Kalender

Ausstellungen

Mrz
27
Fr
ganztägig Virtuelle Ausstellung »Nietzsche...
Virtuelle Ausstellung »Nietzsche...
Mrz 27 2020 – Dez 31 2021 ganztägig
Virtuelle Ausstellung »Nietzsche liest. Bücher und Lektüren Nietzsches« @ Herzogin Anna Amalia Bibliothek
Nietz­sche hat nicht nur Bücher geschrie­ben, son­dern auch viele gele­sen. Im Unter­schied zu sei­nem schon früh kul­ti­vier­ten Image als einem unzeit­ge­mä­ßen, ein­sa­men und ganz selbst­stän­di­gen Den­ker zei­gen seine Lek­tü­ren, wie eng sein Den­ken mit den[...]
Dez
31
Di
ganztägig Dummy
Dummy
Dez 31 2030 – Dez 30 2044 ganztägig
 
Mrz
12
Do
Bitte beachten! – Aktueller Hinweis zu allen öffentlichen Veranstaltungen in Thüringen
Mrz 12 – Jul 31 ganztägig

Alle öffentlichen Veranstaltungen sind bis auf weiteres abgesagt. Wir dokumentieren dennoch die geplanten Veranstaltungen. Wir bitten Sie, sich zu gegebener Zeit darüber zu informieren, ob angezeigte Veranstaltungen wieder oder zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

Mrz
27
Fr
Kreatives Schreiben mit Anke Engelmann im Kultur: Haus Dacheröden – digitales Veranstaltungsformat -
Mrz 27 um 10:00 – 15:00

»Ker­mit oder Königs­sohn« – Krea­ti­ves Schrei­ben am 27. März 2021
Online! Digi­tal!

Sie sind laut­stark, breit­mau­lig und erfüllt vom Fort­pflan­zungs­trieb. Der Früh­ling treibt sie in Mas­sen zusam­men, sie zie­hen los, wohin, haben sie nicht abge­spro­chen. Am Ziel ange­kom­men hän­gen sie in Klum­pen herum, mit­ein­an­der, über­ein­an­der, und ver­an­stal­ten ohren­be­täu­ben­den Lärm. Sie haben ein beson­de­res Ver­hält­nis zu Flüs­sig­kei­ten und das Wort »Meta­mor­pho­sen« ist anschei­nend für sie erfun­den worden.
Die Frö­sche. Gras­frö­sche, Laub­frö­sche, Mol­che, Krö­ten, jetzt zie­hen sie zu ihren Laich­plät­zen. Glit­schige, glub­schäu­gige Früh­lings­bo­ten, unan­sehn­li­che Hüpf­linge mit kräf­ti­gen Bein­mus­keln, allen­falls als Deli­ka­tesse im Ster­ne­re­stau­rant beliebt. Dabei sind sie extrem viel­ge­stal­tig und unter ihrer küh­len Haut kann sogar ein Königs­sohn stecken.
Bestimmt gäbe es in der Oster­zeit Tiere, die als Thema bes­ser geeig­net wären. Put­zi­gere, flau­schi­gere, nied­li­chere Tiere. Aber Lamm und Hase kann ja jeder. Frosch frei! Ich freu mich drauf!

27. März 2021, 10 bis 15 Uhr

Anmel­dung:
Mail an: engelmann@poesiebuero.de
Per Mail kommt ein Link zum Einwählen
Kos­ten: 30 Euro, bestehende Gut­ha­ben wer­den verrechnet
Zahl­bar per Über­wei­sung, Kon­to­da­ten nach Anmeldung

Anke Engel­mann (www.poesiebuero.de)

 

 

Eröffnung von »Nietzsche Superstar. Ein Parcours der Moderne« in Weimar
Mrz 27 um 18:00

Fei­er­li­che Eröff­nung von „Nietz­sche Super­star. Ein Par­cours der Moderne“ und Prä­sen­ta­tion von „Nietz­sche liest: Bücher und Lek­tü­ren Nietz­sches“ im Studienzentrum.

Lyrik im Glaspavillon mit Hannes Bajohr in Weimar
Mrz 27 um 18:00

Wo alles Text ist, weil alles Code ist, gibt es kein Werk mehr, nur noch Halb­zeug, vor­ge­fer­tig­tes Roh­ma­te­rial. Bil­der, Filme, Töne, Wör­ter – im Digi­ta­len ist alles offen dafür, wie­der und wei­ter­ver­ar­bei­tet, trans­co­diert und pro­zes­siert zu wer­den. Han­nes Bajohrs Lyrik­band Halb­zeug beweist, dass aus recy­cel­ten Tex­ten scharf­sin­nige Gedichte ent­ste­hen kön­nen. Inspi­riert von der Avant­garde der Moderne, bedient er sich der Tech­nik des 21. Jahr­hun­derts: Mit Hilfe von Algo­rith­men hat er u. a. die Romane Kaf­kas, Bun­des­tags­pro­to­kolle oder Kli­ma­schutz­be­richte frag­men­tiert, tran­skri­biert und neu geord­net. Seine Gedichte eröff­nen so einen ganz ande­ren Blick auf Rezep­tion und Autor­schaft im Zeit­al­ter der Digitalisierung.

Film & Gespräch mit Regisseur Wolfgang Andrä in Mühlhausen
Mrz 27 um 21:30

Film & Gespräch mit Regis­seur Wolf­gang Andrä: „Heim­su­chung“

Zum Film: Das neue Inte­gra­ti­ons­ge­setz ist da! Ab jetzt müs­sen die Deut­schen Flücht­linge ins eigen Heim auf­neh­men. Und so bekom­men drei Nach­barn einer klein­städ­ti­schen Rei­hen­haus­sied­lung zeit­gleich einen Zuwei­sungs­be­scheid. Der gewiefte Herr Rich­ter über­zeugt seine Rei­hen­haus­nach­ba­rin­nen – die welt­of­fene Betti und die Wut­bür­ge­rin Frau Rau – und auch den kor­rup­ten Lei­ter des Flücht­lings­hei­mes, dass es bes­ser wäre, müss­ten sie nicht den ihnen maschi­nell zuge­wie­se­nen Flücht­ling neh­men, son­dern den, der am bes­ten zu jedem von ihnen passt.

Mrz
28
Sa
Literarisches Programm aus Goethes »Marienbader Elegien« in der Dichterstätte Sarah Kirsch in Limlingerode
Mrz 28 um 14:30

Am 22. März 1832 starb Johann Wolf­gang von Goe­the in Wei­mar. Zur Ehrung sei­ner Per­son und sei­ner Dich­tung bie­ten wir das Pro­gramm: Die Mari­en­ba­der Ele­gie, 1823, Goe­thes Verse, aus Goe­thes Tage­bü­chern und Wil­helm von Hum­boldts Erst­be­geg­nung mit die­ser Dich­tung in Wei­mar im Novem­ber 1823

Mrz
29
So
Lesung mit Schiftstellerinnen und Schriftstellern des Südthüringer Literaturvereins auf Schloss Oberstadt
Mrz 29 um 16:30

Lesung »Schloss­ge­flüs­ter« im Rit­ter­saal des Was­ser­schlos­ses Ober­stadt mit Autorin­nen und Autoren des Süd­thü­rin­ger Literaturvereins.

Mrz
30
Mo
Buchvorstellung mit Alexander Osang »Das Leben der Elena Silber« in Meiningen
Mrz 30 um 19:30

Russ­land, Anfang des 20. Jahr­hun­derts. In einer klei­nen Pro­vinz­stadt öst­lich von Mos­kau wird der Revo­lu­tio­när Vik­tor Kras­now hin­ge­rich­tet. Wie eine gewal­tige Welle erfasst die Zeit in die­sem Moment Vik­tors Toch­ter Lena. Sie hei­ra­tet den deut­schen Tex­ti­l­in­ge­nieur Robert Sil­ber und flieht mit ihm 1936 nach Ber­lin, als die poli­ti­sche Lage in der Sowjet­union gefähr­lich wird. In Schle­sien über­le­ben sie den Zwei­ten Welt­krieg, aber dann ver­schwin­det Robert in den Wir­ren der Nach­kriegs­zeit, und Elena muss ihre vier Töch­ter alleine durch­brin­gen. Sie sol­len den Weg wei­ter­ge­hen, den Elena begon­nen hat zu gehen – hin­aus aus einem zu engen Leben, weg vom Unglück. Doch stimmt diese Geschichte, wie Elena sie ihrer Fami­lie immer wie­der erzählt hat? 2017, mehr als zwan­zig Jahre nach Ele­nas Tod, macht sich ihr Enkel, der Fil­me­ma­cher Kon­stan­tin Stein, auf den Weg nach Russ­land. Er will die Geschichte des Jahr­hun­derts und sei­ner Fami­lie ver­ste­hen, um sich selbst zu verstehen.

Mrz
31
Di
Lesung mit Udo Scheer in Gotha
Mrz 31 um 17:00

Udo Scheer: Jür­gen Fuchs. Schrift­stel­ler, Bür­ger­recht­ler, Sozi­al­psy­cho­loge. Ein Porträt

 

Musi­ka­li­sche Umrah­mung: Andreas Schirn­eck Jür­gen Fuchs, 1950 in Rei­chen­bach im Vogt­land gebo­ren, gestor­ben am 9. Mai 1999 in Ber­lin, war ein Schrift­stel­ler und Bür­ger­recht­ler, der pola­ri­sierte wie nur wenige. Sein Anspruch: „Sagen, was ist“ führte 1975 zur poli­ti­schen Zwangs­ex­ma­tri­ku­la­tion von der Jenaer Uni­ver­si­tät. Nach der Bier­mann-Aus­bür­ge­rung 1976 kam er in die Stasi-U-Haft Ber­lin-Hohen­schön­hau­sen. Starke inter­na­tio­nale Pro­teste führ­ten nach neun Mona­ten zu sei­ner Aus­bür­ge­rung. In der Bun­des­re­pu­blik wurde er ein viel beach­te­ter Schrift­stel­ler. Gleich­zei­tig sah die SED Füh­rung wegen sei­ner wir­kungs­vol­len Unter­stüt­zung der Bür­ger­rechts­be­we­gung in Ost­eu­ropa und der DDR in ihm einen „Staats­feind Nr. 1“. Der Schrift­stel­ler und Publi­zist Udo Scheer lässt mit die­sem Por­trät zugleich ein span­nungs­rei­ches Stück Zeit­ge­schichte leben­dig wer­den. Udo Scheer wurde 1951 in Mün­chen gebo­ren und kam 1960 in die DDR. Er stu­dierte bis 1974 Tech­no­lo­gie für den wis­sen­schaft­li­chen Gerä­te­bau an der Fried­rich-Schil­ler-Uni­ver­si­tät Jena. Er arbei­tete in der DDR als Kon­struk­teur und schrieb, ohne die Mög­lich­keit zu haben, seine Werke ver­öf­fent­li­chen zu kön­nen. Das MfS „bear­bei­tete“ ihn in zwei ope­ra­ti­ven Vor­gän­gen. Nach der fried­li­chen Revo­lu­tion in der DDR enga­gierte er sich u. a. ab 1995 als Vor­sit­zen­der der Geschichts­werk­statt Jena e.V.; seit 1993 ist Scheer frei­be­ruf­li­cher Schrift­stel­ler und Publizist.

Film und Gespräch »Bürgschaft für ein Jahr« in Jena
Mrz 31 um 18:00

Film & Gespräch mit Tamara Trampe (Dra­ma­tur­gin) und Prof. Dr. Diana Düring (EAH Jena, FB Sozi­al­we­sen): „Bürg­schaft für ein Jahr“ (DDR 1981) Am zwei­ten Abend der aus­stel­lungs­be­glei­ten­den Film­reihe („Erzie­hungs­Zwang – Zwangs­Er­zie­hung“) geht es the­ma­tisch um die Jugend­hilfe der DDR, dabei wird auf die Rolle Ehren­amt­li­cher ein­ge­gan­gen. Im Zen­trum des Films steht Nina Kern, deren Kin­der auf­grund ihres Lebens­wan­dels in einem Kin­der­heim unter­ge­bracht wer­den. Auf dem Weg ihre Kin­der wie­der selbst zu betreuen soll sie durch zwei ehren­amt­li­chen Helfer*innen unter­stützt wer­den, wel­che teils mehr teils weni­ger von ihrem „gesell­schaft­li­chen Auf­trag“ über­zeugt sind.

Ingeborg Gleichauf: »Poesie und Gewalt: Das Leben der Gudrun Ensslin« in Weimar
Mrz 31 um 19:30

Sie gehörte zur Füh­rungs­spitze der RAF und war zugleich eine lite­ra­risch hoch­ge­bil­dete Per­son: Gud­run Ens­s­lin. Umfas­send beschreibt die Autorin Ens­s­lins geis­tige wie poli­ti­sche Ent­wick­lung und zeigt, wie aus dem intel­lek­tu­el­len Bür­ger­tum des Nach­kriegs­deutsch­lands gewalt­be­reite Radi­ka­li­sie­rung mög­lich war. Im Mit­tel­punkt die­ser Bio­gra­fie steht eine extreme Per­son und ihr extre­mer Lebens­weg. Inge­borg Gleich­auf räumt mit den gän­gi­gen Kli­schees und Vor­ur­tei­len auf, die Ens­s­lin als Pro­dukt eines pro­vin­zi­el­len Pas­to­ren­haus­halts sehen. Sicht­bar wird viel­mehr eine viel­sei­tig begabte Per­sön­lich­keit der Zeit­ge­schichte. Sou­ve­rän schil­dert die Autorin die Zeit­um­stände, die die Ent­wick­lung einer Gewalt­be­reit­schaft begüns­tigt haben. Die Autorin zeich­net alle Lebens­sta­tio­nen nach und wid­met sich aus­führ­lich den bis­her ver­nach­läs­sig­ten Kind­heits- und Jugend­jah­ren Ens­s­lins. In einer beson­de­ren Ver­bin­dung von Erzäh­lung und Ana­lyse gelingt es ihr, uns eine ebenso schwie­rige wie viel­schich­tige Per­son nahe­zu­brin­gen, die unsere Gesell­schaft radi­kal ver­än­dern wollte.

Lesung mit Barbara Thériault in Erfurt
Mrz 31 um 19:30

Bar­bara Thé­ri­ault: Die Boden­stän­di­gen. Erkun­dun­gen aus der nüch­ter­nen Mitte der Gesellschaft

 

Wie lässt sich die Mitte der Gesell­schaft in einer Stadt mit­ten in Deutsch­land am bes­ten beschrei­ben? Nicht mit dem Wunsch nach Sin­gu­la­ri­tät, son­dern mit dem nach Boden­stän­dig­keit, so argu­men­tiert Bar­bara Thériault.

Wenn man­che die Boden­stän­dig­keit als nega­tiv betrach­ten, ist sie hier – aus Sicht der Prot­ago­nis­ten – wei­test­ge­hend posi­tiv zu ver­ste­hen, als Aus­druck eines typi­schen Selbst­be­wusst­seins der Mitte. Mit ihren sozio­lo­gi­schen Feuil­le­tons – kurz­wei­lig und im Stil der 1920er und 1930er Jahre ver­fasst – erkun­det die Sozio­lo­gin mit einer Mischung aus Empa­thie, Anteil­nahme und Distanz den All­tag im heu­ti­gen Erfurt und Thü­rin­gen. Es geht dabei um karierte Hem­den, kurze Haare, Tat­toos, Trin­ken, Jugend­weihe, heim­li­ches Hei­ra­ten – The­men, die den All­tag mit­un­ter exo­ti­scher als ferne Län­der erschei­nen las­sen und bei denen die Leser*innen sich oft ertappt füh­len. Und weil die Mitte sich manch­mal vom Rand bes­ser betrach­ten lässt, führ­ten die Recher­chen die Autorin auch an Orte wie Bars, Sau­nas oder Seen, an denen ihre Prot­ago­nis­ten sonst nicht zu ver­keh­ren pflegen.

Stets mit einem Blick aus ihrem hei­mat­li­chen Kanada oder aus dem Osten Euro­pas berich­tet die einst erste Stu­den­tin der neu­ge­grün­de­ten Uni­ver­si­tät Erfurt ebenso scharf­sin­nig wie unter­halt­sam über den All­tag und die Stim­mung in Erfurt und Umge­bung. Ob in der Stra­ßen­bahn, im Gar­ten oder in der Bade­wanne – die Texte regen dazu an, in der Nor­ma­li­tät des All­tags Neues und Amü­san­tes zu ent­de­cken, und laden zum Nach­den­ken über das Leben ein.

In Koope­ra­tion mit der Fried­rich-Ebert-Stif­tun­g/­Lan­des­büro Thüringen

Lesung und Ettersburger Gespräch mit Chaim Noll
Mrz 31 um 20:00

Die Wüste. Ein Mensch­heits­my­thos – Lesung und Gespräch mit Chaim Noll

 

… Jahr­gang 1954, Sohn des DDR-Schrift­stel­lers Die­ter Noll, stu­dierte Mathe­ma­tik an den Uni­ver­si­tä­ten Jena und Ber­lin sowie Kunst und Kunst­ge­schichte. 1980 ver­wei­gerte er den Wehr­dienst, stellte einen Aus­rei­se­an­trag und über­sie­delte mit sei­ner Frau und sei­nen bei­den Kin­dern 1984 nach West-Ber­lin. Er arbei­tete als Wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter an der Freien Uni­ver­si­tät Ber­lin, ging aber 1992 nach Rom, wo er bis 1995 frei­be­ruflich tätig war. 1995 zog er mit sei­ner Fami­lie nach Israel und seit 1997 lebt er in der Wüste Negev.

Chaim Noll stellt sein neu­es­tes Buch vor: Die Wüste. Lite­ra­tur­ge­schichte einer Urland­schaft des Men­schen« (Evan­ge­li­sche Ver­lags­an­stalt). Wüs­ten, Tro­cken­ge­biete und Step­pen der Erde brei­ten sich aus, jedes Jahr um eine Flä­che, die unge­fähr der Größe Deutsch­lands ent­spricht. Das Buch hält anhand lite­ra­ri­scher Texte von der Ent­ste­hung der Schrift bis zur Gegen­wart The­men und Leit­mo­tive einer Urland­schaft des Men­schen über­blicks­ar­tig fest. Als zen­tra­les Motiv erweist sich die Wider­sprüch­lich­keit der Wüste: Sie steht zugleich für Dürre und Auf­blü­hen, für Man­gel an Was­ser und Über­fülle an Sonne, für Nie­der­gang und Erneue­rung, für depri­mie­rende Ein­för­mig­keit und spi­ri­tu­el­len Höhen­flug, für Tod und Leben, Gut und Böse, Rea­li­tät und Mythos. Chaim Noll wird im Anschluss an die Lesung seine Außen­an­sich­ten eines in der DDR gebo­re­nen und heute in Israel leben­den Autors auf Deutsch­land beschrei­ben. Er wird über Kul­tur, die Flucht von Men­schen, über auf­kom­men­den Anti­se­mi­tis­mus in Europa und poli­ti­sche Ent­wick­lun­gen diskutieren.

Apr
1
Mi
Alexander Osang: »Die Leben der Elena Silber« in Weimar
Apr 1 um 19:00

Autoren­le­sung
Mode­ra­tion: Johan­nes Stein­hö­fel, Ecker­mann Buchhandlung

Russ­land, Anfang des 20. Jahr­hun­derts: In einer klei­nen Pro­vinz­stadt öst­lich von Mos­kau wird der Revo­lu­tio­när Vik­tor Kras­now hin­ge­rich­tet. Wie eine gewal­tige Welle erfasst die Zeit in die­sem Moment Vik­tors Toch­ter Lena. Sie hei­ra­tet den deut­schen Tex­ti­l­in­ge­nieur Robert Sil­ber und flieht mit die­sem 1936 nach Ber­lin, als die poli­ti­sche Lage in der Sowjet­union gefähr­lich wird. In Schle­sien über­le­ben sie den Zwei­ten Welt­krieg, aber dann ver­schwin­det Robert in den Wir­ren der Nach­kriegs­zeit, und Elena muss ihre vier Töch­ter alleine durch­brin­gen. Sie sol­len den Weg wei­ter­ge­hen, den Elena begon­nen hat zu gehen – hin­aus aus einem zu engen Leben, weg vom Unglück. Doch stimmt diese Geschichte, wie Elena sie ihrer Fami­lie immer wie­der erzählt hat?
 2017, mehr als zwan­zig Jahre nach Ele­nas Tod, macht sich ihr Enkel, der Fil­me­ma­cher Kon­stan­tin Stein, auf den Weg nach Russ­land. Er will die Geschichte des Jahr­hun­derts und sei­ner Fami­lie ver­ste­hen, um sich selbst zu verstehen.

Vortrag von Dr. Malte Denkert im Literaturmuseum »Theodor Storm« in Heilbad Heiligenstadt
Apr 1 um 19:30

»Theo­dor Storm und das Tabu« – Vor­trag von Dr. Malte Den­kert (St. Peter-Ording).

Lesung mit Melanie Raabe in Erfurt
Apr 1 um 20:15

»Die Wäl­der« – Lesung mit Mela­nie Raabe

 

Als Nina die Nach­richt erhält, dass Tim, ihr bes­ter Freund aus Kin­der­ta­gen, uner­war­tet gestor­ben ist, bricht eine Welt für sie zusam­men. Vor allem, als sie erfährt, dass er sie noch kurz vor sei­nem Tod fast manisch ver­sucht hat, zu errei­chen. Und sie ist nicht die Ein­zige, bei der er sich gemel­det hat. Tim hat ihr nicht nur eine geheim­nis­volle letzte Nach­richt hin­ter­las­sen, son­dern auch einen Auf­trag: Sie soll seine Schwes­ter fin­den, die in den schier end­lo­sen Wäl­dern ver­schwun­den ist, die das Dorf, in dem sie alle auf­ge­wach­sen sind, umge­ben. Doch will Nina das wirk­lich? In das Dorf und die Wäl­der zurück­keh­ren, die sie nie wie­der betre­ten wollte …

 

»Was wie ein düs­te­res Mär­chen beginnt, wird schnell zu einem tem­po­rei­chen Thril­ler. Intensiv!«

Emo­tion

Apr
2
Do
»Oh ein Gott ist der Mensch, wenn er träumt« – Eröffnung der Ausstellung zum 250. Geburtstag Hölderlins in der Galerie Schloss Ettersburg
Apr 2 um 19:00

Oh ein Gott ist der Mensch, wenn er träumt
Aus­stel­lung zum 250. Geburts­tag Hölderlins

 

Bil­der von HAP Gries­ha­ber, Peter Zaum­seil, Die­ter M. Wei­den­bach, Harald Rei­ner Gratz, Mar­kus Val­lazza, Wolf Bert­ram Becker…

Ein­füh­rung und Prä­sen­ta­tion sei­ner neuen Höl­der­lin-Bio­gra­fie: Hans Die­ter Mück.

Krimiabend mit Rolf Sakulowski und Katharina Schendel auf Burg Ranis
Apr 2 um 19:30

Tat­ort Burg: Der Kri­mi­abend mit Rolf Saku­low­ski und Katha­rina Schendel

Der Kri­mi­abend darf im Pro­gramm der Burg Ranis nicht feh­len. Dies­mal sor­gen zwei Thü­rin­ger Autoren für Spannung!

In Rolf Saku­low­skis Roman »Die Glo­riosa-Ver­schwö­rung« wird unter dem Erfur­ter Dom­berg bei Bau­ar­bei­ten eine ver­bor­gene Grotte ent­deckt. Um eine stei­nerne Tafel sit­zen zwölf Mumien in jahr­hun­der­te­al­ten Roben, die alle ein mys­te­riö­ses Zei­chen tra­gen: eine Glo­cke, aus der sich eine Schlange win­det. Und noch etwas ist äußerst rät­sel­haft: Eine der Lei­chen ist erst wenige Jahre alt. His­to­ri­ker Jonas Wie­sen­burg wird vom LKA als Fach- bera­ter ver­pflich­tet. Er ahnt nicht, dass er dabei einem gefähr­li­chen Geheim- nis um die berühmte Glo­cke Glo­riosa und einem per­fi­den Rache­plan auf die Spur kommt.

In Katha­rina Schen­dels Roman »Frau Sunna und Herr Tod« lau­fen die Vor­be­rei­tun­gen für den »Eisen­acher Som­mer­ge­winn« auf Hoch­tou­ren, als eine Mord­se­rie die Ein­woh­ner der Wart­burg­stadt in Angst und Schre­cken ver­setzt. Kurz hin­ter­ein­an­der wer­den drei Frauen mit durch­bohr­tem Her­zen auf­ge­fun­den – sie alle hat­ten als Frau Sunna den Win­ter ver­trie­ben. Weil die Poli­zei vor einem Rät­sel steht eilt Star-Ermitt­ler Takeo Takeyo­shi zu Hilfe und begibt sich mit dem pen­sio­nier­ten Stadt­chro­nis­ten Huber­tus Schmunk auf eine höchst ner­ven­auf­rei­bende Mörderjagd.

Sabine Bode »Kriegsenkel: Die Erben der vergessenen Generation« Vortrag in Weimar
Apr 2 um 19:30

Sabine Bode hat sich schon immer für The­men begeis­tert, die angeb­lich „nie­man­den inter­es­sie­ren“. Sie nennt sie die „stil­len The­men“. Still des­halb, weil die Men­schen häu­fig zunächst mit Ver­ständ­nis­lo­sig­keit reagiert haben. Zu die­sen Men­schen gehö­ren jene, die ein Erbe aus NS-Ver­gan­gen­heit und Kriegs­zeit in sich tru­gen und als Nach­kriegs­kin­der und Kriegs­en­kel merk­ten, dass ihnen etwas ver­schwie­gen wurde. Mitt­ler­weile gel­ten sol­che „stil­len The­men“ als zuneh­mend gesell­schaft­lich relevant.
Zum Abschluss der Les­ar­ten 2020 – 75 Jahre nach Kriegs­ende – wird die frei­be­ruf­lich als Jour­na­lis­tin und Buch­au­torin tätige Sabine Bode, Jahr­gang 1947, auch über die „Ger­man Angst“ sprechen.

Apr
3
Fr
Lesung mit Joachim Gauck in Erfurt
Apr 3 um 19:30

Joa­chim Gauck: »Tole­ranz – ein­fach schwer«

 

Was muss die Gesell­schaft, was muss und was sollte der Ein­zelne tole­rie­ren und wo lie­gen die Gren­zen der Tole­ranz? Die Lebens­ent­würfe, Wert­vor­stel­lun­gen, reli­giö­sen und kul­tu­rel­len Hin­ter­gründe der Men­schen wer­den immer viel­fäl­ti­ger – für man­che eine Berei­che­rung, für nicht wenige eine Last.
Wie­viel Anders­ar­tig­keit muss man erdul­den? Wie­viel kann man erdul­den? Wie­viel Kri­tik aus­hal­ten? Wel­che gemein­sa­men Regeln müs­sen bei aller Ver­schie­den­heit gelten?

In sei­nem neuen Buch strei­tet Joa­chim Gauck für Tole­ranz, weil sie das fried­li­che Zusam­men­le­ben von Ver­schie­de­nen über­haupt erst ermög­licht. Tole­ranz, schreibt er, ist nicht Gleich­gül­tig­keit und nicht Ver­söhn­ler­tum. Tole­ranz lehrt uns viel­mehr, zu dul­den, aus­zu­hal­ten, zu respek­tie­ren, was wir nicht oder nicht voll­stän­dig gutheißen.

Dazu, so Gauck, ist es aber nötig, sich sei­ner eige­nen Iden­ti­tät sicher zu sein. Denn nur, wer weiß, wer er ist, geht selbst­be­wusst in einen Dia­log oder auch Wett­streit mit anderen.Toleranz darf aller­dings nicht schran­ken­los sein. Nur wenn wir uns gegen die Angriffe von Into­le­ran­ten ver­tei­di­gen – woher auch immer sie kom­men mögen –, kann Tole­ranz und mit ihr die Demo­kra­tie gesi­chert werden.

In Koope­ra­tion mit dem Katho­li­schen Forum

Lesung mit Urs Freinsheimer und Ulf Torreck in Jena
Apr 3 um 19:30

Der Jenaer Autor Urs Freins­hei­mer prä­sen­tiert in der Villa Rosen­thal sei­nen aktu­el­len Krimi „Team­work“. In der Teu­fels­schlucht vor den Toren Wei­mars wird eine Lei­che gefun­den. Bereits der zweite Tote, der in Ver­bin­dung zu der erfolg­rei­chen Unter­neh­mens­be­ra­tung Win­ter Media Hol­ding steht. Haupt­kom­mis­sar Alex­an­der Lass­alle und sein fin­di­ger Assis­tent neh­men die Fährte auf, die sie bald nach Wien führt. Im Laufe ihrer Ermitt­lun­gen bli­cken sie hin­ter die Fas­sade der auf Effi­zi­enz getrimm­ten Con­sul­tants. Doch um die Ver­stri­ckun­gen aus Sex, Macht und Geld auf­zu­de­cken, müs­sen die zu unor­tho­do­xen Metho­den greifen.

Ulf Tor­reck hat sei­nen neuen Thril­ler „Zeit der Mör­der“ im Gepäck. Er spielt 1947 in einem klei­nen iri­schen Dorf. Dort erschießt der Maler Claas Straat­mann einen Frem­den, der in sein Haus ein­ge­bro­chen ist. Alles deu­tet auf Not­wehr. Doch die Aus­sage, die Straat­mann bei dem jun­gen Inspec­tor Lynch macht, führt zurück in eine dunkle Zeit. In Wahr­heit heißt der ver­meint­li­che Maler näm­lich Carl von Maug und war wäh­rend der deut­schen Beset­zung von Paris damit beauf­tragt, den furcht­bars­ten Seri­en­kil­ler Frank­reichs zu jagen. Die Geschichte, die er erzählt, reißt den Inspec­tor in einen Stru­del aus Hass und Gewalt. Doch Lynch kommt der Ver­dacht, dass Straat­mann lügt…

Apr
6
Mo
Sebastian ist krank – Lesebühne in Jena
Apr 6 um 20:00

Jenas junge, beste und ein­zige monat­li­che Lese­bühne mit Linn Ditt­ner, Fried­rich Herr­mann, Steve Kußin und Flem­ming Witt.

Ein­mal im Monat sprin­gen die drei Stage-Autoren Fried­rich Herr­mann, Linn Ditt­ner, Flem­ming Witt  und Steve Kußin auf Jenas Büh­nen und begeis­tern mit Team­tex­ten, Slam Poe­try, Kurz­ge­schich­ten, Inter­views und Literaturexperimenten.

Die Lese­show wird ergänzt durch wech­selnde Gast­au­toren aus ganz Deutsch­land und den prä­le­gen­därs­ten Musizi aus Thüringen.

Apr
16
Do
Buchvorstellung mit Michael Jeismann auf Schloss Friedenstein in Gotha
Apr 16 um 17:15

»Die Frei­heit der Liebe. Paare zwi­schen zwei Kul­tu­ren. Eine Welt­ge­schichte bis heute«

Buch­vor­stel­lung mit Apl. Prof. Dr. Michael Jeis­mann (Ber­lin).

Ein Paar, in dem sich zwei Kul­tu­ren ver­bin­den, sorgt für Unruhe. Diese Erfah­rung kennt das Gil­ga­mesch-Epos genauso wie die Eras­mus-Pär­chen, die sich beim Aus­lands­stu­dium fin­den. Michael Jeis­mann hat die erste Kul­tur­ge­schichte jener Paare geschrie­ben, die sich über Gren­zen hin­weg gefun­den haben. Die Angst, eine fremde Kul­tur könnte die eigene Iden­ti­tät schwä­chen, ist so groß wie das Begeh­ren, das Leben um Neues zu berei­chern. Michael Jeis­mann rückt die legen­däre Köni­gin von Saba und König Salomo in eine Linie mit der Eng­län­de­rin Ruth Khama und Seretse Khama, dem spä­te­ren Prä­si­den­ten von Bots­wana, die 1950 den ers­ten glo­ba­len Pro­test gegen Ras­sen­dis­kri­mi­nie­rung aus­lös­ten. Die inter­kul­tu­rel­len Paare zwi­schen Ver­bot und Tole­ranz: Viele wer­den sich in die­sem Buch wiederfinden.

Ver­an­stal­ter: Freun­des­ge­sell­schaft der For­schungs­bi­blio­thek Gotha in Koope­ra­tion mit der Lan­des­zen­trale für Poli­ti­sche Bil­dung Thüringen.

Apr
20
Mo
Diskussionsabend »Was ist uns wichtig?« – Krieg: Verfolgung, Armut – wem sollte Asyl gewährt werden und wem nicht?« im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt
Apr 20 um 19:00

Thema 1: Krieg: Ver­fol­gung, Armut – wem sollte Asyl gewährt wer­den und wem nicht?

 

Das Kul­tur: Haus Dacheröden ver­steht sich als ein Ort der leben­di­gen Debatte und des Aus­tauschs, an dem sich alle betei­li­gen kön­nen und sol­len. Wir möch­ten aktu­elle, auch strit­tige The­men auf­grei­fen und sie in einer Atmo­sphäre des gegen­sei­ti­gen Respek­tes und im Bemü­hen um Sach­lich­keit dis­ku­tie­ren. Keine leichte Auf­gabe in einer Zeit, in der nicht wenige mei­nen, gar nicht mehr mit­ein­an­der reden zu kön­nen oder prin­zi­pi­ell nicht gehört zu werden.

Wie geru­fen kam uns da der Vor­schlag von Daniel Pri­vi­tera, im Kul­tur: Haus Dacheröden an drei auf­ein­an­der­fol­gen­den Tagen unter dem Titel „Was ist uns wich­tig?“ ein neues inter­ak­ti­ves Dis­kus­si­ons­for­mat aus­zu­pro­bie­ren. Die stu­den­ti­sche Gruppe um Daniel Pri­vi­tera hat das Kon­zept dazu aus Har­vard mit­ge­bracht und bereits in meh­re­ren deut­schen Städ­ten erfolg­reich umgesetzt.

Ziel sind offene Dis­kus­si­ons­abende zu wich­ti­gen gesell­schaft­li­chen Fra­gen, die im bes­ten Fall Men­schen aus unter­schied­li­chen Lebens­wel­ten wie­der zusam­men­brin­gen, damit sie gemein­sam kon­struk­tiv über grund­sätz­li­che Fra­gen des Zusam­men­le­bens dis­ku­tie­ren. Das Beson­dere dabei: kein fron­ta­ler Vor­trag, kein abge­ho­be­nes Podium – alle, die im Raum sind, dis­ku­tie­ren mit. Und wir hof­fen: Sie auch!

Was ist uns wich­tig?“ rich­tet sich an Jugend­li­che und Erwach­sene glei­cher­ma­ßen. Das Ver­an­stal­tungs­for­mat ist so aus­ge­legt, dass kei­ner­lei Vor­kennt­nisse nötig sind, um mit­ma­chen zu kön­nen. Die Unter­neh­me­rin und die Arbeits­lose, der Stu­dent und der Rent­ner: ein bun­ter Mix an Men­schen hat bis­her an den Dis­kus­si­ons­run­den teil­ge­nom­men, und so soll es auch in Erfurt sein. Der Mode­ra­tor Daniel Pri­vi­tera sorgt dabei dafür, dass der rote Dis­kus­si­ons­fa­den nicht ver­lo­ren geht.

 

Der Ein­tritt ist frei, und wir haben uns zusam­men mit Daniel Pri­vi­tera fol­gende The­men gesetzt für die Tage 20. bis 22. April 2020 im Kul­tur: Haus Dacheröden:

 

20. April, 19 Uhr

Thema 1: Krieg: Ver­fol­gung, Armut – wem sollte Asyl gewährt wer­den und wem nicht?

Kaum ein Thema hat in den letz­ten Jah­ren die Gemü­ter in Deutsch­land so erhitzt wie die Asyl­po­li­tik. Viel zu sel­ten wird dabei sach­lich über die mora­li­schen Gründe für und gegen Asyl in unter­schied­li­chen Fäl­len gespro­chen – das wol­len wir mit Ihnen tun.

 

21. April, 19 Uhr

Thema 2: Leit­kul­tur oder Multi-Kulti – wie sollte das Zusam­men­le­ben in Deutsch­land aussehen?

In Deutsch­land leben Men­schen aus vie­len ver­schie­de­nen Kul­tur­krei­sen. Das bie­tet Chan­cen, kann aber auch das Gemein­schafts­ge­fühl auf eine Probe stel­len. Wie sähe also das ideale täg­li­che Mit­ein­an­der aus?

 

22. April, 19 Uhr

Thema 3: Die vierte Gewalt –  wie soll­ten Medien berichten?

Medien spie­len in einer Demo­kra­tie eine zen­trale Rolle. In den letz­ten Jah­ren stan­den sie in Deutsch­land aber ver­mehrt in der Kri­tik: nicht neu­tral genug, nicht immer wahr­heits­ge­treu, so die Vor­würfe. Höchste Zeit also, dar­über nach­zu­den­ken: Wie soll­ten Medien eigent­lich berichten?

 

Wenn Sie mit­dis­ku­tie­ren möch­ten, dann mel­den Sie sich bitte bei Katha­rina Buck­litsch an (E‑Mail: bucklitsch@herbstlese.de).

Nähere Infor­ma­tio­nen zum Pro­jekt „Was ist uns wich­tig?“ fin­den Sie auf der Web­site von Daniel Pri­vi­tera und sei­nen Kol­le­gen: http://wasistunswichtig.de/

Philosophisches Gespräch in Erfurt
Apr 20 um 19:00

Kön­nen phi­lo­so­phi­sche Schrif­ten für uns, in unse­rem All­tag heute frucht­bar sein? Haben sol­che Texte etwas mit mir zu tun? Die Lek­türe klei­ner Texte gro­ßer Phi­lo­so­phen soll zu einem gemein­sa­men Gedan­ken­aus­tausch anregen.

Die phi­lo­so­phi­sche Prak­ti­ke­rin Diet­linde Schmal­fuß-Plicht lei­tet diese Zusam­men­künfte und bei ihr kön­nen sich alle Inter­es­sen­ten bis eine Woche vor dem Ter­min anmel­den: info@philosophie-milan.de.

Apr
21
Di
Lesung mit Wolfgang Benz in Erfurt
Apr 21 um 18:00

Wolf­gang Benz: The­re­si­en­stadt. Eine Geschichte von Täu­schung und Vernichtung

 

Nir­gendwo kam der Zynis­mus der Natio­nal­so­zia­lis­ten deut­li­cher zum Aus­druck als in The­re­si­en­stadt. Die Welt­öf­fent­lich­keit und die zur Depor­ta­tion bestimm­ten Juden wur­den plan­mä­ßig über den Zweck der Ein­rich­tung getäuscht. Mit ihren Lügen über The­re­si­en­stadt sind die Natio­nal­so­zia­lis­ten nicht erfolg­los geblie­ben: Bis heute hält sich das Bild des pri­vi­le­gier­ten „Alters­ghetto“. Immer wie­der fin­det man in der Lite­ra­tur Hin­weise dar­auf, dass hier die Lebens­be­din­gun­gen bes­ser waren als in ande­ren Lagern, dass die Kin­der und Jugend­li­chen in den Genuss von Schul­bil­dung gekom­men seien, nir­gendwo fehlt der Ver­weis auf das kul­tu­relle Leben im Ghetto. Dies alles gab es, doch wird dabei ein ent­schei­den­der Teil der Wirk­lich­keit aus­ge­blen­det. Denn The­re­si­en­stadt war in das Pro­gramm der Ermor­dung der euro­päi­schen Juden ein­ge­bun­den und von Hun­ger, Elend und einer hohen Sterb­lich­keit geprägt. Das Ghetto war hoff­nungs­los über­füllt und immer wie­der gin­gen Trans­porte in die Ver­nich­tungs­la­ger im Osten. Ins­ge­samt wur­den 141 000 Juden, vor allem aus der Tsche­cho­slo­wa­kei, Deutsch­land und Öster­reich, nach The­re­si­en­stadt depor­tiert, nur 23 000 von ihnen über­leb­ten den Holo­caust. Wolf­gang Benz zeich­net ein Bild der Rea­li­tät zwi­schen Hoff­nung und Ver­nich­tung, zwi­schen Illu­sion und Unter­gang. Sein Buch ist der wich­tigste Bei­trag zu einer Gesamt­dar­stel­lung der Geschichte des Ghet­tos The­re­si­en­stadt seit dem Stan­dard­werk des tsche­chi­schen Zeit­zeu­gen Hans Gün­ther Adler aus den 1950er Jah­ren. Die Frage nach dem Erbe von The­re­si­en­stadt und des­sen heu­ti­ger Bedeu­tung für die Erin­ne­rungs­kul­tur schließt den Band ab. Wolf­gang Benz, war von 1990 bis 2011 Lei­ter des renom­mier­ten Zen­trums für Anti­se­mi­tis­mus­for­schung (TU Ber­lin). Zahl­rei­che Ver­öf­fent­li­chun­gen zu den The­men Natio­nal­so­zia­lis­mus, Anti­se­mi­tis­mus und ver­glei­chen­der Vor­ur­teils­for­schung, u. a. „Was ist Anti­se­mi­tis­mus?“ (2005); „Nach dem Unter­gang. Die ers­ten Zeug­nisse der Shoah in Polen 1944–1947“ (2014); „Anti­se­mi­tis­mus in der DDR. Mani­fes­ta­tio­nen und Fol­gen des Feind­bil­des Israel“ (2018).

Vortrag von Prof. Dr. Klaus Manger im Goethe- und Schiller-Archiv Weimar
Apr 21 um 18:00

»Dog­ma­tis­mus und Kos­mo­po­li­tis­mus im klas­si­schen Wei­mar. Chris­toph Mar­tin Wie­lands ›Geschichte der Abde­ri­ten‹« – Vor­trag von Prof. Dr. Klaus Man­ger (Jena)

Diskussionsabend »Was ist uns wichtig?« – Leitkultur oder Multi-Kulti – wie sollte das Zusammenleben in Deutschland aussehen?« im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt
Apr 21 um 19:00

Thema 2: Leit­kul­tur oder Multi-Kulti – wie sollte das Zusam­men­le­ben in Deutsch­land aussehen?

 

Das Kul­tur: Haus Dacheröden ver­steht sich als ein Ort der leben­di­gen Debatte und des Aus­tauschs, an dem sich alle betei­li­gen kön­nen und sol­len. Wir möch­ten aktu­elle, auch strit­tige The­men auf­grei­fen und sie in einer Atmo­sphäre des gegen­sei­ti­gen Respek­tes und im Bemü­hen um Sach­lich­keit dis­ku­tie­ren. Keine leichte Auf­gabe in einer Zeit, in der nicht wenige mei­nen, gar nicht mehr mit­ein­an­der reden zu kön­nen oder prin­zi­pi­ell nicht gehört zu werden.

Wie geru­fen kam uns da der Vor­schlag von Daniel Pri­vi­tera, im Kul­tur: Haus Dacheröden an drei auf­ein­an­der­fol­gen­den Tagen unter dem Titel „Was ist uns wich­tig?“ ein neues inter­ak­ti­ves Dis­kus­si­ons­for­mat aus­zu­pro­bie­ren. Die stu­den­ti­sche Gruppe um Daniel Pri­vi­tera hat das Kon­zept dazu aus Har­vard mit­ge­bracht und bereits in meh­re­ren deut­schen Städ­ten erfolg­reich umgesetzt.

Ziel sind offene Dis­kus­si­ons­abende zu wich­ti­gen gesell­schaft­li­chen Fra­gen, die im bes­ten Fall Men­schen aus unter­schied­li­chen Lebens­wel­ten wie­der zusam­men­brin­gen, damit sie gemein­sam kon­struk­tiv über grund­sätz­li­che Fra­gen des Zusam­men­le­bens dis­ku­tie­ren. Das Beson­dere dabei: kein fron­ta­ler Vor­trag, kein abge­ho­be­nes Podium – alle, die im Raum sind, dis­ku­tie­ren mit. Und wir hof­fen: Sie auch!

Was ist uns wich­tig?“ rich­tet sich an Jugend­li­che und Erwach­sene glei­cher­ma­ßen. Das Ver­an­stal­tungs­for­mat ist so aus­ge­legt, dass kei­ner­lei Vor­kennt­nisse nötig sind, um mit­ma­chen zu kön­nen. Die Unter­neh­me­rin und die Arbeits­lose, der Stu­dent und der Rent­ner: ein bun­ter Mix an Men­schen hat bis­her an den Dis­kus­si­ons­run­den teil­ge­nom­men, und so soll es auch in Erfurt sein. Der Mode­ra­tor Daniel Pri­vi­tera sorgt dabei dafür, dass der rote Dis­kus­si­ons­fa­den nicht ver­lo­ren geht.

 

Der Ein­tritt ist frei, und wir haben uns zusam­men mit Daniel Pri­vi­tera fol­gende The­men gesetzt für die Tage 20. bis 22. April 2020 im Kul­tur: Haus Dacheröden:

 

20. April, 19 Uhr

Thema 1: Krieg: Ver­fol­gung, Armut – wem sollte Asyl gewährt wer­den und wem nicht?

Kaum ein Thema hat in den letz­ten Jah­ren die Gemü­ter in Deutsch­land so erhitzt wie die Asyl­po­li­tik. Viel zu sel­ten wird dabei sach­lich über die mora­li­schen Gründe für und gegen Asyl in unter­schied­li­chen Fäl­len gespro­chen – das wol­len wir mit Ihnen tun.

 

21. April, 19 Uhr

Thema 2: Leit­kul­tur oder Multi-Kulti – wie sollte das Zusam­men­le­ben in Deutsch­land aussehen?

In Deutsch­land leben Men­schen aus vie­len ver­schie­de­nen Kul­tur­krei­sen. Das bie­tet Chan­cen, kann aber auch das Gemein­schafts­ge­fühl auf eine Probe stel­len. Wie sähe also das ideale täg­li­che Mit­ein­an­der aus?

 

22. April, 19 Uhr

Thema 3: Die vierte Gewalt –  wie soll­ten Medien berichten?

Medien spie­len in einer Demo­kra­tie eine zen­trale Rolle. In den letz­ten Jah­ren stan­den sie in Deutsch­land aber ver­mehrt in der Kri­tik: nicht neu­tral genug, nicht immer wahr­heits­ge­treu, so die Vor­würfe. Höchste Zeit also, dar­über nach­zu­den­ken: Wie soll­ten Medien eigent­lich berichten?

 

Wenn Sie mit­dis­ku­tie­ren möch­ten, dann mel­den Sie sich bitte bei Katha­rina Buck­litsch an (E‑Mail: bucklitsch@herbstlese.de).

Nähere Infor­ma­tio­nen zum Pro­jekt „Was ist uns wich­tig?“ fin­den Sie auf der Web­site von Daniel Pri­vi­tera und sei­nen Kol­le­gen: http://wasistunswichtig.de/

Apr
22
Mi
Diskussionsabend »Was ist uns wichtig? – Die vierte Gewalt – wie sollten Medien berichten?« im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt
Apr 22 um 19:00

Thema 3: Die vierte Gewalt –  wie soll­ten Medien berichten?

 

Das Kul­tur: Haus Dacheröden ver­steht sich als ein Ort der leben­di­gen Debatte und des Aus­tauschs, an dem sich alle betei­li­gen kön­nen und sol­len. Wir möch­ten aktu­elle, auch strit­tige The­men auf­grei­fen und sie in einer Atmo­sphäre des gegen­sei­ti­gen Respek­tes und im Bemü­hen um Sach­lich­keit dis­ku­tie­ren. Keine leichte Auf­gabe in einer Zeit, in der nicht wenige mei­nen, gar nicht mehr mit­ein­an­der reden zu kön­nen oder prin­zi­pi­ell nicht gehört zu werden.

Wie geru­fen kam uns da der Vor­schlag von Daniel Pri­vi­tera, im Kul­tur: Haus Dacheröden an drei auf­ein­an­der­fol­gen­den Tagen unter dem Titel „Was ist uns wich­tig?“ ein neues inter­ak­ti­ves Dis­kus­si­ons­for­mat aus­zu­pro­bie­ren. Die stu­den­ti­sche Gruppe um Daniel Pri­vi­tera hat das Kon­zept dazu aus Har­vard mit­ge­bracht und bereits in meh­re­ren deut­schen Städ­ten erfolg­reich umgesetzt.

Ziel sind offene Dis­kus­si­ons­abende zu wich­ti­gen gesell­schaft­li­chen Fra­gen, die im bes­ten Fall Men­schen aus unter­schied­li­chen Lebens­wel­ten wie­der zusam­men­brin­gen, damit sie gemein­sam kon­struk­tiv über grund­sätz­li­che Fra­gen des Zusam­men­le­bens dis­ku­tie­ren. Das Beson­dere dabei: kein fron­ta­ler Vor­trag, kein abge­ho­be­nes Podium – alle, die im Raum sind, dis­ku­tie­ren mit. Und wir hof­fen: Sie auch!

Was ist uns wich­tig?“ rich­tet sich an Jugend­li­che und Erwach­sene glei­cher­ma­ßen. Das Ver­an­stal­tungs­for­mat ist so aus­ge­legt, dass kei­ner­lei Vor­kennt­nisse nötig sind, um mit­ma­chen zu kön­nen. Die Unter­neh­me­rin und die Arbeits­lose, der Stu­dent und der Rent­ner: ein bun­ter Mix an Men­schen hat bis­her an den Dis­kus­si­ons­run­den teil­ge­nom­men, und so soll es auch in Erfurt sein. Der Mode­ra­tor Daniel Pri­vi­tera sorgt dabei dafür, dass der rote Dis­kus­si­ons­fa­den nicht ver­lo­ren geht.

 

Der Ein­tritt ist frei, und wir haben uns zusam­men mit Daniel Pri­vi­tera fol­gende The­men gesetzt für die Tage 20. bis 22. April 2020 im Kul­tur: Haus Dacheröden:

 

20. April, 19 Uhr

Thema 1: Krieg: Ver­fol­gung, Armut – wem sollte Asyl gewährt wer­den und wem nicht?

Kaum ein Thema hat in den letz­ten Jah­ren die Gemü­ter in Deutsch­land so erhitzt wie die Asyl­po­li­tik. Viel zu sel­ten wird dabei sach­lich über die mora­li­schen Gründe für und gegen Asyl in unter­schied­li­chen Fäl­len gespro­chen – das wol­len wir mit Ihnen tun.

 

21. April, 19 Uhr

Thema 2: Leit­kul­tur oder Multi-Kulti – wie sollte das Zusam­men­le­ben in Deutsch­land aussehen?

In Deutsch­land leben Men­schen aus vie­len ver­schie­de­nen Kul­tur­krei­sen. Das bie­tet Chan­cen, kann aber auch das Gemein­schafts­ge­fühl auf eine Probe stel­len. Wie sähe also das ideale täg­li­che Mit­ein­an­der aus?

 

22. April, 19 Uhr

Thema 3: Die vierte Gewalt –  wie soll­ten Medien berichten?

Medien spie­len in einer Demo­kra­tie eine zen­trale Rolle. In den letz­ten Jah­ren stan­den sie in Deutsch­land aber ver­mehrt in der Kri­tik: nicht neu­tral genug, nicht immer wahr­heits­ge­treu, so die Vor­würfe. Höchste Zeit also, dar­über nach­zu­den­ken: Wie soll­ten Medien eigent­lich berichten?

 

Wenn Sie mit­dis­ku­tie­ren möch­ten, dann mel­den Sie sich bitte bei Katha­rina Buck­litsch an (E‑Mail: bucklitsch@herbstlese.de).

Nähere Infor­ma­tio­nen zum Pro­jekt „Was ist uns wich­tig?“ fin­den Sie auf der Web­site von Daniel Pri­vi­tera und sei­nen Kol­le­gen: http://wasistunswichtig.de/

Lesung mit Wolfgang Benz in Arnstadt
Apr 22 um 19:00

Lesung mit Wolf­gang Benz: The­re­si­en­stadt. Eine Geschichte von Täu­schung und Vernichtung

 

Nir­gendwo kam der Zynis­mus der Natio­nal­so­zia­lis­ten deut­li­cher zum Aus­druck als in The­re­si­en­stadt. Die Welt­öf­fent­lich­keit und die zur Depor­ta­tion bestimm­ten Juden wur­den plan­mä­ßig über den Zweck der Ein­rich­tung getäuscht. Mit ihren Lügen über The­re­si­en­stadt sind die Natio­nal­so­zia­lis­ten nicht erfolg­los geblie­ben: Bis heute hält sich das Bild des pri­vi­le­gier­ten „Alters­ghetto“. Immer wie­der fin­det man in der Lite­ra­tur Hin­weise dar­auf, dass hier die Lebens­be­din­gun­gen bes­ser waren als in ande­ren Lagern, dass die Kin­der und Jugend­li­chen in den Genuss von Schul­bil­dung gekom­men seien, nir­gendwo fehlt der Ver­weis auf das kul­tu­relle Leben im Ghetto. Dies alles gab es, doch wird dabei ein ent­schei­den­der Teil der Wirk­lich­keit aus­ge­blen­det. Denn The­re­si­en­stadt war in das Pro­gramm der Ermor­dung der euro­päi­schen Juden ein­ge­bun­den und von Hun­ger, Elend und einer hohen Sterb­lich­keit geprägt. Das Ghetto war hoff­nungs­los über­füllt und immer wie­der gin­gen Trans­porte in die Ver­nich­tungs­la­ger im Osten. Ins­ge­samt wur­den 141 000 Juden, vor allem aus der Tsche­cho­slo­wa­kei, Deutsch­land und Öster­reich, nach The­re­si­en­stadt depor­tiert, nur 23 000 von ihnen über­leb­ten den Holo­caust. Wolf­gang Benz zeich­net ein Bild der Rea­li­tät zwi­schen Hoff­nung und Ver­nich­tung, zwi­schen Illu­sion und Unter­gang. Sein Buch ist der wich­tigste Bei­trag zu einer Gesamt­dar­stel­lung der Geschichte des Ghet­tos The­re­si­en­stadt seit dem Stan­dard­werk des tsche­chi­schen Zeit­zeu­gen Hans Gün­ther Adler aus den 1950er Jah­ren. Die Frage nach dem Erbe von The­re­si­en­stadt und des­sen heu­ti­ger Bedeu­tung für die Erin­ne­rungs­kul­tur schließt den Band ab. Wolf­gang Benz, war von 1990 bis 2011 Lei­ter des renom­mier­ten Zen­trums für Anti­se­mi­tis­mus­for­schung (TU Ber­lin). Zahl­rei­che Ver­öf­fent­li­chun­gen zu den The­men Natio­nal­so­zia­lis­mus, Anti­se­mi­tis­mus und ver­glei­chen­der Vor­ur­teils­for­schung, u. a. „Was ist Anti­se­mi­tis­mus?“ (2005); „Nach dem Unter­gang. Die ers­ten Zeug­nisse der Shoah in Polen 1944–1947“ (2014); „Anti­se­mi­tis­mus in der DDR. Mani­fes­ta­tio­nen und Fol­gen des Feind­bil­des Israel“ (2018).

2. HörsaalSlam an der Uni Erfurt
Apr 22 um 20:00

Poe­try Slam im Hör­saal Nr. 1 der Uni­ver­si­tät Erfurt! Der Fach­schafts­rat Erzie­hungs­wis­sen­schaft und der Stu­die­ren­den­rat holen für Euch die bes­ten und größ­ten Poe­tIn­nen Deutsch­lands direkt in den Hör­saal. Statt Sta­tis­tik gibt es feinste Emo­tio­nen, statt Power­point poin­ten­rei­che Prosa, statt Lan­ge­weile nur Liebe und Poe­sie. Kommt vor­bei, genießt und schreibt gut mit, denn alles ist garan­tiert prü­fungs­re­le­vant! Natür­lich sind neben den Stu­die­ren­den auch alle ande­ren Fans des guten Poe­try Slams herz­lich eingeladen.

In Koope­ra­tion mit Fach­schafts­rat Erzie­hungs­wis­sen­schaft, Stu­die­ren­den­rat und Highslam­mer e.V.

Filmpremiere »Auf den Lebensspuren von Eduard Rosenthal« im Theaterhaus Jena
Apr 22 um 20:00

Film­pre­miere »Auf den Lebens­spu­ren von Edu­ard Rosen­thal« von Tors­ten Eck­old und Diet­mar Ebert.

Apr
23
Do
Book Club – Gespräch über Literatur in Erfurt
Apr 23 um 17:00

Die erste Regel des Book Club lau­tet: Nie­mand spricht über den Book­Club… Sechs junge Frauen bil­den das Herz des Book Clubs. Ihre Gemein­sam­keit: Sie lie­ben das Lesen und jede von ihnen ein ande­res Genre! Bei regel­mä­ßi­gen Tref­fen wird über Bücher zu einem bestimm­ten Thema dis­ku­tiert. Am 23. April lau­tet es „Wahre Bege­ben­hei­ten“. Die Frauen des Book Club sind alle sehr leb­haft und ganz ver­schie­den, und so ent­ste­hen immer lus­tige und hit­zige Debatten.

Vortrag von Prof. Dr. Rüdiger Görner im Goethe- und Schiller-Archiv Weimar
Apr 23 um 18:00

Gedan­ken­klänge – oder: Tanz der Denk­schritte – Nietz­sche und die Musi­ka­li­sie­rung der Reflexion

Vor­trag von Prof. Dr. Rüdi­ger Gör­ner, Lon­don, zur Aus­stel­lung »Nietz­sche kom­po­niert. Noten­ma­nu­skripte aus dem Nachlass«

Lesung mit Ariadne von Schirach in Greiz
Apr 23 um 19:00

Die psy­cho­ti­sche Gesell­schaft – Lesung mit Ari­adne von Schirach

 

Man könnte mei­nen, die Welt wäre ver­rückt gewor­den. Was ist, wenn das tat­säch­lich stimmt? Ange­sichts einer immer ver­rück­ter wer­den­den Gegen­wart ist es an der Zeit, uns wie­der an unsere Würde, unsere Träume und unsere Ver­ant­wor­tung für unser eige­nes und gemein­sa­mes Leben zu erin­nern. »Die psy­cho­ti­sche Gesell­schaft« ist eine hell­sich­tige Ana­lyse unse­rer öko­no­mi­sier­ten Gesell­schaft und zugleich ein lei­den­schaft­li­ches Plä­doyer für einen ande­ren Umgang mit Natur, Mensch­sein und Liebe. Selbst­mord­at­ten­tä­ter, Geflüch­tete und popu­lis­ti­sche Prä­si­den­ten. Und dann spielt auch noch das Klima ver­rückt. Die­ser kri­sen­hafte Zustand hat viele Gründe. Die Öko­no­mi­sie­rung der Welt hat sich im 21. Jahr­hun­dert fast voll­endet. Sie betrifft schon lange nicht mehr nur das Sicht­bare, son­dern reicht tief in das Unsicht­bare hin­ein: in das Soziale, in den Umgang mit uns selbst, den ande­ren und der Welt. Der Selbst­wert ist zum Markt­wert gewor­den, die Gren­zen zwi­schen Ich und Welt ver­schwim­men. Das Resul­tat die­ser kol­lek­ti­ven Iden­ti­täts­krise ist eine psy­cho­ti­sche Gesell­schaft, deren Mit­glie­der weder wis­sen, wer sie sind, noch was sie sol­len, und des­halb unfä­hig sind, mit sich und mit­ein­an­der bewusst, wert­schät­zend und ange­mes­sen umzu­ge­hen. Doch jede Krise trägt in sich die Mög­lich­keit einer neuen Ord­nung, sie ist eine Chance, unser Ver­hält­nis zu uns, den Ande­ren und der Welt neu zu erzäh­len. Ari­adne von Schi­rach unter­rich­tet Phi­lo­so­phie und chi­ne­si­sches Den­ken an der Ber­li­ner Uni­ver­si­tät der Künste, der HFBK in Ham­burg und der Donau-Uni­ver­si­tät Krems. Sie arbei­tet als freie Jour­na­lis­tin und Kri­ti­ke­rin und wurde bekannt als Autorin der Sach­buch-Best­sel­ler »Der Tanz um die Lust« und »Du sollst nicht funk­tio­nie­ren. Für eine neue Lebens­kunst«. 2016 erschien das psy­cho­lo­gi­sche Fach­buch »Ich und Du und Mül­lers Kuh. Kleine Cha­rak­ter­kunde für alle, die sich und andere bes­ser ver­ste­hen wollen«.

Lesung mit Christine Theml, Iris Geisler und Christine Hansmann in Jena
Apr 23 um 19:00

Lesung im Rah­men der Reihe „Lite­ra­tur im Flur“

 

Mit: Chris­tine Theml, Iris Geis­ler (Jena) und Chris­tine Hans­mann (Wei­mar), Lesung

Musik: Ilga Her­zog (Jena), Quer­flöte u.a.

 

Lesung mit Michael Schweßinger in Gera
Apr 23 um 19:30

Michael Schwe­ß­in­ger liest aus »In Bux­te­hude ist noch Platz«

 

Die Welt ist ent­setz­lich schön und Michael Schwe­ß­in­ger ist in ihr unter­wegs: Nicht nur in Bux­te­hude, son­dern quer durch Europa – in frem­den Städ­ten, auf Flü­gen und Zwi­schen­stopps und eigent­lich irgend­wie immer in bet­ween – begeg­nen ihm Men­schen und ihre Geschich­ten. Seine Trieb­fe­dern dabei sind Neu­gier und die Schön­heit des ers­ten Mor­gens in einem gänz­lich unver­trau­ten Land. Er nimmt uns in sei­nen Erzäh­lun­gen mit auf die­sen kalei­do­sko­pi­schen Heim­weg in die Fremde.

Der Erzähl­sound von „In Bux­te­hude ist noch Platz“ ist mal ent­spannt und flie­ßend, mal Social Beat, und immer wie­der trifft da die­ser ihm urei­gene, ver­stie­gene Humor auf eine Phi­lo­so­phie des Lebens­hun­gers. An die­sem Abend wird er seine Welt, die erfah­rene und erlebte, die sei­nes unver­wech­sel­ba­ren Erzähl­sounds und die sei­nes urei­ge­nen Humors, mit dem Publi­kum teilen.

Apr
24
Fr
6. Thüringer Diary Slam in Erfurt
Apr 24 um 19:30

Wir laden inter­es­sier­tes Publi­kum und all‘ die­je­ni­gen, die sich mit ihren Tage­bü­chern auf die Bühne trauen, zum Diary-Slam ein. Ob ers­ter Kuss, chao­ti­scher All­tag oder anstren­gende Fami­li­en­feier, alle The­men sind will­kom­men bei den Tex­ten. Das Publi­kum ent­schei­det, wer eine Runde wei­ter­kommt. Auf geht‘s: Tage­bü­cher raus­kra­men und eine Anmel­dung schi­cken an fsj_kultur@herbstlese.de (Sophie Kirchner).

Apr
25
Sa
Literarisches Programm mit Wulf Kirsten zu Sarah Kirschs 85. Geburtstag in der Dichterstätte Sarah Kirsch in Limlingerode
Apr 25 um 14:30

Zu Sarah Kirschs 85. Geburts­tag am 16. April 2020:

Lesung von Gedich­ten Wulf Kirs­tens aus dem biblio­phi­len Band »flur­gän­ger«

 

Eröff­nung Haus­ART Nr.2/2020: Acht­und­drei­ßig Radie­run­gen Susanne Theu­mers zu 88 Gedich­ten Wulf Kirs­tens im Band »flur­gän­ger«, Ver­lag Tho­mas Reche, Neu­mark, 2019, limi­tierte Auf­lage in der Reihe Liga­tu­ren, signiert von bei­den, darin Wulf Kirs­ten: »Zu einem Land­schafts­zy­klus von Susanne Theumer« .

Die Aus­stel­lung dau­ert bis Ende Juni.

Apr
26
So
Ettersburger Gespräch mit Henryk M. Broder und Peter Krause
Apr 26 um 19:00

Etters­bur­ger Gespräch »Wer, wenn nicht ich?« Über Deutsch­land und andere Abgründe
Hen­ryk M. Bro­der im Gespräch mit Peter Krause

Ich mag Men­schen, die mich nicht mögen.“ Hen­ryk M. Bro­der, 1946 in Katowice/Polen gebo­ren, arbei­tet seit mehr als 60 Jah­ren scharf­zün­gig an sei­ner Inte­gra­tion in die deut­sche Gesell­schaft. Bro­der rückt sei­nen Migra­ti­ons-Hin­ter­grund gerne in den Vor­der­grund, und inzwi­schen gehört er zu den tra­gen­den Säu­len der bun­ten, tole­ran­ten und welt­of­fe­nen Ber­li­ner Repu­blik. Des­halb plant er, bei der kom­men­den Bun­des­tags­wahl mit einer eige­nen Liste anzu­tre­ten: »Alte weiße Män­ner, SUV-Fah­rer und Viel­flie­ger«. „Wer, wenn nicht ich – Hen­ryk M. Bro­der“. Der Autor befasst sich in sei­nem neu­es­ten Buch mit „Deut­schen, Dep­pen, Dich­tern und Den­kern auf dem Egotrip“.

Apr
27
Mo
Lesung und Gespräch mit Daniela Seel in Erfurt
Apr 27 um 19:30

»Die Gunst des Augen­blicks« – Lesung und Gespräch mit Daniela Seel

 

Die 1974 in Frank­furt am Main gebo­rene Autorin Daniela Seel baute nach der Jahr­tau­send­wende mit dem Ver­lag kook­books eines der wich­tigs­ten Netz­werke für Gegen­warts­ly­rik auf, dem heute bereits lite­ra­tur­his­to­ri­sche Bedeu­tung zukommt. Ob als Dich­te­rin, als Über­set­ze­rin oder als Dozen­tin für Sprach­kunst, Poe­sie ist für Daniela Seel nicht nur aus­zu­le­gen­der Text, son­dern vor allem Lebens­form und Pra­xis. Für ihr Wir­ken und ihre Ver­dienste wurde sie viel­fach aus­ge­zeich­net, u. a. mit dem Fried­rich-Höl­der­lin-För­der­preis und dem Spit­zen­preis beim ers­ten Deut­schen Ver­lags­preis 2019.

Im Gespräch mit Mode­ra­tor Guido Naschert gibt Daniela Seel Aus­kunft über ihr ver­le­ge­ri­sches und lite­ra­ri­sches Schaf­fen und liest aus ihren Lyrik­bän­den »was weißt du schon von prä­rie« (2015) und »Aus­zug aus Eden« (2019).

Apr
28
Di
Lesung und Gespräch mit Daniela Seel in Jena
Apr 28 um 19:30

»Die Gunst des Augen­blicks« – Lesung und Gespräch mit Daniela Seel

 

Die 1974 in Frank­furt am Main gebo­rene Autorin Daniela Seel baute nach der Jahr­tau­send­wende mit dem Ver­lag kook­books eines der wich­tigs­ten Netz­werke für Gegen­warts­ly­rik auf, dem heute bereits lite­ra­tur­his­to­ri­sche Bedeu­tung zukommt. Ob als Dich­te­rin, als Über­set­ze­rin oder als Dozen­tin für Sprach­kunst, Poe­sie ist für Daniela Seel nicht nur aus­zu­le­gen­der Text, son­dern vor allem Lebens­form und Pra­xis. Für ihr Wir­ken und ihre Ver­dienste wurde sie viel­fach aus­ge­zeich­net, u. a. mit dem Fried­rich-Höl­der­lin-För­der­preis und dem Spit­zen­preis beim ers­ten Deut­schen Ver­lags­preis 2019.

Im Gespräch mit Hel­mut Hühn und Nancy Hünger.gibt Daniela Seel Aus­kunft über ihr ver­le­ge­ri­sches und lite­ra­ri­sches Schaf­fen und liest aus ihren Lyrik­bän­den »was weißt du schon von prä­rie« (2015) und »Aus­zug aus Eden« (2019).

für Stu­die­rende freier Eintritt

Apr
29
Mi
Lesung mit Wolfgang Haak in Weimar
Apr 29 um 18:30

»Zeit­um­stel­lung«, Roman, Blick aus dem Hin­ter­hof einer klei­nen Stadt auf die End­zeit der DDR – Lesung mit Wolf­gang Haak.

Eine Ver­an­stal­tung des Hotel »Ele­phant« mit der freund­li­chen Unter­stüt­zung der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V.

Lesung mit Lutz Seiler in Erfurt
Apr 29 um 19:30

»Stern 111« – Lesung mit Lutz Seiler

 

Ein Pan­orama der ers­ten Nach­wen­de­jahre in Ost und West: Zwei Tage nach dem Fall der Mauer ver­las­sen Inge und Wal­ter Bisch­off ihr altes Leben – die Woh­nung, den Gar­ten, ihre Arbeit und das Land. Ihre Reise führt die bei­den Fünf­zig­jäh­ri­gen weit hin­aus: Über Not­auf­nah­me­la­ger und Durch­gangs­wohn­heime fol­gen sie einem lange geheg­ten Traum, einem »Lebens­ge­heim­nis«, von dem selbst ihr Sohn Carl nichts weiß. Carl wie­derum, der den Auf­trag ver­wei­gert, das elter­li­che Erbe zu über­neh­men, flieht nach Ber­lin. Er lebt auf der Straße, bis er in den Kreis des »klu­gen Rudels« auf­ge­nom­men wird, einer Gruppe jun­ger Frauen und Män­ner, die dunkle Geschäfte, einen Gue­ril­la­kampf um leer­ste­hende Häu­ser und die Kel­ler­kneipe Assel betreibt. Im U‑Boot der Assel schlin­gert Carl durch das archai­sche Chaos der Nach­wen­de­zeit, immer in der Hoff­nung, Effi wie­der­zu­se­hen, »die ein­zige Frau, in die er je ver­liebt gewe­sen war«.

Nach dem mit dem Deut­schen Buch­preis aus­ge­zeich­ne­ten Best­sel­ler »Kruso« führt Lutz Sei­ler die Geschichte in zwei gro­ßen Erzähl­bö­gen fort – in einem Road­t­rip, der seine Bahn um den hal­ben Erd­ball zieht, und in einem Ber­lin-Roman, der uns die ers­ten Tage einer neuen Welt vor Augen führt. Und ganz neben­bei wird die Geschichte einer Fami­lie erzählt, die der Herbst 89 sprengt und die nun ver­su­chen muss, neu zuein­an­der zu finden.

Vortrag von Dr. Uta Bretschneider im Literaturmuseum »Theodor Storm« in Heilbad Heiligenstadt
Apr 29 um 19:30

»Hei­mat – Räume, Gefühle, Kon­junk­tu­ren« – Vor­trag von Dr. Uta Bret­schnei­der (Hen­ne­ber­gi­sches Museum Klos­ter Veßra).

 

Gemein­same Ver­an­stal­tung des Lite­ra­tur­mu­se­ums »Theo­dor Storm« mit der Lan­des­zen­trale für poli­ti­sche Bil­dung, Erfurt.

Lesung mit Frank Witzel in Jena
Apr 29 um 20:15

Frank Wit­zel liest »Inni­ger Schiffbruch«

 

Was geschieht, wenn die eige­nen Eltern ster­ben? Wenn auf­ge­fun­dene Briefe und Auf­zeich­nun­gen ein neues Licht auf Vater und Mut­ter wer­fen? Die Beschäf­ti­gung mit dem Nach­lass sei­nes ver­stor­be­nen Vaters ruft im Erzäh­ler von Frank Wit­zels auto­bio­gra­fi­schem Roman Erin­ne­run­gen an eine Kind­heit wach, in der das Fern­se­hen den Vor­abend erfin­det. Eine Kind­heit vol­ler Dis­zi­pli­nie­rungs­maß­nah­men wie Haus­ar­rest, Ton­band- und Fern­seh­ver­bot, in der die Eltern ihrem Kind unwis­sent­lich den Schre­cken der einst selbst erlit­te­nen Tren­nung als unent­wegte Dro­hung wei­ter­ge­ben. Eine Kind­heit, in der ein Sonn­tag klar struk­tu­riert, die Kit­tel­schürze für die Haus­frau unab­ding­bar und die von Erwach­se­nen erdachte Mond­fahrt Peter­chens ein Hor­ror­sze­na­rio ist wie das der Main­zer Fast­nacht. Wie sehr sich das indi­vi­du­ell Erlebte und kol­lek­tiv Erfah­rene gegen­sei­tig durch­drin­gen, zeigt sich, wenn Wit­zel gerade nicht die insze­nier­ten Bil­der aus dem Fami­li­en­al­bum »Unser Kind«, son­dern viel­mehr die aus­ge­son­der­ten Auf­nah­men mit der Frage zur Hand nimmt, ob nicht sie es sind, die Aus­kunft dar­über geben kön­nen, wie etwas wirk­lich gewe­sen ist. Im unent­weg­ten Zwei­fel am Wahr­heits­ge­halt der eige­nen Erin­ne­run­gen zeigt sich Frank Wit­zel ein­mal mehr als ein so nah­ba­rer wie begna­de­ter Erzäh­ler, dem es gelingt, über das Per­sön­li­che die Ver­fasst­heit einer Nach­kriegs­ge­sell­schaft in der neuen BRD zu erfassen.

Kar­ten erhal­ten Sie in der Tha­lia Uni­ver­si­täts­buch­hand­lung Jena.

Mai
1
Fr
31. Südthüringer Literaturwerkstatt auf Schloss Sinnershausen
Mai 1 um 15:00 – Mai 3 um 13:00

31. Süd­thü­rin­ger Lite­ra­tur­werk­statt (auf Ein­la­dung) in der JABZ Schloss Sin­ners­hau­sen mit vier Semi­nar­grup­pen, gelei­tet von André Schin­kel, Peter Neu­mann, Ulrike Blech­schmidt und Nata­lie Ewald.

Inter­es­sen­ten wen­den sich bitte unter den ange­ge­be­nen Kon­takt­da­ten an den Süd­thü­rin­ger Literaturverein.

Mai
2
Sa
Literarische Soiree im Literaturmuseum Baumbachhaus Meiningen
Mai 2 um 19:00

Lite­ra­ri­sche Soi­ree mit den bes­ten Tex­ten der Süd­thü­rin­ger Lite­ra­tur­werk­statt im Lite­ra­tur­mu­seum Baum­bach­haus Meiningen.

Musi­ka­li­sche Beglei­tung: Gus­tav Kühn.

Mai
11
Mo
Lesung und Gespräch mit Farhad Showghi in Erfurt
Mai 11 um 19:30

Lesung und Gespräch mit Far­had Showghi – in der Reihe »Die Gunst des Augen­blicks – Thü­rin­ger Lesun­gen und Werkstattgespräche«

 

Im Jahr 2018 erhielt Far­had Showghi den renom­mier­ten Peter-Huchel-Preis für deutsch­spra­chige Lyrik. Die Jury schrieb in ihrer Begrün­dung: Showghis »Gedichte sto­ßen mit lei­sem Nach­druck vor in see­li­sche Bezirke, die erst durch die­sen Auf­bruch in den Fokus der Auf­merk­sam­keit gera­ten. So ent­ste­hen ent­schie­dene Modelle einer heu­ti­gen Wirk­lich­keit zwi­schen Ori­ent und Okzi­dent, die es ohne kör­per­li­che Wahr­neh­mung nicht gäbe.« Far­had Showghi wurde 1961 in Prag gebo­ren, ver­brachte Kind­heit und Jugend in der BRD und im Iran. Nach sei­nem Stu­dium der Human­me­di­zin in Erlan­gen lebt und arbei­tet er seit 1989 als Psych­ia­ter, Psy­cho­the­ra­peut, Autor und Über­set­zer in Ham­burg. Showghi ist Mit­glied im PEN-Zen­trum Deutsch­land und der Freien Aka­de­mie der Künste. Seine Arbei­ten wur­den viel­fach aus­ge­zeich­net, u. a. erhielt er den 3‑sat-Preis beim Inge­borg-Bach­mann-Wett­be­werb und den Peter-Huchel-Preis.

Im Gespräch gibt Far­hard Showghi Aus­kunft über sein lite­ra­ri­sches Schaf­fen und liest aus sei­nen zuletzt erschie­ne­nen Büchern »In ver­brach­ter Zeit« (2014) und »Wol­kenflug spielt Zer­reiß­probe« (2017).

Mode­ra­tion: Guido Naschert

 

Die Ver­an­stal­tun­gen der Reihe »Die Gunst des Augen­blicks« wer­den mit der freund­li­chen Unter­stüt­zung der Kul­tur­stif­tung des Frei­staats Thü­rin­gen, der Fried­rich-Schil­ler-Uni­ver­si­tät, des Lese-Zei­chen e.V. und der Gesell­schaft für Deut­sche Spra­che e.V. gemein­sam von der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V. (Pro­jekt­lei­tung; Geschäfts­füh­rung u. Antrag­stel­lung) und der Uni­ver­si­tät Jena (Schil­lers Gar­ten­haus, For­schungs­stelle Euro­päi­sche Roman­tik) (Pro­jekt­lei­tung, Geschäfts­füh­rung u. Koor­di­na­tion) sowie Lese-Zei­chen e.V. (Jena) und Erfur­ter Herbst­lese e.V. durchgeführt.

Mai
12
Di
Buchvorstellung mit PD Dr. Annegret Schüle, Stefan Weise und Thomas Schäfer in Gotha
Mai 12 um 19:00

»Paul Schä­fer. Erfur­ter Kom­mu­nist, ermor­det im Sta­li­nis­mus« – Buch­vor­stel­lung mit PD Dr. Anne­gret Schüle, Ste­fan Weise und Tho­mas Schäfer

Lesung und Gesräch mit Farhad Showghi in Jena
Mai 12 um 19:30

Lesung und Gespräch mit Far­had Showghi – in der Reihe »Die Gunst des Augen­blicks – Thü­rin­ger Lesun­gen und Werkstattgespräche«

 

Im Jahr 2018 erhielt Far­had Showghi den renom­mier­ten Peter-Huchel-Preis für deutsch­spra­chige Lyrik. Die Jury schrieb in ihrer Begrün­dung: Showghis »Gedichte sto­ßen mit lei­sem Nach­druck vor in see­li­sche Bezirke, die erst durch die­sen Auf­bruch in den Fokus der Auf­merk­sam­keit gera­ten. So ent­ste­hen ent­schie­dene Modelle einer heu­ti­gen Wirk­lich­keit zwi­schen Ori­ent und Okzi­dent, die es ohne kör­per­li­che Wahr­neh­mung nicht gäbe.« Far­had Showghi wurde 1961 in Prag gebo­ren, ver­brachte Kind­heit und Jugend in der BRD und im Iran. Nach sei­nem Stu­dium der Human­me­di­zin in Erlan­gen lebt und arbei­tet er seit 1989 als Psych­ia­ter, Psy­cho­the­ra­peut, Autor und Über­set­zer in Ham­burg. Showghi ist Mit­glied im PEN-Zen­trum Deutsch­land und der Freien Aka­de­mie der Künste. Seine Arbei­ten wur­den viel­fach aus­ge­zeich­net, u. a. erhielt er den 3‑sat-Preis beim Inge­borg-Bach­mann-Wett­be­werb und den Peter-Huchel-Preis.

Im Gespräch gibt Far­hard Showghi Aus­kunft über sein lite­ra­ri­sches Schaf­fen und liest aus sei­nen zuletzt erschie­ne­nen Büchern »In ver­brach­ter Zeit« (2014) und »Wol­kenflug spielt Zer­reiß­probe« (2017).

Mode­ra­tion: Guido Naschert

 

Die Ver­an­stal­tun­gen der Reihe »Die Gunst des Augen­blicks« wer­den mit der freund­li­chen Unter­stüt­zung der Kul­tur­stif­tung des Frei­staats Thü­rin­gen, der Fried­rich-Schil­ler-Uni­ver­si­tät, des Lese-Zei­chen e.V. und der Gesell­schaft für Deut­sche Spra­che e.V. gemein­sam von der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V. (Pro­jekt­lei­tung; Geschäfts­füh­rung u. Antrag­stel­lung) und der Uni­ver­si­tät Jena (Schil­lers Gar­ten­haus, For­schungs­stelle Euro­päi­sche Roman­tik) (Pro­jekt­lei­tung, Geschäfts­füh­rung u. Koor­di­na­tion) sowie Lese-Zei­chen e.V. (Jena) und Erfur­ter Herbst­lese e.V. durchgeführt.

Mai
14
Do
Lesung mit Eva Demski und Volker Braun in Eisenach
Mai 14 um 20:00

Lesung mit Eva Dem­ski und Vol­ker Braun

 

Vol­ker Brauns Gedicht »Jazz« (1965) und Eva Demskis Text »Die B‑Seite« (2009) sind im Lite­ra­tur­kof­fer des Lippmann+Rau-Musikarchivs ein­an­der nahe, buch­stäb­lich. Zwei poli­ti­sche Wort­mel­dun­gen, die zu Papier gebracht wur­den in bewe­gen­der und beweg­ter Zeit und in zwei Staa­ten, die so nicht mehr gibt, ein drit­ter wächst aus bei­den gerade mühe­voll zusammen.

Allein des­halb erschien uns eine gemein­same Lesung von Eva Dem­ski und Vol­ker Braun, drei­ßig Jahre nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung bei­der deut­scher Staa­ten reiz­voll. Zwei starke lite­ra­ri­sche Stim­men, her­aus­ra­gend aus den Wir­ren der Zeit.

Der Maler Johan­nes Hei­sig (Mit­glied des Kura­to­ri­ums der Lippmann+Rau-Stiftung) gibt eine Ein­stim­mung in die­sen Abend. Er por­trä­tierte sowohl Eva Dem­sik als auch Vol­ker Braun.

Eine Ver­an­stal­tung der Lippmann+Rau-Stiftung in Koope­ra­tion mit der Lan­des­zen­trale für Poli­ti­sche Bil­dung in Thü­rin­gen und dem Thü­rin­ger Lite­ra­tur­rat e.V.

Mai
15
Fr
Vortrag von Dr. Sascha Salatowsky auf Schloss Friedenstein
Mai 15 um 18:15

»Der Phi­lo­soph Kurd Laß­witz« – Vor­trag von Dr. Sascha Sala­tow­sky (Gotha).

Mai
17
So
Museumsführung zum internationalen Museumstag im Literaturmuseum »Theodor Storm« in Heilbad Heiligenstadt
Mai 17 um 14:30

Inter­na­tio­na­ler Muse­ums­tag im Lite­ra­tur­mu­seum »Theo­dor Storm«

Füh­rung bei freiem Ein­tritt, mit Muse­ums­lei­ter Dr. Gideon Haut.

Der Storm-Ver­ein ser­viert selbst­ge­machte Maibowle.

Salon für akustische Kunst im Kultur:Haus Dacheröden in Erfurt
Mai 17 um 16:00

INSELN DER PHANTASIE. ZWISCHEN INTROSPEKTION UND REALITÄTSFLUCHT mit Hör­stü­cken nach Elfriede Gerstl und Irm­gard Keun mit der Autorin Ruth Johanna Ben­rath und der Regis­seu­rin Bar­bara Meerkötter.

Mai
19
Di
Vortrag von Prof. Dr. Rainer M. Holm-Hadulla im Goethe- und Schiller-Archiv Weimar
Mai 19 um 18:00

»›Sym­pa­thy for the Devil‹. Die künst­le­ri­sche Bewäl­ti­gung des Bösen bei Goe­the, Freud und den Rol­ling Stones« – Vor­trag von Prof. Dr. Rai­ner M. Holm-Hadulla (Hei­del­berg).

Mai
27
Mi
Vortrag von Olaf Eigenbrodt in der Forschungsbibliothek Gotha
Mai 27 um 18:15

»Bibliotheksarchitektur(en): Skiz­zen zur Ent­wick­lung einer Bau­auf­gabe« – Vor­trag von Olaf Eigen­brodt (Ham­burg).

Mai
28
Do
Vortrag von PD Dr. Michael Jaeger im Goethe- und Schiller-Archiv Weimar
Mai 28 um 17:00

»Rei­sen als The­ra­pie – Goe­thes ita­lie­ni­sche ›Wie­der­ge­burt‹«

Vor­trag von PD Dr. Michael Jae­ger, Berlin

Mai
30
Sa
Vortrag und Lesung mit Mathias und Stefanie Schick über die Schriftstellerin Elisabeth Langgässer in der Dichterstätte Sarah Kirsch in Limlingerode
Mai 30 um 14:30

Eli­sa­beth Lang­gäs­ser, 1899-I950, Schrift­stel­le­rin und Lyrikerin

 

Die Autorin erlebte unmit­tel­bar die Wider­sprü­che und Schre­ckens­ta­ten einer Epo­che. Toch­ter eines katho­lisch getauf­ten Kreis­bau­rats jüdi­scher Her­kunft, fiel sie in der Nazi­zeit als soge­nannte »Halb­jü­din« unter die Nürn­ber­ger Ras­sen­ge­setze, erhielt Schreib­ver­bot. Aus ihrer Ehe mit dem Hei­deg­ger-Schü­ler Wil­helm Hoff­mann gin­gen drei Töch­ter her­vor. Ihr erst­ge­bo­re­nes, unehe­li­ches Kind Cor­de­lia, Toch­ter des jüdi­schen Staats­recht­lers Her­mann Hel­ler, wurde 1944 ins Lager The­re­si­en­stadt und dann nach Ausch­witz depor­tiert. Erst im Januar 1946 erfuhr die Lang­gäs­ser, dass Cor­de­lia über­lebt hatte und in ein schwe­di­sches Sana­to­rium geret­tet wor­den war. So ist Früh­ling 1946 für die Dich­te­rin ein Früh­jahr nach lan­ger erstarr­ter Lebens­zeit. – mit Mathias und Ste­fa­nie Schick

Jun
3
Mi
Vortrag von PD Dr. Christian Lotz in der Forschungsbibliothek Gotha
Jun 3 um 18:15

Reihe »Per­t­hes im Gespräch«

»Sozia­lis­ti­sche Glo­ba­li­sie­rung. Der VEB Her­mann Haack und die inter­na­tio­nale Zusam­men­ar­beit an der Karta Mira/Weltkarte 1:2.500.000 (1956–1989)« – Vor­trag von PD Dr. Chris­tian Lotz (Mar­burg).

Jun
4
Do
Lesung mit Peter Wawerzinek in Bad Klosterlausnitz
Jun 4 um 19:00

Peter Wawer­zi­nek liest aus „Geis­ter­fahrt durch Südschweden“

Bach­mann-Preis­trä­ger Peter Wawer­zi­nek, Ver­fas­ser so scho­nungs­lo­ser Romane wie „Raben­liebe“ und „Schluck­specht“, ent­deckt Schwe­dens Land und Leute für sich. Mit Sprach­witz, Ent­de­cker­freude und einer gera­dezu ver­spiel­ten Sicht aufs Leben schließt er die­ses Land ins Herz und schreibt „Geis­ter­fahrt durch Süd­schwe­den“ (Edi­tion Out­bird). Wawer­zi­nek nimmt seine Gäste mit auf eine Reise, um ihnen zwi­schen sei­nen geschrie­be­nen Wor­ten seine ganz per­sön­li­chen Sei­ten zu zei­gen. Als Genie­ßer, Rei­sen­der, Ent­de­cker und manch­mal auch als begna­de­ter Schauspieler.

Jun
6
Sa
3. Nacht der Kultur im Literaturmuseum »Theodor Storm« in Heilbad Heiligenstadt
Jun 6 um 18:00

Die 3. Nacht der Kul­tur wird die Innen­stadt von Hei­li­gen­stadt wie­der in eine bunte Kunst- und Kul­tur­meile verwandeln.

Das Pup­pen­thea­ter des Thea­ter Sil­ber­born aus Bad Harz­burg ent­führt uns in die zau­ber­hafte Welt der Regentrude.

Für Kin­der ab 5 Jah­ren geeignet.

Begrenzte Platz­zahl!

Jun
11
Do
Lesung mit Lutz Seiler auf Burg Ranis
Jun 11 um 19:30

Lutz Sei­ler liest aus sei­nem neuen Roman »Stern111«

 

Mit Musik von Fried­rich Thiele (Cello).

Ein Pan­orama der ers­ten Nach­wen­de­jahre in Ost und West: Nach dem mit dem Deut­schen Buch­preis aus­ge­zeich­ne­ten Best­sel­ler „Kruso“ führt Lutz Sei­ler die Geschichte fort.

Zwei Tage nach dem Fall der Mauer ver­las­sen Inge und Wal­ter Bisch­off ihr altes Leben – die Woh­nung, den Gar­ten, ihre Arbeit und das Land. Ihre Reise führt die bei­den Fünf­zig­jäh­ri­gen weit hin­aus: Über Not­auf­nah­me­la­ger und Durch­gangs­wohn­heime fol­gen sie einem lange geheg­ten Traum, einem „Lebens­ge­heim­nis“, von dem selbst ihr Sohn Carl nichts weiß. Carl wie­derum, der den Auf­trag ver­wei­gert, das elter­li­che Erbe zu über­neh­men, flieht nach Ber­lin. Er lebt auf der Straße, bis er in den Kreis des „klu­gen Rudels“ auf­ge­nom­men wird, einer Gruppe jun­ger Frauen und Män­ner, die dunkle Geschäfte, einen Gue­ril­la­kampf um leer­ste­hende Häu­ser und die Kel­ler­kneipe Assel betreibt. Im U‑Boot der Assel schlin­gert Carl durch das archai­sche Chaos der Nach­wen­de­zeit, immer in der Hoff­nung, Effi wie­der­zu­se­hen, „die ein­zige Frau, in die er je ver­liebt gewe­sen war“.

 

Orga­ni­sa­tor: Lese-Zei­chen e.V., Lan­des­zen­trale für poli­ti­sche Bil­dung Thü­rin­gen, geför­dert durch die Thü­rin­ger Kulturstiftung.

Jun
13
Sa
5. Weimarer Poetryfilmpreis in Weimar
Jun 13 um 18:00

Alle Freun­din­nen und Freunde der Poe­sie und des Kurz­films kön­nen sich auch die­ses Jahr wie­der auf unse­rer Preis­ver­lei­hungs­gala einen Über­blick ver­schaf­fen, was in der zeit­ge­nös­si­schen Poe­try­film­welt passiert.

Unser ein­stün­di­ges Wett­be­werbs­pro­gramm prä­sen­tiert die nomi­nier­ten Filme. Anschlie­ßend gibt die Jury die Gewin­ner in den Kate­go­rien »Bes­tes Video« (1000 €) und »Beste Ani­ma­tion« (1000 €) sowie den Publi­kums­ge­win­ner (250 €) bekannt.

Im Anschluss gibt es eine After-Party mit Live-Musik in der Lounge des Kino Lichthaus.

 

Eine Ver­an­stal­tung der Inter­na­tio­na­len Thü­rin­ger Poetryfilmtage

Wei­tere Infos dem­nächst unter www.poetryfilm.de

Jun
14
So
Ettersburger Gespräch mit Götz Aly und Peter Krause
Jun 14 um 16:00

Etters­bur­ger Gespräch mit Götz Aly im Gespräch mit Peter Krause  – »Die Deut­schen. Volk ohne Mitte«

 

Gemein­sam ver­an­stal­tet mit der Lan­des­zen­trale für poli­ti­sche Bil­dung Thü­rin­gen. »Zwi­schen Frei­heits­angst und Kol­lek­ti­vis­mus«: Die auf­schluss­rei­chen Arbei­ten des viel­fach aus­ge­zeich­ne­ten His­to­ri­ker Götz Aly über die Deut­schen und ihre Ver­gan­gen­heit zei­gen, wie der Anti­se­mi­tis­mus schon früh die Wei­chen zur Kata­stro­phe nach 1933 stellte, wie sich wäh­rend des Natio­nal­so­zia­lis­mus der Staat und die Men­schen berei­cher­ten und warum wir kein Schluss­strich mög­lich ist. Der Man­gel an Selbst­be­wusst­sein und gemein­sa­men Wer­ten, die Suche nach dem eige­nen Vor­teil und ein star­ker Auf­stiegs­wille führ­ten dazu, dass die Deut­schen dem natio­na­len Sozia­lis­mus in Mas­sen folg­ten. Götz Aly eröff­net über­ra­schende Ein­sich­ten in die geschicht­li­chen Kon­stel­la­tio­nen, wel­che die unge­heu­er­lich destruk­tive Ener­gie­ent­la­dung der zwölf kur­zen Hit­ler-Jahre mög­lich mach­ten und belegt den Hang der Deut­schen, nach dem Krieg Schuld und Ver­ant­wor­tung zu ver­la­gern. »Das ist die große bit­tere Pointe von Alys monu­men­ta­lem For­schungs­werk: dass zu den Resul­ta­ten der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Zeit nicht nur Juden­mord, Ver­trei­bung und Kriegs­ver­hee­rung gehö­ren, son­dern der Gesell­schafts­auf­bau der Bun­des­re­pu­blik.« (Jens Jes­sen) »Natio­nen, die in sich unver­träg­lich sind, gewin­nen durch Kriege nach außen Ruhe im Innern.« (Hegel) Ein­tritt 10 Euro

Mechthild Großmann liest auf Burg Ranis Alan Bennett
Jun 14 um 20:00

Mecht­hild Groß­mann liest Alan Bennett

 

Der bri­ti­sche Schrift­stel­ler Alan Ben­net ist ein Meis­ter der bit­ter­bö­sen Satire. Sein Buch „Ein Krä­cker unterm Kana­pee« ver­sam­melt scharf­zün­gige Mono­loge über skur­rile, manch­mal auch trau­rige Frauen. Meis­ter­haft beherrscht Alan Ben­nett die Kla­via­tur von Tra­gik bis Komik, denn diese erst macht die Schick­sals­schläge des Lebens (und auch die­je­ni­gen unter die Gür­tel­li­nie) erträg­lich – und Appe­tit auf mehr.

Mecht­hild Groß­mann spielt seit 2002 die Rolle der Staats­an­wäl­tin Wil­hel­mine Klemm im Müns­te­ra­ner „Tat­ort“. 40 Jahre war sie Mit­glied des Tanz­thea­ters Pina Bausch. Gebo­ren wurde Mecht­hild Groß­mann in Müns­ter; in Ham­burg ließ sie sich zur Schau­spie­le­rin aus­bil­den. Seit­her stand und steht sie auf vie­len gro­ßen deut­schen Büh­nen und auch vor der Kamera („Ber­lin, Alex­an­der­platz«, »Nir­gendwo in Afrika«, …). Außer­dem ist sie eine der belieb­tes­ten deut­schen Hör­buch­spre­che­rin­nen. Zur­zeit spielt Mecht­hild Groß­mann am Schau­spiel­haus Frankfurt.

Kar­ten bekom­men Sie für € 18,- / € 14,- ermä­ßigt im Ticket­shop auf www.lesezeichen-ev.de

Jun
24
Mi
Vortrag von Prof. Dr. Rüdiger Görner im Studienzentrum der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar
Jun 24 um 18:00

Vor­trag von Prof. Dr. Rüdi­ger Gör­ner aus London

 

Gedan­ken­klänge – oder: Tanz der Denkschritte

Nietz­sche und die Musi­ka­li­sie­rung der Reflexion

 

Von Jean Paul stammt der Begriff der »Denk­kunst«, der wie auf das Denk­werk Nietz­sches vor­ge­münzt erscheint. Ein wesent­li­ches Motiv spielte die Musik in die­ser intel­lek­tu­el­len Kunst. Das Schaf­fen Nietz­sches wäre ohne Musik nicht denk­bar gewe­sen. Kunst und Denk­kunst ver­sah er mit einer musi­ka­lisch-ästhe­ti­schen ›Recht­fer­ti­gung‹ bis in die Rhyth­mik sei­ner Sätze. Was das bedeu­tet, ver­sucht die­ser Vor­trag zu ergründen.

Rüdi­ger Gör­ner (geb. 1957) ist Pro­fes­sor für Deutsch mit ver­glei­chen­der Lite­ra­tur­wis­sen­schaft und Grün­dungs­di­rek­tor des Zen­trums für eng­lisch-deut­sche Kul­tur­be­zie­hun­gen an der Queen Mary Uni­ver­sity of Lon­don. Von 1999 bis 2004 war er Direk­tor des Insti­tuts für Ger­ma­nis­tik. Der­zeit umfas­sen seine For­schungs­schwer­punkte lite­ra­ri­sche Dar­stel­lun­gen der fünf Sinne, die Poe­tik der Stimme, Georg Trakl und die lite­ra­ri­sche Moderne, den Turm als lite­ra­ri­sche Figu­ra­tion. Er hat Stu­dien zu Höl­der­lins Poe­tik, der Goe­the­zeit, öster­rei­chi­scher Lite­ra­tur von Stif­ter bis Tho­mas Bern­hard, zu Rai­ner Maria Rilke und Tho­mas Mann und sei­nem Begriff der End­gül­tig­keit in der Kul­tur sowie Stu­dien zur lite­ra­ri­schen Ästhe­tik veröffentlicht.

Der Vor­trag ist eine Begleit­ver­an­stal­tung zur aktu­el­len Aus­stel­lung im Goe­the- und Schil­ler-Archiv »Nietz­sche kom­po­niert. Noten­ma­nu­skripte aus dem Nach­lass«, die bis zum 30. August 2020 ver­län­gert wurde. Er fin­det mit Unter­stüt­zung unse­rer Freun­des­ge­sell­schaft statt.

Zudem mar­kiert der Vor­trag der Auf­takt von Ver­an­stal­tun­gen der Klas­sik Stif­tung ’seit bzw. mit Corona‹, wes­halb die Prä­si­den­tin Dr. Ulrike Lorenz zur Eröff­nung spre­chen wird.

Jun
28
So
23. »Limlingeröder Diskurse« in der Dichterstätte Sarah Kirsch in Limlingerode
Jun 28 um 10:00 – 16:00

Es kolkt ein Rabe  ums Haus / und du zählst die Rufe …

Chris­tian Rosenau: Gedichte aus Nadel­stich und Schlangensprache,

dazu seine Gitar­ren­mu­sik und  Gesang mit Luise Hecht, Sopran.

Jul
25
Sa
Lesung und Vortrag zu Friedrich Hölderlins 250. Geburtstag in der Dichterstätte Sarah Kirsch in Limlingerode
Jul 25 um 14:30

Meine gelieb­ten Tale lächeln mich an. (F. H.) // 1994 erhielt Sarah Kirsch den Fried­rich-Höl­der­lin-Preis der Stadt Bad Hom­burg, die Lau­da­tio Das ist meine Erde hielt Prof. Dr. Fried­rich Perels, Direk­tor des Freien Deut­schen Hoch­stif­tes. Höl­der­lin, die­ser sprach- und ideen­ge­wal­tige Dich­ter, war einer der lite­ra­ri­schen Anre­ger der Kirsch. Ein ›IM‹ von mir ist ›Höl­der­lin‹. Und wel­ches Schwein sich hin­ter ›Höl­der­lin‹ ver­birgt, das möchte ich wis­sen! Dass der Name eines ihrer Lieb­lings­dich­ter so miss­braucht wurde, setzte Sarah Kirsch zusätz­lich zu nach dem Lesen ihrer Stasiakte.

2020 fei­ert die lite­ra­ri­sche Welt, ins­be­son­dere Baden-Würt­tem­berg, Fried­rich Höl­der­lins 250. Geburts­tag. Vom Lite­ra­tur­ar­chiv Mar­bach aus wird das Pro­gramm koor­di­niert mit meh­re­ren Aus­stel­lun­gen und einer Fülle von Ver­an­stal­tun­gen in Lite­ra­tur­häu­sern, Thea­tern, Kon­zert­sä­len und Schu­len. Die »Dich­ter­stätte Sarah Kirsch« ist dabei!

 

Eröff­nung Haus­ART Nr. 3/2020: Karen Aurin, Bad Lau­ter­berg: Gezeich­ne­tes und Gemaltes 

Aug
12
Mi
Buchvorstellung mit Volker Müller in Erfurt muss leider entfallen
Aug 12 um 18:00

Diese Ver­an­stal­tung muss lei­der entfallen.

Vor­stel­lung des Erzähl­ban­des »Blon­di­nen­ret­tung« in der Reihe „Lite­ra­tur­café“ des Akti­ons­krei­ses für Frie­den Erfurt e.V.

Musi­ka­li­sche Umrah­mung (Kla­ri­nette) durch den Autor.

Aug
18
Di
Lesung mit Herbert Köfer in Bad Tabarz
Aug 18 um 19:00

»99 und kein bischen leise« – Schau­spiel-Legende Her­bert Köfer liest im KUKUNA in Bad Tabarz

 

Her­bert Köfers Lauf­bahn begann mit einer vor den Eltern ver­heim­lich­ten Bewer­bung des Sech­zehn­jäh­ri­gen an der Schau­spiel­schule; heute ist er der älteste aktive Schau­spie­ler und als sol­cher im Guin­ness­buch der Rekorde ver­zeich­net. Der­art Publi­city aber braucht er gar nicht, denn die Popu­la­ri­tät des Thea­ter- und Film­schau­spie­lers, der auch als Kaba­ret­tist, Mode­ra­tor, Quiz­mas­ter und (ers­ter) Nach­rich­ten­spre­cher des Fern­se­hens bril­lierte, ist unge­bro­chen. Wie kein ande­rer hat er sich den Ehren­ti­tel eines Volks­schau­spie­lers ver­dient. Er hob das Fern­se­hen mit aus der Taufe, stand in frü­hen »Distel«-Jahren als Kaba­ret­tist auf der Bühne, stellte in unver­ges­se­nen Fern­seh­schwän­ken und Film­ko­mö­dien an der Seite von Kol­le­gen wie Helga Göring, Mari­anne Wün­scher, Gerd E. Schä­fer oder Rolf Her­richt sein erz­ko­mö­di­an­ti­sches Talent unter Beweis, beein­druckte als Cha­rak­ter­dar­stel­ler in DEFA-Fil­men wie »Nackt unter Wöl­fen«, glänzte in Shows und Unter­hal­tungs­sen­dun­gen. Nach der Wende war er nicht weni­ger gefragt – und nicht nur der Film‑, son­dern vor allem der Thea­ter­schau­spie­ler Köfer wurde nun auch im Wes­ten ent­deckt. Wie sehr sein Herz fürs Thea­ter schlägt, zeigte sich, als er sich im Alter von 82 Jah­ren einen Traum erfüllte und sein eige­nes Tour­nee­thea­ter, »Köfer Komö­di­an­ten­bühne«, grün­dete. In die­sem Buch blickt Her­bert Köfer auf sein lan­ges Schau­spie­ler­le­ben zurück und wählt die hei­tere Epi­sode, um von gro­ßen und klei­nen Rol­len, Ereig­nis­sen hin­ter den Kulis­sen und amü­san­ten Begeg­nun­gen mit sei­nen Kol­le­gen zu erzählen.

Her­bert Köfer wird im Februar 2020 99 Jahre alt und ist der älteste aktive Schau­spie­ler der Welt. Gebo­ren 1921 in Ber­lin, debü­tiert er 1940 am Stadt­thea­ter Brieg. Aus bri­ti­scher Kriegs­ge­fan­gen­schaft nach Ber­lin zurück­ge­kehrt, spielt er an der Volks­bühne und am Deut­schen Thea­ter. 1952 hebt er das DDR-Fern­se­hen mit aus der Taufe. Er wirkt in DEFA-Fil­men (»Nackt unter Wöl­fen«, »Klei­ner Mann, was nun?«, »Der Reser­ve­held«) und in zahl­rei­chen Fern­seh­pro­duk­tio­nen mit, so in Unter­hal­tungs­sen­dun­gen wie »Das blaue Fens­ter«, in Lust­spie­len, etwa den Maxe-Bau­mann-Schwän­ken, im »Poli­zei­ruf« und in belieb­ten Serien wie »Rent­ner haben nie­mals Zeit«. Auch nach der Wende ist er in TV-Fil­men und ‑Serien zu sehen, über­nimmt Thea­ter­rol­len und grün­det »Köfers Komö­di­an­ten­bühne«. Mit »Pen­sion Schöl­ler« fei­ert er Erfolge in Ber­lin, Ham­burg und Dres­den. Köfer lebt mit sei­ner Ehe­frau Heike im Brandenburgischen.

Aug
24
Mo
Multimediale Lesung mit Yvonne Andrä und Stefan Petermann im Kloster Donndorf
Aug 24 um 19:00

… als bliebe die Wur­zel im Boden“

Jen­seits der Per­len­kette. Eine Reise in die kleins­ten Dörfer Thüringens“.

Mul­ti­me­diale Lesung mit Yvonne Andrä und Ste­fan Petermann

Aug
25
Di
Präsentation des neuen Goethe-Jahrbuchs der Goethe-Gesellschaft im Goethe- und Schiller-Archiv Weimar
Aug 25 um 18:00

»›May­fest‹ als buko­li­sches Gedicht. Zum Tra­di­ti­ons­ver­hal­ten des jun­gen Goethe«

Prä­sen­ta­tion des neuen Goe­the-Jahr­buchs der Goe­the-Gesell­schaft mit PD Dr. Chris­to­pher Meid (Frei­burg i. Br.)

Im Anschluss Gesel­lig­keit bei einem Glas Wein.

Aug
26
Mi
Lesung und Gespräch mit James Noël in Weimar
Aug 26 um 19:00

Lite­ra­tur im Künstlergarten mit James Noël

Open Air / Lesung und Gespräch

Aug
28
Fr
»Chansons & Seemannsgarn« mit Linda Trillhaase & Hauke von Grimm in Greiz
Aug 28 um 19:00

»Chan­sons & See­manns­garn« mit Linda Trill­haase & Hauke von Grimm

 

Linda Trill­haase webt aus Klas­si­kern wie Hein­rich Heine, Annette von Droste Hüls­hoff, Rai­ner Maria Rilke oder Chris­tian Mor­gen­stern einen berüh­rend­schö­nen Chan­son­abend, zu dem Hauke von Grimm seine ver­schmitz­ten, far­ben­fro­hen und bis­wei­len ver­stie­ge­nen Geschich­ten erzählt.

Die Ver­an­stal­tung fin­det im Rah­men der Grei­zer Muse­ums­nacht statt.

Aug
29
Sa
Ringelnatz-Programm mit Ulf Annel und Verena Fränzel in der Dichterstätte »Sarah Kirsch« in Limlingerode
Aug 29 um 14:30

Jede Laune mei­ner Wim­per – das Rin­gel­natz-Pro­gramm, erfun­den und vor­ge­tra­gen von  Ulf Annel  und der Musi­ke­rin Verena Frän­zel, beide Erfurt.

 

Zur Wir­kung kommt gleich­falls die künst­le­ri­sche Bega­bung des Joa­chim Rin­gel­natz mit Repro­duk­tio­nen in den Vitri­nen der Biblio­thek. Der Dich­ter stand auch mit Nord­hau­sens Thea­ter in Ver­bin­dung, und zwar mit dem Drei-Akter Die Flasche.

Ausstellungseröffnung und Lesung „Jenseits der Perlenkette“ im Zinzendorfhaus Neudietendorf
Aug 29 um 19:00

Ken­nen Sie Meu­se­bach oder Klein­bo­cke­dra? Nein? Dann viel­leicht Küh­dorf oder Gerstengrund?

Hin­ter die­sen Namen ver­ber­gen sich kleinste Orte Thü­rin­gens, die trotz zwei­stel­li­ger Ein­woh­ner­zah­len noch eigen­stän­dig ver­wal­tet wer­den. Yvonne Andrä und Ste­fan Peter­mann bereis­ten zehn die­ser Orte, hör­ten zu und schau­ten hin. Her­aus­ge­kom­men sind Ein­drü­cke in Tex­ten und Bil­dern, die weder Land­lus­t­i­dylle noch Pro­vinz­hölle zei­gen; dafür sind viele Stand­punkte vertreten.

Am 29. August 2020 um 19 Uhr eröff­nen wir die Aus­stel­lung „Jen­seits der Per­len­kette“, die im Zin­zen­dorf­haus Neu­die­ten­dorf bis Ende Okto­ber zu sehen sein wird. Die Künst­ler sind anwe­send, lesen Aus­schnitte aus dem gleich­na­mi­gen Buch und ste­hen für Fra­gen und Gesprä­che zur Verfügung.

Wir laden Sie herz­lich ein, dabei zu sein und mehr über das Pro­jekt und die por­trä­tier­ten Ort­schaf­ten zu erfahren.

Die Teil­nahme ist kos­ten­frei. Eine Anmel­dung ist auf­grund der beschränk­ten Plätze unbe­dingt erfor­der­lich. Nähere Infor­ma­tio­nen und die Mög­lich­keit zur Anmel­dung fin­den Sie auf unse­rer Web­site.

Aug
31
Mo
Lesung mit Verena Zeltner in Neustadt Orla
Aug 31 um 19:30

Verena Zelt­ner liest »299 Tage«

Die vier­zehn­jäh­rige Sanna ist genervt, als ihre Stimme nach einer Hals-OP streikt. Nicht reden kön­nen ist schon ziem­lich kom­pli­ziert, fin­det sie. Aber Sin­gen ohne Stimme geht gleich gar nicht, und das ist weit­aus schlim­mer: Sanna besucht seit Jah­ren die Musik­schule und ist vor kur­zem zur Lead­sän­ge­rin der Schul­band gewählt wor­den. Der Arzt beru­higt sie. Eine logo­pä­di­sche The­ra­pie, ver­si­chert er ihr, wird das rasch wie­der in Ord­nung bringen.

Doch so sehr Sanna dar­auf hofft, bald wie­der reden zu kön­nen, so inten­siv sie ihr Stimm­trai­ning auch betreibt – mit dem Spre­chen will es ein­fach nicht vor­wärts gehen. Und ihren gro­ßen Traum, spä­ter ein­mal Gesang zu stu­die­ren, den kann sie ja wohl ver­ges­sen. Ein Monat nach dem ande­ren ver­geht, ohne dass sich ein Erfolg ein­stellt. Pro­bleme in der Schule und Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten mit ihrem Vater machen Sanna zusätz­lich zu schaf­fen. Sie will nicht akzep­tie­ren, dass er sich andert­halb Jahre nach dem Tod ihrer Mut­ter neu ver­liebt hat und wei­gert sich strikt, Katha­rina ken­nen zu lernen.

Trotz Smart­phone und Com­pu­ter emp­fin­det Sanna ihre Sprach­lo­sig­keit all­mäh­lich als die Hölle. Nicht mal ihre beste Freun­din Elli oder ihr Tage­buch, dem sie ihren Kum­mer anver­traut (obwohl das ja voll alt­mo­disch ist), kön­nen sie trös­ten. Sie ver­zwei­felt fast am Leben. Erst die Liebe zu Jan lässt sie wie­der hoffen.

Sep
1
Di
»Literaturland Thüringen auf Radio Lotte« – Im Gespräch: Jürgen K. Hultenreich
Sep 1 um 22:00 – 23:00

In der Reihe »Lite­ra­tur­land Thü­rin­gen auf Radio Lotte« lädt der Thü­rin­ger Lite­ra­tur­rat jeden ers­ten Diens­tag im Monat Gäste ins Stu­dio von Radio Lotte.

Am Diens­tag, dem 1.9.2020, ist ab 22 Uhr der Schrift­stel­ler Jür­gen K. Hul­ten­reich zu Gast und spricht mit Chris­toph Schmitz-Schole­mann und Jens Kirs­ten über seine Arbeit als Schrift­stel­ler, bil­den­der Künst­ler, Musi­ker, Hoch­sprin­ger, Schach­meis­ter, Aphoristiker.

***

Jür­gen K. Hul­ten­reich wurde 1948 in Erfurt gebo­ren. Er absol­vierte eine Lehre als Gebrauchs­wer­ber. Mitte der 1960er Jahre wurde er nach einem ille­ga­len Grenz­über­tritt in der ČSSR ver­haf­tet und ver­brachte ein hal­bes Jahr in Unter­su­chungs­haft der Staats­si­cher­heit, mit zeit­wei­li­ger Inter­nie­rung in der Psych­ia­tri­schen Kli­nik Pfaf­ferode bei Mühl­hau­sen. Anschlie­ßend war er Gele­gen­heits­ar­bei­ter und als Berufs­mu­si­ker Bas­sist in der Modern Blues Band.

Spä­ter absol­vierte er ein Fach­schul­stu­dium für Biblio­theks­we­sen in Leip­zig, wo der B.Traven-Forscher Rolf Reck­na­gel als Dozent für Welt­li­te­ra­tur zu sei­nen Leh­rern gehörte. Er war Jugend-DDR-Meis­ter im Hoch­sprung. Unbe­dingt zu erwäh­nen ist sein Kön­nen als Schach­spie­ler. Er war nicht nur Erfur­ter Stadt­meis­ter, son­dern 1996 auch Ber­li­ner A‑Meister. Seit 1985 lebt er in Ber­lin Wed­ding als frei­schaf­fen­der Schrift­stel­ler und bil­den­der Künstler.

Hul­ten­reich setzt seine Erleb­nisse und Erfah­run­gen in der DDR-Psych­ia­trie gekonnt in erzäh­le­risch dichte Prosa um, die seine unver­wech­sel­bare Hand­schrift trägt. Kaum ein Roman von solch erzäh­le­ri­schen Wucht wie Jür­gen K. Hul­ten­reichs Roman „Die Schil­ler­gruft“  ist bis­lang über die DDR geschrie­ben worden.

Foto: Bernd Hiepe.

Seit­dem er sein zeich­ne­ri­sches Talent vor eini­gen Jah­ren wie­der für sich ent­deckte, ent­stan­den zahl­rei­che klein­for­ma­tige Tusche­zeich­nun­gen. Inzwi­schen sind es einige Tau­send, die er in meh­re­ren Aus­stel­lun­gen zeigte und Kol­le­gen »vom Fach« ver­blüffte, um nicht zu sagen ver­störte. In dem 2012 erschie­ne­nen Ger­hart-Haupt­mann-Band „Das Meer­wun­der“, den 30 kubineske Zeich­nun­gen Hul­ten­reichs berei­chern, läßt sich seine Affi­ni­tät zum Psy­cho­gramm nach­emp­fin­den, aber auch in dem von ihm im glei­chen Jahr vor­ge­leg­ten Band „Ver­tuscht. Land­schaf­ten, Por­träts, Selbst­bild­nisse“ ist zu erken­nen, wie er seine Beob­ach­tungs­gabe künst­le­risch umzu­set­zen vermag.

Neben dem Roman »Die Schil­ler­gruft« legte Jür­gen K. Hul­ten­reich meh­rere Bände mit Erzäh­lun­gen und Apho­ris­men vor. Hul­ten­reich ist ein Fla­neur. In Eck­knei­pen, auf der Straße, vor­zugs­weise im Ber­li­ner Wed­ding, lau­fen ihm die Geschich­ten und Bil­der der Groß­stadt zu, die in sei­nen Tex­ten zu eige­nem Leben erweckt wer­den. Nicht zu ver­ges­sen sind seine Erzäh­lun­gen, die im Erfur­ter Milieu spie­len. Hul­ten­reich nimmt den schier uner­schöpf­li­chen Erzähl­fa­den sei­ner Erfur­ter Nach­kriegs­kind­heit und sei­ner dort ver­leb­ten Jugend immer wie­der auf, vor allem im Band »West­aus­gang. 64 Sto­ries« von 2005 und webt so ein dich­tes erzäh­le­ri­sches Netz, das Erfurt in einem lite­ra­risch wenig bekann­ten Licht zeigt.

 

Sep
3
Do
Literarischer Salon: So viel Anfang war nie! Auf den Spuren vergessener und bekannter Dichterinnen im Kultur: Haus Dacheröden
Sep 3 um 19:00

Der II. Welt­krieg war zu Ende, Deutsch­land eine Trüm­mer­land­schaft. Das Grauen war zurück­ge­kehrt an den Ort, an dem es sei­nen Aus­gang genom­men hatte. Dich­ter wie Anna Seg­hers, Johan­nes R. Becher
und Ber­tolt Brecht kehr­ten aus dem Exil zurück, bereit, am Auf­bau eines neuen und bes­se­ren Deutsch­land mit­zu­hel­fen. Ihr Opti­mis­mus und ihre Hoff­nun­gen über­tru­gen sich auf die junge Genera­tion begeis­ter­ter Dich­te­rin­nen und Dich­ter. Diese neh­men die gesell­schaft­li­chen Ver­än­de­run­gen kri­tisch an, ent­de­cken neue The­men, gehen in die Pro­duk­tion, ent­wi­ckeln neue Schreibstile.

Im Lite­ra­ri­schen Salon 2020 in Erfurt wol­len wir das lite­ra­ri­sche Werk, die Erfolge, aber auch das Schei­tern von Frauen zei­gen, die bei­spiel­haft für eine Epo­che deut­scher Lite­ra­tur ste­hen. Am 3. Sep­tem­ber gilt unser Augen­merk INGE MÜLLER und BRIGITTE REIMANN.

Das Manu­skript schrieb Lutz Götze, Fran­ziska Bron­nen gestal­tet mit ihrer Lesung Lyrik, Prosa und Briefe.

Inge Mül­ler und Bri­gitte Rei­mann reprä­sen­tie­ren, auf eine je unter­schied­li­che Weise, in ihrer Bio­gra­phie und in ihren lite­ra­ri­schen und essay­is­ti­schen Wer­ken jene Hoff­nun­gen auf ein Land ohne Krieg, in dem der Sozia­lis­mus errich­tet wer­den sollte.

Inge Mül­ler, her­aus­ra­gende Lyri­ke­rin, rückte mit Stü­cken wie »Kor­rek­tur« oder »Lohn­drü­cker« mit ihrem Mann Hei­ner Mül­ler in die erste Reihe der Stü­cke­schrei­ber nach Brecht. Bri­gitte Rei­mann, gefei­erte Schrift­stel­le­rin, schrieb mit »Ankunft im All­tag« einen Roman für die Neuzeit.

Viele Hoff­nun­gen erwie­sen sich als­bald als schiere Illu­sion. Gleich­wohl ver­such­ten beide Autorin­nen, nicht zu resi­gnie­ren, und gin­gen bis zum bit­te­ren Ende. Sie sind heute, zumal im Wes­ten Deutsch­lands, weit­ge­hend unbe­kannt. Doch ihr lite­ra­ri­sches Werk ver­dient es vor­ge­stellt und gewür­digt zu wer­den. Heute mehr denn je.

Der Ein­tritt ist frei.

Ver­an­stal­ter: Fried­rich Ebert Stif­tung / Lan­des­büro Thüringen

BITTE BEACHTEN SIE: Die Teil­neh­mer­zahl ist für jede Ver­an­stal­tung begrenzt. Mel­den Sie sich per E‑Mail an: info.erfurt@fes.de. Es wer­den Anmel­de­be­stä­ti­gun­gen ver­sen­det. Falls wir Ihnen die per­sön­li­che Teil­nahme nicht bestä­ti­gen kön­nen oder Sie Online teil­neh­men möch­ten, haben Sie die Mög­lich­keit, die Ver­an­stal­tung auch als Live­stream auf »Caro­line TV«, dem You­tube-Kanal des »Erfur­ter Herbst­lese e. V.«, zu verfolgen.
Bitte wen­den Sie sich an uns, wenn Sie Fra­gen zur bar­rie­re­freien Durch­füh­rung der Ver­an­stal­tung haben. Kon­takt Ebert-Stif­tung: Tors­ten Halbauer // E‑Mail. info.erfurt@fes.de, Fon. 0361/ 59 80 20 // Fax. 0361/ 59 80 210.

Auf­grund der aktu­el­len Corona-Ver­ord­nung des Lan­des Thü­rin­gen sind wir ver­pflich­tet, bei allen Ver­an­stal­tun­gen eine Anmel­de­liste zu füh­ren mit Vor- und Nach­name, Adresse oder Tele­fon­num­mer der Gäste. Die Lis­ten müs­sen für 4 Wochen auf­be­wahrt und dann unver­züg­lich ver­nich­tet wer­den. Die erho­be­nen Daten wer­den zu kei­nem ande­ren Zweck wei­ter­ver­ar­bei­tet und nicht für Dritte zugäng­lich sein. 

Schottische Sagen mit Pat Lee und M. Kruppe auf Burg Ranis
Sep 3 um 19:30

»Schott­lands unheim­li­che Sagen« – Erzählt auf Schot­tisch und auf Deutsch von Pat Lee und M. Kruppe. 

 

Mit Musik von Mr. Moon und Kevin Gore

Die nebe­lige Land­schaft Schott­lands mit ihren Moo­ren und Ber­gen steckt vol­ler unheim­li­cher Sagen­ge­stal­ten. Nach­dem im ver­gan­ge­nen Jahr Pat Lee und M. Kruppe im Glas­haus im Para­dies einige der span­nends­ten schot­ti­schen Sagen gele­sen haben, keh­ren sie in die­sem Jahr nach Thü­rin­gen zurück – mit neuen Geschich­ten und musi­ka­li­scher Unterstützung!

Die Texte stam­men aus dem »Book of Beas­ties« und den »Scot­tish Legends« und berich­ten von Was­ser­geis­tern, Kobol­den und Vampiren.

Pat Lee lebt in der Nähe von Glas­gow und erzählt in der alten schot­ti­schen Lan­des­spra­che, dem Scots. Der Thü­rin­ger Autor und Rezi­ta­tor M. Kruppe erzählt die Sagen auf Deutsch. Musi­ka­lisch beglei­tet wer­den sie von Mr. Moon und Kevin Gore. Der Lie­der­ma­cher Kevin Gore singt vom Kampf um Gerech­tig­keit und die Unab­hän­gig­keit Schott­lands. Mr. Moon ist ein Gei­ger und Song­wri­ter mit iri­schen Wur­zeln, der bereits auf der hal­ben Welt gespielt hat, u.a. mit Folk-Grö­ßen wie Peggy See­ger oder Tim Edey.

Begrenzte Platz­zahl! Bitte mel­den Sie Ihren Besuch der Ver­an­stal­tun­gen vorab bei uns an – mit dem Erwerb von Kar­ten im VVK oder per E‑Mail an ranis@lesezeichen-ev.de

Sep
4
Fr
Lesung mit Ulf Annel und Märchen mit Andreas vom Rothenbarth beim Kunstfest in Tiefthal
Sep 4 um 14:30

14.30 Uhr | Kir­che |Am Weiß­bach 5, 99189 Erfurt-Tiefthal
OH … hal­ber Mond – Lesung von Ulf Annel

15.30 Uhr | Am Kunst­brun­nen | Bach­str. Ecke Lin­den­Str., 99189 Erfurt-Tiefthal
Mär­chen­er­zäh­ler Andreas vom Rothen­barth »Alles für die Katz«

17.00 Uhr | Am Kunst­brun­nen (Bach­str. Ecke LindenStr.)
Mär­chen­er­zäh­ler Andreas vom Rothen­barth Mär­chen für Mutige

Marion Brasch im Gespräch mit Emma Braslavsky, Ulrike Gramann und Kathrin Schmidt im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt
Sep 4 um 19:00

Frauen in Literatur und Gesellschaft

 

Marion Brasch im Gespräch mit 
Emma Bras­lavsky, Ulrike Gra­mann und Kath­rin Schmidt 
aus Anlass des 250. Geburts­ta­ges der Schrift­stel­le­rin Sophie Mereau

 

Am 27. März 2020 fei­er­ten wir den 250. Geburts­tag einer Pio­nie­rin der Geschlech­ter­ge­rech­tig­keit: Die aus Alten­burg stam­mende Sophie Mereau war eine der ers­ten Frauen in Deutsch­land, die von ihrer Arbeit als Schrift­stel­le­rin leben konnte. Für den Thü­rin­ger Lite­ra­tur­rat Anlass genug, am 4. Sep­tem­ber 2020 in einer Podi­ums­ver­an­stal­tung der Frage nach der heu­ti­gen Rolle von Frauen in Lite­ra­tur und Gesell­schaft nachzugehen.

Mit drei aus Thü­rin­gen stam­men­den Frauen, die im lite­ra­ri­schen und poli­ti­schen Leben der Gegen­wart tätig sind, wol­len wir den aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen und Gefähr­dun­gen nach­ge­hen, die unsere Zeit für die Gleich­be­rech­ti­gung der Geschlech­ter bie­tet. Oder ist alles schon bes­tens geregelt?

 

Zum Hin­ter­grund:

Sophie Mereau – 1770 in Alten­burg als Sophie Schub­art gebo­ren – fühlte ihr lite­ra­ri­sches Talent schon früh. Und vor allem hatte sie keine Angst, mit unge­schrie­be­nen Regeln zu bre­chen. Als 21-Jäh­rige begann sie, Gedichte zu ver­öf­fent­li­chen. Nach ihrer Hei­rat mit einem Jura-Pro­fes­sor wurde sie mehr und mehr Teil des sich in Jena grün­den­den Roman­ti­ker-Krei­ses, ließ sich 1801 als erste Frau im Her­zog­tum Sach­sen-Wei­mar schei­den und hei­ra­tete den Dich­ter Cle­mens Bren­tano. Die Ehe war für sie nach eige­nem Bekennt­nis halb Him­mel, halb Hölle. Sie litt unter die­ser Ehe und starb 1806 bei der Geburt ihres sechs­ten Kin­des im Alter von 36 Jahren.

Sophie Mere­aus Leben und Werk ent­hält zahl­rei­che Ereig­nisse und Kon­stel­la­tio­nen, die exem­pla­risch sind für die Schwie­rig­kei­ten, mit denen Frauen bis heute zu kämp­fen haben. Zugleich steht Sophie Mereau in einer Tra­di­tion selbst­be­wuss­ter Thü­rin­ger Frauen, die mit Sido­nia Hed­wig Zäu­ne­mann (geb. 1711 in Erfurt) beginnt und Schrift­stel­le­rin­nen wie Gabriele Reu­ter (1859–1941), Helene Böhlau (1856–1940) oder Toni Schwabe (1877–1951) umfasst. Sie alle setz­ten sich für das Recht der Frau auf ein selbst­be­stimm­tes Leben ein.

***

Es liegt des­halb nahe, drei her­aus­ra­gende intel­lek­tu­elle Frauen unse­rer Tage ein­zu­la­den zu einer Refle­xion über aktu­elle Debat­ten über Geschlech­ter­ge­rech­tig­keit. Mit einem Blick auf die letz­ten 250 Jahre – seit erst 100 Jah­ren besteht das Frau­en­wahl­recht – und die Gegen­wart möchte der Thü­rin­ger Lite­ra­tur­rat der Frage nach­ge­hen, wie sich die Rolle der Frau in der Gesell­schaft ver­än­dert hat und wel­che Rolle Frauen und Schrift­stel­le­rin­nen in der heu­ti­gen Gesell­schaft spie­len. Debat­ten wie „me too“, dass Quo­ten­re­ge­lun­gen in Poli­tik und Gesell­schaft nötig erschei­nen, unglei­che Bezah­lun­gen von Frauen und Män­nern, aus­ge­schrie­bene, doch letzt­lich oft nicht weib­lich besetzte Füh­rungs­po­si­tio­nen zei­gen wie vie­les andere mehr, dass unsere heu­tige Gesell­schaft dies­be­züg­lich mehr denn je Gesprächs­be­darf hat. Nicht zuletzt sind es Schrift­stel­le­rin­nen, die diese gesell­schaft­li­chen Defi­zite in den letz­ten 250 Jah­ren zur Spra­che gebracht haben.

Marion Brasch (Schrift­stel­le­rin, Jour­na­lis­tin, Mode­ra­to­rin) spricht mit den Schrift­stel­le­rin­nen Emma Bras­lavsky (geb. 1971 in Erfurt), Ulrike Gra­mann (geb. 1961 in Gera) und Kath­rin Schmidt (geb. 1958 in Gotha).

 

Eine Ver­an­stal­tung des Thü­rin­ger Lite­ra­tur­ra­tes in Zusam­men­ar­beit mit dem Kul­tur: Haus Dacheröden. Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung der Kul­tur­stif­tung des Frei­staats Thüringen.

Beglei­tet wird diese Ver­an­stal­tung, die im Herbst 2020 in Erfurt statt­fin­den soll (ggf. im Kul­tur­quar­tier Erfurt), von zwei Vor­trä­gen über das Leben und Wir­ken Sophie Mere­aus in Jena und Altenburg.

Schottlands unheimliche Sagen mit Pat Lee und M. Kruppe in der Villa Rosenthal Jena
Sep 4 um 19:30

Schott­lands unheim­li­che Sagen. Erzählt auf Schot­tisch und auf Deutsch von Pat Lee und M. Kruppe

 

Mit Musik von Mr. Moon und Kevin Gore

Die nebe­lige Land­schaft Schott­lands mit ihren Moo­ren und Ber­gen steckt vol­ler unheim­li­cher Sagen­ge­stal­ten. Nach­dem im ver­gan­ge­nen Jahr Pat Lee und M. Kruppe im Glas­haus im Para­dies einige der span­nends­ten schot­ti­schen Sagen gele­sen haben, keh­ren sie in die­sem Jahr nach Jena zurück – mit neuen Geschich­ten und musi­ka­li­scher Unterstützung!

Die Texte stam­men aus dem »Book of Beas­ties« und den »Scot­tish Legends« und berich­ten von Was­ser­geis­tern, Kobol­den und Vampiren.

Pat Lee lebt in der Nähe von Glas­gow und erzählt in der alten schot­ti­schen Lan­des­spra­che, dem Scots. Der Thü­rin­ger Autor und Rezi­ta­tor M. Kruppe erzählt die Sagen auf Deutsch. Musi­ka­lisch beglei­tet wer­den sie von Mr. Moon und Kevin Gore. Der Lie­der­ma­cher Kevin Gore singt vom Kampf um Gerech­tig­keit und die Unab­hän­gig­keit Schott­lands. Mr. Moon ist ein Gei­ger und Song­wri­ter mit iri­schen Wur­zeln, der bereits auf der hal­ben Welt gespielt hat, u.a. mit Folk-Grö­ßen wie Peggy See­ger oder Tim Edey.

Begrenzte Platz­zahl! Bitte mel­den Sie Ihren Besuch der Ver­an­stal­tun­gen vorab bei uns an – mit dem Erwerb von Kar­ten im VVK oder per E‑Mail an ranis@lesezeichen-ev.de

Sep
5
Sa
Katharina Wagner erzählt im Pfarrgarten Triptis Baummärchen aus aller Welt
Sep 5 um 16:00

»Bäum­chen rüt­tel dich, Bäum­chen schüt­tel dich – wirf Mär­chen und Geschich­ten über mich« Katha­rina Wag­ner erzählt Baum­mär­chen aus aller Welt

Katha­rina Wag­ner aus Erfurt hat viel­sei­tige Berufs­fel­der: sie ist Semi­nar­lei­te­rin, Chi Gong Leh­re­rin und Trau­er­red­ne­rin. Vor allem aber ist sie Mär­chen­er­zäh­le­rin, beson­ders gern und oft mit­ten in der Natur.

Kommt, Ihr gro­ßen und klei­nen Men­schen­kin­der, ich lade Euch ein, auf den Schwin­gen der Phan­ta­sie ins Reich der Mär­chen und Mythen zu rei­sen. Die­ses Land, so nah und doch so fern. Es liegt gleich zwi­schen Traum und Wirk­lich­keit – nur einen Atem­zug von unse­rem Her­zen ent­fernt. In der uralten Tra­di­tion der Mär­chen- und Geschich­ten­er­zäh­ler erzähle ich – von Mund zu Ohr – aus dem Weis­heits­schatz der Völker.“

Buchpräsentation »Hans Lucke – ›Närrische Zeiten‹« in Weimar-Ehringsdorf
Sep 5 um 17:00

»När­ri­sche Zei­ten. Erin­ne­run­gen aus einem Schauspielerleben«

 

Buch­vor­stel­lung der im quar­tus-Ver­lags Bucha erschie­ne­nen und in der von Jens-Fietje Dwars her­aus­ge­ge­be­nen »Wei­ßen Reihe« edier­ten Thea­terer­in­ne­run­gen des Schau­spie­lers, Regis­seurs, Dra­ma­tur­gen und Schrift­stel­lers Hans Lucke (1927–20217).

Mit Johan­nes Stein­hö­fel, Guido Naschert, Dr. Jens-Fietje Dwars, Irina Lucke-Kami­niarz, Paul Ande­reas Freyer, Dr. h.c. Wulf Kirsten.

Musi­ka­li­sche Umrah­mung: Prof. Wolf-Gün­ter Leidel.

Sep
6
So
Katharina Wagner erzählt im Schlosspark Ebersdorf Baummärchen aus aller Welt
Sep 6 um 16:00

»Bäum­chen rüt­tel dich, Bäum­chen schüt­tel dich – wirf Mär­chen und Geschich­ten über mich« Katha­rina Wag­ner erzählt Baum­mär­chen aus aller Welt

Katha­rina Wag­ner aus Erfurt hat viel­sei­tige Berufs­fel­der: sie ist Semi­nar­lei­te­rin, Chi Gong Leh­re­rin und Trau­er­red­ne­rin. Vor allem aber ist sie Mär­chen­er­zäh­le­rin, beson­ders gern und oft mit­ten in der Natur.

Kommt, Ihr gro­ßen und klei­nen Men­schen­kin­der, ich lade Euch ein, auf den Schwin­gen der Phan­ta­sie ins Reich der Mär­chen und Mythen zu rei­sen. Die­ses Land, so nah und doch so fern. Es liegt gleich zwi­schen Traum und Wirk­lich­keit – nur einen Atem­zug von unse­rem Her­zen ent­fernt. In der uralten Tra­di­tion der Mär­chen- und Geschich­ten­er­zäh­ler erzähle ich – von Mund zu Ohr – aus dem Weis­heits­schatz der Völker.“

Sep
8
Di
Ausstellungseröffnung – Lesen 1920! Bücherfreunde im Laboratorium der Moderne – in der HAAB Weimar
Sep 8 um 18:00

Unter dem Titel „Lesen 1920! Bücher­freunde im Labo­ra­to­rium der Moderne“ zeigt die HAAB zwei neu erwor­bene Samm­lun­gen zur Buch­ge­mein­schaft „Volks­ver­band der Bücherfreunde“.

Bei der Eröff­nung spre­chen die bei­den Kura­to­ren Arno Bar­n­ert und Mat­thias Hage­böck mit den Samm­lern Eber­hard und Heri­bert Amtmann.

Auf­grund der aktu­el­len Hygiene- und Sicher­heits­maß­nah­men ist das Platz­an­ge­bot im Bücher­ku­bus beschränkt. Eine Teil­nahme kann lei­der nicht garan­tiert wer­den. Wir bit­ten des­halb um ver­bind­li­che Anmel­dung bis zum 1. Sep­tem­ber unter: haab@klassik-stiftung.de

Sep
9
Mi
Liederabend mit Klaus Nitschke im Literaturmuseum »Theodor Storm« in Heilbad Heiligenstadt
Sep 9 um 18:00

Der Lie­der­ma­cher Klaus Nit­schke nimmt seine Gäste auf eine musi­ka­li­sche Reise mit Lie­dern und Geschich­ten über kleine und gro­ßen Ver­su­chun­gen und dem Ver­such, zu wider­ste­hen. Ganz nach Oscar Wilde: „Der ein­zige Weg, eine Ver­su­chung los­zu­wer­den, ist, ihr nachzugeben.“
Der musi­ka­li­sche Abend beginnt um 18 Uhr, bei gutem Wet­ter im Rosen­gar­ten am
Lite­ra­tur­mu­seum, bei Regen in der Stadt­halle, Kon­rad-Zehrt-Straße 2, 37308 Heilbad
Heiligenstadt.

Ein­tritt frei, Spen­den erwünscht.

Die Ver­an­stal­tung fin­det unter Beach­tung aller coro­nabe­ding­ten Hygie­ne­vor­schrif­ten statt. Ein eige­ner Mund-Nasen-Schutz ist mitzubringen.

Tages­ak­tu­elle Infos unter:
www.facebook.com/stormmuseum.de
www.instagram.com/literaturmuseum_theodor_storm

Sep
10
Do
Lesung mit Mona Krassu in Gera
Sep 10 um 19:30

Mona Krassu liest aus ihrem Roman »Falsch erzogen«

 

Solveig Eck­stein hat viele Träume. Zum Bei­spiel die­sen, eine her­aus­ra­gende Schau­spie­le­rin zu wer­den. Sie ist ein hüb­sches und intel­li­gen­tes Mäd­chen. Sie liebt Gedichte, liest, wenn andere Kin­der spie­len. Sie hat also alle Vor­aus­set­zun­gen, ihren Traum zu leben.

Aber, sie wächst in der DDR auf. Was pas­siert in einer Dik­ta­tur mit Kin­dern, die schon als Schü­ler nicht ins sozia­lis­ti­sche Sys­tem pas­sen, weil sie Paro­len hin­ter­fra­gen und weil sie wider­spre­chen? Weil sie die Songs von Udo Lin­den­berg toll fin­den? Weil sie frei leben wol­len? Die Genos­sen und Funk­tio­näre in der DDR haben Ihre Metho­den. Sie nut­zen auch die Mit­tel der Medi­zin, wenn es darum geht, junge Men­schen auf Linie zu bringen.

Wie Mäd­chen und junge Frauen in den soge­nann­ten Trip­per­bur­gen gede­mü­tigt und miss­han­delt wur­den, ist unfass­bar. Im Roman »Falsch erzo­gen« erzählt Mona Krassu ein­fühl­sam die Geschichte eines die­ser Mädchen.

Lesung und Gespräch mit Ulf Annel in Erfurt
Sep 10 um 19:30

Die Gunst des Augen­blicks mit Ulf Annel

Thü­rin­ger Lesun­gen und Werkstattgespräche

 

Mode­ra­tion: Guido Naschert

 

Die Ver­an­stal­tun­gen der Reihe »Die Gunst des Augen­blicks« wer­den mit der freund­li­chen Unter­stüt­zung der Kul­tur­stif­tung des Frei­staats Thü­rin­gen, der Fried­rich-Schil­ler-Uni­ver­si­tät, des Lese-Zei­chen e.V. und der Gesell­schaft für Deut­sche Spra­che e.V. gemein­sam von der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V. (Pro­jekt­lei­tung; Geschäfts­füh­rung u. Antrag­stel­lung) und der Uni­ver­si­tät Jena (Schil­lers Gar­ten­haus, For­schungs­stelle Euro­päi­sche Roman­tik) (Pro­jekt­lei­tung, Geschäfts­füh­rung u. Koor­di­na­tion) sowie Lese-Zei­chen e.V. (Jena) und Erfur­ter Herbst­lese e.V. durchgeführt.

Sep
11
Fr
Lesung mit Klaus Märkert in Greiz
Sep 11 um 19:00

Klaus Mär­kert liest aus »Das Beson­dere kommt noch«

 

Gute Lite­ra­tur muss weh­tun! Darum hat der Bochu­mer Schrift­stel­ler Klaus Mär­kert (Erfin­der des Nacht­hu­mors) sei­nen vier­ten auto­bio­gra­fi­schen Roman unter Ein­fluss von Musik geschrie­ben. Für jedes Kapi­tel wählte er einen Song aus, der ihn in End­los­schleife bei vol­ler Laut­stärke über Kopf­hö­rer von der Außen­welt abschirmte. Sein Gehör hat gelit­ten. Viele sol­cher Romane wird er nicht mehr schrei­ben können …

Und natür­lich reizt er ein­mal mehr die Lach­mus­keln sei­ner Leser­schaft mit skur­ri­len, schwarz­hu­mo­ri­gen, situa­ti­ons­ko­mi­schen und bis­wei­len absur­den Geschich­ten sei­nes Lebens.

Lesung mit Rolf Sakulowski in Hermsdorf
Sep 11 um 19:00

Rolf Saku­low­ski liest aus sei­nem neuen Roman »Jäger­stein«

Ein alter Aber­glaube – ein jun­ger His­to­ri­ker. Und ein geheim­nis­vol­ler Schütze, der nie dane­ben­schießt. Packend und bildgewaltig.

Im Thü­rin­ger Wald wird ein Erfur­ter Inves­tor Opfer eines Hecken­schüt­zen. Als sich her­aus­stellt, dass die töd­li­che Kugel aus dem Blei eines gestoh­le­nen Kir­chen­kreu­zes gegos­sen wurde, ist der junge His­to­ri­ker Jonas Wie­sen­burg gefragt. Denn die Indi­zien erin­nern an die jahr­hun­der­te­alte Legende von den soge­nann­ten Frei­ku­geln, die um Mit­ter­nacht im Pakt mit dem Teu­fel gegos­sen wer­den und die ihr Ziel nie­mals ver­feh­len. Doch die Zeit drängt: Der Täter schlägt erneut zu, und schnell wird klar, dass nie­mand vor ihm sicher ist.

Sep
13
So
Eröffnung des Thüringer Märchen- und Sagenfestes 2020 auf Burg Ranis
Sep 13 um 14:30

Mär­chen-Erzähl­run­den mit Andreas vom Rothen­barth, Hansi von Mär­chen­born und Antje Horn für kleine und große Kinder

 

Das ganze Jahr über ver­zau­bern pro­fes­sio­nelle Erzäh­ler mit ihren Küns­ten große und kleine Zuhö­rer. Die Tra­di­tion des freien Erzäh­lens und die damit ver­bun­dene Kul­tur des Zuhö­rens sind den Orga­ni­sa­to­ren Lese-Zei­chen e.V. und Stadt Mei­nin­gen ebenso wich­tig, wie das Mär­chen als tra­di­tio­nel­les Bil­dungs- und Kulturgut.

Die Burg­freunde Ranis sor­gen für Brat­würste, kühle Getränke, Kaf­fee und Kuchen und ein klei­nes Ritterlager.

Muse­ums­päd­a­gische Füh­run­gen der Muse­ums­frauen der Burg Ranis für Kin­der von 10 – 17.00 Uhr.

2 Bas­tel­sta­tio­nen zum Thema „Klei­dung im Mit­tel­al­ter – Fil­zen“ & „Bur­gen­bau, Bur­gen­ty­pen, Auf­bau einer Burg­an­lage – Mosaike“ (bei schö­nem Wet­ter im Hof; bei weni­ger schö­nem Wet­ter im Museum, 2. OG)

Öffent­li­che Füh­rung im Museum Burg Ranis um 14:00 Uhr.

Sep
14
Mo
Vortrag zum 300. Geburtstag des Hieronymus Freiherr von Münchhausen in Altenburg
Sep 14 um 19:00

Münch­hau­sens „Wun­der­bare Rei­sen zu Was­ser und zu Lande“

Vor­trag zum 300. Geburts­tag des Hie­ro­ny­mus Frei­herr von Münchhausen

Refe­rent: Dr. Die­ter Gleis­berg, Altenburg

 

Auf dem Pro­gramm steht eine Wür­di­gung des Hie­ro­ny­mus Frei­herr von Münch­hau­sen, auch bekannt als Lügen­ba­ron, anläss­lich sei­nes 300. Geburts­ta­ges. Seit der Goe­the­zeit geis­tern die phan­tas­ti­schen Erzäh­lun­gen des ver­meint­li­chen Lügen­ba­rons Münch­hau­sen in vie­len Spra­chen durch die Welt. Dr. Die­ter Gleis­berg, ehe­ma­li­ger Direk­tor des Lin­denau-Muse­ums Alten­burg sowie des Muse­ums der bil­den­den Künste Leip­zig, wid­met sich dem adli­gen Geschich­ten­er­zäh­ler aus Per­spek­tive der Bil­den­den Kunst.

Auf­grund der ein­zu­hal­ten­den Abstands­re­geln ist die Teil­neh­mer­zahl beschränkt. Es emp­fiehlt sich daher unbe­dingt eine vor­he­rige Anmel­dung unter Angabe von voll­stän­di­gem Namen und Tele­fon­num­mer oder E‑Mail-Adresse ent­we­der per E‑Mail an post@goethe-altenburg.de oder tele­fo­nisch auf den Anruf­be­ant­wor­ter von Luise Krischke unter 03447/3178343.

Lesung mit Michael Stavarič in Neustadt / Orla
Sep 14 um 19:30

Lesung: Michael Sta­va­rič – „Frem­des Licht“

Michael Sta­va­rič zählt zu den inter­es­san­tes­ten öster­rei­chi­schen Autoren.“ (FAZ) Und am 14.09.2020 ist er ab 19:30 Uhr erst­mals live in Neustadt/Orla zu erleben!

Bekannt für erzäh­le­ri­schen Ein­falls­reich­tum und sprach­spie­le­ri­sche Vir­tuo­si­tät, nimmt Sta­va­rič die Lese­rin­nen und Leser in sei­nem neuen Roman „Frem­des Licht“ (Luch­ter­hand 2020) mit auf eine Aben­teu­er­reise, die sowohl in die Zukunft als auch die weit zurück­lie­gende Fami­li­en­ge­schichte der Prot­ago­nis­tin führt:

Sie ist an einem unbe­kann­ten Ort und in einer eisi­gen, unwirt­li­chen Umge­bung. Erst nach und nach kehrt die Erin­ne­rung zurück, und Elaine begreift, was pas­siert ist: dass ihr Groß­va­ter einst bei den Inuit in Grön­land lebte und er sie mit dem Über­le­ben in Eis und Schnee ver­traut machte. Dass sie zuletzt für einen Kon­zern im Schwei­zer Ort Win­ter­thur tätig war und sich dort als Gen­for­sche­rin mit der Rekon­struk­tion von Leben beschäf­tigte. Dass die Erde wäh­rend eines Kome­ten­ein­schla­ges zugrunde ging und sie die letzte Über­le­bende zu sein scheint…

Michael Sta­va­rič wurde 1972 in Brno gebo­ren. Er lebt als freier Schrift­stel­ler, Über­set­zer und Dozent in Wien. Er erhielt zahl­rei­che Sti­pen­dien und Aus­zeich­nun­gen, u.a. Adel­bert-Cha­misso-Preis, Öster­rei­chi­scher Staats­preis für Kin­der- und Jugend­li­te­ra­tur. Aktu­elle Publi­ka­tio­nen: »Frem­des Licht«, Roman, 2020; »Die Men­schen­scheu­che«, Kin­der­buch, 2019; »Got­land«, Roman, 2017; »in an schwo­azzn kittl gwicklt«, Gedichte, 2017; »Der Autor als Sprach­wan­de­rer«, Essay, 2016.

Spiel­stätte ist der Hof des evan­ge­li­schen Gemein­de­hau­ses (Kirch­platz 2, 07806 Neustadt/Orla). Bei schlech­tem Wet­ter wei­chen wir in den benach­bar­ten Pfarr­saal aus.

Auf­grund der begrenz­ten Platz­zahl bit­ten wir, die Tickets im Vor­ver­kauf in der Buch­hand­lung Liebe zu erwerben.

Sep
15
Di
Vortrag von Prof. Dr. Dieter Lamping im Goethe- und Schiller-Archiv Weimar
Sep 15 um 18:00

»Karl Jas­pers (1883–1969) und Goe­the. Lek­tü­ren eines Phi­lo­so­phen und Psych­ia­ters« – Vor­trag von Prof. Dr. Die­ter Lam­ping (Mainz)

Lesung mit Michael Stavarič im ACC in Weimar
Sep 15 um 20:00

»Frem­des Licht« – Michael Sta­va­rič … liest aus sei­nem neuen Roman

Ein­füh­rung und Gespräch: Romina Niko­lic.

 

Elaine Duval stürzt an einem unbe­kann­ten Ort ab und fin­det sich in einer eisi­gen, unwirt­li­chen Umge­bung wie­der. All­mäh­lich kehrt ihre Erin­ne­rung zurück und sie begreift, was pas­siert ist: Dass ihr Groß­va­ter einst bei den Inuit in Grön­land lebte, und er sie mit dem Über­le­ben in Eis und Schnee ver­traut gemacht hat. Dass sie zuletzt für einen Kon­zern im Schwei­zer Ort Win­ter­thur tätig war (ca. um das Jahr 2200), und sie sich als Gen­for­sche­rin und Erfin­de­rin mit der Rekon­struk­tion von Leben beschäf­tigte. Dass die Erde wäh­rend eines Kome­ten­ein­schla­ges zugrunde ging, und sie zuvor in einem heil­lo­sen Durch­ein­an­der ein inter­stel­la­res Schiff bestieg. Dass die letz­ten Über­le­ben­den der Mensch­heit zu einem erd­ähn­li­chen Pla­ne­ten auf­bre­chen woll­ten, und ihr ein­zi­ger Freund, Dal­las, das Kom­mando inne hatte. Doch muss etwas Gra­vie­ren­des wäh­rend die­ses Flu­ges gesche­hen sein; sie ist schließ­lich allein mit einer umfang­rei­chen Ver­gan­gen­heit und einer unmög­lich schei­nen­den Zukunft. Nur die Erin­ne­run­gen an ihren Groß­va­ter hal­ten sie am Leben, der sie zeit­le­bens lehrte, nie­mals auf­zu­ge­ben. „Denke an deine Vor­fah­ren, Elaine! An die Urgroß­mutter, deren Namen du trägst. Die wie du einst ein Schiff bestieg, um an einem eisi­gen Ort auf­zu­wa­chen. Und auch wenn ihre Geschichte aus fer­nen Zei­ten stammt (Anm. Grön­land, Chicago1892/93) und wie ein Mär­chen klin­gen mag, als die Indus­tria­li­sie­rung gerade mal ein­setzte, sie ist der Grund, warum du hier bist. Steh auf!“

Er ist wie­der da: Michael Sta­va­rič liest mit größ­tem Fein­ge­fühl, nicht zu unter­schät­zen­dem Humor und aus sei­nem jüngs­ten Werk Frem­des Licht (Roman, Luch­ter­hand, 2020). Wie immer scheut er dabei keine Gen­re­gren­zen und igno­riert lite­ra­ri­sche Kon­ven­tio­nen spie­le­risch. Sta­va­rič (geb.1972 in Brno/ehem. Tsche­cho­slo­wa­kei) stu­dierte an der Uni­ver­si­tät Wien Bohe­mis­tik und Publizistik/Kommunikationswissenschaften und war über 10 Jahre lang an der Sport­uni­ver­si­tät Wien tätig. Er erhielt bereits zahl­rei­che Sti­pen­dien und Aus­zeich­nun­gen, zuletzt den Adel­bert-Cha­misso-Preis und den Öster­rei­chi­schen Staats­preis für Kin­der- und Jugend­li­te­ra­tur. «Frem­des Licht» ist für den Öster­rei­chi­schen Buch­preis 2020 nominiert.

 

Die Lesung ist eine Koope­ra­tion von ACC Gale­rie Wei­mar und Lite­ra­ri­scher Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V.

Studio Literatur der Literarischen Gesellschaft Thüringen auf Radio Lotte in Weimar
Sep 15 um 22:00 – 23:00

Stu­dio Lite­ra­tur auf Radio Lotte- Folge 3

Thema: Edi­tion Muschel­kalk / Radjo Monk

Eine Sen­dung zur »Edi­tion Muschelkalk«

Mode­ra­tion: André Schinkel

Gäste: Radjo Monk

Wei­tere Infor­ma­tio­nen unter:

https://www.literarische-gesellschaft.de/publikation/existenzschmuggler

Als Pod­cast (im Anschluss an die Sen­dung): https://studio-literatur.podigee.io/

Sep
17
Do
Vortrag von Dr. Yvonne Pietsch im Goethe- und Schiller-Archiv Weimar
Sep 17 um 17:00

»›Der Sel­le­rie bleibt Trumpf‹ – Joa­chim Rin­gel­natz in den Bestän­den des Goe­the- und Schil­ler-Archivs« – Vor­trag von Dr. Yvonne Pietsch, Weimar

Literaturland Thüringen‹ ist eine gemeinsame Initiative von
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