Kalender

Ausstellungen

Jun
17
Sa
ganztägig Ausstellung »Im Auftrag der Schr...
Ausstellung »Im Auftrag der Schr...
Jun 17 – Sep 30 ganztägig
Im Auftrag der Schrift. Die Sammlung Hartmann Arbeiten auf Papier, Holz und Leinwand · Skulpturen · Kassettenwerke   Das Lindauer Sammlerehepaar Brigitte und Gerhard Hartmann hat seit den 1970er Jahren eine umfangreiche Sammlung zeitgenössischer Druckgrafik[...]
Jun
25
So
ganztägig Ausstellung »Grafische Blätter z...
Ausstellung »Grafische Blätter z...
Jun 25 – Sep 30 ganztägig
Ausstellung »Grafische Blätter zu Jakob Michael Reinhold Lenz« von Susanne Theumer (Höhnstedt und Halle/Saale). Ausstellungsdauer: 25. Juni 2017 bis 30. September 2017 Öffnungszeiten: an den Wochenenden nach vorheriger telefonischer Anmeldung.
Jul
1
Sa
ganztägig Wanderlust oder die Sehnsucht na...
Wanderlust oder die Sehnsucht na...
Jul 1 – Okt 29 ganztägig
»Wanderlust oder die Sehnsucht nach dem Paradies« Die blaue Blume – romantisches Symbol der Sehnsucht nach dem Unendlichen. In Eisenach hat Heinrich von Ofterdingen, der Held im Roman von Novalis, zum erstenmal von ihr geträumt.[...]
Sep
27
Mi
ganztägig Ausstellung »Aus dem Nachlass de...
Ausstellung »Aus dem Nachlass de...
Sep 27 – Dez 31 ganztägig
Ausstellung »Aus dem Nachlass des Kunstmalers Theodor Sander« (1858-1935), Ehemann der Storm-Tochter Lucie (1860-1935), geboren 1860 in Heiligenstadt. Anlässlich der Schenkung an das Literaturmuseum »Theodor Storm« durch einen Urenkel des Dichters. Ausstellungsdauer: 27.9. bis 31.12.2017.[...]
Okt
14
Sa
ganztägig Ausstellung »›Da bin ich‹ – Gesc...
Ausstellung »›Da bin ich‹ – Gesc...
Okt 14 2017 – Feb 19 2018 ganztägig
»›Da bin ich‹ – Geschichten für Kinder von Wilhelm Busch, F. K. Waechter, Volker Kriegel und Philip Waechter«.   Das weithin bekannte Kinderbuch »Max und Moritz« ist der Ausgangspunkt der Ausstellung mit Meisterwerken der Kinderbuchillustration.[...]
Jul
1
Sa
Ausstellungseröffnung »Wanderlust oder die Sehnsucht nach dem Paradies«
Jul 1: 10:30

Eröffnung der Ausstellung »Wanderlust oder die Sehnsucht nach dem Paradies«

Die blaue Blume – romantisches Symbol der Sehnsucht nach dem Unendlichen. In Eisenach hat Heinrich von Ofterdingen, der Held im Roman von Novalis, zum erstenmal von ihr geträumt. »…. denn es reist sich besser / mit leichtem Gepäck«. Heute feiert der Song von Silbermond jugendliche Leichtfüßigkeit und den Mut zum Weniger.

»Wanderlust« gilt als »typisch deutscher« Gefühlszustand. Gemeint ist die Lust am freien Schweifen in freier Natur; die Entdeckung des Schönen im Flickenteppich der Kulturlandschaft; die Freiheit, aufzubrechen, wohin man will; das Tagträumen, die Zwiesprache mit sich selbst – und die Suche nach Sinn.

Die Ausstellung im Eisenacher Stadtschloss geht der Philosophie und Praxis der Wanderlust nach. Sie spannt den Bogen zwischen Tradition und Zukunftsfähigkeit. Sie erzählt davon, wie auf den Wegen durch das Land Glücksmomente, Flow-Gefühle und Gipfelerlebnisse entstehen können; wie eine intime Verbundenheit mit heimischer Natur und Kultur wächst, und die Erfahrung fremder Natur und Kultur den eigenen Horizont erweitert und bereichert. Wie die »Resonanzräume« (Hartmut Rosa) neu zum Schwingen kommen, die wir alle heute so dringend brauchen.

Ausstellungsdauer: 1. Juli bis 29. Oktober 2017

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 10-17 Uhr

Informationen: Kulturamt Eisenach 03691-670410

Jul
2
So
Lesung mit Ursula Schütt in Eisfeld
Jul 2: 15:00

Lesung mit Ursula Schütt im Gartenhaus von Otto Ludwig

 

Ursula Schütt liest Geschichten über die Liebe aus „Die dunklen Flecken des Mondes“

Wird Markus schuldig, als er während seiner Auszeit in das Haus von Ute und Gunter einzieht? Warum gewinnen zinnoberrote Hortensien manchmal eine ganz besondere Bedeutung? Was empfindet eine betrogene Ehefrau, wenn sie der Rivalin brieflich Antwort auf eine drängende Frage geben soll? Wie wird aus einem Frosch heute ein Froschkönig?

Liebe ist nicht nur ein seliger Zustand, sondern auch ein vielschichtiger und manchmal schmerzhafter Prozess.

 

Eine Veranstaltung des Vereins Kirche und Schloss zu Eisfeld e.V. 

Jul
4
Di
Lesung mit Dirk von Petersdorff in Jena
Jul 4: 19:30

Lesung mit Dirk von Petersdorff in der Reihe »Die Gunst des Augenblicks – Lyrik der Gegenwart – Thüringer Lesungen und Werkstattgespräche«

Veranstalter: Literarische Gesellschaft Thüringen, Lese-Zeichen, FSU Jena.

Jul
5
Mi
Lesung mit Jenny Feuerstein in Eisenach
Jul 5: 19:00

Lesung mit Jenny Feuerstein: Oswald Franke – „Das gleiche immer Meer“

„Mühlhausen – Friedrichslohra 5/7 Und der Himmel ist erbaut, schön blau und hoch wölbt er sich über die Erde. Alle Sorgen schwinden u. ungewollt als wäre es schon immer so gewesen bummeln wir dahin lustig plaudernd. Das erste Lied um eine Schlafstatt, gern wird sie uns bewilligt. Frau Musika verhilft uns noch zu ein paar Tassen Kakao und einem fürstlichen Abend. Und als hätten wir die Seeligkeit erlangt, strecken wir uns ins Stroh nieder.“

Oswald Franke beginnt am 5.7.1929 mit einer Bleistiftnotiz in seinem schwarzen Tagebuch … Er ging einen äußeren Weg, der westlichen Grenze zu, die in so sonderbarer Weise dem Profil seiner Mutter, meiner Urgroßmutter glich, und zugleich einen inneren Weg, einem Sehnsuchtsort entgegen, einer Zukunft, die er nach der Novelle von Theodor Storm mit „Immensee.“ umschreibt. Sie ist auch im Verlauf seiner Wanderroute zu ahnen, die das Profil eines Kindes und zugleich einer Frau erkennen läßt, das Profil meiner Großmutter, seiner Zeit. Immensee. Er ahnte, er umzirkelte sie.

Weblink zum Buch

Die Lesung findet im Rahmen der Ausstellung »Wanderlust oder die Sehnsucht nach dem Paradies« im Eisenacher Stadtschloss vom 1.7. bis 29.10.2017.

Eine Veranstaltung des Thüringer Literaturrates e.V. in Zusammenarbeit mit dem Thüringer Museum Eisenach und dem Kulturamt der Stadt Eisenach.

Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung der  Thüringer Staatskanzlei und der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen statt.

Jul
7
Fr
25. Stormtage in Heiligenstadt (7. – 9. Juli 2017)
Jul 7 – Jul 9 ganztägig

7. Juli 2017, Fr., 19. 30 Uhr

  • Ausstellungseröffnung »Martin Lersch: Illustrationen zu Theodor Storms Novellen ›Drüben am Markt‹ und ›Im Nachbarhause links‹«

8. Juli 2017,Sa., 10.00 Uhr

  • »Es ist der Wind, der alte Heimatslaut…« – Storm-Gedichte, die wir lieben. Vorstellung eines Künstlerbuches mit Kaltnadelradierungen von Claudia Berg, Halle, sowie Gedichten Theodor Storms und Kurzessays zu »Die Stadt«, »Meeresstrand«, »Trost«, »In schwerer Krankheit«, »Die Zeit ist hin«, »Waldweg«, »Die Nachtigall«, »An Wilhelm Jensen«
  • Mitwirkende: Dr. Christian Demandt, Husum; Dr. Christian Neumann, Berlin; Prof. Dr. Dr. h.c. Irmgard Roebling, Osnabrück; Prof. Dr. Eckart Pastor, Lüttich; Dr. habil. Malte Stein, Hamburg; Andrea Stenzel, Göttingen; Prof. Dr. Philipp Theisohn, Zürich; Dr. Regina Fasold, Heilbad Heiligenstadt

8. Juli 2017, Sa. ,14.00 Uhr

  • Kaffeetrinken im Museumsgarten´. Der Theodor-Storm-Verein lädt zu Kaffee und selbstgebackenem köstlichen Kuchen ein.

8. Juli 2017, Sa., 19. 30 Uhr

  • Konzert im Gemeindesaal der Ev. St. Martinsgemeinde, Friedensplatz
    „Du graue Stadt am Meer“ – Vertonungen von Storm-Gedichten der Komponisten Brahms, von Blome, Stolz, Carriére, Schwarz, Kukuck, Zillinger mit dem Kammerchor „Con Brio“ unter der Leitung von Susanne Schmidt, Kassel
    Solisten: Jochen Faulhammer, Bass, Ralf Schwarz-Aschenbrenner, Klavier

9. Juli 2017, So., ab 10.00 Uhr

  • Ausflug zur Burg Hanstein mit Führung durch die Burg und anschließendem Mittagessen im Klausenhof in Bornhagen.
Sommerfest im Goethe- und Schiller-Archiv Weimar
Jul 7: 16:00

»Willkommen, ihr Leute! …« – Sommerfest im Goethe- und Schiller-Archiv.

Jul
8
Sa
Literarische Wanderung »Auf dem Goethewanderweg von Ilmenau zum Kickelhahn«
Jul 8: 10:00

Literarische Wanderung »Auf dem Goethewanderweg von Ilmenau zum Kickelhahn«

Leitung: Dr. Eckhard Ullrich

Im Rahmen der Ausstellung »Wanderlust oder die Sehnsucht nach dem Paradies« im Eisenacher Stadtschloss vom 1.7. bis 29.10.2017.

Die Wanderung unter sachkundiger Leitung von Dr. Eckhard Ullrich beginnt am GoetheStadtmuseum am Ilmenauer Markt und führt über den mittleren und oberen Berggrabenweg entlang des Goethewanderweges über den Schwalbenstein nach Manebach. Über den Hermannstein geht des dann zum Goethehäuschen auf dem Kickelhahn und nach einer Rast zurück nach Ilmenau.

Eine Veranstaltung des Thüringer Literaturrates e.V. in Zusammenarbeit mit dem Thüringer Museum Eisenach und dem Kulturamt der Stadt Eisenach.

Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung der  Thüringer Staatskanzlei und der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen statt.

Jul
11
Di
Lesung mit Bärbel Klässner in Erfurt
Jul 11: 18:30

Lesung mit Bärbel Klässner

in der Reihe »Die Gunst des Augenblicks – Lyrik der Gegenwart – Thüringer Lesungen und Werkstattgespräche«

Moderation: Nancy Hünger

Bärbel Klässner, geboren 1960 in Magdeburg, studierte Sozialpsychologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. In den 80er Jahren engagierte sie sich in der Oppositionsbewegung innerhalb der Evangelischen Kirche der DDR. Sie gab in Jena die illegale Zeitung frau anders mit heraus. Seit 1995 leitet sie Schreibgruppen und -werkstätten. Bärbel Klässner ist Mitglied in der Literarischen Gesellschaft Thüringen, im Verband der Schriftsteller und in der Autorinnenvereinigung e.V. Seit 2003 lebt sie als freie Autorin in Essen.

Für ihr Werk wurde sie mehrfach ausgezeichnet, sie erhielt u. a. das Harald-Gerlach-Literaturstipendium (2013), das Clara- und Eduard-Rosenthal-Stipendium der Stadt Jena für Literatur/Stadtschreibung und war mehrfach Preisträgerin im Postpoetry-Wettbewerb NRW.

Zuletzt erschienen: so übernächtigt so angezündet: Poesie & Liebe (2014); Der Zugang ist gelegt (2008).

„Sie hat sich ihre eigene Sprache geschaffen, dazu eine erstaunlich selbständige (originäre) Bilderwelt, die kaum Anleihen erkennen lässt. Bärbel Klässners Gedichte bergen immer wieder Zeilen, Wendungen, die sich festhaken.“ (Wulf Kirsten, Nachwort „Nahe dem wortwendekreis“)

Jul
12
Mi
»Der leise Atem der Zukunft« – Lesung mit Ulrich Grober im Eisenacher Stadtschloss
Jul 12: 19:00

»Der leise Atem der Zukunft« – Lesung mit Ulrich Grober

im Rahmen der Ausstellung »Wanderlust oder die Sehnsucht nach dem Paradies« im Eisenacher Stadtschloss vom 1.7. bis 29.10.2017  liest der Schriftsteller Ulrich Grober aus seinem Buch »Der leise Atem der Zukunft«.

Bereits in seinem 2010 erschienenen Buch »Die Entdeckung der Nachhaltigkeit« setzte sich Ulrich Grober mit dem Ursprung und dem kulturgeschichtlichen Wandel des Begriffs der Nachhaltigkeit auseinander. Durch Ulrich Grober hat der heute oft ausgedünnte und verzerrt verwendete Begriff der Nachhaltigkeit eine Neubestimmung und Richtigstellung erfahren, die für das 21. Jahrhundert eine Schlüsselstellung einnehmen wird.
In »Der leise Atem der Zukunft« setzt Ulrich Grober seine Überlegungen zur Nachhaltigkeit fort. In seinem Denken stellen sich Bezüge zu Hartmut Rosa (Resonanz) oder Wilhelm Schmid (Gelassenheit) her, die beide in Thüringen lehren. Dass Begriffe wie Entschleunigung, Gelassenheit oder Selbstbeschränkung keine Sprachhülsen sein müssen, wird jeder erfahren, der sich von der Lesung mit Ulrich Grober inspirieren lässt.

Ulrich Grober wurde 1949 in Lippstadt geboren und lebt heute am Rand des Ruhrgebiets in Marl. Er studierte Germanistik und Anglistik in Frankfurt am Main und in Bochum. Er arbeitet als freier Journalist, Publizist und Schriftsteller. Neben zahlreichen journalistischen Veröffentlichungen für Zeitungen und den Rundfunk hat Ulrich Grober eine Reihe von Büchern vorgelegt. 2006 erschien „Vom Wandern. Neue Wege zu einer alten Kunst“ im Verlag Zweitausendundeins in Frankfurt (mit zahlreichen Nachauflagen). Mit seinem 2010 vorgelegten Buch „Die Entdeckung der Nachhaltigkeit“ weckte Ulrich Grober breites Interesse in der Öffentlichkeit. 2011 erhielt er für seine Auseinandersetzung mit dem Thema der Nachhaltigkeit den „Brandenburgischen Literaturpreis Umwelt“. Zuletzt erschien von ihm 2016 »Der leise Atem der Zukunft. Vom Aufstieg nachhaltiger Werte in Zeiten der Krise“ im Münchner Oekom Verlag.

Der Verlag über das Buch: »Ein historischer Prozess des Umdenkens ist im Gange. Weltweit machen sich Menschen auf die Suche nach einer »anderen Welt«: vielgestaltig und kreativ, ohne fertige Lösungen, aber mit gemeinsamen Werten und einer geteilten Vision von nachhaltiger Zukunft. Dabei zu sein ist faszinierend.
Und doch verengt sich momentan die Perspektive vieler zum Tunnelblick. Sie starren gebannt auf die Symptome von Krise und Kollaps: frustriert, angstbesetzt, gewaltbereit – oder resigniert, erschöpft, zynisch. Umso mehr zählt jetzt positive Energie. Ulrich Grober hat sich für dieses Buch auf den Weg gemacht – zu Menschen und Orten, die für eine neue Kultur der Nachhaltigkeit stehen. Im Inneren des Landes, in der Mitte der Gesellschaft. Er wandert auf den Spuren von Hauffs Märchen »Das Kalte Herz« durch den Schwarzwald; entwirft einen Abgesang auf die Autostadt in Wolfsburg; meditiert auf Meister Eckharts Sitz im Predigerkloster zu Erfurt. Was ihn interessiert, sind nachhaltige Werte im aktuellen Zeitgeist. Sein Buch erzählt vom Hunger nach Entschleunigung, nach Gelassenheit und Empathie, nach Einfachheit, Nachhaltigkeit und – Sinn.«

Eine Veranstaltung des Thüringer Literaturrates e.V. in Zusammenarbeit mit dem Thüringer Museum Eisenach und dem Kulturamt der Stadt Eisenach.

Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung der  Thüringer Staatskanzlei und der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen statt.

Jul
13
Do
Literaturland Thüringen unterwegs … in Brüssel
Jul 13: 18:00

»Thüringer Stimmen«

Lesung mit Kathrin Schmidt und Steffen Mensching

 

Begrüßung und Moderation: Dr. Jens-Fietje Dwars (Chefredakteur der Zeitschrift »Palmbaum« und Herausgeber der »Thüringer Stimmen«).

Grußwort: Dr. Babette Winter, Staatssekretärin für Europa und Kultur in der Thüringer Staatskanzlei.

»Kapoks Schwestern« – Lesung mit Kathrin Schmidt

»Jacobs Leiter« – Lesung mit Steffen Mensching

 

Kathrin Schmidt, geboren 1958 in Gotha, arbeitete als Diplompsychologin, Redakteurin und Sozialwissenschaftlerin. Sie erhielt für ihre literarischen Arbeiten zahlreiche Preise, darunter den Leonce-und-Lena-Preis 1993. Ihr 1998 erschienener Roman »Die Gunnar-Lennefsen-Expedition« wurde mit dem Förderpreis des Heimito-von-Doderer-Preises und dem Preis des Landes Kärnten beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 1998 ausgezeichnet. Für ihren Roman »Du stirbst nicht« erhielt sie 2009 den Preis der SWR-Bestenliste und den Deutschen Buchpreis. 2013 erhielt sie den Thüringer Literaturpreis. Zuletzt erschienen von ihr 2010 »Blinde Bienen. Gedichte« und 2011 der Erzählungsband »Finito. Schwamm drüber«. Sie lebt in Berlin.

Über den Roman »Kapoks Schwestern«: Entlang der spannungsreichen Beziehungen der Familien Kapok und Schaechter erzählt Kathrin Schmidt von Krieg, Flucht, Teilung, Bespitzelung und neuer Freiheit, von Liebe, Freundschaft, Schuld und Glück. Kathrin Schmidt erzählt eine große Geschichte aus kleinen Verhältnissen, führt ihre Leser in abgelegene Gegenden, vergangene Zeiten und in die deutsche und europäische Gegenwart. Kunstvoll, mit Gespür fürs Detail, große Gefühle und niedere Instinkte. (Verlag Kiepenheuer & Witsch)

 

Steffen Mensching wurde 1958 in Berlin (Ost) geboren. Er studierte an der Humboldt-Universität Berlin Kulturwissenschaft und arbeitete zwanzig Jahre als freiberuflicher Autor, Schauspieler, Clown und Regisseur. Bekannt wurde er vor allem durch die Zusammenarbeit mit Hans-Eckardt Wenzel. Ihre Clownsprogramme (u. a. »Letztes aus der DaDaeR« 1983 bis 1989) begleiteten die Wende in Ostdeutschland. Seine erste größere Gedichtsammlung »Erinnerung an eine Milchglasscheibe« erschien 1979, später folgten Lyrik-Sammlungen und Romane. Seit der Spielzeit 2008/09 ist Steffen Mensching Intendant am Theater Rudolstadt. Er ist Mitglied des Deutschen .PE.N.-Zentrums Deutschland.

Über den Roman »Jacobs Leiter«: Ein Mann aus Deutschland steht auf der 28th Street in Chelsea, Manhattan, und sucht einen Buchhändler. Er trifft auf Jack, alias Jacob, alias Jacov, seinen zukünftigen Geschäftspartner, Lehrer und väterlichen Freund. Jack bietet ihm 4000 alte deutsche Bücher zum Kauf an, kostbare und wertlose Bände, die aus Europa nach Amerika kamen. Der Mann ist hin und her gerissen. Was soll er mit dieser Emigrantenbibliothek? Da beginnen die Bücher zu erzählen… Sie erzählen nicht nur ihre Geschichte, sondern auch die Geschichten ihrer Vorbesitzer, in die der Autor biographische Elemente hineinspielen lässt.

 

Dr. Jens-Fietje Dwars wurde 1960 in Weißenfels geboren. Er ist seit 2000 freier Schriftsteller, Film- und Ausstellungsmacher, seit 2005 Chefredakteur der Thüringer Literaturzeitschrift „Palmbaum“ und Herausgeber der »Edition Ornament« im quartus-Verlag, 2001 und 2004 erhielt er den Adolf Grimme-Sonderpreis. Er lebt in Jena.

 

Die Veranstaltung findet in der Reihe »Literaturland Thüringen unterwegs..« des Thüringer Literaturrates e.V.  und in Zusammenarbeit mit der Vertretung des Freistaats Thüringen bei der EU in Brüssel statt.

Jul
15
Sa
Literarische Wanderung zu den Drei Gleichen
»Mit Menantes und Radegunde
auf dem Gustav-Freytag-Weg«
Jul 15: 10:00

Die Rundwanderung führt vom Freudenthal unterhalb der Burg Gleichen über Mühlberg und die Mühlburg zur Wachsenburg und über das Gleichental wieder zurück zum Ausgangspunkt. Geführt wird sie vom Jenaer Autor, Film- und Ausstellungsmacher Dr. Jens-Fietje Dwars, der u.a. die Menantes-Gedenkstätte in Wandersleben eingerichtet hat und die Thüringer Literaturzeitschrift »Palmbaum« leitet.

Als Christian Friedrich Hunold 1680 in Wandersleben geboren, war Menantes einer der meistgelesenen Dichter des Barock. Hören Sie, wie er und viele andere Autoren die Sage vom »zweibeweibten Grafen von Gleichen« besungen haben. Auch die Mühlburg ist ein literarischer Ort: Gustav Freytag hat ihr mit seinem Roman »Das Nest der Zaunkönige« 1873 ein Denkmal gesetzt. Mehr noch: mit der Legende der heiligen Radegunde, an die noch heute die Grundmauern einer Kapelle auf der Burg erinnern, begann die Thüringer Literaturge­schichte. Auf dem Gustav-Freytag-Wanderweg erinnert zudem der Triniusblick an einen Schriftsteller, der Thüringen als »Grünes Herz Deutschlands« berühmt gemacht hat. Und damit der Rückweg nicht zu lang wird, liest Dwars die besten Texte zum Menantes-Preis für erotische Dichtung, der seit 2006 alle zwei Jahre in Wandersleben vergeben wird.

Treffpunkt: 10 Uhr Menantes-Gedenkstätte, Menantes-Straße 31, OT Wandersleben, 99869 Drei Gleichen, von dort im PKW zum Parkplatz Freudenthal (10:15 Uhr). Ende der Wanderung: ca. 16 Uhr

 

Über die Drei Gleichen und ihre literarische Bedeutung

»Hier liegt vom Buche Thüringen eine der herrlichsten Stellen vor uns aufgeschlagen«, beschrieb Ludwig Bechstein den Landstrich rund um die Drei Gleichen auf einer Wanderung im Jahre 1838.

Der gut ausgeschilderte Rundweg von zwölf Kilometern verbindet die Mühlburg, die Wachsenburg sowie die Burg Gleichen und bietet immer wieder tolle Ausblicke.

Eine Burg für zwei Frauen
Ausgangspunkt der Wanderung ist der Bahnhof Wandersleben, von wo man nach etwa einer halben Stunde Fußmarsch auf die Burgenroute stößt und am Gasthof Freudenthal anlangt. (Ein Abstecher nach rechts, führt hinauf auf den hohen Kaffberg (393 m ü. NN), von dem man einen hervorragenden Ausblick auf die „Drei Gleichen“ hat.) Um das Freudental rankt sich die »Sage vom zweibeweibten Grafen«. Sie handelt von Graf Ernst III. von Gleichen, der auf einem Kreuzzug in den Orient in Gefangenschaft geriet. Mit der Hilfe einer Sultans­tochter konnte er jedoch fliehen. Er verliebte sich in seine Retterin und nahm sie zur Frau, obwohl er bereits verheiratet war. Am Fuße des Berges, wo heute der Gasthof steht, begrüßte ihn seine erste Frau mit offenen Armen. Fortan lebte der Graf mit zwei Frauen auf der Burg.

Die aus dem 11. Jahrhundert stammende Burg Gleichen (370 m) ist die größte der drei Burganlagen. Bis ins 16. Jahrhundert war sie bewohnt, danach dem Verfall preisgegeben. Neben Ringmauer, Torhaus und Resten des romanischen Palas ist auch der Bergfried erhalten. Der Aufstieg zum Turm wird mit einem schönen Ausblick belohnt.

Am Bergfuß bad lands: graugrüne und rote, nährstoffarme Tonsteine (aus dem Mittleren Keuper vor ca. 225 Mio. Jahren), wie in der südeuropäischen Steppe.

 

Vom Kugelblitz getroffen
Kaum ist die Autobahn unterquert, empfängt einen auch schon der kleine Ort Mühlberg. Die Touristinformation Kulturscheune Mühlberg berichtet von einer Sage: »Es heißt, dass in der Nacht des 31. Mai 1230 ein Kugelblitz zeitgleich in die Türme der drei Burgen einschlug, die Feuer auf den Bergen waren bis weit in die Ferne zu sehen. Seitdem sprechen die Menschen von den Drei Gleichen.«
Das Dorf steht auf Kalktuff, den eine stark sprudelnde, mineralreiche Karstquelle – der Spring – abgesetzt hat. Unterhalb der Burg Rätsandsteinbruch für Baumaterialien.
Es folgt der Aufstieg zur Ruine Mühlburg (377 m), der ältesten Burg Thüringens, 704 erstmals urkundlich erwähnt. Ab dem 17. Jahrhundert verfiel das Bauwerk. Noch heute führt eine Holzbrücke über den Burggraben in das Innere der Anlage, die von dem imposanten, 22 Meter hohen Bergfried beherrscht wird. 56 m tiefer Brunnen aus 13. Jh., kleines Museum.

Gustav Freytag beschrieb die Burg in seinem Romanzyklus »Die Ahnen« als »Das Nest der Zaunkönige«. Die letzte Thüringer Königstochter Radegunde (518 – 587) gründete im sechsten Jahrhundert in Frankreich eine freie Gemeinschaft von Frauen zur Pflege Notleidender und Kranker, weshalb sie nach ihrem Tod als Heilige verehrt wurde. Ein Zeugnis davon ist die ehemalige Radegundiskapelle auf der Mühlburg, von der allerdings nur noch die Grundmauern erhalten geblieben sind.
Auf dem Gustav- Freytag-Weg geht es über die Schlossleite, einem besonders reizvollen und geschützten Abschnitt im Drei-Gleichen-Gebiet über den Triniusblick (380 m, durch den Thüringer Wald-Verein Mühlberg zu Ehren des Schriftstellers August Trinius errichtet), bis zum Heckenberg und (links halten) in steilem Aufstieg zur Wachsenburg (421 m ü. NN) mit Blick auf den Thüringer Wald. Die einzige erhaltene Burg der Drei Gleichen (Hotel, Gaststätte) war bereits um 950 eine befestigte Anlage.
936 im Auftrag von Abt Meingoth als Klosteranlage errichtet, zeitweise Schutz- und Raubritterburg, bis Ende des 19. Jh. von Herzog Carl Eduard (Sachsen-Coburg und Gotha) als Gefängnis genutzt. Vom ehemaligen Wachsenburgverein als Ausflugsziel mit Aussichtsturm und Gaststätte umgebaut, heute in Privatbesitz, Hotel und Museum mit Bauern- und Handwerkszimmer sowie einer Waffen- und Rüstkammer. Hohenloheturm mit Rundblick über das Thüringer Becken. Brunnenhaus mit 93 Meter tiefem Brunnen und einem Tretrad aus der Zeit kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg.

Von der Wachsenburg führt der Weg hinunter ins Gleichental, vorbei an Alabasterbruch (bis 1952) und der Gräfenbrunnenquelle zurück bis nach Freudenthal.

 

Die Wanderung findet im Rahmen der Ausstellung »Wanderlust oder die Sehnsucht nach dem Paradies« im Eisenacher Stadtschloss vom 1.7. bis 29.10.2017 statt.

Eine Veranstaltung des Thüringer Literaturrates e.V. in Zusammenarbeit mit dem Thüringer Museum Eisenach und dem Kulturamt der Stadt Eisenach.

Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung der  Thüringer Staatskanzlei und der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen statt.

Jul
21
Fr
Märchen & Musik mit Andreas vom Rothenbarth und Tine Hildebrandt auf dem Baumkronenpfad im Hainich
Jul 21: 19:30

Andreas vom Rothenbarth und Tine Hildebrandt (Musik) – „Grün, wild und frei! Andreas vom Rothenbarth erzählt Märchen für Erwachsene

Der Wald unserer Märchen steht für das Unheimliche, Unbeherrschbare. Auch im Nationalpark Hainich soll wieder ein Ur-Wald entstehen, der sich der menschlichen Kontrolle entzieht. Hier, zwischen uralten Buchen oder über ihren rauschenden Wipfeln, kommt uns eine Ahnung von den Ängsten unserer Vorfahren, die sie märchenerzählend am Lagerfeuer zu bekämpfen suchten.

Die Märchenabende mit Andreas vom Rothenbarth sind bekannt für zauberhafte Spannung, wohliges Gruseln und befreiendes Lachen, wenn alles sein gutes Ende findet. Tine Hildebrandt kennt alle diese Momente und kann sie gekonnt auf der Flöte nachempfinden.

Eine Veranstaltung des Lese-Zeichen e.V. mit der KTL Kur und Tourismus GmbH Bad Langensalza, dem Nationalpark Hainich und der Thüringer Staatskanzlei.

Jul
26
Mi
Sommerwerkstatt »Art & Wiese«
Jul 26 – Jul 30 ganztägig

Sommerwerkstatt für junge Menschen auf der Burg Ranis

Der Lese-Zeichen e.V., die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten und das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur laden Dich zur Sommerwerkstatt auf Burg Ranis ein, die schon so manchen Künstler und zahlreiche Autoren inspiriert hat.

Du schreibst gern Gedichte oder arbeitest bereits an deinem ersten Roman? Oder interessierst Du Dich für Kunst und Fotografie? Du wolltest schon immer einmal etwas über Typographie, Bildgestaltung und Grafik lernen oder wie man den Pinsel über die Leinwand schwingt, eine Skulptur aus einem Baumstumpf fräst, was Kunst so alles möglich macht? Dann komm zur Sommerwerkstatt auf die Burg Ranis. Dort findest Du nicht nur Gelegenheit gemeinsam mit professionellen Schriftstellern und Lektoren an Deinem Text zu feilen oder mit bildenden Künstlern analog und digital an Deinem Frühwerk zu arbeiten, sondern Du lernst auch Gleichgesinnte kennen.

Die Teilnahme an den Workshops ist kostenfrei. Für die Unterbringung und Verpflegung fällt ein Unkostenbeitrag in Höhe von € 90,- an. Die Unterbringung erfolgt im Kinder-, Jugend- und Touristikzentrum „Papilio“ in Ludwigshof in Ranis, die An- und Abreise selbstständig. Wir rechnen mit 25 Teilnehmern. Bei mehr Teilnehmern zählt die Reihenfolge der Anmeldungen.

Rückmeldungen bis zum 30. Juni an: Lese-Zeichen e. V., Carl-Zeiss-Platz 15, 07743 Jena, Tel: 03641 – 493900 E-mail: ranis(at)lesezeichen-ev.de Bei der Anmeldung bitte Adresse, Telefon, Fax und Alter angeben (wenn vorhanden E-Mail).

Die Teilnahme erfolgt nach unserer schriftlichen Bestätigung. Für Anfragen stehen wir gern zur Verfügung. Die Werkstatt wird vom Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur gefördert.Teilnahme: ab 12 Jahren Für die noch nicht 18jährigen muss die Zustimmung der/des Erziehungsberechtigten vorliegen.

Die Werkstatt wird aktuell betreut von:

Helge Pfannenschmidt (Freier Lektor)
Daniela Danz (Autorin)
Andreas Berner (Grafiker)
Manuela Hemman (Malerin, Grafikerin)
Unkostenbeitrag kann gefördert werden!!!
Und so geht’s:

Mitmachen ist möglich in den Bereichen Sport, Kultur und Freizeit. Zehn Euro stehen jedem Kind bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres dafür monatlich zur Verfügung – zum Beispiel für die Musikschule, den Fußball- oder Leichtathletikverein, den Kinderzirkus oder die Pfadfinder-Freizeit oder aber für die Sommerwerkstatt Ranis.

Aug
2
Mi
Lesung mit Martin Stiebert in Apolda
Aug 2: 19:30

Lesung mit Martin Stiebert aus »Martin Luthers Rhetorik des Herzens«

Aug
3
Do
Lesung mit Christine Hansmann und Wolfgang Haak in Weimar
Aug 3: 19:00

»Zwischen den Ufern« – Ausstellung von Martin Max.

Begrüßung: Petra Schnabel.

Anlässlich der Ausstellungseröffnung lesen Christine Hansmann und Wolfgang Haak.

Musik: Laura Oetzel & Danuiel Mattelé.

Aug
5
Sa
»Kranewitt und Pimpernell – von verbotenen und erstaunlichen Kräutern« Nikola Hübsch erzählt für Erwachsene
Aug 5: 16:00

»Wie kann ich sie so wecken, dass sie gerne wach wird?« Eine knifflige Frage – die Antwort entscheidet über Leben und Tod. Deshalb wird in einer heißen Nacht an dem Bett der Auserwählten Großväterchen Wasserpfeife um Geschichten gebeten: Da vergreift sich ein König an den Blüten des Neembaumes, der Zitronenhäuptling sucht mit seiner Gewürz- und Pflanzenschar ein gefahrloses Zuhause und ein erblindeter Vater braucht ein ganz besonderes Heilmittel.

Nikola Hübsch erzählt außerdem, warum es manchmal vier Wünsche in den Märchen geben sollte und dass es für eine Frau durchaus schön sein kann, wenn der Traum-prinz zuhause bleibt.

Nikola Hübsch war nach dem Schauspielstudium einige Jahre an deutschen Theatern tätig, bevor sie nach Namibia emigrierte. Dort war sie Redakteurin und Moderatorin beim Rundfunk, später Vizeintendantin des Nationaltheaters in Windhoek und lernte das Erzählen. Seit ihrer Rückkehr erzählt sie leidenschaftlich gerne für Menschen jeden Alters, leitet in Freiburg das Projekt »EZW« und hält Lehraufträge zum Erzählen und zu Jeux Dramatiques an Hochschulen.

http://www.nikolahuebsch.com

Aug
6
So
»Kranewitt und Pimpernell – von verbotenen und erstaunlichen Kräutern« Nikola Hübsch erzählt für Erwachsene
Aug 6: 16:00

»Wie kann ich sie so wecken, dass sie gerne wach wird?« Eine knifflige Frage – die Antwort entscheidet über Leben und Tod. Deshalb wird in einer heißen Nacht an dem Bett der Auserwählten Großväterchen Wasserpfeife um Geschichten gebeten: Da vergreift sich ein König an den Blüten des Neembaumes, der Zitronenhäuptling sucht mit seiner Gewürz- und Pflanzenschar ein gefahrloses Zuhause und ein erblindeter Vater braucht ein ganz besonderes Heilmittel.

Nikola Hübsch erzählt außerdem, warum es manchmal vier Wünsche in den Märchen geben sollte und dass es für eine Frau durchaus schön sein kann, wenn der Traum-prinz zuhause bleibt.

Nikola Hübsch war nach dem Schauspielstudium einige Jahre an deutschen Theatern tätig, bevor sie nach Namibia emigrierte. Dort war sie Redakteurin und Moderatorin beim Rundfunk, später Vizeintendantin des Nationaltheaters in Windhoek und lernte das Erzählen. Seit ihrer Rückkehr erzählt sie leidenschaftlich gerne für Menschen jeden Alters, leitet in Freiburg das Projekt »EZW« und hält Lehraufträge zum Erzählen und zu Jeux Dramatiques an Hochschulen.

http://www.nikolahuebsch.com

Aug
10
Do
Textwerkstatt für Frauen
Aug 10 – Aug 13 ganztägig

Ausschreibung

Die Literarische Gesellschaft Thüringen e.V. lädt in Zusammenarbeit mit dem Lese-Zeichen e.V. zur Textwerkstatt für Frauen ein. Die Einladung richtet sich sowohl an Frauen, die bereits länger literarisch arbeiten und/oder schon publiziert haben, als auch an Frauen, die vor allem Lust am Schreiben mitbringen und mit- und voneinander lernen wollen, für ihre Texte einen literarischen Maßstab zu entwickeln und an der Gestaltung zu arbeiten. Willkommen sind sowohl Lyrik als auch Prosa, (auto)biografische Texte und experimentelle Formen. Fundierte Textkritik, intensiver Austausch, Respekt und Spaß – nichts soll zu kurz kommen. Wir freuen uns auf interessierte Frauen und eine bunte Palette an Texten!

Anreise: Donnerstag, 10. August bis 19.00 Uhr zum Abendessen

Abreise: Sonntag, 13. August, nach dem gemeinsamen Mittagessen

Teilnahmegebühr: 180,- € im Einzelzimmer (DU/WC) inklusive 3 Übernachtungen sowie je 3 Mahlzeiten (Vollpension); auf Anfrage stehen 2 ermäßigte Plätze (120,- €) zur Verfügung.

Eine Teilnahme nur an einzelnen Tagen oder Veranstaltungen ist nicht möglich.

Wir bitten um Anmeldung bis zum 31.05.2017 und um eine Anzahlung bis zum 02.06.2017 in Höhe von 80,- € auf das Konto der Literarischen Gesellschaft Thüringen bei der Sparkasse Mittelthüringen (IBAN: DE48 8205 1000 0600 0221 61, BIC: HELADEF1WEM). Der Eingang der Anzahlung gilt als verbindliche Zusage unsererseits.

Sollte nach einmaliger Mahnung bis zum 15.06.2017 keine Zahlung erfolgen, behalten wir uns vor, den Platz an eine andere Frau zu vergeben.

Der Restbetrag (100,- € bzw. ermäßigt 40,- €) ist am 08.08.2017 fällig. Es ist auch möglich, den Gesamtbetrag bereits bis zum 02.06.2017 einzuzahlen. Nach der Anmeldung mit Zahlungseingang erhalten Sie/erhältst du eine Mail mit den Details zum Ablauf der Werkstatt. Bis zum 31.07.2017 müssen Texte eingereicht werden, die wir gemeinsam besprechen.

Anmeldung und Anfragen bitte an Sigrun Lüdde (E-Mail: literarische-gesellschaft@t-online.de, Tel. 03643-776699, Fax 03643-776866)

Die Werkstattleiterinnen:

Nancy Hünger lebt als freie Autorin in Erfurt. Im Herbst 2008 erhielt sie ein Hermann-Lenz-Stipendium. Im Jahre 2011 war sie Jenaer Stadtschreiberin, 2013 Stipendiatin im Künstlerhaus Edenkoben. Harald-Gerlach-Stipendiatin 2015.

Bärbel Klässner lebt in Essen, schreibt und veröffentlicht Lyrik und essayistische Prosa, Stipendien vom Land Thüringen und vom Land NRW, 2011 Rosenthal-Stipendiatin in Jena, Harald-Gerlach-Stipendiatin 2013, Preisträgerin PostPoetry 2012 und 2013.

 

Szenische Wieland-Lesung im Schillerhaus Rudolstadt
Aug 10: 19:30

Die »Pappenspieler« präsentieren: Wielands »Musarion« – in einer szenischen Lesung mit Playmobil-Spielfiguren.

Auch nach 44 Jahren konnte sich Johann Wolfgang von Goethe noch gut »des Orts und der Stelle« entsinnen, wo er 1768 die ersten Aushängebogen von Christoph Martin Wielands »Musarion« gesehen hatte. Der volle Titel des Werkes lautet »Musarion oder die Philosophie der Grazien«, aber auch die beste Inhaltsangabe kann dieses Feuerwerk des Wortwitzes und die sprachliche Leichtigkeit nicht beschreiben, die nicht nur Goethe begeistert hat. In der Inszenierung der »Pappenspieler« (Freiburg i. Br.) erfährt das Stück mithilfe von Playmobil-Figuren eine dem spielerischen Charakter angemessene Umsetzung.

Wer ein Opernglas besitzt, sollte dieses mitbringen − die Bühne ist klein!

Aug
11
Fr
Lesung und Konzert mit Ulf Annel und Jürgen Adlung auf dem Baumkronenpfad im Hainich
Aug 11: 19:30

„Die unglaubliche Geschichte Thüringens“ – Lesung mit Ulf Annel

Der Erfurter „Arche“-Kabarettist Ulf Annel beweist in seinem Solo-Programm sehr humorvoll, dass Thüringen für viel mehr steht als für Kloß und Bratwurst. Er „lunst“ in helle und dunkle Ecken der Geschichte und stellt wichtige Fragen wie: Waren die Thüringer die Blaumacher des Kontinents? Wie wurde Thüringen die Samenbank der europäischen Königshäuser? Wo fand der erste Grand Prix de Eurovision statt? Was verbindet Luther, den Gartenzwerg und das Glasauge?

Ein amüsanter Surfkurs von der Urgesellschaft bis zur Wende. Alles wahr und trotzdem zum Lachen!

Musikalisch begleitet wird der Abend von Pianist Jürgen „Atze“ Adlung alias Mr. Speedfinger.

Eine Veranstaltung des Lese-Zeichen e.V. mit der KTL Kur und Tourismus GmbH Bad Langensalza, dem Nationalpark Hainich und der Thüringer Staatskanzlei.

Aug
15
Di
Präsentation des neuen Goethe-Jahrbuchs der Goethe-Gesellschaft in Weimar
Aug 15: 18:00

Präsentation des neuen Goethe-Jahrbuchs der Goethe-Gesellschaft mit Dr. Michael Veeh (Regensburg): Goethes „Faust“ in Comic-Zeichnungen

Im Anschluss Geselligkeit bei einem Glas Wein.

Aug
18
Fr
Kunst und Kultur zwischen Gesellschaft und Politik auf Burg Ranis
Aug 18: 18:00

4. Demokratiekonferenz im Saale-Orla-Kreis

Welche Rolle spielen Kunst und Kultur für die demokratische Gesellschaft? Sind sie unerlässlich, unabhängig oder gar unpolitisch – sollen sie Spiegel, Stachel oder Motor sein?

Der Saale-Orla-Kreis beteiligt sich seit 2015 mit der lokalen »Partnerschaft für Demokratie« am Bundesprogramm »Demokratie leben!« sowie dem Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit »Denk bunt«. Beide Programme basieren auf einer engen

Kooperation zwischen Staat und Zivilgesellschaft und fördern ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander. Vor diesem Hintergrund werden 2017 verstärkt Projekte aus dem künstlerischen und kulturellen Bereich gefördert.

Die Veranstaltung soll allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern, Initiativen, Bildungseinrichtungen, Vereinen und Verbänden sowie kommunalen Verantwortlichen in Verwaltung und Politik die Gelegenheit geben, über die Rolle von Kunst und Kultur im Saale-Orla-Kreis zu diskutieren und gegebenenfalls Ausgangspunkt für eine weiterführende Zusammenarbeit sein.

Programm:

  1. „Schlingensief & Co. – Potenziale ästhetischer Ambiguität im gesellschaftspolitischen Diskurs“
    Vortrag von Prof. Dr. Verena Krieger
    (Lehrstuhl für Kunstgeschichte Friedrich-Schiller-Universität Jena)
    „Die Verantwortung von Kunst und Kultur in der demokratischen Gesellschaft“
  2. Offene Podiumsdiskussion
    mit Prof. Dr. Verena Krieger
    Kathrin Ollroge (Potsdam)
    Fotokünstlerin, Projekt »Raum für Gedanken«
    Matthias Biskupek (Berlin/Rudolstadt)
    Schriftsteller, Publizist, Literaturkritiker
    Volly Tanner (Leipzig)
    Schriftsteller, Moderator, Journalist
    Büro für Urbane Zwischenwelten (Leipzig)
    Beteiligungsprozesse, Kultur- und Kreativwirtschaft im ländlichen Raum
    Ernst Niemand (Jena)
    Comic-Künstler, Projekt »Angry White Dude«
    Andreas Berner (Wurzbach)
    Lesezeichen e.V. –  Thüringer Büro zur Förderung von Literatur und Kunst
    Pößneck alternativer Freiraum e.V.
    Träger von Kulturprojekten zur Demokratieförderung im SOK
    Moderation: Annegret Zacharias (Jena)
Nancy Hünger und Christine Hansmann: »Der Garten im Gedicht«
Aug 18: 19:00

»Hast du einen Garten und eine Bibliothek, dann hast du alles, was du brauchst.« (Cicero)

Zu allen Zeiten haben Gärten MalerInnen und DichterInnen inspiriert. Ausgehend von einzelnen Blumen, weitet sich der Blick in das Leben der Gärten. Präsentiert werden ausgewählte Gedichte von Johann Wolfgang von Goethe bis in unsere Gegenwart, besinnlich oder humorvoll – Poesie pur! Der bekannte Jenaer Musiker Klaus Wegener setzt mit Saxophon und Klarinette musikalische Akzente.

Aug
19
Sa
Outbird Salon auf Burg Ranis
Aug 19: 17:00

Umgeben vom besonderen Ambiente der Burg Ranis präsentiert Outbird im ersten Teil vielversprechende, junge Newcomer aus dem Künstlernetzwerk des „Corvus e. V.„, um nach einer Pause im zweiten Teil Lyrik von Jim Morrison und Musik von The Doors zu präsentieren.

Erster Teil (17 Uhr) – Musik:

Welat Gedick (Violine)
Helene Gedick (Flöte)
Abby Engel (Klavier + Gitarre)
Charlotte Frensen (Klavier)

Zweiter Teil (19.30 Uhr) – Lyrik:

Autor + Rezitator M. Kruppe feiert Geburtstag und liest dabei musikalisch Lyrik von Jim Morrison, untermalt von Musik von The Doors. Passend und im Sinne von Morrisons´ „Well, show me the way to the next Whisky Bar“ wird es für Feinschmecker eine Auswahl leckeren Fingerfoods und erlesener Whiskys (und anderer Getränke) geben. Im Anschluss an die Veranstaltung noch gemütliches Beisammensein.

Eine Veranstaltung von Outbird mit dem Lese-Zeichen e.V.

Aug
20
So
Lesung mit Martin Stiebert in Pößneck
Aug 20: 15:00

Eilende Wolken! Segler der Lüfte!

Die Poesie von Wolken von Schiller bis Enzensberger

Lesung mit Martin Stiebert und musikalischer Begleitung von Oliver Räumelt am Akkordeon

Lesung mit Annerose Kirchner in Ronneburg
Aug 20: 15:30

»Spurlos verschwunden – eine literarische Spurensuche nach Dörfern und Menschen, die dem Uranbergbau weichen mussten« – Lesung mit der Schriftstellerin Annerose Kirchner.

Aug
22
Di
Gedenkveranstaltung für den Politiker und Dichter
Hans-Jürgen Döring im Thüringer Landtag
Aug 22: 18:00

Am 29. April 2017 starb der Dichter und Politiker Hans-Jürgen Döring. Über 25 Jahre prägte er als Landtagsabgeordneter und Politiker der SPD die Landespolitik maßgeblich mit. Vor allem als kultur- und bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag setzte er sich wie kein anderer für kulturelle Belange über alle künstlerischen Sparten hinweg ein.

Seit 2014 war Hans-Jürgen Döring Vorsitzender des Verbandes deutscher Schriftsteller in Thüringen. Als Dichter veröffentlichte er zwei Gedichtbände; ein dritter erscheint aus seinem Nachlass anlässlich der Gedenkveranstaltung am 22. August 2017.

Schirmherr der Veranstaltung ist Christian Carius, der Präsident des Thüringer Landtages.

Neben kurzen Reden auf den Politiker Hans-Jürgen Döring von Weggefährten wir Birgit Pelke und Heiko Gentzel soll in der Veranstaltung vor allem auch der Dichter zu Wort kommen. Politikerinnen und Politiker, Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Freundinnen und Freunde von Hans-Jürgen Döring lesen Gedichte und Prosa aus seinem schriftstellerischen Werk.

Im Anschluss lädt die SPD-Fraktion im Thüringer Landtag zu einem Empfang.

ONLINE ANMELDUNG

Aug
25
Fr
Vortrag von Dr. Ute Pott im Schillerhaus Rudolstadt
Aug 25: 17:00

Dr. Ute Pott – Literarische Geselligkeit im 18. Jahrhundert

Das 18. Jahrhundert gilt auch als »das gesellige« Jahrhundert. Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803), den Schiller bewunderte und verehrte, war ein Genie der Freundschaft und Geselligkeit. In seinen Sammlungen haben sich zahlreiche Objekte aus seinem freundschaftlichen Zirkel erhalten, die die neuen Umgangsformen und das Interesse am Austausch ab der Mitte des 18. Jahrhunderts dokumentieren. In einem anschaulichen Vortrag schildert die Direktorin des Gleimhauses in Halberstadt am Beispiel von Gleim und seinem Kreis die Aspekte der Geselligkeit, von Gedicht-Spielen bis zum Essen und Trinken.

Aug
26
Sa
Sommerfest der Poesie in Eisenach
Aug 26: 14:00 – Aug 27: 00:00

Sommerfest der Poesie in der Eisenacher Südstadt

Zum ersten Mal veranstaltet die Literarische Gesellschaft Thüringen ihr Sommerfest der Poesie. Gefeiert wird auf dem Areal der Alten Mälzerei in Eisenach. Partner für dieses Event sind die Stadt Eisenach, die Lippmann+Rau-Stiftung sowie der Jazzclub Eisenach. Auf dem Literaturfest kann man bis in die Nacht hinein Literatur, Film und Musik genießen, die verschiedenen Projekte der LGT kennenlernen und vielfältige Kontakte knüpfen oder vertiefen.

 

Im Programm stehen:

14:00 Uhr Eröffnung der Veranstaltung durch die Literarische Gesellschaft Thüringen (Reuter-Villa Salon)

14:15 Uhr Auszeichnung und Lesung der drei Preisträger des Schreibwettbewerbs, Übergabe der Preisträgertexte für den Manuskriptkoffer, des Lippmann+Rau Musikarchivs (Reuter-Villa Salon)

15:00 Uhr Vorstellung der Projekte Weimarer Kinderbibel und Thüringer Buchlöwe unter Einbeziehung ausgewählter junger Autoren vom Martin-Luther-Gymnasium + Lesung von Lieblingstexten aus den vielen Jahren des Buchlöwen durch Mitglieder der Literarischen Gesellschaft

16:00 Uhr Literaten und Lesebühnen aus Thüringen (Reuter-Villa Salon und Garten sowie Gedenkstätte Goldener Löwe)

17:00 Uhr Es lesen Lyriker und Autoren aus der Region (Reuter-Villa Salon und Garten sowie Gedenkstätte Goldener Löwe)

18:30 Uhr Poetryfilmkanal Weimar und Lesung Edition Muschelkalk (Christine Hansmann & Stefan Petermann), (Hotel Glockenhof)

20:00 Uhr Abendlesung mit Nancy Hünger und Daniela Danz (Reuter-Villa Salon)

21:00 Uhr Nachtmusik im Garten der Reuter-Villa mit Jana Nietzschmann und mit der Westthüringer Folkband „Mi Laad“ – Konzert: Snowblind unplugged in der Phantasie (separater Eintritt)

Karten sind in der Buchhandlung „Leselust“ für 10 Euro (ermäßigt 8 Euro) erhältlich. Schüler haben freien Eintritt, Begleitpersonen von Schülern sind ebenfalls ermäßigungsberechtigt.

Veranstaltungsorte:

  • Reuter-Wagner-Museum – Reuterweg 2 (an der Auffahrt zur Wartburg)
  • Gedenkstätte Goldener Löwe – Marienstraße 57 (2 min Fußweg von der Reuter-Villa)
  • Hotel Glockenhof – Grimmelgasse 4 (8 min Fußweg von der Reuter-Villa)
  • Ausflugslokal Phantasie – Mariental 33 (15 min Fußweg von der Reuter-Villa)
Robert-Gernhardt-Programm mit Stephanie und Matthias Schick in Limlingerode
Aug 26: 14:30

»Robert Gernhardt (1937-2006), Schriftsteller, Lyriker, Maler, Zeichner« – ein Programm mit Stephanie und Matthias Schick.

Aug
28
Mo
Lesung mit Martin Stiebert in Jena zu Goethes Geburtstag
Aug 28: 19:30

200 Jahre »Urworte. Orphisch« – zu Goethes Geburtstag

Sep
2
Sa
Lesung mit Wulf Kirsten in Weimar
Sep 2: 16:00

Wulf Kirsten liest bei Ullrich Panndorf

Im Rahmen der Ausstellung „Verweile doch“  mit Werken des Weimarer Künstlers  Ullrich Panndorf aus drei Jahrzehnten findet am Samstag, dem 2. September, 16.00 Uhr, eine Lesung mit Wulf Kirsten in der Kunsthalle Harry Graf Kessler, Goethepatz 9b, in Weimar statt.

Wulf Kirsten gibt ihr den seinem vorletzten Gedicht entlehnten Titel „Am Lebensfaden“. Neben neuerer Lyrik dürfen die Besucher auch literarische Bekenntnisse des Schriftstellers zu Weimar und Europa sowie jüngere Prosatexte erwarten.

Außerdem nimmt Wulf Kirsten Bezug zu Arbeiten von Ullrich Panndorf –  zu Dresden und den Sandstein-Galerien der Sächsischen Schweiz. Beide, den Schriftsteller und den Künstler, verbindet die Leidenschaft zur Sächsischen Schweiz, wohin sie sich in ihrem 2016 erschienenen gemeinsamen Werk „Felsenfest“ noch einmal auf eine besondere Spurensuche an Orte ihrer Vergangenheit begeben haben.

Einen weiteren Grund, länger an diesem Nachmittag in der Ausstellung zu verweilen, bietet Jens Henkel von der burgart-presse Rudolstadt. Er wird dieses und andere Künstlerbücher von Ullrich Panndorf präsentieren und in das Buchkunstschaffen des Malers und Grafikers Panndorf einführen.

Eine Veranstaltung der Kulturdirektion Weimar.

Lesung mit Matthias Winde und Johannes Arpe im Schillerhaus Rudolstadt
Sep 2: 19:30

Das Treffen: Briefe von Schriftstellern und anderen Profis –
Lesung mit Matthias Winde und Johannes Arpe

 

Wer schreibt, der bleibt, und was wäre uns von all den weltbewegenden Gedanken, geheimen Sehnsüchten und grandiosen Irrtümern der Dichter geblieben, hätten sie sie nicht brieflich festgehalten. In unserer Reihe „Das Treffen“ anlässlich der ersten Begegnung von Goethe und Schiller in Rudolstadt, präsentieren die Schauspieler Matthias Winde und Johannes Arpe im Garten des Schillerhauses eine Auswahl der spannendsten und berührendsten, der lustigsten und zeitgeschichtlich interessantesten Briefe von und an Autoren. Ein geradezu nostalgischer Abend in einer Zeit, in der das Briefeschreiben schon etwas aus der Mode gekommen ist. Mit Akkordeonmusik von Uwe Steger.

Sep
4
Mo
Sebastian ist krank #15 – Lesebühne in Jena
Sep 4: 20:00

Wir sind Slam-Poeten, Storyteller, Lyriker, Prosaisten und Ex-Grundschüler. Wir sind mehrfach mit Preisen und Titeln überschüttete Literaten, die sich an schlechten Wortspielen versuchen. Wir entfesseln mal tosenden Applaus, mal zum Zerreißen gespannte Stille und sind dabei stets mindestens so mittel. Wir sind Jenas junge, beste und einzige monatliche Lesebühne. Wir sind Sebastian ist krank.

Wir? Das sind: Die sagenumwogene Elli Linn, der legendenumrankte Steve Kußin und der fabelhafte Friedrich Herrmann. Und natürlich Sebastian (Sebastian ist krank). Mit dabei sind wieder Gäste.

Tickets gibt es nur an der Abendkasse: 6 €, ermäßigt schlanke 5 €.

Sep
6
Mi
Lesung und Gespräch mit Hamed Abboud in Eisenach
Sep 6: 19:00

Lesung und Gespräch mit Hamed Abboud: »Der Sohn Adams und die nicht endende Suche«

im Rahmen der Ausstellung »Wanderlust oder die Sehnsucht nach dem Paradies« im Eisenacher Stadtschloss vom 1.7. bis 29.10.2017.

Hamed Abboud, geboren 1987, floh aus Syrien über Ägypten, Dubai, und die Türkei nach Europa. Heute lebt er als anerkannter Flüchtling in Österreich. Hamed Abboud schreibt Gedichte gegen den Krieg und die Hoffnungslosigkeit. Wehmütig, sarkastisch und eindrücklich. Seine Texte handeln von dem, was er in seiner Heimat erlebt hat, vom Alltag unter einem diktatorischen Regime, von Verfolgung, Flucht und Sehnsucht und »dem Traum vom Paradies«. 2017 erschien sein zweisprachiger Gedichtband „Der Tod backt einen Geburtstagskuchen“ in der Schweizer Edition Pudelundpinscher. Die in Köln lebende Übersetzerin Larissa Bender hat seine Gedichte ins Deutsche übertragen.

Moderation und Lesung der deutschen Übersetzungen: Wolfgang Haak.

Eine Veranstaltung des Thüringer Literaturrates e.V. in Zusammenarbeit mit dem Thüringer Museum Eisenach, der Kulturdirektion der Stadt Eisenach, dem Heimatbund Thüringen und dem Kunstverein Eisenach.

Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung der  Thüringer Staatskanzlei und der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen statt.

Sep
7
Do
»Die stillen Trabanten«: Lesung mit Clemens Meyer in Ranis
Sep 7: 19:30

Geschichten aus der Nacht. Clemens Meyer ist ein Meister der Kurzgeschichte.

Ein Lokführer, der die Nachtfahrten liebt, bis ein lachender Mann auf den Schienen steht. Ein Wachmann, der seine Runden um das Ausländerwohnheim dreht und sich in die Frau hinter dem Zaun verliebt. Ein Imbissbudenbesitzer, der am Hochhausfenster steht und auf die leuchtenden Trabanten der Nacht schaut. Souverän, rauschhaft und traumwandlerisch sicher erzählt Clemens Meyer von verlorenen Schlachten und überwältigenden Wünschen. Es sind Geschichten aus unserer Zeit, so zerrissen wie unser Leben, so düster wie die Welt, so schön wie die schönsten Hoffnungen.

Lesung und Gespräch mit Hamed Abboud in Bad Langensalza
Sep 7: 19:30

Lesung und Gespräch mit Hamed Abboud: »Der Sohn Adams und die nicht endende Suche«

im Rahmen der Ausstellung »Wanderlust oder die Sehnsucht nach dem Paradies« im Eisenacher Stadtschloss vom 1.7. bis 29.10.2017.

 

Hamed Abboud, geboren 1987, floh aus Syrien über Ägypten, Dubai, und die Türkei nach Europa. Heute lebt er als anerkannter Flüchtling in Österreich. Hamed Abboud schreibt Gedichte gegen den Krieg und die Hoffnungslosigkeit. Wehmütig, sarkastisch und eindrücklich. Seine Texte handeln von dem, was er in seiner Heimat erlebt hat, vom Alltag unter einem diktatorischen Regime, von Verfolgung, Flucht und Sehnsucht und »dem Traum vom Paradies«. 2017 erschien sein zweisprachiger Gedichtband „Der Tod backt einen Geburtstagskuchen“ in der Schweizer Edition Pudelundpinscher. Die in Köln lebende Übersetzerin Larissa Bender hat seine Gedichte ins Deutsche übertragen.

Moderation und Lesung der deutschen Übersetzungen: Jens Kirsten.

Eine Veranstaltung des Thüringer Literaturrates e.V. in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund Thüringen und dem BUND Umweltzentrum Bad Langensalza.

Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung der  Thüringer Staatskanzlei und der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen statt.

Sep
8
Fr
»Die stillen Trabanten«: Lesung mit Clemens Meyer in Jena
Sep 8: 19:30

Geschichten aus der Nacht. Clemens Meyer ist ein Meister der Kurzgeschichte.

Ein Lokführer, der die Nachtfahrten liebt, bis ein lachender Mann auf den Schienen steht. Ein Wachmann, der seine Runden um das Ausländerwohnheim dreht und sich in die Frau hinter dem Zaun verliebt. Ein Imbissbudenbesitzer, der am Hochhausfenster steht und auf die leuchtenden Trabanten der Nacht schaut. Souverän, rauschhaft und traumwandlerisch sicher erzählt Clemens Meyer von verlorenen Schlachten und überwältigenden Wünschen. Es sind Geschichten aus unserer Zeit, so zerrissen wie unser Leben, so düster wie die Welt, so schön wie die schönsten Hoffnungen.

Tickets sind im Vorverkauf in der Thalia-Buchhandlung in der Neuen Mitte und an der Abendkasse erhältlich.

Lesung und Gespräch mit Hamed Abboud in Erfurt
Sep 8: 20:00

»Der Sohn Adams und die nicht endende Suche« – Lesung und Gespräch mit dem syrischen Dichter Hamed Abboud

Hamed Abboud, geboren 1987, floh aus Syrien über Ägypten, Dubai, und die Türkei nach Europa. Heute lebt er in Österreich.
Er schreibt Gedichte gegen den Krieg und die Hoffnungslosigkeit. Seine Texte handeln von dem, was er in seiner Heimat erlebt hat, vom Alltag unter einem diktatorischen Regime, von Verfolgung, Flucht und Sehnsucht.
2017 erschien sein Gedichtband »Der Tod backt einen Geburtstagskuchen« in der Edition Pudelundpinscher in der Schweiz.
Hamed Abboud wurde vom Haus der Kulturen der Welt in Berlin für den »Internationaler Literaturpreis« 2017 nominiert.

Begrüßung: Alfred Bax
(Heimatbund Thüringen)

Moderation & Gespräch: Wolfgang Haak
(Schriftsteller, P.E.N.-Zentrum Deutschland)

Eine Vetanstaltung des Heimatbund Thüringen e.V., Projekt PARTHNER in Kooperation mit dem Thüringer Literaturrat e.V.


Gefördert durch das Bundesministerium des Innern im Rahmen des Bundesprogramms »Zusammenhalt durch Teilhabe« sowie durch »Denk bunt«, das Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport.“

Sep
9
Sa
Rudolstädter KulTourNacht 2017 im Schillerhaus Rudolstadt
Sep 9: 19:00

Das Lutherbild in der Literatur

Am „Mythos Luther“ haben in den vergangenen fünf Jahrhunderten nicht nur Theologen tatkräftig mitgewirkt, sondern auch bildende Künstler und Literaten. Im Rahmen der diesjährigen Rudolstädter KulTourNacht, die im Zeichen des Reformationsjubiläums steht, werden die maßgeblichsten und interessantesten Texte von Schriftstellern, in denen das Lutherbild konstruiert, aber auch dekonstruiert wurde, vorgelesen. Die Bandbreite reicht von Hans Sachs mit seinem bekannten Gedicht von der „wittenbergisch nachtigal“ bis zu einem Spottgedicht des jungen Hallenser Dichters André Schinkel, und natürlich darf auch ein Luthergedicht von Friedrich Schiller nicht fehlen.

Dixieland! Mit der Burgen-Jazz-Band
Sep 9: 20:00

Es ist bereits zur Tradition geworden: Im September reisen die Gäste der Pinsenberghalle Krölpa zurück in das goldene Zeitalter der amerikanischen Musik. Die Spielfreude des Dixieland ist bis heute ansteckend! Und mit der Burgen-Jazz-Band ist in diesem Jahr eine der besten Dixie-Combos Thüringens zu erleben!
Die sechsköpfige Kapelle aus der Region der Drei Gleichen besteht aus Banjo, Basss, Schlagzeug, Trompete, Posaune und Saxophon. Ihr Repertoire umfasst traditionellen Dixieland, Oldtime Jazz und die Schlager von damals. Hier sind sie zu hören, die Klassiker wie „Ice Cream“, „Tiger Rag“, „JaDa“, „Bourbone Street Parade“, aber
auch Schlager aus der Jugendzeit wie „Hallo kleines Fräulein“, „Wochenend und Sonnenschein“, „Mein kleiner grüner Kaktus“, „Ich hab‘ für dich ’nen Blumentopf“ und viele andere mehr. Eben handgemachte Musik, auf der Bühne, im und mit dem Publikum, live und ohne Strom.

Tickets bei der Gemeinde Krölpa (03647-43140) und in der Buchhandlung am Markt in Pößneck

Sep
10
So
Tag des offenen Denkmals im Kultur-Pfarrhof in Wandersleben
Sep 10: 13:30 – 17:00

»Aus Liebe zum Buch – Lesen ist Zukunft«
Druck- und Grafik-Fest zum Tag des offenen Denkmals 2017

 

13:30 Uhr: Lesung mit dem Kinderbuch-Autor Hubert Schirneck

anschließend Puppenspiel

14:30 Uhr: Drucken, Papierschöpfen, Buchbinden zum Mitmachen

Kaffeetafel,  Bratwurst, Getränke

Eröffnung des Thüringer Märchen- und Sagenfestes auf Burg Ranis
Sep 10: 14:00

Eröffnung des Thüringer Märchen- und Sagenfestes auf Burg Ranis zum Tag des offenen Denkmals

Das ganze Jahr über verzaubern zahlreiche professionelle Erzähler mit ihren Erzählkünsten große und kleine Zuhörer. Die Tradition des freien Erzählens und die damit verbundene Kultur des Zuhörens, sowie das Märchen als traditionelles Bildungs- und Kulturgut, das sind Aspekte, auf die der Lese-Zeichen e.V. und die Stadt Meiningen als Organisatoren Wert legen.

Die Eröffnung des Thüringer Märchen- und Sagenfestes findet traditionell am „Tag des Offenen Denkmals“ statt – in diesem Jahr am Sonntag, dem 10. September ab 14:30 Uhr. Ein buntes Programm aus Erzählungen und Mitmachaktionen für kleine und große Kinder rund um das diesjährige Motto „Macht und Pracht“ erwartet die Besucher auf Burg Ranis.

Lese-Zeichen e.V. in Zusammenarbeit mit den Burgfreunden Ranis e.V. und der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten

Tag des offenen Denkmals im Literaturmuseum »Theodor Storm« in Heiligenstadt
Sep 10: 14:00

Der Storm-Verein lädt im Veranstaltungskeller und im Museumsgarten zu Kaffee und selbstgebackenem Kuchen ein.

Sep
13
Mi
Vortrag über Luther von Dr. Joachim Ott in Gotha
Sep 13: 18:15

„Luther und der Hammer. Vortrag in Gotha zu einem besonderen Fund“  von Dr. Joachim Ott (Jena)
Ort: Spiegelsaal auf Schloss Friedenstein
Kaum ein Ereignis wird so sehr mit der Wittenberger Reformation Martin Luthers verbunden wie sein vermeintliches Anschlagen der Ablassthesen am 31. Oktober 1517 an die Tür der Schlosskirche. Verstärkt wird dieses Bild noch dadurch, dass der Anschlag buchstäblich mit dem Hammer erfolgt sein soll. Nicht ohne Grund werben die drei nationalen Lutherausstellungen in Berlin, Eisenach und Wittenberg mit dem Slogan „3xHammer. Die volle Wucht der Reformation“. In der Forschung ist diese Zuspitzung auf den Hammer allerdings umstritten, gilt dieses Bild doch als eine Prägung erst des 19. Jahrhunderts. Erstaunlicherweise aber hat man bisher nie untersucht, wann und wo das so populäre Bildmotiv „Luther mit dem Hammer“ tatsächlich entstanden ist.

In Gotha ist nun bei Erschließungsarbeiten am Nachlass des Gothaer Theologen und Bibliotheksdirektors Ernst Salomon Cyprian eine lavierte Federzeichnung entdeckt worden, die einer der ersten Belege für die Visualisierung des Thesenanschlags mit dem Hammer ist. Die Zeichnung wurde nach einem anlässlich des Reformationsjubiläums 1717 im dänischen Aalborg ausgestellten Schaubild angefertigt. Sie befindet sich heute im Landesarchiv Thüringen – Staatsarchiv Gotha.

Dr. Joachim Ott, Leiter der Sondersammlungen der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena, wird in seinem Vortrag die Hintergründe und Zusammenhänge dieses Fundes vorstellen, der für die Erinnerungskultur zur Reformation von großer Bedeutung ist. Der Fund lässt sich mit anderen Objekten aus der Zeit – wie einer Augsburger Medaille von 1717, die ebenfalls den hämmernden Luther zeigt, im Münzkabinett der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha sowie Cyprians „Hilaria Evangelica“ – kontextualisieren. Diese Objekte offenbaren die bislang unentdeckte Spur zum Ursprung des Hammermotivs – eine Spur, die ganz überraschend nach Rom zum Papst führt. Es zeigt sich, dass der historisch nicht verbürgte Thesenanschlag mit dem Hammer zwar mit deutlichem Abstand zur Reformationszeit, aber schon weit vor dem 19. Jahrhundert erstmals dargestellt worden ist. Er stand und steht nicht nur für den Beginn der Reformation, sondern dient bis heute als identitätsstiftendes Ereignis der lutherischen Gläubigen.

Dr. Joachim Ott studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Christliche Archäologie in Göttingen und Marburg und promovierte zum Thema Krone und Krönung in der Kunst der Spätantike und des Mittelalters. Seit 2003 verwaltet und erforscht er die bedeutenden historischen Altbestände der ThULB Jena. Seine Forschungen zum Thesenanschlag Luthers werden demnächst im Lutherjahrbuch 2017 publiziert.

Den Besuchern des Vortrags wird die Gelegenheit geboten, die Gothaer Zeichnung, die Augsburger Medaille und die „Hilaria Evangelica“ im Original zu betrachten.
Nach dem Gespräch besteht die Möglichkeit, den Abend mit angenehmen Gesprächen und einem Getränk ausklingen zu lassen.

Sep
14
Do
Goethe Akademie 3/2017 in Weimar
Sep 14 – Sep 17 ganztägig

Goethe Akademie 3/2017 vom 14.9. – 17.9.2017

»Seine durchgewachten Nächte haben unsern Tag erhellt«. Gesundheit und Krankheit bei Schiller und Goethe.

200. Geburtstag Theodor Storms im Literaturmuseum »Theodor Storm« Heiligenstadt
Sep 14: 18:00

»Ein Geburtstagskonzert für Theodor Storm« – unter der Schirmherrschaft des Landrats Dr. Werner Henning.

Chorliedersingen mit Chören aus dem Eichsfeld vor dem Storm-Denkmal und dem Literaturmuseum »Theodor Storm«.

»Beste Absichten«: Lesung mit Thomas Brussig in Rudolstadt
Sep 14: 19:00

Kein Sex, keine Drugs, aber jede Menge Rock’n’Roll – Der neue Roman von Thomas Brussig
Ostberlin 1989. In einem Keller probt Die Seuche, eine Band, die Großes vorhat. Ihr einziger Fan ist zugleich ihr Manager. Äppstiehn tut, was er kann – und das ist nicht viel. Die Seuche spielt bei Familienfesten und Geburtstagsfeiern und lässt sich in Autoschiebereien am Rande der Prager Botschaft verwickeln. Doch gegen die Wende ist sogar Äppstiehn machtlos. Plötzlich spielt Musik keine Rolle mehr. Aber geht das überhaupt?
Thomas Brussigs warmherzige Hommage an die Musik einer Zeit erzählt mit Witz und Leichtigkeit davon, wie es ist, wenn etwas zu Ende geht und gleichzeitig etwas beginnt.

Lesung mit Clemens Meyer in Hermsdorf
Sep 14: 19:00

Der preisgekrönte Romanautor und Erzähler Clemens Meyer (u.a. „Als wir träumten“) liest aus seinem neuen Erzählungsband „Die stillen Trabanten“.

Die Veranstaltung findet in der Reihe »Hermsdorfer Gespräche« statt.

Lesung mit Landolf Scherzer in Eisenach
Sep 14: 19:00

Lesung mit Landolf Scherzer: »Immer geradeaus. Zu Fuß durch Europas Osten«

im Rahmen der Ausstellung »Wanderlust oder die Sehnsucht nach dem Paradies« im Eisenacher Stadtschloss vom 1.7. bis 29.10.2017.

 

Wenn Landolf Scherzer sich auf den Weg macht, läuft er direkt ins Abenteuer. Knapp fünf Wochen wanderte er diesmal entlang der Grenzen zwischen Ungarn, Kroatien, Serbien und Rumänien.
Geplant war eine Fahrt per Traktor und Wohnwagen durch sieben osteuropäische Länder, aber bereits vor Ungarn gab der Trecker auf. So musste Landolf Scherzer mit seiner alten Kraxe loslaufen, immer geradeaus, von Grenze zu Grenze. Was enttäuschend begann, erwies sich als Glücksfall, denn wie hätte er sonst so viele Begegnungen am Wegrand haben können: ungarische Flurwächter, kroatische Friedhofspfleger, rumänische Fußballtrainer, gastfreundliche Roma und all die Grenzgänger aus dem Heer derer, die der Arbeit hinterherziehen. Ihn erwarteten merkwürdige Beispiele der Globalisierung, osteuropäisches Improvisationstalent, absurde EU-Projekte, neueste Technik neben primitivsten Bedingungen. Hass auf den Nachbarn lernte er kennen, Geschäftstüchtigkeit wie Großherzigkeit – und nicht zuletzt seine eigenen Grenzen. (Aufbau-Verlag)

 

Eine Veranstaltung des Thüringer Literaturrates e.V. in Zusammenarbeit mit dem Thüringer Museum Eisenach und der Kulturdirektion der Stadt Eisenach.

Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung der  Thüringer Staatskanzlei und der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen statt.

Szenische Stefan-Zweig-Lesung mit Volker Ranisch in Erfurt
Sep 14: 19:30

Stefan Zweig „Die Schachnovelle“ – Szenische Lesung mit Volker Ranisch, Schauspieler aus Zürich.

„Auf dem großen Passagierdampfer, der um Mitternacht von New York nach Buenos Aires abgehen sollte, herrschte die übliche Geschäftigkeit und Bewegung der letzten Stunde. Gäste vom Land drängten durcheinander, um ihren Freunden das Geleit zu geben, Telegraphenboys mit schiefen Mützen schossen Namen ausrufend durch die Gesellschaftsräume, Koffer und Blumen wurden geschleppt, Kinder liefen neugierig treppauf und treppab, während das Orchester unerschütterlich zur Deckshow spielte.“

Mit an Bord ist der amtierende Schachweltmeister Mirko Czentovic, der für ein hohes Honorar gegen die Passagiere spielt. Das Erstaunen ist groß, als der unscheinbare Dr. B., ein österreichischer Emigrant, eher zufällig gegen ihn antritt und seinen mechanisch routinierten Gegner mit verspielter Leichtigkeit besiegt. Doch das Schachspiel fördert Erinnerungen an den Terror seiner Inhaftierung im Nationalsozialismus zutage und reißt eine seelische Wunde wieder auf, die erneut Dr. B.s geistige Gesundheit bedroht.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Erfurter LesArten.

Volker Ranisch ist mit seinen szenischen Lesungen schon viele Jahre ein gern gesehener Gast in Erfurt. Der gebürtige Karl-Marx-Städter lebt in Berlin und in der Schweiz.

Sep
15
Fr
Die Gunst des Augenblicks: mit Thomas Kunst
Sep 15: 19:30
Lesung aus Theodor Storms Märchen »Der Spiegel des Cyprianus« mit Regina Fasold in Bornhagen
Sep 15: 19:30

Ein Abendessen à la Theodor Storm wartet auf Sie und eine anschließende Lesung aus Theodor Storms Märchen „Der Spiegel des Cyprianus“ durch Museumsleiterin Dr. Regina Fasold. Die Burg Hanstein gilt als Vorbild für die Ritterburg in Storms Märchen.

Sep
16
Sa
Literarische Exkursion »Auf Schillers Spuren zum Jenzig« in Jena
Sep 16: 10:00

Information zum Treffpunkt (Gasthaus »Distelschänke«): Tram Linie 2, 3, 33, Station: Jenzigweg

»Der Spaziergang« – Literarische Exkursion auf Schillers Spuren zum Jenzig

Leitung: Wolfgang Haak.

 

Am Sonnabend, dem 16. September 2017, lädt der Thüringer Literaturrat zu einem literarischen Spaziergang auf den Spuren von Schiller in Jena ein. Schillers Gedicht »Der Spaziergang« verbindet sich unmittelbar mit Schillers Wegen auf den Jenzig. Es entstand im August und September 1795 und gehörte für den Dichter zum Höhepunkt seines Schaffens. Nicht nur die Entstehungsgeschichte und das Werk selbst werden zu Gehör kommen, sondern auch Gedichte zeitgenössicher Dichter, die sich thematisch mit der Landschaft um Jena verbinden.

Die Wanderung führt von der Gaststätte »Distelschänke« in Jena unter der Leitung von Wolfgang Haak zum Jenzighaus.

 

Die Exkursion findet im Rahmen der Ausstellung »Wanderlust oder die Sehnsucht nach dem Paradies« im Eisenacher Stadtschloss vom 1.7. bis 29.10.2017 statt.

Eine Veranstaltung des Thüringer Literaturrates e.V. in Zusammenarbeit mit dem Thüringer Museum Eisenach und der Kulturdirektion der Stadt Eisenach.

Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung der  Thüringer Staatskanzlei und der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen statt.

Buchvorstellung mit Ingo Schulze im Lindenau-Museum Altenburg
Sep 16: 15:00

»Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst«

Buchvorstellung mit Ingo Schulze

Peter Holtz will das Glück für alle. Schon als Kind praktiziert er die Abschaffung des Geldes, erfindet den Punk aus dem Geist des Arbeiterliedes und bekehrt sich zum Christentum. Als CDU-Mitglied (Ost) kämpft er für eine christlich-kommunistische Demokratie. Doch er wundert sich: Der Lauf der Welt widerspricht aller Logik. Seine Selbstlosigkeit belohnt die Marktwirtschaft mit Reichtum. Hat er sich für das Falsche eingesetzt? Oder für das Richtige, aber auf dem falschen Weg? Und vor allem: Wie wird er das Geld mit Anstand wieder los? Peter Holtz nimmt die Verheißungen des Kapitalismus beim Wort.
Mit Witz und Poesie lässt Ingo Schulze eine Figur erstehen, wie es sie noch nicht gab, wie wir sie aber heute brauchen: in Zeiten, in denen die Welt sich auf den Kopf stellt. (S. Fischer Verlag)

Ingo Schulze wurde 1962 in Dresden geboren und lebt in Berlin. Nach dem Studium der klassischen Philologie in Jena arbeitete er zunächst als Schauspieldramaturg und Zeitungsredakteur. Bereits sein erstes Buch »33 Augenblicke des Glücks«, 1995 erschienen, wurde sowohl von der Kritik als auch dem Publikum mit Begeisterung aufgenommen. »Simple Storys« (1998) wurde ein spektakulärer Erfolg und ist Schullektüre. Es folgten das Opus magnum »Neue Leben« (2005) und die Erzählungen »Handy« (2007) und »Orangen und Engel« (2010) sowie der Roman »Adam und Evelyn« (2008). Zuletzt erschienen vor allem Essays und Reden, »Was wollen wir?« (2009) und »Unsere schönen neuen Kleider« (2012), sowie das Künstlerbuch »Einübung ins Paradies« (2016). Ingo Schulzes Werk wurde auch mit internationalen Preisen ausgezeichnet und ist in 30 Sprachen übersetzt. (S. Fischer Verlag)

Sep
19
Di
Lesung und Workshop mit Timo Brunke in Bad Lobenstein
Sep 19: 09:00

WortKlang – Lyrik im Konzert – Lesung und Workshop mit Timo Brunke
Lauteratur! Geschichten, die das Leben spricht. Ein Slampoesie-Solo
Das Programm:
Timo Brunke ist der Sprache des Menschen auf der Spur – vom lallenden Säugling bis zu den letzten Worten eines Menschen. Einschulung, Konfirmation, Ehekrach und alles, was dazwischenkommt – der Alltag ist voller Sprechmomente. Und so geht Timo Brunke ins Fußballstadion, tanzt einen langsamen Walzer und kann sich im Restaurant nicht entscheiden. Er spinnt diese Geschichten, die das Leben spricht, in der Phantasie weiter und tauscht sich darüber aus mit Tristan und Isolde, Friedrich Schiller und anderen
Klassikern.
Timo Brunke hat sich als Mitbegründer der deutschsprachigen Slam- oder Bühnenpoesie einen Namen gemacht. Er erforscht seit seinen ersten Auftritten im Jahr 1993 die Möglichkeiten, die eine bewusst für den mündlichen Vortrag gedachte performative Literatur bietet. Hier stoßen sehr alte poetische Traditionen, wie die des Rhapsoden auf neuere Strömungen wie Rapdichtung und spoken word. Besondere Färbung erhält sein Schaffen durch die Art und Weise, wie Timo Brunke verschiedenste Versgattungen und Metren mit Erzählformen und Sprechakten mischt. So entsteht eine Live-Literatur, die im Zeitalter von Youtube und  Internetfernsehen auf die körperliche Anwesenheit des Dichters als Darsteller seiner Texte setzt. Text, Stimme, Gestik und Mimik verschmelzen zu einer volldichterischen Momentaufnahme epischen Ausmaßes.

So stellt sich der Literatur die „Lauteratur“ zur Seite. Unterhaltung, Aufruhr und Rührung sind dabei gleichermaßen beabsichtigt. Der Vollblutpoet Timo Brunke wirbt auf Versfüßen um jedes Wort, das seinem beredten Mundwerk entströmt. Und das seit fast 20 Jahren.

Veranstalter: Sparkassen Kulturstiftung Hessen-Thüringen, Sparkasse Saale-Orla, Lese-Zeichen e.V.

Thüringen liest! – Lesung mit Michael Kirchschlager in Marksuhl
Sep 19: 10:00

»Emil rettet Thüringen« – Lesung mit Michael Kirchschlager

Vortrag von Prof. Dr. Dieter Lamping in Weimar
Sep 19: 18:00

Vortrag von Prof. Dr. Dieter Lamping (Mainz) – »Kafka und Goethe. Die Geschichte einer Entfernung«.

Sep
21
Do
Verleihung des Thüringer Literaturpreises 2017 in Erfurt
Sep 21: 18:00

Verleihung des Thüringer Literaturpreises 2017 an den Dichter und Prosaschriftsteller Lutz Seiler durch den Ministerpräsidenten des Freistaats Thüringen Bodo Ramelow.

Die Laudatio hält Dr. Torsten Unger.

Der mit 12.000 € dotierte Thüringer Literaturpreis wird gemeinsam von der Thüringer Staatskanzlei, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und dem Thüringer Literaturrat e.V. verliehen.

Die diesjährige Preisverleihung findet in enger Zusammenarbeit mit der Erfurter Herbstlese statt. Es gibt eine begrenzte Anzahl von frei verfügbaren Karten über den Erfurter Herbstlese e.V. 

Vortrag von Dr. Holger Thuß in Weimar
Sep 21: 18:00

Wahlverwandtschaften. Das merkwürdige Leben der Goethe-Freundin Marianne von Eybenberg, geb. Meyer (1767-1812) – Vortrag von Dr. Holger Thuß (Jena)

Das Leben Marianne von Eybenbergs wurde in der Forschung bisher wenig berücksichtigt. Die jüdische, später zum Christentum konvertierte Berliner Bankierstochter war mit Goethe befreundet und stand mit ihm im Briefwechsel. Besonders diese Beziehung zum berühmten Dichter sichert ihr einen Platz in der Geschichte. Der Referent präsentiert neue Erkenntnisse zu Eybenbergs Biographie aus der Beschäftigung mit zahlreichen u. a. familiengeschichtlichen Quellen.

Dr. Holger Thuß ist Historiker und Gesellschafter des TvR Medienverlages in Jena.

Szenische Dylan-Thomas-Lesung mit Moritz Röhl in Weimar
Sep 21: 19:30

Dylan Thomas – Rückreise
Drei Erzählungen des Waliser Poeten und Schriftstellers

Eine szenische Lesung mit Moritz Röhl

 

Der Dichter Dylan Thomas (geboren 27.10.1914 in Swansea –gestorben 09.11.1953 in New York) hat den Stoff für seine Werke in seiner walisischen Heimat gefunden. Es war eine kultivierte Hass-Liebe, die Dylan Thomas zu seiner Heimatstadt Swansea oder auch gleich zu ganz Wales, dem Hinterhof Großbritanniens, pflegte. Es war aber auch die Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies der Kindheit, nach einer Zeit, die nicht zurückgeholt werden kann. „Als ich jung war und grün unter den Apfelzweigen“ – dichtete er und so ist er immer geblieben. Er ist immer das Kind, das unter den Apfelbäumen liegt und träumt. Es ist kein Zufall, dass Thomas nie den Versuch unternahm, ein dramatisches Werk  zu schreiben. Er sagte von sich, er sei „erste Klasse der zweiten Klasse“, wobei seine Anhänger mit dieser bescheidenen Selbsteinschätzung sicher nicht mitgehen. Wer heute an Dylan Thomas denkt, denkt vor allem an das Hörspiel „Unter dem Milchwald“. Der große  Theaterkritiker  Friedrich  Luft  meinte,  dass  „Thomas‘  quellende  Sprache  sich  wie  ein warmer Regen über eine Landschaft des Alltags senkt. Und siehe, nun blühen die Kleinstadtfiguren, werden  spektakulär,  werden  in  all  ihrer  Spießigkeit  interessant,  rund,  tragisch  oder  komisch.“ Er fand, dass der „ Dichter heimlich das Dach von den Häusern hebt. Der Blick in das Innere erweist sich als Besuch in einem Menschen-Zoo, dessen Insassen nur durch die Gitterstäbe der Konvention daran  gehindert  werden,  sich  aus  Gier  oder  Gemeinheit  oder  trunkener  Verzückung  selber  oder gegenseitig zu zerfleischen.“

Lesung mit Hendrik Neukirchner
Sep 21: 20:00

„Großstadtsinfonie“ in der Begegnungsstätte Caprini – Lesung mit Hendrik Neukirchner / Thomas Schlauraff begleitet ihn dabei an der E-Gitarre.

In dem literarisch-musikalischen Programm „Großstadtsinfonie“ stellt der Suhler Autor Hendrik Neukirchner Auszüge aus seinen Texten und Gedichten vor. Musikalisch wird er dabei vom Meininger Thomas Schlauraff an der Gitarre begleitet. Die Sprache, die Worte, die der Autor wählt, um sich auszudrücken, spiegeln die facettenreiche Klaviatur des deutschen Vokabulars – von schönen Metaphern über staccatoartige Satzausflüge bis hin zu abstoßenden und vulgären Überzeichnungen. Den Zuhörer, der sich auf die Gedankenwelt des Wortträumers, auf seinen selbst erdachten Kosmos einlässt, der in dem See der Wortspielereien und Anspielungen mitschwimmt, erwartet ein abwechslungsreicher Abend, welcher garantiert viel Gesprächsstoff bietet. Thomas Schlauraff begleitet den emotional dichten Vortrag der Gedichte und Texte mit gleichsam melodiösen wie verstörenden Arrangements auf der E-Gitarre. Das Programm „Großstadtsinfonie“ ist eine Multimediaperformance mit vorgetragenen Gedichten und Texten, akustischer Musik und elektronischen Arrangements sowie Videoeinspielungen.

Sep
22
Fr
Gespräch mit Selena Mowat und Karol Kerrane im Schillerhaus Rudolstadt
Sep 22: 19:30

Auf dem Sofa mit … Selena Mowat und Karol Kerrane

Als der Ire Karol Kerrane, Business Development Director für die EPC Group, nach Lebensstationen in Australien und Neuseeland und zahlreichen Reisen in alle Weltgegenden 2010 in seine neue Wahlheimat Rudolstadt zog, arbeitete die schottische Malerin Selena Mowat noch als Kunstdozentin an der Universität von Dundee. 2014 aber folgte die auf Porträt- und Landschaftsmalerei spezialisierte Künstlerin, deren Werke europaweit in Sammlungen und Ausstellungen zu sehen sind, ihrem Herzen nach Rudolstadt, wo sie seither ihr Atelier hat. Zum Gespräch mit diesen beiden interessanten Rudolstädter Persönlichkeiten bietet das Restaurant eine irisch-schottische Spezialität an.

Krimilesung mit Birgit Storm auf dem Baumkronenpfad im Hainich
Sep 22: 19:30

„Außenseiter“ – Krimilesung mit Birgit Storm

Theo ist sauer. Gerade jetzt, wo er mit seinem Kollegen Matze zu einer Motorradtour nach Hamburg starten will, wird bei seiner Mutter eingebrochen. Verbissen sucht er nach dem Eindringling und verpasst dabei den Anschluss an Matzes Ermittlungen, der mit ihm den Überfall auf einen Obdachlosen aufklären soll. Entsetzt muss er zusehen, wie die Kollegen seinen Sohn verhaften.

Birgit Storm wurde 1958 in Heiligenhafen geboren, ist in Husum an der Nordsee aufgewachsen und lebt seit dem Studium in Hamburg. Mit ihrem ersten Roman „Ein Schuss zu viel“ hat sie am Wettbewerb um den Thüringer Krimipreis teilgenommen und gehörte zu den drei Finalisten.

Eine Veranstaltung des Lese-Zeichen e.V. mit der KTL Kur und Tourismus GmbH Bad Langensalza, dem Nationalpark Hainich und der Thüringer Staatskanzlei.

Sep
23
Sa
Literarische Wanderung »Auf den Spuren der historischen Thüringer Wandervereine« um Ruhla und Eisenach
Sep 23: 10:00

Auf den Spuren der historischen Thüringer Wandervereine

Leitung: Rüdiger Haufe.

 

Die Wanderung führt, ausgehend vom Ruhlaer Dichterhain, auf den Ringberg zum »Carl-Alexander-Turm«, am »Toten Mann« vorbei auf den Rennsteig, den Rennsteig entland ostwärts zur »Neuen Wiese« mit dem »Trinius Blick«. Weiter führt die Route zum »Nebe-Stein« und zum »Ehrenmal« der Wandervereine auf dem Glöckner. Dann geht es durch den »Ungeheuren Grund« am Dornsenberg vorbei zurück nach Ruhla. Die Wanderstrecke beträgt etwa 12 Kilometer. Rüdiger Haufe, der sich intensiv mit den Thüringer Heimat- und Wandervereine beschäftigt hat, geht auf der Wanderung zeitgenössischen »Thüringen«-Diskursen im 19. und 20. Jahrhundert nach. Schriftsteller wie Ludwig Storch, Alexander Ziegler, August Trinius oder Hermann Nebe werden dabei ebenso eine Rolle spielen wie der Thüringerwald-Verein und der Rennsteigverein.

Die Exkursion findet im Rahmen der Ausstellung »Wanderlust oder die Sehnsucht nach dem Paradies« im Eisenacher Stadtschloss vom 1.7. bis 29.10.2017 statt.

Eine Veranstaltung des Thüringer Literaturrates e.V. in Zusammenarbeit mit dem Thüringer Museum Eisenach und der Kulturdirektion der Stadt Eisenach.

Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung der  Thüringer Staatskanzlei und der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen statt.

Tagung »Ehrfurcht vor dem Leben. Martin Luther & Albert Schweitzer. Bekenntnisse für das Leben« in Weimar
Sep 23: 10:00

10:00 Uhr – Stadtkirche »St. Peter und Paul«, Herderplatz 8:

»Friedensbekenntnisse: Jesus, Luther, Schweitzer« – Vortrag von Dr. Eugen Drewermann

15:00 Uhr – Herderzentrum, Herderplatz 7, 99423 Weimar

»Liebe zum Leben heute?!« Trotz gegenwärtig destruktiver Tendenzen kann zur Lebensliebe ermutigt werden – Vortrag von Dr. Helmut Wehr

16:30 Uhr – Herderzentrum, Herderplatz 7, 99423 Weimar

»Albert Schweitzer, Martin Niemöller, Dietrich Bonhoeffer, Paul Schneider«. Wie können Biographien auch Jugendlichen Orientierung geben?

Krimilesung mit Birgit Storm auf dem Baumkronenpfad im Hainich
Sep 23: 19:30

Literatur und Musik auf dem Baumkronenpfad
„Außenseiter“ – Krimilesung mit Birgit Storm

Theo ist sauer. Gerade jetzt, wo er mit seinem Kollegen Matze zu einer Motorradtour nach Hamburg starten will, wird bei seiner Mutter eingebrochen. Verbissen sucht er nach dem Eindringling und verpasst dabei den Anschluss an Matzes Ermittlungen, der mit ihm den Überfall auf einen Obdachlosen aufklären soll. Entsetzt muss er zusehen, wie die Kollegen seinen Sohn verhaften.

Birgit Storm wurde 1958 in Heiligenhafen geboren, ist in Husum an der Nordsee aufgewachsen und lebt seit dem Studium in Hamburg. Mit ihrem ersten Roman „Ein Schuss zu viel“ hat sie am Wettbewerb um den Thüringer Krimipreis teilgenommen und gehörte zu den drei Finalisten.

Eine Veranstaltung des Lese-Zeichen e.V. mit der KTL Kur und Tourismus GmbH Bad Langensalza, dem Nationalpark Hainich und der Thüringer Staatskanzlei.

Sep
24
So
Literarische Wanderung auf Spuren von Novalis in Jena
Sep 24: 10:00

»Literatur – Poesie – Kunst unterwegs« – Geführte Rundwanderung auf dem Novalis-Skulpturen-Wanderweg

Leitung: Cornelie Mier.

Die Wanderung führt durch sanftes Gelände. In ihm ist nachvollziehbar, auf welchem landschaftlichen und kulturhistorischen Schauplatz und von dessen Stimmungseinfluss angeregt Novalis ( Friedrich von Hardenberg ) und die Dichter , Schriftsteller, Wissenschaftler und  Lebenskünstler der Jenaer Frühromantik gelebt haben.

17 Skulpturen einheimischer Künstler setzen Akzente am Weg. An vielen Stellen kommt der Dichter zu Wort mit Zeugnissen aus seinem Leben und Werk.

Dauer: ca. 6 Stunden, die Streckenlänge beträgt etwa 13 km.

Gutes Schuhwerk und Proviant erforderlich.

Thüringer Literatur-Quintett liest in Ulla
Sep 24: 16:00

Zur Landtagswahl treten sie zwar nicht an, dennoch stehen sie für Demokratie, Weltoffenheit, Gemeinsinn und Solidarität: die Herren Landolf Scherzer (76), Matthias Biskupek (66), Martin Straub (74) und Frank Quilitzsch (60). Nach längerer Pause hat das Thüringer Literatur-Quintett (TLQ) wieder zusammengefunden und liest am Wahlsonntag in der Reihe »Die Welt in Ulla«.

Unter seinem Motto »Einer für alle – alle für einen guten Zweck« ist das 2003 gegründete TLQ bereits für die Meininger Kinder- und die Kromsdorfer Fahrbibliothek, für Kinder- und Jugendprojekte, die Schiller-Gedenkstätte in Rudolstadt, für ein Begegnungszentrum in Jena und die Stadtbibliothek in Heiligenstadt aufgetreten, hat an die Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten erinnert und die Ilmenauer gegen rechte Aufmärsche gestärkt. In Ulla lesen die vier Schriftsteller sowie ein Überraschungsgast für das im Mai verstorbene fünfte TLQ-Mitglied: den Dichter und SPD-Landespolitiker Hans-Jürgen Döring.

Die Veranstaltung wird vom Ortsverein Ulla unterstützt.

Sep
27
Mi
Präsentation des sechsten und letzten Bandes der Weimarer Kinderbibel in Weimar
Sep 27: 17:00

Es erwarten Sie Musik, Grußworte, Lesung aus der neuen Kinderbibel,  Erfahrungsberichte und Begegnungen bei Saft und Keksen sowie ein Ausblick auf den Vermittlungsraum in der Weimarer Herderkirche, der am 31.10.2017 zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt wird.
Die sechste und damit letzte Staffel des mehrjährigen Projekts »Weimarer Kinderbibel« wird mit der Präsentation von Band 6 abgeschlossen. In das Buch  aufgenommen wurden die Geschichten und die Gestaltungen – als Techniken kamen
Leuchttisch-Legetrick und Computergrafik zum Einsatz – von 70 Schülern, darunter 34 aus Weimar, 27 aus Eisenach und 9 aus Bad Berka. Einige der Geschichten werden von Schülerinnen und Schülern vorgelesen. Die Bände können bei der Literarischen Gesellschaft Thüringen e.V. bestellt werden.

Ausstellungseröffnung »Aus dem Nachlass des Kunstmalers Theodor Sander« in Heiligenstadt
Sep 27: 19:30

Ausstellungseröffnung »Aus dem Nachlass des Kunstmalers Theodor Sander« (1858-1935), Ehemann der Storm-Tochter Lucie (1860-1935), geboren 1860 in Heiligenstadt.

Anlässlich der Schenkung an das Literaturmuseum „Theodor Storm“ durch einen Urenkel des Dichters.

Ausstellungsdauer bis 31.12.2017.

Sep
30
Sa
Lesung und Vortrag über Paul Eluard in der Dichterstätte Sarah Kirsch in Limlingerode
Sep 30: 14:30

»Paul Eluards surrealistische Dichtung« – Lesung und Vortrag von Heidelore Kneffel und Karin Kisker.

Okt
2
Mo
Sebastian ist krank #16 – Lesebühne in Jena
Okt 2: 20:00

Wir sind Slam-Poeten, Storyteller, Lyriker, Prosaisten und Ex-Grundschüler. Wir sind mehrfach mit Preisen und Titeln überschüttete Literaten, die sich an schlechten Wortspielen versuchen. Wir entfesseln mal tosenden Applaus, mal zum Zerreißen gespannte Stille und sind dabei stets mindestens so mittel. Wir sind Jenas junge, beste und einzige monatliche Lesebühne. Wir sind Sebastian ist krank.

Wir? Das sind: Die sagenumwogene Elli Linn, der legendenumrankte Steve Kußin und der fabelhafte Friedrich Herrmann. Und natürlich Sebastian (Sebastian ist krank). Mit dabei sind wieder Gäste.

Tickets gibt es nur an der Abendkasse: 6 €, ermäßigt schlanke 5 €.

Okt
5
Do
DREIERLEI: Hünniger, Neumann & Beez in Weimar
Okt 5: 17:00

Bildende Kunst – Literatur – Musik
Die Malerin und Grafikerin Uta Hünniger, der Lyriker Peter Neumann und der Komponist Joachim Beez sind gemeinsam einen generations- und genreübergreifenden
Dialog zum Thema Herkunft eingegangen und erkunden Orte, die aus der Ferne anziehen und doch dauerhaft keine Nähe zulassen.
Vor Ort können die Editionen 4 (Nancy Hünger / Uta Hünniger) und 7 (Peter Neumann / Kay Voigtmann / Joachim Beez) des Projektes „Dreierlei – neue Lyrik, Grafik und Musik aus Thüringen“ der Literarischen Gesellschaft Thüringen zum Vorzugspreis von 68,- € erstanden werden!

Veranstalter ist die Kulturdirektion Weimar.

»Bin ein Schreiberling«: Lesung mit Peter Wawerzinek in Ranis
Okt 5: 19:30

Mit Musik von Lukas Rauchstein

Das Schreiben wurde ihm nicht in die Wiege gelegt, wohl aber das Wundern und Grübeln darüber, was ihm das Leben an Erfahrungen bereit hielt – als mecklenburgisches Heimkind, als gefürchteter Plauderer, als Wanderdichter auf verbotenen Wohnungslesungen, als Geheimtipp, als Scheiternder, als triumphierender Champion.
Über diese Erfahrungen, über die Selbsterfindung als Autor, über schaurig-komische Erlebnisse im Literaturbetrieb, über sein »Eintauchen« in die alltäglichen Lebensweisen als Voraussetzung fürs Schreiben, über Orte von Köln-Böll bis Dresden-Pegida, in die er eingeladen wurde als See-, Orts- oder Stadtschreiber (und die er aushalten musste) und über Momente, in denen das Schreiben zu einer anderen und sehr riskanten Form der Existenz wird – davon erzählt er anspruchsvoll und komisch in diesem Buch.
Schöne, anekdotenreiche Geschichten wechseln sich ab mit genauen, selbstironischen Reflektionen über die eigene Rolle als Autor in einem Literaturbetrieb, der gern auf Rendite setzt und sich mit dem genialen Entwurf ganz, ganz schwer tut.

Lesung und Orgelkonzert mit Hans-Jörg Dost und Norbert Arendt in Weimar
Okt 5: 19:30

»was sich nicht reibt, das verkommt« Lesung und Orgelkonzert mit Hans-Jörg Dost und Norbert Arendt

Hans-Jörg Dost liest seine Gedichte, Norbert Arendt improvisiert an der Orgel.
Der 1941 in Leipzig geborene Autor Hans-Jörg Dost ist nach längerem Aufenthalt als
evangelischer Pfarrer in Österreich wieder nach Sachsen zurückgekehrt und lebt nun in
Dresden. Er hat sich international mit Hörspielen einen Namen gemacht. Er schreibt auch erzählende Prosa und Gedichte (2005 ist er dafür in Dublin ausgezeichnet worden).
Norbert Arendt aus Radebeul (Jahrgang 1950) ist nicht nur mit dem klassischen Orgelspiel vertraut, er ist auch im Jazz zuhause, hat außerdem mehr als zweieinhalb Jahrzehnte in Dresden Studenten ausgebildet und geprägt.
Die beiden kennen sich aus den achtziger Jahren, sind einander jetzt wieder begegnet und haben erstmals kreativ zu diesem Programm zusammengefunden. Man darf darauf gespannt sein, wie Sprache und Musik auf einander wirken.

Okt
6
Fr
»Bin ein Schreiberling«: Lesung mit Peter Wawerzinek in Jena
Okt 6: 19:30

Mit Musik von Lukas Rauchstein

Das Schreiben wurde ihm nicht in die Wiege gelegt, wohl aber das Wundern und Grübeln darüber, was ihm das Leben an Erfahrungen bereit hielt – als mecklenburgisches Heimkind, als gefürchteter Plauderer, als Wanderdichter auf verbotenen Wohnungslesungen, als Geheimtipp, als Scheiternder, als triumphierender Champion.
Über diese Erfahrungen, über die Selbsterfindung als Autor, über schaurig-komische Erlebnisse im Literaturbetrieb, über sein »Eintauchen« in die alltäglichen Lebensweisen als Voraussetzung fürs Schreiben, über Orte von Köln-Böll bis Dresden-Pegida, in die er eingeladen wurde als See-, Orts- oder Stadtschreiber (und die er aushalten musste) und über Momente, in denen das Schreiben zu einer anderen und sehr riskanten Form der Existenz wird – davon erzählt er anspruchsvoll und komisch in diesem Buch.
Schöne, anekdotenreiche Geschichten wechseln sich ab mit genauen, selbstironischen Reflektionen über die eigene Rolle als Autor in einem Literaturbetrieb, der gern auf Rendite setzt und sich mit dem genialen Entwurf ganz, ganz schwer tut.

Tickets sind im Vorverkauf in der Thalia-Buchhandlung in der Neuen Mitte und an der Abendkasse erhältlich.

Okt
9
Mo
»JuLe-Treff im Leseladen« in Weimar
Okt 9: 16:00

Junge Leser ab 12 Jahren treffen sich in der Eckermann-Buchhandlung!

Du bist zwischen 12-16 Jahren und liest gern?
Du bist neugierig auf aktuelle Titel?
Du hast Lust, auch anderen einen Buchtipp zu geben?
Dann bist Du bei uns als Testleser/in richtig!

Wir treffen uns einmal monatlich zum Reden, Raten, Bewerten und Empfehlen. Auf uns wartet ein Jahr voller Leseabenteuer! Wir freuen uns auf Dich!

Sabine Arndt, Bibliothekarin
Johannes Steinhöfel und das Team der Eckermann-Buchhandlung
Sigrun Lüdde und die Literarische Gesellschaft Thüringen e.V.

Okt
10
Di
LEA – Lesebühne Erfurter Autoren
Okt 10: 20:00

Es gibt wieder ein neues Thema und die Möglichkeit einen Essensgutschein für zwei Personen in „Billes Restaurant“ zu gewinnen.

Natürlich bleibt LEA offen und jeder, der auch so mitmachen möchte, kann sich sehr gerne melden. Wer als Lesender dabei sein möchte, kann sich einfach bei a.budzier(at)highslammer(dot)de melden.

LEA ist ein Gemeinschaftsprojekt des HIGHSLAMMER e.V. und der Literarischen Gesellschaft Thüringen e.V. Mit der freundlichen Unterstützung der Thüringer Staatskanzlei und der Sparkassenstiftung Erfurt.

Okt
14
Sa
Literarische Wanderung auf Spuren von Novalis in Jena
Okt 14: 10:00

»Literatur – Poesie – Kunst unterwegs« – Geführte Rundwanderung auf dem Novalis-Skulpturen-Wanderweg

Leitung: Cornelie Mier.

Die Wanderung führt durch sanftes Gelände. In ihm ist nachvollziehbar, auf welchem landschaftlichen und kulturhistorischen Schauplatz und von dessen Stimmungseinfluss angeregt Novalis ( Friedrich von Hardenberg ) und die Dichter , Schriftsteller, Wissenschaftler und  Lebenskünstler der Jenaer Frühromantik gelebt haben.

17 Skulpturen einheimischer Künstler setzen Akzente am Weg. An vielen Stellen kommt der Dichter zu Wort mit Zeugnissen aus seinem Leben und Werk.

Dauer: ca. 6 Stunden, die Streckenlänge beträgt etwa 13 km.

Gutes Schuhwerk und Proviant erforderlich.

Lyrik & Musik mit Mario Osterland, André Schinkel & littlemanlost in Jena
Okt 14: 20:00

Zwei neue Lyrikbände von Mario Osterland und André Schinkel. Dazu der intime American-Folk von littlemanlost. Am 14.10.2017 gibt es Lyrik und Musik im Kunstverein Jena.

Mario Osterlands neuer Gedichtband „Heimische Arten“ erscheint in Kürze im Verlag parasitenpresse. In seinen Texten geht es um das Aufwachsen und Ausbrechen aus der Provinz, um erste Lieben, die dunkel zerbrechen, um die unmögliche Rückkehr zur Natur.

In André Schinkels neuem Gedichtband „Bodenkunde“, dem Nachfolger seines 2007er Bandes „Löwenpanneau“, sieht man ihn mit der Vertiefung seiner poetischen Sichten befasst. Die Texte entstanden in einer bewegten Phase des Autors und sprechen über den Zweifel an der und die Hoffnung auf die Liebe, sie reden in Amouren und Rondellen über die Schönheit und den Schrecken der Welt, ihrer Gegenwart als zu entdeckendes Paradies, berichten von inneren wie äußeren Reisen, Gestirnen, vom Licht und der Sehnsucht.

littlemanlost ist eine Stimme, eine Gitarre, eine Beatbox, ein Omnichord, Loops und andere Gegenstände. Inspiriert von Eis & Kummer, Feuer & Sehnsucht, vom Meer und der Sinnlosigkeit.

Okt
17
Di
Thüringen liest! – Lesung mit Nancy Hünger in Greiz
Okt 17: 09:50

»Ein wenig Musik zum Abschied wäre trotzdem nett« – Lesung mit Nancy Hünger.

Vortrag von Prof. Dr. Günter Niggl in Weimar
Okt 17: 18:00

Vortrag von Prof. Dr. Günter Niggl (Eichstätt) – »›und doch ist und bleibt er außerordentlich für seine und für künftige Zeiten‹ – Martin Luther und die Reformation im Urteil Goethes«.

»Gebrauchsanweisung für das Leben«: Lesung mit Andreas Altmann in Rudolstadt
Okt 17: 19:30

Andreas Altmann schreibt über sein Buch:

Oft suche ich mir Themen, die mich überfordern. Von der Stunde null – Tag der Vertragsunterzeichnung – bis zur letzten Zeile am Manuskript begleitet mich das anstrengende Gefühl: Du wirst scheitern! Was mich kaum beunruhigt. Ich habe mich daran gewöhnt, ich mag die Stimme des Teufels in mir. Sie hält mich wach. »Gebrauchsanweisung für die Welt«, welch unschuldiger Größenwahn mochte mich antreiben. Versteht man unter »Welt« nur die Erde: Schon das reicht, um einzuknicken. Unheimliche 4,6 Milliarden Jahre ist sie alt, und unheimlich einsam rast sie mit 107 000 Kilometern pro 60 Minuten durch das All. Und sieben Milliarden Menschlein rasen mit. Darüber schreiben? Damit fertig werden? Gar wissen, wie man mit all dem umgeht, sie »gebraucht«? Wie aberwitzig. Natürlich bin ich mit meinem Buch gestrauchelt. Winzige 258,4 Gramm wiegt es. Ein Furz gegen die 5,977 Trillionen Tonnen der Erde. Und ihre Aberbillionen Geschichten…

Okt
18
Mi
Thüringen liest! – Lesung mit Anne Gallinat in Altenburg
Okt 18: 15:30

»Hannes Bistro« – Lesung mit der Schriftstellerin Anne Gallinat.

Lesung mit Leander Gerdes zur Ausstellungseröffnung »Wortwelten/Bildwelten« in Jena
Okt 18: 19:30

Vernissage »Die Zeit ist aus den Fugen«. Leander Gerdes liest »Die Hamletmaschine«

»Ich war Hamlet. Ich stand an der Küste und redete mit der Brandung BLABLA, im Rücken die Ruinen von Europa. […] Ich will nicht mehr essen trinken atmen eine Frau lieben einen Mann ein Kind ein Tier. Ich will nicht mehr sterben. Ich will nicht mehr töten. Ich will in meinen Adern wohnen, im Mark meiner Knochen, im Labyrinth meines Schädels. […] Meine Gedanken sind Wunden in meinem Gehirn. Mein Gehirn ist eine Narbe. Ich will eine Maschine sein. Arme zu greifen Beine zu gehn kein Schmerz kein Gedanke.«

Zur Vernissage der Ausstellung wird der Schauspieler Leander Gerdes Heiner Müllers »Hamletmaschine« lesen. Leander Gerdes ist fester Bestandteil des Ensembles am Theaterhaus Jena. Im vergangenen Jahr war er u.a. bei der langen Peter-Weiss-Nacht zu erleben. Die an der Ausstellung beteiligten Künstler werden anwesend sein und mit den Besuchern ins Gespräch kommen.

 

AUSSTELLUNGSINFORMATION:

Die Zeit ist aus den Fugen.

Müller / Hamlet / Maschine

Die Welt scheint zu entgleisen. Die politischen Vorbeben machen fassungslos. War die Hoffnung auf gesellschaftlichen Fortschritt eine Illusion? Sollen wir jetzt eingreifen? Oder Zuflucht im Privaten suchen?

Ausgehend von politischen Überlegungen, die uns bestens vertraut sind, schreibt Heiner Müller 1977 »Die Hamletmaschine«: einen der radikalsten Texte der deutschen Literatur. In fünf Monologen auf gerade einmal neun Druckseiten tranchiert Müller die Gegenwart und sich selbst. Vom Verrat der Intellektuellen handelt sein Stück, vom Ende der Utopien, von der Rebellion der Frauen, vom Selbstekel der Privilegierten, von Suizid, Kybernetik, der Auflösung der Identitäten. Die letzte Szene endet mit dem Wunsch, die ganze Welt ungeschehen zu machen – und einem Zitat der Charles-Manson-Family.

In diesem Koordinatennetz bewegt sich die Ausstellung. Die Techniken und das Material der Arbeiten reichen von Malerei und Grafik über Objekte aus Holz oder Keramik bis zu Videoinstallationen. Dazu gibt es ein vielseitiges Rahmenprogramm.

Teilnehmende Künstler: Andreas Berner, Gernot Ehrsam, Michael Ernst, Cosima Göpfert, Kinga Tóth, Andreas Leonhardt, Martin Neubert, Alexander Neugebauer, Ana Maria Vallejo.

Okt
19
Do
Vortrag von Dr. des. Héctor Canal Pardo in Weimar
Okt 19: 17:00

Romantische Universalphilologie – Zum 250. Geburtstag von August Wilhelm Schlegel

Vortrag von Dr. des. Héctor Canal Pardo (Weimar)

Thüringen liest! – Lesung mit Jens-Fietje Dwars in Schwerstedt
Okt 19: 19:00

»Erotische Dichtungen« – Lesung mit dem Schriftsteller und Herausgeber Jens-Fietje Dwars.

Thüringen liest! – Lesung und Vortrag mit Ulrike Müller in Stadtroda
Okt 19: 19:30

»Die neuen Frauen kommen« – Lesung und Vortrag mit Ulrike Müller.

Okt
20
Fr
10. Kinderliteraturtage in Krölpa
Okt 20: 09:00

Programm:

09:00 Uhr – Eröffnung der Kinderliteraturtage mit Timo Brunke

10:30 Uhr – Lesung und Live-Zeichen mit den Schwestern Böhm & Böhm

10:30 Uhr – Erzählstunde mit Maria Carmela Marinelli

10:30 Uhr -Lesung und Gespräch mit Anja Tuckermann.

Lesung mit Timo Brunke in Bad Lobenstein
Okt 20: 19:00

WortKlang – Lyrik im Konzert: Weiter, Schneller…Huch! mit Timo Brunke

Timo Brunke hat ein Problem: Er kommt nicht mehr nach. Er weiß nicht, ob Sie das kennen; aber er packt das nicht mehr. Er würde gern einen Blog schreiben, in dem er die Dinge auflistet, zu denen er nicht mehr kommt. Aber selbst dazu reicht es nicht.

Die Welt beschleunigt an ihm vorüber ? und Brunke hockt mitten drin. Was nun?

Der Stuttgarter Wortkünstler dreht dem Ehrgeiz eine Nase, schaut dem Neid lang anhaltend in die Augen und geht mit dem Spaten dorthin, wo der Hund begraben liegt.
Timo Brunke, ein Urgestein des deutschen Poetry Slams, gründete und organisierte den ersten Stuttgarter Poetry Slam in der Rosenau von 1999 bis 2009. Danach wandte er sich den Kindern zu und tourte mit seinem Wortspielprogramm „10 Minuten Dings“ durch die Republik. Nun kehrt Brunke auf die Kabarettbühnen zurück. Sein neues, nunmehr 11. Bühnen-Solo „Weiter, schneller…Huch!“ ist eine virtuose Erwiderung auf den Machbarkeits- und Tempowahn und entschleunigt von hundert auf null in hundert gewitzten Minuten.

Der Künstler

Timo Brunke, geboren 1972 in Stuttgart, hat es sich zum Ziel gesetzt, Poesie und Sprache als Erlebnis für Augen und Ohren wiederzuerwecken. Seit 1993 tritt der Performance-Poet mit seinen Balladen und Slamgedichten im In- und Ausland auf; auf Bühnen wie dem Schiller-Nationalmuseum Marbach, den Münchner Kammerspielen und Millers Studio in Zürich, bei internationalen Buchmessen und Literaturfestivals wie der Lit.Cologne, der Buch Wien und den Frankfurter Lyriktagen sowie in Goethe-Instituten von Almaty bis São Paulo – oder eben auch in Heimspielstätten wie der Rosenau Stuttgart.

Veranstalter: Sparkassen Kulturstiftung Hessen-Thüringen, Sparkasse Saale-Orla, Lese-Zeichen e.V., KultURmacherei Bad Lobenstein

Thüringen liest! – Lesung mit Katharina Schendel in Bad Salzungen
Okt 20: 19:00

»Frau Sunna« – Lesung mit der Schriftstellerin Katharina Schendel.

Lesung mit Feridun Zaimoglu in Jena
Okt 20: 19:30

Feridun Zaimoglu liest aus »Evangelio«

4. Mai 1521 bis 1. März 1522: Martin Luther hält sich auf der Wartburg auf. Gänzlich unfreiwillig, denn er ist auf Geheiß des Kurfürsten von Sachsen in Gewahrsam genommen worden. Dort sieht er sich größten Anfechtungen ausgesetzt, vollbringt aber auch sein größtes Werk: In nur zehn Wochen übersetzt er das Neue Testament ins Deutsche.

Feridun Zaimoglu begibt sich in die Zeit, auf die Burg und in die Kämpfe, die der Verdolmetscher auszufechten hat. Dazu bedient er sich eines Ich-Erzählers, der zwar eine erfundene Figur, aber äußerst faszinierend ist: Landsknecht Burkhard, ein ungeratener Kaufmannssohn, ist Martin Luther zum Schutze an die Seite gestellt. Seine Perspektive ist es, die den Blick auf das Leben, das Streben und die Qualen des Reformators eröffnet.

Burkhard selbst ist Katholik und Anhänger des alten Brauchs und sieht Luthers Wirken mit Sorge. Er will nicht abfallen, nicht mit der Sitte brechen und muss doch den, der dieses tut, schützen und bewahren. Ja, er muss Luther sogar begleiten, als dieser heimlich die Burg verlässt und sich bei Melanchthon in Wittenberg aufhält. Und er muss Luther beistehen, als ihn die sogenannte Teufelsbibel in schlimmste Teufelsvisionen stürzt.

Mit klingender Sprache, erstaunlichem Kenntnisreichtum und dramatischer Zuspitzung erzählt Feridun Zaimoglu von einem großen Deutschen, einer Zeit im Umbruch und der Macht und Ohnmacht des Glaubens.

Thüringen liest! – Lesung mit Frank Quilitzsch in Weimar
Okt 20: 19:30

»Noch mehr Dinge, die wir vermissen« – Lesung mit dem Schriftsteller Frank Quilitzsch.

Okt
21
Sa
Thüringen liest! – Lesung mit Ingrid Annel in Gotha
Okt 21: 11:00

»Mein Thüringen-Buch« – Lesung mit der Schriftstellerin Ingrid Annel.

10. Kinderliteraturtage in Krölpa
Okt 21: 14:00

14:00 Uhr – Programm der Schülerinnen & Schüler der Grundschule Krölpa

14:30 Uhr – Lesung und Preisverleihung zum Schreibwettbewerb „Der große Wörterzauberer“

15:30 Uhr – Familienshow mit Zauberer Zeigerini

Lesung mit Autoren aus Jena und Erlangen in Jena
Okt 21: 19:30

Lesung mit Autoren aus Jena und Erlangen.

Okt
22
So
Thüringen liest! – Lesung mit Frank Quilitzsch in Kölleda
Okt 22: 17:00

»Noch nehr Dinge, die wir vermissen« – Lesung mit Frank Quilitzsch.

Lesung mit Volker Müller im Kloster Mildenfurth
Okt 22: 18:00

Kostproben aus drei Büchern

Der Greizer Autor Volker Müller liest und musiziert im Kloster Mildenfurt

„Die Welt war einmal klein, unverschämt klein“ heißt es in einem Gedicht des Greizer Autors Volker Müller. Was ist groß, was ist klein? Das ist eine Frage, der der mittlerweile 65-jährige in seinen Texten gerne nachgeht. Geboren in Plauen, aufgewachsen in Hohndorf bei Elsterberg, hat Müller Ostthüringen und dem Vogtland als Journalist wie Literat in vielerlei Hinsicht die Treue gehalten. Wie weit er auf diesem Weg, der manche Beschränkung bewusst in Kauf nimmt, gekommen ist, darüber könnte seine Lesung am 22. Oktober, 18.00 Uhr, im Kloster Mildenfurth Auskunft geben.

An dem Abend, den der Schriftsteller selbst musikalisch mit Klarinetten-Soli umrahmt, sind Proben aus dem Gedichtband „Einen Taubenflug groß ist meine Stadt“ und den Erzählbänden „Das Galakonzert“ und „Kormorane“ zu hören. Die Titel der Bücher deuten an, dass Musik und Vogelwelt zu den bevorzugten Themen des Wahl-Greizer zählen. Nahezu gleichauf rangieren Familie, Freunde, der Gang der Jahreszeiten, die oft nicht einfache Geschichte des heimatlichen Landstrichs, die Auseinandersetzung mit markanten Persönlichkeiten sowie eine kritische Reflexion der gegenwärtigen Situation in Politik und Gesellschaft.

Volker Müller studierte von 1970 bis 1974 an der Pädagogischen  Hochschule Erfurt/Mühlhausen in der Fachrichtung Deutsch/Russisch und war danach drei Jahre als Lehrer im Kreis Potsdam Land tätig. Weitere Stationen wurden das Staatliche Sinfonieorchester Greiz, das Bezirkskabinett für Kulturarbeit Gera und die in Ronneburg ansässigen „Gessentaler Musikanten“. Nach 1989 arbeitete der seit 1977 mit seiner Familie in Greiz lebende Müller als Redakteur des „Frankenpost“-Ablegers „Thüringenpost“, bis die Zeitung Ende 1996 ihre Tore schloss. Anfang 1998 begann seine Zeit als freischaffender Journalist und Autor.  Er veröffentlichte seither zwölf Bücher, darunter auch einen Band Theaterstücke sowie unterhaltsame Feuilletonsammlungen zu Johann Sebastian Bach, Theodor Fontane, Wolfgang Amadeus Mozart und Robert Schumann. Zuletzt erschienen der Roman „Corvette Menz“ und der gemeinsam mit dem Elsterberger Maler und Grafiker Peter Zaumseil gestaltete Band „Lob der Bäume.“

Okt
23
Mo
Thüringen liest! – Lesung mit Antje Babendererde in Gerstungen
Okt 23: 09:00

»Wolfgsgeschichten« – Lesung mit der Schriftstellerin Antje Babendererde.

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