Wieczorek, Sauer, Wollny & ihre Zweiten Stimmen – Lesung und Konzert in Jena

Wann:
27. September 2019 um 20:00
2019-09-27T20:00:00+02:00
2019-09-27T20:15:00+02:00
Wo:
Villa Rosenthal Jena
Mälzerstraße 11
07743 Jena
Preis:
25€ / 18€ VVK in der Jena Tourist-Information / Aktuelle Informationen zum Ticketverkauf finden Sie unter www.villa-rosenthal-jena.de
Kontakt:
Lese-Zeichen e.V.

Die Wis­sen­schaft vom Spa­zie­ren­ge­hen: Wie­czo­rek, Sauer, Wollny & ihre Zwei­ten Stim­men

Mit die­sem Kon­zert und die­ser Lesung fin­det das Fes­ti­val sei­nen Abschluss. Viele Wege wur­den in die­ser Woche beschrit­ten – und das nicht nur im über­tra­ge­nen Sinne. Die letzte Exkur­sion von Lars Pol­ten, dem Jenaer Spa­zier­gangs­wis­sen­schaft­ler, endet in der Villa Rosen­thal, die ihre Türen öff­net für ein regel­recht bezau­bern­des Trio. Der Darm­städ­ter Schrift­stel­ler Rai­ner Wie­czo­rek trifft auf zwei begna­dete Jazz­mu­si­ker, auf Heinz Sauer und Michael Wollny.
Rai­ner Wie­czo­rek liest aus sei­ner Künst­ler­no­velle „Zweite Stimme“, die vom Spa­zier­gangs­for­scher Richard Skala und sei­nem Archi­var han­delt. Die Musik setzt ein, wir las­sen uns ver­zau­bern von dem kon­ge­nia­len Duo, das an die­sem Abend auch noch lite­ra­risch zur Gel­tung kom­men wird.
Als „Gigant“ (FAZ) und „Alt­meis­ter des Saxo­phons“ (DIE ZEIT) gilt der 1932 gebo­rene Heinz Sauer. Der Tenor­sa­xo­pho­nist hat sich seine Krea­ti­vi­tät und sein vita­les, unbe­re­chen­ba­res Spiel bis heute bewahrt. Seit sei­nen Anfän­gen an der Seite von Albert Man­gels­dorff steht er im Zen­trum der euro­päi­schen Jazz­ge­schichte und gilt als fun­da­men­tale Größe des deut­schen Jazz. Als Mit­wir­ken­der im hr-Jazz­ensem­ble und seit 2003 im Duo mit Michael Wollny hat Heinz Sauer von jeher die größt­mög­li­che Aus­drucks­kraft auf sei­nem Instru­ment gesucht und in gegen­sei­ti­ger Inspi­ra­tion die Frei­heit des moder­nen Jazz zele­briert.
Pia­nist Michael Wollny gilt als einer der wich­tigs­ten euro­päi­schen Jazz­mu­si­ker sei­ner Genera­tion. Die Süd­deut­sche Zei­tung nennt ihn einen Musi­ker, der „aus jeder nur erdenk­li­chen Musik ein Erleb­nis machen kann, das einem den Atem nimmt“, für die FAZ ist er der „voll­kom­mene Kla­vier­meis­ter“. Und er ist alles andere als ein typi­scher Jazz­pia­nist. Seine Inspi­ra­tio­nen kom­men von Franz Schu­bert, Alban Berg oder Gus­tav Mah­ler, von Björk oder Kraft­werk, von japa­ni­schen Gangs­ter­fil­men oder Hor­ror­sto­ries, sein Spiel ist so gren­zen­los, wie seine Suche nach dem bis­her Unge­hör­ten.
Rai­ner Wie­czo­rek gilt als Meis­ter der Künst­ler­no­velle. In die­sem etwas anti­quiert anmu­ten­den Genre hat er sich mit dem Thea­ter, den Spa­zier­gangs­wis­sen­schaf­ten, der Male­rei, der Lite­ra­tur beschäf­tigt. Er ist dem Span­nungs­ver­hält­nis zwi­schen Inti­mi­tät und Öffent­lich­keit nach­ge­gan­gen, in dem sich Künst­ler bewe­gen, auch den sozia­len Bedin­gun­gen, unter denen Kunst­werke ent­ste­hen. Der­zeit arbei­tet er an einem Werk über jene Musik, die ein­mal Jazz war – und beleuch­tet deren Ursprünge. Vor kur­zer Zeit erschien im Ditt­rich-Ver­lag eine Werk­aus­gabe.

 

Orga­ni­sa­tor: DFG-Kol­leg­for­scher_in­nen­gruppe „Post­wachs­tums­ge­sell­schaf­ten“ in Ver­bin­dung mit Jen­a­Kul­tur und Lese­zei­chen e.V.

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