Kalender

Ausstellungen

Nov
10
Sa
ganztägig Aussellung »›Grimms Märchen… und...
Aussellung »›Grimms Märchen… und...
Nov 10 2018 – Jun 23 2019 ganztägig
Aussellung »›Grimms Märchen... und kein Ende‹ – Europäische Kunstmärchen zwischen Phantasie und Wirklichkeit« im Romantikerhaus Jena @ Literaturmuseum »Romantikerhaus« Jena
Die Aus­stel­lung doku­men­tiert die Ent­wick­lung vom roman­ti­schen Kunst­mär­chen zum rea­li­täts­ver­bun­den Wirk­lich­keits­mär­chen. Neben und nach den Brü­dern Grimm hat es in der euro­päi­schen Kul­tur­ge­schichte zahl­rei­che wei­tere Mär­chen­samm­ler und -dich­ter gege­ben, deren Schöp­fun­gen aller­dings eher dem Kunst­mär­chen[...]
Apr
11
Do
ganztägig Ausstellung »Die Bauhausbücher« ...
Ausstellung »Die Bauhausbücher« ...
Apr 11 – Jul 28 ganztägig
»Die Bau­haus­bü­cher« – Ein euro­päi­sches Publi­ka­ti­ons­pro­jekt des Bau­hau­ses 1924–1930   Die Aus­stel­lung basiert auf der durch die Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek in den ver­gan­ge­nen Jah­ren so gut wie voll­stän­dig zusam­men­ge­tra­ge­nen Kol­lek­tion der Bau­haus­bü­cher, ergänzt um Exem­plare aus der[...]
Apr
19
Fr
ganztägig Ausstellung »›Poetische Perlen‹ ...
Ausstellung »›Poetische Perlen‹ ...
Apr 19 – Jul 21 ganztägig
1819 erschien erst­mals Goe­thes ›West-öst­li­cher Divan‹ – und machte Epo­che. Das weit­aus größte Gedicht­en­sem­ble in Goe­thes Gesamt­werk wirkt bis heute, indem es den kul­tu­renüber­grei­fen­den Dia­log poe­tisch ver­wirk­licht. Die Aus­stel­lung macht den Besu­chern erfahr­bar, wie die[...]
Mai
17
Fr
ganztägig Zeichnungen und Druckgraphik von...
Zeichnungen und Druckgraphik von...
Mai 17 – Jul 20 ganztägig
Erfur­ter Salon der Kunst »Über das Ver­mes­sen der Erin­ne­run­gen« Zeich­nun­gen & Druck­gra­phik von Rolf Escher   Trotz minu­tiö­ser Detail­schil­de­run­gen geht der Rea­lis­mus Rolf Eschers weit über das bloß Sicht­bare hin­aus. Seine Dar­stel­lun­gen stil­ler Räume und[...]
Jun
6
Do
ganztägig Ausstellung »Panische Freuden – ...
Ausstellung »Panische Freuden – ...
Jun 6 – Aug 20 ganztägig
Pani­sche Freu­den – Pani­sche Schre­cken. Zu Fried­rich Nietz­sches 175. Geburts­tag. Dio­ny­si­sche Bil­der für Alle und Kei­nen   von Pablo Picasso, Wolf Bertram Becker, Uwe Bre­mer, Harald Rai­ner Gratz, HAP Gries­ha­ber, Gün­ther Schöll­kopf, Ulrike Theus­ner, Peter[...]
Jul
14
So
ganztägig Ausstellung ›Die F.N. –Schlaufe ...
Ausstellung ›Die F.N. –Schlaufe ...
Jul 14 – Okt 20 ganztägig
Ausstellung ›Die F.N. –Schlaufe – Ernstes und Heiteres aus dem Leben des fabelhaften Friedrich Nietzsche‹ im Romantikerhaus Jena @ Literaturmuseum »Romantikerhaus« Jena
Tho­mas Zieg­ler: Künst­le­ri­sche Arbei­ten eines Rebel­len und Roman­ti­kers   Der Künst­ler Tho­mas Zieg­ler setzt Fried­rich Nietz­sches phi­lo­so­phi­sches Leben ins Werk und gestal­tet mit Text und Bild den Schel­men­ro­man »Die F.N.-Schlaufe«. Das Werk ist eine toll­kühn[...]
Nov
10
So
ganztägig Ausstellung »Birger Jesch – Korr...
Ausstellung »Birger Jesch – Korr...
Nov 10 2019 – Feb 28 2020 ganztägig
Ausstellung »Birger Jesch – Korrespondenzen« im Romantikerhaus Jena @ Literaturmuseum »Romantikerhaus« Jena
Der Künst­ler Bir­ger Jesch begann 2007 unter befreun­de­ten ehe­ma­li­gen Akti­vis­ten der sub­kul­tu­rel­len Szene der DDR vor allem Hand­wer­ker und Künst­ler zu por­trä­tie­ren. Bir­ger Jesch’s Kor­re­spon­den­zen mit Freun­den und Künst­lern fin­det als Kom­mu­ni­ka­ti­ons­form Vor­bil­der bei den[...]
Dez
31
Di
ganztägig Dummy
Dummy
Dez 31 2030 – Dez 30 2044 ganztägig
 
Jan
30
Di
Lesung mit Jeanette Erazo Heufelder in Jena
Jan 30 um 18:00

Der argen­ti­ni­sche Krö­sus. Kleine Wirt­schfts­ge­schichte der Frank­fur­ter Schule – Lesung mit Jea­nette Erazo-Heu­ba­cher.

Jan
31
Mi
Vortrag von Dr. Sascha Salatowsky auf Schloss Friedenstein in Gotha
Jan 31 um 18:15

»Valen­tin Schmalz – ein ‚Ket­zer‘ aus Gotha« Vor­trag von Dr. Sascha Sala­tow­sky.

Der aus Gotha gebür­tige Valen­tin Schmalz schloss sich früh der anti­tri­ni­ta­ri­schen Bewe­gung in Polen an, die mit Fausto Soz­zini (1539–1604) ihre reprä­sen­ta­tive Haupt­fi­gur gefun­den hatte. Der Anti­tri­ni­ta­ris­mus war eine aus Sicht der eta­blier­ten Kon­fes­sio­nen »ket­ze­ri­sche« Bewe­gung, da er alle wich­ti­gen Glau­bens­ar­ti­kel der Katho­li­ken und Pro­tes­tan­ten – wie die Tri­ni­täts-, Recht­fer­ti­gungs- und Zwei-Natu­ren-Lehre Christi – ablehnte, statt­des­sen ein undog­ma­ti­sches Chris­ten­tum mit einer Kon­zen­tra­tion auf den prak­ti­schen Lebens­voll­zug ver­trat. Aus heu­ti­ger, wis­sen­schaft­li­cher Sicht gilt frei­lich die Ein­schät­zung, dass der Anti­tri­ni­ta­ris­mus ein Ent­wick­ler moder­ner Gedan­ken par excel­lence gewe­sen ist. Der Vor­trag zeich­net Leben und Werk von Valen­tin Schmalz nach, der nach Soz­zi­nis Tod zu einem der wich­tigs­ten Reprä­sen­tan­ten die­ser Bewe­gung wer­den sollte, und führte in die his­to­ri­schen Umstände um 1600 ein.

Sascha Sala­tow­sky stu­dierte Phi­lo­so­phie und Ger­ma­nis­tik an der Freien Uni­ver­si­tät Ber­lin. Die Pro­mo­tion in Phi­lo­so­phie erfolgte 2004 zur Rezep­tion von Aris­to­te­les‘ See­len­lehre in der Frü­hen Neu­zeit. Von 2009 bis 2011 führte er als Wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter am Insti­tut für Phi­lo­so­phie der Phil­ipps-Uni­ver­si­tät Mar­burg das von der Deut­schen For­schungs­ge­mein­schaft (DFG) geför­derte For­schungs­pro­jekt »Die Phi­lo­so­phie der Sozi­nia­ner. Trans­for­ma­tio­nen zwi­schen Renais­sance-Aris­to­te­lis­mus und Früh­auf­klä­rung« durch. Von 2011 bis 2017 war er als Wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter am DFG-Pro­jekt »Aus­bau der For­schungs­bi­blio­thek Gotha zu einer For­schungs- und Stu­di­enstätte für die Kul­tur­ge­schichte des Pro­tes­tan­tis­mus in der Frü­hen Neu­zeit« tätig. Seit August 2017 ist er Wis­sen­schaft­li­cher Refe­rent für das Ver­an­stal­tungs­pro­gramm und die Öffent­lich­keits­ar­beit der For­schungs­bi­blio­thek Gotha.
Nach dem Vor­trag besteht die Mög­lich­keit, den Abend mit ange­neh­men Gesprä­chen und einem Getränk aus­klin­gen zu las­sen.

Der Ein­tritt zur Ver­an­stal­tung ist frei; um eine Spende für den Freun­des­kreis wird jedoch gebe­ten.

Feb
1
Do
Buchvorstellung mit Dirk Sangmeister in Weimar
Feb 1 um 17:00

Buch­vor­stel­lung im Goe­the- und Schil­ler-Archiv – Dirk Sang­meis­ter prä­sen­tiert erste unge­kürzte Aus­gabe von Seu­mes Auto­bio­gra­phie

 

Am Don­ners­tag, 1. Februar, um 17 Uhr stellt Dirk Sang­meis­ter die erste unge­kürzte Aus­gabe von Johann Gott­fried Seu­mes (1763–1810) Auto­bio­gra­phie »Mein Leben« vor. Die Buch­prä­sen­ta­tion fin­det anläss­lich des 225. Geburts­tags Seu­mes im Goe­the- und Schil­ler-Archiv statt. Der Ein­tritt ist frei.

Johann Gott­fried Seu­mes frei­mü­tige Auto­bio­gra­phie gehört zu den bedeu­tends­ten Memoi­ren aus der »Goe­the­zeit«. Sie erschien drei Jahre nach sei­nem Tod bei dem befreun­de­ten Ver­le­ger Georg Joa­chim Göschen, der das Manu­skript aus Angst vor der Zen­sur kürzte und glät­tete. Alle seit­dem ver­füg­ba­ren Werk- und Ein­zel­aus­ga­ben wie auch sämt­li­che lite­ra­tur­his­to­ri­schen Dar­stel­lun­gen und phi­lo­lo­gi­schen Stu­dien beru­hen auf die­ser damals ver­stüm­mel­ten Fas­sung.

Nun hat der Ger­ma­nist Dirk Sang­meis­ter mehr als 200 Jahre nach dem Erst­druck die ori­gi­nale Hand­schrift der Lebens­ge­schichte erst­mals in einer unge­kürz­ten und wort­ge­treuen Fas­sung ver­öf­fent­licht. Diese Neu­aus­gabe ist vor weni­gen Tagen im Wall­stein Ver­lag (Göt­tin­gen) erschie­nen.

Dirk Sang­meis­ter, gebo­ren 1965, stu­dierte Ger­man­si­tik und Anglis­tik in Braun­schweig, Ham­burg und Hono­lulu. Seit 2014 arbei­tet er am For­schungs­zen­trum Gotha der Uni­ver­si­tät Erfurt. Er ist Mit­her­aus­ge­ber von Seu­mes »Brie­fen« (2002) und Edi­tor von Seu­mes »Apo­kry­phen« (2013).

 

Ver­an­stal­tungs­da­ten

»Jahr­hun­derte kön­nen ver­ge­hen, bis Natur und Schick­sal sich ver­ei­ni­gen, wie­der einen Mann wie Er her­vor­zu­brin­gen.« (Wie­land) – Die erste unge­kürzte Aus­gabe von Johann Gott­fried Seu­mes (1763–1810) Auto­bio­gra­phie »Mein Leben«
Vor­trag von Dr. Dirk Sang­meis­ter, Gotha

 

 

Biblio­gra­phi­sche Daten

»Johann Gott­fried Seume: Mein Leben«

Her­aus­ge­ge­ben von Dirk Sang­meis­ter

Lein­enge­bun­dene Aus­gabe in Schmuck­hülse | 479 Sei­ten

Wall­stein Ver­lag (Göt­tin­gen) | Januar 2018

Preis: 34,90 Euro

ISBN 978–3-8353–3182-2

Feb
3
Sa
Line und ihre Zeit − Gellerts Fabeln im Schillerhaus Rudolstadt
Feb 3 um 15:00

Line und ihre Zeit − Gel­lerts Fabeln für Jung und Alt
Ein Buch­händ­ler und ein Har­fen­mäd­chen wol­len die Bücher und Lie­der des zu sei­ner Zeit über­aus belieb­ten Fabel­dich­ters Chris­tian Fürch­te­gott Gel­lert auf dem Markt feil­bie­ten. Sie tun sich zusam­men, um mit Har­fen­klän­gen, Witz und thea­tra­li­schen Zuta­ten dem hoch ver­ehr­ten Publi­kum zu zei­gen, dass die Lebens­wei­sen und poin­tier­ten Tier­fa­beln Gel­lerts ganz aktu­ell geblie­ben sind. Diet­mar Schulze und Ulrike Rich­ter spie­len, sin­gen und erzäh­len Gel­lerts Fabeln auf höchst ver­gnüg­li­che Weise. Dazu ser­viert das Restau­rant »Schil­ler!« Kaf­fee und Kuchen.

Feb
7
Mi
Literarisches Gitarrenkonzert mit Frank Fröhlich im Haus Dacheröden in Erfurt
Feb 7 um 19:30

»Aus gutem Holze« – Das lite­ra­ri­sche Gitar­ren­kon­zert mit Frank Fröh­lich.

Feb
8
Do
Lesung mit Antje Babendererde auf Burg Ranis
Feb 8 um 19:30

Antje Baben­der­erde liest »Wie die Sonne in der Nacht«

Der neue Roman von Antje Baben­der­erde erzählt die Geschichte von Mara und Kay­emo – einer Liebe zwi­schen zwei Wel­ten.

Am Ende ihres Aus­tau­sch­jah­res in New Mexico sucht Mara das Aben­teuer. Und es fällt ihr buch­stäb­lich vor die Füße: in Gestalt eines ver­letz­ten Jun­gen mit raben­schwar­zem Haar, der ohne Gedächt­nis ist und ohne Spra­che. Ein­zig an sei­nen Namen kann er sich erin­nern – Kay­emo. Gemein­sam bre­chen die bei­den in die Wild­nis auf. Sie ent­de­cken geheime Orte der Pue­blo-India­ner und Spu­ren, die in Kay­e­mos Ver­gan­gen­heit füh­ren. Mit jedem Schritt drin­gen mehr dunkle Geheim­nisse an die Ober­flä­che. Geheim­nisse, die die wach­sen­den Gefühle zwi­schen Mara und Kay­emo unmög­lich zu machen schei­nen. Aber längst schla­gen die Her­zen der bei­den für­ein­an­der …

Feb
9
Fr
Lesung mit Jana Hensel in Weimar
Feb 9 um 19:00

Kein­land – Lesung mit Jana Hen­sel.

Feb
11
So
Gespräch über Literatur mit Frithjof Rödel im Haus Dacheröden in Erfurt
Feb 11 um 11:00

»Mein Lieb­lings­buch« – mit Frith­jof Rödel.

Feb
12
Mo
»JuLe-Treff im Leseladen« in Weimar
Feb 12 um 16:00

Junge Leser ab 12 Jah­ren tref­fen sich in der Ecker­mann-Buch­hand­lung!

Du bist zwi­schen 12–16 Jah­ren und liest gern?
Du bist neu­gie­rig auf aktu­elle Titel?
Du hast Lust, auch ande­ren einen Buch­tipp zu geben?
Dann bist Du bei uns als Testleser/in rich­tig!

Wir tref­fen uns ein­mal monat­lich zum Reden, Raten, Bewer­ten und Emp­feh­len. Auf uns war­tet ein Jahr vol­ler Lese­aben­teuer! Wir freuen uns auf Dich!

Sabine Arndt, Biblio­the­ka­rin
Johan­nes Stein­hö­fel und das Team der Ecker­mann-Buch­hand­lung
Sig­run Lüdde und die Lite­ra­ri­sche Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V.

Feb
14
Mi
Lesung mit Heike F. M. Neumann in Zella-Mehlis
Feb 14 um 19:00

Die Dauer des Augen­blicks – Heike F. M. Neu­mann liest aus ihrem neuen Roman

Wir sind das, was die Geschich­ten aus uns machen. Nur sel­ten kön­nen wir für uns sel­ber spre­chen. Und meis­tens exis­tie­ren wir in Tei­len als Kind, Ehe­frau, Mut­ter, Mit­ar­bei­te­rin, Freun­din, Lie­bende – seit jeher war es das Bestre­ben der Men­schen, den ein­zel­nen Men­schen als Viel­zahl von Tei­len auf­zu­fas­sen und sich mit dem Teil zu bedie­nen, den man gerade braucht für Pri­va­tes, den Beruf, für eine Freund­schaft , eine Liebe. Und ist es nicht so, dass wir längst in Tei­len leben, uns sel­ber stü­ckeln und stü­ckeln las­sen, sel­ber den Teil aus uns her­vor­tre­ten las­sen, der beson­ders Ein­druck macht, den man lie­ben und ver­eh­ren oder zumin­dest tole­rie­ren kann und den ver­schwei­gen, der uns Ärger und Ver­druss brin­gen könnte? Der uns viel­leicht in die Iso­la­tion trei­ben würde oder in die Nähe von Lächer­lich­keit und Abscheu? Und ist es nicht so, dass ein jeder von uns mit sei­nen inne­ren Bil­dern, die er selbst von sich hat, und mit den äuße­ren Bil­dern, die andere von ihm haben, jon­gliert, sie immer wie­der mischt und neu ver­teilt in der Gewiss­heit, dass es genau das ist, was alle tun? Ist es dann so, dass wir uns selbst gar nicht mehr erken­nen wol­len?

Heike F. M. Neu­mann stellt ihren neuen Roman über hun­dert Jahre Liebe, Ehe und Fami­lie, über Hei­mat und Lite­ra­tur im Span­nungs­feld zwi­schen Ideal und Wirk­lich­keit, aus der Sicht von Anna K. wun­der­bar erzählt, vor.

Szenische Bachmann-Celan-Lesung mit Judith Patzelt und Omar El-Saeidi in Suhl
Feb 14 um 19:00

»Herz­zeit. Der Brief­wech­sel zwi­schen Inge­borg Bach­mann und Paul Celan« – Sze­ni­sche Lesung mit Judith Pat­z­elt und Omar El-Saeidi

Die erste Ver­an­stal­tung des Ver­eins Pro­vinz­kul­tur e.V. im Jahr 2018 wid­met sich am Valen­tins­tag, den 14. Februar um 19 Uhr, im Kult­kel­ler im CCS in Suhl einem ganz beson­de­ren Brief­wech­sel. In einer sze­ni­schen Lesung mit dem Schau­spie­ler­paar Judith Pat­z­elt und Omar El-Saeidi unter dem Titel „Herz­zeit“ wird die Lie­bes­be­zie­hung zwi­schen Inge­borg Bach­mann und Paul Celan nach­er­zählt.

Das gleich­sam lei­den­schaft­li­che wie schwie­rige Ver­hält­nis zwi­schen den bei­den bedeu­ten­den deutsch­spra­chi­gen Dich­tern begann im Wien der Nach­kriegs­zeit. Inge­borg Bach­mann stu­dierte dort Phi­lo­so­phie, für Paul Celan war Wien eine Zwi­schen­sta­tion. Im Mai 1948 lern­ten sie ein­an­der ken­nen, Ende Juni ging Celan nach Paris. Fast zwan­zig Jahre lang kämpf­ten beide in ihren Brie­fen um die Liebe und Freund­schaft des ande­ren, wie­der­holt herrschte Schwei­gen, immer wie­der wurde der Brief­wech­sel abge­bro­chen und wie­der­auf­ge­nom­men, bis es 1961 end­gül­tig zum Bruch kam. Der doku­men­tierte Brief­wech­sel ist das bewe­gende Zeug­nis zweier Men­schen, die sich lieb­ten und gegen­sei­tig ver­letz­ten, die ein­an­der brauch­ten und doch nicht mit­ein­an­der leben konn­ten.

 

Judith Pat­z­elt

wurde 1982 in Frank­furt (Oder) gebo­ren. Sie stu­dierte Schau­spiel an der Hoch­schule für Musik und Thea­ter Ros­tock. Ihr ers­tes fes­tes Enga­ge­ment führte sie 2008 nach Müns­ter, wo sie den Nach­wuchs­preis für Schauspieler/innen erhielt. Von 2013 bis 2015 war sie fes­tes Ensem­ble­mit­glied am Thea­ter Bie­le­feld und dort unter ande­rem als „Pau­line Piperk­arcka“ in „Die Rat­ten“ oder als „Fran­ziska“ in „Minna von Barn­helm“ zu sehen. Seit 2015 arbei­tet sie als freie Schau­spie­le­rin und lässt sich zur Thea­ter­the­ra­peu­tin aus­bil­den. Neben ihrer Büh­nen­tä­tig­keit arbei­tet Judith Pat­z­elt als Spre­che­rin und macht thea­ter­päd­ago­gi­sches Cou­ch­ing.

Omar El-Saeidi,

gebo­ren 1980 in Gie­ßen, ist ein deut­scher Schau­spie­ler mit ara­bi­schen Wur­zeln. Er stu­dierte Schau­spiel an der Hoch­schule für Musik und Thea­ter in Ros­tock. Von 2007 bis 2009 war er Ensem­ble­mit­glied am Schau­spiel Köln, das in die­sen Jah­ren mehr­fach zum deutsch­spra­chi­gen „Thea­ter des Jah­res“ gekürt wurde. Es folg­ten wei­tere Enga­ge­ments an Thea­tern in Duis­burg, Bie­le­feld (hier u.a. in den Titel­rol­len „Woy­zeck“ und „Dog Days“), Bochum, Ober­hau­sen und Frank­furt. Außer­dem wirkte er in diver­sen Film- und Fern­seh­pro­duk­tio­nen mit, u.a. in „Das Insti­tut – Oase des Schei­terns“, „Lieb­ling des Him­mels“, „Zum Ster­ben zu früh“, „Aus­lands­ein­satz“ „Mün­chen 72“ „Zimt­stern und Halb­mond“. Vor kur­zem war er im Köl­ner Tat­ort „Die Wacht am Rhein“ zu sehen. Neben sei­ner Arbeit als Schau­spie­ler ist Omar El-Saeidi seit 2007 auch immer wie­der als Spre­cher, Regis­seur und Schau­spiel­coach tätig.

Feb
15
Do
Lesung mit Claus Irmscher und Gisela Rein in Schleiz
Feb 15 um 17:00

»Aben­teuer Erfurt« –  Lesung mit Claus Irm­scher und Gisela Rein.

Vortrag von Dr. Klaus Ceynowa in Weimar
Feb 15 um 18:00

Rese­arch  Library Rel­oa­ded? – Über­le­gun­gen zur Zukunft der geis­tes­wis­sen­schaft­li­chen For­schungs­bi­blio­thek. Vor­trag von Dr. Klaus Cey­nowa,  Gene­ral­di­rek­tor der BSB Mün­chen.

Lesung mit Anja Schindler in Gera
Feb 15 um 19:00

»ver­haf­tet und erschos­sen. Eine Fami­lie zwi­schen Sta­lins Ter­ror und Hit­lers Krieg« – Lesung mit Anja Schind­ler

Gespräch mit Matthias Biskupek im Haus Dacheröden in Erfurt
Feb 15 um 19:30

Traum­be­ruf: Schrift­stel­ler? Gespräch mit Mat­thias Bis­ku­pek.

Gespräch und Lesung mit Per Leo, Maximilian Steinbeis und Daniel-Pascal Zorn in Weimar
Feb 15 um 19:30

»Mit Rech­ten reden. Ein Leit­fa­den« – Gespräch und Lesung mit Per Leo, Maxi­mi­lian Stein­beis und Daniel-Pas­cal Zorn.

Feb
17
Sa
Musikalische Lesung mit Ulf Annel & Jürgen Adlung in Plinz
Feb 17 um 20:00

ANNELSURIUM MIT BOOGIE DRUMHERUM

Sati­ren, humo­ris­ti­sche Texte, fre­che Gedichte und vie­les mehr hat Ulf Annel auf Lager. Mit sei­nem „Annel­su­rium mit Boo­gie drum­herum“ besucht der Autor am Sonn­abend, dem 17. Februar, die Plinz­mühle (Gemeinde Milda) des Künst­lers Jochen Bach.

Annel ist Mit­glied des Erfur­ter Kaba­retts „Die Arche“, was er dort geschrie­ben hat, muss raus ans Publi­kum. „Wit­zig, unter­halt­sam, manch­mal auch ein biss­chen maka­ber und böse“, heißt es in der Ankün­di­gung.

Mr. Speed­fin­ger, alias Pia­nist Jür­gen Adlung, beglei­tet ihn musi­ka­lisch an den rich­ti­gen Stel­len des Pro­gram­mes mit sehr flot­ter und nicht sel­ten fast fin­ger­bre­che­ri­scher Musik: Boo­gie Woo­gie.

Feb
19
Mo
»JuLe-Treff im Leseladen« in Weimar
Feb 19 um 16:00

Junge Leser ab 12 Jah­ren tref­fen sich in der Ecker­mann-Buch­hand­lung!

Du bist zwi­schen 12–16 Jah­ren und liest gern?
Du bist neu­gie­rig auf aktu­elle Titel?
Du hast Lust, auch ande­ren einen Buch­tipp zu geben?
Dann bist Du bei uns als Testleser/in rich­tig!

Wir tref­fen uns ein­mal monat­lich zum Reden, Raten, Bewer­ten und Emp­feh­len. Auf uns war­tet ein Jahr vol­ler Lese­aben­teuer! Wir freuen uns auf Dich!

Sabine Arndt, Biblio­the­ka­rin
Johan­nes Stein­hö­fel und das Team der Ecker­mann-Buch­hand­lung
Sig­run Lüdde und die Lite­ra­ri­sche Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V.

Lesung mit Harald Lesch in Greiz
Feb 19 um 19:00

»Die Mensch­heit schafft sich ab. Die Erde im Griff des Anthro­po­zän« – Lesung mit Harals Lesch.

Feb
20
Di
Vortrag von Dr. Antje Neumann in Weimar
Feb 20 um 17:30

Groß­her­zog Carl Alex­an­der im Spie­gel sei­nes Tage­buchs – Vor­trag von Dr. Antje Neu­mann.

Lesung mit Bernd Lindner in Erfurt
Feb 20 um 18:00

Nähe + Distanz. Bil­dende Kunst in der DDR – Lesung mit Bernd Lind­ner.

Vortrag von Prof. Dr. Uwe Hentschel in Weimar
Feb 20 um 18:00

»Die Uto­pie von der ver­nünf­ti­gen Lust. Ero­ti­sche Lite­ra­tur des 18. Jahr­hun­derts « – Vor­trag von Prof. Dr. Uwe Hent­schel (Chem­nitz, Ber­lin).

Buchpremiere mit Kathrin Groß-Striffler in Jena
Feb 20 um 19:30

Kath­rin Groß-Striff­ler stellt ihren neuen Roman ›Der arme Poet‹ vor.

Was kann einem Schrift­stel­ler Schlim­me­res pas­sie­ren, als sei­ner Frau in die Pro­vinz zu fol­gen. Ein Nichts ist er, und das muss er nun allen bewei­sen, der Klein­stadt­schi­cke­ria, dem Buch­händ­ler, bei dem er das eigene Buch bestellt, sei­ner Frau, deren Geduld bald ein Ende hat. Wen wundert’s, dass er sich in eine andere ver­liebt. Hätte er Erfolg – was für ein Mensch dürfte er sein! Wirk­lich?

Mit abgrün­di­gem Humor nimmt die Autorin ihre Zunft aufs Korn, fin­det über­all, wie ihr Held, das Haar in der Suppe und – ver­schluckt sich an ihm.

LEA – Lesebühne Erfurter Autoren
Feb 20 um 19:30

LEA – Lese­bühne Erfur­ter Autoren

Das erste Mal auf einer Bühne ste­hen. Das erste Mal sei­nen Text und sich sel­ber prä­sen­tie­ren. Das Publi­kum war­tet gespannt. Ein­at­men, aus­at­men. Das erste Wort erklingt … Die offene Lese­bühne LEA – Lese­bühne Erfur­ter Autoren eröff­net Schrei­ben­den die Mög­lich­keit, ihre Texte öffent­lich vor­zu­tra­gen. Zehn Minu­ten auf der Bühne sind jedem und jeder gege­ben, die es zu fül­len gilt. Die Vor­tra­gen­den kön­nen die Text­art frei wäh­len, alles ist erlaubt und erwünscht. Unter­stützt wer­den sie von einem ein­ge­la­de­nen Autor und einem Musik-Act.

Alle, die sich auf die Bühne trauen und lesen möch­ten, mel­den sich bitte bei a.budzier@highslammer.de an.

LEA ist ein Gemein­schafts­pro­jekt des HIGHSLAMMER e.V. und der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V. Mit der freund­li­chen Unter­stüt­zung der Thü­rin­ger Staats­kanz­lei und der Erfur­ter Herbst­lese.

Links: www.highslammer.de, www.heft-online.de

Feb
21
Mi
Dorothy-Parker-Lesung mit Katrin Heinke im Haus Dacheröden in Erfurt
Feb 21 um 19:30

Kat­rin Heinke liest: Doro­thy Par­ker. New Yor­ker Geschich­ten.

Vortrag von Harald Welzer in Zella-Mehlis
Feb 21 um 20:00

Wirt­schafts­wachs­tum – Kli­ma­wan­del – Flücht­lings­wel­len – (Rechts)Populismus. In wel­cher Gesell­schaft wol­len wir leben?
Zur zwei­ten Ver­an­stal­tung im Rah­men der neuen Ver­an­stal­tungs­reihe »Quer­den­ken« ist es gelun­gen, einen der der­zeit pro­mi­nen­tes­ten Quer­den­ker im deutsch­spra­chi­gen Raum ein­zu­la­den. Mit Harald Wel­zer kommt nicht nur ein streit­ba­rer Zukunfts­for­scher mit glas­kla­rem Blick auf die öko­lo­gisch beding­ten Dis­so­nan­zen unse­rer gegen­wär­ti­gen (Politik)Kultur, son­dern auch ein bril­lan­ter Red­ner, dem man sich nur schwer ent­zie­hen kann. Mit gleich­sam pro­vo­ka­ti­ven wie auch beleg­ba­ren The­sen und dar­aus ent­wi­ckel­ten Vor­schlä­gen geht Wel­zer Wege für uns vor, die in naher Zukunft so oder ähn­lich nicht nur vor­stell­bar, son­dern auch sehr wahr­schein­lich sind.

Quer­den­ken ist eine neue Ver­an­stal­tungs­reihe der Zei­tung »Freis Wort« mit dem Pro­jekt Auf­wind, dem Ver­ein Pro­vinz­kul­tur e.V. und der HCS Medi­en­werk GmbH – freund­lich unter­stützt von der WTA Cars­ten Weser GmbH. Ange­sichts welt­wei­ter glo­ba­ler Umwäl­zun­gen, tief­grei­fen­der gesell­schaft­li­cher Ver­än­de­run­gen und unsi­che­ren Zukunfts­sze­na­rien regen wir den inter­me­dia­len Dis­kurs in unse­rer Hei­mat­re­gion an und stel­len alter­na­tive Denk-, Wirt­schafts-, Bil­dungs- und Lebens­mo­delle vor.

Feb
22
Do
Lesung und Vortrag zu Franz Fühmann in der Dichterstätte »Sarah Kirsch« in Limlingerode
Feb 22 um 14:30

Der Poet Franz Füh­mann (1922–1984) in Gedich­ten und Prosa
Seit 1997 erklin­gen Gedichte im Dorf, anfangs im Dorf­ge­mein­schafts­haus, in dem auch die Geburts­stunde der „Lim­lin­ge­röder Dis­kurse“ statt­fand.

Ecce poeta – siehe, da ist ein Dich­ter!“ Der mit der Dich­te­rin Sarah Kirsch befreun­dete Poet Franz Füh­mann (1922–1984) in Gedich­ten und Prosa.

Feb
23
Fr
Vortrag von Dorothee Nolte im Haus Dacheröden in Erfurt
Feb 23 um 19:00

Caro­line von Hum­boldt – Zum 252. Geburts­tag. Ein Vor­trag von Doro­thee Nolte mit musi­ka­li­scher Umrah­mung.

Buchpremiere mit Maxim Leo & Jochen Martin-Gutsch in Gotha
Feb 23 um 20:00

»Es ist nur eine Phase, Hase« – Lesung mit Maxim Leo & Jochen Mar­tin-Gutsch

Buch­pre­miere in Gotha mit Ant­wor­ten auf Fra­gen, die man sich sonst nie gestellt hät­te­Ti­cket­vor­ver­kauf­Kar­ten gibt es ab sofort in der Tou­rist-Infor­ma­tion Gotha/ Gothaer Land am Haupt­markt 33 oder als Online-Ticket unter www.ticketshop-thueringen.de.BeschreibungPubertät ist schlimm. Klar. Aber nicht so schlimm wie: Alters­pu­ber­tät! Das Alters­pu­ber­tier ist ein ange­grau­tes, beque­mes, oft kurz­sich­ti­ges Wesen, das die Ruhe liebt, das Wan­dern, das Wort „frü­her“ und das bestuhlte Pop-Kon­zert. Männ­li­che Alters­pu­ber­tiere zwän­gen ihren rund­li­chen Ü45-Kör­per in Neo­pren­an­züge und begin­nen einen Kite­surf-Lehr­gang. Andere lau­fen Mara­thon. Große Her­den männ­li­cher Alters­pu­ber­tiere zie­hen schnau­fend durch deut­sche Innen­städte. Das weib­li­che Alters­pu­ber­tier flüch­tet sich gern in die Spi­ri­tua­li­tät und will sich noch ein­mal „neu ent­de­cken“ und „wie­der mehr spü­ren“. Oder Mar­me­lade ein­ko­chen. Klingt scheuß­lich? Ist es auch. Aber eben auch sehr, sehr lus­tig.

Feb
24
Sa
»Die Poesie Franz Fühmanns« – in der Dichterstätte Sarah Kirsch in Limlingerode
Feb 24 um 14:30

Ecce poeta – siehe, da ist ein Dich­ter!“ Der mit der Dich­te­rin Sarah Kirsch befreun­dete Poet Franz Füh­mann (1922–1984) vor­ge­stellt in Gedich­ten und Prosa.

Lesung mit Gregor Gysi in Nordhausen
Feb 24 um 17:00

Gre­gor Gysi prä­sen­tiert seine Auto­bio­gra­phie »Ein Leben ist zu wenig« in der Stadt­bi­blio­thek Nord­hau­sen. Im Gespräch mit dem Jour­na­lis­ten Hans-Die­ter Schütt erzählt er Epi­so­den aus sei­nem Leben, berich­tet über Siege und Nie­der­la­gen. Freuen Sie sich auf einen span­nen­den Abend mit kon­tro­ver­sen Dis­kus­sio­nen und Gre­gor Gysi in Hoch­form!

Liebe & Nacht: Konzert mit »Kamellentee« im Schillerhaus Rudolstadt
Feb 24 um 19:30

Liebe & Nacht: Kon­zert mit »Kamel­len­tee«

Unsere Ent­de­ckung auf dem Rudol­stadt-Fes­ti­val 2017: Drei junge Musi­ker, die das Ziel, glei­cher­ma­ßen ein­gän­gige wie fein­sin­nige Lie­der neu zu inter­pre­tie­ren, zusam­men­ge­führt hat. Kamel­len aus dem Lie­der­ma­cher-, Volks­lie­der- und Bal­la­den­re­per­toire begeis­tern das Trio ebenso wie das Erfin­den eige­ner Kom­po­si­tio­nen. Diese Begeis­te­rung über­trägt sich durch ihre fri­sche Spiel­freude und Liebe zu Witz, Schmiss und Poe­sie. Ein Abend mit Geige, Gitarre, Akus­tik-Bass und Gesang, der zum Hier­sein und Weg­tra­gen­las­sen, zum Hin­hö­ren und womög­lich zum Mit­sin­gen ein­lädt.

Mrz
1
Do
Lange Nacht der Geschichten auf Burg Ranis
Mrz 1 um 19:30

Begeg­nun­gen“. Die lange Nacht der Geschich­ten. Mit Antje Horn und Erzäh­lern der Uni­ver­si­tät der Künste Ber­lin.

Auf der Suche nach dem Glück begeg­nen uns Geschich­ten. Sie han­deln von Angst und Mut, von Streit und Ver­ge­bung, vom Weg­ge­hen und Wie­der­kom­men. Manch­mal hilft ein Zau­ber oder ein Zufall.

Die Jenae­rin Antja Horn hat für die­sen Abend ein ein­ma­li­ges Pro­gramm zusam­men­ge­stellt. 10 Geschich­ten­er­zäh­ler aus Deutsch­land, Öster­reich, der Schweiz und der Tür­kei wer­den in der Villa Rosen­thal ihr gan­zes Kön­nen zei­gen. Sie alle stu­die­ren „Künst­le­ri­sches Erzäh­len“ an der Uni­ver­si­tät der Künste in Ber­lin. Es ist die ein­zige uni­ver­si­täre Erzähl­kunst-Aus­bil­dung in Deutsch­land mit Dozen­ten aus aller Welt.

2016 wurde Antje Horns Enga­ge­ment für die Erzähl­kunst mit dem Wal­ter-Dexel-Sti­pen­dium der Stadt Jena aus­ge­zeich­net. Neben ihr erzäh­len an die­sem Abend: Han­nah Dem­trö­der, Timm Chris­ten­sen, Flo­rian Fischer, Anika Füser, Gabriel Schüß­ler, Sabine Lori, Ste­fan Schim­mel, Pinar Ozu­temiz, Nicola Knappe.

Lesung mit Kai Twilfer in Nordhausen
Mrz 1 um 19:30

Kleine Macken haben wir doch alle – Lesung mit Kai Twil­fer

Wir win­ken von Auto­bahn­brü­cken, ach­ten auf die rich­tige Auf­hän­gung der Klo­rolle und sam­meln Treue­punkte in Flens­burg. Wir sper­ren Rau­cher vor der Kneipe aus und Pro­mis im Dschun­gel ein. Män­ner benut­zen keine Ein­kaufs­zet­tel und Frauen haben immer kalte Füße.

Die Deut­schen sind schon ein lus­ti­ges Völk­chen. Best­sel­ler­au­tor Kai Twil­fer geht in sei­nem neuen Büh­nen­pro­gramm die­sen und ande­ren kurio­sen Din­gen auf den Grund.
Zusam­men mit dem Publi­kum will er her­aus­fin­den, ob wir nicht alle kleine Macken haben und warum die täg­li­chen Ticks sogar über­le­bens­wich­tig sind. Neben abstru­sen Geschich­ten aus sei­nem neuen Buch gibt es auch wie­der Comedy vom Feins­ten. Da bleibt kein Auge tro­cken.

Lesung mit Moritz Netenjakob in Erfurt
Mrz 1 um 19:30

Milch­schaum­schlä­ger. Sati­ri­sche Lesung mit Moritz Neten­ja­kob

Das War­ten hat ein Ende – nach den Spie­gel-Best­sel­lern „Macho Man“ und „Der Boss“ prä­sen­tiert Moritz Neten­ja­kob sei­nen drit­ten Roman, der dem Mikro­kos­mos Café ein sati­ri­sches Denk­mal setzt. In einer Lese-Show, bei der seine unglaub­li­chen Stim­men­imi­ta­tio­nen nicht feh­len wer­den, beweist der Grimme-Preis­trä­ger ein­mal mehr, dass er auf der Bühne nicht Solo-Künst­ler ist, son­dern Ein-Mann-Ensem­ble.

Mrz
2
Fr
Festkolloquium zu Ehren von Prof. em. Gerhard R. Kaiser in Jena
Mrz 2 – Mrz 3 ganztägig

Im Zuge des »spa­tial turn« hat sich seit Ende des letz­ten Jahr­hun­derts der Begriff bzw. die Anschau­ungs­form des Rau­mes in den Geis­tes- und Kul­tur­wis­sen­schaf­ten als ein zen­tra­les Para­digma her­me­neu­ti­scher wie theo­re­ti­scher Arbeit her­aus­ge­bil­det. Bei der Frage, wie Räume lite­ra­risch bzw. ästhe­tisch erfah­ren, dar­ge­stellt und trans­for­miert wer­den, stößt man auf den älte­ren, vor allem aus der Kunst­ge­schichte bekann­ten Begriff der »Land­schaft«.

Die­ser Begriff der »Land­schaft« ist außer­or­dent­lich frucht­bar für das Ver­ständ­nis der Genese der ästhe­ti­schen Moderne im Ereig­nis­raum Wei­mar-Jena um 1800: Ima­gi­na­tio­nen bzw. Bil­der von ver­gan­ge­nen und gegen­waär­ti­gen Land­schaf­ten spie­len im Kon­text der krea­ti­ven Erup­tio­nen der Goe­the­zeit eine ganz beson­dere Rolle für die Kon­sti­tu­tion moder­ner Pra­ti­ken bzw. Begriffe von Lite­ra­tur und Kunst, die bis in unsere Gegen­wart wirk­sam sind.

Die Kul­ti­vie­rung von natur­haf­ter Umwelt im Phä­no­men der »Land­schaft« erweist sich für Künst­ler, Phi­lo­so­phen und Dich­ter der Moderne seit dem 18. Jahr­hun­dert als hoch­gra­dig sen­si­bler Refle­xi­ons­raum, um die Ord­nun­gen von Natur und Kul­tur neu zu erkun­den und dabei zen­trale Begriffe wie das Selbst oder die Gesell­schaft auch als Ereig­nis­ho­ri­zonte land­schaft­li­cher Gestal­tung zu ver­ste­hen.

Das Kol­lo­quium an der Fried­rich-Schil­ler-Uni­ver­si­tät Jena fin­det zu Ehren von Prof. em. Ger­hard R. Kai­ser anläss­lich sei­nes 75. Geburts­ta­ges am 2.3.2018 vom 2. bis 3. März 2018 statt. Ger­hard R. Kai­ser gehört zu den bedeu­tends­ten deutsch­spra­chi­gen Kom­pa­ra­tis­ten der zwei­ten Hälfte des 20. Jahr­hun­derts. Er hat das intel­lek­tu­elle Pro­fil des Insti­tuts für Ger­ma­nis­ti­sche Lite­ra­tur­wis­sen­schaft an der Fried­rich-Schil­ler-Uni­ver­si­tät Jena und dar­über hin­aus der Ver­glei­chen­den Lite­ra­tur­wis­sen­schaft im gesam­ten deutsch­spra­chi­gen Raum über viele Jahr­zehnte hin­weg ent­schei­dend geprägt.

 

Programm
2. März 2018 (Kleiner Rosensaal)

 

14.00 Uhr 14.30 Uhr

Begrü­ßung und Ein­füh­rung (Jan Urbich, Braun­schweig)

14:30 Uhr

Ste­phan Pabst (Jena)

Land­schaf­ten des Ver­ges­sens. Lutz Sei­lers Poe­tik.

15:00 Uhr

Pause

15:15 Uhr

Ste­fan Matu­schek (Jena)

Staat­li­che See­len­land­schaft. Hilbig’s »Auf­brü­che«.

15.45 Uhr

Tho­mas Egel (Wei­mar)

Ver­gil in Goe­thes Gar­ten­land­schaf­ten.

16.15 Uhr

Pause

16:30 Uhr

Hel­mut Hühn (Jena)

Goe­thes »Gesang der Geis­ter über den Was­sern«.

18:00 Uhr

ABENDVERANSTALTUNG IN SCHILLERS GARTENHAUS (SCHILLERGÄßCHEN 2)

Lesung mit Wolf­gang Haak (Wei­mar),
Wulf Kirs­ten (Wei­mar) und
Inge­borg Stein (Wei­mar)

 

3. März 2018 (Kleiner Rosensaal)

 

09.30 Uhr

Monika Schmitz-Emans (Bochum)

Buch-Land­schaf­ten. Zu Kon­ver­gen­zen zwi­schen Land­schafts­äs­the­tik und Buch­kunst.

10.00 Uhr

Wil­fried Lehrke (Wei­mar)

Der gelebte Raum.

10.30 Uhr

Peggy Gehr­mann (Köln)

Zwi­schen Kan­dis­wiese und Limo­na­den­strom. Das Reich poe­ti­scher Schau in E.T.A. Hoff­manns »Nuß­kna­cker und Mau­se­kö­nig«.

11:00 Uhr

Pause

11:30 Uhr

Fried­rich Wolf­zet­tel (Gie­ßen)

Cha­teau­bri­and: Die Apo­lo­gie des Chris­ten­tums im Zei­chen des Erha­be­nen.

12:00 Uhr

Gün­ter Oes­terle (Gie­ßen)

Vom Weg abkom­men: Die roman­ti­sche Wild­nis.

12:30 Uhr

Mit­tags­pause

13:30 Uhr

Lothar Ehr­lich (Wei­mar)

Paris – thea­tra­li­scher Raum in Grab­bes »Napo­leon oder die hun­dert Tage« (1831).

14:00 Uhr

Wolf­gang Braun­gart (Bie­le­feld)

Noch ein­mal: Komm in den tot­ge­sag­ten park und schau… Eine inter­pre­ta­to­ri­sche Notiz und ein Hin­weis auf ein viel­leicht noch offe­nes For­schungs­pro­blem.

14:30 Uhr

Pause

15:00 Uhr

Stef­fen Dietzsch (Ber­lin)

Ara­gons »Pari­ser Land­le­ben« (»Le Pay­san de Paris«) als Stadt-Natur der Moderne.

15:30 Uhr

Sté­phane Mich­aud (Paris)

Ein Bild aus der Pari­ser Land­schaft in der jüngs­ten Dich­tung von Michel Deguy.

16:00 Uhr

Pause

16:30 Uhr

Die­ter Bur­dorf (Leip­zig)

»sind das die bäume oder ist das der regen«. Einige Beob­ach­tun­gen zur Natur­ly­rik der Gegen­wart.

17:00 Uhr

Jan Röh­nert (Braun­schweig)

Wind und Baum. Per­si­sche Land­schaft im Kino Abbas Kiaros­ta­mis.

17:30 Uhr

Pause

17:45 Uhr

Abschluss­ge­spräch

 

Zur Tagung

 

Das Kol­lo­quium wird ermög­licht durch Mit­tel der Phi­lo­so­phi­schen Fakul­tät der Fried­rich-Schil­ler- Uni­ver­si­tät Jena.

Tagungs­lei­tung:

Jan Röhnert/ Jan Urbich TU Braun­schweig
Insti­tut für Ger­ma­nis­tik Bien­ro­der Weg 80
38106 Braun­schweig
Mail: jan_urbich@yahoo.de

Ansprech­part­ner an der FSU Jena:

Cor­ne­lia Wagener (Sekre­ta­riat Ste­fan Matu­schek) Insti­tut für Ger­ma­nis­ti­sche Lite­ra­tur­wis­sen­schaft From­mann­sches Anwe­sen (R. 122) Fürs­ten­gra­ben 18,
07743 Jena
Mail: cornelia.wagener@uni-jena.de

Märchen- und Geschichtenküche in der Villa Rosenthal Jena
Mrz 2 um 19:30

Begeg­nun­gen“. Mär­chen- und Geschich­ten­kü­che. Mit Antje Horn und Erzäh­lern der Uni­ver­si­tät der Künste Ber­lin.
Auf der Suche nach dem Glück begeg­nen uns Geschich­ten. Sie han­deln von Angst und Mut, von Streit und Ver­ge­bung, vom Weg­ge­hen und Wie­der­kom­men. Manch­mal hilft ein Zau­ber oder ein Zufall.

Die Jenae­rin Antja Horn hat für die­sen Abend ein ein­ma­li­ges Pro­gramm zusam­men­ge­stellt. 10 Geschich­ten­er­zäh­ler aus Deutsch­land, Öster­reich, der Schweiz und der Tür­kei wer­den in der Villa Rosen­thal ihr gan­zes Kön­nen zei­gen. Sie alle stu­die­ren „Künst­le­ri­sches Erzäh­len“ an der Uni­ver­si­tät der Künste in Ber­lin. Es ist die ein­zige uni­ver­si­täre Erzähl­kunst-Aus­bil­dung in Deutsch­land mit Dozen­ten aus aller Welt.

2016 wurde Antje Horns Enga­ge­ment für die Erzähl­kunst mit dem Wal­ter-Dexel-Sti­pen­dium der Stadt Jena aus­ge­zeich­net. Neben ihr erzäh­len an die­sem Abend: Han­nah Dem­trö­der, Timm Chris­ten­sen, Flo­rian Fischer, Anika Füser, Gabriel Schüß­ler, Sabine Lori, Ste­fan Schim­mel, Pinar Ozu­temiz, Nicola Knappe.

Zwi­schen bei­den Pro­gramm­tei­len wird es ein Buf­fet zur Stär­kung geben.

Mrz
3
Sa
Die Puppenspielerin Angela Carl zu Gast im Bürgerhaus Saalburg-Ebersdorf
Mrz 3 um 15:00 – 16:30

Die Pup­pen­spie­le­rin Angela Carl zu Gast im Bür­ger­haus Saal­burg-Ebers­dorf

 

Der Ver­ein des Kin­der­gar­tens »Wir­bel­wind« lädt große und kleine Gäste zu einem Bücher­ba­sar in das Bür­ger­haus recht herz­lich ein. Der Erlös der ver­kauf­ten Bücher kommt den Kin­der­gar­ten zu Gute.

Als Höhe­punkt für die jüngs­ten Besu­cher wird Frau Carl Pup­pen­thea­ter spie­len.

Eine gemein­same Ver­an­stal­tung des FBK für Thü­rin­gen e.V. mit dem Ver­ein des Kin­der­gar­tens »Wir­bel­wind«. Geför­dert durch die Thü­rin­ger Staats­kanz­lei.

Lesung mit Ulrich Kienzle in Bad Tabarz
Mrz 3 um 19:30

Ulrich Kienzle liest aus sei­nem neuen Buch »Töd­lich Naher Osten«

 

Seit Jahr­tau­sen­den ver­bin­det Europa und die ara­bi­sche Welt eine töd­li­che Nähe. Heute bre­chen die nach dem Ers­ten Welt­krieg von den euro­päi­schen Kolo­ni­al­mäch­ten fest­ge­leg­ten künst­li­chen Gren­zen in den Län­dern des Nahen Ostens auf. Lange unter­drückte reli­giöse Span­nun­gen explo­die­ren in einem erbar­mungs­lo­sen Kampf um die Vor­herr­schaft des Islam. Und über Jahr­hun­derte tra­di­tio­nell gefes­tigte gesell­schaft­li­che Struk­tu­ren pral­len durch Inter­net und Glo­ba­li­sie­rung unge­bremst auf die Rea­li­tä­ten einer neuen Welt. Das Mor­gen­land befin­det sich in einem töd­li­chen Umbruch. Auf fas­zi­nie­rende Weise gelingt es Ulrich Kienzle, Ori­en­tie­rung in die­ses ara­bi­sche Chaos zu brin­gen.

Mrz
4
So
»Mein Lieblingsbuch« mit Knut Kreuch in Erfurt
Mrz 4 um 11:00

Mein Lieb­lings­buch“ mit Knut Kreuch

 

Gothas Ober­bür­ger­meis­ter Knut Kreuch zählt zu den umtrie­bigs­ten Kom­mu­nal­po­li­ti­kern des Lan­des. Er unter­hält nicht nur beste Kon­takte in die Fürs­ten­häu­ser des Kon­ti­nents und darf hin und wie­der sogar der Queen die Hand schüt­teln, er machte auch sei­nen Geburts­ort Wech­mar zum Stammort der Fami­lie Bach. Als Prä­si­dent des Deut­schen Trach­ten­ver­ban­des schlüpft er auch gern selbst in ein his­to­ri­sches Kos­tüm. Inter­es­sant zu erfah­ren, wel­che Bücher ihn auf sei­nem bis­he­ri­gen auf­re­gen­den Lebens­weg beglei­te­ten. Bevor Knut Kreuch seine drei lite­ra­ri­schen Favo­ri­ten ver­rät, kön­nen sich die Gäste bei einem fran­zö­si­schen Früh­stück auf einen kurz­wei­li­gen Vor­mit­tag ein­stim­men.

Mrz
5
Mo
Sebastian ist krank – Lesebühne in Jena
Mrz 5 um 20:00

Sebas­tian ist krank #21 – Jenas junge, beste und ein­zige monat­li­che Lese­bühne.

Wir sind Slam-Poe­ten, Sto­ry­tel­ler, Lyri­ker, Pro­sais­ten und Ex-Grund­schü­ler.

Wir sind mehr­fach mit Prei­sen und Titeln über­schüt­tete Lite­ra­ten, die sich an schlech­ten Wort­spie­len ver­su­chen. Wir ent­fes­seln mal tosen­den Applaus, mal zum Zer­rei­ßen gespannte Stille und sind dabei stets min­des­tens so mit­tel. Wir sind Jenas junge, beste und ein­zige monat­li­che Lese­bühne. Wir sind Sebas­tian ist krank.

Wir? Das sind: Die sagen­um­wo­ge­nen Linn Ditt­ner und Flem­ming Witt, der legen­den­um­rankte Steve Kußin und der fabel­hafte Fried­rich Herr­mann. Und natür­lich Sebas­tian (Sebas­tian ist krank). Mit dabei sind wie­der Gäste.

Mrz
6
Di
Lesung mit Maik Baumgärtner in Greiz
Mrz 6 um 19:00

Crys­tal Meth. Pro­du­zen­ten, Dea­ler, Ermitt­ler – Lesung mit Maik Baum­gärt­ner.

Lesung mit Ulrike Schulz in Suhl
Mrz 6 um 19:00

Kleine Geschichte der »Schwalbe« – Lesung mit Ulrike Schulz.

Lesung mit Monika Maron in Erfurt
Mrz 6 um 19:30

Lesung mit Monika Maron – »Munin oder Chaos im Kopf«

 

Die Jour­na­lis­tin Mina Wolf sitzt an einem Auf­satz über den Drei­ßig­jäh­ri­gen Krieg für die Fest­schrift einer Klein­stadt. Eine irre Nach­ba­rin, die von mor­gens bis abends auf ihrem Bal­kon singt, zwingt sie, nur noch nachts zu arbei­ten. In Minas Kopf ver­mi­schen sich all­mäh­lich der Drei­ßig­jäh­rige Krieg, die täg­li­chen Nach­rich­ten über Krieg und Ter­ror, die unsäg­li­che Nach­ba­rin und die Krähe Munin, mit der sie nächt­li­che Gesprä­che führt, zu einem heil­lo­sen Chaos. Monika Maron ent­wirft in die­sem Roman pro­vo­kant und mit Humor ein Stim­mungs­bild unse­rer Zeit.

Mrz
7
Mi
»Guter Wolf« – Lesung mit Andreas Fischer-Nagel im KUKUNA Bad Tabarz
Mrz 7 um 10:00

»Guter Wolf« – Lesung mit Andreas Fischer-Nagel im KUKUNA Bad Tab­arz

Seit vie­len Jah­ren freuen sich Bio­lo­gen und Natur­schüt­zer über die Wolfs­ru­del, die sich wie­der in unse­rem Land ver­brei­ten. Der Wolf, der seit 1850 aus­ge­rot­tet war, ist zurück­ge­kehrt. Viele Men­schen fürch­ten sich vor ihm, wird er doch schon in Grimms Mär­chen und zahl­rei­chen Gru­sel­ge­schich­ten oft zu Unrecht als ver­schla­gen und böse beschrie­ben. Damals sahen die Men­schen nur den Ver­lust ihrer Wei­der­tiere und wuss­ten nichts über den Wolf. Andere Geschich­ten zeig­ten die gute Seite des Wol­fes und Völ­ker, die ihn ver­ehr­ten.  Er ist ein span­nen­des Tier mit aus­ge­präg­tem Fami­li­en­sinn. Ein Tier, das den über­hand­neh­men­den Wild­be­stand unse­rer Wäl­der auf natür­li­che Weise regu­lie­ren könnte. Wir brau­chen uns vor dem scheuen Wolf nicht zu fürch­ten. Umso weni­ger, je mehr wir über ihn wis­sen. In die­sem Sinne ist jeder Wolf ein guter Wolf! (Klap­pen­text des Buches)

Autoren­le­sung, Ori­gi­nal­bil­der und Gesprä­che zum aktu­el­len Thema „Ver­hal­ten des Wol­fes“. Die Lesung ist öffent­lich und geeig­net für Kin­der, Jugend­li­che und Erwach­sene.

Eine gemein­same Ver­an­stal­tung mit der Biblio­thek Tab­arz. Geför­dert durch die Thü­rin­ger Staats­kanz­lei.

Lesung mit Donald Hilbert in Nordhausen
Mrz 7 um 16:00

Lyrik, Prosa, Apho­ris­men… von und mit Donald Hil­bert

Donald Hil­bert ist stu­dier­ter Theo­loge und geht seit dem Vor­ru­he­stand sei­nem Jugend­traum, Schrift­stel­ler zu wer­den, nach. Seine Gedichte und Kurz­ge­schich­ten zu den unter­schied­lichs­ten The­men sind nach­denk­lich, leise und rüh­ren an. Donald Hil­bert lebt in Kel­bra im Süd­harz.

Lesung mit Andreas Speit in Meiningen
Mrz 7 um 19:00

Reichs­bür­ger. Die unter­schätzte Gefahr – Lesung mit Andreas Speit.

Mrz
8
Do
Lesung mit Annette Seemann in Weimar
Mrz 8 um 10:00

Junge Dame regiert Wei­mar: Lebens­ge­schich­ten der Her­zo­gin Anna Ama­lia

Der zweite Band der „Lebens­ge­schich­ten der Her­zo­gin Anna Ama­lia“ ist nun erschie­nen. Das Jugend­buch „Junge Dame regiert in Wei­mar“ erzählt davon, wie die 16 Jahre alte Amé­lie an der Seite ihres zwei Jahre älte­ren Man­nes nach Wei­mar kommt, wie die Stadt damals aus­sah, wie sich ihr Leben ver­än­dert und wie sie nur zwei Jahre spä­ter plötz­lich alle Ent­schei­dun­gen für das Fürstentum ohne ihren Mann tref­fen muss. Wie sie das schafft, wie sie ihre Kin­der erzieht und den­noch auch ihren Inter­es­sen treu bleibt, wird von Annette See­mann anschau­lich und span­nend erzählt.

Für Kin­der ab 10.

Vortrag und Buchvorstellung mit Prof. Dr. Heiner Boehnke, Hans Sarkowicz und Dr. Jochen Seng in Weimar
Mrz 8 um 18:00

»Ich hatte von mei­nem Groß­va­ter wenig reden hören« – Mon­sieur Göthe. Goe­thes unbe­kann­ter Groß­va­ter.

Vor­trag und Buch­vor­stel­lung mit Prof. Dr. Hei­ner Boehnke, Hans Sar­ko­wicz und Dr. Jochen Seng.

Erich-Kästner-Lesung & Gespräch mit Sven Hanuschek und Torsten Unger in Erfurt
Mrz 8 um 19:30

»Neu auf­ge­blät­tert«: Erich Käst­ner, Das Blaue Buch. Gehei­mes Kriegs­ta­ge­buch 1941–1945

 

Nach­dem Erich Käst­ner 1933 von den Nazis als Autor ver­bo­ten wor­den war, ent­schloss er sich, ein gehei­mes Tage­buch zu füh­ren. Von 1941 bis Kriegs­ende schrieb Käst­ner auf, was sich an der Front und in Ber­lin ereig­nete, notierte Hee­res­be­richte und Mas­sen­exe­ku­tio­nen ebenso wie Knei­pen­witze über Goeb­bels und Hit­ler. Die­ses Doku­ment liegt nun erst­mals öffent­lich vor. Der Her­aus­ge­ber Sven Hanu­schek stellt das Tage­buch sowie Käst­ners Noti­zen für einen Roman über das »Dritte Reich« im Gespräch mit Tors­ten Unger (MDR) vor.

Lesung mit Stefan Schwarz in Meiningen
Mrz 8 um 19:30

Lass uns lie­ber mor­gen – Lesung mit Ste­fan Schwarz

Mit humo­ri­gen Kolum­nen und Satire-Roma­nen über das zeit­ge­nös­si­sche Fami­li­en­le­ben wurde Ste­fan Schwarz bekannt und ent­täuscht auch mit sei­nem neuem Werk „Lass uns lie­ber mor­gen“ nicht. Ste­fan Schwarz nimmt kein Blatt vor den Mund wenn er „Unbe­queme Wahr­hei­ten aus dem Lie­bes- und All­tags­le­ben eines gereif­ten Man­nes“ auf den Grund geht. Fans sind vor allem von sei­ner Ehr­lich­keit begeis­tert, denn da erzählt jemand schein­bar aus ihrem Leben.

Lesung mit Hannelore Hoger in Weimar
Mrz 8 um 20:00

Ohne Liebe trau­ern die Sterne. Bil­der aus mei­nem Leben – Lesung mit Han­ne­lore Hoger

Han­ne­lore Hoger ist eine der belieb­tes­ten deut­schen Schau­spie­le­rin­nen.
Als eigen­wil­lige Kom­mis­sa­rin Bella Block wurde sie popu­lär, aber sie spielt und beherrscht auch viele andere Rol­len in Film- und Thea­ter­pro­duk­tio­nen. Von „Die Artis­ten in der Zir­kus­kup­pel: rat­los“ (1968) und „Die Patrio­tin“ (1979) über Auf­tritte in „Der­rick“ und „Tat­ort“ bis zu „Die Ber­ti­nis“ (1988) und der jüngs­ten „Heidi“-Verfilmung (2015), in der sie die Groß­mutter mimt, reicht das Spek­trum ihrer Arbei­ten. Seit den 1980er Jah­ren insze­niert Han­ne­lore Hoger auch Thea­ter­stü­cke. Jetzt erzählt sie um ers­ten Mal aus­führ­lich aus ihrem Leben: von Kind­heit und Jugend in Ham­burg; von ihren Anfän­gen und ers­ten Erfol­gen als Schau­spie­le­rin; von der Zusam­men­ar­beit mit Regis­seu­ren wie Peter Zadek, Edgar Reitz und Alex­an­der Kluge, die sie geprägt haben; von ver­schie­de­nen Kol­le­gen – und ihrer Toch­ter Nina.
Man erfährt, wel­che Bücher sie liest und wel­che Musik sie am liebs­ten hört, warum Hunde (und andere Tiere) in ihrem Leben stets einen wich­ti­gen Platz ein­nah­men, wel­che Bedeu­tung Rei­sen für sie haben. Und sie lässt die Lese­rin­nen und Leser teil­ha­ben an einer Seite, die öffent­lich bis­her kaum bekannt ist: dass sie näm­lich gern malt. Das Buch zeigt erst­mals eine Reihe ihrer in den letz­ten Jah­ren ent­stan­de­nen Bil­der. Ein­tritt: 15/10/1 €WP

Mrz
9
Fr
Ausstellungseröffnung »85 Jahre Knabe Verlag« in Weimar
Mrz 9 um 18:00

»Vom bun­ten Spiel­zeug­dorf zum Dra­chen Emil – 85 Jahre Knabe Ver­lag Wei­mar«

 

Unter dem Titel »Vom bun­ten Spiel­zeug­dorf zum Dra­chen Emil« fin­det in der ers­ten Jah­res­hälfte 2018 eine Aus­stel­lung zum Wei­ma­rer »Knabe Ver­lag« statt. Beson­ders die bunt illus­trier­ten Halb­lei­nen-Bücher der »Kna­bes Jugend­bü­che­rei« waren in der DDR jedem ein Begriff. Aber auch nach sei­ner Wie­der­be­grün­dung 2007 bleibt der Ver­lag sei­ner Ver­gan­gen­heit treu und ver­öf­fent­licht authen­ti­sche Reprints, far­ben­frohe Bil­der­bü­cher und span­nende Romane für Kin­der- und Jugend­li­che made in Wei­mar. Anläss­lich von 85 Jah­ren Knabe Ver­lag in Wei­mar fin­det auf dem Muse­ums­bo­den der Pavil­lon-Presse eine Aus­stel­lung statt, die Sie auf eine Reise durch die tur­bu­lente Geschichte des Ver­lags ein­lädt. Von den Grün­dungs­ta­gen bis hin zu den aktu­ells­ten Novi­tä­ten ver­mit­teln Ver­lags­kor­re­spon­den­zen, Gemälde, Ori­gi­na­l­il­lus­tra­tio­nen, Memo­ra­bi­lien und natür­lich aller­hand aus­ge­stellte Bücher ein Bild vom ver­le­ge­ri­schen All­tag und Schaf­fen des Knabe Ver­lags.

 

Pro­gramm:

18.00 Uhr Begrü­ßung durchs Ver­lags­in­ha­ber Stef­fen Knabe
18.15 Uhr 85 Jahre in 8,5 Minu­ten: Dr. Jens Kirs­ten, Thü­rin­ger Lite­ra­tur­rat
18.25 Uhr Kna­bes Jugend­bü­che­rei 2.0. Rein­hard Grieb­ner (Autor von Die Mau­er­spechte) im Gespräch mit Stef­fen Knabe
18.45 Uhr Ralf Herr­mann: Buch­pre­miere Reprint von »und er schaffte es doch« über die Erfin­dung der Lino­type-Setz­ma­schine, die im Anschluss im Haus besich­tigt wer­den kann

Aus­stel­lungs­dauer: 9. März bis 9. August 2018

Öff­nungs­zei­ten: Mo + Fr 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Lesung mit Christiane Kloweit und Doris Weilandt in Schleiz
Mrz 9 um 18:00

Auf-Bruch. Die Thü­rin­ger Frau­en­be­we­gung in der fried­li­chen Revo­lu­tion 1989 – Lesung mit Chris­tiane Klo­weit und Doris Wei­landt.

Lesung mit Jana Hensel in Weimar
Mrz 9 um 19:00

Eigent­lich hatte Nadja nur ein Inter­view mit Mar­tin Stern füh­ren wol­len, aber von der ers­ten Sekunde an ist da eine schwer erklär­bare Nähe – und eine Fremd­heit, die sich auch dann nicht auf­löst, als die bei­den sich näher­kom­men. Woher rührt diese Nähe?
Und warum ist diese Fremd­heit nur so schwer zu über­win­den? Nadja sagt ja zu die­ser Liebe, an die Mar­tin nicht recht glau­ben kann. Mar­tin, der als Jude in Frank­furt am Main auf­ge­wach­sen ist, Deutsch­land aber nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung ver­las­sen hat und nach Tel Aviv gezo­gen ist. Zu vie­les liegt zwi­schen den bei­den: bio­gra­phi­sche Erfah­run­gen, geo­gra­phi­sche Ent­fer­nung und eine Ver­gan­gen­heit, die nicht nur mit den eige­nen Lebens­läu­fen zu tun hat. Das fal­sche Land, das rich­tige, das neue, das hei­lige – Jana Hen­sel lotet in kunst­vol­len Zeit­sprün­gen und Erin­ne­run­gen an Tage in Ber­lin und Nächte in Tel Aviv, an tiefe Innig­keit und immer wie­der schei­ternde Gesprä­che die Gren­zen zwi­schen zwei Lie­ben­den aus. Dabei umkreist sie mit gro­ßer sprach­li­cher Kraft und Inten­si­tät unsere Auf­fas­sung von Hei­mat, Geschichte und Schick­sal und stellt mit ihren Cha­rak­te­ren die Frage, wie weit die Ver­gan­gen­heit unser Leben bestimmt.

Mode­ra­tion: Rein­hard Laube.

Gespräch mit Katarina Richardson in Rudolstadt
Mrz 9 um 19:30

Auf dem Sofa mit … Kata­rina Richard­son

Erst vor drei Jah­ren ist Kata­rina Richard­son wie­der nach Rudol­stadt zurück­ge­kehrt, wo die in Kal­kutta gebo­rene Psy­cho­lo­gin ihre Kind­heit im Kriegs- und Nach­kriegs­deutsch­land erlebte, bevor sie mit ihrer Mut­ter wie­der nach Indien zu ihrem dort inter­nier­ten Vater zog. »Kat­rinchen, das erstaun­lichste Mäd­chen, das uns jemals unter die Augen gekom­men war«, heißt es über sie in einem Buch von Renate Fabel. Und erstaun­lich blieb sie über all die Sta­tio­nen ihres Lebens − Frank­reich, Ita­lien, Eng­land und Schott­land − hin­weg. Der Abend im Schil­ler­haus zeich­net im locke­ren Gespräch die Linien ihres beweg­ten Lebens nach. Dazu bie­tet das Restau­rant eine kleine kuli­na­ri­sche Spe­zia­li­tät an.

Lesung mit Axel Ranisch in Erfurt
Mrz 9 um 19:30

Nackt über Ber­lin – Lesung mit Axel Ranisch

 

Die­ser Roman bin ich und trotz­dem ist alles erfun­den.“ Axel Ranisch erzählt in sei­nem Roman­de­büt von Jan­nik und Tai, von ihren Mit­schü­lern Fetti und Fidschi genannt, die aus Ver­se­hen ihren Direk­tor in sei­ner eige­nen Woh­nung gefan­gen hal­ten. Aus dem Spaß wird schnell eine hand­feste Ent­füh­rung, und Jan­nik muss sich ent­schei­den, wie weit er für seine zarte Liebe zu Tai gehen möchte. Eine lie­be­volle Com­ing-of-age-Geschichte, tra­gi­ko­misch und vol­ler Über­schwang erzählt.

Mrz
10
Sa
Lesung mit Landolf Scherzer in Weimar
Mrz 10 um 18:00

Bue­nos días, Cuba – Lesung mit Lan­dolf Scher­zer

Mode­ra­tion: Johan­nes Stein­hö­fel

Lan­dolf Scher­zer hat bei Rei­sen den Zufall auf sei­ner Seite. Kaum ist er auf Kuba, stirbt Fidel Cas­tro, und er erlebt ein Land im Aus­nah­me­zu­stand. Um so drän­gen­der wird die Frage, wie die Ideale der Revo­lu­tion in der Gegen­wart bestehen. Wer in Kuba viel fragt, dem wird wenig erlaubt, lernt Scher­zer schon am ers­ten Tag in Havanna. Also macht er es bei sei­nen Recher­chen wie die Kuba­ner, er geht Umwege und impro­vi­siert. Jede Bus­fahrt, jeder Ein­kauf, jeder Spa­zier­gang beschert ihm über­ra­schende Begeg­nun­gen und Lebens­be­richte. Er bewun­dert, wie unkon­ven­tio­nell die Kuba­ner den pro­ble­ma­ti­schen All­tag meis­tern und wie unge­bro­chen der Stolz auf die Revo­lu­tion und ihre Errun­gen­schaf­ten ist. Aber mit Schlitz­oh­rig­keit und Opti­mis­mus allein las­sen sich die Kon­flikte, die die Öff­nung Kubas mit sich bringt, nicht lösen. Was also muss bewahrt, was soll ver­än­dert wer­den?

Mrz
12
Mo
»JuLe-Treff im Leseladen« in Weimar
Mrz 12 um 16:00

Junge Leser ab 12 Jah­ren tref­fen sich in der Ecker­mann-Buch­hand­lung!

Du bist zwi­schen 12–16 Jah­ren und liest gern?
Du bist neu­gie­rig auf aktu­elle Titel?
Du hast Lust, auch ande­ren einen Buch­tipp zu geben?
Dann bist Du bei uns als Testleser/in rich­tig!

Wir tref­fen uns ein­mal monat­lich zum Reden, Raten, Bewer­ten und Emp­feh­len. Auf uns war­tet ein Jahr vol­ler Lese­aben­teuer! Wir freuen uns auf Dich!

Sabine Arndt, Biblio­the­ka­rin
Johan­nes Stein­hö­fel und das Team der Ecker­mann-Buch­hand­lung
Sig­run Lüdde und die Lite­ra­ri­sche Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V.

Lesung mit Michael Knoche in Weimar
Mrz 12 um 19:00

Die Idee der Biblio­thek und ihre Zukunft – Lesung mit Michael Kno­che

Mode­ra­tion: Frank Simon-Ritz
Die Benut­zer strö­men in Scha­ren in die Lese­säle und Grup­pen­ar­beits­räume der wis­sen­schaft­li­chen Biblio­the­ken. Dabei scheint ihre Auf­gabe in Zei­ten des Inter­nets immer unkla­rer zu wer­den: Ist nicht das Wich­tigste schon im Netz ver­füg­bar? Wel­che Funk­tion hat die Biblio­thek dann noch – ist sie ein Lear­ning Cen­ter? Ein Logis­tik­zen­trum der Infor­ma­tion? Ein sozia­ler Ort? Macht Tei­len und Tau­schen das Wesen der Biblio­thek aus? Die­ses Buch han­delt davon, dass wis­sen­schaft­li­che Biblio­the­ken eine Haupt­auf­gabe haben, und zwar seit den ältes­ten Tagen von Ninive und Alex­an­dria: Die Ver­ant­wor­tung für die Ver­füg­bar­keit des Wis­sens. Michael Kno­che blickt auf Geschichte und Gegen­wart der Biblio­the­ken und fragt nach ihrer Bedeu­tung für die Zukunft. In einer Mischung aus Buch­prä­sen­ta­tion und Gespräch wird das Buch vor­ge­stellt. Der wird erläu­tern, was ihn zu die­sem Buch bewegt hat. Im anschlie­ßen­den Gespräch wer­den Frank Simon-Ritz (Direk­tor der Uni­ver­si­täts- biblio­thek), Jörg Pau­lus (Pro­fes­sor für Archiv- und Lite­ra­tur­for­schung) und Michael Kno­che ins­be­son­dere den Aspekt, wie Wis­sen dau­er­haft gespei­chert und tra­diert wird, näher erör­tern.

Lesung mit Loel Zwecker in Meiningen
Mrz 12 um 19:30

Vom Anfang bis heute – Lesung mit Loel Zwecker

Es war ein­mal … eine Reise, die mit dem Urknall begann und die noch lange nicht zu Ende ist. Von der ers­ten Zelle zu den Gol­de­nen Zwan­zi­gern und vom alten Ägyp­ten zur App ist es dabei bis­wei­len nur ein Kat­zen­sprung. Loel Zwecker erzählt davon anschau­lich und all­tags­nah, mit einem Blick für über­ra­schende Details und ver­bor­gene Zusam­men­hänge: Wie im Mit­tel­al­ter die Brille erfun­den, in Indien die Medi­ta­tion zu einer ech­ten Macht wurde und die Wasch­ma­schine unser Leben ver­än­derte. Geschichte braucht Geschich­ten – und diese ist eine ganz beson­dere.

Lesung mit Susanne Fröhlich in Erfurt
Mrz 12 um 19:30

Ver­zo­gen – Lesung mit Susanne Fröh­lich

 

Im mitt­ler­weile zehn­ten Andrea Schnidt-Roman erfüllt Andrea ihrem Paul einen Her­zens­wunsch und zieht mit ihm aufs Land. Aller­dings, so die Ver­ein­ba­rung, nur zur Probe für ein Jahr! Wäh­rend Paul vol­ler Elan die Pra­xis­ver­tre­tung für den ansäs­si­gen Ortho­pä­den über­nimmt, muss Andrea fest­stel­len, dass das Land­le­ben gar nicht so ist, wie sie sich das vor­ge­stellt hat. Als Frau Dok­tor ist Andrea gleich im gan­zen Dorf bekannt und spä­tes­tens, als ihr Ex-Schwie­ger­va­ter Rudi zu ihnen zieht, wird klar, dass es hier kein Pri­vat­le­ben gibt.

Mrz
13
Di
Lesung mit Annette Seemann in Weimar
Mrz 13 um 18:00

Ich bin eine befreite Frau. Peggy Gug­gen­heim – Lesung mit Annette See­mann

Mode­ra­tion: Romy Gehrke
Annette See­mann beleuch­tet den unkon­ven­tio­nel­len Lebens­weg der Peggy Gug­gen­heim, ihren Auf­stieg zur Mäze­nin, Kunst­i­kone und bedeu­tends­ten Gale­ris­tin des 20. Jahr­hun­derts. Sie war kunst­be­ses­sen, eigen­wil­lig, zugleich schüch­tern und pro­vo­kant und stets auf der Suche nach Inspi­ra­tion und der wah­ren Liebe. Ein außer­ge­wön­li­ches Frau­en­le­ben, geprägt von Schick­sals­schlä­gen, tur­bu­len­ten Ehen, lei­den­schaft­li­chen Affä­ren und Bezie­hun­gen zu eini­gen der größ­ten Künst­lern der Zeit, wie Samuel Becket, Max Ernst und Jack­son Pol­lock.

Die Lesung fin­det in der Aus­stel­lung „Berüh­run­gen“ mit Male­rei des Wei­ma­rer Künst­lers Peter Vent statt. Peter Vent wird anwe­send und zum Gespräch bereit sein.

Mrz
14
Mi
Lesung mit Franziska Gehm in Weimar
Mrz 14 um 09:00

Die Vam­pirsch­wes­tern – Lesung mit Fran­ziska Gehm

Fran­ziska Gehm wurde 1974 in Son­ders­hau­sen gebo­ren. Nach ihrem Stu­dium in Deutsch­land, Eng­land und Irland arbei­tete sie bei einem Wie­ner Radio­sen­der, an einem Gym­na­sium in Däne­mark und bei einem Kin­der­buch­ver­lag. Sie hat mitt­ler­weile zahl­rei­che Kin­de­rund Jugendbücher ver­öf­fent­licht, die in viele Spra­chen übersetzt wur­den. Ihrer Kin­der­buch­se­rie „Die Vam­pirsch­wes­tern“ gelang der Sprung von den Best­sel­ler­lis­ten auf die Kino­lein­wand.

Lesung mit Franziska Gehm in Weimar
Mrz 14 um 11:00

Pul­ler­pause im Tal der Ahnungs­lo­sen – Lesung mit Fran­ziska Gehm
„Pul­ler­pause im Tal der Ahnungs­lo­sen“ han­delt von Jobst und sei­ner Mut­ter, die auf dem Heim­weg von ihrem Mit­tel­al­ter-Urlaub bloß eine Pin­kel­pause im Jahr 1986 ein­le­gen wol­len. Aber dann ist ihr Zeit­rei­se­kof­fer plötz­lich ver­schwun­den und die bei­den hän­gen fest – mit­ten in der DDR. Ein Land, das Jobst nur aus Erzäh­lun­gen kennt. Kin­der hei­ßen hier Pio­niere, im Obst- und Gemüseladen gibt es keine Südfrüchte, son­dern das, was gerade da ist, und das Staats­ober­haupt kommt Jobst auch sehr selt­sam vor. Doch ohne Kof­fer keine Heim­reise! Und so macht sich Jobst gemein­sam mit sei­nen neu gewon­ne­nen Freun­den auf die Suche. Natürlich führt das zu aller­lei Tur­bu­len­zen – samt einer etwas unglücklichen Begeg­nung mit dem Staats­rats­vor­sit­zen­den.
Kin­der von heute wis­sen kaum, wie es sich anfühlte, in der DDR auf­ge­wach­sen zu sein. Hier wird ein­mal nicht in Form einer Pro­blem­ge­schichte davon erzählt, son­dern action­reich, wit­zig und authen­tisch – zum Lachen, zum Nach­den­ken, zum Ken­nen­ler­nen einer Welt, die gar nicht so fern ist, wie man immer denkt.

Fran­ziska Gehm wurde 1974 in Son­ders­hau­sen gebo­ren. Nach ihrem Stu­dium in Deutsch­land, Eng­land und Irland arbei­tete sie bei einem Wie­ner Radio­sen­der, an einem Gym­na­sium in Däne­mark und bei einem Kin­der­buch­ver­lag. Sie hat mitt­ler­weile zahl­rei­che Kin­de­rund Jugendbücher ver­öf­fent­licht, die in viele Spra­chen übersetzt wur­den.

Lesung mit Susanne Schädlich in Geisa
Mrz 14 um 18:00

Briefe ohne Unter­schrift. Wie eine BBC-Sen­dung die DDR her­aus­for­derte – Lesung mit Susanne Schäd­lich.

Lesung mit Sylvia Weigelt in Erfurt
Mrz 14 um 18:00

Lesung mit Syl­via Wei­gelt im Pro­jekt »Lite­ra­tur­café« des Akti­ons­kreis für Frie­den e.V.

 

»Glück auf Stel­zen« – Leben, Lei­den und Lei­den­schaf­ten des letz­ten ernes­ti­ni­schen Kur­fürs­ten

Als Kur­fürst von Sach­sen und poli­ti­scher Kopf der Refor­ma­tion gehörte er zu den Gro­ßen der euro­päi­schen Geschichte. Doch seine Nie­der­lage im Schmal­kal­di­schen Krieg gegen Karl V. machte ihn zum Ver­lie­rer. Als Gefan­ge­ner musste er dem Kai­sers über fünf Jahre lang fol­gen, unge­wiss, ob er seine Hei­mat und Fami­lie jemals wie­der­se­hen würde. Den­noch beharrte er stand­haft auf sei­nem evan­ge­li­schen Glau­ben, nötigte damit sei­nen Geg­nern ebenso Respekt ab, wie er sei­nen Unter­ta­nen Halt gab. Dass er wäh­rend der Gefan­gen­schaft die Grün­dung der Jenaer Uni­ver­si­tät initi­ierte und ein Jagd­schloss errich­ten ließ, scheint uns heute ebenso unge­wöhn­lich wie die Tat­sa­che, dass er auch in die­ser Zeit einen eige­nen Hof­staat unter­hielt, sei­ner Lei­den­schaft, dem Spiel, nach­ging, Gast­mäh­ler gab oder groß­zü­gig Geschenke ver­teilte.

Dem beweg­ten Leben des letz­ten ernes­ti­ni­schen Kur­fürs­ten wid­met sich die neu­este Publi­ka­tion der Jenaer Autorin Syl­via Wei­gelt „Mein Glück geht auf Stel­zen“ – Der geschei­terte Kur­fürst Johann Fried­rich I. Das über­aus facet­ten­rei­che Leben des schwer­ge­wich­ti­gen Herr­schers nötigt dem Leser von heute höchste Ach­tung ab, ent­lockt ihm gele­gent­lich jedoch auch Ver­wun­de­rung oder ein Schmun­zeln. Stets aber bleibt der Weg des Fürs­ten span­nend, in den kom­ple­xen Ver­än­de­run­gen der Zeit ebenso wie in sei­nem ganz per­sön­li­chen Umfeld.

Kurz­wei­lig und infor­ma­tiv zugleich beleuch­tet die Jenaer Autorin Syl­via Wei­gelt nicht nur des­sen his­to­ri­sche Per­sön­lich­keit, son­dern auch seine fami­liäre und allzu mensch­li­che Seite. Denn er war nicht nur luthe­ri­scher Kur­fürst und Kriegs­herr, nicht nur Bau­herr und Kunst­lieb­ha­ber; er war auch Sohn, stren­ger Vater und lie­ben­der Gemahl. Zudem war er ein Mensch, der den Genüs­sen des Lebens über­aus zuge­tan war; und er war durch­aus keine „leichte Kost“, nicht auf der poli­ti­schen Bühne und nicht im pri­va­ten Zusam­men­le­ben.

Eine gemein­same Ver­an­stal­tung mit dem Akti­ons­kreis für Frie­den e.V. Geför­dert durch die Thü­rin­ger Staats­kanz­lei.

Gespräch mit Sven Ballenthin und Dr. Petra Weigel in der Forschungsbibliothek Gotha auf Schloss Friedenstein
Mrz 14 um 18:15

Der Blei­stift des Ent­de­ckers. Oscar Bau­mann – Afri­ka­for­scher aus Afrika

Sven Bal­lent­hin wird im Gespräch mit Dr. Petra Weigel, Wis­sen­schaft­li­che Refe­ren­tin der Samm­lung Per­t­hes, den Wie­ner Afri­ka­for­scher Oscar Bau­mann (1864–1899) vor­stel­len.

Im Mit­tel­punkt die­ser Ver­an­stal­tung wird ein unver­zicht­ba­res Hilfs­mit­tel aller For­schung ste­hen, das bis heute aus den Taschen und Schreib­ti­schen der Gelehr­ten nicht weg­zu­den­ken ist: Der Blei­stift. Wäh­rend aller­dings Tin­ten­fäs­ser, Federn, Fül­ler, Grif­fel und Schreib­zeuge in den viel­fäl­tigs­ten Aus­füh­run­gen in den Vitri­nen und Depots der Museen lagern, ist dem Blei­stift eine solch präch­tige Prä­sen­ta­tion nicht ver­gönnt, obgleich er im wahrs­ten Sinne des Wor­tes Geschichte geschrie­ben und die Welt ent­deckt hat. Und so fin­det sich ein Blei­stift erwar­tungs­ge­mäß auch im Gepäck des öster­rei­chi­schen For­schungs­rei­sen­den, Eth­no­lo­gen, Geo­lo­gen und Kar­to­gra­phen Oscar Bau­manm, der vor gut 130 Jah­ren sei­nen Fuß das erste Mal auf den afri­ka­ni­schen Kon­ti­nent setzte. Fortan war sein Name eng ver­bun­den mit der wis­sen­schaft­li­chen Erschlie­ßung und Kar­tie­rung Ost­afri­kas (vor allem im heu­ti­gen Tan­sa­nia). Im Auf­trag kolo­nia­ler Insti­tu­tio­nen ging er dabei auch ganz hand­fes­ten wirt­schaft­li­chen Fra­gen nach. Man war in Ber­lin vor allem an der Gewin­nung von Res­sour­cen und der infra­struk­tu­rel­len Erschlie­ßung des deut­schen Schutz­ge­bie­tes in Ost­afrika inter­es­siert. So geriet Bau­mann unwei­ger­lich zwi­schen die Fron­ten von Wis­sen­schaft und Kolo­ni­al­po­li­tik. Die Prä­sen­ta­tion greift erst­mals auf die Erschlie­ßung des Teil­nach­las­ses von Bau­mann zurück, der aus sei­ner Zusam­men­ar­beit mit dem Per­t­hes Ver­lag resul­tiert.

Nach dem Gespräch besteht die Mög­lich­keit, den Abend mit ange­neh­men Gesprä­chen und einem Getränk aus­klin­gen zu las­sen.

Lesung mit Ines Geipel in Weimar
Mrz 14 um 19:00

Toch­ter des Dika­tors – Lesung mit Ines Gei­pel

 

Mode­ra­tion: Angela Egli-Schmidt
Ivano Matteoli, Sohn eines KP-Funk­tio­närs, ver­lässt Anfang der sech­zi­ger Jahre sein tos­ka­ni­sches Hei­mat­dorf gen Lenin­grad. Dort lernt er Bea ken­nen – Beate Ulb­richt, das „erste Staats­kind der DDR“ und Toch­ter von Wal­ter Ulb­richt. Dies ist der Beginn einer Amour fou zwi­schen Ost und West, einer Liebe im poli­ti­schen Geflecht zwi­schen Paris, Lenin­grad, Rom, Ost-Ber­lin und dem erz­ka­tho­li­schen Cigoli. Die Erzäh­le­rin Anni kennt Ivano von Kin­des­bei­nen an. Auf den Dächern der alten Häu­ser ihres tos­ka­ni­schen Hei­mat­dor­fes haben sie beide zusam­men geses­sen und den Män­nern beim Boc­ci­a­spie­len zuge­se­hen. Auch, als es sie wegen des Stu­di­ums in unter­schied­li­che Him­mels­rich­tun­gen ver­schlägt – sie nach Paris, ihn nach Lenin­grad –, ver­folgt Anni aus der Distanz Iva­nos Liebe zu der Deut­schen Beate. Deren Eltern, Wal­ter und Lotte Ulb­richt, ver­su­chen die Ehe der bei­den zu ver­hin­dern. Das gelingt nicht, aber der Preis dafür ist hoch….

Lesung und Gespräch mit Ines Thorn in Neustadt an der Orla
Mrz 14 um 19:00

»Das Glück am Ende des Oze­ans« – Lesung und Gespräch mit Ines Thorn

 

Ines Thorn, eine der in den letz­ten Jah­ren deutsch­land­weit erfolg­reichs­ten Autorin­nen his­to­ri­scher Romane (»Die Sil­ber­schmie­din«, »Die Wun­der­hei­le­rin«, »Die Gal­gen­toch­ter«), liest aus ihrem Buch „Das Glück am Ende des Oze­ans“, eine bewe­gende Aus­wan­de­rer- Saga über drei Frauen und ihren Weg zum Glück in Ame­rika.

Lesung mit Andreas Speit in Greiz
Mrz 14 um 19:30

Reichs­bür­ger. Die unter­schätzte Gefahr – Lesung mit Andreas Speit

Lesung mit Christine Westermann in Nordhausen
Mrz 14 um 19:30

Manch­mal ist es feder­leicht – Lesung mit Chris­tine Wes­ter­mann

Das Thema Abschied beglei­tet uns ein Leben lang. Für Chris­tine Wes­ter­mann war es wie für viele Men­schen von klein auf angst­be­setzt. Erst jetzt, in einem Alter, in dem das Abschied­neh­men zu einer häu­fig geüb­ten Pra­xis wird, gelingt ihr ein offe­ner, zuge­wand­ter Blick dar­auf. Mit unnach­ahm­li­chem Charme und Witz erzählt sie, wie es dazu gekom­men ist.
»Zur letz­ten Sen­dung komme ich nicht«, sagte Chris­tine Wes­ter­mann scherz­haft schon Jahre, bevor an ein Ende der von ihr und Götz Als­mann mode­rier­ten preis­ge­krön­ten Fern­seh­sen­dung »Zim­mer frei« auch nur zu den­ken war. So tief saß ihre Angst vor dro­hen­den Abschie­den, dass sie sich nur mit Humor oder tota­ler Ver­drän­gung zu hel­fen wusste. Der Humor ist geblie­ben, aber Chris­tine Wes­ter­manns Umgang mit dem Thema Abschied hat sich tief­ge­hend gewan­delt. In ihrem Buch erzählt sie von gro­ßen und klei­nen Ver­lus­ten. Wie schwer wiegt der Abschied von einem Freund, von dem man sicher war, dass er einen über­le­ben würde? Wie leicht kann es sein, eine Stadt, einen Wohn­ort hin­ter sich zu las­sen, um neu zu begin­nen? Wie schwer ist es, an sich selbst zu bemer­ken, dass Schön­heit und Attrak­ti­vi­tät ver­blas­sen?
Natür­lich ist die Furcht vor Ver­lust noch immer dabei, sie wird jedoch gepaart mit neuem Mut, Ver­än­de­rung anzu­neh­men. Anek­do­ten­reich, ernst und selbst­iro­nisch zugleich erzählt Chris­tine Wes­ter­mann von Erfah­run­gen und Situa­tio­nen, die ihre Wahr­neh­mung geschult und sie auf einen neuen Weg gebracht haben.

Lesung mit Ranga Yogeshwar in Erfurt
Mrz 14 um 19:30

Nächste Aus­fahrt Zukunft. Geschich­ten aus einer Welt im Wan­del – Lesung mit Ranga Yogeshwar

 

Mit der digi­ta­len Revo­lu­tion, den Fort­schrit­ten in der Gen­tech­nik oder den Ent­wick­lun­gen der künst­li­chen Intel­li­genz erle­ben wir der­zeit eine epo­chale Umbruch­phase. Was macht das mit uns? Für Ranga Yogeshwar ist die eigene unmit­tel­bare Erfah­rung ent­schei­dend. Er berich­tet von Besu­chen in einem Klon­la­bor in Süd­ko­rea, von unter­ir­di­schen Eis­höh­len auf Spitz­ber­gen oder den zer­stör­ten Atom­an­la­gen in Fuku­shima. Sol­che Erleb­nisse inspi­rie­ren ihn, enga­giert und kri­tisch über unsere Welt im Wan­del nach­zu­den­ken und den Fort­schritt in sei­nem Gesamt­zu­sam­men­hang zu begrei­fen.

Lesung mit Dirk Zöllner in Meiningen
Mrz 14 um 20:00

Affen­zahn – Lesung mit Dirk Zöll­ner

Dass Dirk Zöll­ner mit Spra­che umge­hen kann, beweist er schon in sei­nen Lie­dern. Seine Bücher ste­hen dem in nichts nach. Er selbst bezeich­net sich als „frei­schaf­fen­der Über­le­bens­künst­ler“. Mit eher unkon­ven­tio­nel­len Ansich­ten über Kunst und Leben regt er den Leser in den poin­tier­ten Kolum­nen die­ses Buches zur inne­ren Dis­kus­sion an. Die klei­nen Geschich­ten, die sein Leben schrieb, hal­ten an für ihn unver­rück­ba­ren Wahr­hei­ten fest und sind stets ehr­lich.

Mrz
15
Do
lllustrations-Workshop mit Brigitte Geyersbach in Weimar
Mrz 15 um 13:45

lllus­tra­ti­ons-Work­shop mit der Illus­tra­to­rin Bri­gitte Gey­ers­bach

Bücherlesen macht Spaß. Manch­mal sind es die Bil­der, die beim Durch­blät­tern Lust aufs Lesen machen. Pas­send zum Text ent­ste­hen bei jedem Leser Bil­der im Kopf. Doch sich vor­zu­stel­len, wie es bei­spiels­weise vor 250 Jah­ren in Wei­mar aus­sah, ist schwer.
Doch woher wusste die Illus­tra­to­rin Bri­gitte Gey­ers­bach, in wel­cher Umge­bung die Lebens­ge­schich­ten der Her­zo­gin Anna Ama­lia spiel­ten?
Wer das gern wis­sen und selbst zeich­nen möchte, ist herz­lich ein­ge­la­den zum Illus­tra­ti­ons-Work­shop mit Bri­gitte Gey­ers­bach.

Lyrik im Glaspavillon mit Daniela Danz und Ulrike Draesner in Weimar
Mrz 15 um 18:00

Lyrik im Glas­pa­vil­lon mit Daniela Danz und Ulrike Dra­es­ner

Musik: Klaus Wege­ner, Saxo­fon

 

Mode­ra­tion: Frank Simon-Ritz

Daniela Danz wurde 1976 in Eisen­ach gebo­ren und lebt in Kra­nich­feld. Sie stu­dierte Kunst­ge­schichte und Ger­ma­nis­tik in Tübin­gen, Prag, Ber­lin, Leip­zig und Halle und pro­mo­vierte über den Kran­ken­haus­kir­chen­bau der Wei­ma­rer Repu­blik. Seit 2002 ist sie frei­be­ruf­li­che Autorin und Kunst­his­to­ri­ke­rin. Meh­rere Jahre arbei­tete sie als Kunst­in­ven­ta­ri­sa­to­rin für die Evan­ge­li­sche Kir­che in Mit­tel­deutsch­land. 2010 grün­dete sie die inter­na­tio­nale Schü­ler­text­werk­statt svolvi und beklei­det seit die­ser Zeit einen Lehr­auf­trag an der Uni­ver­si­tät Hil­des­heim. Daniela Danz ist Mit­glied der Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten und Lite­ra­tur Mainz und lei­tet seit 2013 das Schil­ler­haus in Rudol­stadt. Letzte Ver­öf­fent­li­chun­gen: Lange Fluch­ten. Roman, 2016, V. Gedichte, 2014 und Pon­tus. Gedichte, 2009.

Ulrike Dra­es­ner, gebo­ren 1962 in Mün­chen. Roman­au­torin, Lyri­ke­rin und Essay­is­tin. Stu­dium in Eng­land und Deutsch­land. Ihr ers­tes Buch, gedächt­nis­schlei­fen, Gedichte, erschien 1995. Wei­tere Gedicht­bände, Bände mit Erzäh­lun­gen und Romane folg­ten zuletzt Sie­ben Sprünge vom Rand der Welt (Roman 2014), sub­song (Gedichte 2014) und Mein Hid­den­see (2015). Über­set­zun­gen aus dem Eng­li­schen und Fran­zö­si­schen, inter­me­diale Pro­jekte, Gast- und Poe­tik­do­zen­tu­ren in Deutsch­land, der Schweiz, Eng­land und den USA. Mit­glied des P.E.N.-Zentrums Deutsch­land und der Nord­rhein-west­fä­li­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten und der Künste. Dra­es­ner erhielt für ihr Werk zahl­rei­che Aus­zeich­nun­gen. Sie lebt in Ber­lin und Oxford.

Lesung mit Andreas Speit in Eisenach
Mrz 15 um 18:30

Reichs­bür­ger. Die unter­schätzte Gefahr – Lesung mit Andreas Speit.

Lesung mit Christine Westermann in Gotha
Mrz 15 um 20:00

»Manch­mal ist es feder­leicht« – Lesung mit Chris­tine Wes­ter­mann

Eine kluge, kurz­wei­lige Refle­xion über eine exis­ten­zi­elle mensch­li­che Erfah­rung. Kar­ten gibt es ab sofort in der Tou­rist-Infor­ma­tion Gotha/ Gothaer Land am Haupt­markt 33 oder als Online-Ticket unter www.ticketshop-thueringen.de.

Das Thema Abschied beglei­tet uns ein Leben lang. Für Chris­tine Wes­ter­mann war es wie für viele Men­schen von klein auf angst­be­setzt. Erst jetzt, in höhe­rem Alter, gelingt ihr ein offe­ner Blick dar­auf. „Zur letz­ten Sen­dung komme ich nicht“, sagte Chris­tine Wes­ter­mann scherz­haft schon Jahre, bevor an ein Ende der von ihr und Götz Als­mann mode­rier­ten Fern­seh­sen­dung »Zim­mer frei« auch nur zu den­ken war. So tief saß ihre Angst vor dro­hen­den Abschie­den, dass sie sich nur mit Humor oder tota­ler Ver­drän­gung zu hel­fen wusste. In ihrem Buch erzählt sie von gro­ßen und klei­nen Ver­lus­ten. Anek­do­ten­reich, ernst und selbst­iro­nisch zugleich berich­tet Chris­tine Wes­ter­mann von Erfah­run­gen und Situa­tio­nen, die ihre Wahr­neh­mung geschult und sie auf einen neuen Weg gebracht haben.

Lesung mit Wolfgang Schorlau in Erfurt
Mrz 15 um 20:15

Lesung mit Wolf­gang Schor­lau – Der große Plan. Deng­lers neun­ter Fall

 

Der Stutt­gar­ter Pri­va­ter­mitt­ler Georg Deng­ler hat einen neuen Auf­trag: Das Aus­wär­tige Amt will, dass er nach der ent­führ­ten EU-Mit­ar­bei­te­rin Angela Förs­ter sucht. Deng­ler stößt bei sei­nen Recher­chen auf das größte Geheim­nis der soge­nann­ten Grie­chen­land­ret­tung: Auf wel­chen Kon­ten sind die vie­len Mil­li­ar­den euro­päi­scher Steu­er­gel­der letzt­lich gelan­det? Als er die Namen der Per­so­nen und Insti­tu­tio­nen ermit­telt, die diese gewal­ti­gen Sum­men kas­siert haben, gerät er selbst ins Visier und droht an sei­nem bis­her größ­ten Fall zu schei­tern.

Mrz
16
Fr
»VORLAUT« trifft »LEA« – Offene Lesebühne in Erfurt
Mrz 16 um 19:30

Das erste Mal auf einer Bühne ste­hen. Das erste Mal sei­nen Text und sich sel­ber prä­sen­tie­ren. Das Publi­kum war­tet gespannt. Ein­at­men, aus­at­men. Das erste Wort erklingt…

Die offe­nen Lese­büh­nen VORLAUT und LEA – Lese­bühne Erfur­ter Autoren koope­rie­ren und eröff­nen Schrei­ben­den die Mög­lich­keit, ihre Texte öffent­lich vor­zu­tra­gen. Zehn Minu­ten auf der Bühne sind jedem und jeder gege­ben, die es zu fül­len gilt. Die Vor­tra­gen­den kön­nen die Text­art frei wäh­len, alles ist erlaubt und erwünscht. Unter­stützt wer­den sie von einem ein­ge­la­de­nen Autor und einem Musik-Act.

VORLAUT ist das gemein­same Pro­jekt von Eli­sa­beth Reck und Levin Sim­met im Rah­men ihres Frei­wil­li­gen Sozia­len Jah­res, das Eli­sa­beth bei der Erfur­ter Herbst­lese und Levin beim Kino mon ami in Wei­mar absol­viert. VORLAUT in Erfurt arbei­tet mit LEA zusam­men, die von Andreas Bud­zier gelei­tet wird.

Alle, die sich auf die Bühne trauen und in Erfurt lesen möch­ten, mel­den sich bitte bei Eli­sa­beth Reck unter E-Mail fsj_kultur@herbstlese.de oder bei Andreas Bud­zier unter E-Mail a.budzier@highslammer.de an.

Lesung mit Bernd Lindner in Bad Frankenhausen
Mrz 16 um 19:30

Nähe + Distanz. Bil­dende Kunst in der DDR – Lesung mit Bernd Lind­ner.

Lesung mit Franzobel in Weimar
Mrz 16 um 19:30

Das Floß der Medusa – Lesung mit Franz­o­bel

Mode­ra­tion: Petra Schna­bel

18. Juli 1816: Vor der West­küste von Afrika ent­deckt der Kapi­tän der Argus ein etwa zwan­zig Meter lan­ges Floß. Was er dar­auf sieht, lässt ihm das Blut in den Adern gefrie­ren: hohle Augen, aus­ge­dörrte Lip­pen, Haare, starr vor Salz, ver­brannte Haut vol­ler Wun­den und Bla­sen … Die aus­ge­mer­gel­ten, nack­ten Gestal­ten sind die letz­ten 15 von ursprüng­lich 147 Men­schen, die nach dem Unter­gang der Fre­gatte Medusa zwei Wochen auf offe­ner See über­lebt haben. Da es in den Ret­tungs­boo­ten zu wenige Plätze gab, wur­den sie ein­fach aus­ge­setzt. Diese his­to­risch belegte Geschichte bil­det die Folie für Franz­o­bels epo­cha­len Roman, der in den Kern des Mensch­li­chen zielt. Wie hoch ist der Preis des Über­le­bens?

Mrz
17
Sa
Lesung mit Dietlind Steinhöfel in Weimar
Mrz 17 um 11:00

Jakob sucht die Him­mels­lei­ter – Lesung mit Diet­lind Stein­hö­fel

Eine Erzäh­lung über Johan­nes Daniel Falk für Kin­der ab 8 Jah­ren,
mit Illus­tra­tio­nen von Conny Lie­big
Mode­ra­tion: Anne­gret Grimm

Wei­mar im Jahr 1815. Der Krieg gegen die Fran­zo­sen wirkt noch nach: Armut und Elend über­all, zer­störte Häu­ser und Höfe, Hun­ger und Not. Der sie­ben­jäh­rige Jakob liegt im Gras und schaut in den Him­mel. Seine Mut­ter ist im letz­ten Win­ter ver­stor­ben, nun ist er ganz allein auf der Welt. Sei­nen Vater kennt er nicht. Wenn der Krieg vor­bei ist, würde er kom­men und die Mut­ter hei­ra­ten, hatte sie ihm ver­spro­chen. Der Krieg war vor­bei, doch die Mut­ter war tot und der Vater kam nicht. Also schlägt sich Jakob allein durch; ohne Essen, ohne Woh­nung. Bis er auf Ida trifft, die ihm von einem Mann erzählt, der Kin­der in Not auf­nimmt: Johan­nes Daniel Falk. Ein­fühl­sam und anschau­lich erzählt Diet­lind Stein­hö­fel eine zau­ber­hafte Geschichte von der Kraft der Freund­schaft, von Her­zens­wärme in kal­ten Zei­ten, von einem star­ken Jun­gen und der Hoff­nung, die in ihm lebt – wei­ter und immer wei­ter. Die fik­tive Geschichte gibt einen Ein­blick in das Leben und Wir­ken Johan­nes Daniel Falks, ein Zeit­ge­nosse Goe­thes und Freund Her­ders im klas­si­schen Wei­mar, der sich ganz der Sorge um Kin­der in Not ver­schrieb.

Mrz
18
So
Lesung mit Assaf Gavron in Erfurt
Mrz 18 um 11:00

Acht­zehn Hiebe – Lesung auf Eng­lisch und Deutsch mit Assaf Gav­ron

 

Eitan ist Taxi­fah­rer im heu­ti­gen Tel Aviv. Als er den Auf­trag bekommt, eine char­mante alte Dame täg­lich zum Fried­hof zu fah­ren, ändert sich für ihn alles. Die Lebens­ge­schichte von Lotta Perl fas­zi­niert ihn, und er erfährt lang­sam mehr über ihre große Liebe zu dem bri­ti­schen Sol­da­ten, den sie gerade begra­ben hat, und über das Leben in Paläs­tina kurz vor der Grün­dung des Staa­tes Israel. Als Lotta plötz­lich spur­los ver­schwin­det, will Eitan her­aus­fin­den, was gesche­hen ist, jetzt, in Tel Aviv, und damals in Haifa …

Mrz
19
Mo
Lesung mit Hubert Schirneck und Live-Illustration mit Sandra Bach in Weimar
Mrz 19 um 10:00

Lesung mit Live-Illus­tra­tion: Verrückte Geschich­ten
mit dem Kin­der­buch­au­tor Hubert Schirn­eck und der Illus­tra­to­rin San­dra Bach

Bereits zum zwei­ten Mal sind der Schrift­stel­ler Hubert Schirn­eck und die Künstlerin San­dra Bach mit einer „Live-Lesung“ im Gewöl­be­kel­ler der Stadtbücherei zu Gast. Sie haben eine sehr unge­wöhn­li­che Form der Buch­le­sung erfun­den: Sie prä­sen­tie­ren noch unver­öf­fent­lichte Geschich­ten, die wäh­rend des Vor­le­sens auf der Bühne illus­triert wer­den. Dabei dürfen die Zuhö­rer sogar über die Illus­tra­tio­nen mit­be­stim­men und sich Zeich­nun­gen wünschen. Die Künstler gewäh­ren auf diese Weise einen sehr inter­es­san­ten Ein­blick in ihre Arbeit, die sie sonst meis­tens allein im Ate­lier oder am Schreib­tisch erle­di­gen.
Dies­mal gehen sie unter ande­rem der Frage nach, wie man einen Ohr­wurm zeich­net. Und wie viele von die­sen Ohrwürmern pas­sen eigent­lich in einen Kopf?

Ab 9 Jah­ren.

Lesung mit Sigrid Damm in Weimar
Mrz 19 um 19:30

Im Kreis treibt die Zeit – Lesung mit Sig­rid Damm

Mode­ra­tion: Chris­toph Schmitz-Schole­mann

Sig­rid Damms neues Buch ist eine nach­ge­tra­gene Liebe an ihren Vater. Ihr gan­zes Leben lag sie mit ihm in Wider­streit, lehnte ihn ab. Erst kurz vor sei­nem Tod kam es zu einer zag­haf­ten Annä­he­rung. Über zwan­zig Jahre spä­ter beginnt sie, dem Lebens­weg ihres Vaters nach­zu­spü­ren. Papiere und alte Fotos, die viele Jahre im Kel­ler lager­ten, wer­den befragt; par­al­lel dazu die his­to­ri­schen Ein­schnitte, die sein Leben bestimm­ten, geschil­dert. 1903 in Gotha gebo­ren, 1993 dort gestor­ben, wurde er Zeuge von Kai­ser­reich, Wei­ma­rer Repu­blik, Nazi­herr­schaft, DDR-Regime und Bun­des­re­pu­blik. Erzählt wird von der Kind­heit des Vaters im bür­ger­li­chen Jugend­stil­haus, in dem auch Sig­rid Damm auf­wuchs. Vom Ende des Ers­ten Welt­krie­ges und dem Ein­tritt des Fünf­zehn­jäh­ri­gen als Lehr­ling in ein jüdi­sches Bank­haus, von sei­nem beruf­li­chen Auf­stieg dort. Eine Maß­re­ge­lung wegen der Nähe zu sei­nen Vor­ge­setz­ten ver­stört ihn zutiefst und prägt ihn für sein wei­te­res Leben. Im Früh­jahr 1945 folgt die Ein­be­ru­fung, dann bri­ti­sche Gefan­gen­schaft, erst 1948 kehrt der Vater zur Fami­lie in die sowje­ti­sche Zone zurück. Lebens­lang sein Bedau­ern, nicht im Wes­ten geblie­ben zu sein. Sig­rid Damms vor­sich­tige, beharr­li­che Spu­ren­su­che gibt Ant­wor­ten auf Fra­gen, die sie dem Vater nie gestellt hat.

Mrz
20
Di
Buchvorstellung mit Prof. Dr. Young-Ae Chon (Seoul) in Weimar
Mrz 20 um 18:00

Sich erbit­tend ew’ges Leben. Sie­ben Essays zu Goe­thes »West-öst­li­chem Divan« –  Vor­stel­lung des neu­es­ten Ban­des in der Reihe »Schrif­ten der Goe­the-Gesell­schaft« mit Prof. Dr. Young-Ae Chon (Seoul).

Lesung mit Jens Sparschuh in Weimar
Mrz 20 um 19:00

Das Leben kos­tet viel Zeit – Lesung mit Jens Spar­schuh


Mode­ra­tion: Anke Rusch­haupt

Jens Spar­schuh, Autor des Wen­de­klas­si­kers „Der Zim­mer­spring­brun­nen“, erzählt in sei­nem neuen Roman „Das Leben kos­tet viel Zeit“ hin­rei­ßend komisch und leicht­fü­ßig phi­lo­so­phisch von einer ganz beson­de­ren Freund­schaft und der Suche nach der eige­nen Geschichte.
Vor Jah­ren führte Titus Brose ein bei­nahe auf­re­gen­des Leben als Chef­re­dak­teur des Span­dauer Boten. Heute schreibt er Memoi­ren im Auf­trag der Firma Lebens­Lauf. Seine Kli­en­ten fin­det er im Alten Fähr­haus, einer Senio­ren­re­si­denz am Rande von Ber­lin. Wäh­rend er den zu Hel­den­le­gen­den sti­li­sier­ten Lebens­ge­schich­ten der Bewoh­ner lauscht und die Stil­blü­ten in den Wer­ken sei­nes Kol­le­gen Schulze kor­ri­giert, beginnt er, an sich und sei­ner Zunft zu zwei­feln. Doch dann trifft er auf Dr. Ein­horn, der sein Inter­esse auf Adel­bert von Cha­misso und Edu­ard Hit­zig lenkt. Letz­te­rer schrieb nicht nur post­hum Cha­mis­sos Bio­gra­fie, er sorgte gleich selbst für einige der span­nends­ten Epi­so­den in des­sen Leben. Fas­zi­niert von die­ser Bezie­hung begibt sich Brose auf eine Recher­che­reise. Sie führt ihn in seine eigene Ver­gan­gen­heit im geteil­ten Ber­lin und ins Leip­zi­ger Stadt­ar­chiv. Und wäh­rend er in rät­sel­haf­ten his­to­ri­schen Doku­men­ten stö­bert und im Alten Fähr­haus an kol­lek­ti­ven Gedächt­nis­trai­nings teil­nimmt, merkt er: Es ist nicht das Leben, das all diese komi­schen und trau­ri­gen Geschich­ten schreibt…

Lesung mit Sigrid Damm in Erfurt
Mrz 20 um 19:30

Im Kreis treibt die Zeit – Lesung mit Sig­rid Damm

 

Sig­rid Damm spürt dem Lebens­weg ihres Vaters, den sie bis kurz vor sei­nem Tod ablehnte, nach. Papiere und alte Fotos wer­den befragt; par­al­lel dazu die his­to­ri­schen Ein­schnitte, die sein Leben bestimm­ten, geschil­dert. 1903 in Gotha gebo­ren, 1993 dort gestor­ben, war er Zeuge von Kai­ser­reich, Wei­ma­rer Repu­blik, Nazi­herr­schaft, DDR-Regime und Bun­des­re­pu­blik. Lebens­lang sein Bedau­ern, nach der Ent­las­sung aus bri­ti­scher Kriegs­ge­fan­gen­schaft nicht im Wes­ten geblie­ben zu sein. Sig­rid Damms vor­sich­tige Spu­ren­su­che gibt Ant­wor­ten auf Fra­gen, die sie dem Vater nie gestellt hat.

Mrz
21
Mi
Lesung mit Axel Hacke in Weimar
Mrz 21 um 20:00

Axel Hacke liest, aber was liest er denn?

Mode­ra­tion: Hel­fried Schmidt

Das lässt sich vor­her nicht so genau sagen, denn Hackes Prin­zip ist, alle seine Texte mit auf die Bühne zu brin­gen und erst im Laufe des Abends zu ent­schei­den, wel­che er vor­trägt: Klar ist, dass er aus sei­nem neu­es­ten und sehr aktu­el­len Buch liest: »Über den Anstand in schwie­ri­gen Zei­ten und die Frage, wie wir mit­ein­an­der umge­hen«. Aber dann? Viel­leicht ein Stück aus »Die Tage, die ich mit Gott ver­brachte«, in dem es in jener wun­der­bar leicht-ver­spiel­ten Weise, die allen Hacke- Büchern eigen ist, um nicht weni­ger als den Sinn des Lebens geht? Einige sei­ner legen­dä­ren Kolum­nen aus dem Maga­zin der Süd­deut­schen Zei­tung? Ein, zwei Kapi­tel über Oberst von Huhn und seine irr-poe­ti­sche Spei­se­kar­ten-Samm­lung aus der gan­zen Welt? Oder eine kleine Hit­pa­rade der schöns­ten Miss­ver­ständ­nisse aus der Wum­b­aba-Tri­lo­gie? Man weiß es nicht. Jede Hacke-Lesung ist ein biss­chen anders als alle ande­ren: eine kleine Wun­der­tüte. Sicher ist am Ende nur jener Rat, den der Nord­deut­sche Rund­funk ein­mal dem Publi­kum gab: »Wenn er eine öffent­li­che Lesung macht, pfle­gen sich seine Zuhö­rer mit Taschen­tü­chern aus­zu­stat­ten, weil sie wis­sen, dass die Lach­trä­nen lau­fen wer­den.«

Mrz
22
Do
Lesung mit Harald Welzer in Ilmenau
Mrz 22 um 19:00

Die nach­hal­tige Repu­blik. Umrisse einer ande­ren Moderne – Lesung mit Harald Wel­zer.

Lesung mit Harald Kirschner in Heiligenstadt
Mrz 22 um 19:30

CREDO – Kir­che in der DDR. Lesung mit Harald Kir­sch­ner.

Lesung mit Helga Schütz in Weimar
Mrz 22 um 19:30

Die Kir­schen­die­bin – Lesung mit Helga Schütz

Mode­ra­tion: Wie­land Koch

Eine leichte Melan­cho­lie liegt über die­ser Geschichte, die von einem Abschied- neh­men in den Zei­ten der Tei­lung erzählt, den Wen­dun­gen des Schick­sals und von der ein­zi­gen gro­ßen Liebe, für die es nie zu spät ist.
Tho­mas Fal­ken­hain ist in dem Alter, in dem man auf­räumt und sich erin­nert, selbst wenn man sich nicht erin­nern will. Zum Bei­spiel an eine heim­li­che Stu­den­ten­liebe in den 60ern, die abrupt endete, als Mela, seine „Kir­schen­die­bin“, mit Mann und Sohn in den Wes­ten flie­hen musste. Erst aus den Stasi-Akten weiß er, dass sie ihm spä­ter Briefe geschrie­ben hat. Uner­war­tet erhält er ein Sti­pen­dium für eine römi­sche Künst­ler­villa. Kaum dort ein­ge­trof­fen, ertappt er eine Frau im Park, die eine Orange pflückt und sogleich isst:
Mela. Als wären nicht Jahr­zehnte ver­gan­gen, beginnt die Liebe von neuem. Es ist schön, schwach zu sein und bejahrt. Nur Mela müsste ihm end­lich auch von Angst und Ohn­macht erzäh­len.

Lesung mit Landolf Scherzer in Meiningen
Mrz 22 um 19:30

»Bue­nos días, Cuba. Reise durch ein Land im Umbruch┬ Lesung mit Lan­dolf Scher­zer.

Lan­dolf Scher­zer hat bei Rei­sen den Zufall auf sei­ner Seite. Kaum ist er auf Kuba, stirbt Fidel Cas­tro, und er erlebt ein Land im Aus­nah­me­zu­stand. Umso drän­gen­der wird die Frage, wie die Ideale der Revo­lu­tion in der Gegen­wart bestehen.
Wer in Kuba viel fragt, dem wird wenig erlaubt, lernt Scher­zer schon am ers­ten Tag in Havanna. Also macht er es bei sei­nen Recher­chen wie die Kuba­ner, er geht Umwege und impro­vi­siert. Jede Bus­fahrt, jeder Ein­kauf, jeder Spa­zier­gang beschert ihm über­ra­schende Begeg­nun­gen und Lebens­be­richte. Er bewun­dert, wie unkon­ven­tio­nell die Kuba­ner den pro­ble­ma­ti­schen All­tag meis­tern und wie unge­bro­chen der Stolz auf die Revo­lu­tion und ihre Errun­gen­schaf­ten ist. Aber mit Schlitz­oh­rig­keit und Opti­mis­mus allein las­sen sich die Kon­flikte, die die Öff­nung Kubas mit sich bringt, nicht lösen. Was also muss bewahrt, was soll ver­än­dert wer­den?

Lesung und Gespräch mit Torsten Unger in Erfurt
Mrz 22 um 19:30

Traum­be­ruf: Schrift­stel­ler?“ mit Tors­ten Unger (MDR)

Warum soll ich das lesen? Lust und Leid eines Lite­ra­tur­kri­ti­kers

 

Tors­ten Unger arbei­tet seit 1992 als Redak­teur beim Mit­tel­deut­schen Rund­funk, mode­riert dort regel­mä­ßig die „MDR Thü­rin­gen-Kul­tur­nacht“ und hat in der Kul­tur­sen­dung „Mar­lene“ seine eigene Rubrik „Ungers Bücher“, in der er jede Woche Neu­erschei­nun­gen vor­stellt. Der Kri­ti­ker, selbst Autor von Büchern zur klas­si­schen deut­schen Lite­ra­tur, berich­tet direkt nach der Leip­zi­ger Buch­messe das Neu­este aus dem Lite­ra­tur­be­trieb. Er erzählt von sei­ner Arbeit als Lite­ra­tur­kri­ti­ker, von der Begeg­nung mit Büchern und ihren Autoren – anre­gend und anek­do­tisch.

Lesung mit Bernhard Hennen in Erfurt
Mrz 22 um 20:15

Die Chro­ni­ken von Azuhr – Lesung mit Bern­hard Hen­nen

 

Der junge Milan Tor­meno ist dazu aus­er­se­hen, sei­nem Vater Nan­dus in das Amt des Erz­pries­ters zu fol­gen: Er soll zu den Aus­er­wähl­ten zäh­len, die die Geschi­cke der Welt Azuhr len­ken. Doch Milan kann nicht akzep­tie­ren, dass sein Schick­sal vor­her­be­stimmt ist. Er rebel­liert – und ver­strickt sich mit der Meis­ter­die­bin Feli­cia und der geheim­nis­vol­len Kon­ku­bine Nok in ein gefähr­li­ches Netz von Intri­gen. Gemein­sam gera­ten sie in den Bann einer alten Pro­phe­zei­ung, nach der die Ankunft des »Schwar­zen Mon­des« in Azuhr ein neues Zeit­al­ter der Magie ein­läu­ten wird.

Mrz
23
Fr
Lesung mit Heinz Bollinger in Nordhausen
Mrz 23 um 19:00

Unter­wegs in Polen – Begeg­nun­gen mit Men­schen, ihrer Geschichte und Hei­mat – Lesung mit Heinz Bol­lin­ger

»Wo liegt Polen?« könnte man fra­gen. »Polen liegt nicht, Polen arbei­tet!«. Kaum tref­fen­der kann man das beschrei­ben, was Hans Bol­lin­ger bei zahl­lo­sen Rei­sen in den deut­schen Nach­bar­staat erle­ben durfte. Dies­seits der Grenze weiß man nur wenig von den mas­si­ven Ver­än­de­run­gen der ver­gan­ge­nen vier Jahr­zehnte. Doch gerade die Begeg­nun­gen mit ein­fa­chen Men­schen haben es Bol­lin­ger ange­tan: Hans Bol­lin­ger enga­giert sich inten­siv für einen part­ner­schaft­li­chen Aus­tausch mit Polen. »Unter­wegs in Polen« ist eine ganz per­sön­li­che Lie­bes­er­klä­rung an ein unter­schätz­tes Land, das es zu ent­de­cken gilt.

Genauer Ort: Bür­ger­haus I, Rats­saal

Eine Ver­an­stal­tung der Stadt­bi­blio­thek Nord­hau­sen in Zusam­men­ar­beit mit dem Euro­pa­haus Nord­hau­sen und dem För­der­ver­ein der Stadt­bi­blio­thek „Nico­lai in foro“ e.V.

Lesung mit Uwe-Karsten Heye in Weimar
Mrz 23 um 19:00

Und nicht ver­ges­sen – Lesung mit Uwe-Kars­ten Heye

Mode­ra­tion: Eva Nag­ler + Angela Egli-Schmidt

Mit sei­ner Auto­bio­gra­phie legt Uwe-Kars­ten Heye ein sehr per­sön­li­ches Geschichts­buch vor. Als Kind erlebte er, was Krieg und Nach­krieg ange­rich­tet hat­ten. Der Kalte Krieg setzte andere Prio­ri­tä­ten als kon­se­quente Ent­na­zi­fi­zie­rung. Ver­ges­sen und Ver­drän­gen, das war die Devise. Heye arbei­tete als Reden­schrei­ber für Willy Brandt, als Jour­na­list, unter ande­rem für Kenn­zei­chen D, legte er den Fin­ger in die Wun­den des geteil­ten Lan­des, war Regie­rungs­spre­cher unter Ger­hard Schrö­der und schließ­lich Gene­ral­kon­sul in Washing­ton und Chef­re­dak­teur des Vor­wärts. Heyes Auto­bio­gra­phie ist eine deut­sche Geschichts­stunde, aber auch Selbst­be­fra­gung: Was wurde ver­säumt, dass wir es heute erneut mit einem wach­sen­den Rechts­ex­tre­mis­mus zu tun haben? Dar­auf sucht er Ant­wor­ten und will Aus­kunft geben, damit sich Geschichte nicht wie­der­holt.

»VORLAUT« trifft »LEA« – Offene Lesebühne in Weimar
Mrz 23 um 19:30

Das erste Mal auf einer Bühne ste­hen. Das erste Mal sei­nen Text und sich sel­ber prä­sen­tie­ren. Das Publi­kum war­tet gespannt. Ein­at­men, aus­at­men. Das erste Wort erklingt…

Die offe­nen Lese­büh­nen VORLAUT und LEA – Lese­bühne Erfur­ter Autoren koope­rie­ren und eröff­nen Schrei­ben­den die Mög­lich­keit, ihre Texte öffent­lich vor­zu­tra­gen. Zehn Minu­ten auf der Bühne sind jedem und jeder gege­ben, die es zu fül­len gilt. Die Vor­tra­gen­den kön­nen die Text­art frei wäh­len, alles ist erlaubt und erwünscht. Unter­stützt wer­den sie von einem ein­ge­la­de­nen Autor und einem Musik-Act.

VORLAUT ist das gemein­same Pro­jekt von Eli­sa­beth Reck und Levin Sim­met im Rah­men ihres Frei­wil­li­gen Sozia­len Jah­res, das Eli­sa­beth bei der Erfur­ter Herbst­lese und Levin beim Kul­tur­zen­trum mon ami in Wei­mar absol­viert. VORLAUT in Erfurt arbei­tet mit LEA zusam­men, die von Andreas Bud­zier gelei­tet wird.

Alle, die sich auf die Bühne trauen und in Wei­mar lesen möch­ten, mel­den sich bitte bei Levin Sim­met unter E-Mail simmet@monami-weimar.de.

Vorstellung von Neuheiten des Buchmarktes mit Dr. Dietmar Jacobsen in Schmalkalden
Mrz 23 um 19:30

Dr. Diet­mar Jacob­sen, Lite­ra­tur­kri­ti­ker aus Erfurt, stellt bemer­kens­werte Neu­erschei­nun­gen des Buch­mark­tes vor.

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