Kalender

Ausstellungen

Jan
19
Fr
ganztägig Ausstellung »Allerlei Mitgeschic...
Ausstellung »Allerlei Mitgeschic...
Jan 19 – Jul 22 ganztägig
Allerlei Mitgeschicktes. Briefe an Goethe und ihre Beilagen   Fast täglich empfing Goethe Briefe. Annähernd 20.000 sind überliefert. Häufig waren die Schreiben begleitet von Büchern, Autographen und Noten, aber auch von Kunstgegenständen, Münzen, Mineralien oder[...]
Mrz
9
Fr
ganztägig Ausstellung »Vom bunten Spielzeu...
Ausstellung »Vom bunten Spielzeu...
Mrz 9 – Aug 9 ganztägig
Vom bunten Spielzeugdorf zum Drachen Emil – 85 Jahre Knabe Verlag Weimar   Unter dem Titel »Vom bunten Spielzeugdorf zum Drachen Emil« findet in der ersten Jahreshälfte 2018 eine Ausstellung zum Weimarer »Knabe Verlag« statt.[...]
Mai
5
Sa
ganztägig Ausstellung »Dystopia. Zum 200. ...
Ausstellung »Dystopia. Zum 200. ...
Mai 5 – Aug 12 ganztägig
DYSTOPIA. Zum 200. Geburtstag von Karl Marx Installationen, Zeichnungen, Skulpturen, Videos   Aus Anlass des 200. Geburtstages von Karl Marx soll anhand von Werken zeitgenössischer Künstler die Rolle von Utopien in der gegenwärtigen Welt hinterfragt[...]
Jul
14
Sa
ganztägig Ausstellung »Aufbruch ins romant...
Ausstellung »Aufbruch ins romant...
Jul 14 – Okt 21 ganztägig
Ausstellung »Aufbruch ins romantische Universum – August Wilhelm Schlegel«   In der Ausstellung zu entdecken ist ein ebenso innovativer wie vielseitiger Schriftsteller und Intellektueller, ein romantischer Weltbürger, dessen europaweite Netzwerke im Kontext einer interkulturellen Vermittlungspraxis[...]
Nov
10
Sa
ganztägig Ausstellung »Grimms Märchen… und...
Ausstellung »Grimms Märchen… und...
Nov 10 2018 – Mrz 3 2019 ganztägig
»Grimms Märchen… und kein Ende – Europäische Kunstmärchen« Die Ausstellung dokumentiert die Entwicklung vom romantischen Kunstmärchen zum realitätsverbunden Wirklichkeitsmärchen. Neben und nach den Brüdern Grimm hat es in der europäischen Kulturgeschichte zahlreiche weitere Märchensammler und[...]
Mai
4
Fr
Lesung mit Ingo Schulze in Weimar
Mai 4 um 19:30

»Peter Holtz« – Lesung mit Ingo Schulze.

Rezension zum Buch in der Reihe »Gelesen & Wiedergelesen«

Voltaire-Lesung mit Martin Schink in Erfurt
Mai 4 um 19:30

Gute Reise I – Die Jagd nach der Besten aller möglichen Welten – Martin Schink liest aus Voltaires »Candide oder Der Optimismus«.

 

Es ist ein Parforceritt um die halbe Welt, die der uneheliche Fürstenspross Candide auf sich nimmt, um die große Liebe seines Lebens zu erobern. Dabei stellt sich der Spießrutenlauf, den er am Beginn seiner Abenteuer erdulden muss, noch als vergleichsweise harmlos heraus. Zusammen mit seinen Weggefährten, der geliebten Kunigunde, seinem Lehrer Pangloss, einer Papsttochter und vielen anderen ist er einem Dauerhagel von Widrigkeiten, Schrecklich- und Schlechtigkeiten ausgesetzt. Einzig der Glaube, dass alles auf der Welt auf das Beste eingerichtet sei, lässt ihn den Mut nicht verlieren.

„Alles, was ist, ist richtig und gut“: so lautet der optimistische Lehrsatz der Philosophen Leibnitz und Pope, die die europäische Gesellschaft des 18. Jahrhunderts zur besten aller möglichen Welten erklärte. Als dann am 1. November 1755, dem Allerheiligentag, das große Erdbeben von Lissabon mehr als 30.000 Menschen in den Tod riss und ein Jahr später der Siebenjährige Krieg ausbrach, hielt es der französische Philosoph und scharfzüngige Satiriker Voltaire für an der Zeit, dieser These vehement zu widersprechen. Das Ergebnis war der 1759 erschienene philosophische Kurzroman „Candide oder Der Optimismus“, der sofort von einem großen Leserpublikum bejubelt wurde.

 

Kurzportrait Voltaire

Voltaire (eig. François-Marie Arouet), 1694 in Paris geboren, besuchte dort das Jesuitenkolleg Louis-le-Grand und fand nach Abschluss seines Studiums bald Zugang zu aristokratischen freidenkerischen Kreisen. 1717 brachte ihm eine Satire auf Ludwig XIV. ein Jahr Haft in der Bastille ein. Später musste er seines Freidenkertums und seiner aufklärerischen Schriften wegen mehrfach Paris verlassen. In England und auf dem Schloss einer Freundin in der Champagne fand er Asyl. 1750 folgte er einer Einladung an den Hof Friedrich des Großen, wurde aber drei Jahre später in Ungnade wieder entlassen. Er starb 1778 in Paris.

Lesung mit Clemens Meyer in Gera
Mai 4 um 20:00

Der vielfache Literaturpreisträger Clemens Meyer liest aus seinem aktuellen Buch »Die stillen Trabanten«

 

Ein Lokführer, der die Nachtfahrten liebt, bis ein lachender Mann auf den Schienen steht. Ein Wachmann, der seine Runden um das Ausländerwohnheim dreht und sich in die Frau hinter dem Zaun verliebt. Ein Imbissbudenbesitzer, der am Hochhausfenster steht und auf die leuchtenden Trabanten der Nacht schaut. Souverän, rauschhaft und traumwandlerisch sicher erzählt Clemens Meyer von verlorenen Schlachten und überwältigenden Wünschen. Es sind Geschichten aus unserer Zeit, so zerrissen wie unser Leben, so düster wie die Welt, so schön wie die schönsten Hoffnungen.

Mai
5
Sa
Literarische Soirée im Literaturmuseum Baumbachhaus in Meiningen
Mai 5 um 19:00

Lesung Südthüringer Autorinnen und Autoren und ihrer Gäste als literarischer Höhepunkt der diesjährigen Literaturwerkstatt des Südthüringer Literaturvereins in der Rhön vom 4. bis 6. Mai 2018.

Man darf gespannt sein, was die Werkstatt-Teilnehmer diesmal an neuen Texten vorstellen werden und wie der Zusammenhang mit dem Workshop-Thema »Elfen« bei dem besonders gestalteten Programmteil der Jugendgruppe und den weiteren Teilnehmern zum Tragen kommt. Die musikalische Begleitung obliegt diesmal dem jungen Pianisten Gustav Kühn von der Städtischen Musikschule »Max Reger« Meiningen, der u. a. Stücke von Rachmaninow und Chopin zum Vortrag bringt. Kühn war mehrfach Preisträger im regionalen und bundesweiten Wettbewerb »Jugend musiziert«.

Zum Programmschluss wird auch die Veilsdorfer Autorin Erika Westhäuser wieder einige ihrer unnachahmlichen Mundart-Beiträge beisteuern. Der Eintritt zu dieser Lesung am Abend des regionalen Lese-Wandertages ist frei. Interessenten sind dazu herzlich eingeladen.

Mai
7
Mo
Buchvorstellung und Lesung mit Wilhelm Bartsch in Sondershausen
Mai 7 um 17:00

»Gotische Knoten. Zornige Gedichte« – Buchvorstellung mit dem Dichter Wilhelm Bartsch

 

Ein frech-gekonnter Rundumschlag gegen den Zeitgeist. Mit Seumes Knotenstock und der Schützenhilfe illustrer Geister von Walther von der Vogelweide über Luther bis zu Brecht und Joyce teilt der Hallenser Autor kräftig aus – gegen Deutschtümler und Wichtigtuer aller Art.

Lesung mit Matthias Biskupek, Frank Quilitzsch, Landolf Scherzer, Martin Straub in Neustadt an der Orla
Mai 7 um 19:30

Das Thüringer Literarische Quintett: Matthias Biskupek, Frank Quilitzsch, Landolf Scherzer, Martin Straub

Unter seinem Motto „Einer für alle – alle für einen guten Zweck“ engagiert sich das TLQ bereits seit 200.

Matthias Biskupek, Landolf Scherzer, Frank Quilitzsch und Martin Straub sind Urgesteine der Thüringer Literaturszene. Martin Straub ist der Ehrenvorsitzende des Lese-Zeichen e.V. und hat für sein unermüdliches Engagement für Literatur das Bundesverdienstkreuz am Bande bekommen. Frank Quilitzsch machte sich mit seinen heiteren Erinnerungsbänden über Dinge, die wir vermissen ebenso einen Namen, wie mit seinen Büchern über ferne Länder. Landolf Scherzer gehört mit seinen politischen Reportagen zu den erfolgreichsten Thüringer Autoren. Matthias Biskupeks Spezialität sind satirische Texte, ob als Autor für den „Eulenspiegel“ oder seines aktuellen Buchs „Der Rentnerlehrling“. Das fünfte Gründungsmitglied, Hans-Jürgen Döring, verstarb 2017 – viel zu früh. Doch sein Einfluss und seine Gedichte sind bei den Veranstaltungen gegenwärtig.

In Neustadt an der Orla spendet das TLQ die Einnahmen der Veranstaltung an das Jugendhaus „An’ne Bahnschien“.

Sebastian ist krank – Lesebühne in Jena
Mai 7 um 20:00

Jenas junge, beste und einzige monatliche Lesebühne.

 

Wir sind Slam-Poeten, Storyteller, Lyriker, Prosaisten und Ex-Grundschüler.

Wir sind mehrfach mit Preisen und Titeln überschüttete Literaten, die sich an schlechten Wortspielen versuchen. Wir entfesseln mal tosenden Applaus, mal zum Zerreißen gespannte Stille und sind dabei stets mindestens so mittel. Wir sind Jenas junge, beste und einzige monatliche Lesebühne. Wir sind Sebastian ist krank.

Wir? Das sind: Die sagenumwogenen Linn Dittner und Flemming Witt, der legendenumrankte Steve Kußin und der fabelhafte Friedrich Herrmann. Und natürlich Sebastian (Sebastian ist krank). Mit dabei sind wieder Gäste.

 

Mai
8
Di
Buchvorstellung und Lesung mit Rolf Schneider im KulturHaus Dacheröden Erfurt
Mai 8 um 19:30

»Ebereschenfeuer« Buchvorstellung und Lesung mit Rolf Schneider

 

Eine Wiener Kunsthistorikerin tritt in Berlin ein unerwartetes Erbe an
und infiziert sich mit dem Virus »Ost-Deutschland«…

Die Presse urteilt: »Wie in einer Waage wird das zwanzigste Jahrhundert
gewogen. (…) Einmal mehr erweist sich Rolf Schneider als
einfühlsamer Erzähler und Porträtist, dessen Figuren man nicht so
schnell vergisst. Jenseits jeglicher Effekthascherei repräsentiert seine
tiefwurzelnde Sprache unbeirrt zugleich eine ganze Kultur.
Rolf Schneider ist einer der letzten großen deutschen Erzähler.«
(Torsten Unger, MDR Thüringen – Das Radio)

Lesung mit Rolf Schneider im KulturHaus Dacheröden in Erfurt
Mai 8 um 19:30

Rolf Schneider liest aus seinem neuen Roman »Ebereschenfeuer«

»Wie in einer Waage wird das zwanzigste Jahrhundert gewogen. (…) Einmal mehr erweist sich Rolf Schneider als einfühlsamer Erzähler und Porträtist, dessen Figuren man nicht so schnell vergisst. Jenseits jeglicher Effekthascherei repräsentiert seine tiefwurzelnde Sprache unbeirrt zugleich eine ganze Kultur. Rolf Schneider ist einer der letzten großen deutschen Erzähler.« (Torsten Unger, MDR)

Der Roman ist in der Edition Ornament im quartus-Verlag erschienen.

Mai
9
Mi
Lesung mit Dominique Horwitz in Nordhausen
Mai 9 um 19:30

Chanson d’Amour – Lesung mit Dominique Horwitz

 

 

Gefährliche Liebschaften im Schatten des Nationaltheaters. Lebenskl8ug und mit viel Esprit erzählt Dominique Horwitz von den ach so verschiedenen Spielarten der Liebe.

Mai
11
Fr
»VORLAUT« trifft »LEA« – Offene Lesebühne in Erfurt
Mai 11 um 19:30

Das erste Mal auf einer Bühne stehen. Das erste Mal seinen Text und sich selber präsentieren. Das Publikum wartet gespannt. Einatmen, ausatmen. Das erste Wort erklingt…

Die offenen Lesebühnen VORLAUT und LEA – Lesebühne Erfurter Autoren kooperieren und eröffnen Schreibenden die Möglichkeit, ihre Texte öffentlich vorzutragen. Zehn Minuten auf der Bühne sind jedem und jeder gegeben, die es zu füllen gilt. Die Vortragenden können die Textart frei wählen, alles ist erlaubt und erwünscht. Unterstützt werden sie von einem eingeladenen Autor und einem Musik-Act.

VORLAUT ist das gemeinsame Projekt von Elisabeth Reck und Levin Simmet im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres, das Elisabeth bei der Erfurter Herbstlese und Levin beim Kino mon ami in Weimar absolviert. VORLAUT in Erfurt arbeitet mit LEA zusammen, die von Andreas Budzier geleitet wird.

Alle, die sich auf die Bühne trauen und in Erfurt lesen möchten, melden sich bitte bei Elisabeth Reck unter E-Mail fsj_kultur@herbstlese.de oder bei Andreas Budzier unter E-Mail a.budzier@highslammer.de an.

Mai
12
Sa
Lesung mit Gundula Schule Eldowy in Erfurt
Mai 12 um 19:30

»Tänzerflügel« – Lesung mit Gundula Schulze Eldowy

 

Gundula Schule Eldowy stellt ihren Erzählband »Tänzerflügel« vor. Es ist keine fiktive Reise, sondern eine authentische Erzählung der Abenteuer einer Weltenbummlerin, die in Ägypten und Peru zweiundzwanzig Jahre lebte. Ihr Bericht ist ein aufrüttelnder Blick in die Abgründe des Menschseins.

Mai
13
So
Lesung und Gespräch mit Sibylle Lewitscharoff und Najem Wali auf Schloss Ettersburg
Mai 13 um 16:00

Abraham trifft Ibrahim. Streifzüge durch Bibel und Koran –

Lesung und Gespräch mit Sibylle Lewitscharoff und Najem Wali

Konzertante Lesung mit Claudia Michelsen und Karl Epp auf Schloss Ettersburg
Mai 13 um 19:00

»An den Sohn« – Claudia Michelsen liest aus Briefen und Tagebüchern von Käthe Kollwitz. An der Gitarre Karl Epp.

Mai
14
Mo
Lesung mit Stefan Bollmann in Hermsdorf
Mai 14 um 19:00

Stefan Bollmann liest aus »Monte Verità 1900 – der Traum vom alternativen Leben beginnt«

Das 20. Jahrhundert ist noch kein Jahr alt, da macht sich eine Gruppe junger Aussteiger nach Ascona an den Lago Maggiore auf. Sie gründen den Monte Verità, den Berg der Wahrheit. Ihre Agenda: in der Natur leben, sich vegan ernähren, freier lieben, sich selbst verwirklichen. Schnell verbreitet sich ihr Ruf nach Berlin, München, Genf und St. Petersburg. Erich Mühsam kommt, völlig blank, mit dem schönen Dichter Johannes Nohl im Schlepptau, doch er verträgt das vegetarische Essen nicht. Käthe Kruse tanzt mit ihrem unehelichen Kind an Weihnachten ums Feuer. Hermann Hesse flüchtet sich vor dem Alkohol nach Ascona und gräbt sich in die Erde ein. Marianne Werefkin malt über sechshundert Bilder. Mary Wigman folgt ihrem Lehrer Rudolf von Laban auf den Berg und bringt diesen mit ihrem Tanz an die Sonne zum Beben.

Stefan Bollmann erzählt von den Lebensreformern und der faszinierenden Aktualität ihrer Ideen bis heute.

Mai
15
Di
»Zum 200. Geburtstag von Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach« – Vortrag von Dr. habil. Jochen Golz und Lesung mit Dr. Volker Giehl und Dr. Christian Hain in Weimar
Mai 15 um 18:00

Zum 200. Geburtstag von Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach und Walther Wolfgang von Goethe – eine Würdigung

Vortrag von Dr. habil. Jochen Golz (Weimar)

Lesung aus dem Briefwechsel mit Dr. Volker Giel (Leipzig) und Dr. Christian Hain (Jena).
Es erklingen Kompositionen von Walther Wolfgang von Goethe.
(gemeinsam mit der Freundesgesellschaft des Goethe- und Schiller-Archivs)
im Anschluss Geselligkeit bei einem Glas Wein.

Buchvorstellung mit dem Dichter Volker Müller und dem Schauspieler Wilfried Pucher in Greiz
Mai 15 um 19:00

Neue Gedichte eines Greizer Autors

Volker Müller und Wilfried Pucher stellen im Weißen Saal des Greizer Unteren Schlosses den Gedichtband »Vergessene Zentimeter« von Volker Müller vor.

 

Gegen das Gedichteschreiben ist vermutlich ernsthaft kaum etwas zu machen. Das musste auch der Greizer Volker Müller erfahren. Nachdem 2015 sein Lyrikband »Einen Taubenflug groß ist meine Stadt« erschienen war, dachte der Autor, damit sei sein Ausflug in das Land der Poesie abgeschlossen. Doch dem war nicht so. Die Sache mit den Gedichten ging weiter und so gibt es seit einigen Wochen eine zweite Sammlung mit dem Titel »Vergessene Zentimeter.« Das im Besonderen der Vogtland-Philharmonie gewidmete Buch soll am Dienstag, dem 15. Mai, 19.00 im Weißen Saal  des Greizer Unteren Schlosses im Rahmen einer Veranstaltung von »Prominente im Gespräch« vorgestellt werden. Mit von der Partie ist dabei neben dem Autor auch der Schauspieler Wilfried Pucher.

Außer dem Titel, der einen ornithologischen Hintergrund hat, ist auf der Umschlagseite noch zu lesen: »Gedichte & Sprüche zwischen Neuendorf und Idahöhe«. Damit sind mit Hiddensee und Greiz zwei Pole abgesteckt, zwischen denen sich der Autor bewegt. Auf diese Weise ist allerdings nur die geografische Bandbreite seiner poetischen Erkundungen umrissen. Was Zeiten, Visionen, Reflektionen, Irrungen und Wirrungen aller Art angeht, legt sich der Greizer keinerlei Beschränkungen auf, da geht es rundgerechnet dreimal um die Welt. Wie beim »Taubenflug«-Band zählen im Einzelnen Musik und Natur  zu den bevorzugten Themen des Wahl-Greizers. Nahezu gleichauf rangieren die Familie, Freunde, der Gang der Jahreszeiten, die oft nicht einfache Geschichte des heimatlichen Landstrichs sowie eine breitgefächerte kritische Reflexion der gegenwärtigen Situation in Politik und Gesellschaft.

 

Volker Müller studierte von 1970 bis 1974 an der Pädagogischen Hochschule Erfurt/Mühlhausen in der Fachrichtung Deutsch/Russisch und war danach drei Jahre als Lehrer im Kreis Potsdam Land tätig. Weitere Stationen wurden das Staatliche Sinfonieorchester Greiz, das Bezirkskabinett für Kulturarbeit Gera und die in Ronneburg ansässigen »Gessentaler Musikanten«. Nach 1989 arbeitete der seit 1977 mit seiner Familie in Greiz lebende Müller als Redakteur des »Frankenpost«-Ablegers »Thüringenpost«, bis die Zeitung Ende 1996 ihre Tore schloss. Anfang 1998 begann seine Zeit als freischaffender Journalist und Autor. Er veröffentlichte seither zwölf Bücher, darunter auch einen Band Theaterstücke sowie unterhaltsame Feuilletonsammlungen zu Johann Sebastian Bach, Theodor Fontane, Wolfgang Amadeus Mozart und Robert Schumann. Vor dem neuen Gedichtband erschienen zuletzt der Roman »Corvette Menz« und das gemeinsam mit dem Elsterberger Maler und Grafiker Peter Zaumseil gestaltete Künstlerbuch Lob der Bäume.«

Mai
16
Mi
»Kleine Hausmusik bei Otto Ludwig« in Eisfeld
Mai 16 um 09:06

»Alles, was das Herz begehrt« –  Eine musikalisch-literarische Liebeserklärung

 

An einem Frühlingssonntag in Otto Ludwigs Gartenhaus zu Gast sein und dort mit einer Liebeserklärung überrascht werden  –  Das muss ja Freude machen! Und so soll es sein bei der nächsten Veranstaltung der Reihe »Kleine Hausmusik bei Otto Ludwig«. Ganz in dessen Sinn »Musik soll heilen, nicht zerreißen, soll versöhnen, nicht verletzen« erklingen Melodien rund um die Liebe, eben »alles, was das Herz begehrt«.

Julia Sophie Unger, Chantal Josephine Loch, Lea Johanna Mummert und Amelie Elzner, Sängerinnen aus dem Jugend-Rundfunkchor Wernigerode des Landesgymnasiums für Musik Sachsen-Anhalt, sind die Überbringer der »musikalischen Liebeserklärung«. Mit ihrem vielseitigen Programm spannen sie einen großen Bogen, z.B. mit Liedern von Paul Gerhardt (17.Jh.), Felix Mendelssohn-Bartholdy (19.Jh.) über Volkslieder bis zu Komponisten und Interpreten der Gegenwart, wie Thea Eichholz-Müller und Ed Sheeran.

Die Liebe – Sie ist ein weites Feld, sie kann ernst sein und heiter, schwer und leicht zugleich – Und das widerspiegelt sich in den ausgewählten Liedern über die Liebe zu Gott, zur Natur, über Liebesfreuden und Liebesleid, aber auch über die kleinen, allzu menschlichen Sünden…

Die vier Sängerinnen haben im Musikgymnasium Wernigerode, wo sie gerade das Abitur ablegen, eine sehr gute musikalische Ausbildung genießen können; dazu gehörten u.a. Gehörbildung, Tonsatz, Musikgeschichte, Gesang, Klavierspiel. Dies, zusammen mit ihrem Enthusiasmus und der Freude an der Musik wird mit Sicherheit eine gute Grundlage bilden für ihren weiteren Ausbildungs- und Lebensweg.

Das Konzert, das die jungen Sängerinnen im Rahmen der »Kleinen Hausmusik bei Otto Ludwig« darbieten, ist mit freundlicher Unterstützung des Projektchores »Sängerkreis Hildburghausen« zustande gekommen, in dem die Mädchen als Mitglieder auch an der Chorolympiade 2018 in Südafrika teilnehmen.

Die Veranstaltung des Vereins der Freunde von Kirche und Schloss zu Eisfeld e.V. findet am 03.06.2018, 15 Uhr im Otto-Ludwig-Gartenhaus Eisfeld statt.                                                   Wegen geringer Platzkapazität bitten wir um rechtzeitiges Erscheinen.                            Eintritt 5 Euro

Mai
17
Do
Buchvorstellung mit Patrick Baab und Robert E. Harkavy in Jena
Mai 17 um 19:00

„Im Spinnennetz der Geheimdienste. Warum wurden Olof Palme, Uwe Barschel und William Colby ermordet?“

Buchvorstellung mit Patrick Baab und Robert E. Harkavy

Die Autoren präsentieren die Bilanz jahrelanger Recherchen zum Todesfall Uwe Barschels, zur Ermordung Olof Palmes und zur Frage, ob der Ex-CIA-Chef Colby tatsächlich bei einem Bootsunfall ums Leben kam. Wie die Einschätzung im Einzelfall auch ausfallen mag, allein die Indizien machen deutlich, dass eine öffentliche Kontrolle der Geheimdienste auch in den westlichen Demokratien wichtiger ist denn je.

Auf Wunsch kann in Begleitung von Fachpersonal der Aufzug genutzt werden, um das Treppensteigen zum Veranstaltungsraum zu reduzieren.

Konzertante Lesung mit Thomas Thieme und Arthur Thieme auf Schloss Ettersburg
Mai 17 um 20:00

Das verlorene Paradies. Episches Gedicht von John Milton

Konzertante Lesung mit Thomas Thieme und Arthur Thieme.
Der Text wurde eingerichtet von Julia von Sell.

Mai
18
Fr
Franz-Schubert-Abend mit Udo Samel, Jan Kobow und Daniel Heide auf Schloss Ettersburg
Mai 18 um 18:00

»Schwanengesang«

Ein Franz-Schubert-Abend mit Udo Samel, Jan Kobow und Daniel Heide.

Gemeinsam veranstaltet mit dem Lyrischen Salon. Liederabend auf Schloss Ettersburg.

Lesung aus Alfred Brehms »Tierleben« im KulturHaus Dacheröden in Erfurt
Mai 18 um 19:00

Im Rahmen der Sonderaustellung »Von wütenden Schlangen und feigen Wölfen – die Wiederentdeckung des Brehmschen Erbes in Renthendorf« findet im Haus Dacheröden eine Lesung statt, bei der Tierbeschreibungen aus Brehms Tierleben gelesen werden.

Lauschen Sie Brehms unterhaltsamen Tierbeschreibungen und lassen Sie sich durch seine Sprachgewandtheit verzaubern!

Lesung mit Uwe Schimunek in Erfurt
Mai 18 um 19:30

Lesung mit Uwe Schimunek – »Geisterstätten Thüringen – Vergessene Orte«

 

Thüringen ist bekannt als das „Grüne Herz Deutschlands“, das idyllische Landschaften vom Thüringer Wald bis zur Rhön und touristische Highlights von Weltrang wie die bezaubernde Altstadt von Weimar oder die stolze Wartburg in Eisenach zu bieten hat. Doch Thüringen besitzt auch ein anderes Gesicht: In seinen malerischen Bergen und Tälern versteckt sich mancher geheimnisvoller Ort, an dem einst Menschen wohnten, arbeiteten oder sich Gesundung erhofften und der nun dem Verfall preisgegeben ist.

Die Autoren Arno Specht und Uwe Schimunek sowie die Fotografen Babett Köhler, Peter Männig und Adrian Specht führen den Leser zu 14 der aufregendsten thüringischen Geisterstätten. Unter den vorgestellten Gebäuden und Anwesen sind das Jagdschloss Rathsfeld im sagenumwobenen Kyffhäusergebirge, das Kaiser Wilhelm II. ebenso zu seinen Gästen zählte wie erholungssuchende Soldaten, die mondäne Sophienheilstätte bei Bad Berka, die einst Tuberkulosekranke beherbergte, oder das luxuriöse Oberhofer Gästehaus von Walter Ulbricht. In stimmungsvollen Texten und Fotografien erzählt das Buch die Geschichten, die sich hinter den verfallenen Fassaden verbergen, und fängt die morbide Faszination ein, die Gebäude ausstrahlen, die ihre Zeit überdauert haben.

Mai
19
Sa
Boris-Sawinkow-Lesung mit Christian Berkel auf Schloss Ettersburg
Mai 19 um 15:00

»Das schwarze Pferd. Roman aus dem Russischen Bürgerkrieg« – Christian Berkel liest Boris Sawinkow.

Mai
21
Mo
Lou-Andreas-Salomé-Lesung mit Petra Schmidt-Schaller auf Schloss Ettersburg
Mai 21 um 16:00

»Eine Ausschweifung« – Petra Schmidt-Schaller liest Lou Andreas-Salomé.

Mai
23
Mi
Lesung mit André Schinkel in Wandersleben
Mai 23 um 20:00

Der Dichter André Schinkel liest aus seinem neuen Gedichtband »Bodenkunde«

Expedition und Besinnung zugleich – in seinen neuen Gedichten, die den Nachfolger seines 2007er Bandes „Löwenpanneau“ bilden, sieht man André Schinkel mit der Vertiefung seiner poetischen Sichten befasst. Die Texte von „Bodenkunde“ entstanden in einer bewegten Phase des Autors und sprechen über den Zweifel an der und die Hoffnung auf die Liebe, sie reden in Amouren und Rondellen über die Schönheit und den Schrecken der Welt, ihrer Gegenwart als zu entdeckendes Paradies, berichten von inneren wie äußeren Reisen, Gestirnen, vom Licht und der Sehnsucht.

Mai
24
Do
Lesung mit Herfried Münkler in Gotha
Mai 24 um 18:00

Der Dreißigjährige Krieg. Europäische Katastrophe, deutsches Trauma 1618 bis 1648 – Lesung mit Herfried Münkler.

Lesung mit Manfred Quiring in Suhl
Mai 24 um 19:00

Putins russische Welt. Wie der Kreml Europa spaltet – Lesung mit Manfred Quiring.

Mai
25
Fr
Lesung und Gespräch mit Monika Maron auf Schloss Ettersburg
Mai 25 um 18:00

»Munin oder Chaos im Kopf« – Lesung und Gespräch mit Monika Maron.

Lesung mit Michael Krüger im Kloster Mildenfurth
Mai 25 um 19:00

Michael Krüger liest aus seinen Gedichten

 

Michael Krüger ist Dichter, Verleger, Übersetzer. Geboren wurde er 1943 in Wittgendorf bei Zeitz. Zwischen 1986 und 2013 war er Verlagsleiter des Carl Hanser Verlags. Seit 2013 ist er Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.
Soeben hat Michael Krüger einen Lyrikband mit dem Titel „Einmal einfach“ veröffentlicht. Seine neuen Gedichte sind Wortmeldungen unterwegs, von einer Reise ins Offene.
„Einmal einfach“ heißt Hinreise – ohne Rückfahrkarte. Nicht zurück in die neuen Verhältnisse der Entsinnlichung, Speicherung, des Bescheidwissens und der Hetze im Netz. Und wohin geht die Reise? Wieder und noch einmal: in die Natur – als wären ausgerechnet Bäume und Wiesen und weite Himmel das, was man von der Welt im Gedächtnis behalten will.
Ach, wer so reisen könnte, mit offenen Augen: nicht verklärend, nicht mehr naiv und dennoch nicht ohne Rührung. Nicht mit großen Worten, sondern einmal einfach – ohne Ziel.

Verleihung der Ehrengaben der Deutschen Schillerstiftung von 1859 in Weimar
Mai 25 um 19:00

Die mit 10.000 Euro dotierte Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung erhält 2018 Thomas Melle. Die Laudatio auf Thomas Melle hält Thomas Geiger.

Die mit 6.000 Euro dotierte Ehrengabe der Kester-Haeusler-Stiftung 2018 geht an Anna Katharina Hahn. Die Laudtatio auf Anna Katharina Hahn hält Antje Weber.

Mit der Entscheidung folgte das Kuratorium der Deutschen Schillerstiftung von 1859 dem Votum ihrer Jury (Thomas Geiger, Norbert Hummelt, Katrin Lange, Antje Weber und Helge Pfannenschmidt).

 

Thomas Melle, geboren 1975 in Bonn, debütierte 2007 mit dem Erzählband »Raumforderungen«. In den Jahren 2011 und 2014 folgten die Romane »Sickster« und »3000 Euro«. Einem größeren Publikum wurde er 2016 mit seinem Buch »Die Welt im Rücken« bekannt. Thomas Melle hat sich zu einer der eindringlichsten Stimmen der jüngeren Literatur entwickelt – seine Texte erzählen schonungslos aus der gehetzten Gegenwart Berlins im jungen 21. Jahrhundert, getragen von einer Sprache, die unterschiedlichste Register souverän einzusetzen weiß. Schon in seinem Debüt »Sickster« vermeidet Melle den selbstgefälligen Berlin-Roman eines abgeklärten, orientierungslosen Hauptstadt-Bewohners. Sein autobiographisch grundiertes Buch »Die Welt im Rücken« geht weit über einen selbstreferenziellen Krankheitsbericht eines bipolaren Mannes hinaus, es besticht nicht nur durch sein konzentriertes, reflektiertes Schreiben »um das eigene Leben«, darüber hinaus ist es auch als ein grandioser Großstadtroman zu lesen. Aus Melles gekonntem Erzählen mit seiner unbedingten Nähe zur Gegenwart entsteht ein Werk, das den Leser umstandslos in den Bann zieht.
Anna-Katharina Hahn, geboren 1970 im Raum Stuttgart, hat bisher zwei Erzählbände (»Sommerloch«, 2000; »Kavaliersdelikt«, 2004) und drei Romane (»Kürzere Tage«, 2009; »Am Schwarzen Berg«, 2012; »Das Kleid meiner Mutter«, 2016) veröffentlicht. Anna Katharina Hahn kann wunderbar beobachten und verschiedene Milieus beschreiben; sie erweist sich dabei auch als ausdauernde Chronistin ihrer Heimatstadt Stuttgart. Ihre Themen bezieht sie aus der Gegenwart, auch ihre Sprache ist zupackend heutig und zugleich an den literarischen Vorbildern der Vergangenheit geschult. Hahn bricht Strukturen auf, täuscht Erwartungen, lässt märchenhafte Wendungen zu – und stets spielt dabei im Hintergrund die Literatur eine große Rolle, von der Schauerromantik bis zu Gottfried Benn. Denn letztlich geht es dieser Schriftstellerin immer um die Beschreibung der lebensverändernden Kraft von Literatur – und um die Veränderung der Literatur selbst.

Anton-Tschechow-Lesung mit Regina Holland-Cunz in Schmalkalden
Mai 25 um 19:30

»Der Rosastrumpf« – Regina Holland-Cunz liest Erzählungen von Anton Tschechow.

Lesung mit Simon Strauß im Schillerhaus Rudolstadt
Mai 25 um 19:30

Simon Strauß liest aus »Sieben Nächte«

 

Der Debütroman des FAZ-Redakteurs Simon Strauß sorgt für kontroverse Debatten und avancierte schnell zum Bestseller: Sieben Mal in sieben Nächten soll ein junger Mann einer der sieben Todsünden begegnen. Er muss gierig, hochmütig und wollüstig sein, sich von einem Hochhaus stürzen, den Glauben und jedes Maß verlieren. Simon Strauß erzählt von einem Menschen an der Schwelle, der alles aufbringt, um sich Gewohnheit und Tristesse zu verwehren. Im Schutz der Nacht entwickelt er aus der Erfahrung der sieben Todsünden die Konturen einer besseren Welt, eines intensiveren Lebens − „ein Buch, das so klug und berührend ist, dass man ihm auf der Stelle folgen will“. (Theresia Enzensberger)

Mai
26
Sa
Vorstellung der Dichterin Edeltraut Eckert in der Dichterstätte »Sarah Kirsch« in Limlingerode
Mai 26 um 14:30

»Mein Leben ist ein dunkel Lied / Das an der Sehnsucht bangem Klange reift …«

Gedichte der Edeltraut Eckert (1930-1955)
»Mein Leben ist ein dunkel Lied / Das an der Sehnsucht bangem Klange reift …« Gedichte der Edeltraut Eckert (1930-1955), Texte einer Vergessenen.  Schülerinnen und Schüler der Regelschule Hainleite in Wolkramshausen entdecken  ´diese Dichterin für sich.

Mai
27
So
Johannes-Bobrowski-Programm mit Martin Stiebert in Krölpa
Mai 27 um 15:00

»Stiller Sommer; zugleich etwas über Wachteln« –  Ein neues Bobrowski-Programm von Martin Stiebert. Mit Musik von Oliver Räumelt

Anknüpfend an die Veranstaltung vom vergangenen Jahr anlässlich des 100. Geburtstages von Johannes Bobrowski, bietet Martin Stiebert in diesem Jahr ein Programm unter dem Titel Stiller Sommer; zugleich etwas über Wachteln an. Dies ist der Titel eines Prosastücks aus Bobrowskis letztem Lebensjahr. Darin wird mit dem Rufen der Wachteln gespielt: Pück Perück oder: Bück den Rück. Oder aber auch: Schönen Dank und lobet Gott. Bobrowski hat neben diesem Prosatext der Wachtel auch ein Gedicht gewidmet, wie er überhaupt viele Vogelarten in Gedichte gesetzt hat – Pirol, Fink, Häher, Laubsänger, Kuckuck …

„Wenn man Glück hat, trifft man ihn in der Bibliothek, auf der Straße oder im Café Central, wenn man größeres Glück hat, kann man ihm lauschen, was immer bedeutet, leichten Fußes einen Spaziergang durch die Literaturgeschichte anzutreten, mit kleinen Ausflügen in die Philologie, Theologie, ins funkelnde Denken des Martin Stiebert, das so wunderbar weitverzweigte Girlanden windet.“ (Kulturjournal)

Lesung und Gespräch mit Uwe Tellkamp und Sebastian Kleinschmidt auf Schloss Ettersburg
Mai 27 um 15:00

»Carus-Spiegelungen« – Lesung und Gespräch mit Uwe Tellkamp und Sebastian Kleinschmidt.

Lesung mit Ulf Annel in Nordhausen
Mai 27 um 16:00

„Jede Laune meiner Wimper – ein Ringelnatz-Abend“ – mit Ulf Annel und Musik von Verena Fränzel

Der Erfurter „Arche“-Kabarettist Ulf Annel hat im vergangenen Jahr in Nordhausen das Publikum mit seinem Solo-Programm über die Geschichte Thüringens begeistert. 2018 kehrt er zurück – mit einem Abend für den großen Schriftsteller und Kabarettisten Joachim Ringelnatz.

Ausschütten vor Lachen wollte sich so mancher Zuschauer beim Ringelnatz-Programm, bei dem sich selbst der zurückhaltendste Mecklenburger ein herzliches Schmunzeln nicht verkneifen konnte. So schrieb die Ostsee-Zeitung.

Ringelnatz, der deutsche Dichter aus dem sächsischen Wurzen mit Thüringer Wurzeln, zeitweilig Seemann, Erfinder des Kuttel Daddeldu, wird mit diesem Programm voller Witz und Poesie vorgestellt. Knapp zwei Stunden große Kleinkunst mit Ulf Annel und der Musikerin Verena Fränzel.

Novalis-Programm in Schlöben
Mai 27 um 17:00

Novalis – Dichter der Romantik. Märchen – Texte – Musik.

 

Cornelie Mier – Sprecherin, Klaus Wegener – Musiker

In Schlöben, einst Familiengut der von Hardenbergs und zentraler Ort auf dem  Novalis-Wanderweg von Drackendorf über die Wöllmisse Schlöben, Rabis wieder zurück nach Drackendorf, findet zum zweiten Mal zu Ehren des Novalis (2.5.1772 – 25.3.1801) in seinem Geburtsmonat ein Lesekonzert statt. Es werden Textstellen und vor allem das Märchen „Hyazinth un Rosenblüte“ aus dem Romanfragment „Die Lehrlinge zu Sais“ gelesen. Dieses Werk ist Novalis‘ geistige und literarische Verarbeitung seiner Studien in der Bergwerks – Akademie Freiberg1798 nach dem Tod seiner Braut Sophie von Kühn. Auch seine inneren Erlebnisse nach dieser Erschütterung fließen mit ein. Das ganze wird von romantischer Musik umrahmt und begleitet.

Mai
28
Mo
Lesung mit Hans Henner Hess im Rittergut Knau
Mai 28 um 12:53

»Grillwetter« – Lesung mit Hans Henner Hess

Anwalt Fickel würde seine Geschäfte als Terminhure am Amtsgericht zu gern ein wenig ruhen lassen, um sich endlich gebührend seinem Privatleben zu widmen, genauer gesagt: seiner neuen Fernfreundin Astrid Kemmerzehl. Doch Bad Bocklet ist weit, und ausgerechnet jetzt geht es zu Hause um die Wurst.

Das Traditionsunternehmen Krautwurst Thüringer Wurstspezialitäten hat Insolvenz angemeldet, Massenentlassungen stehen bevor, und das Schlimmste ist: Ein Produktionsstopp scheint unvermeidlich. – Die Folgen für Südwestthüringen und seine Bevölkerung wären verheerend: kalter Bratwurstentzug und Tofuschock, verwaiste Grillgitter und Löschbierschwemme. Eine ganze Region droht abzudriften. Zu allem Überfluss ist der Insolvenzverwalter spurlos verschwunden. Ist er mit einem Geldkoffer durchgebrannt, wie es Geschäftsführer Jürgen Krautwurst befürchtet, oder wurde er von Schlachter Menschner mit dem Schweinespalter erschlagen? Eine total verfahrene Situation – wer, wenn nicht Anwalt Fickel sollte den Karren aus dem Dreck ziehen? Dabei muss er sich allerdings zwischen zwei Leidenschaften entscheiden: Liebe oder Rostbratwurst.

Mai
29
Di
Lesung & Musik für Kinder mit Heike Eberius von Hammel und Bert Gocke in Georgenthal
Mai 29 um 16:00

»Der Wetterzauberer« – Lesung & Musik mit Heike Eberius von Hammel und Bert Gocke

Mieses Wetter! Hexe Stummelzahn hätte sich ihren fürchterlichen Schnupfen längst weggezaubert, wenn sie nur wüsste, wo ihr Zauberstab liegt. Seit Wochen hat sie ihre Hexenstube nicht aufgeräumt. Krach – draufgetreten! Aua! Der Stab zaubert vor Schmerz eine Wolke aus rohen Eiern. Eine Katastrophe bahnt sich an, die selbst Zauberer Sinnso nicht in den Griff bekommt. Allein der Uhrengeist Tick kann helfen.

Die Autorin schlüpft in verschiedene Rollen. Durch das Programm führen Puppen. Bert, der Gitarrist, sorgt für die musikalische Umrahmung. Die Kinder singen mit, bewegen sich. Am Ende wird gerockt, bis der Fußboden wackelt.

Zwei Erkenntnisse: Lesen ist wichtig, ab und zu aufräumen ist von Vorteil.

Mai
31
Do
»VORLAUT« trifft »LEA« – Offene Lesebühne in Weimar
Mai 31 um 19:30

Das erste Mal auf einer Bühne stehen. Das erste Mal seinen Text und sich selber präsentieren. Das Publikum wartet gespannt. Einatmen, ausatmen. Das erste Wort erklingt…

Die offenen Lesebühnen VORLAUT und LEA – Lesebühne Erfurter Autoren kooperieren und eröffnen Schreibenden die Möglichkeit, ihre Texte öffentlich vorzutragen. Zehn Minuten auf der Bühne sind jedem und jeder gegeben, die es zu füllen gilt. Die Vortragenden können die Textart frei wählen, alles ist erlaubt und erwünscht. Unterstützt werden sie von einem eingeladenen Autor und einem Musik-Act.

VORLAUT ist das gemeinsame Projekt von Elisabeth Reck und Levin Simmet im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres, das Elisabeth bei der Erfurter Herbstlese und Levin beim Kulturzentrum mon ami in Weimar absolviert. VORLAUT in Erfurt arbeitet mit LEA zusammen, die von Andreas Budzier geleitet wird.

Alle, die sich auf die Bühne trauen und in Weimar lesen möchten, melden sich bitte bei Levin Simmet unter E-Mail simmet@monami-weimar.de.

Jun
1
Fr
Lesung mit Michael Schweßinger in Suhl
Jun 1 um 20:00

Michael Schweßinger liest „Robinsonaden vom 40. Breitengrad“

Eigentlich hat Michael Schweßinger den besten Job, den man sich wünschen kann: Er hilft Träumern und Aussteigern dabei, im Ausland Bäckereien aufzubauen – und sieht dabei die Welt! In Tahiti und Irland war er schon, in Dubai und Frankreich. Nun steht Italien auf dem Plan: Sommer, Freiheit, das süße Leben!

Doch diesmal kommt alles anders. Eine sterile Hotelanlage. Ein dubioser Arbeitsvertrag. Cluburlaub. Animateure. Deutsche Reisende, die in der Fremde nichts anderes wollen, als deutsche Gewohnheiten mit einem Schuss Exotik. Schweßinger landet mitten in der Spießerhölle des Massentourismus.

Bewaffnet mit scharfer Beobachtungsgabe und gerechtem Zorn begibt sich der Weltnomade auf einen Feldzug gegen Ausbeutung und Ignoranz. Leiten lässt er sich dabei von Jörg Fausers Satz: „Wenn Literatur nicht bei denen bleibt, die unten sind kann sie gleich als Partyservice anfangen.“

Lesung mit Franzobel in Jena
Jun 1 um 20:15

Der Literarische Salon zu Gast bei Thalia:

Franzobel liest aus Das Floß der Medusa

Was bedeutet Moral, was Zivilisation, wenn es um nichts anderes geht als ums bloße Überleben? Man schreibt den 18. Juli 1816. Vor der Westküste von Afrika entdeckt der Kapitän der Argus ein etwa zwanzig Meter langes Floß. Was er darauf sieht, lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren: hohle Augen, ausgedörrte Lippen, Haare, starr vor Salz, verbrannte Haut voller Wunden und Blasen ? Die ausgemergelten, nackten Gestalten sind die letzten 15 von ursprünglich 147 Menschen, die nach dem Untergang der Fregatte Medusa zwei Wochen auf offener See überlebt haben. Da es in den Rettungsbooten zu wenige Plätze gab, wurden sie einfach ausgesetzt.

Jun
2
Sa
Wolfgang Hilbig und Gerhard Altenbourg – Lesung und Gespräch mit Ingo Schulze, Christa Grimm und Michael Hametner im Lindenau-Museum Altenburg
Jun 2 um 19:00
Wolfgang Hilbig und Gerhard Altenbourg – Lesung und Gespräch mit Ingo Schulze, Christa Grimm und Michael Hametner im Lindenau-Museum Altenburg @ Lindenau-Museum Altenburg | Altenburg | Thüringen | Deutschland

Wolfgang Hilbig und Gerhard Altenbourg – Worte und Bilder
Ingo Schulze und Christa Grimm im Gespräch mit Michael Hametner

 

Der Schriftsteller Ingo Schulze, die Germanistin Dr. Christa Grimm, bis zu seinem Tod Nachbarin Gerhard Altenbourgs, und der Kulturredakteur Michael Hametner sprechen über Kunst, Literatur und ihre realen Bezüge. Sei es ein Garten oder eine Landschaft oder Figuren in diesen Territorien. Veranstaltung II anlässlich des 11. Todestages    († 2. Juni 2007) von Wolfgang Hilbig.

Gefördert von der Dirk-Oelbermann-Stiftung, Regis-Breitingen, dem Thüringer Literaturrat, Weimar, und dem Lindenau-Museum Altenburg.

Foto: Dietrich Oltmanns.

Lesung mit M. Kruppe und Michael Schweßinger in Gera
Jun 2 um 20:00

M. Kruppe liest „Und in mir Weizenfelder“. Michael Schweßinger liest „Robinsonaden vom 40. Breitengrad“

„Ich trage Steine im Wanst / und spucke wiederholt / drei Hallelujas in die Welt / Vom Gift gehalten / das mich tötet / bin ich Amokläufer / Mörder derer, die mich lieben…“
M. Kruppes neuer Gedichtband führt in ein Kaff der verlorenen Hoffnungen und beschwört die toten Helden Charles Bukowski, Jack Kerouac und Francois Villon, um mit ihnen Pogo zu tanzen. Aus diesen Gedichten schreit der Zorn eines Autors über seine Zeit und die Welt. Aber hin und wieder blitzt darin eine Zärtlichkeit auf, die einer frostigen Nacht abgetrotzt und hinter einem Fenster voller Eisblumen geformt wurde …

Michael Schweßinger hat eigentlich den besten Job, den man sich wünschen kann: Er hilft Träumern und Aussteigern dabei, im Ausland Bäckereien aufzubauen – und sieht dabei die Welt! In Tahiti und Irland war er schon, in Dubai und Frankreich. Nun steht Italien auf dem Plan: Sommer, Freiheit, das süße Leben! Doch diesmal kommt alles anders. Eine sterile Hotelanlage. Ein dubioser Arbeitsvertrag. Cluburlaub. Animateure. Deutsche Reisende, die in der Fremde nichts anderes wollen, als deutsche Gewohnheiten mit einem Schuss Exotik. Schweßinger landet mitten in der Spießerhölle des Massentourismus.
Bewaffnet mit scharfer Beobachtungsgabe und gerechtem Zorn begibt sich der Weltnomade auf einen Feldzug gegen Ausbeutung und Ignoranz. Leiten lässt er sich dabei von Jörg Fausers Satz: „Wenn Literatur nicht bei denen bleibt, die unten sind kann sie gleich als Partyservice anfangen.

Jun
3
So
juLi im Juni – Festival für junge Literatur in Weimar
Jun 3 um 11:00 – 23:00

11:00  Begrüßung und Eröffnungskonzert Ensemble Kontr’acte
Die außergewöhnliche Kombination der warmen Töne der Oboe und der fülligen Resonanz des Kontrabasses des jungen Ensembles lassen dem Zuhörer keine andere Wahl als glücklich darin zu schwelgen.

12:00 Lesung von Oliver Mörchel

13:00  Konzert UMME BLOCK
Nuancen verschiedenster Genres treffen aufeinander und formen Mosaikbausteine für den sphärischen UMME BLOCK –Klang. Jedes neue Werk entsteht vollkommen intuitiv und im kollektiven Prozess. Alles ist live, echt, rund und mit Liebe gemacht.

14:00  Lesung von Paula Fürstenberg

15:30 Szenische Lesung mit Gorch Maltzen und Klara Pfeiffer

16:30  Konzert Hospitale Sexuale
Von Ayo Technology bis Lady Marmelade gibt es eine ironische, abgefahrene Mischung an Songs und Styles, Frühlingsgefühle und Sommer-Vibes im Glitzeroutfit.

18:00  Panelgespräch
Mario Osterland, Autor und Initiator der Weimarer Lesereihe „In guter Nachbarschaft“ im Gespräch mit den juLi im juni AutorInnen.

19:00 Lesung Elias Vorpahl

20:00 Sprachlokal
zum kröndenden Abschluss präsentiert unsere regionale, freie Bühne ein 90 minütiges Programm von Sprachkünstlern und SprachkünstlerInnen aus Weimar und Thüringen.

21:30 Ausklang mit Musik
Gemeinsam werden wir an diesem Tag die Vielfalt der Sprache in vielen Formen und Formaten erleben und wir freuen uns Sie und Euch begrüßen zu dürfen.

»Mein Lieblingsbuch« mit Martin Schink im KulturHaus Dacheröden in Erfurt
Jun 3 um 14:00

Mein Lieblingsbuch mit Martin Schink.

Jun
4
Mo
Sebastian ist krank – Lesebühne in Jena
Jun 4 um 20:00

Jenas junge, beste und einzige monatliche Lesebühne.

 

Wir sind Slam-Poeten, Storyteller, Lyriker, Prosaisten und Ex-Grundschüler.

Wir sind mehrfach mit Preisen und Titeln überschüttete Literaten, die sich an schlechten Wortspielen versuchen. Wir entfesseln mal tosenden Applaus, mal zum Zerreißen gespannte Stille und sind dabei stets mindestens so mittel. Wir sind Jenas junge, beste und einzige monatliche Lesebühne. Wir sind Sebastian ist krank.

Wir? Das sind: Die sagenumwogenen Linn Dittner und Flemming Witt, der legendenumrankte Steve Kußin und der fabelhafte Friedrich Herrmann. Und natürlich Sebastian (Sebastian ist krank). Mit dabei sind wieder Gäste.

 

Jun
6
Mi
Lesung und Gespräch »25 Jahre Palmbaum – 25 Jahre beste Literatur und Grafik aus Thüringen« in Weimar
Jun 6 um 19:00
Lesung und Gespräch »25 Jahre Palmbaum – 25 Jahre beste Literatur und Grafik aus Thüringen« in Weimar @ Eckermann-Buchhandlung Weimar | München | Bayern | Deutschland

Feiern Sie mit uns!

 

Literaturzeitschriften haben in der Regel nur ein kurzes Leben. Sie sind Zwitter, halb Zeitung, halb Buch. Den einen zu wenig tagesaktuell, den anderen schon zu sehr dem Zeitgeschehen verpflichtet. Ein spektakuläres Programm mag ihnen für den Augenblick Aufmerksamkeit bescheren, ja manchen sogar Ruhm, weit über ihr Bestehen hinaus – wie den Horen Schillers oder dem Athenäum der Romantiker.

Umso erstaunlicher, dass die Thüringer Literaturzeitschrift seit nun schon 25 Jahren existiert. Herausgegeben vom Thüringer Literaturrat und dem Palmbaum-Verein erscheint das Journal im quartus-Verlag. Die Einbände werden von Thüringer Künstlern gestaltet, jüngst von Gerda Lepke aus Gera.

Am 6. Juni 2018 laden der Literaturrat und die Literarische Gesellschaft Thüringen e.V. zum 25. Geburtstag der Zeitschrift in die Weimarer Eckermann-Buchhandlung ein. Zur Feier des Tages lesen gleich vier Autoren: Wulf Kirsten und Steffen Mensching bringen Gedichte mit. Christian Rosenau liest aus seinem neuen Band »Nadelstich und Schlangensprache« und Nancy Hünger stellt zum ersten Mal Texte vor, die sie seit April 2018 als Stadtschreiberin in Tübingen verfasst hat.

Jens Kirsten spricht mit dem Zeitschriftengründer Detlef Ignasiak und dem jetzigen Chefredakteur Jens-Fietje Dwars über das Woher und Wohin der Zeitschrift und die Besucher haben die Gelegenheit zu fragen, was sie schon immer über die einzige Palme vom Saalestrand wissen wollten. Am Ende erheben wir das Glas auf die nächsten 25 Jahre und danken allen Freunden und Förderern: der Thüringer Staatskanzlei, den Autoren und den Lesern des Journals.

Jun
7
Do
Eröffnung der 21. Thüringer Literatur- und Autorentage mit Ingo Schulze und Harald Welzer auf Burg Ranis
Jun 7 um 19:30

Welches Land soll Deutschland sein? Mit Harald Welzer und Ingo Schulze.

Moderation: Verena Krieger

 

Die Zukunft unserer Gesellschaft ist ungewiss. Wir müssen sie mitbestimmen. Doch welches Land soll Deutschland sein?
Eine offene Gesellschaft, geleitet von Freiheits- und Menschenrechtsidealen? Oder stellt das Erstarken des Rechtspopulismus diese Identität in Frage? Wie sollen wir umgehen mit den Flüchtlingen, die in unser Land gekommen sind? Wie umgehen mit Konsum, Beschleunigung und Big-Data-Industrie? Wird die Finanzmarktlogik zu mächtig? Und gibt es Alternativen zum Kapitalismus?

Zur Eröffnung der 21. Thüringer Literatur- und Autorentage auf Burg Ranis diskutieren zwei kritische Denker, Wortführer über ihre Disziplinen hinaus, ein Wissenschaftler und ein Schriftsteller, die sich zum ersten Mal begegnen.

Harald Welzer ist Soziologe und Zukunftsforscher. Er gehört zum Vorstand der Initiative „Die offene Gesellschaft“ und leitet die Stiftung „FUTURZWEI“, die alternative Lebensstile und Wirtschaftsformen erforscht. Durch seine zahlreichen Wortmeldungen in Zeitungen, Funk, Fernsehen und Internet gehört Harald Welzer zu den einflussreichsten Stimmen der gesellschaftlichen Debatte in Deutschland.

Ingo Schulze ist ein begnadeter Erzähler und einer der erfolgreichsten deutschen Autoren der Gegenwart. Sein Werk wurde mit internationalen Preisen ausgezeichnet und in 30 Sprachen übersetzt. Sein neuer Roman „Peter Holtz“ ist eine Schelmengeschichte, politisch und witzig zugleich. Er erzählt von den letzten Jahren der DDR, den ersten Jahren im vereinten Deutschland und von den Verheißungen des Kapitalismus.
Der Abend wird moderiert von Verena Krieger vom Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Einzelkarten für die Lesung gibt es für € 12,- / € 10,- ermäßigt. Darüber hinaus gibt es das Festivalticket Burg Ranis für € 60,-.

Meininger Poetry Slam 2018 in Meiningen
Jun 7 um 20:00

Poetry Slam heißt ein junges Format der Textpräsentation zwischen Literatur, Rap und Comedy. Die Veranstaltung ist wie ein Wettbewerb aufgebaut und fordert junge Performer zu wortakrobatischen Höchstleistungen heraus. Immer geht es um die Gunst des Publikums, um Ruhm und Ehre für alle Zeit.

Jun
8
Fr
Musikalische Lesung mit Andreas und Hubert Schirneck in Buttstädt
Jun 8 um 19:00

Ein literarisch-musikalischer Abend mit Hubert und Andreas Schirneck

 

Eine Veranstaltung der Literarischen Gesellschaft Thüringen e.V. in Zusammenarbeit mit dem Förderverein „Alter Buttstädter Friedhof e.V.“ mit der freundlichen Unterstützung der Thüringer Staatskanzlei.

»VORLAUT« trifft »LEA« – Offene Lesebühne in Erfurt
Jun 8 um 19:30

Das erste Mal auf einer Bühne stehen. Das erste Mal seinen Text und sich selber präsentieren. Das Publikum wartet gespannt. Einatmen, ausatmen. Das erste Wort erklingt…

Die offenen Lesebühnen VORLAUT und LEA – Lesebühne Erfurter Autoren kooperieren und eröffnen Schreibenden die Möglichkeit, ihre Texte öffentlich vorzutragen. Zehn Minuten auf der Bühne sind jedem und jeder gegeben, die es zu füllen gilt. Die Vortragenden können die Textart frei wählen, alles ist erlaubt und erwünscht. Unterstützt werden sie von einem eingeladenen Autor und einem Musik-Act.

VORLAUT ist das gemeinsame Projekt von Elisabeth Reck und Levin Simmet im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres, das Elisabeth bei der Erfurter Herbstlese und Levin beim Kino mon ami in Weimar absolviert. VORLAUT in Erfurt arbeitet mit LEA zusammen, die von Andreas Budzier geleitet wird.

Alle, die sich auf die Bühne trauen und in Erfurt lesen möchten, melden sich bitte bei Elisabeth Reck unter E-Mail fsj_kultur@herbstlese.de oder bei Andreas Budzier unter E-Mail a.budzier@highslammer.de an.

11. Raniser Poetry-Slam
Jun 8 um 19:30

Sechs junge und jung gebliebene Dichter, Poeten, Wortakrobaten, die Besten Ihrer Zunft treten gegeneinander an, ein Kampf mit Worten, um die Gunst des Publikums.

Wieder sind sprachgewaltige Wortgefechte und Reimgewitter zu erwarten, Poesie in ihrer ganzen Vielfalt – heiter, treffsicher, nachdenklich, kritisch und liebevoll im Umgang mit dem Wort. Die Themen sind ganz klar, alles was zwischen Himmel und Erde möglich ist, die Liebe, das Leben und die Wege und Wirrungen des Alltags.

Fünf der sechs Teilnehmer stehen schon fest.
Doch wer wird der sechste Teilnehmer? In diesem Jahr schreiben wir einen Platz im Poetry Slam aus! Ab sofort können sich alle Poeten bewerben! Schickt eine Textprobe oder den Videolink eines Auftritts per E-Mail an ranis@lesezeichen-ev.de.
Einzelkarten für die Lesung gibt es für € 10,- / € 8,- ermäßigt. Darüber hinaus gibt es das Festivalticket Burg Ranis für € 60,-

Lesung mit Katrin Sass in Suhl
Jun 8 um 20:00

Lesung mit Katrin Sass »Das Glück wird niemals alt«

 

Während ihr Film »Good bye Lenin !« auf seinen Siegeszug wartete, schrieb Katrin Sass ein Buch. Schon als Kind gab es nur einen Traum: Sie wollte Schauspielerin werden! Für seinen Film »Bis dass der Tod euch scheidet« entdeckte sie Heiner Carow. Da war sie noch Schauspielschülerin. Als sie im Alter von 25 Jahren für die Darstellung der Nina Kern in Hermann Tschoches »Bürgschaft für ein Jahr« auf der Berlinale 1982 den Silbernen Bären erhielt, hatte sie das ganz Große schon erreicht. Doch danach wurde es still um sie. Nach der Wende wartete niemand auf Katrin Sass. Es folgte der steile Weg nach unten, der zerstörerische Weg in die Alkohol-Sucht und der qualvolle Weg heraus…

In diesem schonungslos offenen und eindringlichen Buch erinnert sich Katrin Sass an die bewegenden Stationen ihres Lebens. Von Kindheit an im Widerstreit mit Reglementierungen, unterdrückt im Drang nach Freiheit, zeigt sich im unangepassten Verhalten eine außergewöhnliche Künstlerpersönlichkeit – eine Begegnung mit einer leidenschaftlichen und lebenshungrigen Frau, die durch Sensibilität und Wahrhaftigkeit überzeugt, im Leben wie auf der Leinwand.
Katrin Sass, geboren 1956 in Schwerin, gehörte zu den erfolgreichsten Schauspielerinnen der DDR. Nach einer Ausbildung als Telefonistin studierte sie an der Schauspielschule Rostock.  Nach der Wiedervereinigung spielte sie in zahlreichen Folgen von »Polizeiruf 110« sowie in Frank Beyers Film »Sie und er« 1991 und in Dominik Grafs »Sperling und der brennende Arm« (1997).
Nach »Heidi M«, für deren Darstellung sie den Bundesfilmpreis erhielt, feierte sie mit »Good bye, Lenin !« einen triumphalen Erfolg.

Weitere Infos und Tickets unter www.provinzkultur.de.

Lesung mit Ulf und Juliane Annel in Erfurt-Tiefthal
Jun 8 um 22:22

Lesung mit Ulf und Juliane Annel: »111 Orte an der Unstrut, die man gesehen haben muss« – Buchvorstellung mit Dia-Show.

Jun
9
Sa
Literarischer Brunch mit Christoph Dieckmann auf Burg Ranis
Jun 9 um 11:00
Geschichten von ostdeutscher Identität

Christoph Dieckmann ist ein vielfach preisgekrönter Meister der literarischen Reportage und des Essays. Bisher veröffentlichte der Mitarbeiter der ZEIT ca. 20 Bücher. Er erfindet seine Geschichten nicht, wohl aber findet er sie an den Wegrändern der Landes- und Weltgeschichte. Voller Witz, Charme und Empathie schreibt der Fußball- und Jazzfreund über den FC Carl Zeiss Jena oder über das Woodstock-Festival am Peitzer, Karpfenteich.

Immer wieder bedenkt er in seinen Erinnerungen – nicht ohne ein leises Sentiment – „Geschichten von ostdeutscher Identität“, wenn er vom „wahren Leben im falschen“ schreibt. Was ihn dabei auszeichnet, ist eine tiefe Gerechtigkeit.

Christoph Dieckmann wird heitere und ernste Geschichten lesen. Genießen Sie dazu die kulinarischen Köstlichkeiten der Landfleischerei Lindig, um anschließend gut stärkt das vielseitige Programm der Thüringer Literaturtage zu erleben.

Eintritt: € 18,- inklusive Speisen und alkoholfreie Getränke / Die Tageskarte und Festivalkarte haben bei dieser Veranstaltung keine Gültigkeit.

MDR KULTUR Café mit Ralf Rothmann auf Burg Ranis
Jun 9 um 14:00

Der MDR sendet auch in diesem Jahr von Burg Ranis. Katrin Schumacher, die Moderatorin des KULTUR Cafés, begrüßt Ralf Rothmann. Der letzte Roman des Autors, „Im Frühling sterben“ wurde in fünfundzwanzig Sprachen übersetzt. Der „Spiegel“ schrieb: „Es sind mitunter beinahe übersinnliche Bilder, die in Rothmanns Roman plausibel klingen und unbedingt möglich und vor allem schön.“ Nun erscheint Ralf Rothmanns neuer Roman, „Der Gott jenes Sommers“ und die Thüringer Literaturtage auf Burg Ranis gehören zu den wenigen ausgesuchten Orten, an denen der Autor daraus lesen wird.

Ein Kind im Krieg: Anfang 1945 muss die zwölfjährige Luisa Norff mit ihrer Mutter und der älteren Schwester aus Kiel aufs Land fliehen. Das Gut ihres Schwagers Vinzent, eines SS-Offiziers, wird ein unverhoffter Raum der Freiheit: Kein Unterricht mehr, und während alliierte Bomber ostwärts fliegen und immer mehr Flüchtlinge eintreffen, streift die Verträumte durch die Wälder und versucht das Leben diesseits der Brände zu verstehen: Was ist das für eine Beunruhigung, wenn sie den jungen Melker Walter sieht, wer sind die Gefangenen am Klostersee, wohin ist ihre Schwester Billie plötzlich verschwunden, und von wem bekommt die Perückenmacherin eigentlich die Haare?

Einzelkarten für die Lesung gibt es für € 8,- / € 6,- ermäßigt. Darüber hinaus gibt es das Tagesticket für € 30,- und das Festivalticket Burg Ranis für € 60,-.

Lesung mit Marion Poschmann und Michael Stavarič auf Burg Ranis
Jun 9 um 16:00

Auf literarischer Reise mit Marion Poschmann und Michael Stavarič

 

Marion Poschmann und Michael Stavarič erzählen in ihren neuen Romanen zwei verwandte Geschichten. Sie handeln von Menschen, die eine Leere in ihrem Leben spüren. Sie verlassen ihre Heimat, reisen in ein weit entferntes Land und begeben sich auf die Suche nach – tja, wonach eigentlich? Lebenssinn, Gott, Selbsterkenntnis?

Gilbert Silvester, die Hauptfigur in Marion Poschmanns Roman „Die Kieferninseln“, hat geträumt, dass seine Frau ihn betrügt. Er steigt ins erstbeste Flugzeug und reist nach Japan. Dort fallen ihm die Reisebeschreibungen des Dichters Bashō in die Hände, und plötzlich hat er ein Ziel: Wie die alten Wandermönche möchte auch er den Mond über den Kieferninseln sehen. Aber noch vor dem Start trifft er auf den Studenten Yosa, der mit einer ganz anderen Reiselektüre unterwegs ist, dem Complete Manual of Suicide.

Michael Stavarič erzählt in seinem Roman „Gotland“ von einem jungen Mann, der nach dem Tod seiner streng katholischen Mutter zu einem Suchenden wird. Zu einem Fahrenden in Sachen Gott, den er in Gotland zu finden hofft, jenem fernen Sehnsuchtsort der Mutter, die immer behauptete, dort hätte sie seinen Vater kennengelernt. Ein unheimlicher, heiliger, jedoch auch wahnsinniger Ort …

Einzelkarten für die Lesung gibt es für € 8,- / € 6,- ermäßigt. Darüber hinaus gibt es das Tagesticket für € 30,- und das Festivalticket Burg Ranis für € 60,-.

Lesung mit Antje Babendererde in Erfurt-Tiefthal
Jun 9 um 18:00

Lesung mit Antje Babendererde.

Live-Hörspiel auf Burg Ranis
Jun 9 um 18:00

„Der Schreiber“. Ein Live-Hörspiel nach Herman Melvilles „Bartleby“.

Bereits zum dritten Mal wird exklusiv für die Thüringer Literaturtage ein Klassiker der Literatur als Hörstück neu interpretiert und live uraufgeführt. Angelehnt an Herman Melvilles „Bartleby“, pendelt das diesjährige Live Hörspiel zwischen Resignation und Totalverweigerung und spielt mit den Erwartungshaltungen innerhalb des Kapitalismus. Was passiert mit einem fühlenden Menschen in diesem System? Soll er als Maschine missbraucht werden?

Bartleby ist eigentlich der fleißige Schreibgehilfe eines Notars. Doch von einem Tag auf den anderen wandelt er sich zum passiven Widerständler. Jeden Auftrag seines Arbeitgebers lehnt er mit den immer gleichen Worten ab: „Ich möchte lieber nicht“.

Die Figur Bartleby fasziniert bis heute. Philosophen sehen in ihm die Weigerung, ein Rädchen im Getriebe großer Systeme zu sein. Auch die Bewegung „Occupy Wall Street“ hat Bartleby aufgegriffen – als Sinnbild für zivilen Ungehorsam.

Ein Hörstück von Söhnke Sofar. Sprecherin: Lysann Schläfke. Musik: Lukas Komann

Einzelkarten für die Lesung gibt es für € 6,-. Darüber hinaus gibt es das Tagesticket für € 30,- und das Festivalticket Burg Ranis für € 60,-

Jun
10
So
Lesung mit Wolfgang Hohlbein auf Burg Ranis
Jun 10 um 14:00

Wolfgang Hohlbein liest aus „Killer City“

Wolfgang Hohlbein ist der Wegbereiter neuer deutscher Phantastik und Fantasy und einer der erfolgreichsten deutschen Autoren der Gegenwart. Die Gesamtauflage seiner Bücher liegt bei 35 Millionen Exemplaren, er wurde in 34 Sprachen übersetzt. Sein neuer Roman „Killer City“ ist ein packender Thriller!

Chicago, 1893: Die kürzlich eröffnete Weltausstellung lockt Millionen Besucher nach Chicago. Alle wollen sich an den neuesten technischen Wundern ergötzen. Doch unter die nichtsahnenden Besucher hat sich ein Raubtier gemischt.
Thornhill hat schon viele Menschen getötet. Immer auf der Suche nach seiner nächsten Beute, zieht er durch Amerika. In Chicago hofft er, in der Masse der Touristen unterzutauchen. Bald entflammt sein Hunger nach dem berauschenden Gefühl des Tötens, der tief am Grunde seiner Seele lauert, jedoch erneut. Und wenn die Dunkelheit ruft, muss Thornhill dem Ruf folgen …

Kinderprogramm mit Heike Eberius-von Hammel, Bert Gocke und Hansi von Märchenborn auf Burg Ranis
Jun 10 um 15:30

Kinderprogramm mit Heike Eberius-von Hammel, Bert Gocke und Hansi von Märchenborn

 

Heike Eberius-von Hamel und Bert Gocke präsentieren die musikalische Lesung „Der Wetterzauberer“. Das Wetter ist mies! Hexe Stummelzahn hätte sich ihren fürchterlichen Schnupfen längst weggezaubert, wenn sie nur wüsste, wo ihr Zauberstab liegt. Seit Wochen hat sie ihre Hexenstube nicht aufgeräumt. Krach – draufgetreten! Aua! Der Stab zaubert vor Schmerz eine Wolke aus rohen Eiern. Eine Katastrophe bahnt sich an, die selbst Zauberer Sinnso nicht in den Griff bekommt. Allein der Uhrengeist Tick kann helfen.

Auch Hansi von Märchenborn ist wieder auf Burg Ranis dabei! Wer seine Glocke läuten hört, kann sich auf eine spannende Märchenstunde freuen. Hansi erzählt die Abenteuer seine beiden Helden Karlchen und Häschen, dazu Klassiker der Brüder Grimm oder Märchen aus weit entfernten Ländern.

Lesung mit Anja Kampmann, Landolf Scherzer und Olaf Trunschke auf Burg Ranis
Jun 10 um 16:00

Ausguck: Prosa – Lesung mit Anja Kampmann, Landolf Scherzer und Olaf Trunschke

 

Anja Kampmanns Roman „Wie hoch die Wasser steigen“ steht auf der Shortlist des Preises der Leipziger Buchmesse. Er handelt von einem Ölbohrarbeiter auf einer Plattform mitten im Meer, der in einer stürmischen Nacht seinen einzigen Freund verliert. Die Autorin erzählt in dichter, poetischer Sprache vom Versuch, aus einer bodenlosen Arbeitswelt zurückzufinden ins eigene Leben.

Als Landolf Scherzer in Kuba eintrifft, stirbt Fidel Castro, und er erlebt ein Land im Ausnahmezustand. Umso drängender wird die Frage, wie die Ideale der Revolution in der Gegenwart bestehen. In seinem Buch „Buenos días, Kuba“ berichtet Scherzer von seinen Eindrücken.

Olaf Trunschkes Roman „Die Kinetik der Lügen“ spannt einen Bogen von 200 Jahren. Eine Villa am Genfer See 1816: Lord Byron und einige Freunde – darunter die Autorin Mary Shelley – erfinden einen verregneten Sommer lang Schauergeschichten. Dabei kommt Mary die Idee zu Frankenstein. 200 Jahre später: Ein Dokumentarfilmer am CERN stürzt sich mit seinen Freunden auf die Frage: Wo sollten dem menschlichen Forschungsdrang Grenzen gesetzt werden?

Einzelkarten für die Lesung gibt es für € 8,- / € 6,- ermäßigt. Darüber hinaus gibt es das Tagesticket für € 30,- und das Festivalticket Burg Ranis für € 60,-.

Lyrik im Konzert mit Ron Winkler, Kerstin Becker, Mario Osterland und Aliya Thon auf Burg Ranis
Jun 10 um 18:00

Lyrik im Konzert: Ron Winkler, Kerstin Becker, Mario Osterland. Mit Musik von Aliya Thon

 

Ron Winkler taucht in seinen Texten in jene Sphäre ein, wo sich das Vermittelbare und das Unvermittelbare durchdringen, gespeist von den vielen Eindrücken, die von Orten ausgehen können: flüchtig und labil, innig fasziniert, seltsam und verstörend, oft mit großer Wucht.

Kerstin Becker erinnert uns daran, woher wir kommen – weniger im Sinne einer geografischen Heimat als vielmehr im Sinne von Herkunft. Ihre kraftvollen Gedichte nehmen uns mit in die Wälder und auf die Äcker, unter die Tische der Erwachsenen, auf Dachböden und in Kohlenkeller, kurz: an all die Orte, an denen Kinder Welt verinnerlichen.

Mario Osterland gelingt es, mit nur leicht gehobener Alltagssprache uns wie nebenbei Beklemmung einzuflößen. Seine Gedichte zeigen, was der Mensch nicht wahrnimmt: die Ränder zur ungewissen Zukunft als auch zur dunklen Vorvergangenheit zerfasern.

Aliya Thons Musik hält Lebensgefühle in Worten und Melodien fest. Ihre Songs leben von bewegenden Texten und einem sehr individuellen Sound.

Einzelkarten für die Lesung gibt es für € 8,- / € 6,- ermäßigt. Darüber hinaus gibt es das Tagesticket für € 30,- und das Festivalticket Burg Ranis für € 60,-

Donna-Tartt-Lesung mit Benno Führmann auf Burg Ranis
Jun 10 um 20:00

Benno Fürmann liest den Weltbestseller „Der Distelfink“ von Donna Tartt

Benno Fürmann ist einer der meistbeschäftigten deutschen Schauspieler, der Jahr für Jahr in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen zu sehen ist. Zu seinen großen Erfolgen zählen die Filme „Der Krieger und die Kaiserin“ und „Jerichow“. Zuletzt war er in der hoch gelobten Sky-TV-Serie „Berlin Babylon“ zu sehen. Er wurde mit dem Adolph-Grimme-Preis und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Daneben ist er als Hörbuchsprecher und Synchronsprecher für Antonio Banderas bekannt.

Auf Burg Ranis liest Benno Fürmann aus dem Roman „Der Distelfink“ von Donna Tartt. Der Roman erzählt die Geschichte von Theo Decker, der als Dreizehnjähriger seine Mutter bei einem Bombenanschlag in einem New Yorker Museum verliert. Dabei fällt ihm das Gemälde „Der Distelfink“ in die Hände. Fortan begleitet ihn das Bild, während Theo seinen Platz im Leben sucht. Der Roman wurde mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet und allein in den USA mehr als 1,5 Mio. mal verkauft. Warner Brothers hat die Filmrechte erworben. In Deutschland feierte u.a. die FAZ den Roman als „Meisterwerk“.

Jun
11
Mo
Lesung mit Julya Rabinowich in Jena
Jun 11 um 19:30

Die Gunst des Augenblicks – Lesung mit Julya Rabinowich

 

Prosa der Gegenwart – Thüringer Lesungen und Werkstattgespräche.

Moderation: Prof. Dr. Simone Schiedermair und Dr. Boris Hoge-Benteler (FSU Jena).

 

Jun
13
Mi
Ein hochprozentiger Abend mit Ralf Schönfelder und M. Kruppe im bc-club Ilmenau
Jun 13 um 21:00

Die Literarische Destille. Autoren und ihre liebsten Spirituosen. Ein hochprozentiger Abend mit Ralf Schönfelder und M. Kruppe

Vier Schriftsteller und ihre liebsten Spirituosen. Heiner Müller schrieb seine apokalyptischen Theatervisionen stets mit einem Glas Whiskey in greifbarer Nähe. Ernest Hemingway entwickelte auf der Basis kubanischen Rums einen eigenen Daiquiri-Cocktail. Wenedikt Jerofejew ging in seiner „Reise nach Petuschki“ auf die berühmteste literarische Sauftour, bei der Unmengen Wodka geleert werden. Malcolm Lowrys „Unter dem Vulkan“ ist der wohl komplexeste Trinkerroman der Literaturgeschichte; der Autor selbst liebte Gin über alles.

M. Kruppe und Ralf Schönfelder sind die literarischen Sommeliers des Abends. Sie lesen aus den Texten der Autoren und erzählen humorvolle und ernste Anekdoten über die vier schreibenden Trinker. Dazu werden edle Schnäpse kredenzt: Whiskey, Rum, Wodka, Gin. Das Publikum ist eingeladen, mitzutrinken!

Jun
14
Do
»Ossian« Musikalische Lesung in Weimar
Jun 14 um 18:00

Ossian – Musikalische Lesung mit Wolf -Gerhard Schmidt, Norbert Hühn, und Merit Zloch.

Jun
15
Fr
Lesung mit Frank Willmann in Suhl-Heinrichs
Jun 15 um 19:30

»Alles auf Rot – der 1. FC Union Berlin« – Lesung mit Frank Willmann

 

Der Mythos des 1. FC Union Berlin schreibt Geschichte(n). Ein enges Stehplatzstadion im Köpenicker Wald, 28.000 Menschen, die gemeinsam Weihnachtslieder singen, Fans, die Hand anlegen, wann immer sie gebraucht werden, kein Heimspiel ohne Nina Hagens Hymne, keine Pfiffe gegen die Mannschaft und niemanden, der vor dem Ende seinen Platz verlässt: Die Fußballkultur im Stadion An der Alten Försterei ist einzigartig. In „Alles auf Rot“ wird sie erzählt.

Jun
17
So
Kulturoffener – russischer Sonntag im KulturHaus Dacheröden in Erfurt
Jun 17 um 10:00 – 15:00

Kulturoffener – russischer Sonntag

  • 11 Uhr: Klavierkonzert von Evgeniya Smirnova
  • 13.30 Uhr: Maxim Gorki: „Jahrmarkt in Holtwa“ (Neuübersetzung), Vortrag & Lesung von Ganna-Maria Braungardt
Lesekonzert mit Ines Hommann im Schillerhaus Rudolstadt
Jun 17 um 17:00

Rose, deiner Blätter Prangen − Lesekonzert mit Ines Hommann

 

Zum Ausklang des Tags der offenen Gärten in Rudolstadt, bei denen der Schillergarten auch in diesem Jahr wieder als Eingangsgarten fungiert, liest die Dresdner Sängerin und Sprecherin Ines Hommann im Schatten des großen Walnußbaums Erzählungen und Gedichte über die »Königin der Blumen«. Die reiche literarische Blütenlese von der Zeit des Barock bis zur Gegenwart, bei der natürlich auch das 18. Jahrhundert nicht zu kurz kommt, begeistert nicht nur mit ihrer klugen Textauswahl, sondern auch wegen der Vortragskunst Ines Hommanns. Begleitet wird die Lesung von Musik aus der Zeit des Barock.

Eine Veranstaltung des Schillerhauses Rudolstadt in Kooperation mit dem Lese-Zeichen e.V. Jena.

Lesung mit Romina Nikolić im Kloster Mildenfurth
Jun 17 um 17:00

LESUNG IM GARTEN

 

Romina Nikolić ließt aus ihren Gedichten. Musikalische Begeitung Kay Kalytta.

Eine Veranstaltung unter der Schirmherrschaft der Thüringer Literatur- und Autorentage, Lesezeichen e. V. Burg Ranis

Jun
19
Di
Buchvorstellung & Gespräch mit den Läufern Waldemar Cierpinski, Jens Hauspurg und Jens Panse in Erfurt
Jun 19 um 19:00

»42,195 – Auf den Spuren zweier Olympiasiege«

 

Buchvorstellung & Gespräch mit den Läufern Waldemar Cierpinski, Jens Hauspurg und Jens Panse.

Jun
20
Mi
»Die Macht der Gedichte« – Veranstaltung zum Weltflüchtlingstag in Apolda
Jun 20 um 18:00

»Die Macht der Gedichte« – Lesung in mehreren Sprachen und Gespräch zum Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen.

Dabei wird es um sprachliche Bonderheiten in der Dichtung ebenso gehen, wie um spezifische kulturelle Entwicklungen.

»Poesie beschreibt Emotionen, Details, Bilder. Es ist eine der ältesten Formen künstlerischen Ausdrucks. Ein menschlicher Impuls, der in Freude, Trauer, Zweifel, Hoffnung, Einsamkeit und vielem mehr zum Ausdruck kommt.« (Freundeskreis Integration Apolda)

Veranstaltungsorganisation: Hibe Khamilarovska und Toshe Khamilarovski.

Veranstaltung zur Bücherverbrennung 1933 in Niedergrunstedt
Jun 20 um 18:00

In Erinnerung an den 21. Juni 1933, als auf der Höhe bei Niedergrunstedt Bücher verbrannt wurden.

Eine Veranstaltung u.a. mit Wolfgang Haak und Christoph Schmitz-Scholemann.

Seit einiger Zeit wird auch in Weimar am 10. Mai daran erinnert, dass man an jenem Datum im Jahre 1933 in Deutschland missliebigen Büchern Scheiterhaufen errichtete. Die Autoren der verbrannten Bücher hatten gemeinsam, dass sie im nationalsozialistischen Deutschland als minderwertig und gefährlich galten, weil sie humanistische und demokratische Überzeugungen vertraten. Weil sie Kommunisten waren oder jüdischen Glaubens. Weniger bekannt ist, dass es in Thüringen in diesem Rahmen mit Jena und Weimar zwei Bücherverbrennungen gab und dass diese in Niedergrunstedt stattfand.

Der Ev.-Luth. Kirchengemeindeverband Buchfart-Legefeld, die Literarische Gesellschaft Thüringen e.V. und Pfarrer Joachim Neubert laden ein, sich nach 85 Jahren gemeinsam mit Kai Sauer, Wolfgang Haak, Christoph Schmitz Scholemann, Harry Stein, Johannes Bock, der Organistin Grit Roos und der Geigerin Paula Roos an dieses Datum zu erinnern und Auszüge aus Büchern und Musikwerken zu hören, die damals dem nationalsozialistischen Gedankengut zum Opfer fielen. Es waren Werke u.a. von Vicky Baum, Lion Feuchtwanger, Alfred Kerr, Ernst Lissauer, Emil Ludwig, Erich Maria Remarque, Roda-Roda, Artur Schnitzler, Kurt Tucholsky, Jakob Wassermann, Franz Werfen und Stephan Zweig.

 

Hintergrund

Seit 1924 beeinflusste in Thüringen die Vereinigte Völkische Liste die Landespolitik, ab 1930 war hier die NSDAP erstmals in Deutschland an einer Landesregierung beteiligt. Der damalige Thüringer Innen- und Volksbildungsminister Frick (NSDAP) ließ unmittelbar nach Amtsantritt den öffentlichen Raum von Kunstwerken und Büchern säubern, die ihm als „undeutsch“ erschienen. Öffentliche Bibliotheken mussten solche Bücher aus ihren Beständen nehmen.

Zum 21. Juni 1933 lud die Ortsgruppe Weimar des Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Vereins (DHV) zu seiner Sonnenwendfeier nach Niedergrunstedt ein. Der DHV war seinerzeit eine der größeren Gewerkschaften und vom Verbot der Gewerkschaften ausgenommen worden, da er sich schon lange als völkisch-nationalistische Organisation an die Seite der NSDAP gestellt hatte.

Die Weimarische Zeitung vermerkte am nächsten Tag: „Nach dem gemeinsamen Gesang des Liedes Wir treten an zum Beten […] übergab der Ortsgruppenvorsteher den Flammen einige Schundwerke.“

Die Veranstaltung wurde nicht nur von Bürgern der Stadt Weimar besucht. Auch ein „größerer Teil der Einwohnerschaft Niedergrunstedts“ war zugegen, als die Schriften von deutschen und österreichischen Autoren jüdischer Herkunft wie „Vicky Baum, Lion Feuchtwanger, Alfred Kerr, Ernst Lissauer, Emil Ludwig, Erich Maria Remarque, Roda-Roda, Artur Schnitzler, Kurt Tucholsky, Jakob Wassermann, Franz Werfen und Stephan Zweig“ den Flammen übergeben wurden.

Außer kurzen Artikeln in der Lokalpresse fand das Ereignis aber keinen medialen Widerhall. Lag es daran, dass trotz der ambivalenten Rolle Weimars eine Bücherverbrennung als „kultureller Reinigungsakt“ nicht gut ankam? Oder war die Ursache, dass andere fast zeitgleich stattfindende Veranstaltungen mehr Beachtung fanden? In Niedergrunstedt weiß heute kaum noch jemand von diesem Ereignis, und auch in Weimar sind es wohl nur wenige.

Der Ev.-Luth. Kirchengemeindeverband Buchfart-Legefeld und die Literarische Gesellschaft Thüringen e.V. laden ein, sich nach 85 Jahren an dieses Datum zu erinnern und Auszüge aus Büchern zu hören, die damals dem nationalsozialistischen Gedankengut zum Opfer fielen.

Jun
21
Do
Lesung mit Rainer Hohberg in Arnstadt
Jun 21 um 10:00

»Liebe, Ritter, Brot und Rosen« – Lesung mit Rainer Hohberg

 

Eine spannende Lebensgeschichte aus dem Mittelalter: Als Vierjährige kommt die ungarische Königstochter Elisabeth nach Thüringen; mit vierzehn Jahren wird sie verheiratet. Als junge Landgräfin setzt sie sich selbstbewusst über die Regeln der höfischen Gesellschaft hinweg und widmet sich dem Kampf gegen Hunger und Krankheit der einfachen Menschen.

Darüber hat Rainer Hohberg zusammen mit Sylvia Weigelt ein spannendes Buch geschrieben. Er erzählt Legenden und Sagen über die heilige Elisabeth von Thüringen und gibt Einblick in das reale mittelalterliche Leben vor 800 Jahren.

Buchpräsentation und Gespräch mit Bernhard Vogel auf Schloss Ettersburg
Jun 21 um 19:00

»Klares Ziel und langer Atem – Brückenbauer zwischen Ost und West« – Buchpräsentation und Gespräch mit Bernhard Vogel, Freya Klier, Christopher Beckmann, Hermann Wentker und Matthias Gehler.

Buchvorstellung mit Caroline & Jürgen Fischer in Erfurt
Jun 21 um 19:00

»100 Geschichten an der Via Regia«

 

Buchvorstellung mit Caroline & Jürgen Fischer.

Lesekonzert mit Timo Gutekunst und Cornelie Mier im Schillerhaus Rudolstadt
Jun 21 um 19:00

Goethes Novelle − gelesen von Timo Gutekunst
mit Cellobegleitung von Cornelie Mier

 

Zu den schönsten Alterswerken Goethes zählt seine „Novelle“. Den Stoff und seine politisch-ästhetische Problematik trug der Dichter lange mit sich herum. Schon 1797 verfolgte er die Idee zu einem Versepos, das Friedrich Schiller in einem Brief aus dem Jenaer Gartenhaus als „die Löwen und Tieger-Geschichte“ bezeichnete, „die mir immer außerordentlich vorkam“. „Zu zeigen, wie das Unbändige, Unüberwindliche oft besser durch Liebe und Frömmigkeit als durch Gewalt bezwungen werde, ist“, so Goethe gegenüber Eckermann, „die Aufgabe dieser Novelle.“

Eine Kooperation des Schillerhauses Rudolstadt mit der Goethegesellschaft Rudolstadt e.V.

Jun
22
Fr
Buchvorstellung mit Beate Weston-Weidemann und Gorch Maltzen in Weimar
Jun 22 um 19:00
Buchvorstellung mit Beate Weston-Weidemann und Gorch Maltzen in Weimar @ Eckermann-Buchhandlung Weimar | Weimar | Thüringen | Deutschland

Vorstellung der Bände 46 und 47 der Edition Muschelkalk der Literarischen Gesellschaft Thüringen e.V.

 

Es lesen: Beate Weston-Weidemann und Gorch Maltzen.
Moderation: André Schinkel

 

Beate Weston-Weidemann: Partitur der leisen Geräusche (Gedichte)

Beate Weston-Weidemanns Gedichte sind so stille wie beredte Manifeste der Innerlichkeit, sie reden von Zuspruch, vager Zuversicht, von Erwägen und Abschied. Die Autorin und Künstlerin bündelt in der seismischen Expedition »Partitur der leisen Geräusche« ihr lyrisches Werk – nach dem Gedichtzyklus »Niststätte für Wolken und Licht« von 2006 – erstmals in einer umfänglichen Sammlung, deren Schrittfolge zugleich ein chronologisch-emotionales Räderwerk ist. (André Schinkel)

Gorch Maltzen: Sträuben (Erzählungen und Dialoge)

Ein junger Autor ist zu entdecken – die klaren, kristallinen, teils in einem harten Jargon stehenden, dabei Hochzerbrechliches darbietenden Erzählungen und dramatischen Strukturen Gorch Maltzens sind im weitesten Sinne Adoleszenz-, Verlorenheitsberichte der besonderen Art: ihr rabiater Existenzialismus ist ein verbrämter wie anrührender zugleich. Die Akte des titelgebenden Stücks fungieren als Opener und Scharniere der Kapitel dieses kühlen und zugleich aufregenden Buchs. (André Schinkel)

Mit der freundlichen Unterstützung der Thüringer Staatskanzlei.

Zu den Autoren:

Beate Weston-Weidemann: Geboren 1960 in Eisfeld, Abitur in Bad Langensalza, ab 1984 als Töpferin in Westthüringen tätig. Zwei Kinder. Töpferlehre 1991–1993, danach Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (ohne Abschluss). Mitglied im VS sowie im Kunstwestthüringer e. V. 2008–2010 Studienaufenthalt in Lateinamerika. Freiberufliche Tätigkeit als Autorin, Künstlerin und Kuratorin. Mitarbeit an Ausstellungen und Ausstellungskatalogen, u. a. für das Kunstforum Gotha. Veröffentlichungen: »Milchstunde ohne Schwimmlehrer«, Weimar 2006, »Niststätte für Wolken und Licht«, Rostock 2006.

Gorch Maltzen wurde 1987 in Heide (Holstein) geboren und studierte Italianistik an der Universität Hamburg. Er schreibt Erzählungen und dramatische Texte. Seine Kurzgeschichten sind in zahlreichen Literaturzeitschriften erschienen, so u. a. in »Bella triste«, »hEFt«, »Narr«, „Metamorphosen«, »oda – Ort der Augen«. Maltzen wurde mit dem Jurypreis des Eobanus-Hessus-Wettbewerbs, Erfurt 2015, ausgezeichnet. Er lebt in Weimar.

»VORLAUT« trifft »LEA« – Offene Lesebühne in Weimar
Jun 22 um 19:30

Das erste Mal auf einer Bühne stehen. Das erste Mal seinen Text und sich selber präsentieren. Das Publikum wartet gespannt. Einatmen, ausatmen. Das erste Wort erklingt…

Die offenen Lesebühnen VORLAUT und LEA – Lesebühne Erfurter Autoren kooperieren und eröffnen Schreibenden die Möglichkeit, ihre Texte öffentlich vorzutragen. Zehn Minuten auf der Bühne sind jedem und jeder gegeben, die es zu füllen gilt. Die Vortragenden können die Textart frei wählen, alles ist erlaubt und erwünscht. Unterstützt werden sie von einem eingeladenen Autor und einem Musik-Act.

VORLAUT ist das gemeinsame Projekt von Elisabeth Reck und Levin Simmet im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres, das Elisabeth bei der Erfurter Herbstlese und Levin beim Kulturzentrum mon ami in Weimar absolviert. VORLAUT in Erfurt arbeitet mit LEA zusammen, die von Andreas Budzier geleitet wird.

Alle, die sich auf die Bühne trauen und in Weimar lesen möchten, melden sich bitte bei Levin Simmet unter E-Mail simmet@monami-weimar.de.

Jun
23
Sa
»Der Briefwechsel zwischen Carl Alexander und Liszt« – Lesung und Konzert in Weimar
Jun 23 um 20:00

»Mein Freund,  Sie müssen mir berichten, was Sie umtreibt«. Der Briefwechsel zwischen Carl Alexander und Franz Liszt – Lesung und Konzert.

Jun
24
So
21. Limlingeröder Diskurse in der »Dichterstätte Sarah Kirsch« in Limlingerode
Jun 24 um 10:00

Da der Förderverein seit 20 Jahren auch Programme und Lesungen mit persönlich anwesenden angesehenen Dichterinnen und Dichtern durchgeführt hat, werden die Mitglieder diese noch einmal ins Haus holen, in dem eines ihrer bekannten Gedichte vorgetragen wird. Die Literaten werden in Großfotografien zu sehen sein, die Vitrinen zeigen Dokumente ihres Auftretens in L. Dieser besondere Diskursetag bietet für die Besucher so manche Überraschung.

Also: Treten Sie getrost herein, sollen wohl empfangen sein, heißt es frei nach Johann Wolfgang Goethe und mit Sarah Kirsch sagen wir »Etwas auf Flügeln ist unterwegs, dauert an.«

 

Eröffnung der HausART Nr. 2/2018 mit der Künstlerin Karin Kisker, Nordhausen: Blätter zu »’Wisag‘ von 12 Sibyllen – eine Hommage an ein Himmelgartenbuch von 1493«.

Lese-Konzert mit Hubert und Andreas Schirneck in Sömmerda
Jun 24 um 15:00

Literatur und Musik mit Hubert Schirneck (Lesung) und Andreas Schirneck (Gitarre).

Hubert Schirneck präsentiert skurrile Geschichten, in denen er unter anderem erklärt, wie der Buchstabe M entstanden ist. Er schenkt seiner Mutter einen Bach und führt seltsame Interviews mit berühmten Sagengestalten.

Andreas Schirneck unterbricht seinen Bruder ab und zu, um gewisse Töne von sich zu geben, die so fein aufeinander abgestimmt sind, dass aus ihnen Songs von den Beatles, von Neil Young und anderen entstehen.

Lesung mit Hans Henner Hess im Rittergut Knau
Jun 24 um 16:00
»Grillwetter« – Lesung mit Hans Henner Hess

 

Anwalt Fickel würde seine Geschäfte als Terminhure am Amtsgericht zu gern ein wenig ruhen lassen, um sich endlich gebührend seinem Privatleben zu widmen, genauer gesagt: seiner neuen Fernfreundin Astrid Kemmerzehl. Doch Bad Bocklet ist weit, und ausgerechnet jetzt geht es zu Hause um die Wurst.

Das Traditionsunternehmen Krautwurst Thüringer Wurstspezialitäten hat Insolvenz angemeldet, Massenentlassungen stehen bevor, und das Schlimmste ist: Ein Produktionsstopp scheint unvermeidlich. – Die Folgen für Südwestthüringen und seine Bevölkerung wären verheerend: kalter Bratwurstentzug und Tofuschock, verwaiste Grillgitter und Löschbierschwemme. Eine ganze Region droht abzudriften. Zu allem Überfluss ist der Insolvenzverwalter spurlos verschwunden. Ist er mit einem Geldkoffer durchgebrannt, wie es Geschäftsführer Jürgen Krautwurst befürchtet, oder wurde er von Schlachter Menschner mit dem Schweinespalter erschlagen? Eine total verfahrene Situation – wer, wenn nicht Anwalt Fickel sollte den Karren aus dem Dreck ziehen? Dabei muss er sich allerdings zwischen zwei Leidenschaften entscheiden: Liebe oder Rostbratwurst.

Jun
25
Mo
Lesung & Musik mit Heike Eberius von Hammel und Bert Gocke in Zeulenroda-Triebes
Jun 25 um 10:30

»Der Wetterzauberer« – Lesung & Musik für Kinder mit Heike Eberius von Hammel und Bert Gocke

Mieses Wetter! Hexe Stummelzahn hätte sich ihren fürchterlichen Schnupfen längst weggezaubert, wenn sie nur wüsste, wo ihr Zauberstab liegt. Seit Wochen hat sie ihre Hexenstube nicht aufgeräumt. Krach – draufgetreten! Aua! Der Stab zaubert vor Schmerz eine Wolke aus rohen Eiern. Eine Katastrophe bahnt sich an, die selbst Zauberer Sinnso nicht in den Griff bekommt. Allein der Uhrengeist Tick kann helfen.

Die Autorin schlüpft in verschiedene Rollen. Durch das Programm führen Puppen. Bert, der Gitarrist, sorgt für die musikalische Umrahmung. Die Kinder singen mit, bewegen sich. Am Ende wird gerockt, bis der Fußboden wackelt.

Zwei Erkenntnisse: Lesen ist wichtig, ab und zu aufräumen ist von Vorteil.

Jugendliche aus Wolfersdorf präsentieren Texte in der Stadtbibliothek Neustadt an der Orla
Jun 25 um 13:30

Jugendliche aus Wolfersdorf stellen die Ergebnisse einer Schreibwerkstatt vor, die unter Anleitung des Autors Ronny Ritze im Jugendhilfezentrum »Wendepunkt« in Wolfersdorf entstanden.

Jun
26
Di
Lesung & Musik für Kinder mit Heike Eberius von Hammel und Bert Gocke in Waltershausen
Jun 26 um 14:30

»Der Wetterzauberer« – Lesung & Musik für Kinder mit Heike Eberius von Hammel und Bert Gocke

 

Mieses Wetter! Hexe Stummelzahn hätte sich ihren fürchterlichen Schnupfen längst weggezaubert, wenn sie nur wüsste, wo ihr Zauberstab liegt. Seit Wochen hat sie ihre Hexenstube nicht aufgeräumt. Krach – draufgetreten! Aua! Der Stab zaubert vor Schmerz eine Wolke aus rohen Eiern. Eine Katastrophe bahnt sich an, die selbst Zauberer Sinnso nicht in den Griff bekommt. Allein der Uhrengeist Tick kann helfen.

Die Autorin schlüpft in verschiedene Rollen. Durch das Programm führen Puppen. Bert, der Gitarrist, sorgt für die musikalische Umrahmung. Die Kinder singen mit, bewegen sich. Am Ende wird gerockt, bis der Fußboden wackelt.

Zwei Erkenntnisse: Lesen ist wichtig, ab und zu aufräumen ist von Vorteil.

Jun
27
Mi
»Jedes Wort hat eine Melodie« – mit Martin Stiebert in Schillers Gartenhaus in Jena
Jun 27 um 09:00

Musik und Märchen gleichermaßen öffnen die Phantasiewelt des Kindes. Anhand der Geschichte vom »Brüderchen Vierbein« und ausgewählter Musikstücke können Kinder spielerisch miterleben, wie Musik und Sprache, erzählte Geschichte und erklingende Instrumente zusammenwirken. Laden Sie Musiker der Jenaer Philharmonie und den Erzähler Martin Stiebert doch einfach zu einer Darbietung der Geschichte in Ihren Kindergarten ein!

»Der Wetterzauberer« – Lesung & Musik für Kinder mit Heike Eberius von Hammel und Bert Gocke in Meiningen
Jun 27 um 09:30

»Der Wetterzauberer« – Lesung & Musik für Kinder mit Heike Eberius von Hammel und Bert Gocke

Mieses Wetter! Hexe Stummelzahn hätte sich ihren fürchterlichen Schnupfen längst weggezaubert, wenn sie nur wüsste, wo ihr Zauberstab liegt. Seit Wochen hat sie ihre Hexenstube nicht aufgeräumt. Krach – draufgetreten! Aua! Der Stab zaubert vor Schmerz eine Wolke aus rohen Eiern. Eine Katastrophe bahnt sich an, die selbst Zauberer Sinnso nicht in den Griff bekommt. Allein der Uhrengeist Tick kann helfen.

Die Autorin schlüpft in verschiedene Rollen. Durch das Programm führen Puppen. Bert, der Gitarrist, sorgt für die musikalische Umrahmung. Die Kinder singen mit, bewegen sich. Am Ende wird gerockt, bis der Fußboden wackelt.

Zwei Erkenntnisse: Lesen ist wichtig, ab und zu aufräumen ist von Vorteil.

»Jedes Wort hat eine Melodie« – mit Martin Stiebert in Schillers Gartenhaus in Jena
Jun 27 um 10:00

Musik und Märchen gleichermaßen öffnen die Phantasiewelt des Kindes. Anhand der Geschichte vom »Brüderchen Vierbein« und ausgewählter Musikstücke können Kinder spielerisch miterleben, wie Musik und Sprache, erzählte Geschichte und erklingende Instrumente zusammenwirken. Laden Sie Musiker der Jenaer Philharmonie und den Erzähler Martin Stiebert doch einfach zu einer Darbietung der Geschichte in Ihren Kindergarten ein!

Jun
28
Do
»Jedes Wort hat eine Melodie« – mit Martin Stiebert in Schillers Gartenhaus in Jena
Jun 28 um 09:00

Musik und Märchen gleichermaßen öffnen die Phantasiewelt des Kindes. Anhand der Geschichte vom »Brüderchen Vierbein« und ausgewählter Musikstücke können Kinder spielerisch miterleben, wie Musik und Sprache, erzählte Geschichte und erklingende Instrumente zusammenwirken. Laden Sie Musiker der Jenaer Philharmonie und den Erzähler Martin Stiebert doch einfach zu einer Darbietung der Geschichte in Ihren Kindergarten ein!

»Jedes Wort hat eine Melodie« – mit Martin Stiebert in Schillers Gartenhaus in Jena
Jun 28 um 10:00

Musik und Märchen gleichermaßen öffnen die Phantasiewelt des Kindes. Anhand der Geschichte vom »Brüderchen Vierbein« und ausgewählter Musikstücke können Kinder spielerisch miterleben, wie Musik und Sprache, erzählte Geschichte und erklingende Instrumente zusammenwirken. Laden Sie Musiker der Jenaer Philharmonie und den Erzähler Martin Stiebert doch einfach zu einer Darbietung der Geschichte in Ihren Kindergarten ein!

Gedichte des Dichters Hans Magnus Enzensberger in der Dichterstätte »Sarah Kirsch« in Limlingerode
Jun 28 um 14:30

„Bevor du B sagst, verweile doch, horch, bedenk, was du gesagt hast …“

Gedichte von Hans Magnus Enzensberger

„Bevor du B sagst, verweile doch, horch, bedenk, was du gesagt hast …“ Hans Magnus Enzensberger, geb. 1929, Dichter, Schriftsteller, Herausgeber, Übersetzer, Redakteur, vorgestellt von Stephanie und Matthias Schick.

Musikalische Lesung mit Dirk Zöllner und André Drechsler in Greiz
Jun 28 um 19:00

„Affenzahn“. Musikalische Lesung mit Dirk Zöllner und André Drechsler

Dirk Zöllner kann Songs schreiben, singen und von der Bühne aus das Publikum begeistern, das weiß man. Dass er auch ein begnadeter Geschichtenerzähler ist, hat er in seiner Autobiografie bewiesen. Er selbst bezeichnet sich als „freischaffender Überlebenskünstler“.

Seine unkonventionellen Ansichten über Kunst und Leben stellt er in den pointierten Kolumnen dieses Buches zur Diskussion. Er lässt die Glocken für „Silly“ läuten, bekennt, wie alle Musik-Normalverbraucher fast immer die Best of seines eigenen Lebens zu hören, fragt, was Seelensänger Seal mit einem Eiszapfen will, und hält an unverrückbaren Wahrheiten fest, beispielsweise: „Richtige Bands sind Banden, von pubertierenden Jungs gegründet, die ganz viel Bock auf das Leben und die Mädchen haben.“

Lesung und Gespräch mit Ludwig Fischer in Jena
Jun 28 um 19:30

Naturkunden: Brennnesseln.

Lesung und Gespräch über Nature Writing mit Ludwig Fischer.

 

Moderation: Peter Braun.

Ludwig Fischer ist Landschafts- und Naturtheoretiker, Schriftsteller, Gärtner, Kräuterexperte. Sein Buch über Brennnesseln erschien in der viel beachteten Reihe »Naturkunden« bei Matthes & Seitz.

Die erstaunliche Natur- und Kulturgeschichte einer zumeist verachteten und gemiedenen Pflanze, mit Einblicken in Märchen und unbekannte Dokumente, in literarische Texte, kühne Projekte und vielerlei Wissenswertes, so zum Beispiel weshalb Jeanne d’Arc in einem Nesselgewand zur Hinrichtung gekarrt wurde; dass man Nesselfasern heute in den Innenauskleidungen von Autos wiederfinden kann; wie die ›Donnernessel‹ den Göttern verbunden war und dass Brennnesseln, unter Obstbäume gepflanzt, den Ertrag steigern. Der Leser erfährt, dass Brennnesselsamen schon in der Antike als Aphrodisiakum galten; dass sich ganze Kochbücher mit Rezepten füllen lassen, in denen Brennnesselblätter eine wichtige Zutat sind, bis hin zu raffinierten Brennnessel-Smoothies – kurz: dass das verwünschte Unkraut, mit dem man schmerzhafte Bekanntschaft machen kann, in der Geschichte der Menschen eine der wichtigsten wilden Nutzpflanzen war und wie sie in den letzten Jahrzehnten wiederentdeckt wird.

Jun
29
Fr
»In guter Nachbarschaft #17« – Junge Literatur in Jena
Jun 29 um 19:30

»Junges Literaturforum Edition« mit Preisträger*innen des Jungen Literaturforums Hessen-Thüringen. Es lesen Stefan Petermann, Mirandolina Babunashvili, Lennardt Loss, Simone Schießer u.a.

Der Abend wird moderiert von Peter Neumann und Mario Osterland.

Weitere Informationen unter: http://www.inguternachbarschaft.com/.

Bei Rückfragen/Akkreditierungswunsch kontaktieren Sie uns gern unter: inguternachbarschaft(at)gmx(dot)de.

Hintergrundinformationen:

Die Lesereihe „In guter Nachbarschaft“  gehört mittlerweile zum festen Bestandteil der Thüringer Literaturszene. Sie vereint seit 2014 neue Lyrik und Prosa mit aktueller Musik. Über zahlreiche selbst organisierte Veranstaltungen hinaus wird die Lesereihe von Kulturveranstaltern im gesamten Freistaat als zuverlässiger Partner für anspruchsvolle Literatur geschätzt.

Das Junge Literaturforum Hessen-Thüringen schreibt jedes Jahr einen Literaturwettbewerb aus, an dem sich 16- bis 25-Jährige mit Wohnsitz in Hessen und Thüringen beteiligen können. Bei der unabhängigen Lesereihe In guter Nachbarschaft gehört es zur guten Tradition, die aktuellen Preisträger*innen aus ihren prämierten Texten lesen zu lassen: Texte, die unserer eigenen Gegenwart auf der Spur sind, Stimmen, die uns von jetzt an begleiten werden.
In diesem Jahr freuen wir uns besonders auf das Wiedersehen mit Autor*innen, die bereits zuvor bei uns zu Gast waren oder durch verschiedene Kooperationen mit unserer Lesereihe mit uns verbunden sind. Durch den nachhaltigen Kontakt den wir mit eingeladenen Autor*innen pflegen, ergibt sich für das Publikum in diesem Jahr die Möglichkeit sowohl Entwicklungen zweiter Nachwuchsautor*innen, als auch die Fortschreibungen eines bereits etablierten Schriftstellers nachzuvollziehen.

LENNARDT LOSS, geb. 1992 in Braunschweig, Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaften in Jena und Frankfurt am Main. Seit 2017 arbeitet er als freier Autor der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Er wurde beim diesjährigen Jungen Literaturforum für Das Aschenroda Rindermassaker ausgezeichnet und ist in diesem Jahr Teilnehmer beim Wettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt. Sein Debüt erscheint im Frühjahr 2019 bei weissbooks.

MIRANDOLINA BUBUNASHVILI, geb. 1996 in Kaiserslautern, wuchs in Darmstadt auf und studiert seit 2015 Internationale Beziehungen und Sozialwissenschaften an der Universität Erfurt. 2017 war sie Teilnehmerin am Literaturlabor Wolfenbüttel.

STEFAN PETERMANN, geb. 1978 in Werdau, studierte an der Bauhaus-Universität in Weimar. 2009 erschien sein Debütroman Der Schlaf und das Flüstern. Er erhielt verschiedene Stipendien und Auszeichnungen. 2015 war er Stadtschreiber im österreichischen Wels. Für seinen Roman Das Gegenteil von Henry Sy erfand er die Hauptfigur auf Facebook. Zuletzt erschien der Erzählband Der weiße Globus.

Die Reihe In guter Nachbarschaft ist ein Projekt der Literarischen Gesellschaft Thüringen e. V. und wird unterstützt durch die Thüringer Staatskanzlei. Mit freundlicher Unterstützung des Hessischen Literaturforums im Mousonturm e.V.

Jun
30
Sa
Lesung mit dem Rammstein-Keyboarder Flake im Kulturbahnhof Jena
Jun 30 um 20:00
»Heute hat die Welt Geburtstag«
Lesung mit dem Rammstein-Keyboarder Flake

 

Flake ist seit 1994 Keyboarder bei »Rammstein«. Außerdem spielte er u.a. bei »Feeling B« und »Magdalene Keibel Combo«. In seinem neuen Buch »Heute hat die Welt Geburtstag« erzählt Flake, wie es sein könnte, mit einer Band wie Rammstein einen Tag unterwegs zu sein. Eine Kostprobe:

»Ich trete auf das Rad des Kessels, um mich hineinzuschwingen, stelle aber wieder mal fest, dass dort kaum noch Platz für mich ist, denn da steht schon die Gasflasche für die Flammen drin. In den Boden sind Lampen eingebaut, an die ich nicht rankommen darf, weil die viehisch heiß werden. Ich habe mich bei einer Probe mal darauf abgestützt und mir dabei fürchterlich die Hände verbrannt, da blieb richtig meine Haut an dem dünnen Schutzgitter davor kleben. Es hat ganz eklig nach verbranntem Fleisch gerochen. Warum riecht es dann beim Grillen so lecker? Liegt es an dem Salz oder dem Bier? Oder an der Fleischsorte?«

»Die Rammstein-Memoiren von Keyboarder Christian Lorenz, genannt Flake […], sind köstlich verdattert und unabgehoben lustig, eine Narretei klassischer Spielart, (..) ein Schelmenroman mit Sprengkraft.« (FAZ)

Jul
4
Mi
Literaturland Thüringen unterwegs … in Brüssel
Jul 4 um 18:30

Nachdenken über Deutschland – Die Schriftsteller Jürgen K. Hultenreich (Berlin) und Wulf Kirsten (Weimar) lesen in der Vertretung des Freistaats Thüringen bei der Europäischen Union in Brüssel

 

  • Begrüßung: Dr. Babette Winter (Staatssekretärin für Kultur und Europa in der Thüringer Staatskanzlei)
  • Einführung: Christoph Schmitz-Scholemann (Vorsitzender des Thüringer Literaturrates e.V.)
  • Lesung Jürgen K. Hultenreich
  • Lesung Wulf Kirsten

 

Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen politischen Debatten tun wir gut daran, einmal einen Blick in die geographische Mitte Deutschlands zu werfen. Der 1934 im sächsischen Klipphausen auf der »erde bei meißen« geborene Wulf Kirsten lebt seit 50 Jahren in Weimar. Der seit 30 Jahren im Berliner Wedding lebende Jürgen K. Hultenreich wurde 1948 in Erfurt geboren. Ihre Lebensgeschichten und ihre schriftstellerische Arbeit sind auf unterschiedliche Weise mit der entgleisten Utopie des sozialistischen Experiments DDR verbunden – und mit den Folgen, die der politische Umbruch Deutschlands vor einem Vierteljahrhundert auslöste. Zwei sprachgewaltige Wortarbeiter geben einen Einblick in ihr erzählerisches und in ihr dichterisches Schaffen.

Jürgen K. Hultenreich absolvierte eine Lehre als Gebrauchswerber. Mitte der 1960er Jahre wurde er nach einem illegalen Grenzübertritt in der CSSR verhaftet und verbrachte ein halbes Jahr in Untersuchungshaft der Staatssicherheit, mit zeitweiliger Internierung in der Psychiatrischen Klinik Pfafferode bei Mühlhausen.  Seit 1985 lebt er in Berlin Wedding als freischaffender Schriftsteller und bildender Künstler.

Sein 2001 erschienener Roman »Die Schillergruft« über den erzwungenen Aufenthalt in der Psychiatrie ist eine eindrucksvolle Parabel auf eine kranke Gesellschaft, wie man sie selten in der deutschen Literatur findet. Kaum ein Roman von dieser erzählerischen Wucht ist bislang über die DDR geschrieben worden. Hultenreich nimmt den schier unerschöpflichen Erzählfaden seiner Erfurter Nachkriegskindheit und seiner dort verlebten Jugend nicht nur im Roman »Die Schillergruft«, sondern auch in den Erzählungen des Bandes »Westausgang« von 2005 immer wieder auf und webt so ein dichtes erzählerisches Netz. Zuletzt erschien von ihm »Das Bamberg des E.T.A. Hoffmann« (2016) und im September 2018 erscheint sein Buch »Hölderlin. Das halbe Leben« in der Edition A. B. Fischer, Berlin.

Wulf Kirsten arbeitete er als Buchhalter, Sachbearbeiter und Bauarbeiter, studierte dann Deutsch und Russisch auf Lehramt in Leipzig, wobei die Deutsche Bücherei zu seiner eigentlichen Universität wurde. Nach kurzer Tätigkeit als Lehrer war er von 1965 bis 1987 Lektor im Aufbau Verlag in Weimar. Seitdem lebt er als freier Schriftsteller, Publizist und Herausgeber in Weimar. Jenseits der Moden des Literaturbetriebs gehört Kirsten Sprache »in der man sich verproviantieren kann gegen Geschwindigkeit, Anpassung, Verlust« (Martin Walser zum wahrhaft Bleibenden, was die deutschsprachige Poesie in den letzten Jahrzehnten hervorgebracht hat. Von 1992 bis 2010 war er Autor des Zürcher Ammann Verlags, seitdem bei S. Fischer. Kirsten ist Mitglied mehrerer Akademien und erhielt für sein literarisches Schaffen zahlreiche Auszeichnungen, u.a. 2015 den Thüringer Literaturpreis. Zu seinen letzten erschienenen Büchern gehören »fliehende ansicht. Gedichte« (2012, frz. »images filantes«, 2014), »was ich noch sagen wollte. Gedichte« (2014), »Die Poesie der Landschaft«, hg. Jan Volker Röhnert (2016), »Die Prinzessinnen im Krautgarten« als TB (2018); »Die Schlacht bei Kesselsdorf / Kleewunsch« als TB (2018).

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Vertretung des Freistaats Thüringen bei der Europäischen Union in Brüssel mit dem Thüringer Literaturrat e.V., der in seiner Reihe »Literaturland Thüringen unterwegs« Literatur aus Thüringen in anderen Ländern vorstellt. Mit freundlicher Unterstützung der Thüringer Staatskanzlei.

Literaturland Thüringen‹ ist eine gemeinsame Initiative von
Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen · Thüringer Literaturrat e. V. · MDR-Figaro · MDR Thüringen – Das Radio

Gestaltung und Umsetzung XP.DT © 2011-14 [http://www.xp-dt.de]
© Thüringer Literaturrat e.V. [http://www.thueringer-literaturrat.de]

URL dieser Seite: [http://www.literaturland-thueringen.de/kalender/]