17: 19:00

Kornblumenkinder – Lesung mit Verena Zeltner

„Nachdenklich betrachtete Jule das Buch in ihrer Hand. Der
braune Ledereinband war ziemlich abgegriffen. Einen Moment
lang zögerte sie noch. Was würde Großvater sagen, wenn er es
wüsste? Doch dann siegte die Neugier über ihre Gewissensbisse.
Sie schlug das Buch auf und begann zu lesen.
Am liebsten, stand auf der ersten Seite, hätte ich alles vergessen.
Aber das war unmöglich. Schließlich habe ich entschieden,
meine Erinnerungen aufzuschreiben. Vielleicht, dachte
ich, kann man eines Tages über das, was damals geschehen
ist, sprechen. Mit jemanden sprechen, ohne Angst haben zu
müssen, ihn durch dieses Wissen in Konflikte zu stürzen oder
ihn zu gefährden.
Hm, klingt aber merkwürdig, dachte Jule und blätterte weiter.
Obwohl ihr Großvaters Schrift vertraut war, musste sie manches
zweimal lesen, und trotz der Sommerhitze bekam sie
eine Gänsehaut…“
„Kornblumenkinder“ erzählt die spannende Geschichte einer
ersten Liebe und eines Jungen, der alles verlor. Es ist gleichzeitig
die bewegende Geschichte von Menschen, die im Herbst
1961 bei der sogenannten „Aktion Kornblume“ aus grenznahen
Gebieten der DDR zwangsumgesiedelt wurden.
Verena Zeltner, geboren und aufgewachsen in Thüringen.
Nach der Ausbildung zur Industriekauffrau schloss sie ein
Studium als Dipl.-Wirtschaftsingenieur ab. 1999 erste Veröffentlichungen,
seit 2006 freiberufliche Autorin. Sie erhielt Stipendien
des Thüringer Kultusministeriums (2010, 2015), und
der Kulturstiftung Thüringen (2009, 2012). Verena Zeltner ist
Mitglied des Verbandes Deutscher Schriftsteller (VS) und lebt
in Neustadt an der Orla.

3. Thüringer Diary Slam in Erfurt
Mrz 17: 20:00

3. Thüringer Diary Slam
Liebes Tagebuch …

Jeder kennt wohl diesen Anfang und hat sich vielleicht auch schon selber dabei ertappt, wie er damit einen Eintrag in sein kleines Heiligtum und Lebenswerk gekritzelt hat. Wer nicht möchte, dass seine Tagebucheinträge im Verborgenen bleiben, der kann sich bei Linnea Müller, der diesjährigen Freiwilligen bei der  „Erfurter Herbstlese“, unter fsj_kultur@herbstlese.de für den 3. Thüringer Diary Slam anmelden.

Wie bei einem Poetry Slam entscheidet am Ende das Publikum über den besten Tagebucheintrag. Aber keine Angst: „Respect the poet“ wird bei uns groß geschrieben und niemand muss sich davor fürchten, mit seinem Text die Bühne zu besteigen. Denn egal, ob erster Kuss, erster Schultag, wagemutiges Abenteuer oder chaotischer Alltag, jedes wirklich selbst geschriebene Tagebuch ist uns willkommen.

Also traut euch und schnappt euch euer Tagebuch!

 

Information zum Kartenkauf
Buchhandlung Hugendubel: Anger 62, 99084, Erfurt
Mo-Sa: 9.30–20.00 Uhr

Ticket Shop Thüringen: TA, OTZ, TLZ Pressehäuser/Service-Partner/angeschlossene Tourist Informationen
0361 227 5 227  www.ticketshop-thueringen.de

Herbstlese-Geschäftsstelle: Marktstraße 6, 99084, Erfurt
Mo-Fr: 12.00 – 17.00 Uhr
0361 644 123 75  www.herbstlese.de

Lesung mit Stefan Schwarz in Gotha
Mrz 17: 20:00

Stefan Schwarz: Oberkante Unterlippe

Der Schauspieler Jannek Blume wird gern als Märchenprinz gebucht, aber das richtige Leben ist nicht märchenhaft, und so soll endlich auseinandergehen, was nie zusammengehörte: er und Larissa, die Hamburger Chefarzttochter. Dummerweise ist da noch der gemeinsame kleine Sohn Timmi, ein kluges Kind und notorischer Terrorbolzen, um den ein Sorgerechtsstreit entbrennt. Je länger der Streit dauert, umso „verhaltensorigineller“ wird Timmi. Jannek muss handeln: Er braucht quasi sofort eine Stiefmutter mit Nerven aus Stahl und was Besseres als Prinzenjobs. Eine Geschichte, die ungewöhnlicher klingt, als sie ist. Eigentlich passiert sie jeden Tag irgendwo in Deutschland. Aber niemand kann so komisch davon erzählen wie Stefan Schwarz.

Auf der Verlagswebsite gibt es u.a. einen netten Trailer zum Buch, eine Leseprobe u.a. mehr: http://bit.ly/2aLffcT

Im Rahmen der Lesereihe „Lesen Live“ 2017

Information zum Kartenkauf
Ticket Shop Thüringen: TA, OTZ, TLZ Pressehäuser/Service-Partner/angeschlossene Tourist Informationen
0361 227 5 227  www.ticketshop-thueringen.de

Mrz
18
Sa
Lesung mit M. Kruppe, Benjamin Schmidt und Michael Schweßinger in Jena
Mrz 18: 17:00

Eine Lese-Performance mit dem Titel „Sex & Drugs & Literature“ – ist das Punkrock-Attitüde? Durchaus! Denn der Punk bestimmte das Leben der Autoren Benjamin Schmidt (Berlin) und M.Kruppe (Pößneck), auch wenn sie inzwischen  Familienväter sind und nicht vor Supermärkten rumlungern.

Zum Rand der Gesellschaft gehören sie trotzdem. Schmidt, der mit einer inkompletten Querschnittslähmung immer wieder an die Grenzen der „Behindertenfreundlichkeit“ stößt und darüber polemisch schreibt, ohne Mitleid erregen zu wollen. Kruppe, der in seinen Texten Ausgestoßene portraitiert und der Frage nachgeht, wie Stolz und Vorurteil der Gesellschaft das Leben von Menschen zerstört.

Doch Punk heißt auch, die Dinge nicht allzu ernst zu nehmen. Und so geben sich Schmidt und Kruppe auf der Bühne lässig und humorvoll. Ihre Auftritte sollen vor allem unterhalten – jedoch unterscheidet sie ihr literarischer Anspruch von der Pointenhascherei bei Comedyshows etc.

Diesmal ist Michael Schweßinger als Special Guest dabei. Der weltreisende Autor erzählt in seinen Texten mit schwarzem Humor von Irland, Spanien, Afrika und anderen Orten.

Eine Veranstaltung des Lese-Zeichen e.V. mit dem Café Central und Outbird – Initiative für alternative Kultur.

Mrz
20
Mo
Lesung mit Torsten Unger in Erfurt
Mrz 20: 20:00

Torsten Unger: Auf den Spuren von Faust. Besichtigung von 13 historischen und 27 literarischen Orten

Faust ist ein Sinnbild und eine Figur, die bis heute fasziniert.
„Faust war ein Suchender, auch dieses Buch sucht: nach Spuren einer historischen und einer literarischen Figur.“ Das sagt Torsten Unger über seine neue Publikation, in der er zahlreiche Faust-Orte vorstellt. Viele davon sind längst Bestandteil unseres kulturellen Gedächtnisses, andere harren noch ihrer Entdeckung als Faust-Stätte. Torsten Unger unterscheidet zwischen den Orten, die für den historischen Faust belegt sind, und jenen, an denen der Faust literarischer Bearbeitungen auftaucht.

 

Information zum Kartenkauf
Buchhandlung Hugendubel: Anger 62, 99084, Erfurt
Mo-Sa: 9.30–20.00 Uhr

Ticket Shop Thüringen: TA, OTZ, TLZ Pressehäuser/Service-Partner/angeschlossene Tourist Informationen
0361 227 5 227  www.ticketshop-thueringen.de

Herbstlese-Geschäftsstelle: Marktstraße 6, 99084, Erfurt
Mo-Fr: 12.00 – 17.00 Uhr
0361 644 123 75  www.herbstlese.de

Mrz
21
Di
Lesung mit Robert M. Sonntag in Weimar
Mrz 21: 09:00 – 10:00

Robert M. Sonntag: Die Scanner – Lesungen für Schüler der 5. und 6. Klassen

In seinem Buch „Die Scanner“ entwirft der Autor Robert M. Sonntag eine Welt, die weitgehend technisiert und automatisiert ist. Die Menschen bewegen sich im Jahr 2035, dem Jahr, in dem die Handlung spielt, innerhalb eines Regelwerks, das wenig Raum für Individualität lässt und auf heutige Leser kalt und abschreckend wirkt. Die beiden Hauptfiguren Rob und Jojo sind junge Menschen Mitte zwanzig, tragen eine sog. »Mobril« – eine Computerbrille, die im Sinne einer Augmented Reality ihren Träger mit Informationen versorgt – und arbeiten als Buchscanner: Für einen großen Konzern namens Ultranetz sollen sie auf ihren Wegen durch die Stadt Bücher aufkaufen, damit diese von Ultranetz gescannt und im Netz jederzeit allen Interessierten kostenlos zugänglich gemacht werden können. Das große Problem dabei ist die Tatsache, dass der Konzern wohl schon die meisten Bücher in seinem Besitz hat und die Lage für Jojo und Rob schwierig wird – schließlich leben die beiden vom Erfolg und den dafür gezahlten Prämien. Eines Tages aber begegnen die beiden jungen Leute doch noch einem Leser, und mit der Jagd nach seinem Buch beginnt ein spannendes Abenteuer, das eine der Hauptfiguren nicht überlebt…
Robert M. Sonntag heißt eigentlich Martin Schäuble. Er arbeitete als Journalist, bevor er in Berlin, Israel und in den Palästinensergebieten Politikwissenschaften studierte und in Politik promovierte. Als Sachbuchautor beschäftigt er sich vor allem mit dem Spannungsfeld Politik, Kultur und Religion. Die auf seinen Recherchen in Krisengebieten gemachten Erfahrungen verarbeitet er auch als Romanautor.

Lesung mit Claudia und Nadja Beinert in Möhra
Mrz 21: 19:00

Claudia & Nadja Beinert: Die Mutter des Satans

Mütter und Väter prägen ihre Kinder. Mit dem Roman „Die Mutter des Satans“ gehen die Beinert-Zwillinge der Prägung Martin Luthers durch seine Eltern, insbesondere durch seine Mutter Margarethe, nach. Sie zeigen erzählerisch auf, welchen Einfluss sie auf den Sohn hatte, welche Fähigkeiten und Denkwege sie ihm durch ihre Erziehung ermöglichte und wie sie letztendlich damit einen wesentlichen Anteil an der Bewegung hatte, die zu einem weitreichenden Zusammenbruch einer jahrhundertealten, religiösen Lebensordnung führte: der Reformation.

Die Romanhandlung – Hinter jedem starken Mann steht eine liebevolle Mutter

Weniges und häufig Widersprüchliches liegt über Margarethe vor. Das einzig überlieferte Portrait von ihr zeigt sie als alte Frau und wurde vier Jahre vor ihrem Tod von Lukas Cranach d. Ä. im Jahr 1527 gemalt. Die Begegnungen zwischen Maler und Gemalter in den dafür notwendigen Atelier-Sitzungen stellen die Rahmenhandlung des Romans dar. Während dieser Sitzungen versucht der Maler in Gesprächen, das Wesen der Portraitierten zu erkunden, um ihre Geschichte und ihren Charakter malerisch wiederzugeben. Margarethe ihrerseits reflektiert das Gespräch und blickt in jeder der fünf Sitzungen auf eine Phase ihres Lebens und auf ihre Beziehung zu ihrem Sohn zurück, beginnend mit der Geburt in Eisleben. Der Leser sieht den Reformator neu und privat – durch die Augen seiner Mutter. Sie stand ihrem Sohn bei, als er als Satan beschimpft wurde. Sie war die Mutter des Satans und gleichzeitig auch die Mutter der Reformation.

Information zum Kartenkauf
Buchhandlung am Markt: Markt 7, 36433, Bad Salzungen
03695-603852

Lesung mit Franziska Troegner in Gera
Mrz 21: 19:30

Franziska Troegner: Fürs Schubfach zu dick

Die Schauspielerei wurde Franziska Troegner in die Wiege gelegt: Der Vater Kabarettist, die Mutter Sängerin, stand sie mit fünf Jahren zum ersten Mal auf der Bühne. Mit 15 Jahren begann sie im Jugendstudio des Berliner Kabaretts „Die Distel“ zu spielen und war dann viele Jahre an Brechts Berliner Ensemble als Schauspielerin tätig. Sie ist als grandiose Theater- und Brecht-Interpretin bekannt, wie auch durch ihre zahlreichen Filmrollen, z.B. im Tatort; sie spielte Kabarett an der Seite von Dieter Hallervorden und Wolfgang Stumph, feierte Erfolge in populären Serien wie dem „Landarzt“ und gewann das Herz der Kleinen als „unmöglich Mama“ in der Sesamstraße. 2004 rief sogar die Traumfabrik Hollywood! Unter der Regie von Tim Burton spielte sie an der Seite von Johnny Depp.

In ihrer warmherzig und humorvoll erzählten Autobiografie gibt die großartige Aktrice auch sympathisch-bescheiden über ihr Privatleben Auskunft, etwa ihre Ehe mit Ulrich Thein, und nimmt den Leser mit hinter die Bühnen der internationalen Theater- und Filmstudios.

Information zum Kartenkauf
Stadt- und Regionalbibliothek Gera: Puschkinplatz 7, 07545, Gera
0365-838 33 78  www.biblio-gera.de

Lesung mit Katharina Winkler in Erfurt
Mrz 21: 20:00

Katharina Winkler: Blauschmuck

Die Buchhandlung Hugendubel präsentiert die Gewinnerin des „Debütantesalons“ der Herbstlese 2016, Katharina Winkler, mit einer Sololesung.

Winklers Romandebüt erzählt von Filiz, die in einem kurdischen Dorf in der Türkei aufwächst und mit fünfzehn Jahren Yunus heiratet. Doch mit der Hochzeit platzen ihre Träume von Freiheit und Autonomie: Sie ist der körperlichen und seelischen Brutalität ihres Mannes ausgesetzt. Daran ändert auch die Emigration der Familie in den Westen nichts – vorerst. Denn irgendwann gelingt Filiz das vermeintlich Unmögliche: die Befreiung aus physischer und psychischer Abhängigkeit. Ein Buch, das unter die Haut geht.

 

Information zum Kartenkauf
Buchhandlung Hugendubel: Anger 62, 99084, Erfurt
Mo-Sa: 9.30–20.00 Uhr

Mrz
22
Mi
Lesung mit Katja Lange-Müller in Weimar
Mrz 22: 19:30

Katja Lange-Müller: Drehtür – Lesung und Gespräch mit der Autorin
Moderation: Angela Egli-Schmidt

Asta ist nach 22 Jahren im Dienst internationaler Hilfsorganisationen am Münchner Flughafen gestrandet. Von den Kollegen weggemobbt aus der Krankenstation in Nicaragua, wo sie zuletzt tätig war, steht sie neben einer Drehtür und raucht. Sie wollte eigentlich gar nicht zurück. Aber weil sich ihre Fehlleistungen häuften, bekam sie ein One-Way- Ticket geschenkt. Und nun weiß sie nicht, wie es weitergehen soll. Einigermaßen wohl fühlt sie sich nur, wenn sie gebraucht wird. Und wer könnte sie, die ausgemusterte Krankenschwester, jetzt noch brauchen?
Während Asta über sich nachdenkt, beobachtet sie ihre Umgebung – und meint, Menschen wiederzuerkennen, denen sie im Laufe ihres Lebens begegnet ist: den Koch der nordkoreanischen Botschaft, der eines Abends mit geschwollener Wange in einem Berliner Hauseingang hockte, ihre Kollegin Tamara, die ein glühender Fan von Tamara „Tania“ Bunke war, ihren Exfreund Kurt, mit dem sie turbulente Wochen in einer tunesischen Ferienanlage verbrachte, und viele andere mehr. Mit jeder Zigarette taucht Asta tiefer in ihre Vergangenheit ein – und mit jeder Episode variiert die Erzählerin ein höchst aktuelles und existenzielles Thema: das Helfen und seine Risiken. Katja Lange-Müller liefert mit diesem Roman einen weiteren Beweis ihrer großartigen Erzählkunst. Katja Lange-Müller, geboren 1951 in Ostberlin, Schriftsetzerlehre, Arbeit in Druckerei und Bild-Redaktion einer Zeitung, dann pflegerische Hilfskraft auf geschlossenen psychiatrischen Frauenstationen. 1979 – 1982 Studium am Institut für Literatur Johannes R. Becher in Leipzig; danach Studienaufenthalt in der Mongolischen Volksrepublik und bis Nov. 1984 Lektoratsmitarbeiterin im Altberliner Verlag, dann Übersiedlung nach Westberlin. Ab 1986 erste Veröffentlichungen, seither zahlreiche bedeutende Literaturpreise und Stipendien.

Lesung mit Claudia und Nadja Beinert in Erfurt
Mrz 22: 20:00

Lesung mit Claudia und Nadja Beinert: Die Mutter des Satans
Mütter und Väter prägen ihre Kinder. Mit dem Roman „Die Mutter des Satans“ gehen die Beinert-Zwillinge der Prägung Martin Luthers durch seine Eltern, insbesondere durch seine Mutter Margarethe, nach. Sie zeigen erzählerisch auf, welchen Einfluss sie auf den Sohn hatte, welche Fähigkeiten und Denkwege sie ihm durch ihre Erziehung ermöglichte und wie sie letztendlich damit einen wesentlichen Anteil an der Bewegung hatte, die zu einem weitreichenden Zusammenbruch einer jahrhundertealten, religiösen Lebensordnung führte: der Reformation.

Mrz
23
Do
Thüringen liest … auf der Leipziger Buchmesse
Mrz 23: 10:30 – 21:30

Dreifachmord in Thüringen

23. März 2017 | 10:30 – 11:00 Uhr

Mitwirkende: Julia Bruns

Veranstalter: Emons Verlag

Art der Veranstaltung: Lesung

Beschreibung: Witzig, originell und abgründig. Ein politisch unkorrekter Ost-West-Krimi

Ort: Literaturcafé Halle 4, Stand B600

 

 

Töne befragen – ihr Sosein erkunden

23. März 2017 | 11:30 – 12:00 Uhr

Mitwirkende: Klaus-Jürgen Kamprad, Christoph Sramek, Siegfried Thiele

Moderation: Helga Schmidt

Veranstalter: Verlag Klaus-Jürgen Kamprad

Art der Veranstaltung: Gespräch

Beschreibung: Eine Dokumentation zu Leben und Schaffen des Leipziger Komponisten Siegfried Thiele

Ort: Musikcafé Halle 4, Stand A401

 

 

Loreleys Lover

23. März 2017 | 12:30 – 13:00 Uhr

Mitwirkende: Detlef Ignasiak

Moderation: Jens-Fietje Dwars

Veranstalter: quartus Verlag

Art der Veranstaltung: Lesung und Gespräch

Beschreibung: Erotik mit Kirchensegen: der Menantes-Preis für erotische Dichtung

Ort: Forum Literatur Halle 5 Halle 5, Stand K600

 

 

Der Architekt und Baukünstler Otto Brückwald

23. März 2017 | 13:30 – 14:00 Uhr

Mitwirkende: Klaus-Jürgen Kamprad, Thomas Krakow, Thomas Strobel

Moderation: Michael Möller

Veranstalter: Verlag Klaus-Jürgen Kamprad

Beschreibung: Otto Brückwald (1841-1917): Ein vergessener Künstler und Architekt

Ort: Musikcafé Halle 4, Stand A401

 

 

Mörderische Volksfeststimmung

23. März 2017 | 14:30 – 15:00 Uhr

Mitwirkende: Katharina Schendel

Veranstalter: Emons Verlag

Art der Veranstaltung: Lesung

Beschreibung: Eine grausame Verbrechensserie im thüringischen Eisenach. Der „Sommergewinn“ ist in Gefahr.

Ort: Literaturcafé Halle 4, Stand B600

 

 

Die Kulturnacht von MDR THÜRINGEN

23. März 2017 | 15:00 – 16:00 Uhr

Moderation: Torsten Unger

Veranstalter: MDR

Art der Veranstaltung: Gespräch

Beschreibung: Literarische Neuerscheinungen aus Thüringen, präsentiert auf der Leipziger Buchmesse

Ort: MDR – Glashalle Stand 17

 

 

Eine Insel im roten Meer – Erinnerungen an das Theologische Seminar Leipzig

23. März 2017 | 15:00 – 16:00 Uhr

Mitwirkende: Christoph Dieckmann, Wolfgang Ratzmann, Thomas A. Seidel

Moderation: Stefan Seidel

Veranstalter: Kontaktstelle Kirche der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens, Evangelische Verlagsanstalt, Evangelische Akademie Sachsen-Anhalts e.V.

Art der Veranstaltung: Lesung und Gespräch

Beschreibung: Gespräch mit Wolfgang Ratzmann und Thomas A. Seidel (Herausgeber) und ZEIT-Autor Christoph Dieckmann

Ort: Leseinsel Religion Halle 3, Stand A200

 

 

200 Jahre Opernchor Leipzig

23. März 2017 | 17:00 – 17:30 Uhr

Mitwirkende: Klaus-Jürgen Kamprad, Hagen Kunze, Wolfram Protze, Ulf Schirmer, Stephan Wünsche

Moderation: Bettina Volksdorf

Veranstalter: Verlag Klaus-Jürgen Kamprad

Art der Veranstaltung: Präsentation

Beschreibung: Umfangreich bebildeter Sammelband zur Historie und Gegenwart des Chores der Oper Leipzig

Ort: Musikcafé Halle 4, Stand A401

 

 

Johannes Bobrowski und Litauen

23. März 2017 | 18:30

Mitwirkende: Helmut Böttiger, Andreas Degen, Cornelius Hell, Laurynas Katkus, Ingo Schulze

Veranstalter: Lithuanian Culture Institute, Deutsche Nationalbibliothek

Art der Veranstaltung: Podiumsgespräch

Beschreibung: Podiumsgespräch

Ort: Deutsche Nationalbibliothek, Deutscher Platz 1, 04103, Leipzig (Süd)

 

 

Das Brennen der Worte im Mund

23. März 2017 | 19:30

Mitwirkende: Gabriele Stötzer

Veranstalter: ARTE Fakt Galerie & Verlag , KTR Galerie

Art der Veranstaltung: Buchpremiere, Lesung, Signierstunde

Beschreibung: Die Autorin zeigt eindringlich, was staatliche Unterdrückung, Bespitzelung und Gewalt für den Einzelnen bedeuten.

Ort: KTR Galerie, Tschaikowskistraße 21, 04105, Leipzig (Nord)

 

 

L3 Lange Leipziger Lesenacht

23. März 2017 | 20:00

Mitwirkende: Nico Bleutge, Ron Winkler

Moderation: Ulrike Feibig

Veranstalter: ClaraPark, Leipziger Buchmesse, Moritzbastei , Schöffling & Co., C.H. Beck

Art der Veranstaltung: Lesung

Beschreibung: Die Nacht der jungen deutschsprachigen Literatur mit Ron Winkler und Nico Bleutge

Ort: Moritzbastei, Schwalbennest, Universitätstr. 9, 04109, Leipzig (Zentrum)

Eintritt: Abendkasse , 14,- Euro (erm. 10,- Euro) Vorverkauf: 10,- Euro

 

 

Weimar-Gedichte von Andreas Reimann

23. März 2017 | 20:00

Mitwirkende: Andreas Reimann

Moderation: Jens-Fietje Dwars

Veranstalter: quartus Verlag

Art der Veranstaltung: Lesung

Beschreibung: Frech und meisterhaft: die Weimar-Gedichte des Leipziger Lyrikers Andreas Reimann.

Ort: Museum der bildenden Künste, Beckmann-Saal, Katharinenstraße 10, 04109, Leipzig (Zentrum)

Literaturland Thüringen‹ ist eine gemeinsame Initiative von
Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen · Thüringer Literaturrat e. V. · MDR-Figaro · MDR Thüringen – Das Radio

Gestaltung und Umsetzung XP.DT © 2011-14 [http://www.xp-dt.de]
© Thüringer Literaturrat e.V. [http://www.thueringer-literaturrat.de]

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